Mitteln Anhängsel

 

Frei nach: Hans Wolff

Unser eigentliches physiologisches Leben spielt sich in Milliarden von Zellen ab, aus

denen unser Organismus besteht. Dieses Leben einer Zelle teilt sich in drei Funktionen auf:

1. Aufnahme von Nahrung und Sauerstoff für das eigene Überleben

2. Reproduktion für das Überleben der Art

3. Verteidigung durch das Immunsystem

Zur Verteidigung verfügt die Zelle über drei Abwehrmechanismen.

Auslösend können jede Invasion von Krankheitserreger, Toxine, Emotionen sein.

1. Abwehrmechanismus: hauptsächlich die Entzündung (Bronchitis/Hepatitis/Tonsillitis). Ohne Entzündungen würden Infektionen nicht bemerkt,

Wunden würden niemals heilen.

Aber nicht die Bakterien/Mikroben/Viren/Pilze/Toxine der wahre Grund einer Pathologie sind, sondern die Veränderung des Zellgewebes = die Einladung für die Erreger und daraus entsteht die Entzündung.

Hierbei ist alles plötzlich und anfallsartig, mit starken Schmerzen und Rötung.

Aber der Patient spricht gut auf eine Behandlung an und erholt sich sehr schnell.

2. Abwehrmechanismus: oft ist die Reaktion Wachstum und Verdickung (Polypen/Warzen/Zysten/Verkalkung). Die so errichtete Mauer soll die Zellen vor Irritationen schützen.

3. Abwehrmechanismus: Die destruktive Verteidigung, wenn die 1. und 2. Abwehr versagt, wählt der Körper den Untergang eines Teils des Organismus, um den Rest zu retten.

Hierbei zeigen sich z. B. Gangrän - Nekrose = Absterben des Gewebes oder ganzer Organbezirken.

Zusammenfassend:

All diese Vorgänge haben ihre Wurzel im genetischen Apparat der Zelle. Er ist die Wurzel der Intelligenz des Organismus, verfügt nicht nur über vererbtes Wissen, sondern befindet sich auch in einem ständigen Lernprozess.

Entscheidet letztendlich auch, ob der Mensch feige oder mutig, verwegen oder schüchtern, zornig oder ängstlich, hochmütig oder unterwürfig ist.

 

Z.B. anhand von drei Mitteln: Lyc. Nux-v. Sulph.

Lyc. war in der Urzeit so groß „Wie eine Palme“ hat aber nur überlebt bis auf den heutigen Tag, indem sich diese Palme immer kleiner machte, bis zum Schluss nur ein Farn übrig blieb.

Was blieb, war die Erinnerung an diese alte Größe, aber das Problem ist, die jetzige Kleinheit, daraus wuchs

- Geringes Selbstwertgefühl

- Tyrannisches, herrisches, arrogantes Verhalten gegenüber der Familie und

Menschen mit weniger Autorität (also da, wo ich kann)

- Verbeugt sich nach oben, tritt nach unten.

- Spürt seine Minderwertigkeit und wird sehr scheu

- Selbstüberhebung, Egoismus

- Intellektuell

„Bist du der Beste in deiner Klasse?“

würde ganz verlegen,

er wäre gerne der Beste, ist es aber nicht.

Er kennt seine Grenzen und leidet darunter.

Nux-v.

- Intelektuell, ungeduldig, ehrgeizig.

- Er ist der Beste.

- Aggressive Persönlichkeit

- Peinlich genau

- Wut durch Widerspruch

- Durch seinen Strychningehalt gut bei Spasmen und Krämpfe/Störungen des Nervensystems.

„Bist du der Beste in deiner Klasse?“

straft mit Verachtung,

ist persönlich gekränkt, dass man es wagt, ihm diese Frage zu stellen, er schweigt, aber eine Viertelstunde später platzt es aus ihm heraus: „Ich bin der Beste“, was auch stimmt.

Sulphur (gelber Schwefel)

- Unglaublich intelligent

- Philosophisch

- Selbstvertrauen ist unerschütterlich

- Faul

- Schlampig - Kleider haben Flecken vom Mittagessen der vergangenen Woche. Haar ist fettig und ungekämmt, das Hemd falsch zugeknöpft

- Stört aber alles nicht

- Sein Wirkungskreis sieht aus wie ein Katastrophengebiet

„Bist du der Beste in deiner Klasse?“

            ist wahrscheinlich das Intelligenteste, das es überhaupt gibt, aber es ist ihm egal.

