Hering’sche Regeln mit Kritik

 

Vergleich: Siehe: Theorien

 

Diadoxis

Diadoxis involves Hering’s Law, which is one form of diadoxis (Scholten, 2004:231).

Hering’s Law states that when a remedy is acting curatively, the symptoms are relieved from within outwards (from a deeper level to superficial level), from above downwards (where the more vital organs e.g. brain that occupy a higher level are relieved first ), and symptoms > chronologically in the reverse order of their appearance (the 10 latest symptom is removed first, then the one which preceded it and so on) (Guavante, 2002:12).

While Hering’s Law demonstrates only the direction of cure, diadoxis explains a disease or pattern that can be transferred or translated from one level to another (Scholten, 2004:231).

For example, a problem on an emotional level can be transferred to the physical level, producing a physical ailment: grief from the loss of a spouse can lead to the development of cancer. This principle is also known in conventional medicine, through terms like “syndrome”, “suppression”, “conversion” and “metastasis” (Scholten, 2004:231).

One such example is asthma alternating with atopic eczema (Scholten, 2004:231). De Schepper (1994:82) also describes this phenomenon giving examples such as the development of a tumour in the liver or other organs after a person has undergone a mastectomy with radiation and chemotherapy.

Homoeopathy, according to the principle of diadoxis, can be redefined as “the science of the pattern behind the disease, and how patterns are translated into different forms” (Scholten, 2004:231).

 

[Fritz Johann Madel]

In 1831 Constantine Hering studied the Homoeopathic remedies prepared from the excretions or from the pathological secretions which he named "nosodes". (Julian, 1985:26-28.)

 

Über das Märchen "Hering ́sche Regel" bzw. den Unsinn von "Heilgesetzen"

[R. Methner]

aus: Homöopathie Konkret, 2010

In kaum einem homöopathischen Lehrbuch fehlt heute die Betonung der sogenannten Hering ́schen Regel zur Beurteilung eines Heilungsverlaufes. Konjunktur haben zudem die

Formulierungen zusätzlicher "miasmatischer Heilgesetze".

Dabei ist alleine schon die Herkunft dieser "Hering ́schen Regel" -bis zu André Saines Nachforschungen 1988- weitgehend unklar gewesen und beruhte, wie ich gleich zeigen werde, zum Großteil auf falschen Vermutungen und ideologischen Dogmenbildungen.

Der im Zusammenhang mit der Hering ́schen Regel am häufigste zitierte Autor ist Kent.

Er sagte in seiner zweiten Vorlesung über Homöopathische Philosophie, die er 1900 an der "Post-Graduate School of Homoeopathics" gab:

„.. muss auch (die Heilung) vom Zentrum ausgehen und in die Peripherie hinaus drängen. Vom Zentrum zur Peripherie bedeutet von oben nach unten, von innen nach außen, von den lebenswichtigen Organen zu den wenig er lebenswichtigen, vom Kopf zu den Extremitäten. Jeder homöopathische Arzt,

der die Kunst zu heilen versteht, weiß, dass Symptome, die auf diese Weise verschwinden nie mehr zurückkommen werden. Und noch viel mehr, er weiß, daß die Symptome, die in umgekehrter Reihenfolge ihres Auftretens verschwinden, auch für immer wegbleiben werden. So ist er in der Lage,

genau zu beobachten, daß der Kranke seine Besserung nicht der Natur allein, sondern eindeutig der Mittelwirkung zu verdanken hat.

Wenn der homöopathische Arzt am Krankenbett beobachtet, wie die ersten Symptome sind und welchen Verlauf dann die Krankheit nimmt, und wenn er dann nachher sieht, daß die Symptome nach der Applikation seines Mittels nicht obigen Verlauf nehmen, so weiß er sofort, wie wenig Wert seine

Intervention hatte.“ Kent, Zur Theorie der Homöopathie, S. 18

Wir haben also 4 verschiedene Heilungsrichtungen, 4 Teile der "Hering ́schen Regel" zu diskutieren:

1) Vom Zentrum zur Peripherie, von innen nach außen

2) Von oben nach unten

3) Von Wichtigen zu weniger wichtigen Organen

4) In umgekehrter Reihenfolge ihres Auftretens

Kent differenziert bei der Anwendung dieses Gesetzes nicht zwischen akuten und chronischen Krankheiten. Wegen des Mangels an Präzision können wir annehmen, das er meinte alle Krankheiten -akute und chronische Krankheiten venerischer und nicht-venerischer Herkunft- würden in der oben genannten Reihenfolge verschwinden.

Interessanterweise wird man bei einem intensiven Quellenstudium feststellen können, daß:

a) Kent der einzige war, der von einem "Gesetz" sprach. Keiner seiner Zeitgenossen sprach sonst davon

Folgenden Ausführungen beziehen sich im Wesentlichen auf den wegweisenden Artikel von A. Saine aus dem Jahre 1988, "Herings Law: Law, Rule, or Dogma?"; nachzulesen unter www.homeopathy.ca, bzw. als deutsche Übersetzung unter www.rolandmethner.de; auch der lesenswerte Artikel von Lucae bezieht sich auf Saines Forschungen: C. Lucae, "Beitrag zur Entstehung des >Heringschen Gesetzes<", Zeitschrift für klassische Homöopathie, 2/1998

Alle Hervorhebungen in dem folgenden Artikel stammen von mir.

b) Er die Bedeutung und Gewichtung der 4 verschiedenen Aspekte dieser "Heringschen Regel" -bedingt durch seine Swedenburg-Anhängerschaft-

veränderte (s.u.).

c) Der Großteil der modernen Homöopathen Kents (falsche) Behauptungen ungeprüft übernommen hat und sie z.T. sogar noch weiter verstärkt hat.

d) Nirgends in der homöopathischen Literatur bisher die "Hering ́sche Regel" als Gesetz verifiziert werden konnte.

Schauen wir uns zunächst an, was Hahnemann und Hering selber zum Thema Heilungsrichtung sagten.

Hahnemann spricht nur vom 4. Teil dieser Heilungsrichtungen, dem Verschwinden der Symptome in umgekehrter Reihenfolge:

„Die neuerlich hinzugekommenen Symptome einer (..) chronischen Krankheit weichen in der antipsorischen Kur am ehesten, die ältesten und immer

am beständigsten und unverändertsten gebliebenen Übel aber (..) am spätesten und nur, nachdem alle übrigen Beschwerden schon verschwunden (..).“

{Hahnemann, Chronische Krankheiten, S.168}

Es ist interessant für das Thema Heilungsrichtung, das Hahnemann uns mahnt, das nicht jede Erscheinung auf der Haut, nicht jeder Hautausschlag

automatisch ein "gutes Zeichen" und positiv für die Heilungsrichtung sei:

"Es hilft daher nichts zur Beförderung der Heilung, wenn es zuweilen gelang, durch innere Mittel (..) einen solchen After-Ausschlag wieder hervorzubringen, oder, wenn er durch andre, unbekannte Veranlassungen (..) auf der Haut erscheint; immer bleibt ein solcher After-Ausschlag sehr

vergänglich, und es ist überhaupt ein solches Ereigniß so unzuverlässig und selten, daß keine Kur darauf zu bauen, keine Beförderung gründlicher Heilung davon zu erwarten ist.

Doch auch, wenn man durch irgend eine Veranstaltung diesen After-Ausschlag gewissermaßen hervorbringen könnte und es mehr in unsrer Gewalt stünde, ihn länger auf der Haut zu erhalten, so ist dennoch auf ihn zur Erleichterung der Heilung des ganzen psorischen Uebels gar nicht zu rechnen."

{Hahnemann, Chronische Krankheiten, S.122}

Hering wiederum sagt zu dem Thema:

„Jeder hom. Arzt muß beobachtet haben, daß die Besserung von Schmerzen(!) von oben nach unten stattfindet; und bei Krankheiten, von innen nach außen. Das ist der Grund dafür, daß chronische Krankheiten, wenn sie gründlich geheilt worden sind, immer mit einem Hautausschlag(!) enden.

