Berberis vulgaris (Berb) = Rinde/= Früchten w/= Sauerdorn/= Geisenlaub/= Daruharidra (I)/= Bubenstrauch/= Dreidorn/= Essigscharf/= Kuckucksbrot/= Sauerdorn/= Spießdorn/= Spitzbeerlie

 

= Chel-ähnlich + Galle;

Thema: Gebrochene Wille; Lösung: positiv: Klare Kompromissen vereinbaren; negativ: Sich nicht auseinandersetzen;

Akut: KreuzSCHMERZ (lahm/steif + muss mit Händen stützen) + < Berührung/Urin spärlich + Drang öfters, Fieber + Frost;

Kind: Wahn Ungeheuer/Tieren, < Dämmerung;

Positiv: Sorglos/Humor/mutig;

Negativ: A. Schmerz  strahlt von 1 Punkt (kurz) in verschiedene Richtungen, B. Beschwerden/SCHMERZ wechselt/alterniert/ändert/plötzlich/stechen/brennen/

schneiden/kneifen/Kolik/neuralgisch), C. Pochen/glucksen/blubbern, D. Drücken am ganzen Kopf /„Als ob Kappe darüber gezogen“; E. Kreuz (Nierengegend)

schmerzhaft/steif/lahm, F. Schwach + Beschwerden, H. Arhtritische-/Leberbeschwerden + Hämorrhoiden-/Harnwegen-/Mensesbeschwerden  I. Fröstelt;

 

Dick/tut nichts/verabscheut Leben, gesundes Äußerlich + wenig Widertandskraft +/o. Ausdauer/ ausgelaugt wirkend aber mutig, träge/unaufmerksam, ernst/verlangt alleine zu sein/ weint + reden abgeneigt, gleichgültig, geistig konzentrieren/Anstrengen nicht möglich, kaum Angst (Gesundheit/Tod/Dämmerung/GespensTER),

Magenstörung (Schmerz stark/brennend/drückend/erstr. zur Wirbelsäule); Erbricht Wasser, sobald es in den Magen kommt, in MENGE/mit krampfhaftem Würgen und unaussprechlichem Schmerz; nach Laparotomie usw.

Bauchbeschwerden mit lockeren, stinkenden, schwächenden Stühlen; wenn Erbrechen vorherrscht.

Gallen- und Magen-Darm-Störungen (Gallenkolik durch Abgang von Gallensteinen/mit Gelbsucht).

Rückenschmerz mit Steifheit/Lahmheit und Taubheit,

Nieren: Kolik mit Abgang von Steinen/Stechen/Schneiden der Nierengegend, die dem Harnleiterverlauf folgen bis in Blase und Harnröhre (l.);

+ Blase (< Berührung/ Erschütterung),

Beschwerden mit Nieren-/Blasensymptome im Vordergrund (rheumatische/arthritische Erkrankung). Brennen und Wundheit in der Nierengegend.

[H.C. Allen] Along with kidney symptoms, “solitude unbearable”;

Ausscheidungen/Haut schmutziggrau, isst/trinkt reichlich, trockene Schleimhäute,  

< Dunkelheit + abgeneigt/16 h. bis Schlaf/gehen/stehen/fahren/Erschütterung/Bewegung + kann nicht unbeweglich sein/hinlegen/Druck/Sitzen/Bücken/Liegen;

> ruhig Stehen/nach Wasserlassen/an der frischen Luft; Rheuma/Gicht (wenig Ablagerung),

„As if a band just above ears“. Bilious headache "Scald head." Scaly eczema. Acne Blotches and pimples Clears the complexion. Stomach; Tongue thickly coated, yellowish-brown; feels blistered Burning in stomach Nausea and hunger after eating. Stitching, crampy pains; thick mucus, and bright-red, mealy sediment. Pimply, dry, rough, scaly Eruption on Scalp extending to face and neck Tumor of breast, with pain Psoriasis Acne Dry eczema Pruritis Glandular induration;

Müde, apathisch, zum Weinen geneigt

Zahlreiche, schnell wechselnde Symptome im UroGenitalbereich, in Hüften und übrigen Gelenken

Schmerzen strahlen von einem Punkt weit aus oder schießen auswärts

Ohnmachtsartige Schwäche nach Gehen mit Hitze und Schweiß der oberen Körperhälfte und kaltem, blassem Gesicht/ bei Rücken- +/o. Nierenschmerz.

