Wissenschaftlich und Homöopathie

Carstensstiftung: https://www.carstens-stiftung.de/fileadmin/user_upload/pdf/Der-aktuelle-Stand-der-Forschung-zur-Homoeopathie-2016-WissHom.pdf

 

Vergleich: Succussion Siehe: [Yakov Freed] Cocculus indicus C 30 verbessert Aufmerksamkeit und die motorischen Fähigkeiten bei Ratten nach Schlafentzug.

 

[Prof. Dr. Gerhard Fasching]

Was steht hinter der naturwissenschaftlichen Wirklichkeit? Was erwartet man auf diese Frage für eine Antwort?

Vielleicht steht nichts hinter der naturwissenschaftlichen Wirklichkeit, weil sie eben alles erfaßt und alles aus sich selbst heraus erklären kann.

Ein religiöser Mensch könnte dagegen vielleicht vermuten, dass hinter der naturwissenschaftlichen Wirklichkeit ein persönlicher Schöpfergott steht, der unsere

Welt derart eingerichtet hat, daß wir sie mit Hilfe der Naturwissenschaft entziffern können.

Es kann aber auch sein, daß das Geheimnis, welches hinter der naturwissenschaftlichen Wirklichkeit steht, vielleicht sogar noch tiefer gegründet ist und durch

unsere kleinen Worte und unsere engen Gedanken überhaupt nicht zu erreichen ist. Wir wollen uns dieser Frage zunächst auf jenem Weg nähern, den man gerne in

unserem populären Wissenschaftsverständnis geht.

Die Antworten, die wir dabei erhalten, sind nach meinem Empfinden aber eher ärmlich. Im Lauf unserer Überlegungen wird sich erstaunlicher Weise auch ein ganz anderer Weg zeigen. Die absolute Wirklichkeit des populären Wissenschaftsverständnisses

Das populäre naturwissenschaftliche Wissenschaftsverständnis sieht die Erforschung der Wirklichkeit als ein gigantisches Unternehmen an, bei dem besonders begabte Gelehrte

die Geheimnisse des Mikro- und Makrokosmos ein für allemal entziffern.

Man könnte diese Tätigkeit mit einem riesigen Puzzlespiel vergleichen, wo sich viele Mitspieler darum bemühen, die einzelnen Teile dieses großen und bunten Bildes zusammenzusetzen. Manche Bereiche des Bildes nehmen schon Gestalt an; aber wie alles zusammenpassen soll, das ist sogar heute noch unklar. Aber in einem Gesichtspunkt

sind sich die Anhänger des populären Wissenschaftsverständnisses einig: Zuletzt muß sich eins ins andere fügen, und das ganze Bild steht dann dem Betrachter schließlich

eindeutig vor Augen. Es ist also kein Wunder, daß das populäre Wissenschaftsverständnis eine absolute Wirklichkeit vor sich sieht. Denn die naturwissenschaftliche Methode

ist durch ständige experimentelle Überprüfung ihrer Ergebnisse gekennzeichnet. Und so kann man es gut verstehen, daß die naturwissenschaftlichen Bemühungen Ergebnisse hervorbringen, die in ihrem Fortschritt immer genauer werden. Die Ergebnisse schmiegen sich dabei immer enger an ihren “Forschungsgegenstand” an, der zwar nie unmittelbar

zu sehen ist, der aber immer besser modellhaft abgebildet wird. Der wissenschaftliche Fortschritt nähert sich also gleichsam einer Asymptote an, die die absolute Wirklichkeit repräsentiert. Selbstverständlich – so sagt man - gibt es heute noch gewisse Bereiche, die von der Naturwissenschaft noch nicht erschlossen wurden. Aber daraus darf man nicht folgern, daß zu diesen Bereichen die Naturwissenschaft prinzipiell keinen Zutritt hätte. Früher oder später werden sich alle diese Randbereiche in das große naturwissenschaftliche Netzwerk einzugliedern haben. Und all das, was dort nicht hineinpasst, wird zuletzt als Täuschung entlarvt und wird amputiert und entfernt. Alle Bereiche werden sich jedenfalls dem einen großen naturwissenschaftlichen Netzwerk unterzuordnen haben, egal, was von ihnen dabei übrig bleibt.

Naturwissenschaft und Technik erscheinen daher als ein unerschütterliches Gebäude, welches seine Gestalt einzig und allein nur aus innerer Natur-Notwendigkeit erhält.

Alles geht seinen korrekten Lauf. So wäre also nichts einzuwenden gegen Atomkraft und Gentechnologie, gegen koreanisches Menschen-Klonen, aber auch nichts gegen eine kulturübergreifende freie, ungebremste Marktwirtschaft und generelle Globalisierung, die wie ein Rasenmäher über alle Kulturen hinweg fährt. Alles ist machbar.

Im Prinzip hat man in der Technik “alles im Griff”. Unser populäres Wissenschafts- und Wirklichkeitsverständnis tritt in diesen Argumenten deutlich ans Licht: Das einzige, was

es wirklich gibt, ist -kurz gesagt- Materie oder Energie  in Raum und Zeit.

Alles läßt sich auf Materie in Raum und Zeit zurückführen. Sonst gibt es nichts. Und das genügt manchen Menschen, um das Transzendente und alles, was diesem Transzendenten

ähnlich sieht, ein für alle Male beiseite zu lassen. Hinter der naturwissenschaftlichen Wirklichkeit steht also nichts mehr!

Spezielle Denkform mit großer “Sogwirkung”

Ich muß gestehen, daß ich diese Sache anders sehe. Und das hat einen einfachen Grund: Für uns und für unsere heutige Zeit geht -oft unbemerkt- von der naturwissenschaftlichen

Denkweise eine starke “geistige Sogwirkung” aus, die bewirkt, daß man völlig darauf vergißt, daß es sich bei der Naturwissenschaft bloß um eine spezielle Denkform handelt, der

keineswegs eine absolute Priorität gegenüber anderen Denk formen zusteht. Das heißt mit anderen Worten, daß neben der vermeintlich einzigen autarken naturwissenschaftlichen

Wirklichkeit auch noch andere alternative Wirklichkeiten stehen können.

Aber wie soll man sich denn das vorstellen, daß mehrere nicht zusammenpassende Wirklichkeiten nebeneinander stehen können? Sieht man in jeder Wirklichkeit etwas anderes?

Und wenn ich mich in diesen Wirklichkeiten auch einmal selbst anschaue, sehe ich dann vielleicht in jeder Wirklichkeit anders aus?

Das ist aber schon eine eher schwindelerregende Vorstellung.

Wenn man sich als Naturwissenschaftler aus dieser seltsamen Argumentation befreien will, dann gibt es genau genommen nur einen einzigen Weg: Man muß das Fundament der

naturwissenschaftlichen Wirklichkeit beleuchten, um nachzuweisen, dass die Methodologie der Naturwissenschaft einen sicheren und eindeutigen Boden zum Vorschein bringt,

auf dem die erhoffte eindeutige Wirklichkeit -und das ist eben die naturwissenschaftliche Wirklichkeit- aufgebaut werden kann.

“Der arme Krösus” und die “objektiven Illusionen”

“Der arme Krösus” ist ein Beispiel aus der Rhetorik, welches den Widerspruch zwischen der Bedeutung eines Substantivs und dem hinzugefügten Adjektiv illustriert.

Diese sogenannte Contradictio in adjecto, die auch im Beispiel der “objektiven Illusionen” vorliegt, will ich Ihnen jetzt allen Ernstes im Bereich der naturwissenschaftlichen Wirklichkeiten schmackhaft machen.

Drei Stufen muß man steigen, um diese widersprüchliche Wortkonstruktion einer “objektiven Illusion” im Bereich der naturwissenschaftlichen Wirklichkeit nachvollziehen zu können:

1e Stufe: macht uns klar, was ein Naturwissenschaftler unter objektiv versteht: Ein Sachverhalt ist objektiv, wenn man von ihm sagen kann, dass er auch außerhalb des subjektiven

Bewußtseins besteht.

Wenn ich beispielsweise eine weiße Maus sehe und wissen will, ob sie objektiv vorhanden ist, dann werde ich meinen Nachbarn fragen, ob er die Maus auch sieht. Objektivität

muß besonders in der Naturwissenschaft auf strengste Weise angestrebt werden, um von den bloß subjektiven Meinungen, die vielleicht dieses oder auch jenes sagen könnten, loszukommen. Objektivität ist für den Naturwissenschaftler also durch Intersubjektivität gewährleistet.

2e Stufe: wird sichtbar, wenn man die naturwissenschaftliche Wirklichkeit genau betrachtet. Dann bemerkt man nämlich sehr bald, daß diese besondere Form von Wirklichkeit nicht

einfach da ist, sondern daß sie erst durch einen Strukturierungs-Vorgang entsteht! Es genügt also nicht, dass ein Naturwissenschaftler auf sein Forschungsgebiet mit wachem Auge blickt, sondern er muß mit seiner strengen naturwissenschaftlichen Methodologie seinen fachwissenschaftlichen Garten bearbeiten. Wenn er das tut, dann bemerkt er, daß sich unter seinen Augen manche aufgegriffene Elemente strukturieren und daß dabei jenes entsteht, was er hinterher die naturwissenschaftliche Wirklichkeit seines Fachgebietes nennt.

3e Stufe: führt uns etwas sehr Eigenartiges vor Augen. Es zeigt sich nämlich, daß unterschiedliche Strukturierungsvorgänge unterschiedliche Wirklichkeiten hervorbringen.

Aber so eigenartig, wie ich es zuerst empfunden habe, ist diese Behauptung aber doch wieder nicht. Denn je nach Konstruktionsanleitung erhält man ja auch im täglichen Leben

unterschiedliche “Gebäude”. Und so ähnlich ist es auch bei der Erforschung der Wirklichkeit im Bereich der Naturwissenschaft.

Überblickt man diese 3 Stufen, dann kann man, wenn man es drastisch zum Ausdruck bringen will, die naturwissenschaftliche Wirklichkeit eine “objektive Illusion” nennen.

Denn: Ein bestimmter, ausgewählter Strukturierungsvorgang ruft ein ganz bestimmtes Konstrukt hervor, welches einem - wenn man sich in dieses Fachgebiet sehr vertieft hat –

bald wie eine lebendige Illusion vor Augen steht.

Und diese Illusion ist eine “objektive Illusion”, weil sie von verschiedenen Personen, nämlich von den Naturwissenschaftlern des gleichen Fachgebietes, nachvollzogen werden kann.