Die gründliche Heilung einer weit verzweigten chronischen Krankheit, wird dadurch angezeigt, dass die wichtigsten Organe zuerst entlastet werden;

das Leiden verschwindet in der Reihenfolge, in der die Organe befallen wurden.“ {im Vorwort von Hering zur ersten amerikanischen Ausgabe der

>Chronischen Krankheiten<, 1845}

"Symptome, die sich vor kurzem entwickelt haben, sind die ersten, die nachlassen, ältere Symptome verschwinden zuletzt. (..) Die jüngsten Symptome haben folglich den höchsten Rang beim Festlegen der Mittelwahl." {Hering, Hahnemanns three rules concerning the rank of symptoms, Hahnemann

Monthly, 1865, Band 1, S.5 - 12‚}

Historisch korrekt muß man erwähnen, daß Hering 1845 selber in einem Artikel von einem "Gesetz der Rangordnung" im Verlauf des  Heilungsprozesses sprach. Aber erstens wurde dieser Artikel nie veröffentlicht, zweitens wird das Wort "Gesetz" von ihm in dem Zusammenhang dieses Artikels nicht als ein absolutes Gesetz verwendet, drittens beschreibt Hering in allen späteren Veröffentlichungen nur noch eine "einfache, praktische

Regel", viertens betont Hering -wie Hahnemann selber- am Ende seines Lebens nur noch die umgekehrte Reihenfolge des Auftretens, fünftens erwähnt

keiner seiner Zeitgenossen je ein "Gesetz" und in der Literatur vor Kent spielt die Heilungsrichtung oder gar "Hering ́sche Regel" keine wesentliche Rolle.

Saine weist zu Recht daraufhin, das die Verwendung des Begriffes "Gesetz" impliziert, das diese Heilungsrichtungen immer und ohne Ausnahme zu beobachten und beweisbar ist.

Der 4. Teil: das Verschwinden der Symptome in umgekehrter Reihenfolge ihres Auftretens, war nicht nur für Hahnemann, sondern auch für Hering der Wichtigste! Denn in allen späteren Veröffentlichungen nach 1845 zu diesem Thema erwähnt immer wieder nur ihn. Die  anderen Teile werden von Hering und auch allen seinen Zeitgenossen- später gar nicht mehr erwähnt!

Für Kent dagegen, vermutlich weil es so gut in sein Swedenborg geprägtes Weltbild passt, sind die Teile 1 - 3, also die Entwicklung der Symptome von innen nach außen bzw. von wichtigen zu unwichtigen Organen und von oben nach unten die wesentlichen Aspekte der Heilungsrichtung.

Kent, und etwas später sein Schüler J.H. Allen, veränderten aber nicht nur die Schwerpunktsetzung von Hering, sondern auch die Bedeutung seiner

Aussagen. Bei Hering bezieht sich die Symptomentwicklung "von oben nach unten" auf eine Richtung innerhalb der gleichen Grunderkrankung.

Also z.B. von Schmerzen (Schulter, nach Hüfte, zur Knie) oder von Hautausschlägen (Gesicht, zum Hals, zur Hände).

Bei Kent und Allen ist damit die Entwicklung vom zentralen Kopf (mit seinem Gehirn!) zu den peripheren Extremitäten gemeint.

"Ich beginne möglichst mit den geistigen Symptomen und gehe nach außen vor bis zu den körperlichen, oder von oben nach unten zu den Glieder." {Allen, Die chronischen Miasmen, S.304}

Es lässt sich durch das Studium der alten Quellen gut nachvollziehen, wie Kent eine Beobachtung Hahnemanns (Symptome verschwinden in  umgekehrter Reihenfolge ihres Auftretens) und eine einfache Regel Herings aus ideologischen bzw. religiösen Gründen zu einem Gesetz

umformulierte.

Aufgegriffen wurden Kent ́s Ideen dann ab den 1980er Jahren von der "modernen" Homöopathie, welche ja die psychologischen Aspekte der Homöopathie stark betonte.

Folgerichtig wurden dann Kents Aussagen zu einem "Heilgesetz", zu einer "Theorie der Unterdrückung" und zu einem Dogma erhöht.

„Dr. C. Hering war der erste Homöopath der Licht auf diesen Zusammenhang des Heilverlaufs geworfen hat. Seine Directive, die als >Hering

́sches Gesetz< bekannt ist, sollte als die größte Entdeckung der Homöopathie gelten, direkt nach der Entdeckung unserer Wissenschaft an sich durch

S.Hahnemann.“ (Vijayakar, Die Theorie der Unterdrückung, S.18)

„Aber nur ein Fall, der den von Hering vorhergesagten Heilungsverlauf nimmt, kann im klassischen Sinne eine homöopathische Heilung sein! ..

gleichgültig ob die Verschreibung akut oder chronisch war, sollte die Reaktion auf ein Simillimum IMMER dem Verlauf der Hering ́schen Regel folgen; die einzige Ausnahme hiervon sind unheilbare Fälle ..“ (, Vijayakar, Die Theorie der Unterdrückung, S.53)

1865, 1875; genaue Zitate siehe im Artikel von Saine

 

Kent schreibt selber:

„.. durch die Vertrautheit mit Swedenborg ergab sich für mich eine harmonische Korrespondenz -geformt aus den Worten Gottes- mit allem was ich in den letzten dreißig Jahren gelernt hatte. Vertrautheit mit ihnen hilft die Wirkung der Verschreibungen zu bestimmen."

{Kent, Correspondence of Organs, and Direction of Cure, Transactions of the Society of Homoeopathicians, 1911, Band 1, S.31-33}

Das dies historisch falsch ist haben wir oben gesehen. Es zeigt überdies auch, das auch Vijayakar -wie schon Kent- vor allem an den Kriterien 1-3, nicht so sehr aber an Hahnemanns Beobachtung (Kriterium 4) interessiert ist.

Es erfolgt in dem gesamten Buch von Vijayakar weder eine historische Herleitung dieses "Gesetzes", noch eine Erwähnung, das Kent der einzige war, der von einem Gesetz sprach. Allerdings muss die Veröffentlichung eines solchen Buches (leider oder zum Glück) nicht bedeuten, das der Autor auch so

arbeitet. Ich weiß von Kollegen, das Vijayakar ein guter Praktiker ist, der mit Hilfe der Beobachtung und einer fundierten Materia medica Kenntnis präzise Verschreibungen macht. Ob er diese Theorie dafür braucht oder ob sein Erfolg überhaupt einen Zusammenhang damit hat, wage ich zu  bezweifeln.

Zusätzlich begannen Homöopathen auf diesem ideologischen Boden neue Heilgesetze zu entwerfen. Gienow etwa postulierte, das eine miasmatische Heilungsrichtung idealtypisch folgenden Ablauf haben sollte:

Syphilinie

Sykose

Tuberkulinie

Psora

Psorischer Hautausschlag

"Das dritte miasmatische Gesetz:

- Die Syphilinie heilt sich über die Sykose aus.

- Die Sykose heilt sich über die Tuberkulinie oder die Psora aus.

- Die Tuberkulinie heilt sich über die Psora aus.

- Die Psora heilt sich über einen psorischen Hautausschlag aus."

{Gienow, Miasmensonderheft der Homöopathie Zeitschrift, 2003, S.53 - 54}

Ob diese Ideologisierung von Heilungsrichtungen und v.a. ihre Erhebung zu Gesetzmäßigkeiten überhaupt mit der Praxis korrespondieren, ob es also "nur" Ideen sind, oder genaue Abbildungen des alltäglichen Praxisgeschehens, blieb dabei völlig offen und unerforscht.

Auch wenn die Klärung einer Praxisrelevanz zugegebener maßen eine schwierige Aufgabe wäre, sollten einen doch folgende Punkte nachdenklich stimmen:

a) Ein Bestandteil der Kent ́schen Argumentation zum Hering ́schen Heilgesetzes -quasi als die andere Seite der gleichen Medaille- ist, daß die sichtbare

Krankheit sich entgegengesetzt, nämlich von außen nach innen entwickelt. Tatsächlich ist es aber so, dass diverse Erkrankungen sich von innen nach außen (z.B. erst Arthritis und dann Psoriasis, oder psychosomatische Erkrankungen) entwickeln. Sind sie dann nicht heilbar? Oder wenn doch, warum gibt es dann diese Ausnahmen?

b) Es wird z.B. von Vijayakar behauptet, das die Hering ́sche Regel auch für akute Krankheiten gelten. Tatsächlich zeigen aber tausende geheilter Akutfälle in der Literatur, dass dies nicht regelmäßig der Fall ist.