Rheumatische oder gichtige Schmerzen und Beschwerden im UroGenitalbereich

Schmerz in den Nieren oder im Unterleib (während Menses) erstr. Beine, Blase, Harnröhre.

Kolik durch Gallen- o. Nierensteine

DD.: Coloc. Nux-v.

Schmerzen in der Nierenregion bückend, sitzend, liegend,

>: stehend; <: Bewegung/Erschütterung/hart Auftreten/Aufstehen vom Sitzen;

[remedia.at]

Symptome:

müde, apathisch, zum Weinen geneigt

zahlreiche, schnell wechselnde Symptome im Uro-Genitalbereich, in Hüften und übrigen Gelenken

Schmerzen strahlen von einem Punkt weit aus oder schießen auswärts

ohnmachtsartige Schwäche nach Gehen mit Hitze und Schweiß der oberen Körperhälfte und kaltem, blassem Gesicht/ bei Rücken- oder Nierenschmerzen

rheumatische oder gichtige Schmerzen und Beschwerden im Uro-Genitalbereich

Schmerzen in den Nieren oder im Unterleib (während der Menstruation), die in die Beine, zur Blase oder bis in die Harnröhre hinabziehen

Kolik durch Gallen- oder Nierensteine (DD.: Coloc. Nux-v. Schmerzen in der Nierenregion beim Bücken, Sitzen oder Liegen),

>: im Stehen;

<: Bewegung/Erschütterung/hart Auftreten/Aufstehen vom Sitzen;   

Leber/entzündete Lymphedrüsen/Myom/Prostatitis/Schnupfen

Heimat: Asien, Kleinasien von der Türkei bis Afghanistan.

Inhaltsstoffe: Früchte: Vitamin C, Zucker, Fruchtsäuren, Mineralstoffe, Spurenelemente.

Wurzel: Alkaloide, z.B. Berberin.

Verwendung: Ein Auszug aus der Wurzelrinde hilft bei Leberstauungen und ungenügender Gallebildung, Appetitlosigkeit, Verstopfung, deren Ursache eine unzureichende Gallemenge ist, sowie bei trockenen Hauterkrankungen.

Marmelade oder Saft aus den reifen Früchten regen den Appetit an.

Homöopathie: potenzierte Wurzelauszüge ergänzend bei Nierenbeckenleiden, Hämorrhoiden und rheumatischen Erkrankungen.

Die Blüten besitzen übrigens einen erstaunlichen Trick zur Pollenverbreitung. Sobald eine Biene in die nektarreiche Blüte eintaucht und die Staubblätter berührt, klappen diese nach innen. Dabei schleudern sie ihren Pollen auf die Biene, die damit die nächste Blüte befruchtet.

In der ehemaligen österreichischen Monarchie waren ein Teezusatz aus den Früchten und saure Bonbons mit dem Namen "Weinscharl" beliebt. Die Bonbons sind noch heute bei der k.u.k. Hofzuckerbäckerei Demel erhältlich. Die Perser würzen mit den in Öl und Zucker gedünsteten Berberitzenfrüchten Fleisch- und Reisgerichte.

Die Berberitze ist eine traditionelle Färberpflanze. Mit der Wurzel- und Stammrinde lassen sich unbehandelte Wolle, Baumwolle

und Seide leuchtendgelb färben. Der aus den Früchten gepresste Saft färbt Leder, Wolle, Baumwolle, Leinen und Seide ohne Beize rosenrot, mit Zinnbeize karmesinrot. Der Saft ergibt zudem eine Tinte und eine Lebensmittelfarbe. Der Wurzelsaft wird als Fluoreszenzfarbstoff in der Mikroskopie eingesetzt.

Lange Zeit pflanzten die Bauern Berberitzen-Hecken als Abgrenzung zwischen ihre Felder. Als man erkannte, dass der Sauerdorn Zwischenwirt des Schwarzrostes (Puccina gramminis) ist, einem getreideschädigenden Pilz, fielen in den 1960er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland die meisten Büsche einer Rodungsaktion zum Opfer.

Für WALA Arzneimittel: Ernte im Herbst die Früchte, im Winter graben sie Teile der Wurzel aus. Die Berberitze stärkt die Schleimhäute. Sie ist in vielen WALA Arzneimitteln gegen Erkältungssymptome der oberen Luftwege sowie gegen entzündlich-deformierende Erscheinungen der Harnwege sowie Reproduktions- und Fortpflanzungsorgane enthalten. Die verarbeiteten Früchte finden sich z.B. in WALA Nasenbalsam und WALA Nasenbalsam für Kinder. Die Wurzel ergänzt u.a. WALA Chelidonium Kapseln* zur Anregung

der Galletätigkeit.