Und so stehen etwa gekrümmte Räume nur den Relativitätstheoretikern vor Augen und nicht auch den Numismatikern oder irgendwelchen Zeithistorikern. Und um die drastische

Formulierung noch auf die Spitze zu treiben, möchte ich sagen, daß diese objektive Illusion, “durch ein Vorurteil erfunden wurde”!

Und zwar ist dieses Vorurteil die spezielle, ausgewählte Methodologie, die diese betreffende Wirklichkeit hervorgebracht hat.

Wie findet man zur Wirklichkeit?

Wie muß man jetzt konkret vorgehen, um eine naturwissenschaftliche Wirklichkeit zu strukturieren? Die Antwort hierauf ergibt sich sofort, wenn man an das Selbstverständnis der

Naturwissenschaft denkt:

Für den Naturwissenschaftler ist die Wirklichkeit der Inbegriff dessen, was erfahren wird. Das bedeutet, daß die naturwissenschaftliche Wirklichkeit auf Antworten ruht, die sich

zum Beispiel aus Experimenten ergeben und die auf den betreffenden Experimentator wirken. Bei seinen Experimenten fällt dem Naturwissenschafter jenes in den Schoß, was man

Tatsachen nennt. Tatsachen entwickeln sich durch das Zugreifen des Forschers.

Wie sieht der Zugriff des Forschers aus? Er stützt sich auf besondere Regeln und Methoden:

• Beobachtungen und Experimente stehen im Zentrum,

• er beachtet Widerspruchsfreiheit und Reproduzierbarkeit,

• er bildet Begriffe und Gesetze.

• Der Akt der Erklärung projiziert vor seinen Augen zuletzt die Wirklichkeit.

• Der Akt der Voraussage ermöglicht das Handeln in der betreffenden Wirklichkeit.

Durch einen solchen Zugriff des Forschers werden unstrukturierte “Phänomene” zur betreffenden Wirklichkeit strukturiert.

Das Wesen der naturwissenschaftlichen Wirklichkeit

Kommt der naturwissenschaftlichen Wirklichkeit eine absolute Priorität zu? Die Wissenschafts-Geschichte hat uns die Antwort schon oft gegeben, denn es zeigt sich, dass man auf

dem Weg richtiger Erkenntnis manchmal auch unterschiedliche Ergebnisse erzielen kann, also unterschiedliche Wirklichkeiten vor sich sieht. Von einer absoluten Priorität kann also

nicht die Rede sein.

Denn Tatsachen, Wirklichkeit und Realität (die für den Naturwissenschaftler nichts anderes als eine “objektive Wirklichkeit” ist) werden stets unter dem Vorurteil des speziellen

Regel-und-Methoden-Kanons sichtbar. Eine sozusagen “wahre naturwissenschaftliche Wirklichkeit” gibt es nicht.

Wie kann man dieses seltsame Wesen der naturwissenschaftlichen Wirklichkeit verstehen?

Ein einleuchtender Vergleich hilft hier weiter. Lassen Sie mich das an einem simplen Analogie-Beispiel zeigen: Ein einfacher Prototyp für eine naturwissenschaftliche Wirklichkeit

ist das Spiel. Spiel-Regeln legen fest, wie die Spiel-Wirklichkeit beschaffen ist. Spiel-Regeln darf man beim Spielen nie übertreten.

Ein Spiel-Verderber, der die Spiel-Regeln nicht einhält, verdirbt die Wirklichkeit des Spiels. Spiel-Verderber werden aus dem Spiel ausgeschlossen. Der Spiel-Verderber ist in unserer Analogie soviel wie ein wissenschaftlicher Revolutionär. Er erfindet nämlich neue Spielregeln, und dabei tut sich für ihn -wenn er seine Sache versteht- ein weiterer und interessanterer Horizont auf. Wissenschaftliche Revolutionäre betreiben dabei einen iterativen Prozeß, der zu einer laufenden, schrittweisen Verwandlung von komplexen Wirklichkeiten führt.

Es werden also immer wieder neue, ich möchte sagen, neue “objektive Illusionen” erfunden.

Eine Vielfalt von gültigen Wirklichkeiten Wir stehen vor dem erstaunlichen Ergebnis, daß man keiner Wirklichkeit ein Prioritäts-Attest verleihen kann. Weder der Naturwissenschaft

als Ganzes, noch der naturwissenschaftlichen Schulmedizin und auch nicht der Homöopathie. Alle Wirklichkeiten müssen sich grundsätzlich in ihrem eigenen Bild bewähren.

Wir müssen anerkennen, daß Wirklichkeiten besonders strukturierte Systeme sind, in die man eintreten kann und in denen man auch zu handeln -zum Beispiel zu heilen- in der Lage ist. Die Vielfalt von Wirklichkeiten ist für uns ein wertvolles Kapital. Sehr wichtig ist dabei der Gedanke, daß alle diese Wirklichkeiten autark sind, voneinander unabhängig sind und daß diese Wirklichkeits-Vielfalt nicht nur das geistige Profil eines Menschen ausmacht, sondern auch das geistige Profil von Kulturen.

Wirklichkeiten und Urgrund

Angesichts einer Wirklichkeits-Vielfalt fragt man sich oft: Wo ist da der feste Punkt? Wo ist das Fundament? Das Fundament ist der jenseits der Wirklichkeit liegende Urgrund,

in welchem man selbst wurzelt. Aus ihm kommen die vielen Wirklichkeiten hervor; er liegt grundsätzlich jenseits jeder Sprache, die in engen Wirklichkeiten gesprochen wird.

Und das ist leicht verständlich: Denn der Urgrund liegt vor (!) jeder Sprache, er liegt vor (!) jedem Versuch eine Wirklichkeit zu strukturieren. Den geheimnisvollen, sozusagen sprachlosen Urgrund haben die Wirklichkeiten gemeinsam, aber die Wirklichkeiten selbst, die wir erfahren, in denen wir mit einer Sprache, mit Begriffen sprechen können, sind

oft grundsätzlich inkompatibel, also unvereinbar.

Auch als Naturwissenschaftler muß man daher wohl bekennen, daß man in einem doppelten Sinn leider nichts Wesentliches weiß:

Einerseits steht man vor der Unerkennbarkeit des tiefsten Urgrundes, aus dem man selbst hervorkommt. Man kann ihn nicht im wissenschaftlichen Sinn erkennen, weil er jenseits unserer naturwissenschaftlichen Begrifflichkeit liegt und sich daher dem naturwissenschaftlich-rationalen Denken entzieht. Der Urgrund ist größer und mächtiger als alle Worte,

die in engen Wirklichkeiten gesprochen werden. Der Urgrund liegt jenseits von Eigenschaften, liegt jenseits von allen Wirklichkeiten.

Anderseits steht man aber auch noch vor einer 2. Unerkennbarkeit: Denn immer dann, wenn man versucht, eine Wirklichkeit in Besitz zu nehmen, ergreift man sie bloß als eine “Illusion”, als ein “Spiel”, als ein höchst unsicheres Kaleidoskop-Bild.

Pseudowirklichkeiten

Wenn man das erste Mal davon hört, daß es mehrere Wirklichkeiten gibt, dann sagt sich vielleicht der eine oder andere, daß es dann doch auch zulässig sein müßte, sich nach eigenem Gutdünken aus diesen Wirklichkeiten die schönsten Details herauszusuchen, um sich auf diese Weise eine private Misch-Wirklichkeit zusammen-zu-zimmern. Es klingt

im ersten Moment verständlich und vielleicht auch verlockend und attraktiv, daß man sich gleichsam die Rosinen aus verschiedenen Kuchen herausnimmt. Aber man versteht

sofort, dass das beim Wirklichkeits-Pluralismus unzulässig ist.

Denn unterschiedliche Wirklichkeiten kommen durch unterschiedliche Verknüpfungsinstrumente zustande. Das bedeutet, daß eine solche Wirklichkeits-Mischung dann nicht mehr aus einem einheitlichen, autonomen, unabhängigen Verknüpfungsinstrument entsteht! Misch-Wirklichkeiten sind also Pseudo-Wirklichkeiten, sie sind “pseudo”, weil sie eben unecht und bloß vorgetäuscht sind.

Sie sind nicht aus einer Wurzel, also nicht aus einem einheitlichen Verknüpfungsinstrument entstanden, sie sind bloß aus nicht zusammengehörigen Bildern und Gedanken “zusammengestoppelt” worden.

Mir ist klar, daß ich bei diesem kurzen Essay viele Zwischenschritte auslassen mußte, um Ihre Geduld nicht übermäßig zu beanspruchen. Ich glaube aber, daß die Unvollständigkeit meiner Argumentation nicht viel ausmacht, weil diese brisanten Themen in einem unlängst erschienenen Buch ausführlich erläutert und dargestellt wurden. An Hand einer großen Zahl von Beispielen wird dort gezeigt, auf welche Weise die so stabil erscheinende Realität durch ein Vorurteil erfunden wird. Verblüffende Beispiele zeigen, daß Wirklichkeiten dabei gleichsam aus dem Nichts hervorkommen und daß sich bestimmte Erfahrungsfelder gleichzeitig auch in verschiedene Wirklichkeiten kleiden lassen.

Dieses Buch liefert die theoretische Rechtfertigung dafür, daß ein Nebeneinanderstehen divergierender Wirklichkeiten legitim ist.

Offenbar sind diese Gedanken für viele Bereiche wichtig. Für alternative Formen des Heilens ganz besonders.

Es ist also neben der Naturwissenschaft für alternative Wirklichkeiten noch genügend Platz vorhanden.

Daher kann eine Homöopathie neben (!) einer naturwissenschaftlichen Schulmedizin stehen, auch wenn sie mit ihr nicht kompatibel ist.

Manchmal kann man Tatsachen entdecken. Das heißt man “stolpert” über sie. Sie waren vor ihrer Entdeckung gleichsam wie “unter einer Decke verborgen”. Solche Tatsachen

waren durch das wissenschaftliche Umfeld schon weitgehend vorbereitet, sie lagen in der Luft, sie lagen auf der Hand, sie waren “reif” für eine Entdeckung, sie wurden “per

Zufall entdeckt”. Die Entdeckung der Röntgenstrahlen könnte man hier als Beispiel nennen. Denn bis zum Überdruß befragt, wie er denn zu seiner großartigen Entdeckung gekommen sei, antwortete Röntgen immer barsch und verärgert: durch Zufall!