"Während der Behandlung eine s Patienten mit einer akuten fieberhaften Erkrankung, welche sich im ersten Stadium von der Verkühlung zum Fieber entwickelt, daraufhin zum Schweiß und sich schließlich zur Schwäche geht, beobachte ich immer wieder eine schnelle und sanfte Genesung,

aber ohne dass der Patient den Schweiß, daraufhin das Fieber und schließlich die Verkühlung wieder erlebt.

Während der Genesung von akuten Krankheiten unter homöopathischer Behandlung erfährt der Patient nicht die ursprünglichen Symptome nacheinander in der umgekehrten Reihenfolge ihres Erscheinens." {Saine - Artikel}

Sie würde voraussetzen: Kriterien, wie "Heilung", "Unterdrückung", etc. werden vorher definiert; vergleichbare Patientengruppen, Krankheitsbilder, Beobachtungszeiträume, etc; Ehrlichkeit bei der Erhebung der eigenen Daten, u.a. Alleine die Zahl der Praxisjahre oder der Zahl der behandelten

Patienten ist sicher kein alleiniges Qualitätskriterium. Vijayakar z.B. könnte anführen, das er "45.000 Fallaufzeichnungen in den letzten 25 Jahren" {Eigenwerbung} hatte und damit doch sehr gut Heilungsverläufe studieren konnte. Das sind, wenn man nachrechnet, 1800 Fälle pro Jahr, 150 Fälle

pro Monat und ca. 8 Patienten pro Tag. Solange diese Fälle nicht als ausführliche und genaue Dokumentationen zur Verfügung stehen und nach klaren Kriterien ausgewertet werden, lassen sich aus ihrer Zahl alleine keine Schlussfolgerungen ziehen. Durch selektive Wahrnehmung und einschränkende Glaubenssätze kann man alles und nichts sehen.

Damit es nicht zur Verwirrung kommt, muß erwähnt werden, dass Kent zwischen der ursächlichen und der sichtbaren Krankheit unterscheidet.

Die erstere geht vom Zentrum zur Peripherie, die zweite -hier erwähnte- von der Peripherie (z.B. Haut) zum Zentrum{siehe dazu die Fußnote von P. Schmidt, in Kent, Zur Theorie der Homöopathie, S.19}

"Die Entwicklung chronischer Krankheiten ist zentripetal, von außen nach innen, von der Peripherie zum Zentrum.

Alle chronischen Krankheiten zeigen sich zuerst an der Oberfläche, und von da aus fressen sie sich zu den lebenswichtigen Zentren hin." {Kent, Zur Theorie der Homöopathie, S.19}

c) Bis zu Kent, also mindestens 90 Jahre lang, wurde von keinem Homöopathen, weder von Hahnemann noch von irgendeinem der ihm folgenden (Bönninghausen, Jahr, Hering, Wells, Lippe, Guernsey, Dunham, Farrington, H.C.Allen, Nash, Boericke, Close, Roberts, u.a.) über ein Heilgesetz geschrieben. Und die einzigen Heilungsrichtungen, die für die alten Homöopathen wichtig waren -wenn sie dieses Thema überhaupt berücksichtigten-

waren die ursprünglichen Beobachtungen Hahnemanns (Verschwinden in umgekehrter Reihenfolge ihres Auftretens und das Auftreten von alten Symptomen oder Hautausschlägen im Verlauf der antipsorischen Kur).

Wenn diese heute so hochgejubelten Heilungsgesetze so regelhaft verlaufen, warum haben diverse -und zudem die anerkanntesten- Homöopathengenerationen diese "Gesetze" nicht gesehen?

c) Gründliche, genaue und erfahrene Praktiker wie A. Saine können diese Gesetze nicht bestätigen:

"Bis heute bin ich jedoch nicht in der Lage, Herings Gesetz zu bestätigen. Ich beobachte wirklich sehr selten, das z.B. bei einem Patienten mit chronischer Polyarthritis zuerst die Symptome aus dem Kopf und dann über die Hände und Füße verschwinden. Öfters dagegen {sehe ich}, das der Schmerz und andere gemeinsame Symptome in der umgekehrten Reihenfolge ihres Erscheinens verschwinden, selbst, wenn sich dies von unten nach oben ereignet. Mit anderen Worten, wenn die Arthritis sich -wie es ja zeitweise geschieht- zuerst in den Knien und dann in den Knöcheln manifestiert, werden die Knöchel {tatsächlich} vor den Knien besser. Oder bei einem Patienten, der von einem Komplex aus grundlegenden funktionellen Beschwerden wie Müdigkeit, Angst, Reizbarkeit, schwieriger Verdauung, Gelenkschmerzen, und Akne betroffen ist, sehe ich in der Regel selten

die emotionale Störung zuerst verschwinden und dann die unzureichende Verdauung, gefolgt von den Gelenkschmerzen und letztlich der Akne [sich regulieren].

Mit dem Simillimum beginnen die meisten Symptome sich gleichzeitig zu verbessern und verschwinden in der umgekehrten Reihenfolge ihres

Erscheinens und nicht notwendigerweise von oben nach unten und von innen nach außen.

Es ist in der Tat nicht ungewöhnlich, das in solchen Fällen die Akne, die zuletzt erschien, ohne weiteres verschwindet und der emotionale Zustand (das älteste Symptom) als letztes sich vollständig auflöst." {Saine - Artikel}

Selbst wenn hier Aussage gegen Aussage, Meinung gegen Meinung stünde, zeigen die völlig kontroversen Thesen, daß es sich -ähnlich wie bei dem

Thema Miasmen- nicht um ein für jeden offensichtliche Realität, und damit ein allgemeingültiges Gesetz handelt, sondern wesentlich von der

Wahrnehmung des Betrachters und den eigenen Glaubenssätzen abhängt.

Bisher erfolgte in der Homöopathiegeschichte noch nie eine gründliche, nachvollziehbare und nicht ideologisch gefärbte Erforschung von  Heilungsverläufen einer Homöopathen-Praxis.

Und solange dies nicht stattfindet, sollten wir die Konstruierung von "Heilungsgesetzen" oder "Regeln" vermeiden und unsere Glaubenssätze höchstens als Arbeitshypothesen betrachten -welche bisher jedoch (wie die Miasmen) leider noch auf ihre Verifizierung warten.

Zusammenfassung:

1) Der 4. Teil der Hering ́schen Regel (das Verschwinden von Symptomen in umgekehrter Reihenfolge ihres Auftretens) ist nach Hahnemann, Hering und Saine der Wichtigste, er hat einen höheren Wert als die anderen 3 Kriterien. Die Teile 1 - 3 treten seltener auf und sind daher in ihrer Bedeutung für die Praxis als weniger wichtig anzusehen.

Keines der 4 Kriterien ausgenommen das oben erwähnte Zitat von 1845

Nicht nur A.Saine, ich und viele meiner Kollegen können diese "Heilgesetze" nicht verifizieren.

Auch die entsprechende Frage von A. Saine, auf internationalen Kongressen (privat) an diverse Kollegen gerichtet, brachte ihm keine Bestätigung der Richtigkeit:

"Ich fragte {vor 1988} Lehrer und Kollegen, darunter einige mit vielen Jahren Erfahrung. Wenige konnten meine Fragen beantworten und keiner war aufgrund der eigenen Erfahrung fähig gewesen ohne den Schatten eines Zweifels zu bestätigen, dass Herings Gesetz ein wirkliches Gesetz der Natur sei." {Saine - Artikel (A. Saine)1

 

HERINGS GESETZ: GESETZ, REGEL ODER DOGMA ?

Von DR. ANDRÉ SAINE, D.C., N.D., F.C.A.H.

