Schwermetallen Anhang

 

In Naturheilkunde werden als Schwermetallen meistens für den Mensch giftige Elementen gerechnet.

Aluminium

Arsen

Cobaltum

Quecksilber

Plutonium

Radium

Uran

Und andere!!!

 

[E.A. Farrington]

Hep.: is an antidote to metallic poisoning generally, but especially to mercury and iodide of potassium.

[Thomas Wedemeyer]

Zur Quecksilberausleitung mit Hepar sulfuris

Große Bitte vorab:

Einerseits freue ich mich, dass dieser Artikel auf so reges Interesse stößt. Andererseits bekomme ich regelmäßig Anfragen zur Quecksilberausleitung, die ich aus zeitlichen wie aus

rechtlichen Gründen (Behandlung via Internet... ) nicht beantworten kann.

Diese Anleitung ist für Patienten aus meiner Praxis und für homöopathisch arbeitende Kollegen gedacht, die sich mit dieser Methode näher befassen wollen.

Viele Fragen, die mit der Schwermetallausleitung in Verbindung stehen, sind bereits im Forum dieser Website erörtert worden. Es lohnt sich also, dort vorbei zu schauen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

 

Quecksilber besitzt ein erhebliches toxisches Potential. Diese Erkenntnis ist in allen Bereichen der Medizin bekannt. Ausnahmen bilden die gesetzlichen Krankenkassen und Teile

der Zahnärztekammern. Anders ist das Verhalten dieser Institutionen wohl nicht zu erklären, wenn es um das Thema Amalgamausleitung und Zahnwerkstoffe geht.

Auch dass der menschliche Organismus aufgrund fehlender Ausscheidungsmöglichkeiten dieses Schwermetall einlagern muss, ist allgemein bekannt.

Will man diesen Stoff wieder aus dem Körper entfernen, so gibt es hierfür verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist die Methode, die Samuel Hahnemann vor über 200 Jahren

dafür entwickelt hatte und die sich seither kontinuierlich bewährt hat.

 

Für wen ist eine Schwermetallausleitung sinnvoll?

- Nicht nur Amalgamträger, sondern auch Kranke, denen vor Jahren diese Füllungen einfach herausgebohrt wurden, sind Träger meist nicht unerheblicher Quecksilbermengen.

- Kinder, deren Mütter quecksilberbelastet sind. Es wird geschätzt, dass ca. 80% der mütterlichen Quecksilbermenge während der Schwangerschaft und Stillzeit an das erste Kind

abgegeben wird.

Für den kindlichen Organismus bedeutet dies z.T. so schwere Intoxikationen, wie sie bei Erwachsenen selten beobachtbar sind.

- Personen, die sich viel von Fisch ernähren haben häufig mit Schwermetallintoxikationen zu tun. In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden arsen- und quecksilberhaltige

Insektizide tonnenweise auf den Agrarflächen ausgebracht. Mit dem Oberflächenwasser gelangten diese Gifte nicht nur ins Grundwasser, sondern ganz überwiegend ins Meer, wo

sie dann von Algen gebunden wurden. Über die Nahrungskette sind inzwischen die Hochseefische, wie Thunfisch und Seelachs, deutlich belastet. ...

Personen, die viele Impfungen bekommen haben, sind mit Quecksilber belastet. In einigen Impfseren wird noch immer eine organische Quecksilberverbindung (Thiomersal®) als

Konservierungsmittel verwendet (neben Formaldehyd und Aluminium-Verbindungen). Besonders Kinder wurden aufgrund dieser Vorgehensweisen lange Jahre mit Quecksilber

versorgt. Die neueren Impfsera werden zwar in der letzten Zeit damit beworben, dass kein Thiomersal® mehr darin verwendet wird, aber gerade die Impfstoffe gegen die

Schweinegrippe enthielten wieder diesen Stoff...

Wann ist eine Quecksilber-Ausleitung sinnvoll?

Patienten die eine Quecksilbersymptomatik haben und bei denen eine Vergiftung mit diesem Stoff vermutet werden muss, sollten über eine Quecksilberausleitung nachdenken.

