Spinnen Anhang-d

 

Repertory:

Sensitive to music, noise, vibration, light                                    Aranea diadema Tarantula hispanica Theridion Lat-m

Teasing, Witty                                                                        Aranea Ixobola, Tarantula hispanica, Latrodectans mactans, Aranea, Ixobola, Loxosceles reclusa

Cunning, Sly, Deceitful, Plotting                                                  Tarantula hispanica, Latrodectus

Restless, active, compelled to move                                                Aranea diad, Mygale, Tarantula hispanica, Theridion                           

Restless yet < least motion                                                              Latrodectus mactans

Nervous                                                                                    Theridion

Sense of danger, threat                                                            Latrodectus mactans, Mygale

Concern for family’s health                                                            Aranea ixobola

Wants to fight, boxing                                                            Aranea ixobola, Tarantula hispanica,

Twitching, jerking                                                                        Mygale, Tarantula hispanica

Cramping pain                                                                        Aranea ixobola, Latrodectus mactans

Tension, constriction, angina                                                            Latrodectus mactans

Abdominal pain, back pain                                                            Latrodectus mactans, Loxosceles reclusa

Cardiovascular disorders, heart palpitation                                    Aranea ixobola, Latrodectus mactans, Mygale

Inflammation, lymph, cellulitis, oedema                                    Latrodectus katipo

Nerve pain                                                                                    Aranea diadema, Aranea ixobola

Sensation of swollen enlargement                                                Aranea diadema

Violent (troublesome) sexual passion                                    Mygale, Latrodectus hasselti

Crave coffee, tobacco, smoking                                                Aranea diadema, Aranea Ixobola,

Icy coldness hands + feet, chilliness                                                Aranea diadema, Aranea Ixobola, Mygale, Tarantula hispanica, Theridion

Burning pains                                                                                    Latrodectus hasselti

Chilly but flushes of heat                                                            Latrodectus mactans

Head belongs to another                                                            Theridion, Latrodectus mactans

Flying, floating in the air, vertigo                                                Latrodectus hasselti

Crying in fully grown men                                                            Latrodectus mactans

Better open air                                                                        Aranea diadema, Aranea ixobola, Tarantula hispanica

Worse, cold, damp                                                                        Araena diad, Latrodectus mactan, Tarantula hispanica

Better warm bathing                                                                        Latrodectus mactans

Periodicity                                                                                    Aranea diadema, Mygale, Tarantula hispanica

Sensation hollow, emptiness                                                            Loxosceles reclusa

 

[sven sauter]

Repertorium:

Abhängig

Abschied (plötzlich/unerwartet)

Abseilen

Acht (Zahl)

ADHS/hyperaktiv

Aggressiv

Aktiv fruchtlos/arbeitsam/< Untätigkeit

Alien/Außerirdische/UFO

Sucht (Entwöhnung)

Anerkennung

Angina pectoris

Angst (ausgeschlossen zu werden/eigene Bedürfnisse zu leben/bewusstseinserweiternde Drogen/Dunkelheit/zu ersticken/vor Spinnen/vor dem Sterben/Fliegen/Höhe/Klaustrophobie)/Furcht (ausgeliefert zu sein/zu ersticken/Narkose/Operation/Spinnen)

Anklagend/beklagt sich/jammert/

Anorexie/Bulimie

Angespannt

Apoplexie

Appetit vermindert (und vermehrt Durst/trotz großer Leistung)

Asthma/Atemnot/Ersticken

Augen (exophtalmisch/< schließend/brennend)

Ausgeliefert sein/ausgesaugt werden/> Distanz

Beachtung

Beißen

Berechnend

Bergsteigen

Berührt durch nichts/< Berührung

Betrügerisch

< Bevormundung

Bewegung (>/auffällig/blitzschnell/> rhythmisch/ruckartig)

Blut(gefäße)/Blutung

Borreliose

Brady-/Tachykardie

Carcinome/Cyanose

Depressiv/hypochondrisch

Drogen (abgeneigt/Angst davor/bewusstseinserweiternde/verlangt bewusstseinsdämpfende)