Chelidonium Kapseln

Anregung der Wärme- und Empfindungsorganisation im Stoffwechselsystem bei Verdauungsstörungen, Gallenfunktionsstörungen, Verstopfung (Obstipation); Blähungen (Meteorismus).

Nasenbalsam: Harmonisierung des Zusammenwirkens von Empfindungs- und Lebensorganisation im Bereich der Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raumes und der Nebenhöhlen bei Abgrenzungsstörungen gegenüber äußeren Einwirkungen und Schwäche der Lebensorganisation,

z.B. akute und chronische Entzündungen der Schleimhäute, Gewebsschwund (Atrophie) sowie Trockenheit und Reizbarkeit. Wollwachs

kann in seltenen Fällen örtlich begrenzte Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) auslösen.

Nasenbalsam für Kinder

Harmonisierung des Zusammenwirkens von Empfindungs- und Lebensorganisation im Bereich der Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raumes und der Nebenhöhlen bei Abgrenzungsstörungen gegenüber äußeren Einwirkungen und Schwäche der Lebensorganisation, z.B. akute und chronische Entzündungen, vor allem im Kindes- und Säuglingsalter und bei besonderer Empfindlichkeit der Schleimhäute sowie bei Tendenz zu Gewebsschwund (Atrophie). Wollwachs kann in seltenen Fällen örtlich begrenzte Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) auslösen. ;

TCM: Rapid change of place and character of symptoms. Wandering, radiating pains. Tongue slimy and furred. Pulse slow and weak or full hard and rapid. TCM: Wind, Humidity;

 

Komplementär: Acon. Ars. Lyc. Mag-m. Ox-ac. Sulph. Thuj.

 

Folgt gut: Bry. Calc. Canth. Cean. Kali-bi. Psor. Rhus-t.

Gut gefolgt von: Calc. Calc-p. Chol. Cupr-ar. Pitu.

 

Interkurrent: Ars. Lyc. Sil. Staph. Sulph. Thuj.

 

Vergleich: Enthält: Alkaloid Berberin (cholagog) + Kali-m + Ferr-p; liebt Ca; Berberin enthalten: Coptis chinensis (= Chinese gold-thread/= duǎn è huánglián) + Hydr; Jatteorhiza palmata (= Berb-/Hydr-ähnlich). Lith-benz. Pip-n (wenn Berb versagt). Pareir. (pain goes down the thighs/Berb. pain goes seldom further than the hips); DD.: Benz-ac. Colch. Form. Kali-bi. Kali-s. Pareir (kann nicht stehend o. sitzend urinieren/Schleim im Urin/= Berb-ähnlich + Oberschenkelschmerz). Puls.

Vergleich.x Sepia mit anderen

Rheuma + Neuralgie Schmerz erstr. oben nach unten Berb. + Cimic. + Kalm. + Spig

Steinleiden Harnwegen: Calc + Lyc + Berb

Siehe: Ranunculales + Anhang (Walter Köster)

 

Unverträglich: Gewebemangel/Nierenentzündung + Fieber           Alkohol                      Vorsicht mit abends einnehmen?

 

Antidotiert: Acon. Op.

Antidotiert von: Acon. Bell. Camph. Cham. Fum. Nux-v.

 

Allerlei: Ursprung: N.Afrika öden Sandboden       

Wettervorhersage/Wurzel = Farbmittel

= Zwischenwirt Puccinia graminis (= Getreideschwarzrost)

 

Wirkung: sklerotisch/choleirisch/melancholisch/typhoid/lithämisch/psorisch/syphillitisch/sycotisch/tuberkulin

 

Phytologie: Sammeln: Wurzelrinde (Nov - März trocknen im Schatten/= giftig)

Beeren REIF (Aug - Sep trocknen/nicht giftig)

innere gelber Rinde/Wurzel im Herbst

Fördert Kreislauf + senkt Blutdruck /Verdauung / Leber / Galle / Nieren (Steinen)

Beeren: Amöben

 

Repertorium:

BERBERIS VULGARIS (berb.)

Gemüt: Mangelhaftes Erinnerungsvermögen und Gedächtnisschwäche

- Geistige Arbeit Denken erforderend schwer; geringste Störung stört Gedankengang.

- Gleichgültigkeit und Schwermut und sprechen abgeneigt.

