Nanopartikel in homöopathische Mitteln

 

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/albert-einstein-und-die-quantentheorie-wo-das-genie-falsch-lag-a-1133669.html

 

[M. Dankesreiter]

Homöopathie als Medizin der ultra-kleinen Dosis oder: Warum wir es den Homöopathiegegnern zu leicht machen.

Zusammenfassung

Eine Reihe von Argumenten und Vorschlägen, wie wir die Homöopathie in unserer Argumentation weniger angreifbar machen können:

1. In korrekt hergestellten homöopathischen Arzneimitteln können messbare Konzentrationen des Wirkstoffs enthalten sein, wir arbeiteten dann im Bereich der ultra-kleinen Dosen.

2. Organismen reagieren bekanntermaßen auf ultra-kleine Dosen, insofern ist eine Wirksamkeit der Homöopathie plausibel.

3. Vermeiden Sie die unsaubere Verwendung wissenschaftlicher Begriffe und Theorien. Machen Sie deutlich, ob Sie gerade bildhaft sprechen oder einen wissenschaftlichen Erklärungsversuch

unternehmen.

4. Wenn Sie Studien zugunsten der Homöopathie zitieren, seien Sie auch hier vorsichtig: Nicht jede Studie ist qualitativ hochwertig. Eine fehlerhafte Studie als Beleg für die Wirksamkeit der

Homöopathie heranzuziehen macht es den Gegnern wieder leicht. Institutionen wie die Carstens-Stiftung leisten gute Arbeit in der Bewertung von Studien.

5. Es ist hilfreich, die Internetseiten von Homöopathie-Gegnern zu studieren, etwa. Hier können wir erkennen lernen, wo wir fehlerhaft oder unwissenschaftlich argumentieren. Dort werden

auch positive Homöopathie-Studien auf Fehler untersucht – mit wirklich interessanten Ergebnissen! –, was wir durchaus als eine Art von Qualitätssicherung verstehen dürfen.

Lassen Sie uns aus den Fehlern, die uns vorgeworfen werden, lernen, damit wir mit den Homöopathie-Kritikern in einen ebenbürtigen und echten wissenschaftlichen Austausch gehen

können.

 

Seien wir realistisch: Wir, die wir von der Wirksamkeit der Homöopathie überzeugt sind, werden die Homöopathie-Gegner nicht mit Argumenten von dieser Wirksamkeit überzeugen,

egal wie viele positive Studien in höchster Qualität wir zitieren. Die Gegnerschaft vieler Wissenschaftler und sogenannter Skeptiker basiert nicht auf einer sorgfältigen Auseinandersetzung

mit der Homöopathie und einem Bewerten und Abwägen der vorliegenden Fakten, sondern auf einem fixen Weltbild, das so etwas wie Homöopathie nicht zulässt.

Insofern ist diese Art von Skeptizismus dem Fundamentalismus zuzuordnen. Das zeigt sich gerade sehr deutlich in der lauter werdenden Forderung, von der evidenc-based medicine zur

science-based medicine bzw. Zum Konzept der Scientabilität überzugehen, was nichts anderes heißt, als nur noch diejenigen Forschungsergebnisse als gültig zuzulassen, die mit den bisherigen

„sicheren Erkenntnissen“ konform sind, siehe etwa.

Aber wir dürfen auch nicht übersehen, dass eine neue Generation von Wissenschaftlern heranwächst, die neue Erkenntnisse, Technologien und Möglichkeiten sozusagen mit der Muttermilch

aufgesogen haben und daher nicht so sehr von alten Autoritäten und Gewissheiten gehemmt werden. Diese jungen Wissenschaftler sind grundsätzlich offen für die Homöopathie und andere

bisherige Randgebiete der Wissenschaft. Und hier gibt es nun eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst:

Die schlechte Nachricht

Wir, die Homöopathie-Freunde, machen es den Skeptikern allzu leicht, die Homöopathie immer wieder lächerlich zu machen und tragen damit eine Menge dazu bei, diese jungen Wissenschaftler

und andere naturwissenschaftlich denkende Menschen abzuschrecken. Das liegt vor allem an unserer Kommunikation. Denn wenn die Homöopathie ernst genommen werden soll, dann müssen

wir eine Sprache sprechen, die für Nicht-Homöopathen akzeptabel ist und den etablierten wissenschaftlichen Begriffen zumindest nicht widerspricht.

Vielleicht kommt Ihnen dieses Beispiel bekannt vor: Auf die Frage eines Skeptikers, wie die Homöopathie denn überhaupt wirken solle, beginnen Sie zu erklären, dass Informationen im Gedächtnis

des Wassers gespeichert seien, die sich durch die Einnahme der Globuli auf den Körper übertrügen und diesen zur Heilung anregten. Woraufhin Ihr Gegenüber milde (oder auch boshaft) lächelt

und schlicht antwortet: „Das ist doch Bullshit“.

Warum kann er so reagieren? Weil Sie es ihm leicht gemacht haben. Sie haben nämlich eine Hypothese verwendet, die unkonkret und damit unüberprüfbar ist und so viele unbewiesene Annahmen

voraussetzt, dass sie leicht abgelehnt werden kann. Sie haben z.B. nicht erklärt, worin die Information denn besteht und warum eine Information überhaupt heilen soll. Und wie soll die Information

gespeichert sein? Nach allen bisherigen Erkenntnissen ist so eine Speicherung immer an ein Medium gebunden, sei es an magnetische Materialien (die Festplatte Ihres PCs), an eine bestimmte

Verteilung von Vertiefungen in einer Plastikscheibe (CDs und DVDs), an Nervenzellen und Synapsen (Gehirn) oder auch an Schrift, Lochkarten und was es sonst noch an Speichermedien gibt.

An welches Medium könnte die Information in Tropfen o. Globuli gebunden sein? Das Wassergedächtnis bisher nicht nachgewiesen und würde ja auch nur für Tropfen und nicht für Globuli gelten.

Wir haben hier also keine Erklärung anzubieten, die bisher einer Überprüfung standgehalten hätte. Und Wissenschaft lebt nun mal von Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit.

Doch selbst wenn wir die Speicherung erklären könnten: Wie sollte denn die Information auf unsere Körperzellen übertragen werden?

Informationsübertragung ist immer an ein Signal gebunden, außer in der Quantenwelt. Aber wir Menschen sind nun mal sehr große Körper und keine Photonen. Was also könnte das Signal sein?

Und wie sollte unser Körper dieses Signal „lesen“ und in Heilung umsetzen können?

Sie sehen: Die Verwendung des Begriffes „Information“ mag zwar ein eingängiges Bild sein, aber sie erklärt eigentlich nichts. Im Gegenteil: sie benötigt eine Menge weiterer Erklärungen und setzt

physikalische und biologische Mechanismen voraus, die entweder nicht bekannt sind oder bisherigen Erkenntnissen widersprechen. Und das macht es jedem Skeptiker leicht, unsere Argumentation

Stück für Stück zu zerpflücken oder rundweg abzulehnen.

Ähnlich verhält es sich mit anderen Theorien zum Wirkmechanismus der Homöopathie: Wenn wir behaupten, Homöopathie sei angewandte Quantenphysik, ohne plausibel zu erklären, warum denn

die Quantentheorie -die ja so heißt, weil sie nach bisheriger Kenntnis nur auf Quantenebene gilt- nun plötzlich auch für große Systeme wie den Menschen gültig sein sollte, dann ist das eine

unplausible und vor allem unbewiesene Behauptung, die naturgemäß jeden Wissenschaftler in ablehnende Erregung versetzen muss. Gerne – und nicht ganz zu Unrecht – wird uns hier der Vorwurf

der Pseudo-Wissenschaftlichkeit gemacht.

Unsaubere Terminologie

Das scheint ein Grundproblem unserer Kommunikation nach außen zu sein: Wir Homöopathen haben ein anderes Weltbild, versuchen aber, unsere Heilkunst in Begriffen des wissenschaftlichen

Weltbilds zu rechtfertigen.

Dazu stellen wir vage oder unbewiesene (oder bereits widerlegte) Behauptungen auf oder versuchen, bekannte physikalische Theorien wie die Quantentheorie heranzuziehen, verwenden dabei aber

Begriffe wie „Information“, „Schwingung“ oder „Energie“ in einer Weise, die ihrer jeweiligen wissenschaftlichen Definition nach schlicht falsch ist.

Etwa der Begriff „Schwingung“: das ist in der Physik ein präzise definiertes Phänomen und findet in verschiedenen Theorien, von der Mechanik über die Elektrodynamik bis hin zur Quantenmechanik

Verwendung. Aber was meinen wir Homöopathen eigentlich damit?

Wir haben den Begriff für uns nicht präzise definiert, vermutlich aber meinen wir etwas anderes als die Physiker. Darum kann man auf unseren Begriff der Schwingung auch nicht die genannten

Theorien anwenden, also können wir diese auch nicht zur Erklärung für die Wirkungsweise der Homöopathie heranziehen. Tun wir es trotzdem, können sich die Skeptiker mit Wonne auf unsere

fehlerhafte Terminologie stürzen und uns „pseudowissenschaftliches Geschwafel“ vorwerfen – und müssen sich dann bequemerweise nicht mehr mit der Homöopathie an sich auseinandersetzen.

Jeder Fehler, den wir uns in dieser Hinsicht leisten, lädt dazu ein, die Homöopathie lächerlich zu machen, ohne sich genauer mit der Homöopathie befassen zu müssen.

Ockhams Rasiermesser

Harald Walach betont völlig zurecht Platons Forderung nach der „Rettung der Phänomene“, was nichts anderes heißt, als dass eine Theorie die beobachteten Phänomene erklären können muss und

nicht umgekehrt die Beobachtungen der Theorie gehorchen sollten.

Die aktuelle Wissenschaft erklärt nicht die Tatsache, dass die Homöopathie wirkt (was die Studien, die in diesem Heft besprochen werden, eindrücklich belegen), also müssen wir an einer neuen

Theorie arbeiten – das sehen wir Homöopathen sicher richtig.

Wir sollten dabei aber sorgfältig sein und in unserem Bestreben, eine Erklärung für den Wirkmechanismus der Homöopathie zu finden, nicht ohne Not eine Theorie aufstellen, die allen bisherigen

Erkenntnissen der Naturwissenschaften widerspricht. Dies entspricht dem Prinzip von „Ockhams Rasiermesser“, einem Forschungsprinzip, das sagt:

„Entitäten dürfen nicht über das notwendige Maß hinaus vermehrt werden“, oder auf diesen Fall angewandt: „Bleibe in Deinen wissenschaftlichen Theorien so einfach wie möglich. Ziehe keine

unbekannten physikalischen Gesetze zur Erklärung heran, wenn das Beobachtete auch mit den bekannten Gesetzen erklärt werden kann.“

Und damit sind wir endlich bei der angekündigten guten Nachricht:

Die gute Nachricht

Nach jetzigem Kenntnisstand ist es nämlich gar nicht nötig, die Homöopathie mit völlig neuartigen Theorien zu erklären oder gar zu behaupten, sie sei der Wissenschaft nicht William of Ockham

zugänglich. Wir können einstweilen auf dem Boden der bekannten physikalischen Gesetze bleiben. .

Nano-Partikel und ultra-kleine Dosis

In den letzten Jahren konnten v.a. mit Hilfe neuer Messverfahren Untersuchungen gemacht werden, deren Ergebnisse eine Wirkung homöopathischer Arzneimittel plausibel machen könnten.

So konnten Chikramane et al. für metallische homöopathische Arzneimittel zeigen, dass in Hochpotenzen bis zur C200 noch Ursubstanz Konzentrationen von einigen Nano-gramm pro

Milliliter Ethanollösung enthalten sind.

Wie es dazu kommt, ist im Detail noch nicht geklärt.

Bei der Herstellung könnten durch die von Hahnemann vorgeschriebene Verreibung ein geringer Anteil an Partikeln mit Nanometer-Dimensionen entstehen, also Nano-Partikel. Nano-Partikel

haben besondere Eigenschaften, die auf ihre geringe Größe, reaktive Oberfläche und chemische Natur zurückgeführt werden können.

In der Anwendung als Arzneimittel ergeben sich hier interessante Phänomene. Ihre geringe Größe erlaubt es, Regionen im Körper zu erreichen, zu denen andere Stoffe nicht gelangen können.

