Kind Problemen 2

 

Chamomilla-Kindergruppe

SEELISCHE PROBLEME und LERNSCHWIERIGKEITEN 

Unser Schulsystem ist brutal und ineffizient. Kein Wunder, dass viele Kinder auf der Strecke bleiben. Mit Homöopathie kann der Versuch gemacht werden den Kindern eine Hilfe zu geben, die ihnen nicht alle Entwicklungschancen blockiert. 

 

Angst vor neuen Situationen (Anticipation, Schulanfang)

Arg-n.   Angst v. neuen Situationen mit Durchfall - Regression zum Baby

Bar-c.    Angst v. neuen Situationen & unbekannten Menschen, sich verstecken

Calc.      Angst wegen langsamer Anpassung

Calc-s.    Angst vor unbekannter Umgebung

Lyc.       Angst sich zu blamieren, Kind will seinen Status nicht verlieren

Nat-c.     Angst mit Verschlossenheit

Phos.     Angst mit Aufregung, Befürchtung, ob sie dem Lehrer wohl gefällt

Tub.      ähnlich Phos. Sorge um das "gut ankommen bei anderen"

Angst Schule (vor Klassenarbeit etc.)

Arg-n.      kann schon Tage vorher nicht lernen und kommt wegen Durchfalls nicht mehr von der Toilette weg. Dos.: D 12, immer wenn Angst             kommt,

Bar-c.       Angst, weil die anderen Kinder größer und stärker sind

Calc.         Angst, dass Kräfte versagen, das anderen es merken & ihn hänseln

Calc-p.     Angst, dass er nicht folgen kann o. sonst wie überfordert wird

Gels.        Weiche Knie, kurz vor der Arbeit feuchte Hände, zittrig

Stroph-h.  vor Reden, Referaten oder Theateraufführung. Dos. - D 12, 1 Gabe kurz vor der "Stunde d. Wahrheit"

Angst vor Wasser, Hydrophobie

MED.    Angst vor großen Wassermassen, wie Meer o. großem  See, Angst wird mit zunehmende Alter immer stärker.

Stram.   Angst vor fließendem Wasser o. wenn Wasser über den Kopf gegossen wird

Calc.      ist allgemein ängstlich

Cann-i.   Angst, er könnte ertrinken

 

ANGST

Acon.: hat große Angst vor allem und Jedem. Kleiner Hasenfuß, der sich immer an der Mama festklammert und bei allem, was er nicht kennt, erst mal vor Angst schreit.

Ars.: wenn das Kind vor Angst wie gelähmt ist sollte   

Phos.: wenn die Angst aus einer Überreizung der Nerven herrührt. Das kann zuviel Fernsehenoder auch ein aufregendes Erlebnis sein, nach dem das Kind "total durch den Wind " ist.

Angst durch Überforderung in der Schule ausgelöst wurde, kann man auch  versuchsweise Phos.: Globuli morgens und Coff. abends

Arg-n.: Der Angst vor der Einschulung (ersten Kindergartentag)

ZAPPELPHILIPP, MOTORISCHE UNRUHE

Cham.: wenn das Kind keine Ruhe findet und dabei unleidlich ist.

Zinc-v.: Unruhe durch Bewegungsmangel hilft - neben sich ordentlich austoben lassen! gelegentlich Zinc-v. Kind findet abends kleine Ruhe und ist im Bett noch ständig in Bewegung. 

Rhus-t./ Acon.: Kind durch zuviel Herumtoben unruhig und so überdreht, dass es keine Ruhe findet 

Nat-ox-acet.: Cholerisch aufbrausend/kann sich nicht konzentrieren. Anfällig für Erkältungskrankheiten. 

 

Berührungsempfindlich

Wenn Sie noch weiter testen wollen, ob es Kali-c. oder Puls. ist, so berühren Sie das Kind an den Fußsohlen.

Kali-c. schreit wie am Spiess und Puls. ist kitzlig und beginnt zu lachen.

Bei Kali-c. ist die Fußsohle eine sehr empfindliche Stelle. Allgemein ist Kali-c. sehr berührungsempfindlich. Das  Kind sagt nicht:

«Ich bin berührungsempfindlich.» Das müssen Sie beobachten.

DD.: Ant-c. Cham. Cina. Tarant. MED. Sil. Sep. Thuja.

Kleine Unterschiede. 

Kali-c.: Fußsohlen empfindlich,

Cina.: der Hinterkopf und Nacken. Dort lässt sich Cina nicht berühren und beginnt zu schreien.

Tarant.: lässt sich auch nicht anfassen. Es ist, wie wenn Sie die Tarantelspinne berühren würden, sofort werden Sie gestochen. Kind reagiert sehr heftig und wenn Sie nicht schnell genug ausweichen, werden Sie geschlagen.

