Norovirus

 

Vergleich:  Siehe: Nosoden allgemein + RNA

Quelle: http://www.agatha-apotheke.de/Homoeopathie-Globuli/EinzelmittelNosoden:::1_40:4.html

 

Fall: Meine Familie, Vater, Mutter und Enkelin 3 Jahre alt, und ich, 74 Jahre alt, haben Brechdurchfall gehabt. Unterschiedlich schlimm und unterschiedlich heftig.

Alle, außer mir, erholen sich davon in 3 bis 5 Tage.

Ich hatte schon 2 Jahren brennen im Magen, habe Säurehemmer genommen. Ich war umgezogen auf dem Land wegen Lungenbeschwerden. Ich beobachte das

Magenbrennen und Husten einander ablösen. Während der Brechdurchfall brennt der Magen nicht. Danach fängt es wieder an und ist unerträglich. Mein Appetit ist

wenig. Ich weiß was ich essen will, aber kann nur ein geringes Teil davon essen.

Ich wird nachts wach wegen brennen im Magen.

Ich suche nach Spätfolgen vom Norovirus und finde sie:

[Luise Heine]

Chad Porter, Naval Medical Research Centers in Silver Spring, USA, nahm die Krankenakten von 1718 Soldaten, fast alles Männer, unter die Lupe, die während einer

von drei Noroviren-Epidemien im Zeitraum von 2004 bis 2011 behandelt worden waren. Als Kontrollgruppe dienten nicht infizierter Soldaten.

Ergebnis: Die Patienten, die einen durch Noroviren bedingten Brechdurchfall hinter sich hatten, hatten öfter Verstopfungen und Verdauungsstörungen und vor allem

Sodbrennen als die Kontrollgruppe. Insgesamt war die Wahrscheinlichkeit an einer solchen gastrointestinalen Erkrankung zu leiden um den Faktor 1,5 höher als bei

Personen, die keine Noroviren-Infektion durchgemacht hatten.

 

Ich bestelle Norovirus Nosode D 30/D 60.

Es hilft aber ich muss es oft nehmen, jede 2 Stunde. Dann huste ich wieder und kann den Auswurf abhusten.

FODMAP.x

Nach 3 Jahren hat Enkelin wieder Erbrechen und danach Durchfall. Und ich folge ihr nach mit viele laute Blähungen und Müdigkeit. Stuhl kommt immer öfter und

weicher. Ich erinnere mich an Norovirus Nosode D 30/D 60. Es hilft meine Enkelin sofort. Kein Durchfall mehr. Auch mir tut es gut.

 

DD.:

    Borax

    Camphora

    Chelidonium

    Colchicum

    Croton tiglium

    Dulcamara

    Ignatia

    Ipecacuanha

    Kalium phosphoricum

    Sanguinaria

    Tabacum

 

3e mal Norovirus = Brechdurchfall

Ich erhole mich wieder nicht. Meinen Magen brennt, unten am Magen gibt es eigentlich ein Dauerbrennen. Er lässt mich nicht schlafen.

Ich erinnere mich an Aethusa, gebraucht bei Säuglinge mit Pylorusverschluss.

Repertorium Aethusa: From ABC Homeopathy:

The characteristic symptoms relate mainly to the brain and nervous system, connected with gastro-intestinal disturbance. Anguish, crying, and expression of uneasiness

and discontent, lead to this remedy most frequently in disease in children, during dentition, summer complaint, when, with the diarrhoea, marked inability to digest milk,

and poor circulation. Symptoms set in with violence.

 

In das Repertorium herkenne ich der Brechdurchfall des Norovirus und mein älteres Problem mit dem Magenschmerz wieder.

Ich finde 42 Beschwerden, die ich bei mir wahrnehme. Ich nehme Aethusa C 30 ein und warte ab. Und es hilft mir.

