Verletzungen (Trauma) Anhang

 

Differentiate Vip. + Hyper. + Bell. + Puls. injured Nerve(s)

 

[Phatak]

Hyper.: Asthma; injury, spine

Dulc.: Boils; injured places, on

Art-v.: Convulsions, spasms; injuries, after; head, to

Valer.: Convulsions, spasms; injuries, after; slight

Zinc-met.: Convulsions, spasms; injuries, after; spinal

Nit-ac.. Feet; sweat; injuries of spine, after

Tell-met.: Hearing, acute; bad, deafness, impaired; tympanum, injury, from

Hyos.: Hiccough; injury to head, from

Samb.: Hydrocele; injury, from

Mill.: Injuries shocks, wounds, bruises etc; height, falling, from

All-c/Symph.: Injuries shocks, wounds, bruises etc; old

Sars.: Injuries shocks, wounds, bruises etc; salt, sprinkled on, as if

Anac.: Injuries shocks, wounds, bruises etc; tendons, to

Kali-c.. Kidneys; inflammation; injury, from

Plb-met.: Neuritis, injury, after; optic

Mang-met.: Ulcers; injury, slight, after

Op.: Vertigo; head; injury, from

[JJ Kleber]

Im Folgenden werden einige der wichtigen homöopathischen Arzneimittel bei / nach akutem Trauma besprochen. Sicher sind auch andere homöopathische Arzneien

bei diesen Erkrankungen möglich, und dann werden die unten angeführten Arzneien keine, nur geringe o. nur vorübergehende Wirkung zeigen. Deshalb sollte jede

homöopathische Therapie von einem erfahrenen Homöopathen durchgeführt werden und diese Seite soll nicht zur Selbstbehandlung anregen.

Immer muss ein Arzt zur Behandlung hinzugezogen werden, die Verletzungen tiefer Strukturen, die Notwendigkeit einer Therapie in der Klinik o. die Notwendigkeit

einer Operation ausschließen. Tetanus-Impfung je nach Impfstatus, eine homöopthische Behandlung bietet sicher keinen Tetanusschutz.

Aber sogar in der Notfallversorgung (bis ein Arzt o. Notarzt eintrifft), kann nach der Sicherung der Vitalfunktionen (Lagerung, lebensrettende Maßnamen) eine

homöopathische Therapie auch bei schweren Verletzungen eine Linderung der Beschwerden und eine Minderung der Gewebeschäden bewirken.

 

Bei Notfallmaßnahmen wird das richtige Mittel immer sofort (in Minuten) eine für den Patienten deutlich spürbare positive Wirkung haben (nachlassender Schmerz/

Beruhigung). Die Gabe von 1 - 4 Globuli o. eines Tropfens auf die Lippen ausreicht, ist keine Beeinträchtigung späterer ärztlicher Handlungen (Narkose/Arzneigabe/Operation).

 

Zu empfehlen ist die Therapie akuter Verletzungen o. deren Folgen (akut wie nach Jahren) mit Rescue-Remedy und dann Arn. zu beginnen.

Bluterguss: nach einem Schlag/bei einer Verstauchung/bei einem Knochenbruch/nach einer Operation kann anfangs die größten Beschwerden macht.

Symptome: große Berührungsempfindlichkeit, oft eine Schwellung und Blau- o. Rotfärbung.

Indizierte Mittel:

1.      lokal Rescue Creme auf die intakte Haut, o. Rescue Tropfen bei verletzter Haut;

2.      Arn. C200 (bei guter Schmerzlinderung bis zu 3 x 1 Globuli o. 1 Tropfen alle 10 - 15 Minuten.

3.      Bel-p. für tiefliegende Hämatome

 

Verstauchung/Zerrung: Bei Verstauchung o. Bänderzerrung muss ein Arzt entscheiden, ob und welche weitergehenden Maßnahmen nötig sind (Bandagieren/Gips/Operation

bei Bänderriss). (Ostheopathie)

1.      lokal Rescue Creme auf die intakte Haut (kühlen ist möglich/Eisbeutel ist nach meiner Erfahrung der homöopathischen Heilung und schnellen Schmerzlinderung abträglich);

2.      bei starker Druckschmerz vorliegt (Siehe: Bluterguss) Arznei Arn. D/C200;

Bry.: D/C30/200 wann jede kleinste Bewegung weh tut = entzündete Gelenkhaut o. Bänder.