Sil.: hat nicht gerne Körperkontakt, aber im Gegensatz zu anderen lässt sich Sil. am Rücken streicheln, sonst lässt er sich nicht anfassen und schon gar nicht küssen.

Sep.: Sie küssen ein Sep.-Mädchen und es wischt sich unverzüglich mit der Hand oder dem Hemdsärmel über das Gesicht.

Thuj.: darf man auch nicht berühren, es liebt den Kontakt nicht.

 

IMPFSCHÄDEN und SCHULSCHWIERIGKEITEN

[remedia.at]

Alum. und anderen Aluminiumsalze sind die ersten Mittel, an die man bei Verdacht auf Impfschäden denken muß, weil Aluminiumsalze (seit kein Quecksilber mehr enthalten ist?) die am stärksten schädigenden Substanzen in Impfstoffen sind

Heftige Reaktion auf einer der zahlreichen Impfungen, denen sich die Kinder heute unterziehen müssen, dann kann es sein, dass ein Impfschaden mit nachfolgender Legasthenie entstanden ist. 

Pyrog.: Mehrfachimpfungen zu dem Impfschaden geführt haben. 

Thuj.: gibt man, wenn es sich um ehemalige Schrei-Kinder, die scheinbar durch nichts zu beruhigen waren, handelt.

Sind direkt nach der Impfung heftige Reaktionen aufgetreten, kann man dem mit zunächst täglich einer Ampulle Thuja Injeel forte (ins Getränk gemischt) begegnen (später 1x wöchentlich)

Sil.: ist das Mittel der Wahl, wenn Kinder mit Schulbauchschmerzen auf Schulstress reagieren und wenn der Verdacht auf Impfschaden besteht.

Ph-ac.: Wann zu schnelles Wachstum das Kind überfordert hat . Das Mittel wirkt auch gut bei Schulkopfschmerzen. 

 

BEGABUNGS-SPERREN

Die folgenden Mittel wurden nach der Art der Begabungs-Sperren sortiert.

LEGASTHENIE

die Lese- und Rechtschreibschwäche ist weiter verbreitet als gemeinhin angenommen.

Arg-n.: Das Kind ist blass und kann sich nichts merken

Lyc.: Das Kind ist, trotz offensichtlich gemachtem Fehler, nicht belehrbar

Agar.: zappelige Kinder, die alles etwas langsamer lernen als andere Kinder

Partheneum hysterophorus.: soll speziell bei Jungen wirken, die sich auf keine Aufgabe konzentrieren können

Stram.: kann bei rotgesichtigen Kindern, die leicht zornig werden ("Hitzkopf") mit Neigung zu Stottern und Sprachfehlern versucht werden.

Xero.: Einfachsten Wörter werden falsch geschrieben. "Kopf ist nicht frei" (ständig verstopfte Nase), Druckgefühl an der Nasenwurzel Med.: Wenn ein Kind trotz offensichtlich hoher Intelligenz an Legasthenie leidet und mitMCD (minimaler cerebralen Dysfunktion) diagnostiziert wurde. da wird systematisch behandelt.

PROBLEME MIT DER MATHEMATIK

Syph.: wenn beim Rechnen selbst bei den leichtesten Aufgaben Fehler gemacht werden, wenn kein Verständnis für Zahlen da ist und das Kind hat relativ spät zählen gelernt, vergesslich

Lyc.: Kind macht beim Rechnen Fehler und diese selbst bei konkretem Hinweis darauf nicht erkennen kann. 

Calc. Verspielten, pummeligen Träumerchen, dem Mathematik herzlich egal ist. Wenn das Kind noch in der Babyzeit Milchschorf hatte, passt das Mittel perfekt. 

Nat-m.: kann probiert werden, wenn das Kind wegen seelischer Probleme in der Schule nicht klar kommt.

Staph.: Kind reagiert auf Frustrationen mit Gewaltausbrüchen 

Sulph.: Ist das Mittel für den kleinen Chaoten, der sich ungern wäscht und der Unordnung liebt. (mit Schulprobleme)

PROBLEME MIT NATURWISSENSCHAFTLICHEN FÄCHERN

Alum.: Problemen mit der Logik - wenn der Schüler nur "Bahnhof" versteht angezeigt.

Caust.: Gehirn scheint „Wie gelähmt“, wenn es um logische Probleme in den Naturwissenschaften geht.