Durchtrieben

Eilig/impulsiv

Sich einspinnen lassen/umgarnen/Erbeuten/Falle/gefesselt sein/gefangen sein/isoliert/Verfangen (in Leidenschaft)/verwickelt

Einzelgänger/-kämpfer

„Wie elektrische Schlägen“

EmpfindLICH (Erschütterungen/Vibrationen/Schwingungen/Geräusche)

Erregt/erregbar/aufgeregt

Empfindungslos

> Erbrechen

Faden (rote/verlieren/abschneiden/in die Hand nehmen)/Schicksalsfaden

Fallschirmspringen

< Feuchtigkeit

Frau dominant (Mutter/Großmutter)

Frösteln/Kälte/Hitzewallungen/> Wärme

Geburt (schwierig/zögerlich)/in Sekte o. Pfarrhaushalt

Gefühllos/taub (Glieder)/gefühlskalt/durch nichts berührt/gleichgültig

Geheimnis(voll)

Gewalt (plötzlich kurz/Zuschlagen)/heftig/Jähzorn/Raserei/reizbar/wild

Gift(gas)/Vergiftung

Handwerk (Weben/Häkeln/Spinnen/Stricken)

Hund (</Furcht/Träume)

Hysterisch/Psychose

Klebrigkeit

Klumpen (auf der Brust/im Magen)/Knoten

Kontrolle verlangt danach (Kontrolle durch anderen abgeneigt)/Territorial/verlangt absolute Unabhängigkeit/Verfolgt/Verstecken/möchte nicht gezwungen

Kopf und Bauch getrennt

Kopflastig

Leidend

Leidenschaftlich/unüberlegtes Handeln

Mann schwach

Masochistisch/sadistisch/misanthrop

Missbrauch sexueller

Misstrauisch

Mitleid fehlt (nicht bei Tieren)

Im Mittelpunkt stehen, </verlangt danach

Musik (>/empfindlich/verlangt danach)

Mütterlichkeit fehlt/übertrieben

Neckisch/verschmitzt

Nervös/ruhelos/verletzlich

Saugt an etwas/Saugglocke

Periodisch/plötzlich/Rhythmisch (>)

Pubertät

Radfahren

Schuld (vermittelt anderen den Eindruck an ihrem Unglück Schuld zu sein/anderen sind an ihrem Unglück Schuld/i.v.m. Sex)

Schwarz (Kleidung)

Schwerelos

Schwimmen, kann es nicht/ist der Beste

Selbstmord durch Erhängen

Selbstverletzung (sich Gesicht zerkratzen/sich schneiden)

Sex (Konflikte/sado-masochistisch/mit Schuldgefühle/Mann unsicher beim Sex/Verlangen vermehrt/Verweigerung)

Sexualisiert

Spinnen (abgeneigt/begeistern/Furcht/Lieblingstier/in Träume)

Stottert

Stur

Sucht (Alkohol/Tabak/Tabletten)

Tabak (empfindlich/>/<)

Tanzen (verlangt danach/>)

Tarnung/Täuschung/verborgen/verbergen

Tod (plötzlich eines geliebten Menschen)

Traurig

Unentschlossen

„Wie unverstanden“

Verschwörung

Verrückt/wahnsinnig

Vertrauen mangelt

Verzweiflung

Wahnidee (umgeben von Feinde/schickaniert zu werden/verfolgt zu werden)

Wasser als Element (>/</verlangt danach)

Wetter (feuchtes nebliges/feucht-kaltes)

Zeit vergeht zu schnell

Schwindel: im Allg.

Kopf: Kongestion zum Kopf

Kopfschmerz (und benommen/im Hinterkopf/im Stirn/Migräne)

Bauchdecke gespannt

Glieder: Schmerz

Urin: mehr

Sehen: Doppelt/flimmerend

Ohren: Tinnitus

Nase: Bluten

Gesicht: Sinusitis

Mund: trocken/Geschmack unangenehm

Zahnschmerz

Speichel weniger

Magen: Übel

Sexorganen: Orgasmus fehlend/schwierig

Weibliche Sexorganen: Dysmenorrhoe

Husten: im Allgemeinen

Rücken: Wirbelsäule

Nackenschmerz

Glieder: UNruhig

Schlaf: Schlaflos

Träume: Sarg/gläserne Raum/Hund/Spinne)