- Jeder Gegenstand erscheint doppelt so groß, als er in Wirklichkeit ist.

- Ärgerliche Stimmung mit Lebensüberdruss.

Schwindel: mit Gefahr zu fallen; bückend und aufstehend.  - - Sinnestäuschungen; in Dämmerung erscheinen Gegenstände doppelt so groß

Kopf: „Wie würde Kopf größer“.  -  - - Reißen in Stirn und Augenhöhlen.

- In Schläfen und in Stirn spannender Schmerz auch mit Druck o. ganzen Kopfes benommen.

- Kopf benommen wie vom Schnupfen - - Schwere des Kopfes besonders beim Bücken.

- Druck von innen nach außen, besonders in Stirn, aber auch in Schläfen und Hinterkopf.

- Stechen in Stirn. - - Nach Mittagessen/nach Anstrengung Hitze im Kopf.

Spannung in Kopf-/Gesichthaut, „Als ob geschwollen“

- Auf der Kopfhaut ein fressendes Jucken o. Stechen, welches nach Kratzen den Ort verändert.

Augen: Druck innerlich. - - Schmerz, welche durch Augen in  Gehirn schießen, o. von Schläfen in Augen; manchmal in Arme; auch nach Schieloperation.

- Reißen im l. Auge/ Lidern. - - Zucken der Augenlider beim Lesen im Kerzenlicht.

-  Augen trocken mit Brennen und Röte der Konjunktiva - - „Wie Sand zwischen Lidern“;

Trockenheit des innern Canthi und „Wie eines Fremdkörpers“ darin

- Morgens klebriges Gefühl und weißer Schaum an den trocknen Augenlidern.

- Jucken, Brennen und Wehtun an Augenlidern o. in Winkeln, häufig nur an kleinen Stellen.

- Im Auge ein Kältegefühl „Wie vom kalten Wind“, mit Tränen Augen schließend

Ohren: Im Ohr klopfendes und flatterndes Geräusch. o. Gefühl von Verstopfung.

- In Ohren durch die Membrana tympani hindurch Reißen und Stechen, „Als ob Nagel hindurch getrieben o. „Wie vom Insektenstich“. - - Pickel: an der Ohrmuschel Knötchen so groß „Wie ein Hanfsamenkornes“ schmerzt bei Berührung

- Hinter Ohr Geschwulst so groß „Wie Haselnuss“. - - In Ohren Kriechen, Wehtun o. Jucken.

Nase: Hartnäckiger Katarrh l. Nasenloches mit Absonderung 1. gelben Wassers, 2. eiterigen weißen/gelben/grünen Schleimes; besonders Morgens brenzlicher Geruch und Geschmack.

- Kitzelnder Reiz zum Niesen. - - Tröpfeln von Blut aus l. Nasenloch. - - Nase trocken

Gesicht: Reißen und Stechen in Backen und Kieferknochen.

- Blasse, erdige Gesichtsfarbe, mit eingefallenen Backen und hohlen, blaugeränderten Augen.

- Auf  r. Backe dunkelroter, schmerzhafter Fleck. - - Hitze und Brennen mit roten Backen.

- Hinausgehend in freie Luft „Als würden kalte Tropfen in Gesicht gespritzt“.

Ameisenkriechen an Oberlippe, um Mund/Kinn. - - Lippen brennen.

- Trockene Lippen mit Abschilfern und Bildung eines dünnen braunen Schorfes an Rändern. - - Lippen bläulich Innenseite

Zähne: Stechen in Zähnen mit einem Gefühl, „Als ob zu lang o. stumpf.“

- Reißen in l. Backenzähnen. - Schmerz, „Als ob Zahnfleisch zerrissen“ o. Zähne ausgerissen.

- Am Zahnfleisch ein schmutzig, roter Rand, kleine weiße Knötchen an demselben.

 - Leicht blutendes Zahnfleisch. - - Geschwür an einem oberen Backen- o. Schneidezahn.

- Beim Zahnen schlimmes Zahnfleisch.

Mund: Zunge etc.: Schleimig belegte Zunge. - - An Zungenspitze schmerzende weiße Blasen.

- Geschmack: bitter; manchmal sauer; nach Blut. - - Zunge schmerzt bei Berührung.

Aus dem Munde ein übel riechender Metallgeruch.

- Mund und Fauces trocken und klebrig, besonders des Morgens; > nach dem Essen.