Präsentiert auf der Zweiten Jahressitzung der „Homeopathic Academy of Naturopathic Physicians“ in Seattle, Washington, 16 - 17. April 1988

{Übersetzung: Roland Methner und Ute Steffenhagen; die Kennzeichnungen in Kursiv stammen von A. Saine, die Unterstreichungen von R. Methner}

Einführung in der heutigen Homöopathie ist Herings Gesetz weithin als das Zweite Gesetz der Heilung anerkannt - das erste Gesetz lautet:

Similia similibus curentur oder Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.

Herings Gesetz bezieht sich auf die Richtung, in der die Symptome des Patienten während einer Heilung durch homöopathische Behandlung verschwinden werden.

Kent sagte in seiner zweiten Vorlesung über Homöopathische Philosophie, die er 1900 an der "Post-Graduate School of Homoeopathics" gab:

- „Die Heilung muss vom Zentrum zur Peripherie voranschreiten. Vom Zentrum zur Peripherie heißt von oben nach unten, von innen nach außen, von

wichtigen zu weniger wichtigen Organen, vom Kopf zu den Händen und Füßen.“

- „Jeder homöopathische Therapeut, der die Kunst des Heilens versteht, weiß, dass die Symptome, die entsprechend diesen Richtungen verschwinden nie mehr zurückkommen werden. Darüber hinaus weiß er, dass Symptome, die in umgekehrter Reihenfolge ihres Erscheinens verschwinden, für immer

wegbleiben werden. Folglich weiß er, dass der Patient nicht nur durch die Behandlung, sondern eindeutig durch die Wirkung des Mittels geheilt wird.

Wenn ein homöopathischer Arzt an das Bett eines Patienten geht, und dann beobachtet wie die ersten Symptome sind und welchen Verlauf die Krankheit nimmt, und wenn er dann nachher sieht, das die Symptome nach der Mittelgabe nicht obigen Verlauf nehmen, weiß er, wie wenig Wert

Seine Intervention hatte.“

(1)

Kent differenziert bei der Anwendung dieses Gesetzes nicht zwischen akuten und chronischen Krankheiten. Wegen des Mangels an Präzision ist es angebracht, anzunehmen, das er meinte alle Krankheiten (akute und chronische, venerischer und nicht - venerischer Herkunft) würden in der oben genannten Reihenfolge verschwinden.

Zu Beginn meines Homöopathie-Studiums hörte ich den Lehrern zu und las die ‚klassischen’ modernen Werke. Ich nahm wie meine Kollegen und Kolleginnen an, dass Herings Gesetz eine unwiderlegbare Tatsache war, die durch Hering und die vielen erfolgreichen Generationen von Homöopathen erkannt wurde, und [weiterhin], das alle Patienten mit akuten und chronischen Krankheiten ohne Ausnahme, jederzeit, in der zuvor genannten Richtung unter sorgfältiger homöopathischer Behandlung geheilt würden.

Später als behandelnder Arzt strengte ich mich gründlich an, die allgemeine homöopathische Ausbildung, die ich erhalten hatte, zu prüfen. Seitdem war ich in der Lage, die meisten -aber nicht alle- der Regeln, Prinzipien und Gesetze zu bestätigen, welche die homöopathische Doktrin beinhaltet die von mehreren Homöopathen-Generationen verkündet wurde.

Bis heute bin ich jedoch nicht in der Lage, Herings Gesetz zu bestätigen. Ich beobachte wirklich sehr selten, das z.B. bei einem Patienten mit chronischer

Polyarthritis zuerst die Symptome aus dem Kopf und dann über die Hände und Füße verschwinden. Öfters dagegen {sehe ich}, das der Schmerz und andere gemeinsame Symptome in der umgekehrten Reihenfolge ihres Erscheinens verschwinden, selbst, wenn sich dies von unten nach oben ereignet. Mit anderen Worten, wenn die Arthritis sich (wie es ja zeitweise geschieht) zuerst in den Knien und dann in den Knöcheln manifestiert, werden die Knöchel [tatsächlich] vor den Knien besser.

Oder bei einem Patienten, der von einem Komplex aus grundlegenden funktionellen Beschwerden wie Müdigkeit, Angst, Reizbarkeit, schwieriger Verdauung, Gelenkschmerzen, und Akne betroffen ist, sehe ich in der Regel selten die emotionale Störung zuerst verschwinden und dann die unzureichende Verdauung, gefolgt von den Gelenkschmerzen und letztlich der Akne [sich regulieren].

Mit dem Simillimum beginnen die meisten Symptome sich gleichzeitig zu verbessern und verschwinden in der umgekehrten Reihenfolge ihres Erscheinens und nicht notwendigerweise von oben nach unten und von innen nach außen. Es ist in der Tat nicht ungewöhnlich, das in solchen Fällen die Akne, die zuletzt erschien, ohne weiteres verschwindet und der emotionale Zustand (das älteste Symptom) als letztes sich vollständig auflöst.

Während der Behandlung eines Patienten mit einer akuten fieberhaften Erkrankung, welche sich im ersten Stadium von der Verkühlung zum Fieber entwickelt, daraufhin zum Schweiß und sich schließlich zur Schwäche geht, beobachte ich immer wieder eine schnelle und sanfte Genesung,

aber ohne dass der Patient den Schweiß, daraufhin das Fieber und schließlich die Verkühlung wieder erlebt. Während der Genesung von akuten

Krankheiten unter homöopathischer Behandlung erfährt der Patient nicht die ursprünglichen Symptome nacheinander in der umgekehrten Reihenfolge ihres Erscheinens. Es könnten noch viel mehr uns Schwierigkeiten machende Ausnahmen angeführt werden, welche ähnlich zu dem oben Genannten

sind.

Was war falsch an Herings Gesetz welches oben aus Kents Vorlesung für Homöopathische Philosophie zitiert wurde? Hatte ich das Gesetz missverstanden?

Dem Wörterbuch von Webster zufolge wird ein Gesetz definiert als eine Abfolge von Ereignissen, welche mit unveränderlicher Gleichmäßigkeit stattfinden, wohingegen eine Regel Ausnahmen erlaubt und ein Dogma auf Meinungen beruht. Gab es diesen Mangel an Bestätigung des besagten Gesetzes auf Grund "unterdrückender" homöopathischer Behandlung wie von einer Anzahl von theoretischen und vielleicht dogmatischen Homöopathen angedeutet wird? Wenn dem so ist, warum sind diese sog. „Puristen“ nicht aufgestanden und haben nachgewiesen, das all ihre geheilten

Fälle dem besagten Gesetz folgen? Meines Wissens ist dieser Beweis nicht erfolgt.

War ich der einzige Praktizierende mit dieser Position?

Ich fragte Lehrer und Kollegen, darunter einige mit vielen Jahren Erfahrung. Wenige konnten meine Fragen beantworten und keiner war aufgrund der eigenen Erfahrung fähig gewesen ohne den Schatten eines Zweifels zu bestätigen, dass Herings Gesetz ein wirkliches Gesetz der Natur sei.

Es scheint, dass die meisten in der gleichen Situation wie ich waren; auch die angenommenen Autoritäten diskutierten das Thema-jedoch nur im Privaten mit dem Autor. Es schien, dass wir alle klassische Fälle der Heilung hatten, welche von oben nach unten, von innen nach außen, von wichtigen zu weniger wichtigen Organen und Symptome liefen, und in der umgekehrten Reihenfolge ihres Erscheinens auftraten. Aber diese absolut „perfekten“ Fälle traten nur gelegentlich auf.

Die Mehrheit der geheilten Fälle erfüllten nicht alle vier Kriterien. Folglich entschied ich zu den Quellen zurückzukehren.

Einerseits sei erwähnt, das weder Kent in seinen Lectures, noch Stuart Close, noch Herbert Roberts in ihrer Diskussion über das oben genannte Gesetz

es als „Herings Gesetz“ erwähnen.