Es hat sich dabei in der Vergangenheit häufig bestätigt, dass Personen, bei denen hohe Ausscheidungsraten von Quecksilber beobachtbar waren meist auch deutlich erhöhte

Arsenmengen ausschieden. Dieses Arsen stammt meist aus Umweltvergiftungen (z.B. Abgasen von Metallhütten) oder belasteten Lebensmitteln (Meeresfisch ...). Genau wie bei

Quecksilber gibt es bei Arsen keinen Grenzwert unterhalb dessen keine Schädigungen mehr erwartet werden können.

 

Zügig mit der Ausleitung sollte begonnen werden, wenn

a) schwere gesundheitliche Störungen aufgetreten sind, die sich im homöopathischen Arzneibild von Mercurius wiederfinden. Als Referenzwerke lassen sich die Arzneimittellehren

von Constantin Hering und John Henry Clarke (http://www.homeoint.org/clarke/m/merc.htm/Literatur, z.B. von Daunderer oder Lewin) heranziehen.

b) wenn gut gewählte homöopathische Mittel nicht wirken und eine Quecksilberintoxikation bekannt ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass einige Patienten trotz hoher

Quecksilberbelastung trotzdem sensibel und nachhaltig auf Homöopathika ansprechen. Aber ebenso gibt es viele Menschen, bei denen sich die Ansprechbarkeit auf Homöopathika

sehr vermindert hat, so dass diese nur kurz oder oberflächlich wirken. Und es gibt Menschen, die entweder gar nicht mehr auf diese Arzneien ansprechen, oder nur noch

Arzneiprüfungssymptome* hervorbringen, ohne dass es zu einer Besserung ihrer gesundheitlichen Situation kommt. Solche Reaktionsmuster treten aber nicht allein in der Folge einer

Schwermetallbelastung auf (!).

Homöopathische "Arzneiprüfungssymptome" sind vergleichbar mit den Symptomen, die in der Pharmazie unter "Nebenwirkungen" beschrieben werden.

Wann sollte von einer Ausleitung Abstand genommen werden?

- In der Schwangerschaft sollte sehr vorsichtig mit dem Thema Ausleitung umgegangen werden, insbesondere im ersten Trimenon (Zeit der Organbildung), aber auch im 5 -7. Monat,

(weil der Abort im 6. Monat ein klassisches Mercurius-Symptom ist). Mercurius = alte, homöopathische Bezeichnung für Quecksilber.

Durch die Ausleitung (egal mit welchem Arzneistoff gearbeitet wird) kommt es zum Lösen von Quecksilber aus den Depots. Bei unpassender Dosierung können sich dadurch

gesundheitliche Störungen verstärken.

Wenn keine schweren Störungen vorhanden sind, sollten bestehende Amalgamfüllungen während der Schwangerschaft und der Stillzeit im Mund belassen werden. Man kann

allerdings (wenn bestimmte Schutzmaßnahmen getroffen werden) die bestehenden Amalgamfüllungen vom Zahnarzt polieren lassen, damit in der Folgezeit die Abgabe von

Quecksilber minimiert wird. Dieses Polieren der Füllungen gehört eigentlich zu einer lege artis gelegten Füllung dazu (wird aber vielfach wegen des erhöhten Zeitaufwandes von den

Zahnärzten unterlassen). Schutzmaßnahmen bedeutet die Anwendung von Kohlepulver, Kofferdam™, sehr starke Absaugung, Schutzbrille und Sauerstoffbeatmung während der

Maßnahme.

- Raucher brauchen mit einer Schwermetallausleitung nicht zu beginnen, weil bei ihnen die Ausscheidung blockiert wird. Egal ob mit Dimaval™ oder Hepar sulfuris gearbeitet wird,

die Laborkontrollen zeigen geringste Ausscheidungsmengen an.