Ruta D/C30/200: Schmerz in Ruhe weg, aber kommt bei Druck + bei Bewegung zurück

Rhus-t. D/C30/200 selten schon zu Anfang (stärksten Schmerz am Anfang der Bewegung, > bei fortgesetzter Bewegung).

 

Offene Wunde: Reinigung mit Wasserstoffsuperoxid 6 - 10% (H2O2); der Schaum der entsteht bringt Schmutzpartikel aus der Wunde und tötet Keime. Ist die Wunde relativ

sauber mit steriler Kompresse abtupfen mit einer Lösung 20 - 50 ml sterile Kochsalzlösung 10% (o. abgekochtes Wasser) + 20 - 50 Tr. Ø Calen. + 5 - 10 Tr. Rescue-Remedy-Tropfen.

Normalerweise lässt diese Wundsäuberung eine bessere Heilung erwarten, als chemische Desinfiziens. Bei der Möglichkeit von gefährlichen Viren (Tollwut/AIDS/Hepatitis) sollte aber sofort, schon vor der dringend erforderlichen ärztlichen Wundsäuberung ein vorhandenes Desinfiziens angewandt werden (Jodtinktur, Kodanspray, o. andere schnell greifbare chemische Wundesinfizientien wie Alkohol (Schnaps).

Indizierte homöopathische Mittel:

Bei glatten Wundrändern und sauberer Wunde nach der ärztlichen Wundversorgung Staph. D/C200;

Bei Riss-Wunden und möglicher Infektion Calen. D/C200 eventuell 2-3 Tage 1 - 3 x (wenn bei Wundinfektion länger nötig Calen. D12 2 – 3x täglich/eventuell zusätzlich Echinacea).

 

[Joseph D. Laurie]

Calen. Bleeding profuse, and the wound appears likely to leave a severe scar.

Bel-p. preferred to Arnica at slightest tendency to erysipelas (acute streptococcus infection).            

Acon. # Arn. patient robust and strong, or fever runs high.

Cham. copious suppuration ensues, the pain becomes very severe and the wound shows no disposition to heal.

Hep. should follow Chamomilla, if it does not effect material alteration.

Sil. after Hep., if it does not induce healing.

Sulph. # Sil. if Silicea alone has not been followed by healing.

 

Quetschungen

Von nervenreichen Gebieten (Finger/Zehen/Steißbein) Hyper. D/C200, mit SCHMERZ.

Zusätzlich o. alleine kann Calen. D/C200 nötig sein bei Quetschung mit offenen Wunden,

Als erstes werden wieder Rescue-Creme o. Rescue-Tropfen in Wasser sinnvoll sein

Auch Arn. D/C200 zuerst o. später wenn der Bluterguss im Vordergrund steht.

 

Knochenbruch

Bis der Arzt/Rettungswagen eintrifft soll das gebrochene Glied unbeweglich ruhig gelagert werden.

Rescue-Remedy-Tropfen auf die Zunge und Arn. D/C200 können ohne Nebenwirkungen den Schmerz lindern/beruhigen/Schädigung des umgebenden Gewebes verringern.

Später nach ärztlicher Versorgung Wahl zwischen Arn. D 200/C 200 und Bel-p., später Symph. D 200/C 200 (o. D12 2 - 3x täglich)

Nach Tagen zusätzlich Calc-p. D2 - D4 als Schüßler Salz für 2 – 3 (6) Wochen zur Unterstützung der Frakturheilung.

Heilt die Fraktur schlecht soll man an Thyreoidinum C30 o. C200, an das typspezifische Simillimum und bei drohender Knocheneiterung auch an Calen. C200 (D12) denken.

 

Verbrennungen

Verbrennung: 1. + 2. Grades Essig immer wieder auftragen bis Schmerz nachlässt

Ein besseres Rezept (braucht aber Vorbereitung/kann sehr gut aufbewahrt werden).
Weiße Baumwolle (sehr oft gewaschene, absolut weiße oft gewaschene Baumwolle o. Zick-Zack Watte aus Drogerie schwarz verbrennen, aber nicht zur Asche verbrennen lassen/

vermischen mit gleichem Teil Calendulaöl/muss bei Bedarf auf betroffene Stelle dick aufgetragen werden und 48 Stunden sitzen gelassen/nimmt sofort den Schmerz/kann auch im

Notfall bei Verbrennung 3en Grades verwendet werden).