Nat-m.: Seelische Probleme blockieren das logische denken

PROBLEME MIT CHEMIE

Sind die Lernschwierigkeiten auf das Fach CHEMIE beschränkt, kann der Versuch mit 

Nux-v. bei einem umtriebigen, gestressten Schüler, 

Petr.: bei mutloser Stimmungslage

Puls.: bei Neigung zum Weinen gegeben werden 

PROBLEME MIT PHYSIK

Liegen die Schwierigkeiten mehr im Fach PHYSIK - sprich, wenn das Verständnis für komplexe logische Zusammenhänge blockiert ist

Carb-v.: bei blassen Schülern die leicht außer Atem sind

Graph.: fettiger, unreiner Haut

Petr.: bei depressiver Stimmungslage

 

Abnormal behavior

The following sets of abnormal behaviors can be observed during the different stages of development.

Newborns (0 - 1 month)

- "Difficult Child Syndrome": This is characterized by irregularities in the child's sleeping, feeding or elimination functions, which is an early pointer to pathological conditions in the future.

- Other traits that can be seen are: Difficulty in calming the child, resistance to feeds, defensive reaction to pain, loud noises, and bright lights, and a weak physical support (turning in bed, sitting up, crawling, walking).

- Traits of the baby's personality can be observed in the temperament that the baby displays.

Infants (1 month - 12 months)

Infantile autism

- Aggressiveness without reason (unprovoked).

- Backward in the normal growth scale, ambidextrous (one side is not starting to dominate).

- Does not smile in response to people's faces or voices and does not show any signs of attachment.

- Echolalia: just babbles away a meaningless repetition of words that are said to him, instead of responding to the speaker's tone and message.

- Failure to have a good eye contact.

- Insomnia, persistent enuresis +/o. encopresis.

- No elevated temperature during an infectious illness. No complaint of pain, verbally or by gestures. No malaise during illness. There may actually be an improvement in the child's general behavior when ill.

- Self-injurious behavior.

Early childhood

- Attention Deficit Hypersensitivity Disorder (ADHS)

In Infants

- Early signs may include an increased sensitivity to stimuli, which may lead to undifferentiated, markedly aversive responses.

- Usually the infant gets out of the crib by himself very early, undissuaded by the parent's attempts to bar his exit.

In Children

- Answers for others and is loquacious.

- Cannot attend to more than one stimulus at a time and to any stimulus for more than ten seconds.

- Continuous activity, which is not turned off in appropriate situations.

- Disturbed right-left discrimination, clock-time, visual or auditory perceptions, hand-eye coordination.

- Explosive irritability at trifles, e- 3 -motional lability, laughter # tears. Unpredictable and variable performance.

- Gastric hyperacidity.

- Hurried; tend to miss out the words while writing. Also, the work is messy and done with carelessness.

- Impulsive, inability to delay gratification, accident-prone.

- Preoccupied with water play and spinning objects.

- Restlessness, rapid growth.

- Short attention span with a tendency to get easily distracted.

- Very capricious.

 

Childhood neurosis

- Fear of death for self or others because of misconceptions about death.

- Insistence on washing hands after touching anything that is thought to be dirty because of fear that dirt will cause harm.

- Phobias: The fears are so irrational, persistent or intense that they interfere significantly with normal functioning, e.g. fear of animals,

            people, thunder, etc.

- Separation anxiety disorders: The child clings to the parents when separation is anticipated, has a fear of being lost or a fear of staying

            alone, becomes homesick. It is accompanied by rivalry with peers and siblings, and disturbed social pattern.

Negative Reactions

- Stressed children may protest when examined, push the doctor's hand away, kick him, or indirectly show negative reactions directed elsewhere, for example towards toys or other children, etc.

Reactive Attachment Disorder of infancy and early childhood

- Decreased interest in environment and decreased playfulness.

- Lack the normal signs of tracing of eyes and face, lack of usual and local reciprocity, lack of alertness.

- Weight loss, poor tone, hypomobility, weak rooting and grasping in response to feeding, weak cry, increased sleepiness.

• Ruminative Disorders

- Irritability and hunger between episodes of regurgitation.

- Repeated regurgitation of undigested food with weight loss following a period of normal functioning without any nausea or any other gastrointestinal disorder.

- Satisfaction from regurgitation.

                                               • Speech problems

- Elective mutism: This could be the child's way of reacting to anxiety-laden circumstances.

- Stuttering and stammering.

• Temper tantrums

- Children by the age of 2-3 years have not yet learned to control their feelings of anger and frustration. They cannot communicate what they want effectively.

They also throw tantrums when they face fatigue, boredom or discomfort. This may simply be an attention-seeking behavior. In extreme situations, there can be breath-holding spasms with rage.

 

Late childhood

Childhood psychosis

- Abnormal fixations on certain toys, objects, or people, monomania.

- Atypical and often unpredictable responses to sensory events.