Ein Philosoph kann wunderbare Geschichten erzählen, sie sind zwar gelogen, alle wissen es, trotzdem sind alle fasziniert.

Akutmittel, die besonders zu den „R-Monaten“ gehören.

Lyc.:

< im Allgemeinen 16 – 20 h.

Kopfschmerz r.

Otitis media r.

Dicke, gelbe übelriechende Absonderung aus den Ohren

Rachenentzündung r.

Schlaf, schläft in r. Seitenlage

Klebriger, übelriechender Schweiß

Lautes Rumoren im Bauch

Geblähter und aufgetriebener Bauch, sogar nach kleinsten Nahrungsmengen

Bauch- und Magenschmerz, > Reiben des Bauches (Kleinkind/Säugling)

Stuhl ist anfänglich hart o. verstopft und wird dann weich oder flüssig

Sodbrennen, saures Aufstoßen

Grippaler Infekt

Nux-v.:

Niesen und Schnupfen morgens erwachend

Säuglinge mit Koliken, mit wütendem Durchbiegen des Rückens

Grippe o. andere fieberhafte Erkrankungen mit hohem Fieber und Schüttelfrost

Muss in jedem Fieberstadium zugedeckt sein

Frösteln beim Aufdecken, will dann aber nicht mehr bedeckt sein

Trockene Hitze des Körpers

Blasenentzündung mit ständigem Harndrang, nur das Entleeren kleiner Mengen

verschafft für Augenblicke Linderung. > Wärme

Schnupfen fliesend am Tag, verstopft nachts.

Heiserkeit mit Kratzen im Hals

Husten führt zu berstendem Kopfschmerz.

Sulph.:

Höhenangst, sogar wenn andere sich an einem hochgelegenen Ort befinden.

Grippaler Infekt

<: 11 h./im Winter/nachts.

Unmäßiges Schwitzen - übelriechend

Kopfschmerz am Wochenende

Entzündung der Lidränder mit Ausfallen der Wimpern

Nasennebenhöhlenentzündung, chronisches eitriges Nasensekret

Sodbrennen

DURST auf eiskalte Getränke

Durchfall o. weicher Stuhl, morgens gegen 5 h. sehr übelriechend

Enuresis (Knaben)

Husten, < nachts im Bett

Grünlicher, eitriger, süßlicher Auswurf

Schleimrasseln

Atemnot mitten in der Nacht, > Hochsitzen

Schläft in l. Seitenlage

Eup-per.

Grippaler Infekt: 1. Frostschauer, 2. mit hohem Fieber (morgens 7 – 9 h.)

enorme Schmerzen in den Knochen

Steifheit in den Gliedmaßen

DURST auf kalte Getränke, besonders während des Froststadiums.

Kopfschmerz, der während o. nach dem Fieber auftritt

Rückenschmerz „Als ob Rücken zerbrochen“

Gels.

Beschwerden, die seit einem grippalen Infekt nicht mehr verschwinden wollen.

durstlos

Herabfallen der Augenlider, kann kaum die Augen offen halten.

Beim Fieberanstieg, wie betäubt und gelähmt.

Beim Fieber, will festgehalten werden, weil er so zittert.

Fieber mit Schwindel

Trockener Husten mit Wundschmerz in der Brust und Fließschnupfen.

Bry.

< allgemein durch jede Art von Bewegung/gegen 21 h./Liegen auf der schmerzhaften Seite; > durch Druck;

Schwindel durch die geringste Bewegung

Durst auf große Mengen

Erkältungen wandern zur Brust herab.

Trockener, harter schmerzhafter Husten, muss sich die Brust halten.

Schläft in l. Seitenlage

Heiserkeit < im Freien

Hackender Husten, durch Reizung in der oberen Luftröhre.

Stiche in der Brust

Fieber innerlich, fühlt sich äußerlich normal bis kalt an.

Rhus-t.

Durstig, trinkt in kleinen Schlucken am liebsten kalte Milch.