-         Patienten, die Goldinlays oder -kronen haben, scheiden ebenfalls nur geringe Mengen Quecksilber aus. Dies ist ein Umstand, der für die Patienten meist mit einer hohen finanziellen

-         Belastung verbunden ist, weil zur weiteren Ausleitung das Metall aus dem Mund entfernt werden muss. Es gibt nicht wenige Patienten, die aufgrund dieser Information die

-         homöopathische Therapie abbrechen. Diejenigen, die diesen Weg durchhalten, werden in aller Regel mit einer deutlichen Zunahme ihrer Gesundheit belohnt. Die Erfolgsaussichten

-         werden von drei Faktoren gemindert:

a) Eine sehr hohe Empfindlichkeit für Quecksilber: In der Folge kommt es schon bei geringen Giftmengen zu Organschäden.

            b) Die Dauer der Intoxikation. Je länger das Gift im Körper verweilt, desto schwerer wird es, die Reaktionen der Organismus wieder zu normalisieren.

            c) Überempfindlichkeitsreaktionen auf Hepar. (Habe ich noch nicht erlebt, aber man sollte es im Kopf behalten.)

 

Vorgehen

Hahnemann verwandte das reine, unpotenzierte Pulver von Hepar sulfuris ( 6 - 8 Gran, die er in etwas Flüssigkeit über den Tag verteilt einnehmen ließ. 1 Gran = ca. 62 mg).

Ich habe aufgrund der Schärfe und des starken Eigengeruchs des Pulvers Zuflucht zur D2 genommen. Die Tabletten der D2 riechen noch immer nach verfaulten Eiern, werden aber

schon deutlich besser vertragen als das rohe Pulver.

Höhere Potenzen eignen sich zunehmend schlechter zur Ausleitung, weil einerseits der stoffliche Anteil drastisch sinkt und andererseits die dynamischen Anteile der Arznei deren

Wirkung zunehmend bestimmen.

Mit potenzierten Arzneien kann man Quecksilber nicht ausleiten, weil wir kein Ausscheidungsorgan für Schwermetalle haben.

Dem entsprechend ist die Anwendung von Hepar in der D2 kein homöopathisches Verfahren - auch wenn S. Hahnemann es entwickelte/sein Leben lang nutzte. Hier wird die

Bindungsreaktion Quecksilber - Schwefel genutzt, um die Ausscheidung zu erzielen (was nichts mit dem Ähnlichkeitsgesetz zu tun hat).

 

Folgende Dosierung hat sich bei mir bewährt:

Zu Beginn 2 - 3 x tgl. je eine ½ bis 1 Tabl. (für Erwachsene und Kinder gleichermaßen).

Wenn die Patienten diese Dosierung vertragen, ohne Magenschmerzen oder Durchfälle zu bekommen (oder Reizbarkeit), können sie von sich aus auch höher dosieren, z.B. bis 3 x 3 Tabl. tgl.

Höhere Dosierungen habe ich noch nicht erprobt, sind aber in Einzelfällen bestimmt machbar. Zu bedenken ist dabei, dass Hahnemann damals mit wesentlich höheren Giftmengen

zu tun hatte als wir heute. Die Mercurialisierung wurde damals z.T. so weit getrieben, dass bei den Leichenöffnungen das metallische Quecksilber aus der freien Leibeshöhle lief.

Tabletten setze ich hier deswegen ein, weil sie den meisten stofflichen Anteil beherbergen und dabei noch gut zu handhaben sind (wichtig für Patienten mit Sehschwächen und

motorischen Störungen).

 

Überdosierungen

Da Hepar sulfuris D2 noch eine gewisse Schärfe besitzt, können Magenschmerzen oder Durchfälle auftreten, bei längerer Einnahme kann man auch die für Hepar typische Reizbarkeit

beobachten (sagen Sie dies Ihren Patienten, denn Streitigkeiten werden auch im Nachhinein von allen Beteiligten anders gewertet, wenn diese Information zur Verfügung steht).

Dies sind die Symptome, die ich bisher bei Überdosierungen beobachtet habe. Prinzipiell handelt es sich bei Überdosierungen um Arzneimittelprüfungen. So kann man sich z.B. an den

Leitsymptomen von H.C. Allen oder den "Keynotes" von Guernsey gut orientieren.

Wenn Nebenwirkungen auftreten, sollte die Einnahme unterbrochen werden und bei zu großer Heftigkeit mit einer Gabe Hep. D12 (oder mit einer C30) die "Nebenwirkung" kupiert werden.

(Entscheidend für die eingesetzte Potenzhöhe ist die Empfindlichkeit der Patienten).