Das bedeutet eine hohe Bioverfügbarkeit, auch bei oraler Einnahme und schon in geringer Dosis. Diese Partikel verteilen sich sehr schnell im Organismus und wirken dadurch auch schnell.

Diese Effekte macht sich auch die konventionelle Pharmaindustrie zunutze und kann dadurch bei erhöhter Wirksamkeit die Wirkstoffmengen herabsetzen.

Wir wissen außerdem, dass sich in Ethanol-Lösungen durch Grenzflächeneffekte an den Gefäßwänden sogenannte „Nano-Bubbles“ bilden.

Durch Schütteln werden diese kurzzeitig zerstört und bilden sich dann wieder neu. Der Clou: an diesen Nano-Bubbles reichern sich in der Lösung enthaltene Nano-Partikel an.

Für homöopathische Arzneimittel bedeutet das, dass man nicht mehr von einer gleichmäßigen Durchmischung ausgehen kann, die rein statistisch zu einer stetigen Verdünnung bis zum

Verschwinden des Wirkstoffs führen würde.

Das bedeutete: Die Behauptung, in homöopathischen Hochpotenzen sei nichts drin, weil der Verdünnungsgrad über der Avogadro-Grenze von 6x10 liege, wäre für getreu nach Hahnemann

hergestellte Arzneimittel hinfällig. Homöopathie ist eine Therapieform, die mit ultra-kleinen Dosen fein verteilter Partikel arbeitet. Und dass sehr kleine Dosen auf Organismen eine Wirkung

haben, das kennen wir schon, etwa bei Impfungen: hier reichen Antigen-Mengen von wenigen Mikrogramm, um eine umfassende Immunantwort auszulösen. Es gibt aber wesentlich

beeindruckendere Beispiele für wirklich ultra-kleine Dosen:

1. Vergiftungen: Beim stark radiotoxischen Polonium-210 liegt die tödliche Dosis bei zwischen 120 Nanogramm und etwa einem Mikrogramm.

Beim Botulinum-Toxin liegt die mittlere tödliche Dosis bei etwa einem Nanogramm pro Kilogramm Körpergewicht. Schon eine Aufnahme von ca. 5 Nanogramm könnten also einen Säugling töten.

2. Geruchssinn: Wir Menschen können den Korkton im Wein durch unseren Geruchssinn noch in einer Konzentration von zwei Nanogramm pro Kubikmeter Luft wahrnehmen. D.h. wenige Moleküle

reichen aus, um einen Reiz an unseren Riechzellen auszulösen und eine Kaskade von Körperreaktionen hervorzurufen. Noch ausgeprägter ist dies bei Aalen. Ein Aal reagiert schon auf

2 Phenyethylalkohol-Moleküle, das entspräche einer Verdünnung von 1 ml auf die 58fache Wassermenge des Bodensees.

Die Mechanismen dieser Reaktionen sind jeweils völlig unterschiedlich – und vielleicht ist es auch in der Homöopathie so, dass es nicht den einen Wirkmechanismus gibt, sondern jedes Arzneimittel

seinen eigenen Reaktionstypus hat. Der Punkt ist: die genannten Beispiele zeigen, dass ein Effekt von ultra-kleinen Dosen in biologischen Systemen keine Absurdität darstellt. Organismen reagieren

offensichtlich auf kleinste Mengen.

Und das ist bedeutsam für die Plausibilität der Homöopathie. Die Frage ist nun nämlich nicht mehr, warum homöopathische Dosen einen Effekt haben sollen, sondern: Warum sollte es in der

Homöopathie nicht funktionieren, wo uns doch schon lange Beispiele bekannt sind, in denen ultra-kleine Dosen sehr wohl einen Effekt hervorrufen? Natürlich können wir noch nicht wissen, ob dies

alle Phänomene der Homöopathie erklären wird. Aber einstweilen könnte dies ein guter Erklärungs- und Forschungsansatz sein, der sich zudem noch gut mit dem derzeitigen wissenschaftlichen

Weltbild verträgt (siehe auch die Arbeiten von Iris Bell).

 

Das Blog des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ)

DZVhÄ Homöopathie.Blog

[Claus Fritzsche] 17.Januar 2011[†] Eine wissenschaftliche Arbeit indischer Forscher verblüfft die Fachwelt. In einer Untersuchung am renommierten Indian Institute of Technology (IIT) stellten sie unerwartet fest, dass homöopathische Hochpotenzen noch Atome bzw. Moleküle der Ausgangssubstanz enthielten. Prashant Satish Chikramane, Akkihebbal K. Suresh, Jayesh Ramesh Bellare und Shantaram Govind Kane analysierten 6 metallische homöopathische Arzneien in den Potenzstufen C6, C30 und C200. Mithilfe der Messverfahren Transmissionselektronenmikroskopie (TEM), Feinbereichsbeugung (SAED) und Atomemissionsspektroskopie (ICP-AES) konnten die indischen Forscher belegen, dass sich oberhalb der Potenzstufe C6 Nanopartikel mit einer relativ stabilen Konzentration von 80 bis 4000 Pikogramm je Milliliter in den Arzneimitteln befanden – es somit zu keiner weiteren Verdünnung mehr kam. Die Studie muss zwar noch unabhängig repliziert werden und lässt wichtige Fragen unbeantwortet. Es ist jedoch schon jetzt absehbar, dass sie zu einer bedeutenden Neuausrichtung der Homöopathie-Forschung führen kann. Wissenschaftler müssen nun untersuchen, ob auch Hormesis-Phänomene die stark divergierenden Studienergebnisse der homöopathischen Wirksamkeitsforschung erklären könnten.

 

Studie schreibt Wissenschaftsgeschichte

Wer hätte das gedacht? Schon seit vielen Jahren haben sich Befürworter und Kritiker der Homöopathie fest in der Welt des „Nichts“ eingerichtet. Die einen machen Witze. Die anderen entwickeln Erklärungsmodelle vom Wassergedächtnis bis hin zu verschränkten quantenphysikalischen Systemen. Warum? Weil homöopathische Hochpotenzen oberhalb von C12 (die Urtinktur des homöopathischen Arzneimittels wird hier 12x auf ein Hunderstel verdünnt) kein oder nahezu kein Atom bzw. Molekül der Ausgangssubstanz mehr enthalten. Auf diesen Sachverhalt verweist auch die Kampagne 10:23 britischer „Skeptiker“, die darauf aufmerksam machen will, dass in homöopathischen Arzneimitteln ja „nichts mehr drin“ sei. Das sagen zumindest theoretische Modelle: Hochpotenzen jenseits der sog. Avogadro-Grenze können keine atomaren Bestandteile der Ursprungssubstanz mehr enthalten – so die Theorie.

Und plötzlich kommen nun indische Forscher aus dem „Nichts“ und weisen mit modernen Präzisionsmessinstrumenten nach: Es ist doch etwas drin – zumindest unter den Bedingungen der gut dokumentierten Untersuchung.

Präzisionsmessverfahren

Das peer-reviewed Journal Homeopathy veröffentlichte im Oktober 2010 eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel „Extreme homeopathic dilutions retain starting materials: A nanoparticulate perspective“ (Oktober 2010, doi:10.1016/j.homp.2010.05.006). Die indischen Forscher Prashant Satish Chikramane, Akkihebbal K. Suresh, Jayesh Ramesh Bellare und Shantaram Govind Kane berichten in dieser Publikation davon, welche erstaunlichen Ergebnisse eine Analyse homöopathischer Hochpotenzen ans Tageslicht brachte. Sie analysierten sechs homöopathische Arzneimittel: die Metallen Gold (Aurum metallicum bzw. Aurum met), Kupfer (Cuprum metallicum bzw. Cuprum met.), Zinn (Stannum metallicum bzw. Stann-met.), Silber (Argentum metallicum bzw. Arg-met.), Platin (Platinum metallicum bzw. Plat-met.) und Zink (Zincum metallicum bzw. Zinc-met.) basieren, in den Potenzstufen C6, C30 und C200. Im Rahmen ihrer Untersuchung verwendeten sie marktübliche Arzneimittel-Muster von zwei namhaften Herstellern: SBL India – ehemals Sharda Boiron Laboratories – sowie Dr. Willmar Schwabe India. Die in Deutschland bekannte Firma DHU gehört zur Unternehmensgruppe Dr. Willmar Schwabe. Konkret interessierten sich die Forscher für folgende physikalisch-chemischen Eigenschaften der Proben:

1. Die Existenz und Größe von Nanopartikeln der Urtinktur bzw. Ausgangssubstanz wurde mittels Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) geprüft.

2. Feinbereichsbeugung (SAED) diente dem Zweck, die jeweiligen Metalle zuverlässig als Gold, Kupfer, Zinn etc. zu identifizieren.

3. Als drittes Messverfahren kam noch Atomemissionsspektroskopie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-AES) zum Einsatz, um die genaue Konzentration der Ausgangssubstanz zu messen.

Die indischen Messungen zeigten ein überraschendes Ergebnis: In den Potenzstufen C30 und C200 zeigten sich Nanopartikel der Ausgangssubstanz mit einer relativ stabilen Konzentration von 80 bis 4000 Pikogramm je Milliliter. Anders als durch Modelle vorhergesagt führte die weitere Verdünnung nicht zu einer Abnahme der Konzentration.

 

Behindert das Schütteln die Verdünnung?

Wie John A. Ives, Wayne B. Jonas und Joyce C. Frye in einem Editorial (? Do serial dilutions really dilute?) des Journals Homeopathy berichten, haben die indischen Forscher auch einen Ansatz, der das Phänomen erklären könnte. Im Begleit-Kommentar heißt es:

„The size and shape of the metal nanoparticles they observe are consistent with the very high forces and temperatures that would occur with putative nanobubbles produced during succussion. From this they hypothesize the formation of nanoparticleenanobubble complexes that would rapidly rise to the surface of the mixture forming a monolayer, especially at high dilutions. In this way a non-equal distribution of starting material would result during any settling between dilutions.“

Die indischen Forscher halten es für möglich, dass homöopathische Arzneimittel bei der Potenzierung nicht gleichmäßig gemischt werden und sich an der Oberfläche der Flüssigkeit eine Schicht von Nano-Bläschen bildet. Wird nun im Rahmen der schrittweisen Verdünnung überproportional viel von der Oberfläche abgeschöpft, so könnte dies theoretisch erklären, warum es zu keiner nachhaltigen Abnahme der Konzentration der Ausgangssubstanz kommt. Auslöser für die Bildung von Nano-Bläschen könnten z.B. Kavitations-Effekte sein. Sollte sich diese Hypothese bestätigen, so könnte der Vorgang des Schüttelns eine bedeutende Rolle spielen. Das Schütteln würde dann vielleicht der gleichmäßigen Verdünnung entgegenwirken.

 

Offene Fragen:

In Fachkreise beginnt nun die Diskussion, was sich aus der wissenschaftlichen Arbeit ableiten lässt und welche Aspekte detaillierter untersucht werden müssen. Die klassische Frage „Lässt sich das Experiment unter kontrollierten Bedingungen unabhängig wiederholen?“ ist zu klären, dürfte jedoch keine zu große Bedeutung haben. Interessant ist eher die Frage, ob sich die beobachteten Effekte auch auf organische Substanzen übertragen lassen und ob die untersuchten homöopathischen Arzneimittel repräsentativ sind. Von sehr großer Bedeutung ist die Frage, ob Wirkstoffkonzentrationen

in der Größenordnung 80 bis 4000 Billionstel Gramm je Milliliter überhaupt einen Wirkmechanismus erklären können. John A. Ives, Wayne B. Jonas, Joyce C. Frye schreiben dazu in ihrem Editorial:

„Finally, even if the persistence of small amounts of any substance were proven, how they could elicit significant clinical responses from the chemicals themselves would have to be explained.

We might expect clinical relevance if the concentrations fall within the range of hormesis, which these concentrations appear to be.“

 

Nachtrag vom 20.01.2011:

Es ist auch zu klären, ob weitere Einflussfaktoren wie beispielsweise Verunreinigungen der Probe oder des Verdünnungsmediums die Quelle der Nanopartikel sein können oder nicht.

Hat es etwas mit „Hormesis“ zu tun?

 

Nach heutigem Wissen dürften winzige Konzentrationen von 80 bis 4000 Pikogramm je Milliliter nicht ausreichen, um eine pharmakologische Wirkung zu verursachen. Denkbar wären jedoch Hormesis-Effekte.