Keiner dieser drei Autoren nahm in seinen Vorlesungen über das Gesetz der Heilungsrichtung Bezug auf Hering. Andrerseits referiert Garth Boericke

darüber als Herings „Regel“, aber nicht als ein Gesetz. Verwirrend, nicht wahr? Formulierte Hering jemals ein Gesetz mit dem Verlauf der Heilungsrichtung ? Wenn er dies tat, warum wurde sein Name nicht eindeutig mit dem Gesetz in Zusammenhang gebracht und war es ein Gesetz oder eine Regel ? Warum war die Literatur so unklar ?

An diesem Punkt realisierte ich, dass die Quellen weiter erforscht werden mussten.

Die Antworten mussten alle in der Literatur des 19. Jahrhunderts zu finden sein. Nach einer sorgfältigen Untersuchung dieser Literatur bin ich bis heute

nicht in die Lage, irgendeinen von Herings berühmten Zeitgenossen und nahen Kollegen zu finden, der Bezug auf ein Gesetz mit dem Verlauf der Heilungsrichtung nahm bzw. dieses diskutierte.

Die Schriften von Boenninghausen, Jahr, Joslin, P.P. Wells, Lippe, H.N. Guernsey, Dunham, E.A. Farrington, H.C. Allen, Nash schweigen alle dazu.

Als Hering im Jahr 1880 starb, versammelten sich Kollegen und Kolleginnen auf der ganzen Welt um dem großen Homöopathen die letzte Ehre zu erweisen. An seine vielen Erfolge wurde erinnert. Merkwürdigerweise machte keiner irgendeine Erwähnung auf ein Gesetz mit dem Verlauf der Heilungsrichtung, welches Hering kundgegeben hatte

Arthur Eastman, ein Student, der Hering in den letzten drei Jahren als verehrtem Homöopathen nahestand, veröffentlichte 1917:

„Life and Riminicences of Dr. Constantin Hering” - ebenfalls ohne ein Gesetz zu erwähnen, welches die Heilungsrichtung betrifft.

Calvin Knerr, Herings Schwiegersohn, veröffentlichte 1940, 60 Jahre nach Herings Tod, eine Zusammenstellung biographischer Notizen. Wieder wurde das berühmte Gesetz nicht erwähnt. Nicht nur verwirrend, sondern auch rätselhaft.

Offensichtlich mussten die Quellen weiter erforscht werden. Hier sind die Früchte dieser Untersuchung:

1 “Lectures on Homoeopathic Philosophy of 1900”

2 “The Genius of Homoeopathy of 1924”

3 “The Principles and Art of Cure by Homoeopathy of 1936”

4 “A Compendium of the Principles of Homoeopathy of 1929”

5 “The Life of Hering”

 

Hering’s Laws

    by bringing back, or revisiting, old symptoms;

    by stimulating the healing power of the organism;

    by moving sites of disease from the inside to the outside;

    by moving sites of disease from more vital to less vital areas;

    and from top downwards;

[(Dr. Narendra Mehta) Hering’s direction of cure, the movement downwards is in the same system, the same disease and the same miasm.

If a skin eruption disappears from the face and joint pain starts, this is not above downwards. Rather, the disease has shifted from one layer to another].

 

The Follow-Up - Understanding the follow-up in deep seated diseases, as a result, during cure, eruptions on the skin or old discharges are likely to recur.

 

[Dr. André Saine]

Hering's Law: Law, Rule or Dogma?

Presented at the Second Annual Session of the Homeopathic Academy of Naturopathic Physicians in Seattle, Washington, April 16-17, 1988.

Introduction

In homeopathy today, Hering's law is widely recognized as the second law of cure, the first law of cure being similia similibus curantur, or like cures like. Hering's law pertains to the direction in which the symptoms of the patient will disappear during a cure under homeopathic treatment.

In his second lecture on homeopathic philosophy given in 1900 to the Post-Graduate School of Homœopathics, Kent said:

"The cure must proceed from centre to circumference. From centre to circumference is from above downward, from within outwards, from more important to less important organs, from the head to the hands and feet.

"Every homœopathic practitioner who understands the art of healing, knows that the symptoms which go off in these directions remain away permanently. Moreover, he knows that symptoms which disappear in the reverse order of their coming are removed permanently. It is thus he knows that the patient did not merely get well in spite of the treatment, but that he was cured by the action of the remedy. If a homœopathic physician goes to the bedside of a patient and, upon observing the onset of the symptoms and the course of the disease, sees that the symptoms do not follow this order after his remedy, he knows that he has had but little to do with the course of things."

Here Kent does not differentiate between acute and chronic disease in the application of the law. It is reasonable to assume, because of the lack of precision, that he meant all diseases, acute and chronic of venereal and non-venereal origin, would disappear in the direction described above.

When first studying homeopathy, I listened to the teachers and read the "classic" modern works, and assumed, like my fellow colleagues, that Hering's law had been an irrefutable fact recognized by Hering and the many succeeding generations of homeopaths, and that all patients, acute and chronic, without an exception, would, at all times, be cured in the afore-mentioned direction under careful homeopathic treatment.

Later as a practitioner, I carefully applied myself to put the general homeopathic training I had received to the test. Since then, I have been able to substantiate most but not all of the rules, principles and laws contained in the homeopathic doctrine promulgated by several generations of homeopaths.

So far, however, I have been unable to substantiate Hering's law. Indeed, very rarely do I see, for instance, in a patient with chronic polyarthritis, the symptoms disappearing from the head first and then to the hands and feet.

More often, the pain and other joint symptoms disappear in the reverse order of their appearance, even if it is from below upwards. In other words, if the arthritis manifested itself, as it happens at times, first in the knees and

then in the ankles, the ankles would get better before the knees.

Or in a patient affected by a complex of essentially functional complaints such as fatigue, anxiety, irritability, difficult digestion, joint pain and acne, rarely would I see the disappearance of the emotional disturbance first, then

the poor digestion followed by the joint pain and lastly the acne. With the simillimum most symptoms begin to improve simultaneously and disappear in the reverse order of their appearance, and not necessarily from above downwards and from inside outwards. In fact it is not uncommon that in such cases the acne, the last to have appeared, would disappear readily and the emotional state (the oldest symptom) would be the last to completely disappear.

While treating a patient with an acute febrile disease that had progressed in the first stage from chills to fever, then to perspiration and lastly to weakness, I would observe a rapid and gentle recovery but without the patient re-experiencing the perspiration, then the fever and lastly the chills. While recovering from acute diseases under homeopathic treatment, the patient does not re-experience the original symptoms one by one in the reverse order of their appearance. Many more troublesome exceptions similar to the above could be cited.

What was wrong with Hering's law as quoted above from Kent's Lectures on Homeopathic Philosophy? Had I misunderstood the law?

According to Webster's dictionary, a law is defined as a sequence of events that occurs with unvarying uniformity whereas a rule permits exceptions, and a dogma rests on opinion. Was this lack of confirmation of the said law due to "suppressive" homeopathic treatment as suggested by a number of theoretical and perhaps dogmatic homeopaths? If so, why have these so called "purists" not stood up and proven that all their cured cases followed the said law? To my knowledge this proof has not been forthcoming.

 

Was I the only practitioner in this position?

I questioned teachers and colleagues, some with many years of experience. Few could answer my questions and none has been able to substantiate from their own experience without the shadow of a doubt that Hering's law was

a true law of nature. It seems that most were in the same situation as me, even the supposed authorities would discuss the matter but in private with the author. It seems that we all had classic cases of cure from above downwards, from within outwards, from more to less important organs and in the reverse order of appearance of symptoms. But these absolutely "perfect" cases were only occasional. The majority of cured cases did not fulfill all the four cited criteria.

So I decided to go back to the sources.

On one hand, neither Kent, in his Lectures on Homœopathic Philosophy of 1900, nor Stuart Close, in The Genius of Homœopathy of 1924, nor Herbert Roberts, in The Principles and Art of Cure by Homœopathy of 1936 while discussing the above law, refer to it as Hering's law. None of these three authors makes any reference to Hering in their lectures on the law of direction of cure. On the other hand, Garth Boericke, in A Compendium of the Principles of Homœopathy of 1929, refers to it as Hering's rule but not as a law. Confusing, isn't it? Did Hering ever formulate a law on the direction of cure? If he did, why was his name not clearly associated with the law and was it as a law or a rule? Why was the literature so ambiguous?