Andere Tatsachen – und das sind die aufregenderen, von denen ich hier insbesondere spreche - lösen eine sogenannte wissenschaftliche Revolution aus, eine schlagartige Veränderung der naturwissenschaftlichen Wirklichkeit mit völlig neuen Begriffen und Tatsachen. Als Beispiele könnte man die Entdeckung des Sauerstoffs durch Lavoisier oder

die Aufstellung der Relativitätstheorie durch Einstein nennen.

 

[Prof. dr. med. Phil. J. Schmidt]

Zur Frage der Wissenschaftlichkeit der Homöopathie – Im Lichte von Evidenz und Exzellenz eine zunehmende internationale Standardisierung von Prüfrichtlinien und global vernetzter Auswertungen. Von einem Instrument sowie einer Methodologie, die expressis verbis dazu geschaffen wurden, die Homöopathie zu widerlegen, wird schwerlich zu erwarten sein, damit jemals die Homöopathie „beweisen“ und die wohlwollende Akzeptanz ihrer erklärten Gegner erreichen zu können. Sich in das Prokrustesbett dieser

Vorgaben zu begeben bzw. der Einladung der Spinne in ihr Netz zu folgen, scheint für Homöopathen nur um den hohen Preis einer weitgehenden Aufgabe ihrer sie konstituierenden Identität möglich zu sein. Je mehr fundamentale Prinzipien der Homöopathie aber bei einer zwangsweisen Eingliederung in das Schema aktueller „Goldstandards“ preisgegeben werden, desto weniger statistische Performance zeigt in der Regel jedoch das daraus resultierende Kunstprodukt einer rudimentären Pseudo-Homöopathie.

Bevor sich Homöopathen also auf das Wettrennen des Hasen mit dem Igel bzw. auf das Hamsterrad einer immer eifrigeren Studienproduktion einlassen, wäre grundsätzlich über die Rahmenbedingungen und Erfolgsaussichten eines solchen Unternehmens zu reflektieren. Sozioökonomische Sachzwänge, politische Machtverhältnisse sowie Fragen der Interpretationshoheit und Beweislastverteilung sind allerdings keine naturwissenschaftlichen, sondern geisteswissenschaftliche Kategorien, weshalb auch primär patientennah praktizierende Homöopathen um den Versuch einer entsprechenden Theoriebildung nicht herumkommen dürften.

Viele Homöopathen werden im Laufe ihrer beruflichen Praxis ohnehin bemerkt haben, wie wertvoll eine gute Theorie sein kann, ja dass man ohne eine solche in einer komplexen Welt voller verwirrender Phänomene verloren ist. Als Hahnemann vor 200 Jahren die Homöopathie begründete, war er in einer ähnlichen Situation: Auf einer medizinischen Ebene fand er einen Pluralismus und eine Unordnung von Lehrmeinungen vor – ein Zustand, der für ihn nicht hinnehmbar und deshalb durch eine rationale und wohltätige medizinische Theorie zu ersetzen war.

Ebenso sind Homöopathen heute herausgefordert, die Missstände des gegenwärtigen Gesundheitssystems aufzudecken und mit Hilfe einer umfassenden kritischen Theorie zu überwinden – allerdings nicht nur auf einer medizinischen Ebene, sondern auch aus einer wissenschaftstheoretischen, soziologischen und ökonomischen Perspektive.

Während Hahnemann sich noch darauf beschränken konnte, nur medizinisch innerhalb einer relativ homogenen beruflichen Gemeinschaft zu argumentieren, haben sich inzwischen traditionelle Vorstellungen und Übereinstimmungen weitgehend aufgelöst und sind von sozioökonomischen Veränderungen überrollt worden. Obwohl zum Beispiel heute jeder

von „Evidenz“ und „Exzellenz“ spricht, werden diese Begriffe von Vertretern gegensätzlicher Interessen auf eine widersprüchliche, missverständliche oder tendentiöse Weise gebraucht – und missbraucht. Die wahre Herausforderung besteht mittlerweile darin, zuallererst einmal diese Konfusion der Konzepte aufzudecken und aufzulösen.

Analog zu dem Ansatz, den Hahnemann wählte, soll nun versucht werden,

1. die gegenwärtige Situation zu beschreiben und zu analysieren,

2. über deren Symptome ihren Kern, ihre Essenz bzw. ihr Wesen zu finden (in Hahnemanns Begriff das „zugrunde-liegende Miasma“) und

3. über Konsequenzen, das heißt Behandlungsstrategien und Heilungsaussichten zu reflektieren.

Innerhalb des beschränkten Rahmens eines Aufsatzes ist es freilich nur möglich, in kurzen Statements einen Überblick über einige wichtige Probleme und Paradoxien sowie einige vorläufige Hinweise für eine Argumentation zu geben, die helfen könnte, jene zu widerlegen bzw. aufzulösen. Weitergehende Ausführungen und Ausarbeitungen sind in den entsprechenden Publikationen des Autors zu finden.

1. Die Situation Aus der Perspektive von Homöopathen erscheint die Geschichte der Homöopathie als eine große und klare Erfolgsgeschichte: Bestehen seit 200 Jahren, Ausbreitung über die ganze Welt, Heilungen von Millionen von Patienten von allen Arten von Krankheiten, Institutionalisierung, Professionalisierung, wissenschaftliche Forschung usw. Aus der Sicht ihrer Gegner stellt sich die Lage jedoch ganz

anders dar. Danach wäre es der Homöopathie bis heute nicht gelungen, ihre Wissenschaftlichkeit zu beweisen – wodurch bewiesen sei, dass ihre Ansprüche falsch und ihre Resultate von Placebo-Effekten nicht unterscheidbar seien.

Eines der frappierendsten Paradoxe der Medizingeschichte besteht wohl darin, dass das, was Homöopathen für „Evidenz“ einer Wirksamkeit oder „Exzellenz“ ihrer Praxis halten, von einem sogenannten

Modernen Skeptiker in der Regel ganz anders wahrgenommen und interpretiert wird, nämlich als Zufallstreffer bzw. magische oder spirituelle, jedenfalls „unwissenschaftliche“ Behandlung.

Zweifellos muss es, um Fehler zu vermeiden und um Betrug in der Medizin aufzudecken, irgendeine Form kritischer Würdigung und Kontrolle von therapeutischen Behauptungen und Erfolgen geben.

Doch die gegenwärtig vorherrschenden Standards zur Bewertung der Wissenschaftlichkeit einer medizinischen Behandlung, die unter dem Namen Evidenz-basierte Medizin etabliert sind, verfügen offensichtlich

über keine geeigneten Kriterien, die Errungenschaften der Homöopathie wahrzunehmen, zu verstehen und zu würdigen.

Dieser blinde Fleck im kategorialen Konzept der Evidenz-basierten Medizin soll nun an einigen Beispielen illustriert werden.

Wie André Saine in seinem noch unveröffentlichen Werk „The Weight of Evidenz. The Extraordinary Success of Homeopathy in Epidemics“ (Das Gewicht der dokumentierten Beweise. Der außergewöhnliche Erfolg der Homöopathie in Epidemien) ausführt, liegen Statistiken aus mehr als 7.000 Referenzen (aus über 25.000 Bänden homöopathischer Literatur) vor, die belegen, dass homöopathische Behandlung bei Epidemien in den letzten 200 Jahren konstant mit einer sehr niedrigen Mortalitätsrate korrelierte (fast immer unter 3%), unabhängig vom Arzt, von der Zeit, vom Ort und von der Art der epidemischen Krankheit - einschließlich Krankheiten mit einer sehr hohen Mortalitätsrate (bis zu 50% und darüber), wie etwa Cholera, Pocken, Diphtherie, Typhus, Gelbfieber und Pneumonie. Die (viel höheren) Mortalitätsraten unter allopathischer Behandlung wurden dabei durchgängig und konsistent unterboten, also weit abgeschlagen. Trotz dieser äußerst reichhaltigen Dokumentation der Wirksamkeit, Kosteneffizienz und Sicherheit der Homöopathie halten Befürworter der Evidenz-basierten Medizin diese Art von Beobachtungsstudien schlicht für anekdotisch und deshalb nicht für überzeugend.

Dieselbe Abwehrstrategie wird von Skeptikern gegen die überwältigende Vielzahl von individuellen Fallberichten benutzt, die schnelle und völlig unerwartete Genesungen von manchmal schweren Krankheiten beschreiben. Bis zum Jahr 1840 wurden bereits 3.800 Fälle in einer neunbändigen Serie von David Roth in Paris publiziert.

Seitdem ist die Zahl der Fälle wahrscheinlich um das 50- bis 100-fache angestiegen. Möglicherweise dokumentieren hier etwa 10% der Fälle außergewöhnliche Resultate, die weitere Forschung wert wären (A. Saine). Trotz der Menge und Genauigkeit der existierenden Dokumentation sowohl von historischen Fallberichten wie auch von zeitgenössischen Outcome Studies (Ergebnisstudien) (C. Witt u.a.) und der Robustheit und Größenordnung des Effekts homöopathischer Behandlung argumentieren Hardliner der Evidenz-basierten Medizin, dass, solange Studien nicht verblindet, randomisiert und Placebo-kontrolliert seien, ihre Ergebnisse nicht zuverlässig (reliabel), nicht zwingend überzeugend und damit irrelevant wären.

Wenn jedoch klinische Studien gut designed und gut gemacht sind und diesen Erfordernissen genügen, dann - falls sie einen signifikanten positiven Effekt haben (H. Frei, I. Bell u.a.) - wird argumentiert, dass ohne unabhängige Replikation durch andere das Ergebnis einfach durch blinden Zufall zustande gekommen sei und damit bedeutungslos und nicht überzeugend wäre. Auf jeden Fall individualisierte Arzneimittel und Potenzen, Langzeitbehandlung usw. Diese wenigen Beispiele mögen genügen, um die schwierige und unbequeme Position zu illustrieren, in die die Homöopathie, für ihre Anhänger eine rationale und wohltätige Heilmethode, innerhalb der fraglichen wissenschaftlichen Rahmenbedingungen der modernen Medizin geraten ist, die höchst antagonistisch und ignorant gegenüber der Evidenz und Exzellenz der Homöopathie sind.

2. Das „Miasma“

Wahre Wissenschaft hört allerdings nie mit dem Fragen auf. So könnte an dieser Stelle die Frage auftauchen: Was ist der Grund für diese Situation? Ist da ein System, eine bestimmte Logik dahinter?