Wikipedia erläutert den Begriff „Hormesis“ wie folgend:

„Hormesis (griech.: „Anregung, Anstoß“, engl.: adaptive response) ist die schon von Paracelsus formulierte Hypothese, dass geringe Dosen schädlicher oder giftiger Substanzen eine positive Wirkung auf den Organismus haben können. Bei medizinisch wirksamen Substanzen ist ein solcher dosisabhängiger Umkehreffekt gut nachweisbar (z. B. Digitalis, Colchicin oder Opium). Bei einer Reihe anderer Verbindungen und der Wirkung von radioaktiver Strahlung wird die Hypothese in Fachkreisen sehr kontrovers diskutiert.

Hormetische Effekte zeichnen sich durch eine J- oder U-förmige Dosis-Wirkungs-Kurve aus (rote Kurve im Bild rechts). Hormetische Effekte werden in der Regel dadurch erklärt, dass niedrige Dosen von schädlichen Substanzen die körpereigenen Abwehrkräfte stärken. Dies ist in gewisser Weise verwandt mit dem Prinzip der Abhärtung.“

Der Hinweis auf körpereigene Abwehrkräfte und Abhärtung ist hinterfragungswürdig und gibt möglicherweise nur die Sichtweise des Wikipedia-Autors wieder. Einigkeit scheint es bisher darüber zu geben, dass es hormetische Effekte in bestimmten Konstellationen gibt … und in bestimmten Konstellationen nicht gibt.

 

Das Deutschlandradio berichtete 2007 zu diesem Thema:

„Stoffe, die wir gemeinhin als Gifte bezeichnen, können in geringen Konzentrationen durchaus positiv auf den Organismus wirken, weil sie ihn anregen und stimulieren. Dieses Phänomen wird als „Hormesis“ bezeichnet. Sie besagt nichts anderes, als dass niedrige Dosen toxischer Stoffe auch vorteilhafte Effekte haben. Eine internationale Toxikologenkommission stellte kürzlich fest, dass diese chemische „Hormesis“ bei knapp 400 von immerhin 4000 ausgewerteten Studien nachweisbar war.“

 

Weckruf aus Indien

Muss die Geschichte der Homöopathie nun neu geschrieben werden? Nun, im Moment liegt der besondere Wert der indischen Forschungsarbeit nicht darin, etwas bewiesen zu haben sondern eher darin, eine Frage mit hoher Dringlichkeit in den Raum gestellt zu haben. Aussagen zur Avogadro-Grenze basieren auf theoretischen Modellen. Wurden diese je empirisch geprüft?

Warum kam vor Prashant Satish Chikramane, Akkihebbal K. Suresh, Jayesh Ramesh Bellare und Shantaram Govind Kane niemand auf die Idee, Annahmen zur Avogadro-Grenze zu hinterfragen und entsprechende Messungen durchzuführen?

Diese Frage führt direkt zu einem Phänomen, welches wenig mit der Homöopathie und wissenschaftlichen Daten und viel mit den Erkenntnisprozessen von Wissenschaftlern zu tun hat:

Die Forschungslage zur Frage, ob homöopathische Arzneimittel isoliert wirken, zeichnet sich durch ausgesprochen heterogene Daten aus. Es gibt hochwertige placebokontrollierte Studien, die keinen Effekt über Placebo hinaus zeigen. Und es gibt hochwertige placebokontrollierte Studien, welche einen Effekt über Placebo hinaus zeigen, zum Beispiel bei Heuschnupfen, bei lebensbedrohlichem Durchfall bei Kindern, bei Weichteilrheuma, bei Darmlähmung nach Operation und auch bei Atemwegsinfektionen (? Forschungslage Homöopathie, Carstens-Stiftung, 2006). Interessant ist, dass Wissenschaftler diese Heterogenität sehr unterschiedlich interpretieren – und zwar konform zu ihren persönlichen Plausibiltätsvorstellungen und ihren axiomatisch fundierten Denkstilen. (Axiom: als absolut richtig anerkannter Grundsatz, gültige Wahrheit, die keines Beweises bedarf.) Wer als Wissenschaftler schon im vorhinein von der Placebo-These fest überzeugt ist („weil ja nichts drin ist“ oder weil ihm „die ganze Sache“ insgesamt suspekt ist), der hat vielleicht auch wenig Motivation, hier überhaupt Grundlagenforschung zu betreiben. Die Überzeugungen und Denkstile von Wissenschaftlern haben – insbesondere bei heterogenen Daten – einen stark ergebnisformenden Einfluss. Dies zeigen auch die Re-Analyse der in Fachkreisen bekannten Metaanalyse von Prof. Egger und Frau Shang und Beispiele, die ich im Blog-Beitrag „Zweifelhafte Meta-Analysen: Wie evident ist die Evidenzbasierte Medizin?“ vorgestellt habe.

Nicht wenige Wissenschaftler haben sich in den letzten Jahren in diversen Erklärungsmodellen – ob nun „alles Placebo“ oder „es ist das therapeutische Setting und die Arzt-Patienten-Interaktion“ und „Informationseffekte“ – bequem häuslich eingerichtet. Was aber, wenn komplexe Einflussgrößen parallel wirken – darunter auch chemisch-physikalische? Vielleicht wirkt die Entdeckung von Nanopartikeln in Hochpotenzen ja wie ein heilsamer Weckruf zur rechten Zeit.

 

Links zum Thema:

„Extreme homeopathic dilutions retain starting materials: A nanoparticulate perspective“ - Prashant Satish Chikramane, Akkihebbal K. Suresh, Jayesh Ramesh Bellare, Shantaram Govind Kane – Homeopathy, Volume 99, Issue 4, October 2010, Pages 231-242 – doi:10.1016/j.homp.2010.05.006

 

Kommentare zu “Homöopathische Hochpotenzen enthalten Nanopartikel der Ausgangssubstanz”

Martin Lambeck schreibt:

17th.Januar 2011 um 16:42

Erstens zur indischen Studie:

Es wird behauptet, C200 enthielte Atome der Urtinktur. Nach dem heutigen Kenntnisstand der Physik und Chemie ist das unmöglich. Es müsste eine gigantische Vermehrung des Ausgangsmaterials, z.B. des Goldes, stattgefunden haben.

Bevor ich annehme, Physik und Chemie seien total falsch, möchte ich die Betrachtung auf den Herstellungsprozess lenken: Bei einer C-Potenzierung werden in jeder Stufe 99% der Flüssigkeit weggeworfen, was ich als Abfall bezeichne. Ich rege an, die Forscher sollten nicht nur in dem gekauften Endpräparat, sondern auch in den Abfällen nach den Nanopartikeln suchen. Anders ausgedrückt: Sie sollten das C200 – Präparat selbst herstellen und untersuchen. Danach sehen wir weiter.

Zweitens zum DZVhÄ-Blog: Am 22. Oktober 2010 habe ich dort einen Testvorschlag gemacht und nach magnetischen Photonen gefragt. Bisher ist dort keine Antwort zu finden.

mit freundlichen Grüßen

M.Lambeck

 

DZVhÄ Homöopathie.Blog schreibt:

17th.Januar 2011 um 17:03

“Es wird behauptet, C200 enthielte Atome der Urtinktur. Nach dem heutigen Kenntnisstand der Physik und Chemie ist das unmöglich.Es müsste eine gigantische Vermehrung des Ausgangsmaterials, z.B. des Goldes, stattgefunden haben.”

Falsch, Herr Lambeck:

Das Ausgangsmaterial muss sich nicht gigantisch vermehrt haben. Es reicht schon aus, wenn der Prozess der Verdünnung NICHT PROPORTIONAL stattfindet. In diesem Fall kommt es zu keiner gleichmäßigen Verdünnung bis zum vollständigen Verschwinden der Ausgangssubstanz. Es bleibt immer noch ein Rest der Urtinktur übrig.

Und genau das ist ja die Hypothese der indischen Forscher.

Es ist übrigens nicht von Nachteil, wenn Sie die Studie zunächst lesen, bevor Sie sie kommentieren.

 

“Zweitens zum DZVhÄ-Blog: Am 22. Oktober 2010 habe ich dort einen Testvorschlag gemacht und nach magnetischen Photonen gefragt. Bisher ist dort keine Antwort zu finden.”

Dann machen Sie doch bitte Ihren Test und berichten Sie uns von Ihren Ergebnissen.

Mit freundlichen Grüßen

Claus Fritzsche

Redaktion DZVhÄ Homöopathie.Blog

 

brunke schreibt:

18th.Januar 2011 um 20:35

Das Stichwort “Nanotechnik” klingt zwar modern, ist aber keine Erklärung der Wirkungsweise der Homöopathie.

Gegen Nanopartikel spricht das Postulat Hahnemanns der “geistartigen Wirksamkeit” der homöopathischen Mittel, welches mit der Theorie von Nanopartikeln als Wirkmediator nicht in Übereinstimmung zu bringen

ist. Nanopartikel wirken schließlich nicht “geistartig” sondern pharmakologisch.

Vermutlich handelt es sich schlicht einfach um einen Meßfehler, wenn ich solche Theorien vorgestellt bekomme, kann ich nur den Kopf schütteln.

Allein der Price der Studie: US $ 31.50 läßt kommerzielle Interessen vermuten. Für mich ist das Thema abgeschlossen.

 

DZVhÄ Homöopathie.Blog schreibt:

19th.Januar 2011 um 08:37

Der “Price der Studie” fließt in die Kasse des Verlags Elsevier.

“Für mich ist das Thema abgeschlossen.”

Ich vermute einmal, ohne dass Sie sich je systematisch mit den Inhalten und Schlussfolgerungen der Studie auseinandergesetzt haben, oder?

 

brunke schreibt:

19th.Januar 2011 um 09:19

Wenn der Verkaufserlös der Studie dem Verlag Elsevier zu gute kommt, ist das sehr löblich für den Verlag, nicht jedoch für die wissenschaftliche Forschung. Forschungsergebnisse sollten allen Wissenschaftlern frei zugänglich sein. Niemand kann erwarten, dass für solche fragwürdigen Theorien Geld bezahlt wird.

Wenn die Studien frei zugänglich sein sollte, wie ich das aus anderen medizinischen Forschungen kenne und als Selbstverständlichkeit betrachte, werde ich mich gerne damit detailliert auseinandersetzen.

 

Ulrich Berger schreibt:

19th.Januar 2011 um 16:26

Die Studie ist unter http://www.homeopathy.org/research/basic/Homeopathy_and_Nanoparticle.pdf frei erhältlich.

 

Gisela Immich schreibt:

19th.Januar 2011 um 22:18

Diese interessante Studie birgt leider noch methodische Schwächen, welche leider auch das Ergebnis abschwächen könnte.

Zum einen ist nicht klar, welche UrLösung respektive molukulare Reinheit die C0 hatte. Nanopartikel sind in jedem Wassertropen massenhaft vorhanden. Dies würde auch erklären, warum es trotz des höheren Verdünnungsgrad bei der C200 entgegengesetzt zur Theorie die Menge an Nanopartikelkonzentration nahezu unverändert hoch ist, was eigentlich nicht logisch ist und eine Verunreinigung der Probe nahelegt.

Auch ist die verwendete Atomabsorptionsmethode nicht so selektiv und genau, aber günstiger.

Wenn diese beiden Kritikpunkte in einer Studie abgeklärt werden könnten, dann wäre das sicherlich ein Ergebnis, was dann auch wirklich neue Massstäbe in der Homöopathiediskussion setzen würde.

Jedenfalls ein interessanter Ansatz, der weitere Überprüfung rechtfertigt.

 

JFDee schreibt:

20th.Januar 2011 um 07:41

Wurde denn auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass die gemessene, nicht abnehmende Konzentration der beobachteten Stoffe vom Verdünnungsmedium herrührt?

Oder anders gefragt, wurde das Verdünnungsmedium nach identischen Kriterien untersucht?

 

DZVhÄ Homöopathie.Blog schreibt:

20th Januar 2011 um 13:16

@ Ulrich Berger

@ Gisela Immich

@ JFDee

Danke für die wertvollen Hinweise!

Ich werde die genannten Fragen einmal im Hinterkopf behalten.