Schlund: Vermehrte Röte des Gaumens und Tonsillen; Tonsillen schmerzen beim Sprechen/Schlucken; Stechen „Wie von Granne im Schlund“. - - Seitwärts “Wie ein Pflock“ mit Trockenheit, Rauheit und Scharren; Schmerz beim leer Schlucken.

Magen: Verlangen, Widerwillen: Durst mit  trockene Mundtrocken - - Durst # Widerwillen gegen Trinken ab. - - Appetit vermehrt o. vermindert.

Essen und Trinken: Frostig nach Mittagessen. - - Nach Genuss von festen Nahrungsmitteln stundenlanges Aufstoßen und Schmerz, welcher die ganze Nacht anhält.

Übelkeit und Erbrechen: Schluckauf. - - Häufiges Aufstoßen # Gähnen

- Bitteres Aufstoßen. - - Sodbrennen. - - Übelkeit: vor dem Frühstück/nach dem Mittagessen.

Druck im Magen, „Als ob platzt“, auch Stechen und Brennen. - - In der Magengegend ein Kältegefühl hört nach Erbrechen auf. - - Herzgrube ist aufgetrieben.

Bauch: Hypochondrien: Druck auch Stechen in Lebergegend. - - Gallensteinkolik.

- Krampfhafte Zusammenziehung in Milzgegend. - - Einatmend im l. Hypochondrium Ziehen und Reißen (+ „Als ob etwas losgerissen“).

- Kolikähnliche Schmerz (Nabel) - - Besonders gehend und stehend Druck und Spannung in Weichen, „Als ob sich ein Bruch entwickelt“. Poltern in Gedärm

- In Leistendrüsengegend Jucken o. Druck, mit Schmerz bei Berührung, „Als ob sie anschwellen“ - - In der Haut des Unterleibs, meistens um Nabel Stechen/Reißen o. Brennen.

Stuhl etc.: Wässerige Ausleerungen. - - Geringer, dünn geformter Stuhl, hart o. weich.

- Reichliche, weiche, leichte Stühle (mit Tenesmus vorher und nachher) - - Harter Stuhl „Wie Schafkot“ geht nur nach vielem Drängen ab. - - Vor und bei dem Stuhl intensiver Schmerz, „Wie von Zusammenschnüren“ im Rektum verhindert Stuhlgang - - Häufiger Stuhldrang. - - Druck im Mittelfleisch. - - Hämorrhoiden mit Jucken o. Brennen nach Stuhlgang ist oft hart und mit Blut bedeckt  - - Schmerz im Anus mit Brennen; Schmerz bei Berührung und Empfindlich sitzend. - - Fistel am Anus mit Jucken; kurzer Husten und Brustleiden. - - Herpes um Anus.

Harnorgane: In Nierengegend Brennen und Schmerzhaftigkeit.

- Scharfer Schmerz in  r. Niere, in Wirbelsäule nähe, dann nach unten zu in der Blase.

- In r. Niere reißender, pulsierender Schmerz. - - Stiche von Nieren nach Blase und Harnröhre.

- Schneidender Schmerz von l. Niere in die Blase und Harnröhre. - - In Blasengegend darauf drückend ein Pressen und Zusammenziehen mit Brennen in  Urethra.

- In Harnröhre Schneiden o. Brennen, < wenn man nicht Harn lässt, häufig < auf einer Seite.

- Besonders morgens heftiges Drängen nach Urinieren .- - In Hüften Schmerz beim Urinieren.

- < im Anfang und bei Wasser lassen. Urin klar und vermehrt, mit wenig schleimigem Bodensatz, vermindert und mit kopiösem schleimigem Satz, wenn Beschwerden nachlassen; hitziger und von Schmerz in Lumbar- und Nierengegend begleitet; dunkel o. hellgelb, o. rot mit Bodensatz; blutrot, schnell trübe werdend, dicken Schleim und hellrotes, mehliges Sediment ablagernd.

Männliche Geschlechtsorgane: Unterdrückter Geschlechtstrieb/Heraufgezogene Hoden.

- Besonders nach Urinlassen „Wie Schwäche und Reizlosigkeit in Geschlechtsteilen“.

- Während des Beischlafes ein zu schwaches und kurzes Wollustgefühl; Ejaculation zu früh.

- Ziehen vom r. o. l. Hoden nach Samenstrang. - - In Geschlechtsteilen Schmerz, < Bewegung

- Neuralgie der Hoden/-sackes; Teile geschwollen, empfindlich.

- In äußeren Geschlechtsteilen, Schmerz vermehrt durch Bewegung.