- Distorted or bizarre motor behavior: Rocking back and forth for long periods of time while sitting on the floor, or repeatedly flapping hands.

- Disturbed speech patterns: Elective mutism, bizarre or meaningless phrases, echolalia, etc.

- Fascination with movements: Like of a fan, spinning objects, etc.

- Impaired socialization: Withdrawal, aloofness and avoidance of eye contact.

- In early childhood, there is a marked absence of anticipatory postures or putting up of their arms to be picked up, of following their parents about the house, or running to greet their parents when they return. They do not go to their parents for comfort when hurt or upset, do not kiss and cuddle and do not reciprocate behavior.

- Incorrect assessment of danger: Seems either excessive or dangerously absent.

- Intellectual retardation with certain marked areas of normal or even exceptional skills.

- Resistance to changes in the environment.

- Seemingly unaware of personal identity with a disoriented idea of the body. Explores and examines his body or attempts to injure himself.

• Childhood manic-depressive episodes

- Atypical and often unpredictable responses to sensory events.

- Children feel hopeless about the future, become listless and passive, develop disrupted eating and sleeping habits, a low self-esteem, and tendency to self-reproach.

- Distorted or bizarre motor behavior, rocking back and forth for long periods of time while sitting on the floor or repeatedly flapping hands.

- Fixation on certain toys, objects, or people, monomania.

- In depression, there is a severe, generally unhappy mood.

- Incorrect assessment of danger, excessive or absence of fear.

- Intellectual retardation with certain marked areas of normal or even exceptional skill.

- Mania (the same symptoms seen in Childhood Psychosis section above).

- Persistent elevated, elated, expulsive or irritable mood.

- Resistance to change in environment.

- Unaware of personal identity, disoriented ideas of the body: explores and examines his body or attempts to injure himself (bangs his head

            against something).

• Conduct disorders

- Aggressive behavior with hyperactivity.

- Blames or bullies others; cruel defiant behavior, rage, hostility, and abusive.

- In the non-aggressive type, the patient is weak, abandoned, mistreated, worthless, helpless and hopeless.

- Lack of concern for others; callous.

- Maladjustment and antisocial behavior; boasting; narcissistic attitude.

- Persistent enuresis.

- Persistent lying, disobedience, frequent truancy, stealing, vandalism, or sexual exhibition is openly seen.

 

[H.R. Arndt]

Cutting teeth: Normally, dentition should begin not before the 4th month nor later than the 7th and should be completed during the 1st month of the

3rd year. But tuberculous and syphilitic children cut their teeth early, while in rickety infants, the teeth are slow to appear.

[H.C. Allen]

Marasmus and other wasting diseases of children: Acet-ac. Abrot. Iod. Sanic. Tub.

 

[H. Pennekamp]

Die jetzt folgenden therapeutischen Hinweise enthalten, wo es mir im Sinne des Organons, u.a. § 81, Anmerkung, nötig erschien, auch pädagogische solche (bereits zitiert in der Einleitung  ".. abweichende Erziehung ... der Jugend ..").

H. spricht im einleitenden Teil der chronischen Krankheiten ( I., S. 139 f, Psora) von den psychischen Belastungen als Hindernis der Heilung:

"Sind aber des Kranken Verhältnisse hierin nicht zu bessern, hat er nicht soviel Philosophie, Religion und Herrschaft über sich selbst, alle Leiden und Schicksale ... geduldig und gelassen zu ertragen ...", so sei auch durch die meisterhafteste Kur nichts auszurichten.

Philosophie, Religion und Selbstbeherrschung sind aber nicht angeboren, sondern Ergebnis von Erziehung.

In diesem Sinne ist eine aufgeklärte Pädagogik unverzichtbar.

Viele meiner Hinweise, Aussagen und Denkanstösse werden bei Homöopathen, die sich selbst für besonders klassisch halten, als unangebracht oder, weil sozialpolitisch anstössig, als unzulässig betrachtet werden. Daher habe ich mich der Mühe unterzogen, auch an solchen Stellen auf die entsprechenden Paragraphen des Organon zu verweisen, wohl ahnend, dass solches Tun wahrscheinlich genauso wenig nützt, wie einem Alkoholiker einen farbigen Grossbildabzug seiner eigenen, endoskopisch photographierten Leber zwecks Ermahnung als Poster ins Wohnzimmer zu hängen.

Ferner wissen wir alle, wie zornig H. seinerzeit über den Dogmatismus schulmedizinischer Lehrmeinung  werden konnte. Nun, die Zeiten haben sich nicht gebessert. Humanistische Bildung ist heute zur fast exotischen Seltenheit geworden, und jeder, die Medizinbürokraten insbesondere nicht ausgenommen, ist so dumm wie er kann.  Zorn ist sicherlich nicht die einzig mögliche Reaktion auf unsere Zustände - Verstand und Bildung gemahnen einen an den klassischen Stoizismus - und vielleicht auch an das Prinzip der Hoffnung, wenn jeder auf seinem Gebiet mit Fleiss und Beharrlichkeit so viel tut, wie es ihm möglich ist.