Fieber: intermittierend

Haut: Juckreiz

Allgemein:

Modalitäten: >: Bewegung/Musik/Tanzen/Zigaretten;

<: Berührung/Feuchtigkeit (Wetter)/Kälte/Lärm/Liegen/sich hinlegen/Waschen/Wasser/Zigaretten;

Krabbeln/Kribbeln

Krämpfen

Krankheit schleichend maskiert (plötzlich auftretend)

Krebs

Kreislauf (Hypo-/Hypertonie)

Lähmungen/Parästhesien (Gesicht/Glieder)

Beschwerden Leber/Nerven (Neuralgie/Schwäche)/Herz (Tachykardie)

Leukozytose = Vermehrung an Leukozyten (weiße Blutkörperchen)

Lungen(blutung)/Tb.

Lymphdrüsen (Schmerz/Schwellung)

Magenschmerz (direkt nach dem Essen/“Als ob Stein im Magen“)/Rückenschmerz

Narkose/Operation, Beschwerden während/danach

Netz(werk)

Organen: Blut(gefäße)/Genitalien/Herz/Knochen/Leber/Lunge/Milz/Nerven

Periodisch

Schmerz: bohrend/brennend/stechend/unerträglich/unempfindlich

Schmerzlos

Speisen und Getränke: >: Kaffee; <: Kaffee/Milch; Verlangt: flüssige Nahrung/kalte Milch/leicht verdauliche Nahrung;

Zittern/Zuckungen

 

[Norbert Enders]

Im Kampf des Menschen mit dem Bösen, dem Dämonischen, nehmen die Tänzer und Tänzerinnen im Trancezustand Verbindung mit den Göttern auf,

Die mechanisierte Fortbewegung Deshalb erscheint uns die Benutzung dessen, was wir als ihre Beine deuten, als das Ergebnis einer technisierten Mechanik. Durch instinkthafte Nerventätigkeit gesteuert, gestaltet sich die Fortbewegung wie die Steuerung eines Roboters.

Vorliebe für analytische Denkprozesse mechanisierte Bewegungen der Gliedmassen rhythmische nervöse +/o. konvulsive Ticks

Gefühl von Zittern, Zucken, Rucken im ganzen Körper

feinnervige Unruhe

Veitstanz

epileptische Hirnkrämpfe mit Pseudoohnmacht, wenn nicht beachtet wird

amyotrophe Lateralsklerose, MS, Parkinson

Abgehackte, stockende, laute, barsche, befehlende Aussprache infolge erhöhter Spannung sämtlicher Nerven und Körpermuskeln

Für den Betrachter eine in höchstem Maße auffallende Gangart. will es mit allem Bestreben anders machen als andere und dabei auffallen

Präzise Mechanisierung

Ziel jeder Mechanisierung ist Höchstgeschwindigkeit, was die Spinnenmechanik mit größter Perfektion umsetzt. Blitzschnell jagt sie aus einem Zustand

kataleptischer Starre auf ihr Opfer zu, um ebenso schnell wieder lähmungsartig zu erstarren. Immer in höchster Eile

Arbeitssucht, stürzt sich in oft fruchtlose Aktivitäten, um Anerkennung seiner Umwelt ringend, Publikum brauchend

Geschwindigkeitswahn, Rennsucht, Faszination für technisierte Abläufe mit Höchstleistung, Sport

Feinarbeit mit höchster Konzentration

Hyperaktivität

verzerrtes Zeitempfinden: Zeit vergehe zu schnell, die andern sind zu langsam.

Begeben wir uns in eine jener archaischen Welten aus denen die Homöopathie tief greifende Arzneien schöpft. Neben der Welt der Schlangen, der Pilze, der Nachtschattengewächse platziert sich ebenbürtig die Welt der Spinnen. Archaische Welten sind in unserer Empfindungswelt durch zunehmende

Naturferne und Entfernung von unserem archaischen Stammhirngeschehen obdachlos geworden. So wird uns verständlich, dass neben der Schlangenwelt der

Zugang zur gleichermaßen nachtaktiven Spinnenwelt, die Kopftätigkeit und Gedankenwelt veranschaulichen, eher von Ekel und Furcht als von Faszination

gekrönt ist. Entsprechend fällt uns der Zugang zum Menschen, der einer Spinnenarznei bedarf, nicht sehr leicht. Er bedarf zunächst einer intensiven Auseinandersetzung

mit dem Mikrokosmos der Jagd- und Netzspinnen, um ihre Bedeutung im Makrokosmos und ihre Botschaft an uns Menschen zu erahnen.