- Kälte und Taubheit in Vorhaut/Eichel. - - Skrotum eingeschrumpft, kalt mit Druck in Hoden.

Weibliche Geschlechtsorgane: Unterdrückter Geschlechtstrieb mit lange verhaltenem Wollustgefühl/während Koitus in Geschlechtsteilen häufiges Schneiden und Stechen. - - Menses: zu gering, wässeriges Blut o. grauer Schleim; zu kurz; spärlich, in schwarzen Tropfen o. schmutzigem Schleim. - - Fressende Leukorrhoe, welche schwächt. - - In der Vagina „Wie Brennen und Wundheit“. - - Vagina schmerzt bei Berührung.

Larynx: Heiser mit Schmerz o. Mandelentzündung. - - Reißen im Schlund aufwärts, besonders l. + steif

Atmung: Meist nachts Beklemmung beim Fliessschnupfen.

- Einatmend Stiche zwischen den Schultern vom Rücken durch die Brust. - - Kurzatmig Treppen steigend. - - Atemmangel Arm hebend

Husten: Kurzer, trockener Husten mit Bruststichen.

Lungen: Stechen/pulsieren in Schlüsselbein/-gegend

- Druck hinter l. Brustwarze. - - Reißen in Brust (l.) - - In der Brust zum Bauch zwingt ein schneidendes Zusammenziehen, sich vornüber zu beugen.

- Bruststiche; durch Tiefatmen vermehrt; bei kurzem, trocknem Husten.

Bruat: Herz, Puls:  Stich am Herzen. - - Häufiges Herzklopfen. -  - Langsamer, schwacher Puls.

In Haut ein fressendes Gefühl. - - Pickeln auf Brust/Schulterblättern.

- In Brustmuskeln stechende, pulsierende, drückende o. spannende Schmerzen.

Hals, Rücken: Spinal-Irritation; allg. Hyperästhesie; Schmerz um Nieren falschen Rippen entlang, vom Rückgrat ausgehend.

- Schmerz „Wie gequetscht  o. geschwollen“ vom r. Schulterblatt nach Schultergelenk.

- Reißen in und zwischen den Schulterblättern. - - Reißen im Rückgrat.

- Rückenschmerz, < sitzend/liegend (morgens erwachend).

- Im Kreuz Quetschungsschmerzen mit Steifheit; das Aufstehen vom Sitzen fällt ihm schwer.

- Schmerzhafter Druck und Spannung in Lumbar-/Nierengegend, zuweilen mit Taubheitsgefühl aufgetrieben, Wärme, Steifheit und Lähmigkeit erstr. sich zeitweise auf

- - Im Sacrum ein beständig pulsierendes Stechen.

Besonders um 24 h. in Schulter „Wie Rieseln“ o. „Als ob etwas Lebendiges im Gelenk wäre“ - - „Wie rieseln in Muskeln r. Oberarms“.

- In Achselhöhle Jucken, Wehtun, und Brennen. - - Reißen in der Schulter. - Stechen im l. Oberarm. An Ellenbogenspitze eine Pustel, welche nach Reiben sich entzündet.

- Schmerz im Handgelenk nach Anstrengung der Hand.- - Reißen längs der Metacarpal-Knochen. - - Reißen in Fingerspitzen. - - Schwere und Lähmigkeit der Arme.

- Arme schmerzen „Wie nach Quetschung“; Schwäche und Lähmigkeitsgefühl

- Schmutzig rote marmorierte Flecken mit Quetschungsschmerz.

- In Flektoren der Arme lymphatische Anschwellung mit Petechien-ähnlichen Flecken/Brennen.

In den Oberschenkeln Schmerz, < Wetterwechsel, << Wind.

- Varices von Oberschenkel hinunter. - - Spannung in Kniebeuge, „Als ob Sehnen zu kurz“

- Im Knie Gefühl von Ermüdung, Quetschung o. Lähmigkeit.

- Reißender Schmerz in Tibia. - - Hacken schmerzen stehend, „Als ob geschwürig“

- Beim Stehen Stechen zwischen den Metatarsal-Knochen „Wie vom Nagel“.

- Stechen; Brennen; Jucken; Wehtun; Schmerz und Kältegefühl in Füssen, „Als ob erfroren“

- In Fußballen Reißen, Schmerz, wenn man mit ihnen auftritt.

- Stechen im Ballen der großen Zehe/Zehengelenken.

- Beine schmerzen „Wie zerschlagen“; mit Schweregefühl; kann kaum vom Sitz aufstehen.