Gruß … Claus Fritzsche

 

brunke schreibt:

20th Januar 2011 um 16:27

Zuerst einmal vielen Dank, dass ich den Beitrag der indischen Forscher ohne die Sondersteuer von 31 USD lesen konnte. Soweit ich den Beitrag verstehe, behauptet er nicht dass die Nanopartikel

ein Erklärungsmodell für die Homöopathie liefern würde. Ob die Nanopartikel das Ergebnis einer Verschmutzung beim Versuch des Nachweises darstellen oder nicht, könnte die Wiederholung des Experiments zeigen. Für den Nachweis des Wirkungsmechanismus der Homöopathie dürften diese Versuche keine Bedeutung haben. Wie ich oben bereits andeutete ist für die Wirkungsweise des homöopathischen Mittels kein chemisches Reagenz oder ein Nanopartikel verantwortlich, sondern die geistartige Wirkung des homöopathischen Mittels.

Die geistartige Wirkung heißt für Hahnemann: Die Krankheitsansteckung erfolgt dynamisch, was meint ohne Übermittlung materieller Mediatoren der Arzneisubstanzen. Sie ist danach wirksam in unsichtbarer Weise als in den befeuchteten Kügelchen frei gewordene spezifische Arzneikraft, welche bereits durch Berührung des lebenden Probanden auf den gesamten Organismus dynamisch einwirkt, ohne ihn jedoch irgend eine, auch noch so fein gedachte Materie zu übermitteln und zwar um so stärker, je freier sie durch die Dynamisierung geworden war (frei wiedergegeben nach Anmerkung 1 zu § 11 Organon, 6. Aufl.).

Die indischen Forscher haben sich auf die Suche nach einem chemischen Mediator gemacht, nicht nach einem Überträger der „geistartigen Wirksamkeit“.

Die Karstenstiftung hat bereits eine ganze Reihe von derartigen Versuchen gefördert, die ausnahmslos alle ungeeignet sein dürften das Wesen und den Mechanismus der Homöopathie zu erforschen.

 

DZVhÄ Homöopathie.Blog schreibt:

20th Januar 2011 um 17:02

Die indischen Forscher haben sich auf die Suche nach einem chemischen Mediator gemacht, nicht nach einem Überträger der „geistartigen Wirksamkeit“.

Nach meinem Verständnis der Studie haben sich die indischen Forscher über Kausalzusammenhänge überhaupt keine Gedanken gemacht.

Wenn ich nichts überlesen habe, dann wollten sie zunächst nur die Frage klären, ob in Hochpotenzen noch Atome/Moleküle der Urtinktur bzw. Ausgangssubstanz vorhanden sind oder nicht.

Und Gisela Immich sowie JFDee haben darauf hingewiesen, dass es diesbezüglich noch wichtige offene Fragen geben kann.

Beste Grüße

Claus Fritzsche

Redaktion DZVhÄ Homöopathie.Blog

 

Elke schreibt:

20th Januar 2011 um 17:58

Wenn man mal annimmt das Goldatome sich selbst in der Homöopathie nicht vermehren können und man mal als Gedankenexperiment annimmt, man würde die vollständige Ursubstanz komplett potenzieren (also z.B. vollständig in eine C30 umwandeln dann hätte man am Ende 10^30 Portion des Mittel hergestellt.

Die Logik gebietet, dass dann annähernd jede dieser 10^30 Portionen im Schnitt zumindest ein Goldatom enthalten müßte, wenn dies tatsächlich im Endprodukt nachweisbar sein soll.

Umgekehrt folgt aber daraus, dass die Ursubstanz mindesten 10^30 Goldatome enthalten muss um genügend Goldatome für die hergestellten 10^30 Portionen zu haben

Das würde aber bedeuten, dass die Ursubstanz mindestens 325 Tonnen Gold enthalten muss, damit ein Atom für die (im Gedankenexperiment) hergestellten 10^30 Dosen übrigbleibt.

Und das gilt auch dann, wenn man in jedem Potenzierschritt 99 Teile wegwirft und nur 1 Teil weiterpotenziert

Alternativ bleibt nur die Erklärung das Goldatome sich beim Potenzieren vermehren oder vielleicht etwas wahrscheinlich als minimale Verunreinigung des zum Potenzieren verwendeten Verdünnungsmittels nachträglich immer wieder hinzugefügt werden.

Verrechnet habe ich mich noch dazu – man bräuchte sogar 100^30 Goldatome – also mal schlappe 325465601272000000000000000000000 Tonnen.

wenn man hoffen will das mindestens eines davon am Ende einer C30 ankommt.

Oder man glaubt eben doch an die wundersame Goldvermehrung.

 

Ulrich Berger schreibt:

21st.Januar 2011 um 00:03

Die Fragen von Frau Immich und JFDee bzw. die Frage nach Verunreinigungen der Verdünungsmediums im Nachtrag zum Artikel sind in Tabelle 2 der Studie bereits beantwortet.

Die Antwort ist: es kommt darauf an. Gold z.B. wurde im Lösungsmittel (90% Alkohol) nicht gefunden, allerdings auch nur in 5 von 13 Hochpotenzen. Zink dagegen wurde in allen Hochpotenzen gefunden, und auch im Lösungsmittel. Dabei war die Konzentration in den Hochpotenzen je nach Hersteller und Probe um ca. den Faktor 1 bis 10 höher als im Lösungsmittel. Das heißt, wenn die Messungen korrekt ausgeführt wurde, so erklärt “Verunreinigung” des Lösungsmittels ein paar, aber jedenfalls nicht alle Messwerte.

Eine methodische Schwäche dabei ist, dass das Lösungsmittel in C0, also nicht potenziert, untersucht wurde. Das heißt, es bleiben jene Effekte außen vor, die durch Verunreinigungen des Behälterglases verursacht worden sein könnten.

Für die Homöopathie-Debatte halte ich das paper allerdings trotzdem für vernachlässigbar, selbst wenn sich alle Messungen als reproduzierbar erweisen sollten. Der naturwissenschaftlich entscheidende Punkt bei Hochpotenzen ist nämlich nicht, dass sie nichts enthalten, sondern dass sie so gut wie nichts enthalten.

Um eine grobe Abschätzung, basierend auf einer Überschlagsrechung, zu geben: Angenommen, die Urtinktur sei das stärkste bekannte Gift der Welt (Botulinus) und die Konzentration in der Hochpotenz sei die höchste in dem paper gemessene (4000 pg/ml). Dann würden sich bei einer Arzneimittelprüfung mit Globuli die ersten Symptome nach einer Gabe von etwa 2000 Einzeldosen zeigen. Dass das paper “Wissenschaftsgeschichte” schreiben wird, scheint mir daher eher fraglich.

 

DZVhÄ Homöopathie.Blog schreibt:

21st Januar 2011 um 10:31

Herr Berger,

wissen Sie, welche Konzentrationen nötig sind, um „Hormesis“-Effekte auszulösen?

Sie schreiben:

Dann würden sich bei einer Arzneimittelprüfung mit Globuli die ersten Symptome nach einer Gabe von etwa 2000 Einzeldosen zeigen.

Ich vermute, dass sich diese Aussage von Ihnen auf toxikologische Effekte (nicht jedoch auf „Hormesis“-Effekte) bezieht.

Um toxikologische oder pharmakologische Effekte geht es in der Diskussion der Arbeit jedoch nicht.

Gruß

Claus Fritzsche

 

Ulrich Berger schreibt:

21st Januar 2011 um 14:38

Hormesis gehört zu den toxikologischen Effekten. Hormesis-Effekte beginnen bei rund einem Zehntel der Dosis, bei der die ersten adversen Effekte nachweisbar sind. Bei meinem Extrembeispiel also etwa bei 200 Einzeldosen Botulinus C30, bei typischeren Beispielen bräuchte man eher zigtausende von Einzeldosen.

Vor allem sollte man aber nicht vergessen, dass durch die Nahrung viele Spurenelementen in Konzentrationen aufgenommen werden, die wesentlich höher sind als die hier gemessenen Hochpotenzen. Ein Glas Trinkwasser z.B. enthält grob geschätzt mindestens 10.000 Mal so viel Kupfer wie ein paar Tropfen des hier gemessenen Cuprum met C30. Das heißt, egal welche physiologischen Effekte geringe Kupferdosen auf den Menschen haben – der zusätzliche Effekt von ein paar Tropfen der Hochpotenz geht völlig im statistischen Rauschen unter.

Aus den beiden genannten Gründen halte ich die Hormesis-Erklärung bei Hochpotenzen für extrem unplausibel.

 

DZVhÄ Homöopathie.Blog schreibt:

21st Januar 2011 um 16:25

Klingt plausibel, Herr Berger.

Danke für Ihre konstruktiv kritische und informative Begleitung!

Ich bin zwar nicht immer einer Meinung mit Ihnen (eine kritische Antwort auf Ihren letzten Kommentar unter dem Lüdtke-Interview folgt noch), nehme jedoch wertschätzend zur Kenntnis, dass Sie oftmals gut recherchieren und sehr aufmerksam lesen.

Beste Grüße

Claus Fritzsche

 

Michael Teut schreibt:

22nd Januar 2011 um 08:23

Die Studie zeigt als Pilotstudie, dass in gekauften handelsüblichen homöopathischen Hochpotenzen noch Spuren der Ausgangssubstanzen erhalten sind, im unpotenzierten Alkohol nicht. Das ist ein Anfang. Die nächste Frage ist, genau zu untersuchen, was bei eigener Herstellung der Potenzen über die Potenzierung mit Verum und mit dem potenzierten alleinigem Alkohol genau passiert. Erst dann kann man Schlüsse ziehen, ob die Hypothese der Autoren (Nanobubbles) zutrifft, oder ob es sich um Verunreinigungen oder andere Phänomene handelt (Übergang von Partikeln aus der Glaswand?).Aber als Pilot ist die Studie durchaus spannend.

 

DZVhÄ Homöopathie.Blog schreibt:

22nd Januar 2011 um 09:38

Dr. med. Michael Teut schrieb:

Die Studie zeigt als Pilotstudie, dass in gekauften handelsüblichen homöopathischen Hochpotenzen noch Spuren der Ausgangssubstanzen erhalten sind, im unpotenzierten Alkohol nicht.

Claudia Witt hat 2000 dokumentiert, welche Herausforderungen in der Hochpotenz-Forschung zu meistern sind.

Der Reiz der indischen Forschungsarbeit liegt meines Erachtens primär darin, dass hier fest ausgetretene Denkpfade verlassen wurden, um zwei Fragen zu klären, die allem Anschein nach noch nicht abschließend und zuverlässig geklärt wurden:

1. Ist in Hochpotenzen noch etwas drin?

2. Wenn ja: kann dies Auslöser von Effekten sein?

(Diese Effekte, wenn es sie denn gibt, müssen ja nicht eine zentrale Rolle spielen. Es würde schon spannend genug sein, wenn sie Ergebnisse nur teilweise mitbeeinflussen würden.)

Claudia Witt kam 2000 zum Fazit:

“Es konnte nachgewiesen werden, dass ein großer Teil der bisher veröffentlichten physikalisch-experimentellen Versuche mit homöopathischen Arzneien methodisch nicht valide war.

Die experimentellen Untersuchungen zeigten, dass in physikalischen Versuchen Kriterien im Versuchsdesigns berücksichtigt werden müssen, dazu gehören: potenziertes Lösungsmittel als Kontrolle, standardisierte Verweildauer für alle Proben in den Gefäßen, parallele Herstellung von jeweils mehreren Arznei- und Kontrollproben in unterschiedlichen Gefäßen einer Herstellungscharge.

Die Versuche mit dem REDEM-Gerät, welche auf methodisch innovativem Standard durchgeführt wurden, waren zum Teil reproduzierbar, zeigten aber, dass das Material der Behältnisse, das Lösungsmittel und die Lagerungsdauer der Proben einen maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisse hatten.”

Mir ist bisher nicht bekannt, ob sich jemand die Mühe gemacht hat, Hochpotenzforschung unter Beachtung notwendiger Qualitätskritierien dann auch praktisch durchzuführen.

Ulrich Berger hat gute Gründe genannt, warum hier intensive Forschungsarbeit möglicherweise weniger Früchte tragen wird als beispielsweise die Versorgungsforschung der Charité.

Trotzdem stelle ich mit etwas Verwunderung fest, dass die Interpretation der heterogenen Forschungslage (zur spezifischen Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel) möglicherweise auch durch Plausibilitätsvorstellungen (nicht nur durch Daten) beeinfluss wird.