1.      mit kühlem Wasser spülen (mehrere Minuten). Bei größerer Verbrennungsfläche (Kind) Notarzt verständigen/nicht selbst zum Arzt bringen.

2.      Wenn erste Kühlung erreicht ist, kann Rescue-Tropfen in Wasser auf die Wunde geträufelt werden (keine Salbe). Oral kann zur Beruhigung Rescue-Tropfen gegeben werden,

3.      Zur Schmerzbekämpfung einmalig 1 Globulus Canth. O. Apis D/C30.

 

Narben/Keloide

 

Traumamittel:

Verletzungs-/Trauma-Mittel angeordnet nach Häufigkeit: Rescue Bachblüten; Arn. Ruta + Rhus-t. Bry. Symph. Calen. Bel-p.

Bitte, keine Rescue-spray.

Rescue Remedy als Tropfen/Salbe o. Gel (BB.) sind die idealen Universal-Trauma-Mittel/am Besten vor dem indizierten homöopathischen Mittel angewandt;

Rescue als Erstmittel hilft, dass das homöopathische Mittel nach einem Trauma gut wirken kann (Schocklöser für Acon. Op. o. Carb-v.);

Rescue nimmt zu Anfangs gleich den stärksten Schmerz (das richtige Homöopathikum wirkt danach besser/schneller/wesentlich stärker Schmerz dämpfend);

Rescue löst den psychischen und den physischen Schock (Beruhigung der Person und Normalisierung der Gewebe-Durchblutung).

Rescue Tropfen können oral genommen werden, und lokal (pur o. verdünnt in Wasser) aufgetropft werden (auf Wunden/auf die Haut über Verstauchungen/Verbrennungen,

beim Zahnarzt in die Mundspüllösung).

Rescue-Creme soll nur auf die intakte Haut aufgetragen werden (über Prellung/auf das Areal über der Verstauchung/lokal über tiefer liegenden Operationen/nach Zahnextraktion auch auf die Wange).

 

[Dr. Eswara Das]

Mental disorders after injuries: Cic-v. Glon. Hyper. Mag-c. Nat-s.

[R. B. Bishambar Das]

Blisters or wounds due to tight fitting shoes (Paeon.), bites, horseback riding, rowing, garden work etc.: Arist-cl.

Formation of nodules after a sprain: Ruta.

Stinging pain in stump after operation: All-c.

[Katja Oomen-Welke]

Stumpfe Verletzungen

Quetschungen

Bei einer Quetschung wurde das Gewebe von Haut oder Muskeln infolge einer direkten Gewalteinwirkung, durch Stoß, Einklemmen oder stumpfe Gewalt von 2 Seiten heftig

zusammengedrückt. Meist zerreißen Bindegewebe und Blutgefäße, sodass das Gewebe anschwillt und sich ein Bluterguss bildet.

Wie?

Homöopathisches Arzneimittel

stumpfe Verletzungen durch Quetschungen, Schläge, Stöße, Stürze und Prellungen: Arn.

Quetschungen von nervenreichem Gewebe (Finger, Zehen...): Hyper.

Wie zerschlagen: Ham.

Schmerzt lange: Sul-ac.

Quetschungen im Bereich von Knochen, Knorpel, Sehnen: Ruta

Arn. hilft gut bei stumpfen Verletzungen wie Quetschungen, Prellungen, Schlagverletzungen und nach einem Sturz.

Arnica  C30 1x 3‑5 Kügelchen, danach in Wasser verwirbelt einnehmen

3.2 Stumpfe Verletzungen

Hyper. ist bei Quetschungen von Fingern und Zehen das richtige Mittel.

Dosierung: Hypericum C30 1x 3‑5 Kügelchen, danach in Wasser verwirbelt  einnehmen

Ham.: ein gutes Heilmittel bei Quetschungen, wenn sie sich wie zerschlagen anfühlen.

Dosierung: Hamamelis C30 1x 3‑5 Kügelchen, danach in Wasser verwirbelt einnehmen

Sul-ac. = Acidum sulfuricum hilft häufig bei Quetschungen, die lange schmerzen.