- Zwicken wie von etwas Lebendigem. - - Abzehren der Unterglieder.

In Gliedern Reißen auch Stechen o. klopfendes Reißen.

Lage etc.: Geringste Anstrengung greift an und erregt Schweißausbruch.

Nerven: Schwäche, wie ohnmächtig.

- Überall Lähmigkeitsgefühl, mit „Wie Wärme“ im unteren Teil des Rückens o. im Sacrum.

- Allgemeine Erschlaffung; irgendetwas zu tun abgeneigt.

Schlaf: Tagesschläfrigkeit; fühlt sich müde, muss sich hinlegen.

- Unruhiger Schlaf, voller Träume, mit häufigem Erwachen und  Blutandrang nach dem Kopf.

- Morgens schwieriges Erwachen, mit darauf folgenden Kopf- und Rückenschmerz, Erschöpfung und Mangel an Erinnerungsvermögen  - - Ängstliche Träume.

Frost, Fieber, Schweiß: 1. Besonders vormittags und abends Frost am Gesicht und Armen nach Rücken/Brust, 2. Hitze + Unruhe/Druck auf der Brust folgt

- Frost vor dem Mittagessen mit eiskalten Füssen, trocknem, klebrigem Munde, ohne Durst.

- Bei Wärme der Haut „Wie Frost“ in  Knochen.

- Kälte des Körpers mit Hitze des Gesichts fängt 11 h  an; Hitze und Neigung nachts zu schwitzen. - - Beim Frost Druck und benommen im Kopfe.

- Nachmittags Hitze in Händen und Kopf - - Vorübergehendes Wärmegefühl an verschiedenen Stellen. - - Bei der Hitze Angst, Druck auf Brust, in Kopf steigend, Durst und oft < Hals.

- Neigung, bei der geringsten Anstrengung zu schwitzen.

Empfindungen: Matt, gehend/stehend vermehrt. - - Matt, nicht frisch sein; niedergeschlagen an Geist  und Körper erwachend morgens, auch nach langem Schlaf.

- Erschöpfung bis zum Zittern und Wanken der Knien, auch Abneigung gegen Beschäftigung.

- Ohnmächtige Schwäche nach Gehen in freier Luft. - - Rieselndes Gefühl in den Muskeln, „Wie etwas Lebendigem darin“.

- Schmerz mit Schwere und Kraftlosigkeit des ergriffenen Teiles. - - Schmerz „Wie  Verrenken/Verdrehen“, mit Empfinden von Geschwulst; < Anstrengung/heben/strecken.

Gewebe: In Muskeln: Spannung, Schiessen, Reißen, Pulsieren, Rieseln; „Wie etwas Lebendigem“. - - Schaben auf den Knochen. - - Varicöse Venen an vielen Stellen.

- Gichtische und rheumatische Beschwerden, (Urin-, Hämorrhoidal- o. Mensesbeschwerden).

Berührung/Verletzung etc.: Fahren verursacht Schmerz im Fuß. - - Schwach nach Reiten

Haut: Brennen, Wehtun, Stechen o. fressendes Jucken, welches zum Kratzen reizt, obgleich es bald an derselben o. einer andern Stelle zurückkehrt.

- Geschwür; beschleunigt Eiterung und verhindert Wiederkehr derselben. Rot marmorierte Flecken; mit fressendem o. Quetschungsschmerz; wie Petechien mit Jucken und Brennen.

- Rote Pusteln mit Brennen/Jucken/Stechen; druckempfindlich; verwandeln sich in braune Flecke. - - Kälteüberlaufen und Kribbeln in der Haut. - - Geschwollene Varices.

- Knötchen, gewöhnlich einzeln stehend, mitunter in Gruppe - - Lymphatische Geschwülste.

- Gelbsucht mit blassen, zähen Fäces; o. mit scharfem, wässerigem DurchFALL.

- Alte gelbe Flecke um den Nabel, welche sich abschälen.

- Roter Fleck auf l. Augenlid „Wie vom Biss einer Stechfliege“; Geschwulst schließt Auge 

- beinah zu; am nächsten Tage andere Flecke im Gesicht, hinter Ohr; am 3en Tage am Kinn und Nase, mit Jucken und Brennen; abends mit kleinen Blasen bedeckt, woraus Wässeriges fließt

Lebensalter und Konstitution: Passt besonders, wo Nieren-/Blasensymptome vorherrschen.

 

BERBERIS VULGARIS (berb.)

  *   Arthritic affections and urinary disturbances.