Zieht man das Wissen und die Methoden der am weitesten fortgeschrittenen Wissenschaften heran, wie zum Beispiel der Epistemologie, Quantenphysik, Chaosforschung, Systemtheorie und Wissenschaftsgeschichte,

so scheint es heute klar zu sein, dass der mechanistische und materialistische Cartesianische und Newtonische Ansatz nicht geeignet ist, mit den systemischen, nicht-linearen und komplexen Bedingungen von Lebewesen wissenschaftlich zurechtzukommen. Nichtsdestotrotz beruht die konventionelle Medizin seit dem 19. Jahrhundert wesentlich auf dieser Art von Reduktionismus und jagt nach Quantifizierung, Standardisierung und Reproduzierbarkeit medizinischer Ergebnisse – obwohl dieser rein technische Ansatz aus den Fabriken industrieller Massenproduktion stammt und nur dort wirklich Sinn macht.

würde die Beweislast auf der Seite der Homöopathen liegen.

Um die Schwelle der Hindernisse für Homöopathen bis ins Unendliche zu erhöhen bzw. sie ganz außerhalb ihrer Reichweite zu bringen, plädieren inzwischen die sogenannten wissenschaftlichen Skeptiker für eine Ersetzung der Evidenz-basierten Medizin (EBM) durch das striktere Konzept einer Wissenschafts-basierten Medizin (Science-based Medicine, SBM). Nach dieser beweisen auch positive Resultate randomisierter klinischer Studien (RCTs) nichts mehr, wenn die zugrunde liegenden Prinzipien (the underlying rationale) für moderne Wissenschaftler nicht plausibel sind. Da, aus deren Sicht, die Homöopathie auf unplausiblen Prinzipien wie dem sogenannten „Ähnlichkeits-Gesetz“, dem sogenannten „Infinitesimal-Gesetz“, dem sogenannten „Gesetz der Miasmen“ usw. beruhe, wird jedes positive Ergebnis jeder künftigen Studie, die auf solchen Prämissen basiert, apriori als überflüssig und irrelevant beurteilt werden.

Falls andererseits randomisierte klinische Studien, die der Homöopathie zugerechnet werden, kein signifikantes Ergebnis erzielen, befürworten dieselben Verfechter der sogenannten Wissenschafts-basierten Medizin die (definitiv falsche) Schlussfolgerung einer Meta-Analyse (A. Shang), die in der renommierten vermeintlich wissenschaftlichen Zeitschrift

The Lancet im Jahr 2005 unter dem Titel erschien: „Das Ende der Homöopathie“.

In diesem Fall wurden aber nur acht der Homöopathie zugerechnete Studien überhaupt analysiert (s. R. Lüdtke 2008), von denen allerdings keine die Prinzipien und die Praxis genuiner Homöopathie repräsentierte, also in dividualisierte Arzneimittel und Potenzen, Langzeitbehandlung usw.

Diese wenigen Beispiele mögen genügen, um die schwierige und unbequeme Position zu illustrieren, in die die Homöopathie, für ihre Anhänger eine rationale und wohltätige Heilmethode, innerhalb der fraglichen wissenschaftlichen Rahmenbedingungen der modernen Medizin geraten ist, die höchst antagonistisch und ignorant gegenüber der Evidenz und Exzellenz der Homöopathie sind.

Um aber die Verbindung zwischen Medizin und Industrie zu verstehen, müssen nicht nur Naturwissenschaften, sondern auch Geistes- und Sozialwissenschaften herangezogen werden. Die Geschichte der Medizin kann zum Beispiel detailliert zeigen, wie der Aufstieg der modernen konventionellen Medizin in genauer Parallelität mit dem Anstieg von Industrialisierung, Mechanisierung und Technisierung aller Aspekte moderner Gesellschaften einherging. Gleichzeitig wurden traditionelle holistische Ansätze zunehmend an

den Rand gedrängt.

Die Soziologie kann einen Schritt weiter gehen und erklären, dass das, was eine Gesellschaft in einer bestimmten Epoche hervorbringt, davon abhängt, auf welche Weise ihre Mitglieder sich miteinander vergesellschaften. Dieser Vergesellschaftungsprozess wird einerseits durch Individuen vollzogen, andererseits bringt er tatsächlich die an ihm teilnehmenden Individuen erst hervor und konstituiert sie als solche.

Auf diese Weise kann eine Gesellschaft, je nach grundlegendem Paradigma oder Denkmuster, menschliche Subjekte hervorbringen, deren Werte, Ideale und Überzeugungen

völlig verschieden sind von denen einer anderen Gesellschaft in einem anderen Jahrhundert oder Land.

Die Wirtschaftswissenschaft könnte nun lehren, dass Geld nicht ein Ding, eine Substanz oder etwas ist, das einen intrinsischen Wert besitzt – sondern eine Denkform.

Etwas konkreter ist Geld die Denkform, in der kapitalistische Gesellschaften ihre Mitglieder vergesellschaften. Da praktisch jeder von Kindheit an diesem Vergesellschaftungsprozess unterworfen ist, gibt es kein Entkommen, er ist, so gesehen, totalitär – vergleichbar nur mit unserem ersten Ausgesetzt sein unserer Muttersprache gegenüber, die immer schon vor uns da war und gesprochen wurde, noch bevor wir jedenfalls bewusst realisieren, dass wir sie bereits gelernt und damit reproduziert haben.

Zusammen mit den Erkenntnissen anderer Wissenschaften, wie Soziologie und Wissenschafttheorie, heißt das, dass unsere Weltanschauung, besonders das moderne

(vermeintlich aufgeklärt objektive) Weltbild, hauptsächlich durch unser Denken in der Form des Geldes konstituiert wird – da alle unsere Denkprozesse seit jeher davon infiltriert sind.

In der Tat kann die Wissenschaftsgeschichte zeigen, dass das Aufkommen der modernen Naturwissenschaft im 17. Jahrhundert mit fundamentalen sozioökonomischen Veränderungen zusammenfiel, die durch den gesteigerten Stellenwert des Geldes (als vorherrschende Denkform) ausgelöst wurden.

Dementsprechend war die grundlegende Haltung moderner Wissenschaftler gegenüber der Natur nicht mehr Respekt und der Wunsch, mit ihr in Harmonie zu leben, sondern

die Versuchung, ihre Geheimnisse aus ihr herauszupressen (mit Schrauben und Zwingen) und sie zu kontrollieren – weil eben Geld gemacht werden konnte mit Erfindungen,

die auf einem auf diese Weise erlangten Wissen beruhten. Quantifizierung, Mathematisierung, Standardisierung, Reproduzierbarkeit, Materialismus, Positivismus, Reduktionismus usw., das heißt Konzepte, auf denen die konventionelle moderne Wissenschaft und seit dem 19. Jahrhundert auch die konventionelle moderne Medizin wesentlich beruhen, würden keinen Sinn ergeben ohne den Kontext des Vergesellschaftungsprozesses in der Form des Geldes in modernen kapitalistischen Gesellschaften. Für indigene Kulturen müssen diese Konzepte absurd erscheinen, auch heute noch.

Es stellt sich also heraus, dass nicht menschliche Individuen, sondern Geld - als Denkform – das wahre Subjekt der Geschichte ist, das alles kontrolliert und ausbeutet, einschließlich der Wissenschaften und der Medizin.

Damit ist aber auch klar, warum die Homöopathie viele Feinde haben muss.

Einerseits verteidigen pharmazeutische Unternehmen, die auf Massenproduktion von standardisierten Medikamenten abzielen, ihre finanziellen Claims und Marktanteile. Andererseits drängen Newcomer auf den Markt, um mit jeder Art von Innovationen, egal ob allopathisch oder naturheilkundlich, Profit zu machen, während sie alles Traditionelle (auch die Homöopathie) als Konkurrenz empfinden und deshalb abwerten. Beide, konservative und progressive Marktteilnehmer,

sind geld-gesteuert und insofern tendentiell allem anderen gegegenüber verschlossen, auf jeden Fall gegenüber der Wahrheit im traditionellen Sinne wie auch der  Homöopathie.

Um den prinzipiellen Unterschied zwischen der traditionellen und der geldgetriebenen Welt zu verstehen, bietet die Philosophiegeschichte zwei hilfreiche Begriffe, die von Aristoteles geprägt wurden.

Weit davon entfernt, jeden wie auch immer gearteten Gebrauch von Geld zu verwerfen, hatte er eine positive Einstellung gegenüber der Oikonomía, dem moderaten Austausch von Geld und Waren, also Tauschhandel, der auf Mäßigkeit beruht, während er Chremastiké, die selbstbezügliche Kunst des Gelderwerbs um des Gelderwerbs willen, abgetrennt von jeder anderen Beziehung und Bedeutung, zurückwies, da dies, wie er fand, gegen die Natur des Menschen sei.

Hahnemann sah dies ziemlich ähnlich, wie aus den Quellen erschlossen werden kann, die die Homöopathiegeschichte bewahrt. Geld verdienen und ausgeben war für ihn immer

nur ein Mittel, um für sich und seine Familien den Lebensunterhalt bestreiten zu können, aber nie ein Ziel in sich selbst.

Und was noch wichtiger ist: Im Gegensatz zur modernen konventionellen Medizin hat Geld als Denkform nie Hahnemanns medizinische Theorie infiltriert. Er hatte insofern Glück, zu einer Zeit zu leben, als die Industrialisierung und dazugehörige Monetariserung noch keine vorherrschende Rolle in seinem Land (Sachsen-Anhalt) spielten. Und Homöopathen können sich heute glücklich schätzen, dass sie Hahnemann als Leuchtturm haben, der alle folgenden Generationen daran erinnert, dass es einst möglich war (und immer noch möglich sein sollte), eine Heilmethode zu begründen, die (weitgehend) frei ist vom Denken in der Geldform.

Als Kontrast dazu ist in modernen kapitalistischen Zivilisationen die grundlegende Absicht, die alle Bereiche des Lebens und der Kultur durchzieht, der höchste Anreiz, Zweck und Wert der Umsatz und die Vermehrung von Geld, genannt Wirtschaftswachstum – das wiederum durch das Bruttoinlandprodukt gemessen wird. Mit Ausnahme von relativ wenigen Menschen, die selbstlos für höhere Ideale lebten und leben, wie einige beherzte Pioniere der Wissenschaft und der Medizin, scheint die Mehrzahl der Menschen unbewußt diese triviale Weise des Lebens zu verfolgen.