Die Ursubstanz und ihre metaphorische Bedeutung für den Menschen

Was ist es demnach, das beim Anblick einer Spinne unsere Empfindungswelt mit Abscheu besetzt?

Zunächst ist es das uns Fremde in der Besonderheit ihrer non vertebralen Erscheinung und Fortbewegung.

Der Chitinkörper aus verhärtetem Eiweiß umschließt die Organe wie einen Panzer.

Engegefühl, wie in einem Panzer

Zusammenschnürungsgefühl

„Wie zum Platzen“

Der Kopf bildet mit dem Thorax eine Einheit, was den Hals vermissen lässt.

„Als ob Kopf vom Körper getrennt“/“Kopf sitze wie ein eingetriebener Pflock auf der Wirbelsäule“

Hals wie gestaut

 

Tarantula hispanica, Mygale (kommerziell Aranea avicularis genannt, hat mit Aranea überhaupt nichts zu tun, ist mit Tarantula cubensis verwandt), Latrodectus mactans,

Theridion und Aranea diadema (Aranea ixobola geprüft mit ausschließlichem Chelicerengift).

Zeit ist zu kurz, Angst vor dem nahenden Tod

alle Beschwerden und extreme Unruhe

Die Eile stellt den Gegenpol zur kataleptischen Starre der Spinne dar, aus der sie mit höchster Anspannung vibrationsartig wahrnimmt.

immer angespannt wie eine Spirale kurz vor dem Zerreißen

verfällt nach reichlicher Aktivität in lähmige Starre

Erschöpfungszustand, Ohnmacht

Lähmigkeit, Lähmung

rascher Stimmungswechsel

 

Beachtet wir nun, dass präzise Mechanisierung immer ein Produkt des Hirns ist, also der Nervenerregung, der Gedankenwelt, des Ichbewusstseins, dann verstehen wir, weshalb sich in dieser Tätigkeit eine enorme Kälte ausbreitet, die der Empfindungswelt und den sozialen Beziehungen keinen Zutritt gewährt.

Egozentrik

Verlust der Gefühlswelt

Gefühl von Eiseskälte bis in die Knochen

mangelnde Lebenswärme, Todesnähe

Kälte steigert sich parallel zum Krankheitsprozess

als Ergebnis mangelnder emotionaler und sozialer Beziehungen

alle Beschwerden sind von intensivem Kältegefühl begleitet

alle Ängste entspringen dem Kopf

Ein weiterer Aspekt drückt sich im regelmäßigen Wiederkehren der Funktionen aus, was sich in der menschlichen Pathologie als periodisch tägliches, monatliches oder jährliches Wiederkehren von Beschwerden ausdrückt.

Die Vibrationsorgane

Die Beine dienen nicht nur der Fortbewegung, sondern sind mit höchst empfindlichen Vibrations-Sinnesorganen ausgerüstet.

alle Sinne höchst empfindlich: grelles Licht, grelle Farben; abgestandener Rauch, Gewürze, „alles riecht übel“; Geräusche dringen in den Körper,

Lärm schmerzt im Kopf; geschmacksempfindlich, „alles schmeckt übel“ oder nichts schmeckt; höchst berührungsempfindlich, Schmerz verursachend,

„fass’ mich nicht an!“ [Todesgefahr], „ich will nicht, dass auf mir herumgetrampelt wird!“

fühlt seelisch-geistige Schwingungen anderer sendet animierende erotische Schwingungen aus

Mit ihnen spürt sie ihre Opfer auf und „beobachtet“ sie aus erstarrter Entfernung.

wenngleich äußerlich blockiert, wird das Innere beherrscht von einem Vibrationsgefühl, das die Schwingungen seines Umfeldes zu erfühlen erlaubt