Dosierung: Acidum sulfuricum C30 1x 3‑5 Kügelchen, danach in Wasser verwirbelt einnehmen

Ruta angezeigt bei Quetschungen von Knochen, Knorpel und Sehnen.

Dosierung: Ruta C30 1x 3‑5 Kügelchen, danach in Wasser verwirbelt  einnehmen

 

Knutschflecken

Unter einem Knutschfleck versteht man eine Hautblutung, die durch einen Unterdruck beim Saugen an der Haut hervorgerufen wurde. In der Regel handelt es sich um

nicht behandlungsbedürftige Verfärbungen – es sei denn, das ganze Gesicht ist von ihnen bedeckt und man hat am nächsten Morgen einen wichtigen geschäftlichen Termin.

[Dr. Willibald Gawlik]

hat in einer solchen Situation mit Bel-p.  großen Erfolg gehabt.

Bel-p. bringt Knutschflecken in kürzester Zeit zum Verschwinden.

 

Pfefferspray und CS-Gas

Solche Sprays, die zur Verteidigung gegen Menschen bzw. im Fall von Pfefferspray gegen wilde Tiere eingesetzt werden, reizen die Schleimhäute und verursachen heftige,

brennende Schmerzen insbesondere im Bereich der Augen.

Erfahrungen mit Homöopathie zur Linderung dieser Beschwerden sind uns nicht bekannt, doch aufgrund des Wirkmechanismus und der Empfindung könnten sich die folgen

homöopathischen Arzneimittel als sinnvoll erweisen:

Pfefferspray (wirkt gegen Menschen/Tiere wirkt mit Oleoresin capsicum/antidotiert von frische Zwiebel im Auge gerieben)

Capsicum kann gegen das Brennen der Schleimhäute helfen, das durch Pfefferspray oder CS‑Gas verursacht wurde.

Dosierung: Capsicum C30 1x 3‑5 Kügelchen alle 15‑30

Minuten 1‑2 Stunden lang, danach in Wasser verwirbelt einnehmen

Causticum (Kaliumhydrogensulfat)

Dosierung: Causticum C30 1x 3‑5 Kügelchen, danach in Wasser verwirbelt  einnehmen

 

Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Viele Vertreter dieser Pflanzenfamilie sind hoch geschätzte Heilmittel bei verschiedenen Verletzungen:

Abrot. hauptsächlich in Form von Salbe bei Erfrierungen.

Arn. 

Bel-p.

Calen.

Cham.

Echi.

Carb-a. für Platzwunden. Das sind Quetschungen mit Risswunden, die durch stumpfe Gegenstände verursacht wurden [Fingerspitzen/Wundreizungen und –infektionen (Sepsis)]. Es hilft häufig noch, wenn das Wundfieber bereits begonnen hat. Wenn zudem die Absonderungen faul riechen und brennen sowie furchtbare Schmerzen plötzlich auftreten und ebenso plötzlich wieder verschwinden, kann den Schmerz lindern und die Heilung unterstützen.

Merc-c.

Led.: Stichverletzungen, Insektenstiche und Tierbisse von nicht giftigen Tieren.

Nervenverletzung und -entzündungen ähnlich wie Hyper. Ledum eher bei dumpfen Schmerzen. Daher ist es ein gutes Heilmittel bei Prellungen des Augapfels, wenn

danach ein Bluterguss des Augenlides entsteht.

 

Bisswunden von Tiere

 

Arn.: bei Bluterguss (Hämatom), Quetschung, stumpfen Weichteiltrauma, nach Operation [C 12 - 30 - 200/D 12 - 30 - 200 (niedere Potenzen wie D12 paar Tage 2 – 3x täglich nach

C 200 als Erstdosis); Folgemittel: Rhus-t. Ruta. Sul-ac.

Schmerz „Wie zerschlagen“, Berührung + Druck schmerzt [ängstliche Vermeidung jeder Berührung [will nicht zu Arzt/an Traumastelle nicht angefasst o. untersucht werden (kann noch Jahre danach zutreffen)];

< Kälte/Erschütterung/Druck; > Ruhe; Betroffene Stelle oft geschwollen, teils typische Bluterguss-Verfärbung.