3. Konsequenzen

Auf der Suche nach Möglichkeiten, die vertrackte Situation zu entwirren oder gar aufzulösen, ist es wichtig, sich im Klaren über die verdrehten Bedingungen zu sein, in denen

die Menschen in industrialisierten Zivilisationen leben. Aufgrund der allumfassenden Herrschaft des Geldes sind es nicht mehr menschliche Individuen, die frei und autonom entscheiden, was sie tun oder nicht tun wollen. Sondern wie ein Virus die infizierte Zelle veranlasst, den Eindringling selbst unbegrenzt zu reproduzieren und zu vermehren

(zu Gunsten nur des Virus und auf Kosten der Zelle und des ganzen lebenden Organismus), so ist es das Geld, das – als die herrschende Form des Denkens – menschliche Individuen veranlasst (seien diese Ökonomen, Politiker oder Wissenschaftler), in einer Weise zu denken, zu handeln und zu argumentieren, die die unkontrollierte Multiplikation

von Geld eher garantiert und sichert als die Gesundheit und das Wohlergehen seiner Diener. Unter diesen Bedingungen fixieren sich in Zwängen gefangene und fremdbestimmte Subjekte, wenn sie sich denn wissenschaftlich engagieren, gewöhnlich eher auf einzelne Wissenschaften und schirmen sich von anderen ab.

Im Gegensatz dazu könnte die Einbeziehung und Anwendung aller Wissenschaften (wie skizziert wurde) auf eine balancierte und konstruktive Weise ein Weg sein, die Beschränktheit bestimmter Gesichtspunkte zu überwinden und insbesondere deren monetäre Ursachen klar und evident zu machen. Aus der Geschichte der Homöopathie ist bekannt, dass Hahnemann, als er die Homöopathie begründete, eindimensionalen Dogmatismus ebenso wie die Willkür eines medizinischen Pluralismus zurückwies. Das konnte

er nur leisten, indem er deren Horizont überstieg. Und so sind Homöopathen heute noch bzw. wieder herausgefordert, die Geisteshaltung und den Mut zu entwickeln, um die

aktuell vorherrschenden rohen und geld-getriebenen Paradigmen durch geeignetere Konzepte zu kritisieren und durch gute Praxis zu überwinden.

Die Theorie der Medizin, eine weitere Wissenschaft, die von konventionellen medizinischen Fundamentalisten eher vernachlässigt bzw. ignoriert wird, hat gezeigt, dass die

Medizin keineswegs eine angewandte Erkenntniswissenschaft ist, sondern immer nur eine praktische Wissenschaft sui generis (aus eigenem Recht) sein kann. Das heißt, dass ihre Prinzipien und Maximen nie in einem Labor getestet werden können, sondern immer nur in konkreten therapeutischen Kontexten. Hahnemann wusste das. Und dessen eingedenk, gab er offen zu, dass potenzierte Arzneimittel nicht chemisch, nicht physisch, nicht atomisch, nicht mechanisch usw. wirken. Damit akzeptierte er auch, dass möglicherweise niemals etwas Messbares wie Moleküle oder ähnliches gefunden werden kann. Doch anstatt angesichts der Inkompatibilität mit grob mechanistischen Konzepten zu verzweifeln, machte

er selbstbewusst auf seinem bisherigen Weg weiter und vervollkommnete dabei Schritt für Schritt die Exzellenz seiner Praxis und Theorie.

Um fähig zu sein, verschiedene Wissenschaften nicht nur zu beherrschen, sondern auch zu kritisieren und auf eine ausgewogene und wohltätige Weise anzuwenden und gleichzeitig die Fallgruben irreführender medizinischer und wissenschaftlicher Konzepte zu meiden, dazu bedarf es offensichtlich eines Künstlers der Wissenschaft und der Medizin. In seinem Selbstverständnis als Heilkünstler verband sich Hahnemann mit der zeitlosen Tradition guter klinischer Praxis, die sich bis zu Hippokrates zurückverfolgen lässt. Auf diese Weise hinterließ er seinen Nachfolgern ein dauerhaftes Beispiel, wie man den Zumutungen entgegentreten kann, die die Homöopathie durch moderne Konzepte von Evidenz und Exzellenz erfährt. Anstatt weiterhin Ressourcen zu verausgaben, um das Unmögliche zu erreichen, nämlich engstirnige wissenschaftliche Fundamentalisten zu überzeugen, sollten Homöopathen vielmehr damit fortfahren, Patienten zu heilen und ihre Art von Praxis und Dokumentation zu vervollkommnen, so wie es ihr Meister tat, unbeeindruckt durch Einwände seitens derer, die ohnehin unfähig oder unwillig sind, das, was Homöopathen machen, adäquat wahrzunehmen und zu schätzen.

Ausblick

Aus einer historischen Perspektive über Jahrhunderte scheint es jedenfalls mehr als wahrscheinlich, dass der gegenwärtige sogenannte Gold-Standard für Evidenz und Exzellenz der konventionellen Medizin vergehen wird, während die Evidenz und Exzellenz guter homöopathischer Praxis bestehen bleiben wird – wodurch einmal mehr das unsterbliche Diktum des Hippokrates bestätigt wäre: „Ars longa, vita brevis“.

 

Pulsatilla

 

[Dr. Richard Pitcairn]

Takes us on a journey from classical physics to quantum theory, to the nature of reality and Christian science, and connects the dots to homeopathy.

This topic occurred to me at a point when there was the rather frequent comparison of homeopathy to allopathy in terms of whether or not homeopathy was scientific medicine and

I realized that the whole discussion was upside down. It is actually homeopathy that is closest to being scientific and almost all other forms of medicine are not (though there would be strenuous objections to that statement).

What do I mean by this? I am looking at this from the larger perspective of medicine as a component of the field of science, and this, also, from the idea that all of science is advancing and learning more about the nature of reality (or the reality of nature?). From this perspective then, what is learned in all fields of science will apply also to the science that medicine is based on. When looked at this way, I want to show you that medicine is no longer an active participant in the progress of science but has stayed back, stuck, in the paradigm of a century ago. This would not matter except that the ideas, actions, and standards of this backward “science” are based on concepts that have been shown to be incorrect and, therefore, only incorrectness can come from that position.

We will do this by considering the paradigm of medicine as it is now, basically its continuation of the model of reality based on the physics of over 100 years ago, and then look at what has been learned in physics since that time. We will see that these later developments have resulted in discarding of the model that medicine uses. Then I would like to take

the implications of modern physics and its implication of consciousness in what happens and relate that, first, to metaphysical healing and then to homeopathy (full circle).

Classical Physics

A major organization of physics, into what is now called Classical Physics, is usually connected with Isaac Newton (born Christmas day, 1642) and rightly so since he was such a major figure at the time. We all know about the idea that a falling apple gave Newton the idea of gravity, that there was a force responsible for that fall - even that it was the

same force that moves the moon around the earth. Much of what is profound and exciting for the concepts emerging from that time are ones, like that of gravity, of synthesis of phenomena in which disparate properties of nature were seen to be different expressions of the same thing. A good example is finding that static electricity and lightning were the same substance in different forms, even that electricity and the actions of magnets were related in the same way.

Newton’s idea of how the universe was set up is the basic paradigm that allopathic medicine still lives and breathes in.

“Isaac Newton invented physics, and all of science depends on physics. Newton certainly built upon the work of others, but it was the publication of his three laws of motion and theory of gravity, almost 300 years ago, that set science off on the road that has led to space flight, lasers, atomic energy, genetic engineering, an understanding of chemistry, and

all the rest. For 200 years, Newtonian physics (which is now called ‘classical’ physics) reigned supreme; in the 20th century revolutionary new insights took physics far beyond Newton, but without those two centuries of scientific growth those new insights might never have been achieved.”

With this tremendous work in physics a world view emerged which has powered science even up to the present day. The implications of the “new” physics of the last century, the developments in physics after the Classical Model was established, have yet to be completely understood and accepted by many of the related sciences (including medicine, which is our focus). This world view, often called “materialism”, consists of five central theses:

   1. Matter is the fundamental constituent of the natural world.

   2. Forces act on matter.

   3. The fundamental material particles or “atoms” -together with the fundamental physical forces, whatever they turn out to be- determine the motion of all objects in nature.

Thus materialism entails determinism.

   4. All more complex objects that we encounter in the natural world are aggregates of these fundamental particles, and their motions and behaviors can ultimately be understood in terms of the fundamental physical forces acting on them. Nothing exists that is not the product of these same particles and forces. In particular, there are no uniquely biological forces (vitalism or “entelechies”), no conscious forces (dualism) and no divine forces (what came to be known as supernaturalism). Thus materialism implied the exclusion of dualism, downward causation and divine activity.

   5. Materialism is an ontological position, as it specifies what kinds of things do and do not exist. But it can also become a thesis concerning what may and may not count as a scientific explanation. When combined with a commitment to scientific reduction, for example, it entails that all scientific explanations should ultimately be reducible to the explanations of fundamental physics. Any other science, say biology or psychology, is incomplete until we discover the laws that link its phenomena with physics. In its reductionistic form -which historically has been its most typical form- materialism thus excludes interpretations of science that allow for “top-down” causation, also known as

“strong emergence”. Materialists may be divided on whether, and if so how soon, these reductions will actually be accomplished. Still it is an entailment of materialism in most of

its modern forms that an omniscient knower would be able to reduce all higher-order phenomena to the locations and momentums of fundamental particles.

We can see from this way of viewing reality, if this is considered the scientific paradigm, that homeopathy will not be accepted as scientific. Homeopathy differs with this model

in radical ways, as the homeopathic view of reality is quite the opposite in some ways.

   1. Matter is secondary to what is fundamental, that being a “dynamic” as Hahnemann put it, or what is usually called “vital force” or “life force”. This force is fundamental, and organizes the material world which is then a derivative of the action of this force.

   2. Forces do act on matter, but the forces of physics are those acting on the material level while the fundamental force that homeopathy refers to exists outside the time-space continuum and is prior to both physical objects and the forces between them.

   3. The Vital Force is prior to physical objects, the brain, and consciousness - indeed is the source of their construction. So the homeopathic model very much uses the idea of “downward causation”.

    The model of homeopathy predicts that there will be emergence into manifestation of a variety of forms that come from an informational level (that of the vital force) that is

not directly accessible to us (since consciousness is derivative).