Der Beutefang und das Opfer Ergänzen wir im Weiteren unsere Betrachtung mit der Hinwendung zum Opfer. Hier beginnt das, was wir als spinnentypische

heimliche Schläue und Grausamkeiten empfinden und was sich als täuschende List und unheimliche Gewalt in den Arzneibildern ausdrückt.

mechanisiertes, instinktgebundenes Gesamtverhalten mit unabänderlicher Gesetzmäßigkeit

Aus gesichertem Hinterhalt beobachtet oder besser erfühlt sie ihr Opfer in einem Zustand absoluter Unbeweglichkeit, aus der sie blitzschnell zugreift.

Täuschungsmanöver sieht und hört alles aus seinem Versteck plötzliche hinterlistige, gewalttätige Impulse

Listig, pfiffig, schlau, „spinnt sich was zu Recht“

Lügt zielbewusst mit überzeugender Selbstsicherheit

betrügt zum Erreichen eines ganz bestimmten Zieles

Verheimlichung aus Zielstrebigkeit bewegt sich oft am Rande der Kriminalität

Politische und wirtschaftliche Intrigen

Mit dem Gift ihrer Greifzangen lähmt sie dessen Nerven, indem sie mit höchster Präzision in den Nacken beißt.

Berührung wird als Schmerz empfunden; heftig stechende neuralgische Schmerzen, Gefühl, tausend Nadeln stächen ins Gehirn;

Einführen des Penis, Ejakulat und Schwangerschaft höchst unangenehm, so als penetriere etwas Fremdes

Das Weibchen

Hier begegnet uns einerseits der ewige Konflikt mit dem alles beherrschenden Urweiblichen aus zweierlei Sicht. Einerseits der zerstörerischer Aspekt durch

Lieblosigkeit, die Vergänglichkeit durch aggressive Sexualität und andererseits der heilender Aspekt mit Befreiung der Lust durch Liebe, Leidenschaft und

integrierte Erotik. Denn das Weibchen überragt ihren Partner an Größe und Giftigkeit und dominiert den Begattungsakt.

Starke, beherrschende Frau von muskulösem, virilem Habitus, die ihre Weiblichkeit versteckt und alles tut, um jung zu erscheinen, mit ihrer Abneigung gegen männliche Unterordnung nach dem Motto „ich zeig’ ihm schon, wo’s lang geht!“, mit rascher Auffassung, rascher Handlungsfähigkeit, mit subtilem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit

und weniger subtilem Hang zur Auffälligkeit schwächliche, unterdrückte Männer mit Minderwertigkeitsgefühlen, mit ausgesprochenem Hang zu dominierenden Spinnenfrauen in karmischer Wiederholung einer Sado-Maso-Beziehung

Andererseits erleben wir die ausgesprochene Polarität heimischer Fürsorglichkeit und rücksichtloser Brutalität, stets beachtend, dass wir Menschen dies derart empfinden, obwohl diese Phänomene nichts destotrotz als feste Bestandteile in den Arzneibildern der Spinnen eingekerbt sind.

Lange trägt die Spinnenmutter den Kokon ihrer Brut umgarnt am Bauch und die geschlüpften Jungen auf ihrem Rücken (außer Aranea) die sich selbst als Nahrung opfert, bevor ihre Nachkommen flügge werden.

Überstülpungstaktik lebensfeindlicher Fürsorge, die kein eigenes, weltzugewandtes Gedeihen zulässt mit kompensatorischer Revolte gegen alles Bestehende und Bestand habende. Sollte aber eines ihrem Rücken entgleiten, wird es umgehend aufgefressen. rücksichtslos über alles herrschende, alles bestimmende und besser wissende Mutter

Das Männchen

Das vergleichsweise unscheinbare Männchen ist existenziell dem Koitus verschrieben.

Neigung zu dominanten, mütterlichen Partnerinnen

Minderwertigkeitsgefühle werden durch egozentrische Sexaktivität kompensiert

Dauererektion oder mangelnde Erektion, frühzeitiger Erguss enormer Sexkonsum, ewig auf Jagd nach Opfern

Aggressiv-erotische Besessenheit ohne Herz, ohne Liebesfähigkeit und mit Vorliebe für Verbotenes

Es umwirbt sein Zielobjekt mit Streicheln, Tänzeln und bei Netzspinnen mit Trommeln am Netz als verstecke sich hinter seiner Kaltschaligkeit eine romantische Seite.