MIND: - -   Optimistic. Couragous. - -   Aversion of twilight. Delusion of spectres in twilight.

   -   Weary of life during menses. - -   Mental work is impossible by least interruption.

GENERALITIES: - -   < left side. - -   < Motion - -   Prematurely old & worn out patients.

   -   Radiating PAIN, e.g. in arthritis, gout, lumbago, kidney colic, cystitis, neuralgia.

   -   Pains: sharp, twinging, radiating in uncoordinated fashion (no pattern).

FACE: - -   Blue circles around eyes. - -   Sunken.

LARYNX: - -   Polyps of vocal cords.

ABDOMEN: - -   Galbladder colic.    AFTER  - -   Fistula anus: with shooting pain in After.

BLADDER: - -   CYSTITIS:    radiating pain < before and after urination, on urging to urinate, when not urinating, motion;  painful urging to urinate, < motion;

                    sediment in urine: flocculent, yellow, cloudy, mealy, thick, white, red, sandy, gelatinous.

KIDNEYS: - -   KIDNEY STONES/COLIC:

                 pain radiates into thigh, bladder, testes,   genitalia; < jar, lying, motion, menses, pressure, urination, > standing;

                 numbness region kidneys. Gurgling or bubbling sensations in kidney region.

MALE GENITALIA: - - < motion, left side. - -  Pain (in spermatic cord, ext. to) testes.

FEMALE GENITALIA: - -   Dryness vagina. - -   Menses only evening when lying.

BACK: - -   Pain/lumbago:   radiating, around abdomen, sciatic-like, ext. downward, into spermatic cord.

                       < Lying, sitting, rising from sitting. With stiffness and prostration.

EXTREMITIES: - -   Arthritis:   WANDERING (Puls/Form/Kali-bi/Kali-s), < motion, during. menses.

   -   Gout and arthritis, radiating pain.

 

Berb.

Gemüt: Zorn

Zerstreut

Weinen

Wahnideen (Kopf sei vergrößert/vergrößert/sie wäre schwanger/Phantasiegebilde, Illusionen/Dinge scheinen .länger o. klein/Dinge würden größer werden (mit Klopfen des Pulses und verkleinern Sich)/Gespenster/Geister/Gestalten - Dämmerung/nach vorne Fallen bückend/sieht Bilder, Phantome (Dämmerung/nachts)

Verwirrung, geistige (durch Unterbrechungen/erwachend)

Vergesslich (morgens (erwachend)

Unzufrieden (mit allem)

Traurig (vor o. während Menses)/bei arbeitsscheuen Personen

Torpor

Tod - wünscht sich den Tod, möchte sterben (während Menses)

Suizidneigung; Neigung zum Selbstmord

Stumpfheit (nach tiefem Schlaf -/durch geistige Anstrengung/erwachend/morgens)

Sentimental, schwärmerisch, rührselig

Schweigsam

Ruhelos

Reizbar, gereizt (vor o. während o. nach Menses/gehend/erwachend/wenn wach gemacht)

Nachdenken, Überlegen/Meditieren, Nachdenken

Mutig

Mürrisch

Menses - Gemütssymptome während

Lebensüberdruss (vor o. während Menses)/Langeweile während Menses

Konzentration - schwierig (wenn unterbrochen wird)

Hast, Eile essend

Gleichgültig, Apathie (gegen Äußerlichkeiten, Äußerliches/gegenüber allem)

Geistige Anstrengung (Abgeneigt/< - unmöglich (durch die geringste Unterbrechung)

Geisteskrankheit, Wahnsinn/Geistesabwesend

Gedanken zusammenhangslos

Gedanken vergehen, schwinden (wenn unterbrochen wird)

Gedächtnisschwäche

Faul (durch .Traurigkeit)

Erschreckt leicht/Erregt nachts (erwachend)

Erschöpfung; geistige (morgens)

Ekstase

Dunkelheit <

Denken abgeneigt

Dämmerung < Gemütssymptome

Boshaft

Bewusstlos  fahrend o. reitend

Beschwerden durch Streit, Streitigkeiten

Auf-/Zusammenfahren

Angst [vor Stuhlgang/im Stehen/vor Schlaf (abends)/mit Furcht/während Fieber/< Bewegung/im Bett/Sitzen; vom Aufstehen/abends (im Bett)/nachmittags/vormittags/morgens (aufstehend)]/Furcht (abends (Dämmerung)/nachmittags)

Abscheu vor dem Leben

 

 

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