Wirkung: wenn richtige Arzneiwahl wirkt in C200 sofort gegen Schmerz (1-2 Minuten); Wiederholung wenn Schmerz auf Berührung + Druck wiederkommt (anfangs alle 10 - 60 Min, für erste Stunde bis 1 - 2 Tage)

Sul-ac.: Folgt Arn. wenn von der Gewebeblutung Steifheit o. flächige Hautblutungen (Ekchymosen) zurückbleiben; für Blutungen im Augenweiß nach Trauma (Ham./Prellung der Sklera: Symph.); bei flächigen Hautblutungen auch ohne Schlag (Ekchymosen).

Bel-p.: Arn-ähnlich bei tiefem Trauma und Prellung [tiefe Muskelverletzung/Prellung der Brust/Bauch/nach Operation (starker Weichteilverletzungen)].

Schmerz „Wie Zerschlagen“, typischer Schmerz nach Prellung o. Gewebe-Quetschung (Arn.); Nervenverletzung (Hyper.).

DD.: Arn. + teils zu Hyper. schwierig, vor allem bei postoperativem Schmerz gute Erfahrung mit Mischungen [Arn. C200 + Bel-p. C 30 (+ Hyper. D12)].

Bry.: bei Bänder-Zerrung/Verstauchung/Sehnen- und Gelenkentzündung; C 30 o. D30; C12 o. D12;

SCHMERZ: scharf/stechend; Bewegung schmerzt, in Ruhe schmerzlos; bei Druck nur die Bewegung bei Druckbeginn schmerzhaft, dann nicht schmerzhaft, fester Druck bessert (konträr zu Arnica, z.B. Bandage zur Ruhigstellung, Druckverband sind angenehm); < Wärme, > Kälte/liegen auf schmerzhafter Seite; (= Arn. unmöglich).

Wirkung: wenn richtige Arzneiwahl schnelle Wirkung, die über längere Zeit anhält; 2e Dosis oft nicht nötig, erst ähnliche Schmerz wiederkehrt.

Calc-p.: sekundär zur besseren Frakturheilung über 1 - 4 (-6) Wochen als Tabletten (Schüßler) D 2 – D 4 2 - 3x täglich.

Calen. Risswunden/Muskelriss (C200); lokal als verdünnte Ø (10 - 40 Tropfen Ø in Wasser o. sterile Kochsalzlösung + Rescue-Tropfen) zur Wundsäuberung, zum Betupfen der Wunden als Infektionsprophylaxe und Verbesserung der Wundgranulation; oral C 200 o. D 30 - 200 als Globuli zur Infektionsprophylaxe, D12 2-3 mal täglich oral bei Wundinfektionen (auch zusätzlich bei Osteomyelitis); bei eiternden Wunden auch Hep./Echi.

Carb-v.: [Dr. med.Manfred Fuckert] Erfahrung mit Carbo vegetabilis als Verletzungsmittel?

Hyper.: Verletzung nervenreicher Gewebe mit NervenSCHMERZ (Fingerkuppen/Steißbein/Rückenmark/Nervenwurzel); C 30 – 200 o. D 30 - 200 als Einmaldosen; C 12 o. D12 1 – 3x täglich bei Nervenschmerz nach Operation in Nervennähe (Rückenmark/Bandscheibe).

(teils intervallartig wiederkehrende) NervenSCHMERZ (brennend/prickelnd/eventuell mit Taubheit); < Berührung (Arn.)/in kalter Luft; Schmerz strahlt nach oben in Richtung des verletzten Nerves.

Wirkung: bei richtige Arzneiwahl bei akuter Verletzung (Schlag auf Fingerkuppe/Sturz auf Steißbein) bei C 30 / 200 sofortige dramatische Schmerzlinderung;

Wiederholung meist nicht o. nur 1 – 2x nötig;

Nervenschmerz nach Operation oft länger dauernde Therapie (D 12 o. C12 1 - 3x täglich) nötig (zusätzlich Arn. +/o. Bel-p).

Led.: nach engen Stichverletzungen (Nadel/Nagel/Dornen/Tier-/Insekten-/Spinnenbiss) C 30 - 200 o. D 30 - 200; selten nach Prellung;

(schulmedizinische Tetanus-Prophylaxe?); Ledum ist KEINE Tetanusprophylaxe!!