Die therapeutischen Hinweise entstammen vor allem persönlicher Erfahrung sowie der meiner praxiserfahrenen Kollegen. Sie sind oft nur im Telegrammstil wiedergegeben und umfassen nicht alle denkbaren Gebiete, um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen.

Es sind auch allgemeine  Therapierichtungen mit berücksichtigt,  wobei ich mich innerhalb bester Tradition der direkten Schüler H. wie Altschul

und Lutze bewege. Sie können in jenen besonderen Fällen Denkanstösse geben, in denen die alleinige homöopathische Therapie auf Hindernisse

stößt, die wesentlich durch homöopathiefremde Gründe bedingt sind, wie forensische Beschränkungen, Ungeduld der Eltern, verdorbene Fälle, schulmedizinische Vorbehandlungen, Folgen von Impfungen oder Intoxikationen mit Amalgam aus Zahnfüllungen oder chemischen Produkten resp. Umweltbelastungen.

Mein verstorbener Lehrer, Kurt Kamma, sei zitiert:   "Letzlich sterben bei uns mehr Menschen an den Folgen ihrer Dummheit als an ihrer Krankheit."

Gemüt:

Alkoholismus bei Kinder und Jugendlichen

Die Fakten: Nach Erhebungen des Institutes für Alkoholerkrankungen an derUniversität Witten / Herdecke (Information unter Tel.: 02302-926399) gab es 1996 1/2 Millionen alkoholabhängige Kinder und Jugendliche in Fastgrossdeutschland (BRD + DDR). Hinzu kommen noch rund 900 000 alkohol - gefährdete Kinder und Jugendliche (die entsprechenden Zahlen für haschischsüchtige Jugendliche liegen ca. 1,6 mal so hoch). Eine zwar nicht den forschenden Psychotherapeuten oder den besserwisserischen Sozialarbeiter befriedigende, aber für den praktisch denkenden Homöopathen nützliche Einteilung, die auch auf illegale Drogen angewendet werden kann, ist folgende:

1.) gehemmte junge Menschen.

Sie glauben, mit Alkohol gehe alles besser: die Angst vor prüfungsähnlichen Situationen, oder ein Mädchen (einen Jungen) anzusprechen, die nörgelnden Erwachsenen zu ertragen.

Wichtige Mittel: Gels. Lyc. Med. Nat-m.

2.) Charakterschwache oder konformistische junge Menschen.

Sie "müssen" einfach mitmachen, aus Angst, nicht "in" zu sein, oder aus dem Mangel an Fähigkeit, ihre Umgebung aktiv nach ihren Bedürfnissen zu gestalten. (Stichwort: dialektische Funktion der Anpassung). In diese Sparte fallen auch ein Teil der dummen Menschen, die sich ihres Verstandes nicht ohne fremde Anleitung bedienen können.

Wichtige Mittel: Lyc. Puls. Thuj. Merc.

3.) Partiell schwache junge Menschen.

Bei ihnen ist ein/ein komplexeres Organsystem schon von der Anlage her schwach entwickelt. Dazu gehören beispielsweise die Magenschwächlinge, die mit einem Schnäpschen das elende Schwächegefühl in der Magengegend bekämpfen wollen (Puls.),  oder die Nervenschwachen, die Lärmbelastung und Stress nur mit Alkohol glauben ertragen zu können (Asar-e.), und die zahlenmäßig nicht geringe Gruppe der Frustrationsintoleranten, die als Säuglinge schon Probleme hatten, teils, weil sie die Muttermilch nicht vertrugen, teils, weil ihre Mütter, aus welch vordergründig - dümmlichen Gründen auch immer, sie nicht hinreichend gestillt haben, und denen u.a. mit Aeth. geholfen werden könnte ( wenn sie nicht schon an der Heroin Nadel und damit zu tief im Sumpf hängen).

4.) Erblich belastete junge Menschen.

In dieser recht zahlreichen und uneinheitlichen Gruppe findet man nicht nur die Opfer von erblichem Alkoholismus, sondern auch die tuberkulinisch, syphilitisch oder carcinomatös belasteten Menschen.

Einige wichtige Mittel: Abs. Aeth. Merc. Op. Sulph. Tub. Syph. Carc.

Kinder von Alkoholikern, die von Geburt an reizbar sind, benötigen oft: Lyc. Plat-met. Sep. Staph.