At this point, I realized that the sources had to be explored further. The answers would all have to be within the literature of the nineteenth century. After a thorough examination of this literature I have so far been unable to find any of Hering's famous contemporaries and close colleagues discussing or making any reference to a law of direction of cure. Writings of Boenninghausen, Jahr, Joslin, P.P. Wells, Lippe, H.N.Guernsey, Dunham, E.A. Farrington, H.C. Allen, Nash, etc, were all silent.

When Hering died in 1880, colleagues all over the world assembled to pay tribute to the great homeopath. His many accomplishments were recalled. Strangely, none made any mention of a law of direction of cure promulgated by Hering. Arthur Eastman, a student who was close to Hering during the last three years of the venerable homeopath, published in 1917 Life and Reminiscences of Dr. Constantine Hering also without mentioning a law pertaining to direction of cure. Calvin Knerr, Hering's son-in-law, published in 1940, 60 years after Hering's death, the Life of Hering, a compilation of biographical notes. Again no mention is made of the famous law. Not only confusing, but also puzzling.

 

Obviously, the sources had to be further explored. Here are the fruits of this exploration.

THE HISTORY RELATED TO THE FORMULATION OF HERING'S LAW

A.: Hahnemann - 1811

With the first publication of his Materia Medica Pura in 1811, Hahnemann inaugurated a new arrangement of the symptoms: from above downwards, from inside outwards, but also from the parts to the generals.

B.: Hahnemann - 1828

In 1828, Hahnemann published his first observations and theories on chronic diseases.8 I summarize here the points most pertinent to the present discussion:

- "All diseases, acute and chronic of non-venereal origin, come from the original malady, called psora. (page 7)

- "A skin eruption is the first manifestation of psora. (page 38)

- "The skin eruption acts as a substitute for the internal psora (page 11) and prevents the breaking out of the internal disease. (page 13)

- "The more the skin eruption spreads the more it keeps the internal manifestations of psora latent. (page 40)

- "But when the skin eruption is suppressed with an external application or other influences the latent psora goes unnoticed and its internal manifestation increases. Then "it originates a legion of chronic diseases." (page 12) Incidently, for Hahnemann, a suppressed skin eruption is not driven into the body as it was popularly thought in his time, and even today by most homeopaths, but rather the vital force is compelled "to effect a transference of a worse form of morbid action to other and more important parts." (Introduction of the Organon of Medicine p.62)

- "Latent psora, an abnormal susceptibility to disease, will manifest itself as severe diseases after exposure to stress (or as he calls it, unfavorable conditions of life) acute infections, trauma and injuries, exhaustion from overworking, lack of fresh air or exercise, frustration, grief, poor nutrition, etc, and by "incorrect and weakening allopathic treatment". (page 48)

- "During the treatment of chronic diseases of non-venereal origin with antipsoric remedies, the last symptoms are always the first to disappear, "but the oldest ailments and those which have been most constant and unchanged, among which are the local ailments, are the last to give way." (page 135)

- "If old symptoms return during an antipsoric treatment, it means that the remedy is affecting psora at its roots and will do much for its thorough cure (page 135). If a skin eruption appears during the treatment while all other symptoms have so far improved the end of the treatment is close."

C.: Hahnemann - 1833-43

In paragraphs 161 and 248 of the fifth and sixth edition of the Organon of Medicine of 1833 and 1843 respectively, Hahnemann says that in the treatment of old and very old chronic disease, aggravation of the original disease

does not appear if the remedy is accurately chosen and given in the appropriate small doses, which are only gradually increased. "When this is done, these exacerbations of the original symptoms of the chronic disease can appear only at the end of the treatment, when the cure is complete or nearly complete." The original symptoms of a chronic disease should be the last to aggravate or become more prominent before disappearing. 10

In paragraph 253 of the same work, the author states that in all diseases, especially in quickly arising (acute) ones, of all the signs that indicate a small beginning of improvement (or aggravation) that is not visible to everybody, the psychic condition of the patient and his general demeanor are the most certain and revealing.

In paragraph 225, Hahnemann states that some psychic diseases are not the extension of physical disease but, "instead, with only slight physical illness, they arise and proceed from the psyche, from persistent grief, resentment, anger, humiliation and repeated exposure to fear and fright. In time such psychic diseases often greatly harm the physical health." In other words, Hahnemann had recognized the existence of psychosomatic diseases, those diseases which progress from within outwards and from above downwards.

This is the background that now leads us to Hering, who, among all Hahnemann's students, was most similar to him. Like Hahnemann, Hering was a true scientist who totally adopted the inductive method in his scientific pursuits.

D.: Hering - 1845

In 1845, Hering published in the preface of the first American edition of Hahnemann's Chronic Diseases an extract of an essay which was never published elsewhere, called "Guide to the Progressive Development of Homœopathy".

In this essay, Hering writes:

"Every homœopathic physician must have observed that the improvement in pain takes place from above downward; and in diseases, from within outward. This is the reason why chronic diseases, if they are thoroughly cured, always terminate in some cutaneous eruption, which differs according to the different constitutions of the patients.

"The thorough cure of a widely ramified chronic disease in the organism is indicated by the most important organs being first relieved; the affection passes off in the order in which the organs had been affected, the more important being relieved first, the less important next, and the skin last. (page 7)

"Even the superficial observer will not fail in recognising this law of order.

"This law of order which we have pointed out above, accounts for numerous cutaneous eruptions consequent upon homœopathic treatment, even where they never had been seen before; it accounts for the obstinacy with which many kinds of herpes and ulcers remain upon the skin, whereas others are dissipated like snow. Those which remain, do remain because the internal disease is yet existing... It lastly accounts for one cutaneous affection being substituted for another." (page 8)

Here Hering assumes that all chronic diseases (it is likely that he is referring here to diseases of psoric origin, i.e., non-venereal) progress from less to more important organs and disappear in the reverse order. This is compatible with Hahnemann's theory that all chronic diseases of non-venereal origin manifest themselves first on the skin then internally. (Concerning the theories of Hahnemann, Hering wrote in 1836 in the first American

edition of the Organon of Medicine: Whether the theories of Hahnemann are destined to endure a longer or a shorter space, whether they be the best or not, time only can determine; be it as it may however, it is a matter of minor importance. For myself, I am generally considered as a disciple and adherent of Hahnemann, and I do indeed declare, that I am one among the most enthusiastic in doing homage to his greatness; but nevertheless I declare also, that since my first acquaintance with homeopathy, (in the year 1821), down to the present day, I hve never yet accepted a single theory in the Organon as it is promulgated. I feel no aversion to acknowledge this even to the venerable sage himself. It is the genuine Hahnemannean spirit totally to disregard all theories, even those of one's own fabrication, when they are in opposition to the results of pure experience. All thoeries and hypotheses have no positive weight whatever, only so far as they lead to new experiments, and afford a better survey of the results of those already made. (page 17)

E.: Hering - 1865

It seems that Hering did not further elaborate on this subject, at least in the American literature, until 20 years later. In 1865, he published an article in the first volume of The Hahnemannian Monthly called "Hahnemann's three rules concerning the rank of symptoms". Hering states in this article that:

"The quintessence of Hahnemann's doctrine is, to give in all chronic diseases, i.e., such as progress from without inwardly, from the less essential parts of our body to the more essential, from the periphery to the central organs, generally from below upwards - to give in all such cases, by preference, such drugs as are opposite in their direction, or way of action, such as act from within outward, from up downward, from the most essential organs to the less essential, from the brain and the nerves outward and down to the most outward and the lowest of all organs, to the skin... All the antipsoric drugs of Hahnemann have this peculiarity as the most characteristic; the evolution of their effects from within towards without. (page 6-7)

"Hahnemann states, in his treatise on Chronic Diseases, American translation p.171: Symptoms recently developed are the first to yield. Older symptoms disappear last. Here we have one of Hahnemann's general observations, which like all of them, is of endless value, a plain, practical rule and of immense importance.