 

2008 schrieben Claudia Witt und Klaus Linde im Kursbuch Homöopathie:

“Die bisherigen systematischen Übersichtsarbeiten, die die Ergebnisse der placebokontrollierten Studien zusammenfassen (Kleijnen 1997, Linde 1997, Shang 2005), zeigen kein einheitliches Ergebnis, so dass die Frage nach der Überlegenheit homöopathischer Arzneimittel über Placebo noch nicht abschließend geklärt ist.”

In Interviews äußert sich Claudia Witt 2011 nun dahingehend, dass die Globuli beim therapeutischen Erfolg einer homöopathischen Behandlung vermutlich keine große Rolle spielen. Wenn ich Rainer Lüdtke richtig verstehe, dann verneint er die große Bedeutung unspezifischer Faktoren (therapeutisches Setting, Arzt-Patienten-Beziehung, Einstellung & Eigeninitiative des Patienten etc.) nicht, ist jedoch hinsichtlich der Bewertung spezifischer Effekte etwas vorsichtiger und zurückhaltender. Von ihm höre ich z. B., dass die heterogene Datenlage auch dadurch beeinflusst werden kann, dass es schlicht und ergreifend wenig hochwertige Studien gibt und die Datenlage vielleicht nicht so ist, wie sie für weitreichende Rückschlüsse sein müsste.

Wurde dieser Wandel (C. Witt 2008 versus 2011) durch neue randomisierte Studien veranlasst? Oder werden die systematischen Übersichtsarbeiten (Kleijnen 1997, Linde 1997, Shang 2005) im Kontext Versorgungsforschung nun anders wahrgenommen und gewichtet.

Ich persönlich fühle mich nicht in der Lage, das Datenmaterial zu beurteilen und bin auf das Urteil von Experten angewiesen. Trotz dieser Einschränkung entsteht für mich jedoch der Eindruck, dass Plausibilitätsvorstellungen, Denkmodelle, Prämissen und Annahmen etc. doch einen erheblichen Einfluss darauf haben können, wie heterogene Daten aus placebokontrollierten Studien wahrgenommen und interpretiert wurden und werden.

Die indische Forschungsarbeit mag (u.a. aus den von Ulrich Berger genannten Gründen) die Welt nicht groß verändern und meine Überschrift “Studie schreibt Wissenschaftsgeschichte” bewerte ich im Nachhinein als etwas gewagt. Sie lädt jedoch auch dazu ein, stärker als bisher zu hinterfragen, in welchem Maße Bewertungen der Homöopathie von Zahlen, Daten und Fakten abhängen … und in welchem Maße sie von persönlichen Präferenzen abhängen.

Claus Fritzsche

Redaktion DZVhÄ Homöopathie.Blog

 

Michael Teut schreibt:

23rd Januar 2011 um 08:32

Na, es ist schon eine sehr spannende Studie. Wenn die Hypothese zutrifft, sind unsere Grundannahemn über Hochpotenzen falsch. Nach dem provozierenden Ergebnis muss jetzt eben noch mal genauer untersucht werden, ob es sich nicht um Artefakte handelt.

 

 

brunke schreibt:

23rd Januar 2011 um 10:50

Nachdem die Studie auf irgendwelchen Nanomolekülen herumreitet, frage ich mich, ob nicht irgendwelche Studien existieren, die sich mit dem eigentlichen Problem, der “geistartigen” Wirkung der Homöopathie auseinander gesetzt haben.

Das bedeutet die Heilinformation (Quant, Photon) muss bereits durch die Berührung auf den Probanden übergehen und nicht durch die Aufnahme irgend einer noch so klein gedachten materiellen Substanz.

Wenn ich mir die Studien der Carstensstiftung ansehe, erscheint eine gähnende Leere. Keine mir bekannte Studie hat sich mit dem Signalcharakter (in Hahnemannsprache: geistartige Wirksamkeit) der homöopathischen Mittelwirkung auseinander gesetzt.

Vielleicht hat die Redaktion ein paar Hinweise. Dann könnte das Thema vielleicht besser im Sinne Hahnemanns angegangen werden.

So verwundert mich nicht, wenn die Homöopathie von den Kritikern stets als Okkultismus, Scharlatanerie und Esoterik verteufelt wird, ohne dass wir unseren Anhängern das Gegenteil beweisen können.

Die oben diskutierte Studie ist für mich der Beweis, dass all diese Vorurteile von der Forschung regelmäßig bedient werden.

Wo sind die Pharmakologen, die mit Tierversuchen exakte wissenschaftliche homöopathische Arzneimittelversuche im Sinne Hahnemanns durchführen?

Im Zeitalter der wissenschaftlichen Pharmakolgie kann die Homöopathie schlecht mit dem Wissensstand der letzten Jahrhunderte stehen bleiben und homöopathische Tierversuche ablehnen, wenn sie für die Weiterentwicklung erforderlich sind.

Auch eine systematische Prüfung des gesamten Periodensystems steht noch aus, um Esoterik keine Raum mehr zu überlassen. Vorschläge dazu wollte ich demnächst in der AHZ unterbreiten.

 

Mesch schreibt:

26th Januar 2011 um 08:07

Das Problem scheint mir zu sein, das die Implikationen für die tägliche Praxis noch nicht bis ganz zum Ende bedacht wurden. Denn in der Praxis wird selten mit den alkoholischen Lösungen sodern mit Globuli behandelt. Sollten wirklich diese in der alkoholischen Lösung gefundenen Nanopartikel wirksam sein – wie würde sich dann die Wirkung von Glubuli der C oder sogar Q-Potenzen erklären? Hier muss ich Herrn Berger zustimmen, dass ein Hormesis-Effekte bei diesen Konzentrationen eher unplausibel ist.

Daher finde ich den Vorschlag von brunke interessant, das Phänomen der “geistartigen” Arzneiwirkungen in Prüfungen an Menschen und Tieren genauer zu untersuchen.

Die Arzneiprüfung am Gesunden ist doch die eigentliche Grundlage der Homöopathie. Hier sollte untersucht werden, ob es sich um ein robustes Phänomen handelt. Mit meinen persönlichen Erfahrungen würde ich sagen, das Spezifische Effekte auftreten – aber es hängt im großen Maße von den Fähigkeiten der Prüfer ab. Eine gute Wahrnehmung und diffenrenzierte Beschreibung sind keine Trivialität. Wie ein Musiker muss auch ein Prüfer erst einige Jahre üben, um ein professionelles Gehör zu erlangen. Mit gut trainierten Prüfern wäre dann eine Basis für eine placebokontrollierte Prüfung gegeben.

 

DZVhÄ Homöopathie.Blog schreibt:

26th Januar 2011 um 09:12

Aus meiner Sicht gibt es hier Missverständnisse in Hinblick auf die Arbeitsweise und Zielsetzung von Grundlagenforschung.

Herr Brunke hat die Fragestellung der indischen Arbeit von Anfang an abgelehnt (ohne sie zu Beginn überhaupt geprüft zu haben), weil sie ihm unplausible vorkam und weil er Sorge hatte, dass die gesamte Homöopathie hier zu einem Nanopartikel-Phänomen umgedeutet werden soll.

Genau so funktioniert jedoch Grundlagenforschung nicht.

Grundlagenforscher gehen auch Themen an, die gängigen Plausibilitätsvorstellungen widersprechen und die sich im weiteren Verlauf als Irrweg erweisen können. Selbst dann, wenn sich deutlich größere Mengen von Nanopartikeln finden ließen, muss dies nicht zwangsläufig bedeuten, dass es hier um den zentralen Träger der therapeutischen Wirkung geht. Es könnte auch ein Randeffekt sein, der andere Effekte (ob nun unspezifische Effekte oder spezifische Effekte) mit beeinflusst.

 

Mesch schrieb:

Die Arzneiprüfung am Gesunden ist doch die eigentliche Grundlage der Homöopathie. Hier sollte untersucht werden, ob es sich um ein robustes Phänomen handelt.

Auf diesem Gebiet gibt es bereits interessante Forschungsarbeiten von Möllinger et al., die unter kontrollierten Bedingungen Effekte zeigten. Das Thema steht auf der Agenda dieses Blogs und wird zu gegebener Zeit bearbeitet.

Vielleicht ist es ja möglich, Diskussionen wie jene um die indische Arbeit etwas enspannter zu führen und separate Themen Schritt für Schritt anzugehen und zu diskutieren. In meinem Beitrag ging es zunächst nur um die indische Studie und nicht um die gesamte Homöopathie-Forschung.

Die Diskussion hat starke Argumente gegen den Nanopartikel-Ansatz geliefert – insbesondere jene von Ulrich Berger.

Ein Anliegen dieses Blogs ist es, genau solche Diskussionen zu ermöglichen, sie zu versachlichen und über den Kommentar-Bereich weitere Stimmen zu Wort kommen zu lassen. Dass dies nicht immer einfach ist, dafür ist auch der Verein GWUP e. V. – in dessen Vorstand Ulrich Berger Beisitzer ist – mitverantwortlich. Aktionen wie die 10:23-Kampagne der GWUP haben primär eine politische Funktion. Ihr wissenschaftlicher Wert ist gering. Sie führen zu einer Emotionalisierung mit dem Ziel, bestimmte Sichtweisen zu kriminalisieren.

Die Diskussion unter diesem Beitrag und unter dem Interview mit Rainer Lüdtke werte ich so, dass ein konstruktiver Gedankenaustausch auf hohem Niveau via Blog möglich ist.

Wer sich seiner Sache sicher ist, der kann Diskussionen dieser Art entspannt und gelassen entgegen sehen.

 

Claus Fritzsche

Redaktion DZVhÄ Homöopathie.Blog

brunke schreibt:

26th Januar 2011 um 16:28

Zitat: “Grundlagenforscher gehen auch Themen an, die gängigen Plausibilitätsvorstellungen widersprechen und die sich im weiteren Verlauf als Irrweg erweisen können,”

Genauso habe ich diesen Versuch von Anfang an verstanden. Die indischen Forscher stellen einen Versuch an, mit dem sie indirekt behaupten einen möglichen Wirkungsmechanismus für homöopathische Mittel in hohen Potenzen gefunden zu haben, ohne diesen Anspruch jedoch direkt zu formulieren.

Dazu stelle ich zuerst die Frage, entspricht die Versuchsanordnung irgend einer Theorie, die in der Lage wäre die homöopathische Mittelwirkung zu erklären und gibt es überhaupt eine Theorie, welche in der Lage wäre die homöopathische Mittelwirkung zu erklären.

Vithoulkas geht bei der Wirkung homöopathischer Mittel von einer Schwingungswirkung aus, die mit dem Körper in Resonanz sein sollte, um einen Heileffekt zu erzielen, nicht jedoch von materiellen Substanzen.

Die Auffassung von Hahnemann zum Thema habe ich bereits ausführlich dargestellt.

Die hier vorgestellte Studie geht weder auf die Theorie von Hahnemann, noch von Vithoulkas ein. Sie postuliert die Bedeutsamkeit von Nanopartikeln in den Hochpotenzen.

Darin kann man zwar einen neuen wissenschaftlichen Ansatz sehen.

Das würde jedoch voraussetzen, dass zumindest ein ernst zu nehmender Homöopath im Gegensatz zu Hahnemann behaupten würde, die Homöopathie wirke nicht über eine Information, sondern über materielle Teilchen. Das wird weder in dem vorgestellten Forschungsbeitrag, noch vom Moderator, Herrn Fritzsche behauptet.

Allein die Möglichkeit einer anderer Wirkungsweise von homöopathischen Mitteln, als die bisher bekannte, sollte nicht der Türöffner für offensichtlich haltlose Theorien darstellen. Als Beispiel für haltlose Theorien hat Sigmund Freud bei ähnlichen Diskussisonen die Theorie vorgestellt, ein Wissenschaftler behauptet, die Erde sei nicht mit einem magnetischen Material wie Eisen angereichert, sondern mit Pflaumenmus.

Dann sollte die erste Frage lauten:

Läßt sich die These, die Erde enthalte Pflaumenmus mit unseren Erfahrungen in Übereinstimmung zu bringen?

Die These braucht nicht weiter diskutiert zu werden, weil sie für jedermann offensichtlicher Unfug ist.

Wie verhält es sich mit der These, die homöopathische Mittelwirkung wird über bisher unbekannte Nanopartikel vermittelt?

Die These ist offensichtlich nicht von vornherein als Unfug abzustempeln.

Dann sollte die zweite Frage gestellt werden: Entspricht diese These den Erfahrungen der tatsächlich ärztlich tätigen Homöopathen?