5.) Verzweifelte junge Menschen.

Die Angehörigen dieser Gruppe weisen häufig Merkmale von reaktiver Depression auf, oder es sind solche, deren Lebenskraft generell schwach ist,

o. die aus ethnischen, religiösen o. anderen sozialen Gründen zum Aufgeben gezwungen wurden. Wenn in dieser Gruppe überhaupt eine homöopathische Therapie möglich sein sollte, würde man allenfalls bei den reaktiv Depressiven (z.B. Lehrstellen Verlust in einem strukturschwachen Gebiet) an

Nux-v. oder Psor. denken können.

Grundsätzlich ist es für den Homöopathen notwendig, nach den Ursachen zu forschen. Wenn jedoch die Befragung beginnt mit: "Aus welchen Gründen trinkst Du denn?", dann wird man in den meisten Fällen nichts Erhellendes erfahren, außer bei den wenigen Intelligenteren, die -vielleicht Tuberkulin- blitzschnell erahnen, worauf der Therapeut hinaus will, respektive, was ihn rühren könnte, und dann eine entsprechend Mitgefühl erheischende Geschichte auftischen. Zweckmässiger ist es allemal, im Laufe der Fallaufnahme ohne direkten Bezug zum Thema Alkohol (oder Drogen)  die möglichen Ursachenkomplexe zu eruieren. Ansonsten kann auf die einschlägige Lieratur verwiesen werden, wie, wenn auch mit Vorbehalten, J.P. Gallavardin, Die homöopathische Beeinflussung von Charakter, Trunksucht & Sexualtrieb, Heidelberg 1978

Nicht zu unterschätzen ist in der adjuvanten Therapie (Entzug sowohl des Alkohols als auch anderer Drogen) die orthomolekulare Therapie. Dabei ist jedoch wichtig, auch die Spurenelemente in massiven Dosen, z.B. Ultima Ratio Amp. zu infundieren, nebst z. B. Zentramin (Bastian) oder Inzelloval (Köhler) und Pankreasmitteln wie Okoubaka Inj.. Zur Sedierung haben sich neben Avena auch Zink Präparate bewährt, wie z.B. Zinc-br., beide in Tiefstpotenzen.

Angst nachts, Kind will ins Bett der Eltern

Auch Eltern haben Rechte, z.B. das auf möglichst ungestörte Nachtruhe. Gelegentlich kommt es vor, dass ein Kind Schwierigkeiten hat, allein in seinem eigenen Zimmer zu schlafen, auch ohne akut krank zu sein - sei es aus Angst, sei es in belastenden Situationen, welche zu Alpträumen führen, oder auch in regressiven Phasen. Dann tun die Eltern gut daran, dem Kind eine bestimmte Nähe zu ermöglichen, z. B., indem sie an die Seite ihres eigenen Bettes eine kleine Matratze incl. Wolldecke deponieren, sodass das Kind, wenn es nachts aufwacht und die Nähe der Eltern wünscht, ins elterliche Schlafzimmer kommen kann und auf erwähnter, nicht notwendigerweise sehr bequemen Matratze in buchstäblicher Reichweite der Eltern liegen kann.

 

Arbeitslosigkeit

Dass Arbeitslosigkeit resp. Ausbildungsplatzmangel für die junge Generation besonders schlimm sei, gehört zu den allgemeinen sprachlichen Absonderungen der Politiker. Dem Homöopathen begegnen die Folgen der Arbeitslosigkeit als gesundheitliche Störungen auf der seelisch geistigen Ebene wie auch auf der körperlichen. Stichworte: Null Bock oder No Future Haltung, Depression,  Drogen- oder Alkoholsucht, Kriminalität und Moralmangel, Fehlentwicklung des Bewegungs- und Halteapparates, allgemeine Infektabwehrschwäche etc.

In den 30-er Jahren, als die Arbeitslosensituation ähnlich schlimm war, wurde von einer Wiener Gruppe von Wissenschaftlern eine bis heute wegweisende  Studie vorgenommen (Marie Jahoda, P. Lazarsfeld & H. Zeisel, Die Arbeitslosen von Marienthal, Leipzig 1933 - später Edition Suhrkamp 769). Die Autoren untersuchten die ökonomischen, sozialen und psychischen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit in einem kleinen Fabrikdorf bei Wien. Unter anderem befragten sie auch die Kinder, z.B. nach ihren Weihnachtswünschen und nach ihren Berufswünschen.

Diese beiden Fragen könnten, in der hoöopathischen Anamnese gestellt, auch in der heutigen Zeit wertvolle Hinweise auf den Erlebnishintergrund seelisch - geistiger Symptome geben. So führt die wachsende Diskrepanz zwischen Wunsch und Wunscherfüllung zur:

1. steigenden Irrationalität von Wünschen,

2. zur Planlosigkeit,

3. zur Undifferenziertheit von Wunschvorstellungen,

4. zur Apathie (im Repertorium: Verlangt nichts).