"The above rule might also be expressed in the following words: In diseases of long standing, where the symptoms or groups of symptoms have befallen the sick in a certain order, succeeding each other, more and more being added from time to time to those already existing, in such cases this order should be reversed during the cure; the last ought to disappear first and the first last." (page 7-8)

It is very clear here that Hering makes no mention of a law but rather of a rule, that the symptoms ought to disappear in the reverse order of their appearance during the homeopathic treatment of patients with chronic disease of psoric origin, the ones that progress from without inwardly, from less important to more important organs and generally from below upwards.

F.: Hering - 1875

In 1875, Hering published the first volume of Analytical Therapeutics of the Mind in which he stated that "only such patients remain well and are really cured, who have been rid of their symptoms in the reverse order of their development". (page 24) Here Hering makes no mention of the three other propositions regarding the direction of cure: from above downwards, from within outwards and from the more important to the less important organs. Why? Were they not considered as important to evaluate the direction of cure as stated in previous years?

In the same work, Hering also explains that he adopted Hahnemann's arrangement of the materia medica: "First inner symptoms, then outer ones. This order we have now uniformly preserved throughout the whole work." (p.21)

In explaining why he adopted this arrangement he says: "The arrangement as well as the style of printing, has the one object especially in view, viz.: to make it as easy as possible for the eye, and through the eye, for the mind to find what is looked for." He makes no mention of this arrangement corresponding to a direction of cure, as it has been suggested by some well wishing homeopaths.

G.: The origin of the term "Hering's law"

Where does the term "Hering's law" come from as it seems never to have been mentioned in the literature during Hering's time? The earliest mention

I have been able to find in the homeopathic literature dates from 1911, in an article published by Kent in the first volume of the Transactions of the Society of Homœopathicians called "Correspondence of Organs, and the Direction of Cure".

Kent writes:

"Hering first introduced the law of direction of symptoms: from within out, from above downward, in reverse order of their appearance. It does not occur in Hahnemann's writings. It is spoken of as Hering's law. There is scarcely anything of this law in the literature of homœopathy, except the observation of symptoms going from above to the extremities, eruptions appearing on the skin and discharges from the mucous membranes or ulcers appearing upon the legs as internal symptoms disappear.

"There is non-specific assertion in the literature except as given in the lectures on philosophy at the Post- Graduate School."

It is reasonable to assume that Kent was the one that officialized the term "Hering's law" and so inadvertently popularized the concept of the existence of a clear and precise law of direction of cure. (At least up till 1899, at Kent's Post-Graduate School of Homeopathics, the directions of cure were still called "the Three Directions of cure [given by Hahnemann].) 16 By using the name of Hering it is reasonable to say that Kent thus created false and misleading historical assumptions. Since H.C. Allen had died two years previously (1909), the profession, at least in North America, had no other leaders capable to refute Kent and defend the classic Hahnemannian tradition.

(It is to be remembered that in 1908 H.C. Allen had severely criticized the materia medica of the new synthetic remedies that Kent had been publishing since 1904 in The Critique. Kent was at the time the associate editor of this journal in which, almost monthly, he had been publishing the materia medica of a new synthetic remedy, each of very questionable value. During an open session at the annual meeting of the International Hahnemannian Association, Allen and G.P. Waring accused Kent of publishing materia medica that was "without proving or any clinical experience", which would have been completely contrary to the strict inductive method intrinsic to homeopathy.

Kent then stopped permanently the publication of these synthetic remedies, even the ones that he had previously promised for upcoming publication in The Critique. Although Kent continued to publish regularly in The Critique until 1911 he restricted his articles to reporting clinical cases rather than materia medica. Never was a synthetic remedy ever published by Kent after the initial criticism of Allen even in his own journal, The Homœopathician, that he founded in 1912. Furthermore, when Kent published the second edition of his Lectures on Homœopathic Materia Medica in 1912 [the first edition was in 1904], all the synthetic remedies published between 1904 and 1908 were omitted.)

In this same article, Kent says that in the course of treatment of a patient suffering with a psychic disease of the will (problems of affections, grief, anger, jealousy, etc), the heart or liver will be affected as the treatment progresses.

While in a patient suffering from a mental disease (problems of the intellect), the stomach or the kidney will be affected during appropriate homeopathic treatment. Were these comments on the direction of cure and correspondence of organs based on Kent's impeccable and meticulous observations or was he rather formulating hypotheses? He does not explain further but he does mention later in the same paper that "through familiarity with Swedenborg,

I have found the correspondences wrought out from the Word of God harmonious with all I have learned in the past thirty years. Familiarity with them aids in determining the effect of prescriptions."

 

[Dr. Prayfull Vijayakar]

In addition to the tenets of Herings’s Direction of Cure, cure should proceed from the more dangerous, destructive miasm to the less dangerous miasm, from Syphilis to Sycosis, from Sycosis to Psora , from Syphilis to Psora.

Nowhere was I able to find in the writings of Kent, including in a collection of not yet republished lesser writings, any other mention of Hering's law as to the direction of cure.

 

Discussion and Conclusion

First let us briefly review the highlights of what has been so far demonstrated:

- Between 1828 and 1843, Hahnemann enunciated his theories of chronic diseases and described his observations and rules about the progression and resolution of these chronic diseases. One key point of his theory is that a skin eruption is the first manifestation of psora, which is the source of all chronic diseases of non-venereal origin. In chronic disease the presenting symptoms of the patient ("those ailments which have been most constant and unchanged") may aggravate and will disappear in the reverse order of their appearance with the correct antipsoric remedies in the correct posology. Possibly, old symptoms may return during an antipsoric treatment. In all diseases, if after a homeopathic remedy the psychic symptoms are the first to improve or aggravate it is a most certain sign of curative change. For Hahnemann this inside outward improvement was not a law but rather a most certain sign of curative change. Finally not all diseases progress from outside inwards but certain diseases (psychosomatic diseases) can progress from within outwards.

- In 1845, Hering enunciated the original observations of Hahnemann as a law of order in a work never to be published. In this law he mentions essentially four points, that "the improvement in pain takes place from above downward; and in diseases, from within outward... Chronic diseases if thoroughly cured, always terminate in some cutaneous eruption" and lastly "the thorough cure of a widely ramified chronic disease in the organism is indicated by the most important organs being first relieved; the affection passes off in the order in which the organs had been affected, the most important being relieved first, the less important next, and the skin last". As a reader I do not clearly sense that Hering is officially proclaiming the original observations of Hahnemann as an absolute law but rather that there is a "law of order" during a curative process. Also I was unable to find Hering or any of his contemporaries referring further to this unpublished work or to a law of direction of cure.

- In 1865, Hering described these observations not as a law but as Hahnemann's general observations or as plain practical rules. Essentially he emphasizes the proposition that the symptoms should disappear in the reverse order of their appearance during the treatment of patients with chronic psoric diseases.

- In 1875, Hering now discussed only one proposition, that the symptoms will disappear in the reverse order of their appearance. The three other propositions are now not mentioned at all.

- All the illustrious contemporaries of Hering seems to remain silent on this point, at least from my review of the literature.

- In 1911, Kent, almost arbitrarily, calls the original observations of Hahnemann "Hering's law".

- Now, with Kent's powerful influence, most modern works and presentations on homeopathy began to declare Hering's law as an established fact and seemingly assumed that it has been thoroughly verified since the beginning of homeopathy, although no author, to my knowledge, has so far been able to substantiate what each is repeating from the other. Here is one clear sign which indicates how profoundly the homeopathic profession of today has been cut off from its original and most essential sources. During the years of its decline in the U.S. the profession experienced a gradual discontinuity from its original foundation and started to rely more and more on a neo-foundation dating back to the turn of the present century. Each new generation of homeopaths has readily accepted Hering's law as a perfect law of cure and so unintentionally perpetuated a misleading assumption. For students it is an attractive concept but we clinicians must stand up and report our observations even if they are contrary to the teaching we have received.

 

From reviewing the literature, it seems unlikely that the law formulated by Kent in 1911 is a fair represention of Hering's overall understanding of a direction of cure and that neither Kent nor anyone else has been able thus far to clinically demonstrate that the original observations of Hahnemann constituted in fact a perfect law of nature. But if we assume, for a moment, that the law formulated by Kent is true, would all symptoms then have to disappear, not only in the reverse order of their appearance, but also from above downwards, from within outwards and from more important to less important organs?