We can see that this homeopathic view is very much different from the materialist model that dominated science for so long (and still is the dominant model in medicine).

 

 

How Physics Has Changed

“Anyone who is not shocked by quantum theory has not understood it.”

Niels Bohr.

The materialistic model we have just explored (above) has changed. In fact the last 100 years of developments in physics have completely changed this model, reversing or

negating almost all of it. We can start the beginning of what has come to be called Quantum Mechanics (post-classical physics) with the work of Max Planck - often called

“the reluctant revolutionary”. He was reluctant in that he was not anticipating his findings that became this new wave of physics, in fact never liked them and felt resistance to them.

His work was with the radiation of light from heated objects and he struggled with the disconnect between theory and actual fact. Theory predicted that as an object was heated the amount of radiation given off would rise to infinity whereas the actual observation fell quite short of that (and we all know that the hottest object finally gives off white light as its maximum radiation). Planck finally solved the problem with a successful formula that described the energy given off occurring in discrete units, little “packets” that were to be called “quanta” the latin word for quantity. Thus was born an entirely new view of energy as it was gradually learned that all energy appears to be this way - rather than a continuous gradation, to occur in “pieces” if you will.

The problem that Planck had with this conclusion, even though it fit the observed facts perfectly, is that the implications of this work -and the eventual new view of reality that emerged from it- was in disagreement with his personal view.

“It is of paramount importance that the outside world is something independent of man, something absolute, and the quest for the laws which apply to this absolute appeared to

me the most sublime scientific pursuit in life.”4

This was, in a way, the beginning of new investigations into the nature of energy, especially of light, electromagnetic energies, especially electrons.

 

The Double-Slit Experiments

I want to jump ahead to the most important and relevant experiments for our purpose in this presentation, that of the double-slit experiments with light and other forms of energy.

In the early part of the last century there was a controversy about the nature of light - is light in the form of waves or in the form of particles? Newton had decided that light was

a series of particles because of the way they bounced off things and because of light refraction. The Dutch physicist Christaan Huygens (born 1629) thought that light occurred in waves and had explanation and evidence for this. Nonetheless, in the 18th century, very few people took the wave theory of light seriously. Out of this undecided question came the crucial work of the Englishman Thomas Young just at the beginning of the 19th century and then that of the Frenchman Augustin Fresnel soon after.

To decide the issue, Young set up an experiment that shone light through a diaphragm with a slit in it. If it was a wave then it would go through the hole and propagate as do waves in water. If light is a particle, then it will go through more like small pebbles being shot through the hole. What Young observed was a pattern like the pebbles (with some allowance for bouncing off the edges, as in this figure.

 

A figure shows how the light photons (if particles) could hit the edge of the opening and be deflected. This would seem to settle the question, wouldn’t it? Light is transmitted

as particles. But wait, see what happens when there are TWO slits in the diaphragm.

Instead of the expected two areas of light photons “landing” there is a much wider distribution over the screen in the back of the diaphragm. It creates an interference pattern of alternating dark and light bands. The alternating dark and light bands are there because the light is being transmitted as waves and they are interfering with each other. So very strangely, if there is one hole open, the light is transmitted as a particle, if two holes then as waves.

This was not expected and more experiments were tried in an attempt to understand this. The most significant, I think, is the firing of single photons at the two slits, one at a time. Physicists were able to develop equipment that would shoot one photon at a time at the diaphragms. These single photons hit the screen and left a little dot of “light” on the screen but as this is continued, with millions and millions of single photons one after the other, eventually the same pattern of alternating light and dark bands is established on the screen. How can this be? The realization, as a solution to this puzzle, is that a single photon is not travelling as an object but as a “probability” of manifesting. Therefore, a single photon travels through both holes at the same time - and interferes with itself!

 

Jumping forward to the understanding of the nature of light (and all other elementary forms of matter — electrons, protons, neutrons, atoms) they are now no longer thought to

be objects like we experience in the world about us. They come from another dimension, outside of time and space (the “quantum vacuum”). They are not objects and do not exist

in the usual sense we mean the word.

Here are some quotes from physicists that at least give you a feeling for how really different the current concepts about material reality are.

“If I say they behave like particles I give the wrong impression; also if I say they behave like waves. They behave in their own inimitable way, which technically could be called a quantum mechanical way. They behave in a way that is like nothing that you have ever seen before.”

– Richard P. Feynman.

“If we ask, for instance, whether the position of the electron remains the same, we must say ‘no’; if we ask whether the position of the electron changes with time, we must say ‘no’; if we ask whether the electron is at rest, we must say ‘no’; if we ask whether it is in motion, we must say ‘no’.”

– J. Robert Oppenheimer.

“I don’t like it, and I’m sorry I ever had anything to do with it.”

– Erwin Schrödinger.

 

The Importance of Consciousness

Our tale has become odd enough, but there is more. It was found that, in this setup of firing individual photons through the two slits —

 

“if we set up a system to monitor which of the two slits the photons are going through, we always see individual photons passing through just one slit or the other — and in that case we do not get an interference pattern on the far screen. The behavior of the photons at the slits is changed by how we choose to look at them.”9

 

This, as you can imagine, was completely baffling. How can it matter if the process if observed or not? Most physicists have shied away from the implications because it means the consciousness of the observer is a factor in what happens and this is anathema to most scientists.

 

A more sophisticated and clever experiment was done in an attempt to nail down exactly what was happening in this strange process.

 

The Delayed-Choice Experiment

John Wheeler proposed setting up the experiment so that the monitoring of the nature of the light (or electron) could be done between the two slits and the screen -therefore after the “particle” had “made up its mind” which to be- wave or particle. So the experiment was done with and without the detector on, even randomly turning it on at variable times in the path of the particle. The important part of this experiment is that the monitoring was done after the photon or electron has already gone through the two slits.

“With the detectors switched on, the light behaved like photons, with each photon travelling by one or the other path, and no interference…

“With the detectors switched off, the light behaved like waves, even when a stream of individual photons was fired (through the apparatus) with light seeming to follow both channels and definitely producing interference. The behavior of the photons (at the place of origin, where they start from) is changed by how we are going to look at them, even when we have not yet made up our own minds about how we are going to look at them!” That is, that we will later turn on the monitors, after the light has gone through the two holes, somehow influences in what form they start out in.

There is much more that could be shown about these experiments but there is enough here to establish the idea that the mind or consciousness of the observer is essential in determining how the experiment turns out.

 

Does Any of This Apply to Our World?

One objection that is raised is that this is all fine and good for the mystery of very small objects like electrons and light, but it has nothing to do with the objects of everyday life. Many physicists, in fact, take this position and simply relegate quantum weirdness into its own category. But what cannot be avoided is the realization that all of our world experiences are made up of exactly these particles and energies moving about. The same experiment has been done with the various subatomic particles and even atoms themselves — and they all behave the same way.

“Quantum physics implies a basic fuzziness for all matter and energy. This blur appears as slight fluctuations in the energies or positions of all atomic and subatomic matter.”

 

The movement of electrons is the basis for all the activity of our bodies: digestion, growth, movement of muscles, nerve impulses, formation of molecules. Since the atomic nuclei are stable and unchanging, it is the electrons and their configurations that are responsible for the actions in chemistry and also for all the physiological activities in our bodies. These then are the same electrons that have this same strange behavior we are describing above — some sort of fundamental substratum that does not actually “exist” in the usual sense until we perceive it.

“There is a romantic alternative [to the idea that the division between the quantum world and the everyday world is a matter of size]. It accepts that there is a division, whether sharp or smooth … . between’ ‘quantum’ and ‘classical’. But instead of putting this division somewhere between small and big, it puts it between ‘matter’ (so to speak) and ‘mind’. When we try to complete as far as possible the quantum theoretic account of the electron gun, we include first the scintillation screen, and then the photographic film, and then the developing chemicals, and then the eye of the experimenter … and then (why not?) her brain. For the brain is made of atoms, of electrons and nuclei, and so why should we hesitate to apply wave mechanics .. . at least if we were smart enough to do the calculations for such a complicated assembly of atoms? But beyond the brain is … the mind. Surely the mind is not material? Surely here at last we come to something which is distinctly different from the glass screen, and the gelatin film.”

Thus physics, in investigating the root, fundamental reality of matter — brings us all the way back to the mind.

 

The Strange World of Quantum Physics

“Physical concepts are free creations of the human mind, and are not, however it may seem, uniquely determined by the external world.”

– Albert Einstein.14

Without being aware of it and without being rigorously systematic about it, we exclude the Subject of Cognizance from the domain of nature that we endeavor to understand. We step with our own person back into the part of an onlooker who does not belong to the world, which by this process becomes an objective world.

– Erwin Schrödinger.

Relativity and quantum theory have shown that it has no meaning to divide the observing apparatus from what is observed.

– David Bohm.

The concept of consciousness in fact demands a cut between subject and object, the existence of which is a logical necessity, which the position of the cut is to a certain extent arbitrary.

– Wolfgang Pauli.

The physical world is entirely abstract and without “actuality” apart from its linkage to consciousness.

– Sir Arthur Eddington.

 

The Common Approach To Reality

I want to turn to consideration of the idea that the progression of physics is uncovering a reality that has been approached from a different direction for many centuries — that of metaphysics. That there is a relationship in some way between the mind and the “outer” world is an idea that has been around for a long time. Here are a few comparative quotes so you can see how both physicists and explorers of consciousness have come to similar conclusions.

“The general notions about human understanding…which are illustrated by discoveries in atomic physics are not in the nature of things wholly unfamiliar, wholly unheard of, or new. Even in our own culture they have a history, and in Buddhist and Hindu thought a more considerable and central place. What we shall find is an exemplification, and encouragement, and a refinement of old wisdom.”

– J. Robert Oppenheimer.

“It is difficult for the matter-of-fact physicist to accept the view that the substratum of everything is of mental character. But no one can deny that mind is the first and most direct thing in our experience, and all else is remote inference.”

– Sir Arthur Eddington.

“The external world is only a manifestation of the activities of the mind itself, and…the mind grasps it as an external world simply because of its habit of discrimination and false reasoning.”

                                    – Buddha.

“The external world of physics has thus become a world of shadows. In removing out illusions we have removed the substance, for indeed we have seen that substance is one of the greatest of our illusions.”

– Sir Arthur Eddington.

“Although not really existing, things still appear. From their own side, however (such things) are void by nature. These void appearances do not actually exist…”

                                    – Lengthen Babjampa.