Schmerz im Verhältnis zur Stichwunde stark, strahlt nach oben (Hyp.); (verletztes Gebiet) Stichareal kalt, trotzdem bessern kalte Anwendungen (auch eiskalte); Stichareal meist blass o. fleckig livide, (leicht o. stark) geschwollen.

Wirkung: bei richtiger Arzneiwahl schnelle Besserung des Schmerzes auch wenn Stichverletzung schon länger zurückliegt;

Rhus-t.: gezerrte Muskeln, Sehnen und Bändern (verstauchter Knöchel/einige Arten von Lumbago); C 30 - 200 o. D 30 - 200; teils Folgemittel nach Arn. o. Bry.

Typischer Schmerz nach Verrenkung; Unruhe mit dem Gefühl unangenehmer Steifheit in verletzter Region; Beginn der Bewegung schmerzt stark, >> fortgesetzter Bewegung (<< Aufstehen/im Laufen gut, nach Ruhepause wieder schlecht); < Ruhe/Sitzen/Liegen (schmerzhafte Steifigkeit mit Zwang sich o. die Extremität zu bewegen) (konträr zu Bry.); > lokale Wärme;

< Kälte/kalte Feuchtigkeit (Ruta: nicht > bei fortgesetzter Bewegung).

Wirkung: wenn richtige Arzneiwahl sofortige Wirkung; als Folgemittel ab D 30 o. C 30 meist keine o. nur 1 - 2 Wiederholungen nötig innerhalb 1-3 Tagen.

Ruta.: verletzte Sehnen und Knochenhaut (Periost), Prellung des Periost (Schienbeinprellung); chronische Schmerzen nach Frakturheilung [4]; C 30 o. 200 o. D 30 o. 200, o. C 12/ D12 1-3 mal täglich für paar Tage. Schmerz scharf/stechend/brennend (Hyper. in nervenreichem Gewebe/Ruta am Periost), Schmerz „Wie zerschlagen“ (Arn.) o. „Wie ausgerenkt“, Prellungsschmerz + „Wie“ steif (Rhus-t. > bei fortwährende Bewegung); < (fortgesetzte) Bewegung (konträr zu Rhus-t.); < Kälte/Anstrengung;

Wirkung: wenn richtige Arzneiwahl schnelle Wirkung; ab D 30 o. C 30 keine o. 1 - 2 Wiederholungen nötig innerhalb 1-3 Tagen; bei zurückliegenden Gelenkproblemen eventuell D12 1 – 2x täglich 3 - 10 Tage.

Symph.: Verletzte Knochen und Periost (Ruta), nach stumpfen Trauma des Augapfels/Knochenbruch; C 200 o. D 200 bei akutem Trauma, D 12 1 - 2x täglich über 1 - 4 (- 6) Wochen während der Frakturheilung.

 

Repertory:

Schädelbruch: Arn. C 10 000

Stichverletzungen: Led. C 200

Glassplitterverletzung: Sil. C 30, einige Gaben

Knochenbruch: Symph. D 4 3x täglich bis zur Heilung

                                    Fl-ac.: and Silica = complementary/frequently in bone disease you have to give one after the other. Fl-ac. > cold, but Silica can’t bear cold.

Wirbelsäuleverletzung: Hyper. C 200 , 3x tägl. einige Tage

Genitalverletzung, wie nach Vergewaltigung: Staph. C 200 mehrmals

Hodenverletzung: Arg-met. C 200 , mehrmals

Knochenhautverletzung: Ruta C 30, mehrmals

 

Kopfverletzung:

[Dana Ullman]

A randomized, double-blind, placebo-controlled trial of 50 patients, with a four-month follow-up, was conducted at Spaulding Rehabilitation Hospital (Chapman, et al, 1999).

Patients with persistent mild traumatic brain injury (MTBI) whose injury resulted in symptoms lasting on average for almost 3 years were randomly assigned to receive an individually chosen homeopathic medicine or a placebo.

As is common in homeopathic practice, each patient with a head injury was prescribed an individually chosen homeopathic medicine because each person tends to experience slightly different symptoms from head injury.

18 different homeopathic medicines were prescribed for the 50 patients, though 8 were more commonly prescribed (see below).

The researchers found that a significant improvement in the "Ten Most Common Symptoms Scale" of mild traumatic brain injury and a highly significant improvement on the "Difficulty in Situations Scale." These results indicate important improvements from the homeopathic treatment and translate into clinically significant outcomes.