To comply with this law it would mean that all diseases to be curable must proceed from outside inwards, from below upwards and from less important to more important organs. Many acute diseases and a whole list of chronic diseases such as psychosomatic diseases and others that develop from within outwards (for example cases of arthritis followed by psoriasis), or diseases that develop from above downwards, as in certain cases of polyarthritis, would then be theoretically incurable. Or (since we know this not to be the case) they are curable, but represent notable exceptions to Kent's formulation of a law of direction of cure.

In many cases of chronic disease the direction of disappearance of symptoms will contradict at least one of the four propositions. I assume that we all agree that the enunciation of a law must be based on impeccable observations. A law, if it is to be called a law, must explain all observable phenomena of direction of cure. It is unacceptable to use limited or even selected clinical phenomena to confirm a supposed law.

This situation appears to exist when certain homeopaths in their attempts to defend "pure" homeopathy subscribe to the position that what is observed as contrary to Hering's law, as formulated by Kent, is only due to poor prescribing, suppressive at times, palliative at best but surely not curative. For them what is wrong, is not the law but the prescription: "the simillimum was not given."

 

Personally I use and can daily confirm the original observations of Hahnemann concerning the direction of cure and have found them extremely helpful to evaluate the evolution of diseases or of cure but I have not been able to substantiate these observations as a law and have not yet found a colleague with such substantiation. I use them as plain practical rules.

Probably by the end of my career, homeopathy will have become widely accepted. I would then resent it if a group of objective scientists clinically investigate the principles of homeopathy, and find numerous exceptions not abiding to our idealistic or dogmatic conception of Hering's law; thus renderiing it only "a plain, practical rule". I would similarly resent having a group of scientists saying that for the last hundred or more years the homeopathic profession has been blindly erring in assuming that Hering's law was an irrefutable fact.

 

Five of the many plagues that have hindered the growth of homeopathy are ignorance, egotism, dogmatism, idolatry and the diversion from the inductive method. In his last address to the profession in an article published in the August 1880 (Hering died on July 23, 1880.) issue of the North American Journal of Homœopathy, Hering warned us that "if our school ever gives up the strict inductive method of Hahnemann we are lost, and deserve to be mentioned only as a caricature in the history of medicine." Indeed, since its early beginning the tendency to rationalize the practice of medicine has also constantly threatened homeopathy. Hahnemann, who had a thorough understanding of the history of medicine, knew that the only sure way was based on the experimental method. Hering demonstrated the same rigor. Unfortunatively, we can not say the same of Kent. Let us now start carefully observing and reporting any facts that would help to perfect Hahnemann's original observations. If a direction of cure can be expressed within the context of a law, then so be it. But until demonstrated otherwise, it should remain "a plain, practical rule". The law that we suspect still needs to be rightly formulated.

At present it seems appropriate to refer to these observations as the rules of the direction of cure. To refer to these as Hahnemann's or Hering's rules may further prolong the confusion. From my personal experience, it appears that the four rules are not applicable to all cases and that there is a hierarchy among them, i.e., they do not have equal value. The first indication that a disease is being cured under homeopathic treatment is that the presenting and reversible (Many symptoms related to irreversible lesions can not be expected to totally disappear; consequently the more a symptom

is related to organic changes, the less likely, or more slowly it will disappear. The greater the irreversibility of the pathology the greater the symptoms will linger. The practitioner can easily be confused by these important exceptions, which are often not well perceived. Therefore this rule [of symptoms disappearing in the reverse order of appearance] is generally less applicable to symptoms deriving from organic lesions.) symptoms of the disease will disappear in the reverse order of their appearance.

 

This confirms the observations as pointed out originally and plainly by Hahnemann in The Chronic Diseases and later by Hering in 1865 and 1875. This means that during the treatment of patients suffering with chronic diseases

of non-venereal origin and also at times with acute diseases, the presenting symptoms of the patient's chronic dynamic disease (as opposed to the symptoms resulting essentially from gross error of living) will disappear in the reverse order of their appearance. So the presenting symptoms that have developed in the order of A B C D E seem to consistently disappear in the order of E D C B A. This rule seems to have supremacy over the other three rules: from more important to the less important organs, from within outwards and from above downwards.

 

The word "presenting" is here emphasized in order to state perfectly clearly that the symptoms that will disappear in the reverse order of the their appearance are only the presenting symptoms, and that it is not at all expected that every ailment experienced by the patient in his past will again be re-experienced under homeopathic treatment. In fact only a few of these old symptoms and conditions will reappear during a homeopathic treatment, usually the ones that have unmistakably been suppressed by whatever influences. Beside antipathic treatment that will suppress symptoms and normal functions of the organism (perspiration or menses) there are other measures which will cause suppression of symptoms, first, dissimilar diseases, natural or artificial; second, external influences such as exposure to cold temperature, (i.e., suppressed menses from getting the feet wet); and lastly, internal influences that cause the person to suppress emotions such as anger or grief. This rule concerning cure in the reverse order of appearance of the presenting and reversible symptoms of the disease is the most important of the four as it is observable in almost all cases. The importance of this rule is well emphasized by Hering in 1865 when he mentioned:

 

"This rule enables the Hahnemannian artist not only to cure the most obstinate chronic diseases, but also to make a certain prognosis when discharging a cases, whether the patient will remain cured or whether the disease will return, like a half-paid creditor, at the first opportunity."

 

2nd most important (applicable) rule in the hierarchy is that cure will proceed from more important to less important organs. Third in importance is the rule that cure will proceed from within outwards. Fourth, least important and least often observable, the cure will proceed from above downwards. Hahnemann's observation thatof all the signs that indicate a small beginning of improvement, the psychic condition of the patient and his general demeanor are the most certain and revealing is seen as the source of the last three rules. "The very beginning of improvement is indicated by a sense of greater ease, composure, mental freedom, higher spirits, and returning naturalness." (paragraph 253) 10 This original observation of Hahnemann, which is verified daily, does not contradict the first rule in any case because the first sign of improvement can be and is often different than the symptom that would first disappear.

 

Consequent to Hahnemann's theory, (that all diseases, acute and chronic of non-venereal origin, come from the original malady called psora and its first manifestation is a skin eruption) all cases of chronic disease of dynamic origin must develop a skin eruption to be totally cured. As it seems unfeasible to demonstrate, it should at best be used as a working hypothesis and not as a law. For a law to exist it must be demonstrable without exception. Hahnemann had a clear opinion about the role of the physician as theorist when he wrote in the preface to the fourth volume of “The Chronic Diseases”:

 

"I furnished, indeed, a conjecture about it [on how the cure of diseases is effected], but I did not desire tocall it an explanation, i.e., a definite explanation of the modus operandi. Nor was this at all necessary, for it is only incumbent upon us to cure similar symptoms correctly and successfully, according to a law of nature [similia similibus curantur] which is being constantly confirmed; but not to boast with abstract explanations, while we leave

the patients uncured; for that is all which so-called physicians have hitherto accomplished."

 

To end this thesis, I would like to leave you with the spirit of some pertinent thoughts of Constantine Hering. In 1879, in the last two paragraphs to the preface of his last work, The Guiding Symptoms of our Materia Medica, he writes:

"It has been my rule through life never to accept anything as true, unless it came as near mathematical proof as possible in its domain of science; and, in the other hand, never to reject anything as false, unless there was stronger proof of its falsity.

"Some will say, "but so many things - a majority of all observations - will thus remain between the two undecided." So they will; and can it be helped? It can, but only by accumulating most careful observations and contributing them to the general fund of knowledge."

 

And finally he wrote in 1845 in the preface of Hahnemann's Chronic Diseases:

"It is the duty of all of us to go farther in the theory and practice of Homœopathy than Hahnemann has done. We ought to seek the truth which is before us and forsake the errors of the past." (page 9)

 

 

Vorwort/Suchen                                Zeichen/Abkürzungen                                   Impressum