“All such (Ideas) as causation, succession, atoms, primary elements…are all figments of the imagination and manifestations of the mind.”

– Buddha.

“Relativity and quantum theory have shown that it has no meaning to divide the observing apparatus from what is observed.”

– David Bohm.

“There is neither seer nor seeing nor seen. There is but one reality — changeless, formless and absolute. How can it be divided?”

– Shankar.

 

“The objective world rises from the mind itself.”

– Buddha.

“The physical world is entirely abstract and without ‘actuality’ apart from its linkage to consciousness.”

– Sir Arthur Eddington.

 

Metaphysical Healing

As we know, there have emerged many forms of “healing” of disease from the metaphysical investigations and experience. For purposes of our discussion I want to present an example on one such healing, because I think it relates to this topic of the significance of the state of mind of the practitioner to the outcome of the process.

 

1st I will make two broad divisions in what is often called “spiritual healing.”

    One body of techniques acts in some way on the recipient to counteract, negate, neutralize, or repel, what is considered to be the thing that is causing the problem. The problem cause can range from being an organism (bacteria, virus, worms, etc.) to a noxious energy, harmful electro-magnetic field, evil spirit, hex or something on this level of more subtle effects.

    The other body of approaches is smaller in number but there are many forms of this through the ages. This form does not treat the sick individual but starts from the assumption that they are already perfect as they are and the apparent problem is a misperception — almost in the sense of a bad dream. The idea that the perception of the observer (not the patient) is an important component is not new. Here, as a demonstration this in one of the most ancient texts is the same idea — in somewhat obscure language at first read.

 

Tao Te Ching

When all the world recognizes beauty as beauty,

this in itself is ugliness.

When all the world recognizes good as good,

this in itself is evil.

 

Indeed, the hidden and the manifest give birth to each other.

– Translation by John C.H. Wu

______________________________

When people see some things as beautiful,

other things become ugly.

When people see some things as good,

other things become bad.

Being and non-being create each other.

– Translation by Stephen Mitchell.

 

An Example of Metaphysical Healing

One of the most accessible and contemporary examples of the second category of metaphysical healing come from Christian Science and I am going to present an example case of this. Christian Science is not unique in this regard but is useful because of the detailed working out of the “method” and also because there is a large repository of cases that have been published and with considerable detail as to the case and its progression.

 

This one is a case of a young man shot with a gun and expected to die. The following affidavit was presented in connection with a legislative hearing on a bill which would have affected the practice of Christian Science healing:

 

AFFIDAVIT  (= eidesstattliche Erklärung)  Commonwealth of Massachusetts, County of Suffolk.

Joseph C. Mann, being duly sworn, on his oath states:

 

In November, 1886, I was accidentally shot with a 32 calibre revolver, the ball entering the left breast near the nipple. I immediately became unconscious, was carried into the house and laid on the nearest bed.

On our doctor’s arrival the family were informed that I had received a fatal wound; indeed so serious did he consider the case that he felt unwilling to father its responsibility alone. Accordingly three more well known and eminent physicians were summoned post haste. One of these was known in the city whence he came as a skilful surgeon. All four are to-day in the field of practice and their standing is considered as good as any in the medical profession, and in the community in which they live they are known as honest men. They examined the wound closely and carefully and concluded it would be useless to probe for the ball for if they should attempt this, or in any way stir me, I would die on their hands.

 

They further concluded, that judging from the excessive bleeding, both internally and externally, and the peculiar color of the blood, the ball had touched the heart, and was probably lodged in the pericardium. The doctors informed the family that they were unable to stop the flow of blood, and should they attempt this from without, I would still bleed inwardly, and thus bleed to death.

 

After a few hours they held a council in an adjoining room, and then told the family there was no hope, saying to the father: “Mr. Mann, we are sorry, but we can do nothing for your son.” In his sorrow and desperation the father implored them to spare nothing that money might afford, send for any other help that might bring hope; but they said it would be useless. With this verdict the three departed. While our family physician still lingered he kept the family informed that I was gradually dying; the body was growing cold, and before he left the house the eyes were becoming set and the death perspiration stood on the forehead. As he went out he said to our grieving friends that death was so near, the pulse was scarcely perceptible. All human help had now left, and the last hope of the family went out with it. So sure were the doctors of my death that they themselves told our friends and relatives, by the way, that they would never see me again alive. Telegrams were written and held ready to spread the news that I was dead.

 

In this last moment, Christian Science was providentially brought to our door. The family had never heard of this (to them) new method of healing and refused to admit the Scientist; for, as they said, they wanted no one to experiment on the dying whom the doctors had given up as hopeless. They were assured, however, that the patient should not be touched or given medicine; and that “man’s extremity has been (is) God’s opportunity.”

 

Within about fifteen minutes after (the practitioner) had been admitted into our house I began suddenly to grow warm again under its treatment. My breath was again revived and normal. I became conscious, opened my eyes and knew I should not die, but would live.

 

That same evening I sat up in bed and ate a little steak and toast. The excruciating pain I had felt during intervals of consciousness while dying, was all gone and I was steadily and rapidly growing strong and well. Notwithstanding the great loss of blood, I was strong enough the next day to have my blood-saturated garments (which had dried during the night and had to be removed by cutting) exchanged for clean ones.

 

Beyond washing the wound and body to cleanse them from the blood, no attention was given them. The doctors on hearing that I had not died, predicted that gangrene and other evils would yet set in, especially on account of the excessive internal bleeding, and this would certainly produce death. I however continued to improve. The same power that had brought me to this point of recovery, forestalled also the bad results which the M. D.’s expected.

 

The second day I was out of bed and dressed the greater part of the time; and the third day found me up bright and early and about with the family as though the accident had never occurred. That our mourning had been turned into joy is true, indeed; and to prove to my many visitors that I was really healed and quite like myself again in so short a time, I took my part with the family in singing our familiar church hymns; all were agreed that my voice was strong and sound. Relatives who had come to attend the funeral rejoiced with me instead.

 

The wound healed inwardly and outwardly without any apparent inflammation, swelling, or suppuration; and meanwhile, from the fourth day on, I walked out to visit friends, rode with the family in carriage and sleigh over rough roads, and in all kinds of weather without sustaining the slightest ill effect there  from. Christian Science not only perfectly healed me after the medical doctors had failed and had given me up, but through what understanding I have gained, I have ever since been kept well. When I was first healed I experienced a little soreness during the first few weeks of my being about, but this soon entirely disappeared, and not a sensation from the wound have I felt since.

In the village which bears witness to my healing, is the home of my father, John F. Mann, where he has resided for upwards of forty years. I have no doubt that he, or any honest man, who was a citizen of Broad Brook, town of East Windsor, Hartford Co., Conn., where my healing occurred, will give his testimony to any reader who might wish further evidence than my statement of it. Any who would personally inquire into this case are kindly invited to call on me at 4I8 Columbus avenue, Boston, Mass.”

Joseph C. Mann.

Subscribed and sworn to before me this 27th day of February, A.D. 1894. ( Seal) Walter L. Church, Notary Public.

The above affidavit is quoted in the reminiscences of Calvin C. Hill as published in “We Knew Mary Baker Eddy”, Third Series ( The Christian Science Publishing Society, 1953).. Mr. Hill, a close friend of Joseph Mann, added the following details from his own personal knowledge (pp. 3 5-37) :

“At the time of the healing related in the foregoing affidavit, Mr. Mann was 22 years of age. When the physicians gave their verdict that death was inevitable, the grief of the family was intensified by the fact that it was a brother-in-law who had accidentally shot him when the two young men were target-practicing with 32 calibre revolvers.

When life returned the joy of the family was correspondingly great, and their gratitude for healing in Christian Science was profound. It turned 3 brothers and 2 sisters to active interest in Christian Science. The first thing Joseph Mann said when he returned to consciousness was, “Is this something I can learn, and do for others?” He immediately began to study the Christian Science textbook, and many, upon hearing of his healing, went to him for help! and he healed them:

When Mrs. Eddy was informed of his healing work she invited him to attend her class, which he did in 1888. Shortly after, he established his practice in Boston, and his sister Pauline joined him to keep his home. Ten years later, hearing of Mrs. Eddy’s need for an overseer on her Pleasant View estate, he volunteered his services and left a growing practice in order to help her. In this same year Mrs. Eddy invited him to be a member of her last class, the well-known “class of seventy.” One day, when Mrs. Eddy was having a conversation with Joseph Mann, she questioned him in detail about his remarkable experience and especially about the regeneration which took place in him while he stood in the vestibule of death, a change which had come of an experience almost equal to his having died and then been resurrected. Mrs. Eddy summarized the incident conclusively, I was told, in these words: “Joseph, you have had a wonderful experience; you were thrown violently out of the house, and picked yourself up on the outside; go not back into it.”

 

Commentary

I present this case as an example of category 2 of the broad division of the 2 types of metaphysical healing as described above. Here is my understanding of what was done by the CS practitioner (with apologies to those that know more about this than I).

The teachings of CS start from the assumption that our default position (if you will — my words) is one of perfection and that the various sufferings, injuries and diseases that we see are because of misperception on our part. More specifically, that we are conditioned by our upbringing and culture to think incorrectly about reality so that our perception of things is flawed in the sense of seeing false images. They equate this false way of seeing things with being hypnotized (in this sense by upbringing and society) but use the term “mesmerism” instead as that was the word in current use at the time (from the work of Anton Mesmer). Often this incorrect “hypnotized” way of seeing things is called “the mortal mind” in their writings.

But here is what is so interesting and relevant to our topic — the CS practitioner sits with the patient but does nothing to them either physically or psychologically. What the practitioner does is sit and contemplate (they say “pray”) something like this:

 

“I have before me a patient that appears to be severely injured and dying. I know this is not correct, so why am I seeing it that way? I need to see this situation truly, as it really is, see this person in perfection.”

 

I, of course, do not know the words that were used but the point here is that in this form of metaphysical treatment, the practitioner treats his or her own mind! Not the patient. They are treating their own misperception.

 

We can see in this example something like what is being pointed to in physics but, of course, taken much further. Yet it has become a defined and effective method of treatment based on, more or less, the same concept that the expectation and perception of the mind of the person is an essential component in the outcome.