An dieser Stelle scheitert bereits die These, da sich sowohl der Entdecker der Homöopathie, Hahnemann selbst gegen einen derartigen Wirkungsmechanimus ausgesprochen hat, als auch in neuerer Zeit der von vielen geschätzte Herr Vithoulkas. Meine eigenen Versuche haben die Auffassung Hahnemanns bestätigt, sodass ich mich seiner Meinung angeschlossen habe.

Wenn die Theorie der Nanopartikel als Wirkmediator irgend einen Bestand haben soll, müßte der behauptete Erfahrungswert von einem tätigen Homöopathen bestätigt werden.

Die Gesetze der Chemie sehen für eine starke Verdünnung eine immer geringer werdende chemische Wirkung vor.

Damit stände das Nanopartikelmodell vor der Aufgabe zu erklären, wie eine immer geringer werdende Konzentration eine immer stärkere Wirkung bei den Hochpotenzen erklären soll.

Wir befinden uns mit dieser Frage wieder auf dem wissenschaftlich gut gesicherten Boden der Chemie und die läßt sich durch den Nanopartikelversuch der indischen Forscher nicht ins Gegenteil verkehren.

Es reicht also nicht aus, dass der indische Nanopartikelversuch gängigen Erklärungsmodellen der Homöpathie widerspricht, er müßte auch noch ein neues plausibles Erklärungsmodell liefern.

Das wurde in der Abhandlung jedoch nicht einmal behauptet, auch wenn es stillschweigend unterstellt wurde. Eine Erklärung in die eine oder andere Richtung wurde jedenfalls nicht geliefert.

Die politischen Aktionen der Homöopathiegegner sollte Anlass sein, die wissenschaftliche Homöopathie auf eine Grundlage zu stellen, die diesen Namen verdient.

Auch wenn einige Kollegen berichten, dass sie mit den Theorien des Herr Scholten gute Ergebnisse erzielen würden, hat sich dessen Herangehensweise soweit von den Hahnemannschen Grundlagen der homopathischen Arzneimittelprüfung entfernt, dass sein System mehr einem Horoskop in der Zeitung gleicht, als einem Hahnemannschen Homöopathielehrbuch.

Wenn eine Gruppenbildung im Periodensystem durchgeführt werden soll, müßte zuerst eine systematische Prüfung des gesamten Periodensystems durchgeführt werden. Das ist bisher nicht geschehen. Insofern sehe ich keine Basis für ein Scholten´sches Periodensystemhoroskop.

Allein die geistige Wahrnehmung von Elementen ohne den Erfordernissen der Hahnemannschen Prüfungen gerecht zu werden, dürfte keinen Anforderungen einer wissenschaftlichen Homöopathie entsprechen.

In so fern sehe ich in der Horoskophomöopathie bereits erhebliche Zersetzungserscheinungen der homöopathischen Forschung und im Andenken Hahnemanns.

Dieses Urteil beziehe ich auch auf indische Forscher, die nach zweihundert Jahren Homöopathie den Stein der Weisen in Nanopartikel gefunden haben wollen, statt den Signalcharakter der homöopathischen Mittel zu erforschen.

Soweit sich die politschen Gegner der Homöopathie anmaßen homöopathische Mittel in großen Mengen einzunehmen, ohne Schaden zu nehmen, hat bereits der Herr Nash zu seiner Zeit ein Experiment durchgeführt, welches zumindest die Wirkung der Homöopathie glaubwürdig erscheinen läßt. Er hat Glonoinum C1 Tropfen den Zweiflern auf die Zunge gegeben und mit der geringen Menge Nitro, die darin enthalten ist Kreislaufschwankungen ausgelöst (Nash, Leitsymptome in der hom. Therapie, Haug-V, “.- Aufl. 2004, zu Glonoinum S. 471).

Wenn hohe Potenzen verwendet werden sollen, können auch diese so hergestellt werden, dass sie auch oberhalb von 10 hoch 23 eine starke Wirkung haben, speziell damit die Zweifler von der Wirkung von Hochpotenzen ohne chemischen Mediator überzeugt werden können.

Ich denke den gesammelten Anmaßungen der politischen Homöopathiekritiker sollte mit verstärkter Wissenschaftlichkeit der Arbeit und mit guten Demonstrationen der Wirksamkeit der Homöopathie entgegen getreten werden.

Irgendwelche verschwommenen Statistiken überzeugen inzwischen niemand mehr, nicht einmal mehr die Phamaindustrie, sie weiß selbst am besten, wie diese gefälscht werden können.

 

Ulrich Berger schreibt:

27th Januar 2011 um 10:47

@ brunke:

Die politischen Aktionen der Homöopathiegegner sollte Anlass sein, die wissenschaftliche Homöopathie auf eine Grundlage zu stellen, die diesen Namen verdient.

Es ist aber kaum zu erwarten, dass dies dadurch erreicht wird, dass man wissenschaftlich klingende buzzwords wie “Schwingungswirkung”, “Resonanz”, “Information” und “Signalcharakter” in den Raum wirft, ohne zu konkretisieren, WAS denn da schwingen soll.

 

DZVhÄ Homöopathie.Blog schreibt:

27th Januar 2011 um 11:11

@ Ulrich Berger:

“Aber was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, doch den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr?”

Das hat mit Wissenschaft auch nichts zu tun … eher mit “Skeptiker-”buzzwords:

 

Ulrich Berger und Mobbing gegen Bert Ehgartner

Ulrich Berger und „Bashing“: selektive Darstellung und unfaire Kommunikations-Taktiken

Homöopathie 10:23 – GWUP-Kampagne Das ist Wissenschaft:

Carstens-Stiftung, Homöopathie & Wissenschaft

Prof. Dr. med. Claudia M. Witt über Komplementärmedizin und Forschung

Informationen zur Homöopathie – Klinische Forschung

Die Charité zum Stand der Homöopathie-Forschung 2010

 

brunke schreibt:

27th Januar 2011 um 14:17

@Herrn Berger:

Die Redaktion der AHZ hat bisher unverbindlich zugesagt, meinen Aufsatz zur Wirkungsweise der Homöopathie demnächst zu publizieren. Ein wenig Pulver sollte noch im Rohr bleiben, damit die Diskussion auf einer vernünftigen Basis geführt werden kann. In dem Beitrag habe ich die Theorie dargelegt, die aus Sicht des tätigen Homöopathen am plausibelsten ist. Da wird auch ausgeführt, was da schwingt. Wenn der Beitrag erschienen ist, bin ich gerne bereit mich der Diskussion zur Schwingungstheorie zu stellen.

 

Ulrich Berger schreibt:

27th Januar 2011 um 16:03

@ Claus Fritzsche:

   Ah, jetzt sind wieder die ad-hominem Argumente an der Reihe. Mir scheint, Sie wollen den konstruktiven Gedankenaustausch auf hohem Niveau, den Sie weiter oben festgestellt haben, unbedingt möglichst schnell wieder abwürgen.

 

DZVhÄ Homöopathie.Blog schreibt:

27th Januar 2011 um 17:39

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser Diskussion ein herzliches Dankeschön für das wertvolle Feedback!

Da es zuletzt keine Anmerkungen mehr zur indischen Arbeit gab, möchte ich die Diskussion an dieser Stelle zunächst einmal beenden.

Das breite Echo, darunter Kommentare vom Klinikum der Uni München, dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, der Charité sowie des Skeptiker-Vereins GWUP e.V. werte ich als Indiz, dass die Zielsetzung dieses Blogs seitens des DZVhÄ auf Interesse und Resonanz stößt:

“Ziel dieses Blogs ist es, die wissenschaftliche Erforschung der Homöopathie Laien und der Öffentlichkeit transparent zu machen, kontroverse Diskussionen zu versachlichen und genau zu hinterfragen, was wir zu Gunsten oder auch zu Lasten der Homöopathie WISSEN oder vielleicht nur VERMUTEN. Das DZVhÄ Homöopathie.Blog verfolgt dieses Ziel ohne einen dogmatischen Anspruch auf alleinige Deutungshoheit. Es will einen Beitrag zur Meinungsbildung leisten – nicht mehr, aber auch nicht weniger.”

Claus Fritzsche

Redaktion DZVhÄ Homöopathie.Blog

 

[Dana Ullmann]

Is America's leading spokesperson for homeopathy and is the founder of www.homeopathic.com. He is the author of 10 books, including his bestseller, Everybody's Guide to Homeopathic Medicines. His most recent book is, “The Homeopathic Revolution: Why Famous People and Cultural Heroes Choose Homeopathy”. Dana lives, practices, and writes from Berkeley, California.

It is commonly assumed that homeopathic medicines are composed of extremely small doses of medicinal substances. And yet, does anyone refer to an atomic bomb as an extremely small dose of a bomb? In actual fact, there is a power, a very real power, in having atoms smash against each other.

Homeopathic medicines are made through a specific pharmacological process of dilution and vigorous shaking. However, when skeptics say that there is nothing but water in homeopathic medicine, they are proving their ignorance, despite the incredible arrogance in which they make these assertions. Dr. Martin Chaplin, a respected British professor who is one of the world's experts on water, has verified that "homeopathic water" and "regular water" are not the same, and his review of almost 2.000 references to the scientific literature on water (!) confirm this fact (Chaplin, 2009).

It should be noted that a large number of homeopathic medicines sold in health food stores and pharmacies are made in doses with known physiological doses. In fact, there are several thousand (!) studies in conventional scientific journals showing a wide variety of biological effects from extremely small doses of various substances on specific systems.

Homeopathic medicines can and should be considered to be a type of "nanopharmacology" (Ullman, 2006). Although the word "nano" also means one-billionth of a size, that is not its only definition. In fact, "nano" derives from the word "dwarf," and "nano" is the only word in the English language that is used on common parlance as denoting extremely small AND yet extremely powerful. Homeopathic medicines are both extremely small in dose and yet extremely powerful in their therapeutic effect.

For 200 years now, millions of physicians and hundreds of millions of homeopathic patients have observed and experienced the power and effectiveness of homeopathic medicines

The Power of Nano-doses

Precisely how homeopathic medicines work remains a mystery, and yet, nature is replete with mysteries and with numerous striking examples of the power of extremely small doses.

For instance, it is commonly known that a certain species of moth can smell pheromones of its own species up to two miles away. It is no simple coincidence that species only sense pheromones from those in the same species who emit them (akin to the homeopathic principle of similars), as though they have developed exquisite and specific receptor sites for what they need to propagate their species. Likewise, sharks are known to sense blood in the water at distances, and when one considers the volume of water in the ocean, it becomes obvious that sharks, like all living creatures, develop extreme hypersensitivity for whatever will help ensure their survival.

That living organisms have some truly remarkable sensitivities is no controversy. The challenging question that remains is: How does the medicine become imprinted into the water and how does the homeopathic process of dilution with succussion increase the medicine's power? Although we do not know precisely the answer to this question, some new research may help point the way.

 

The newest and most intriguing way to explain how homeopathic medicines may work derives from some sophisticated modern technology. Scientists at several universities and hospitals in France and Belgium have discovered that the vigorous shaking of the water in glass bottles causes extremely small amounts of silica fragments or chips to fall into the water (Demangeat, et al., 2004). Perhaps these silica chips may help to store the information in the water, with each medicine that is initially placed in the water creating its own pharmacological effect. In any case, each medicinal substance will interact with the silica fragments in its own idiosyncratic way, thereby changing the nature and structure of water accordingly.

Further, the micro-bubbles and the nano-bubbles that are caused by the shaking may burst and thereby produce microenvironments of higher temperature and pressure. Several studies by chemists and physicists have revealed increased release of heat from water in which homeopathic medicines are prepared, even when the repeated process of dilutions should suggest that there are no molecules remaining of the original medicinal substance (Elia and Niccoli, 1999; Elia, et al., 2004; Rey, 2003).

Also, a group of highly respected scientists have confirmed that the vigorous shaking involved with making homeopathic medicines changes the pressure in the water, akin to water being at 10.000 feet in altitude (Roy, et al., 2005). These scientists have shown how the homeopathic process of using double-distilled water and then diluting and shaking the medicine in a sequential fashion changes the structure of water.

One metaphor that may help us understand how and why extremely small doses of medicinal agents may work derives from present knowledge of modern submarine radio communications. Normal radio waves simply do not penetrate water, so submarines must use an extremely low-frequency radio wave. The radio waves used by submarines to penetrate water are so low that a single wavelength is typically several miles long!