Nebenwirkungen, bzw. Vergiftungssymptome treten in aller Regel erst auf, wenn der Körper nicht mehr sinnvoll mit dem Hepar sulfuris umgehen kann, also die ausscheidbare Hg-Menge

zu gering für die angebotene Arzneimenge ist (ist eine Vermutung von mir, kann ich nicht belegen).

Treten "Nebenwirkungen" auf, so soll die Arznei für den Tag abgesetzt werden und die Symptome z.B. mit Hepar D12 homöodotiert werden. Am nächsten Tag können die Patienten

dann mit nur einem Drittel der zuvor eingenommenen Hepar D2-Menge weiter fortfahren, um dann die Dosis langsam wieder zu steigern.

Das Dosieren an der Verträglichkeitsgrenze dient zur Verkürzung der notwendigen Therapiezeit. Wird so verfahren, kann dieses Vorgehen über mehrere Monate fortgeführt werden.

 

Die Einnahmereaktion ist ein guter Indikator.

Menschen mit einer hohen Hg-Belastung stören sich in aller Regel nicht am Geruch der Tabletten. Bei Kindern (selbst solchen, die sonst nur Süßigkeiten und Nudeln + Co. bevorzugen) kann sich ein deutliches Verlangen nach den "Faule-Eier-Tabletten" entwickeln.

Dieses Verlangen nimmt mit der (Ausscheidungs-)Zeit immer mehr ab, bis sich ein Ekel dagegen entwickelt. Über die Länge der Einnahme entscheidet letztlich die Symptomatik, bzw. das Wohlbefinden der Patienten. Ist der Widerwille so groß, dass sie die Tabletten nicht mehr herunter bekommen, erübrigt sich die Therapie. Sollten dann noch immer Hg-Symptome beobachtbar sein, so kann die Ausleitung mit anderen Mitteln fortgesetzt werden (kommt selten vor).

Messung der Quecksilberausscheidung

Wer mag, kann auch Urinuntersuchungen machen lassen. Die ausgeschiedene Werte sind natürlich deutlich geringer als nach einer Anwendung von DMPS, dafür ist bei dem "Hepar-Verfahren" die Ausscheidung gleichmäßiger.

 

Ein Labor für Schwermetalluntersuchungen (auch Multi-Elementen-Analysen) ist u.a.:

Labor Bremen

Haferwende 12

Postfach 33 06 50

28336 Bremen

Telefon: 0421 - 207 20

Fax: 0421 - 207-2167

 

Qualitätsunterschiede bei Hepar-Tabletten unterschiedlicher Hersteller?

Ob von der DHU oder von Stauffen-Pharma - die Tabletten riechen überall gleich.

In der BRD ist Hepar D2 rezeptfrei, in der Schweiz ist es rezeptpflichtig (warum ...?)

 

Ein Blick auf andere Ausleitungsverfahren

Der Wirkungsmechanismus der Quecksilberbindung bei Allium ursinum, Dimaval/DMPS und Hepar sulfuris ähneln sich. In allen Präparaten sind Stoffe enthalten, über deren Schwefelatome es zum Abbinden von Schwermetallen kommt. (Bei Allium ursinum sind es sehr verschiedene Stoffe, wie Gluthathion, Diallyl-sulfid, Allyl-Mercaptan, wobei die Konzentration dieser Stoffe in dieser Pflanze höher ist als beim Knoblauch).

 

DIMAVAL/DMPS™ ist ein sogenannter Chelatbildner und enthält als aktiven Anteil im Wirkstoffmolekül ebenfalls Schwefel.

Die Arznei muss (bei Erwachsenen) i.v. injiziert werden. Die Anwendung ist etwas kritisch, weil die anzuwendende Menge jeweils für das Körpergewicht der Kranken berechnet

werden und dann über einen Zeitraum von 5 Minuten (!) langsam verabreicht werden muss. Es gibt leider immer wieder Ärzte, die sich die Zeit dafür nicht nehmen, Lokalanästhetika

(Procain) beimischen, wodurch es zu mehreren schweren Zwischenfällen gekommen ist. In Holland gilt der Wirkstoff als Nahrungsmittelergänzung, in der BRD ist das Medikament

rezeptpflichtig.