 

Back To Medicine

We come back now to the major focus of this presentation, why medicine is not scientific. We can see that what has been learned about the nature of reality (from physics and also from a variety of other traditions outside of science) that the state of consciousness of the experimenter, the doctor or the patient is an essential, perhaps most important, component in the entire happening. Yet medicine completely denies this, considers the patient only a physical structure with a sedentary psychic function that is either unimportant or to be relegated to another doctor to treat separately. The major way in which knowledge is accumulated (so called “evidence based medicine”) is based on the erroneous assumption that consciousness has nothing to do with it. What is considered the most reliable source of knowledge are studies, so called double-blind, in which no one knows what is happening. In other words, everything is done to keep consciousness out of the picture!

 

We have not had time to go into considerations of other deficiencies of the physical model of the last century but there is more that is erroneous in that model (that medicine depends on) — such things as the reality of separate objects, the reality of diseases, of the idea of diagnosis (grouping patients on arbitrary patterns) that we do not have time to go into.

 

Why Homeopathy Is More Scientific

Surprisingly, even though homeopathy started so long ago, even before any of the “new” physics was worked out, many of the basic concepts that Hahnemann put forth are rather similar to both the conclusions of physics and also the practices of metaphysics (category 2).

    He tells us that the idea of diseases from outside affecting people is completely imaginary and wrong.

“The adherents of the old school of medicine flattered themselves that they could justly claim for it alone the title of rational medical art because they alone sought for and strived to clear away the cause of disease, and proceed according to the process of nature in diseases.

“They only imagined they could find the cause of disease, but they did not find it since it is not discernible and is not to be found. Since most diseases (indeed the vast majority of them) are of a dynamic (spirit-like) origin and of a dynamic (spirit-like) nature, their cause is not discernible to the senses. Therefore, the adherents of the old school were intent on devising a cause for themselves. They drew conclusions about the invisible processes in the internal wesen of sick people from viewing a) parts of normal dead human bodies (anatomy) compared with the visible changes in these inner parts in people who died of disease (pathological anatomy), and b) comparing the appearances and functions in healthy life (physiology) with their endless deviations in the countless disease states (pathology, semiotics).

“This resulted is a dark fantasy image which theoretical medicine took for its prima causa morbi [first cause of disease].”19

 

Hahnemann is telling us here that perception (and expectation) of the practitioners in the field of allopathic medicine is based on imagination, even “dark fantasy”, meaning not only imaginary but harmful. Considering our discussion until now, it is not that much of a stretch to understand that the imaginary expectation of finding disease states is more likely to result in the finding of just that expectation.

    The ultimate cause of illness (as seen in the patient) is not perceivable “is not discernable and is not to be found.” I take this to mean it is not (and will not) be available to the senses because it comes from a dimension of mind that is not in space-time, very similar to the virtual particles of physics that spring from the quantum vacuum — “most diseases are of a dynamic (spirit-like) origin and of a dynamic (spirit-like) nature…”, that is, not physical.

    He tell us further that the reality is only the mistuned patient, the person (or animal) — not because of infectious agents or other causes but because the energy responsible for their physical manifestation is mistuned. Again, this energy is not perceptible or physical.

    This mistunement has to include the entire individual, including consciousness, as it is the consciousness, at the level of the life force, encountering various stimuli, that results in the mistunement.

This last relates to a final connection I want to make between homeopathy and the idea we have been considering — that our default position is one of health but masked by an illusion of disturbance (as in metaphysical healing, category 2). Here is Hahnemann’s explanation as to how homeopathic treatment cures, how it corrects the mistunement of the life force.

 

From the Organon of Medical Art

§25

In all careful experiments, pure experience (the only and infallible oracle of the medical art) teaches us the following: A medicine which, in its impingement on healthy human bodies, has proven that it is able to engender the greatest number of symptoms similar to those found in the case of disease to be cured, does also (in properly potentized and diminished doses) rapidly, thoroughly and permanently lift the totality of symptoms of this disease state (see §6 - §16). It lifts the entire disease that is present, transforming it into health. All medicines, without exception, cure those diseases whose symptoms most nearly resemble their own, and leave none of them uncured.

 

§26

This rests upon the following homeopathic natural law which was divined here and there from time immemorial, but was not hitherto fully acknowledged, and which lies at the foundation of every real cure that has ever taken place:

In the living organism, a weaker dynamic affection is permanently extinguished by a stronger one, 20 if the stronger one (while differing from it as to mode) is very similar to the weaker one in its manifestation.

 

§27

The curative capacity of medicines therefore rests upon their symptoms being similar to the disease but with power that outweighs it21 (§22 - §26). Each single case of disease is most surely, thoroughly, rapidly and permanently annihilated and lifted only by a medicine that can engender, in the human condition, a totality of symptoms that is the most complete and the most similar to the case of disease but that, at the same time, exceeds the disease in strength.

And here is the amazing footnote to paragraph 26, in which he explains what he thinks is the mechanism of this process:

 

Footnote 26

“Both physical affections and moral maladies are cured in this way [i.e. by very similar, but stronger dynamic affections].

 

“How can luminous Jupiter disappear in the early morning from the optic nerve of the beholder? Jupiter vanishes from sight because the optic nerve is acted upon by a stronger, very similar impinging potence22—the brightness of the breaking day!”

Hahnemann’s Explanation of Cure

 

Hahnemann is telling us that all we need to do to bring back a state of health is get the attention of the life force! Just as our eyes looking at Jupiter in the night sky can no longer see this planet once a brighter light comes in (the breaking day), the patient is cured because their life force’s attention is taken from what was focused on before (the inimical influence) and drawn over to the remedy (a similar influence which uses the prior susceptibility to advantage). He tells us health is then restored (the default position).

 

So, at least to my mind, homeopathy is, in a sense, bridging both the findings of the quantum physics and also the traditions of metaphysics. Disease is not material but energetic, its focus (the mistunement) is from outside of the time-space continuum, and its correction is simply a turning of attention (at the level of the life force) from one expectation to another.

 

Conclusion:

I have presented many ideas here and likely they are not all correct, but that physics has advanced way beyond the paradigm of the 19th century is a fact and this advancement in most ways has reversed or negated many of the principles of that Newtonian paradigm. That medicine has not kept up with this I think is also a fact — as evidenced by the conceptual framework it adheres to, the models of disease, the splitting of the patient into physical and psychological, and, above all, the use of research that attempts to exclude consciousness — I think is also obvious. If this is right, and I think it is, then we can see there is no way that medicine can “patch it up” no matter how many studies are done. If we start with erroneous ideas, then only error can come out of it.

I also shared my interpretation of the principles that Hahnemann established, ones that I think are surprisingly similar to both the findings of quantum physics and also, as a separate path of study, the work in metaphysics. I think Hahnemann came across yet another way to correct the disturbance at the level of the mind that perceives and he did, rather cleverly, by using distraction!

 

1 In Search of Schrödinger’s Cat: Quantum Physics and Reality, John Gribbon, Bantam Books, September 1984, page 7.

2 Unsolved dilemmas: the concept of matter in the history of philosophy and in contemporary physics, by Philip Clayton, in Information and the Nature of Reality: From Physics to Metaphysics, edited by Paul Davies and Niels Henrick Gregersen, Cambridge University Press, New York, 2010, pages 38-39.

3 The branch of metaphysics dealing with the nature of being.

4 Great Physicists: The LIfe and Times of Leading Physicists from Galileo to Hawking, William H. Cropper, Oxford University Press, 2001, page 231.

5 Young was a medical doctor and also the discoverer of how the eye focussed, the nature of atigmatism, the function of the heart and arteries, and also developed a method of determing drug dosages for children: Young’s Rule states that the child dosage is equal to the adult dosage multiplied by the child’s age in years, divided by the sum of 12 plus the child’s age.

6 For his contributions to the development of quantum electrodynamics, Feynman, jointly with Julian Schwinger and Sin-Itiro Tomonaga, received the Nobel Prize in Physics in 1965.

7 Oppenheimer is best known for his role as the scientific director of the Manhattan Project, the World War II project that developed the first nuclear weapons, for which he is often referred to as the “father of the atomic bomb”.

8 Schrödinger was a physicist and theoretical biologist who was one of the fathers of quantum mechanics, and is famed for a number of important contributions to physics, especially the Schrödinger equation, for which he received the Nobel Prize in Physics in 1933.

9 Schrödinger’s Kittens And The Search For Reality: Solving The Quantum Mysteries, John Gribbin, Little, Brown and Company, New York, 1995, page 139.

10 Wheeler was an American theoretical physicist who was largely responsible for reviving interest in general relativity in the United States after World War II. Wheeler also worked with Niels Bohr in explaining the basic principles behind nuclear fusion. One of the later collaborators of Albert Einstein, he tried to achieve Einstein’s vision of a unified field theory. He is also known for having coined the terms black hole, quantum foam and wormhole…

11 Schrödinger’s Kittens And The Search For Reality: Solving The Quantum Mysteries, page 140. Italics in original text.

12 The Spiritual Universe: How Quantum Physics Proves The Existence Of The Soul, Fred Alan Wolf, Ph.D, Simon & Schuster, page 127.

13 Speakable and Unspeakable in Quantum Mechanics, John Bell, Cambridge: Cambridge University Press, 1987, p. 191. This is not Bell presenting his own view of quantum reality, but Bell summarizing the arguments of people like Eugene Wigner and John Wheeler.

14 Einstein is often regarded as the father of modern physics.[2] He received the 1921 Nobel Prize in Physics “for his services to theoretical physics, and especially for his discovery of the law of the photoelectric effect”.

15 Bohm was an American-born British quantum physicist who made contributions in the fields of theoretical physics, philosophy and neuropsychology, and to the Manhattan Project.

16 Pauli was one of the pioneers of quantum physics. In 1945, after being nominated by Albert Einstein, he received the Nobel Prize in Physics for his “decisive contribution through his discovery of a new law of Nature, the exclusion principle or Pauli principle,” involving spin theory, underpinning the structure of matter and the whole of chemistry.

17 Eddington was an astrophysicist and is known for The Eddington limit, the natural limit to the luminosity of stars, or the radiation generated by accretion onto a compact object, is named in his honor. He is famous for his work regarding the Theory of Relativity.

18 Metaphysics is the branch of philosophy that deals with the first principles of things, including abstract concepts such as being, knowing, substance, cause, identity, time, and space.

19 Organon of the Medical Art, Samuel Hahnemann, edited by Wenda O’Reilly, Birdcage Books, Redmond , Washington, 1996, page 9.

20 My italics.

21 Again, my italics.

22 My italics.

 

 

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