If one considers that the human body is 70-80 percent water, perhaps the best way to provide pharmacological information to the body and into intercellular fluids is with nanodoses. Like the extremely low-frequency radio waves, it may be necessary to use extremely low (and activated) doses for a person to receive the medicinal effect.

It is important to understand that nanopharmacological doses will not have any effect unless the person is hypersensitive to the specific medicinal substance. Hypersensitivity is created when there is some type of resonance between the medicine and the person. Because the system of homeopathy bases its selection of the medicine on its ability to cause in overdose the similar symptoms that the sick person is experiencing, homeopathy's principle of similars is simply a practical method of finding the substance to which a person is hypersensitive.

The homeopathic principle of similars makes further sense when one considers that modern physiologists and pathologists recognize that disease is not simply the result of breakdown or surrender of the body but that symptoms are instead representative of the body's efforts to fight infection or adapt to stress.

Using a nanodose that is able to penetrate deeply into the body and that is specifically chosen for its ability to mimic the symptoms helps to initiate a profound healing process. It is also important to highlight the fact that a homeopathic medicine is not simply chosen for its ability to cause a similar disease but for its ability to cause a similar syndrome of symptoms of disease, of which the specific localized disease is a part. By understanding that the human body is a complex organism that creates a wide variety of physical and psychological symptoms, homeopaths acknowledge biological complexity and have a system of treatment to address it effectively.

Although no one knows precisely how homeopathic medicines initiate the healing process, we have more than 200 years of evidence from hundreds of thousands of clinicians and tens of millions of patients that these medicines have powerful effects. One cannot help but anticipate the veritable treasure trove of knowledge that further research in homeopathy and nanopharmacology will bring.

Nobel Prize-winning Scientist on Homeopathy...

Brian Josephson, Ph.D., (1940-) is a British physicist who won a Nobel Prize in Physics in 1973 for work he completed when he was only 22 years old. He is currently a professor at the University

of Cambridge where he is the head of the mind-matter unification project in the Theory of Condensed Matter research group.

Responding to an article in the New Scientist (October 18, 1997) that expressed skepticism about homeopathy, Josephson wrote:

Regarding your comments on claims made for homeopathy: criticisms centered around the vanishingly small number of solute molecules present in a solution after it has been repeatedly diluted are beside the point, since advocates of homeopathic remedies attribute their effects not to molecules present in the water, but to modifications of the water's structure.

Simple-minded analysis may suggest that water, being a fluid, cannot have a structure of the kind that such a picture would demand. But cases such as that of liquid crystals, which while flowing

like an ordinary fluid can maintain an ordered structure over macroscopic distances, show the limitations of such ways of thinking. There have not, to the best of my knowledge, been any refutations of homeopathy that remain valid after this particular point is taken into account.

A related topic is the phenomenon, claimed by Jacques Benveniste's colleague Yolène Thomas and by others to be well established experimentally, known as "memory of water". If valid, this would be of greater significance than homeopathy itself, and it attests to the limited vision of the modern scientific community that, far from hastening to test such claims, the only response has been to dismiss them out of hand. (Josephson, 1997)

Later, when Josephson was interviewed by the New Scientist (December 9, 2006), he chose to emphasize that many scientists today suffer from "pathological disbelief"; that is, they maintain an unscientific attitude that is embodied by the statement "even if it were true I wouldn't believe it." Sadly, such scientists are simply showing evidence of an unscientific attitude.

Quantum Medicine

Quantum physics does not disprove Newtonian physics; quantum physics simply extends our understanding of extremely small and extremely large systems. Likewise, homeopathy does not disprove conventional pharmacology; instead, it extends our understanding of extremely small doses of medicinal agents. It is time that physicians and scientists began incorporating both Newtonian and quantum physics into a better understanding of what healing is and how to best augment it.

The founder of homeopathic medicine, Samuel Hahnemann, MD, rewrote and updated his seminal work on the subject 5x in his lifetime, each time refining his observations. Homeopaths continue to refine this system of nanopharmacology. While there is not always agreement on the best ways to select the correct remedy or the best nanopharmacological dose to use, the system of homeopathic medicine provides a solid foundation from which clinicians and researchers exploring nanopharmacologies can and should explore.

 

[Shirl Airov-Bieling]

The original purpose of this study was to find out if there was a vital substance of homeopathic remedies when found in high potencies. A study was read where there was a clustering of molecules

in high dilutions of substances.1 To try to observe this phenomenon, a Phenom Scanning Electron Microscope [SEM], which is a ‘desktop’ model of an SEM was obtained. While this SEM is still large [200 lbs.], it was not strong enough to magnify to a molecular level. The research halted for a little while, until it was decided to try and see what could be found at the level the Phenom SEM could magnify. The results turned out to be very amazing, since one could definitely observe homeopathic substances even in a 1M potency level. Because of these observations, an empirical study was designed to see if these observations could be replicated, and to see if the homeopathic substance found in higher potency remedies can be clearly observed.

This Phenom SEM was used to observe and record the findings, and impressions of a study of ten different homeopathic remedies. These were compared on four potency levels. I used remedies that were applied to a sugar lactose powder by a pharmaceutical lab1. In Homeopathy, diluents of water and alcohol are used to make the homeopathic remedies. These diluents are applied to sugar pellets. The pellets are made of the sugar substrate, but for this study, the sugar used was in the powdered form of lactose. Also included are scans of the plain alcohol/water powder and plain unmedicated lactose sugar powder as the base products. All the remedies, base and sugar were scanned at 14,000x magnification of a 17.2µm spot and captured into pictures. The ten remedies used were: Apis mellifica, Arnica Montana, Chamomilla, Gelsemium sempervirens, Lachesis mutus, Medorrhinum, Natrum muriaticum, Ruta graveolens, Sepia and Sulfur [Sulfur is the scientific spelling; this is also spelled sulphur in some homeopathic literature]. Eight of these are described below. Each remedy was observed at a 6x, 30c, 200c, and 1M potency level. There were 15 to 20 scans captured for each potency level for each of the ten remedies. There were also approximately 15-20 scans done of the plain sugar lactose powder and the alcohol/water base on the sugar powder, which were beginning reference points. The following theory of how high potency homeopathic remedies [which have nanoparticles that are found in high potency homeopathic remedies] are still vital and active was formulated from the observations that were made. But let us first give an explanation of how homeopathic remedies are produced.

All remedies are made from a mother tincture by extracting or triturating the base homeopathic substance. The mother tincture is processed by dilution, and shaking it forcibly with impact a certain number of times depending on the level of potency that is being made. This shaking with impact or pounding process is called succussion. A 6x (ratio of 1:10) potency remedy will be succussed 60 times, and a 20c (ratio of 1:100) potency remedy, 2000 times, and so on for all the potency levels. At each new potency level, the previous potency is used and diluted again with the alcohol/water diluent. Once again this is succussed to reach the next highest potency. This processed liquid remedy is then usually applied to the sugar substrate. The sugar lactose used in this study or sugar pellet is used as a carrier on which the liquid remedy is applied, and so is not part of the potentizing process. The following is a statement of the theory that has been reached in this study:

The substance of origin in the homeopathic remedies over 12c or 24x formulations are not lost due to dilution because of the succussion done between each new level of potency. It seems that this succussion process creates a new extraction at each new potency level. This is the scientific reason why the remedies are not being diluted out of the solution. The remedies are being changed into

a new extraction, which contains structures that are smaller, yet more defined, for each new potency level.

Alcohol is used in scientific laboratories to create extractions. A gentle pounding and shaking is used to make sure the substance is kept in an emulsion, so all of this substance will be uniformly extracted. The harder, faster pounding and shaking used in the succussion method to make the homeopathic potencies would cause the extraction process to be faster and possibly stronger. Thus the method used to create each new homeopathic potency level of diluting this solution in an alcohol/water base, with the succussion used in a very controlled fashion, creates an extraction on each new potency level of the whole diluted homeopathic substance. The changes to the remedies that the extracting succussion causes can be seen in the scans. A discussion of the observations that led to this theory are given here in detail. All of the remedies that were observed had similarities which looked like the plain lactose and the alcohol/water base. These similar characteristics were in all the homeopathic remedies scans on all levels. But, each remedy scan also had individual qualities which were probably the properties of the original substances. These visual qualities are sometimes strikingly different from the alcohol/water and the sugar base properties. An important point is that the different features that seem to be particular to the remedy’s properties were found in the 6x remedies scans on up to the 1M remedies scans. In addition, many of the scans of the homeopathics substances appeared different from each other. In other words, the Arnica montana scans have observable differences from the Medorrhinum and other remedy scans that are not Arnica montana. Each remedy has distinct characteristics that distinguish it from the others.

The following report notes observations of scans used as representatives of each of the different powdered remedy substances scanned. The first scan is of the plain powdered sugar lactose, which

is the inert material to which all the different remedy solutions are applied in this study by the pharmaceutical lab.

 

Sugar Lactose Powder

The plain sugar lactose scans seems to have a texture that reminds one of the crevices found in pictures of moon craters. Some of the crevices are deep and some are shallow. These sugar formations are sometimes separate structures found in the scanned pictures, and sometimes they appear attached to other structures in the scan. The above scan shows both examples. These types of pockmarks can be found in all of the remedies scanned. Yet not all the scans in each of the remedies showed the creviced marks. The crevices were found in their own separate scans for some of the remedies. This is probably due to the fact that all the scans were done of remedies applied to a sugar powder. Another factor might be that some of the remedies had their own type of crevice markings. [Note: all the scan pictures are ‘cleaned up’ in Photoshop, such as being despeckled, so the pictures would be clear enough to view. No other enhancements were made.

Alcohol/Water applied to the Sugar Lactose

The plain alcohol/water base solution was added to the sugar lactose at the laboratories that made all the homeopathic remedies used in this study2. The alcohol/water sugar substrate scans seems

to alter most of the sugar crevices, in addition to resulting in a smoother visual effect. For example, the Apis mellifica scans have properties that look similar to the alcohol/watered medicated sugar smooth areas. There are other areas or shapes that are specific to the Apis mellifica scans also. But the smoothness can be seen on all the scans of all the remedies. One particular aspect of the sugar, which had only the plain alcohol/water solution applied to it, is there are few defined shapes. The scan looks as if all the parts are melted together. This melting together of the sugar into one large piece was only found in the alcohol/water sugar scans.

Apis mellifica 6x

The Apis mellifica scans show areas that are smooth with distinct round edges. The alcohol scans have the smooth areas but not those same distinctive edges. Note the creviced areas in Apis mellifica 6x. These crevices are isolated and not found throughout the whole structure such as in the sugar scans. There are structures in many Apis scans that look similar to a swollen tip or semi pointed object. The 6x scan shown above has these structures outlined in green, to give clarity to the description. Semi pointed pieces similar to these are present in all of the potency levels of the Apis scans: the 6x, 30c, 200c, and 1M. These structures seemed to be particular to the Apis scans, and not the other remedy scans. Thus one might assume that they are characteristic of the Apis remedy and part of physiochemical mixture which is made of the combination of the Apis and the alcohol/water solution. This whole combination [Apis/alcohol/water] are added to the sugar lactose. Plain sugar like pieces show up in most of the scans in all the remedies, as seen in the bottom lower right and a small piece attached to the large Apis structure in the Apis mellifica 6x scan above [marked in red]. Below is an example of the Apis mellifica 1M scan with the same tip like structure outlined. This structure is smooth with rounded edges, and does not have any crevices. The structure in the above right hand corner of the scan has crevices that are similar to the sugar pieces of the plain sugar scans.

The Apis remedy is mixed with the alcohol/water base properties to found one structure. This seems to again suggest that a physiochemical mixture resulting from the succussion of the Apis and water and alcohol. Thus, the succussion process is a catalyst in forming a mixture of the remedy at the 1M dilution with its base solution. All the pictured scans of the Apis seem to show that this has occurred. This suggests that at each dilution level the succussion is causing a change in the whole solution of the remedy/alcohol/water. On the next level, such as moving from a 6x up to the 30c and on up to the 1M, and including all the levels in between, the changed substance from the previous potency level, some of which is reused, diluted and succussed, forms a new, mixed substance made up of the Apis remedy and the alcohol/water base. The Apis remedy scans do not seem to mix with the sugar to which it is applied. These sugar formations, which still have their own characteristics, are found separate from the Apis/alcohol/water type pieces.