One of the challenges to people who experience head trauma is that it is common for them to be in shock, and by its own definition, "shock" reduces a person`s ability to think clearly.

Below are the 8 homeopathic medicines that were most commonly prescribed to people who suffered from a mild traumatic brain injury.

Arn.: first remedy to help deal with the shock and trauma of a head injury and to prevent long-term problems from it. Even if the person experiences trauma to the head and doesn`t think that

there`s a problem, it is still worthwhile to take this remedy because people with head injury commonly experience shock and don`t realize the extent of the problem. This remedy can also

significantly reduce swelling, pain, and complications from a head injury. This remedy is indicated if significant bruising has already occurred.

Bell.: Much heat, redness, throbbing, and fullness in the head after an injury. May become delirious, frantic, and may bite or strike at those around him or her.

Hyper.: Sharp and shooting pains or if there are spasms or seizures after a head injury or spinal cord injury.

Cic.: Seizures after a head injury or if the head injury is severe enough to suggest mental retardation, consider this remedy.

Nat-s.: long-term symptoms after a head injury, even when the symptoms may not be in the head. Person becomes depressed and develops suicidal thoughts after a head injury or when the person`s personality significantly changes after the injury (i.e., the person becomes noticeably more irritable or confused).

Hell.: Severe mental dullness and very slow talking after a head injury. Can only respond slowly to questions, difficulty understanding others, difficulty communicating. Tends to stare into thin air and become indifferent to their surroundings/to loved ones.

 

[Gawlik]

Commotio cerebri:

Arn.: 1 Gabe in ein Glas Wasser und davon stündlich 1 Schluck trinken oder mit der Sonde zuführen. Ist das Grundmittel bei einer Commotio (Patient klagt, dass das Kissen, worauf der Kopf liegt, viel zu hart ist). >: Ruhe und Wärme.

Op.: 1 Gabe in ein Glas Wasser, 2-stündlich 1 Schluck. Patient beschwert sich, dass das Kissen, auf dem der Kopf liegt, viel zu weich ist. Zeigt eine leichte zyanotische Verfärbung des Gesichts mit Schweißausbrüchen, ist somnolent, antwortet auf Fragen, schläft aber gleich wieder ein. Patient fällt dadurch auf, dass er sich nicht beklagt und nach nichts verlangt. Er hat keine Beschwerden. Zupft häufig an der Bettdecke herum. Gelegentlich ist er auch bewusstlos oder delirant.

Hyp.: akut: am 1. Tag 2 - stündl. D4, 1 Gabe, dann 3 Tage lang 3x tägl. D6, 1 Gabe, danach 1 tägl. C30, 1 Gabe. Bei Folgeerscheinungen von Commotio cerebri das wichtigste Mittel;

Schmerzen, Verletzungen an mit Empfindungsnerven reich versorgten Teilen. Auch ein gutes Mittel für die Behandlung von Schock nach Unfällen. Die Patienten haben ein Schwindelgefühl und die Empfindung „Als ob der Kopf nach irgendeiner Seite verlängert“. Mitunter besteht das eigenartige Gefühl, „Als ob im Bett in die Luft gehoben“, haben dann Angst, dass sie von dort herunterfallen. BerührungsempfindLICH (Kopf). Starke Empfindlichkeit gegenüber Sonneneinstrahlung, starke Empfindsamkeit beim Genuss von geringsten Mengen Alkohol.

Nat-s.: D6–C30 Dil./Tabl./Glob. mit D6 beginnend, langsam steigernd/3x tägl. 1 Gabe, bis zu 1x tägl. C 30, 1 Gabe.

Das wichtigste Mittel bei Spätfolgen nach Schädelverletzungen aller Art sowohl (Commotio/Contusio/Schädelbruch). Besonders psychischen Beschwerden: Inaktivität, Kreativitätsverlust, Müdigkeit, Retardierung im körperlichen und geistigen Bereich. Interesselosigkeit, ängstliche Zurückgezogenheit. Das Mittel kann hier mitunter überraschend gute Erfolge bringen, die klinisch kaum glaubhaft sind.

Zin-cy.: D4 4x tägl. 1 Tabl.

Unorthodoxes Symptomenbild auf allen Ebenen. Immer erst entstanden als Folge von Schädeltraumata alter Menschen.

 

 

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