> Jede Art von Bewegung

Grippe mit SCHMERZ, Patient dreht sich dauernd um die Lage zu verändern.

Fieber steigt sehr schnell, besonders 10 h.

Zunge ist trocken und braun.

1. Frösteln, „Als ob kaltes Wasser über ihn gegossen würde“, 2. Hitze und Neigung zum Gliederstrecken.

Trockener, quälender Husten von Mitternacht bis Morgen, sowie beim Schüttelfrost o. Hände aus dem Bett haltend.

Bell.

durstlos

Fieber, fühlt sich an, „Als ob die Hand bei der Untersuchung verbrennen“.

Gesicht, rot, heiß, selten bläulich rot, glüht beim Fieber.

Fieberkrampf

Eitrige Mandelentzündung, < r.

Kitzelnder, kurzer, trockener Husten

Kehlkopf sehr schmerzhaft.

Hohe, pfeifende Stimme, Stöhnen bei jedem Atemzug.

Pupillen erweitert.

Halluzinationen, explosionsartige Wutausbrüche.

Mittelohrentzündung, hochgradige pulsierende Schmerzen (gewöhnlich rechtsseitig).

< nachts.

Cham.

< Allgemein gegen 9 h. o. zwischen 21 – 22 h.

Jämmerlich und unruhig, Zorn, reizBAR

Will nicht untersucht werden.

Muss umher getragen werden.

Mittelohrentzündung eher links.

Fieber mit einseitiger Frostschauer, Gesicht einseitig rot.

Kolik - Kleinkind, Säugling, lässt sich nicht trösten, biegt sich nach hinten durch,

schreit zornig.

Durchfall während des Zahnens, riecht nach faulen Eiern.

Füße sind heiß, werden unter der Bettdecke hervorgestreckt.

Dros.

Heftige Hustenanfälle, die so stark sein können, dass der Patient keine Luft bekommt und blau anläuft.

Husten verursacht Nasenbluten/< nach Mitternacht

Bronchitis, Krupp, Keuchhusten, ist sein Anwendungsgebiet.

Husten, Kitzeln im Kehlkopf.

Fieber und kein Durst/mit innerem Frösteln/mit kalten Schauern/mit heißem Gesicht/mit kalten Händen

Immer zu kalt, auch im Bett.

< nach Mitternacht.

Phos.

Jede Erkältung schlägt auf die Brust.

Heiserkeit

Anhaltender, kitzelnder Husten.

Enormer Durst auf kalte Getränke.

Schläft auf der rechten Seite.

Atemwegsinfekte, Bronchitis, Erkältungen, Grippe, Krupp.

Fieber mit klebrigem Nachtschweiß, mit kalten Knien nachts.

 

Fieber, egal welche Erkrankung dahinter steckt, Fieber ist etwas ganz normales und wir sollten dankbar sein, dass der Körper in der Lage ist, sich zu wehren.

Die Frage ist, wie gehen wir damit um.

1. Die Mama muss beruhigt werden, damit sie nicht aus lauter Angst dauernd Fieberzäpfchen gibt.

2. Das Continua-Fieber = anhaltendes Fieber, ohne wesentliche Schwankungen.

Meist über 39° C und nicht um mehr als 1° schwankend.

Sehr wichtig: Hier hilft kein Belladonna!

Phos. Gels. Bry. Rhus-t.

Dieser Fieber-Typus gehört nicht zur Hausapotheke (z.B. Typhus)

3. Remittierendes-Fieber = stärker schwankend, aber stets über Normaltemperatur.

Aconitum, Belladonna, Bryonia, Chamomilla, Gelsemium, Eupatorium-perfoliatum.

- Kleinkind, bei: Die wichtigsten Mittel sind hier: Aconitum, Belladonna, Chamomilla und Gelsemium. Nur dieses remittierende Fieber gehört zur Hausapotheke.

4. Das intermittierende Fieber = Fieberspitzen wechseln mit unter- o. Normaltemperatur. Das Fieber ist schubweise oft unterbrochen von einem bis mehreren fieberfreien Tagen. Auch dieser Fiebertypus gehört nicht zur Hausapotheke (Malaria).

Zusammenfassend die Hausapotheke gehört nur zum remittierenden Fieber, also stärker schwankend, aber stets über Normaltemperatur.

 

 

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