Tanzsucht, liebt rhythmische, sich stets wiederholende Musik, keine laute Rockmusik, Pop, Punk, Funk, „Elektroscheiß“ o.ä., da höchst lärmempfindlich, eher Techno-Disco, was mehr mit exhibitionistischer Darstellung als mit ästhetischer Harmonie zu tun hat, sondern die seinem inneren Rhythmus entspricht, seine Anspannung beruhigt, seine gehemmten Instinkte und Gefühle befreit Tanzlust, verstanden als rituelle ekstatische Befreiung pubertierender Mädchen von der „Sündhaftigkeit“ aufkeimender Sexualität und pubertierender Jungs von der Phallus fressenden Mutter zeitgenössische Befreiung der Lust aus dem Gefängnis des christlichen Verbotes, völlig frei und ohne Zwang in Discos mit oft anmutig erscheinenden Bewegungen samstags endlich den Instinkten freien Lauf lassen

all das als Selbstheilungsversuch verstanden im Verständnis der modernen Musiktherapie

Musikgruppentrommler mit verzerrten Gesichtsmuskeln unerträgliche Nackenverspannung

Gefühl von Rucken, Zucken, Zittern der Muskeln

Gefühl von Ameisenlaufen und Taubheitsgefühle der Extremitäten

piekst mit unschuldiger Miene sein jüngeres Geschwisterchen

haut brutal auf Jüngere und Ältere, oft ohne Kontrolle

Gleichzeitig verflüssigt ihr Gift das Innere des Opfers, da ihr Verdauungssystem nur Flüssiges verträgt. Diese komplette Auflösung erinnert metaphorisch an einen

Neubeginn.

verträgt nur flüssige Nahrung, Festes hinterlässt ein Gefühl der Völle, der Fremdheit, der Last!

Danach saugt sie ihr Opfer völlig aus. saugt andere rigoros aus mit dem Bedürfnis nach Schutz und Abhängigkeit

fühlt sich von seiner inneren Urmutter, der alles verschlingenden Vagina, ausgesaugt, verraten, verkauft, vergessen, ist stets in Alarmzustand

Sodamasochismus als Lösungsversuch, mit seiner ihm angetrauten Umwelt leben zu können, anstatt sie befreiend zu verlassen

seelisch ausgelaugte, von ihrem Kind tyrannisierte Mütter

Dabei schwillt ihr Körper zu ungewohnter Fülle an, was wir als Kriterium allgemeiner Übertreibung verstehen.

Bulimie

übertriebenes Selbstbild, fühlt übertrieben

unangreifbarer Macho beiderlei Geschlechts als Schutz vor Verwundung ihrer Anima, die rigoros verleugnet wird Geltungssucht, um mit aller Vermessenheit anders

sein zu wollen als andere

            Soweit die Jagdspinnen (Tarantula, Mygale);            

Netzspinnen (Latrodectus, Theridion, Aranea) umgarnen ihr verwirrt strampelndes Opfer lange vor dessen Abtötung.

fühlt sich überfordert, enorme Schwäche

totale Verwirrung

Da allerdings Opfer nicht ein tägliches Geschenk sind, erträgt die Spinne erstaunlich lange Hungerperioden.

Essen ist ein stetes Problem

isst nur das Allernotwendigste, die kontrollierende mütterliche Überstülpung wird zurückgewiesen

Anorexie mit vollständigem Appetitverlust als Ausdruck einer demonstrativen Protestaktion gegen ein Nicht-Wahrgenommen-Werden durch die anderen.

Im Stich der Spinne verwirklicht sich symbolisch die Aggression als unerträgliche Penetration.

Die Kreuzspinne umgarnt ihr strampelndes Opfer, bevor sie es tötet.