Arnica montana 30c

As you can see from the scan pictured, the Arnica montana 30c [Arnica] has a similar surface to the Apis mellifica scans. It also has the smoothness that the alcohol/water base scans have. Arnica has a bulkier, angular, obtrusive shape. Some seem even mountainous. These shapes are different than the Apis scans and the base scans. This difference is seen in all of the Arnica scans as a detail that is specific to Arnica. There are very few crevices in the Arnica structures. The pieces on the bottom left of the scan might be sugar. [The piece outlined in red is a structure attached to the Arnica piece.] Below is the Arnica montana 1M scan, which shows the same chunky, angular type piece. Of course, the small attached portions are of another substance.

All the arnica scans observed seem to show a physiochemical mixing from the succussion process, of properties of the smooth alcohol/water base and the large Arnica montana remedy chunks as one piece. The Arnica/alcohol/water structures are found within the all Arnica scans.

Chamomilla 6x

All the Chamomilla remedy scans have a softer property that seem to have even changed the sugar substrate powder used in this study. These scans are softer than the other remedy scans. It was so soft it was hard not to flatten out the sample to the point that the scan was just a very light, white, non-defined spot and even blown out spots. [The term ‘blown out’ is used in photography where the camera does not read the pixels in that particular area. Thus the pixels are blown out of the picture, or in this case the pictures of the scans.] The brighter the scans show up in the microscope the more the areas of the scan have a blown out part. The Chamomilla scans that did have all lot of the parts of the picture blown out, consistently looked smooth and bright, and had bumpy, lightened edges. Parts of the chamomilla scanned pieces even look as though they have been ironed until they are totally smooth. Yet the pieces of Chamomilla have clear cut structures. They are not undefined, like the alcohol/water base scans. Both the base and the chamomilla scans do contain smooth areas, but the chamomilla pieces are lighter, and brighter than the alcohol/water base scans. This may be because the Chamomilla structures look smoother than the plain alcohol/water base scans. The crevices in the Chamomilla are shallow with smoothed edges, which is a difference that is particular to this remedy. One can see in the Chamomilla 6x scan above the brightness, and the softness. The parts of the pieces marked in green look very smooth and bright. The Chamomilla 1M scan below also shows the smooth, bright areas, as did the other Chamomilla scans on all levels of potencies, from a 6x to the 1M remedies that were observed. The bumps seen that are attached particles that are probably of another substance, such as the sugar substrate pieces. The chunk on the lower left hand side of the scan is probably another substance also.

As with all the remedy scans, the Chamomilla scans show the smoothing as if there is a physiochemical mixture of properties of the alcohol/water base and the Chamomilla remedy to form one structure made of Chamomilla, alcohol and water.

Gelsemium sempervirens 200c

Scan has a smooth bright side like the Chamomilla, but it is not soft. Yet there were some areas of the Gelsemium scanned pictures that have blown out areas. Those areas in the Gelsemium contained less blown out areas than the Chamomilla. The Gelsemium scan also has a side that has distinct crevices, which the Chamomilla does not have. But these crevices are not throughout as it is with the plain sugars substrate scans. The Gelsemium scan almost looks as if it has a smoothed out area, or depressed area where some of the bumps are pressed down, which brightens these structures up.

The smoothness is also like the alcohol/water base scans, yet there are particular properties that seem to be from the Gelsemium remedy, like the creviced sides of the defined structures. The 200c

scan of Gelsemium shows these properties, which show up in most of the Gelsemium scans on all potency levels that were observed. The Gelsemium 6x scan shown below has the same smooth, bright sides to the chunks of the remedy. These chunks are marked in green. There are several pieces in the scan that are probably other substances, such as the sugar substrate particles and insert substances. The upper left hand corner and a smaller area in the lower right side of this 6x scan are blown out areas, because they were too bright for the microscope to pick up the pixels in those areas.

All the Gelsemium scans show the same chemical mixture of their properties of the Gelsemium remedy, with those of the alcohol/water base, which have mixed together to make one particular structure for each piece of the Gelsemium/alcohol/water remedy found within the sugar substrate powder.

Lachesis mutus 6x [3c]

The Lachesis mutus [Lachesis] sample, which comes from a homeopathic pharmacy in Great Britain2 is a 3c; but that is the same potency level, with the same amount of processing, as the 6x remedies. This Lachesis scan, seen above, has pockmarks, as does the Gelsemium scan. But a lot of the Lachesis marks are larger and protruding, as if they are erupting. The whole structure looks a little bit rougher, and more lively with more marked eruptions, than any of the other scans from the other remedies. The marks are even larger and more protruding than the scanned sugar marks.

There are still some parts of the Lachesis scans that have larger smoother areas than the plain sugar scans. The Lachesis pieces are definitely defined and not flattened out as in contrast to what the alcohol/water base did to with the plain sugar. The pieces marked in green show the eruptive marks clearly. There are, as always, other substance structures shown in the scan, one of which is marked in red. The erupting, rougher structures and some smoother pieces, are found in all the levels of the Lachesis scans, from the 6x to the 1M. Below is an example of the Lachesis mutus 200c scan, which shows the same properties.

The alcohol/water smooth properties showing in the Lachesis scans are seen in separate structures and in lesser amounts than the rough, eruptive pockmarks. But the alcohol/water properties are still showing up in most of the Lachesis scans. Thus the chemical mixture of the Lachesis remedy with the alcohol/water base can be detected in the structures in their scans.

Medorrhinum 1M scans have what seems to be hard chunks that remain intact and are not broken down by the succussing nor the alcohol and water. The rest of the viewed section of the Medorrhinum scans seem to have a breakdown of structures that result in a pronounced gritty-like, rough surface. This collapse of the structures can be seen more on a scan of 5000 magnification rather than the 14,000 magnification, since the hard pieces took up most of the scanned picture of the 14,000x. Shown below is a picture of the 5,000x scan of Medorrhinum.

As can be seen in both the 30c and the 1M Medorrhinum scans, the harder pieces have pockmarks which may be considered similar to the Gelsemium and the Lachesis scans but with the Lachesis, the marks are larger and there are more of these eruptive type marks. The Gelsemium scans have marks that are fewer and spaced more apart than the marks seen in the Medorrhinum scan. The chunks that seem to be the Medorrhinum pieces have a smoothness, that is similar to the Gelsemium scans. Yet the Medorrhinum scans seem lighter than the Gelsemium, and more similar in this aspect to the Chamomilla scans. Although there are similarities between the different remedy scans, all have their particular aspects that make them unique. Plus the pieces in the Medorrhinum scan have areas that are broken down to a ‘gritty like’ surface with its hard pieces interspersed in this grit, which is seen above in the 5,000x scan. This characteristic of having both aspects in the scan is seen only in Medorrhinum scans; however the smoothness of these chunky structures are a characteristic that can be contributed in part to the smoothing properties of the alcohol/water solution. Most of the other properties of the Medorrhinum scans, including having defined chunks, and the grittiness, are not seen in the alcohol/water base scans. Thus there seems to be the same physiochemicalmixing of the substances in pieces of this remedy also. And, as with all the scans, there are other structures seen in some of the scans, some of which can be contributed to being sugar substrate pieces and others to unidentified formations.

Ruta graveolens 1M scan shows structures that are smooth, like many of the other remedy’s scans. But the Ruta scan has edges that have rims on them, as pointed out by the green arrows. There are pieces of others substances attached to these rimmed pieces. There is only a few crevices on the rimmed structures of the Ruta scans, which is similar to some of the scans of other remedies, such as the Gelsimium scans. The ridges of the formations in these scans seem particular to and are found to be just in the Ruta scans.

The Ruta 30c scan, shown above, has two ridges that are shown as lighter marks [also pointed out with small green arrows] on the top of the larger piece on the right of the scan. The light edge around the left and bottom side of this same structure would also be indicative of a rim. There are very few small crevices on this piece in the 30c scan. The structure in this Ruta scan does have a smoothed surface as in the alcohol/water base scans. But the alcohol/water base scan does not have the defined, rimmed structures. It would seem there has been a physiochemical mixture of the alcohol/water base with the Ruta substances that have formed one structure as seen in the 1M scan as well as in the 30c scan of the Ruta remedy [as well as all the other scans of the Ruta remedy and all the other remedies].

Sulphur 30c scan, as seen above, was measured within the microscope, because this scan had many large pieces. The large Sulfur piece measured, as seen, is 11.1µ. And this measurement seems to be of only the tip of this structure. The other piece in this scan is even larger. The structures of Sulfur scans do not have particular shapes, plus they have some smoothness, and some crevices in various places. There seems to be a lot of variety of shape and marks in the Sulfur scans, but all of the scans have some smoothness to them. This smoothness probably comes from the physiochemical mixing of the Sulfur with alcohol/water base during the processing of the remedy. There are also similarities to many of the other remedies scans; it just depends on the particular piece that is compared to another remedy scan. The smoothness is seen in all the remedies, but some of the Sulfur scans have crevices in clusters, and some have totally smooth sides, or only a few crevices. So it would seem that the particular characteristic of Sulfur is its large size and its variety.

Sulfur 1M scan clearly shows the variety of shapes and placements of crevices. And three of the structures are too large to fit into this scan. There were other remedy scans that seemed to be too large to be scanned. When the various scans of a sampling of the other remedy scans were measured, the Sulfur scanned structures were the largest. The next largest was Arnica. And, as with all the remedies, the smoothness can also be clearly seen in the 1M Sulfur scan, which probably indicates the physichemical mixing of the Sulfur remedy with the alcohol/water base.

In summary, in all the 10 remedies scanned, at all the potency levels scanned, 6x, 30c, 200c, and 1M, particular features were seen to each individual remedy. None of the remedies looked like the plain alcohol/water base scans. Yet all of the remedies did have some aspect of their features that were similar to the smoothing effect of the alcohol/water solution. All of the different remedies showed lactose features in some parts of their scans collected from that particular remedy. Due to these observations, the theory was reached that there are changes occurring, probably due to the succussing process, in the making of the remedies. These are physiochemical changes that change the remedy structures into a mixture of remedy/alcohol/water structures. The structures observed are what seems to be pieces of the remedy/alcohol/water mixture, since the succussing process also seems to break apart the remedy in its own particular way.

In conclusion, each remedy does have its own particular and distinguishable feature(s). And, these special features are viewed on all the level of potencies of the remedy that were observed under the microscope’s 14,000X magnification. These unique features are attributed to the substance remaining in spite of the various and many dilutions and succussions. The dilutions and succussions do seem to change the whole new potency level of substance into a new extraction.

There were scans that showed mostly or almost all structures that looked like the lactose sugars and other unidentified pieces. But the scans also showed formations which looked like they were pieces of the remedy mixed with the alcohol/water base solution. These pieces showed up in all the scans of all the remedy powders, on all the levels observed. All the scans that were done on

the remedies had been processed with the succussion as part of their production at the laboratory that made of the remedy powders.

Past research has been done regarding the topic of this empirical study of homeopathic remedies that seem to support the theory formulated here. A few of these research studies post in PubMed [US National Library of Medicine, National Institutes of Health] are:

Variation in Fourier transform infrared spectra of some homeopathic potencies and their diluent media. This research was done by Sukul NC, Ghosh S, Sukul A, Sinhababu SP in 2005. Their conclusion was: “The potencies and their diluent media therefore differ from each other in the number of hydrogen-bonded water species and their hydrogen-bonding strength.”3

The defining role of structure (including epitaxy) in the plausibility of homeopathy. This research was done by M. L. Rao, R. Roy, I. R. Bell, and R. Hoover in 2007. Their conclusion was, “Preliminary data obtained using Raman and Ultra-Violet-Visible (UV-VIS) spectroscopy illustrate the ability to distinguish two different homeopathic medicines (Nux vomica and Natrum muriaticum) from one another and to differentiate, within a given medicine, the 6c, 12c, and 30c potencies.”4

Extreme homeopathic dilutions retain starting materials: A nanoparticulate perspective. This research was done by PS Chikramane, AK Suresh, JR Bellare, SG Kane in 2010. Their conclusion was: “Using market samples of metal-derived medicines from reputable manufacturers, we have demonstrated for the first time by Transmission Electron Microscopy (TEM), electron diffraction and chemical analysis by Inductively Coupled Plasma-Atomic Emission Spectroscopy (ICP-AES), the presence of physical entities in these extreme dilutions, in the form of nanoparticles of the starting metals and their aggregates

 

 

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