Die Autoren entdeckten auch die veränderten Einstellungen zur Zeit: sie beginnt zu langsam zu vergehen und Planlosigkeit entwickelt sich aus  dieser Zeitdehnung. Die Parallelen zu Drogenfolgen stechen ins Auge. Freizeit wird als tragisches Geschenk empfunden. Kultur - Angebote, wie kostenlose Leihbüchereien oder Theatergruppen werden weniger genutzt. Man hat zwar  genug "Zeit, aber man hat den Kopf nicht danach", so hat ein junger Mann formuliert.

Bei länger bestehender Arbeitslosigkeit konnten auf der seelisch geistigen Ebene folgende Phasen beobachtet werden:

 1.) Ungebrochenheit (man lässt sich nicht unterkriegen und sucht sich neue Aktivitäten)

 2.) Resignation (Verlust der Hoffnung, aber häusliche Ordnung wird aufrecht erhalten, Gelegenheitsarbeiten werden angenommen)

 3.) Verzweiflung (Depression, Aktivitätsverlust, formale Ordnung wird nur noch mit Mühe aufrecht erhalten)

 4.) Apathie (Energielosigkeit, Indolenz, Ordnungs- und Planlosigkeit, Verwahrlosung, Alkoholismus und Irrationalität)

 

Auf der körperlichen Ebene fiel auf, dass die Kinder zunächst gesunder, d.h. auch, weniger infektanfällig waren (vermehrte Zeit der Eltern für Zuwendung und Pflege, weniger ungesunde Ernährung wie Zuckerwerk etc). Danach kehrt sich der Gesundheitszustand allerdings in zu erwartender Weise um (zunehmende Infekte und mangelnde bis fehlende Gesundheitsfürsorge, Entwicklung chronischer Krankheiten). Die Kenntnis dieser gesetzmäßig ablaufenden Phasen vermögen den Homöopathen davor zu bewahren, einzelne seelisch  geistige Symptome zu hoch zu bewerten, sind sie doch keineswegs für den Zustand sonderlich im Sinne des Paragraphen 153 Org.

 

Eltern eines behinderte Kindes

Das behinderte Kind hat -zumindest im Kleinkindalter- in der Regel kein ausgeprägtes Bewustsein von seiner Behinderung. Für die Eltern jedoch ist diese Situation schwer erträglich: sie müssen sich innerlich auf den schweren  Weg der Akzeptanz machen und Mechanismen der Verneinung, Verleugnung und Verkehrung ins Gegenteil überwinden. Folgende Mittel können hilfreich sein, um die benötigte Ichstärke zu entwickeln:

       Caust. Ign. Nat-m. Ph-ac.

 

[Michael Felten]

Schulfrage : Demotivieren Regeln die Grundschüler?

Nach der Anfangseuphorie in der ersten Klasse hat das Kind bald keine Lust mehr auf die Schule. Es gibt zu viele unsinnige Regeln. Oder?

18. Januar 2016, 13:49 Uhr 109 Kommentare

"Liebe Eltern, ab hier schaffen wir das alleine" – ein Schild am Eingang einer Grundschule in Stuttgart.

Die Schulfrage: Mein Kind wurde dieses Jahr eingeschult und besucht mit viel Freude und Wissensdrang die erste Klasse. Nach drei Monaten Anfangseuphorie schwindet die Motivation nun schon leicht. Und das nicht aufgrund der Inhalte, sondern aufgrund von Regeln innerhalb des Schulalltages, die meines Erachtens teilweise schon die Grundrechte der Kinder untergraben, weil sie in bestimmten Pausen nicht essen und trinken dürfen. Wenn es zur Pause klingelt, müssen sie noch am Platz sitzen bleiben, und zwar so lange, bis die gestellte Aufgabe beendet ist. Nur wer fertig ist, darf spielen gehen. Das ist eine der Regeln, die mein Kind demotivieren. Wie gebe ich den Lehrern am besten Feedback? Und wie erhalte ich meinem Kind die Motivation und dabei die Achtung vor dem Lehrer?

 

Ihre Frage ist sehr wichtig – und sie beschäftigt viele Eltern. Wir haben uns ja daran gewöhnt zu denken, dass es unserem Kind am besten geht, wenn es möglichst selten Einschränkungen erlebt, wenn es möglichst wenige Regeln einhalten muss, wenn es seinen Interessen und Bedürfnissen möglichst ungestört nachgehen kann.