Ihr Kreuz erhielt sie der Legende nach durch den Schatten des Kreuzes Christi, der auf ihren Körper fiel.

kreative Leistung durch Genauigkeit, Gewissenhaftigkeit, Ordnungsliebe

Dabei befestigt die Spinne ihr Netz an vorgegebenen Dingen, die gewöhnlicherweise nicht zueinander passen oder wenigstes nichts miteinander zu tun haben

extreme Vielfalt der Charaktere in fest gefügter, vernetzter „Spinnenfamilie“, nicht einer passt zum andern

In ihrem vollendeten Gewebe nimmt sie entweder in dessen Mitte Platz wie Aranea oder begibt sich in gesicherte Entfernung, stets in enger Verbindung

mit ihrem Netz und stets mit dem Kopf nach unten hängend.

Erdbezogenheit, Kopftätigkeit, Kälte, analytischer Denker

Die Spinnweben einschließlich des außergewöhnlich dehnbaren, reißfesten, seidenen Sicherungsfadens (=  „Schleppfaden“) mit dem alle Netzspinnen unmittelbar

ausgerüstet sind, symbolisieren die Umsetzung eines Plan, eines Projekt, einer Idee“.

Das heißt, sie stellen wiederum – wie alle Produkte und Metapher der Spinnen – das Ergebnis reiner Kopftätigkeit dar. Die Spinne bildet demnach mit

ihren Fäden eine vitale soziale Einheit, aus der sie in solchen Augenblicken entgleitet, in denen sie den stets engen Kontakt mit ihrem Netz oder ihrem

Sicherungsfaden verliert.

Sicherungsfaden gerissen; rennt ziellos umher, völlig verwirrt, sucht Halt plötzliche Panikanfälle, meist ohne sichtbaren Anlass; Kontrollverlust über die im Seelendunkel

versteckten Erlebnisse extrem unsicher, ungelenk, orientierungslos, ohne Selbstvertrauen noch Selbstwertgefühl, kompensiert durch zwanghaften Fleiß

linkisch, unbeholfen, tollpatschig, braucht Anlehnung, Halt, feste Struktur

gestörte Selbstwahrnehmung in Bezug auf seine Umwelt; Empfindungen werden furchtsam mit böse, einspinnend, vernetzend inzestartige Mutter-Sohn-Beziehung

Teilweise frisst sich die Brut gegenseitig auf, was wir als Folge eines Automatismus der mechanisierten Nerventätigkeit zu verstehen haben.

unerbittlicher Konkurrenzkampf; unmotivierte Zerstörungssucht, immer periodisch zur gleichen Zeit

plötzliche Impulse, sich und anderen hinterlistig zu schaden, so geschwind, dass vermeidendes Eingreifen unmöglich ist; lacht sich kaputt danach oder bereut sein Tun kurzfristig

Die Nachkömmlinge der Aranea allerdings zeigen uns das Beispiel eines raschen Heilweges, der gleich zeitig das therapeutische Ziel unseres Bemühens um

den spinnenbedürftigen Menschen beinhaltet. Kaum geboren, saugen sie ihre Mutter aus, spinnen einen luftleichten Faden und lassen sich dahin treiben; ein

Akt, der als „Balooning“ seinen Einzug in die homöopathische Literatur fand.

auf eigenen Füßen stehen, nicht auf dem Rücken der Spinnenmutter gepäppelt werden

nix wie weg aus dieser inzestuösen Beziehung, um ihrem kaltblütigen Fraß nicht zum Opfer zu fallen

in allem frühreif

Metaphorische Zusammenschau

Die auffallendste Symbolik finden wir also in dem, bezeichnet als „Genius“ der Spinnenwelt:

Eine Vernetzung von heimischer Güte, heimlicher Schläue und unheimlicher Gewalt.

Anderssein

Des Weiteren besticht auf tierischer Seite das instinkthaft gesteuerte, „andersartige“ Gesamtverhalten, was auf menschlicher Seite das mottohafte Bemühen:

„Wie falle ich am Besten auf?“ zulässt, ein „Anders sein-Wollen um jeden Preis“, das keinen wirklichkeitsgetreuen, folgerichtigen Bezug mehr zu den

schicksalauslösenden Faktoren herstellt, wie

„Folge alle Krankheitsprozesse sind an Rhythmus gebunden: Nervensystem, Motorik, Atmung, Herz, Periode, Gezeiten, Periodizität, Gemüt

als wesentliche Modalität beruhigt Rhythmus: Musik, Tanzen, Reiben, Massieren, Reiten, Sex, Rauchen

im Krankheitsprozess wird das Rhythmusgefühl gehemmt, mangelnder Rhythmus macht krank!