In einigen homöopathischen Kreisen hält sich das Gerücht, DMPS sei krebsauslösend, was ich für ausgemachten Unsinn halte (die Aussage konnte bisher nicht sauber belegt werden,

und mir ist auch kein Fall bekannt, wo es zu einem kanzerösen Prozess durch diese Arznei gekommen ist). Die Anwendung von Dimaval/DMPS erfolgt in Intervallen mit mehrwöchigen

Abständen.

Die Ausscheidungsmengen differieren dabei z.T. erheblich.

So kommt es häufig vor, daß zu Beginn der Therapie zunächst recht niedrige Ausscheidungswerte beobachtet werden, aber bei der zweiten o. 3en Anwendung plötzlich sehr hohe

Mengen von Schwermetallen ausgeschieden werden. Dabei korreliert die Ausscheidungsmenge mit der nachfolgend einsetzenden Verbesserung der Symptomatik.

Diese für die Patienten sehr schnellen

Veränderungen sind mit Hepar nicht erzielbar. Trotzdem sind die Therapiedauer und Ergebnisse beider Methoden vergleichbar.

 

Algenpräparate verwende ich nur noch in absoluten Ausnahmefällen zur Schwermetallausleitung:

1999 hatten einige Homöopathen aus Norddeutschland eine sogenannte Multi-Elementen-Analyse mit den damals am Markt befindlichen Algenpräparaten machen lassen.

Wir wollten wissen, ob diese Mittel wirklich so sauber sind, wie von den Herstellern versprochen wird.

Ergebnis:

Kein Produkt war frei von Schwermetallen oder wies nur sehr geringe Belastungen auf. Alle enthielten mal mehr von dem einen, mal mehr von dem anderen Schwermetall.

Da es keine Untersuchungen darüber gibt, wie sich die chemische Bindung zwischen Alge und Schwermetall im Darm des Menschen verhält, kann auch niemand sicher sein, daß über diese

Produkte nicht eine Art Ringtausch zustande kommt, also ein mit eingebrachtes Schwermetall im Darm gegen ein anderes ersetzt wird. Unter Umständen bessert sich über den Einsatz eines Algenpräparates eine Symptomatik, aber dafür entwickelt sich (vielleicht erst nach mehreren Jahren) eine andere Krankheit, die niemand mehr mit etwas so gesundem wie Algen in Verbindung

bringt. Aus diesem Grunde empfehle ich Algenprodukte zur Ausleitung in der Regel nicht mehr.

 

Von Koriander-Tropfen werden immer wieder gute Wirkungen berichtet. Ich habe aber kaum Erfahrungen damit, weshalb ich mich dazu nicht weiter äußere.

 

Homöopathie:

Wie bereits gesagt: Mit potenzierten Arzneien kann man Quecksilber nicht ausleiten, weil wir kein Ausscheidungsorgan für Schwermetalle besitzen.

Mit dynamischen Antidoten ist ein Umlagern der Quecksilbermengen in verschiedene Depots möglich, worüber es zu einer Symptomenverarmung kommen kann. Was darüber langfristig

erreicht wird, ist zweifelhaft.

Die Anwendung von Mercurius in Hochpotenz, bzw. der Amalgam-Nosode führt zum Lösen des Quecksilbers aus seinen Depots. Da aber keine Ausscheidungsmöglichkeit besteht, tritt

regelmäßig das Symptombild einer akuten Quecksilbervergiftung auf. (Den Patienten wurde dies von einigen Behandlern als Heilungskrise verkauft...). In Abhängigkeit von der Quecksilbermenge

und der persönlichen Empfindlichkeit kann es zu erheblichen Entzündungsreaktionen kommen, die bis zur Zerstörung von Organen reichen können).

 

Die Anwendung von Selen halte ich für fahrlässig.

Selen bildet einen unlöslichen Komplex mit Quecksilber. Diese neue Verbindung wird (wie, wo?) im Körper abgelagert. Mit den bisher bekannten Ausleitungsverfahren ist es nicht möglich,

die Verbindung auszuscheiden. Was für Wirkungen Quecksilberselenid auf den Organismus hat, ist nicht bekannt.

Selen alleine ist bereits ein potentes Gift. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Verbindung mit Quecksilber harmloser wird, darf bezweifelt werden.

 

Phytologie: Coriandrum:

 

 

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