 

Nun funktioniert menschliche Gesellschaft bekanntlich am besten, wenn alle ihre Mitglieder gewisse Regeln des Miteinanders einhalten. Einige davon befolgen wir spontan gerne, an andere müssen wir uns über längere Zeit erst gewöhnen, bei manchen fällt das richtig schwer. Deshalb hat sich in allen Kulturen der Welt Ähnliches ergeben: Man gewöhnt die Heranwachsenden schon früh an solche Grundregeln. Als Mutter haben Sie das im familiären Rahmen ja auch bereits getan: Sie haben bestimmte Gewohnheiten erklärt oder Verbote ausgesprochen – und bestimmte Verhaltensweisen einfach erwartet.

 

Michael Felten (61) beantwortet auf ZEIT ONLINE Ihre Fragen zur Schule. Er hat eine Tochter und arbeitet seit über 30 Jahren als Gymnasiallehrer. Neben Erziehungsratgebern veröffentlichte er zahlreiche Beiträge zu Bildungsfragen. www.eltern-lehrer-fragen.de

Die Schule ist für Ihr Kind nun eine neue Stufe des allmählichen Erwachsenwerdens. Im Unterschied zur Familie muss es hier auch mit Kindern auskommen, die ihm nicht gefallen; es muss Aufgaben erfüllen, zu denen es vielleicht bisweilen keine Lust hat; und es soll sich nach Regeln richten, die ihm gerade nicht passen oder die es momentan nicht einsieht.

Gewöhnung an das soziale Miteinander

Nicht nur die Erfahrung besagt aber, dass diese Konfrontation für das kindliche Gemüt keineswegs schädlich ist - selbst dann nicht, wenn die ein oder andere Regel nicht der Weisheit letzter Schluss sein sollte. Schaden entsteht erst dann, wenn man sein Kind in etwaigem akuten Unmut bestärkt: Dann misslingt nämlich die Gewöhnung ans soziale Miteinander. Und diese Gefahr lauert: Weil wir Eltern unseren Sprössling vielleicht insgeheim bedauern oder um sein Entwicklungswohl fürchten, weil wir ihn gar in seinen Grundrechten tangiert sehen (welch hoher Begriff!) - und dem Lehrer mal die Augen öffnen wollen.

Eltern, die wissen, dass Widerstände, wie der Erziehungswissenschaftler Hermann Giesecke sagt, "eine Gelingensbedingung des Reifens" sind, würden vermutlich anders reagieren. Sie würden es begrüßen, dass das Leben dem Kind nun gewisse Widrigkeiten präsentiert. Auch Alfred Adler, der Begründer der Individualpsychologie und frühe Entdecker der Verwöhnungsfalle, hielt ja bewältigbare Schwierigkeiten für das Beste, was eine gute Fee einem Kind in die Wiege legen könne.

Solche Eltern würden hin und wieder beiläufig einfließen lassen, dass man in der Schule eben manchmal warten müsse, dass es auch lästige Regeln gebe. Aber dass diese Ordnung eben nötig sei, weil so viele verschiedene Kinder miteinander lernen. Und dass doch gerade die Vielfalt so interessant für einen selbst sei. Vielleicht gäben sie auch noch etwas anderes zu bedenken. Würde man die Schule nämlich so einrichten, dass sie jedem Kind dauernd gefallen würde, dann bräuchte jedes Kind seinen eigenen Lehrer - und die Schule würde so teuer, dass sie nur für wenige Familien erschwinglich wäre.

Die Schulfrage

Welche Schule ist die richtige? Wie rede ich mit dem Lehrer? Schlechte Noten? Keine Motivation? Wir sammeln Fragen von Eltern und Schülern zur Schule! Der Gymnasiallehrer Michael Felten antwortet. Wenn Sie selbst eine Frage stellen möchten, schreiben Sie sie bitte unten in den Kommentarbereich des Artikels oder schicken Sie eine Mail an schulfrage@zeit.de.

Wir Erwachsenen sollten uns sicher sein, dass sich gelegentliche Schwierigkeiten und Enttäuschungen nicht nur nicht umgehen lassen; sie sind auch entwicklungsförderlich. Nur unter Anforderungen entsteht Ausdauer, nur mit Einschränkungen gewinnt ein Kind Belastbarkeit, nur im Akzeptieren und Bewältigen von Widrigkeiten entsteht die so kostbare Frustationstoleranz. Also: Nicht die Schwierigkeiten der Eingewöhnung unnötig fokussieren, sondern den Zugewinn würdigen – und die Perspektive ausmalen.

Das alles gilt natürlich nur, wenn die Eltern sicher sind, dass es in der Klasse einigermaßen gerecht zugeht und keine Menschenrechtsverletzungen vorliegen.

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