Heilspruch: Tanze deinen inneren Rhythmus gegen alle mütterliche Ordnung! Nicht nur für Kinder gedacht, jedes Alter hat eine Mutter

Seinen Samen legt es „extravaginal oder ante portam“ ab.

onaniert bei lateinamerikanischen Rhythmen mit innerem Zittern und Kopfrollen; entsprechend seiner pubertären Unreife bedeutet Koitus so viel

wie Onanie an geeignetem Objekt

Nach dem Koitus flieht es, um von seiner Geliebten nicht gefressen zu werden. zieht nach dem Akt seine Hosen an und macht sich schnellstens aus dem Staub

Kastrationskomplex durch dominierende Partnerin oder Mutter

Brutpflege ist ihm völlig fremd.

lebensuntüchtige Töchter und Söhne beklagen sich über den schwächlichen, stets abwesenden, pseudoautoritären Vater

Das Netz

Entweder wir begegnen Geweben von ästhetischer Akkuranz wie dem der in unseren Gefilden heimischen Radnetzspinne Aranea oder den eher uns

chaotisch erscheinenden Produkten der Haubennetzspinnen Latrodectus und Theridion. Beide sind gleichermaßen seidene Gebilde mit feinsten Strukturen,

die sie ohne Unterlass mit feinnerviger Schnelligkeit ihrem Hinterkörper entschlüpfen lassen.

liebt Seile über alles, schnürt, knotet, fesselt, springt, strickt, häkelt, klöppelt, webt feinste Gefüge

Feinarbeit mit intensiver Konzentration

Bedrohlichkeit bedacht

verwirrt, ohne Orientierung, verloren

Gefühl von Wahnsinn, Verwirrtheit über Identität und Wirklichkeit

Durch Laborexperimente war nachzuweisen, dass sie, von menschlicher Seite so empfunden, im Bemühen, ihre Netzsicherheit wieder zu gewinnen, in hektische

Verwirrung ausbricht. Das wird uns auf menschlicher Seite dadurch bestätigt, dass Bedürftige in ihrem Krankheitsprozess sich stets und zwingend verloren,

orientierungslos und völlig chaotisch erleben. Im Weiteren beweist dies, dass eine derart verstrickte, aus menschlicher Perspektive betrachtete krankhafte Vernetzung

innerhalb eines sozialen Kernes wie beispielsweise die sadomasochistischen Beziehungen einer Familie nicht durch einfache Flucht vor dem Milieu, als Zerreißen des Sicherungsfadens, gelöst werden kann, obwohl dies als einzig heilender Lösungsversuch verbliebe.

verzerrtes Selbst- und Weltbild

irrationale Anbindung im Netz der Familie, an der Nabelschnur der Mutter; große Verwirrung bei Beziehungsverlust

passt sich an schicksalhafte Gegebenheiten an, z.B. Familie, Ehe, aber innerlich kocht die Wut

Abhängigkeit von häuslichem Milieu, schutzbedürftig; strukturbedürftig, braucht führende Hand gibt früh im Leben seinen Kampf auf, niedergeschlagen, hoffnungslos, Todessehnsucht

Die Brut

Das geschlüpfte Jungvolk wuselt in nerviger Eile über- und untereinander auf dem Rücken der Mutter, kabbelt, schubst, tritt sich und hinterlässt den unbehaglichen Eindruck eines chaotischen Kindergartens oder einer Pausenschlägerei in der Grundschule.

Nervensäge mit feinnerviger manischer Unruhe, die selbst den Schlaf verhindert

haut erbarmungslos auf kleinere und größere Kinder ein, selbst auf Erwachsene zwanghafter Impuls etwas oder jemandem Schaden zuzufügen, rächt sich ziellos an anderen

für sein eingeengtes Schicksal Aufruhr gegen die bedrohliche Urmutter.

 

 

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