 

Erbrechen - Übelkeit - Durchfall

Bitterelixier wa Verdauungsschwäche, Blähungen mehrfach täglich schluckweise trinken

Carum Carvi Kinderzäpfchen wa Blähungen 1-3x täglich ein Zäpfchen

Balsamischer Melissengeist w Magenbeschwerden wie Übelkeit und Erbrechen

Ammi visnaga comp. Supp. wa krampfartige Bauchschmerz 1-3x täglich ein Zäpfchen

Belladonna / Chamomilla Globuli wa Magen- und Darmschmerzen, Krämpfe alle 15 Min. 5-8 Globuli

 

Bauchschmerzen

Chelidonium Colocynthis Globuli wa kolikartige Bauchschmerzen 20 Globuli in ½ Glas Wasser auflösen und über

den Tag verteilt schluckweise trinken

Carum carvi Kinder Supp wa Blähungen 1-3x täglich ein Zäpfchen

Chamomilla radix RH cupro culta D2 Dreimonatskoliken 20 Tropfen in ½ Glas Wasser auflösen und über den Tag

verteilt schluckweise trinken für Säugling oder besser es nimmt Mutter ein wann sie der Säugling stillt.

 

Kupfersalbe rot wa (Windsalbe) Blähungen, krampfartig bei Bedarf den Bauch im Uhrzeigersinn sanft massieren

Blähungen Melissenöl wa (Windsalbe) Blähungen Bei Bedarf den Bauch im Uhrzeigersinn sanft massieren

Salix Rhus tox Globuli wa Durchfall alle 15 Min. 5-8 Globuli oder 20 Globuli in ½ Glas Wasser auflösen und

über den Tag verteilt schluckweise trinken

Bolus alba comp Pulver wa Magen-Darm-Infekt mit Durchfall 2 Teelöffel in 1 Glas Wasser auflösen und über

den Tag verteilt schluckweise trinken

 

Durchfall

Birkenkohle comp. Kapseln w Durchfall 3-5x täglich 1 Kapsel mit einem Glas Wasser trinken

 

Infection characterized by nausea, forceful vomiting, watery diarrhea, and abdominal pain, and in some cases, loss of taste.

General lethargy, weakness, muscle aches, headache, coughs, and low-grade fever may occur. Usually self-limiting, and severe illness is rare.

A small number of people die, mostly the very young, the elderly, persons with weakened immune systems.

Beschwerden:

    ausgeprägte Bauchschmerzen,

    Übelkeit,

    ein starkes Krankheitsgefühl,

    häufig auch Kopfschmerzen und Gliederschmerzen

Spätfolgen:

Verstopfung und Sodbrennen.

Durchfall + Kolik + Erbrechen + frostig + verlangt Saures: Ant-t. + Lyc. + Verat.

Bolus alba comp. Pulver. Durchfall, Erbrechen.

Schüßlersalzen: Kali-p.

 

Norwalk Virus in Forum ABC Homeopathy

From maheeru            on 2006-12-28

This is easily spread virus, an extremely common cause of food-borne illness. Outbreaks of the Norwalk virus usually occur where a large number of people are confined

to a relatively small space. Outbreaks can occur anywhere contaminated drinking water or swimming water exist, and are known to affect camps, cruise ships, schools and

nursing homes.

Symptoms are:

Acute diarrhea, abdominal cramps, nausea and vomiting, headaches and low-grade fevers. Symptoms usually last up to two days, but can persist for several weeks.

 

Mode of Spread and Some prevention tips:

Person-to-person contact. Contaminated shellfish, prepared foods, water and ice. Infected food handlers can contaminate food. According to some sources, the only source

of the Norwalk virus is faeces from infected people. In many cases, shellfish are infected when human waste is dumped from ships.

Hand washing is the best method for preventing the spread. Avoid certain foods such as, uncooked, prepared party foods, and shellfish on cruise ships. Avoid hand-shaking

unnecessarily. Medical Doctors for the most part recommend the sports drink solution; there is no effective treatment, other than fluid and electrolyte replacement.

 

Norovirus-Infektion: Symptome

    Übertragung

Noroviren werden vor allem durch den direkten Kontakt mit erkrankten Personen oder indirekt über verschmutzte Flächen übertragen. Eine Infektion kann aber auch durch

kontaminierte Lebensmittel ausgelöst werden, wenn die Hände vor der Zubereitung von Lebensmitteln nicht gründlich gewaschen wurden. Wird das Lebensmittel nicht

ausreichend erhitzt, werden die Noroviren im Körper aufgenommen und können zur Erkrankung führen.

Salate, Beeren und rohes Gemüse waren in der Vergangenheit an Norovirus-Ausbrüchen beteiligt.

    Wie schützt man sich?

Hygiene ist oberstes Gebot bei der Vermeidung von Norovirus-Infektionen. Gründliches Waschen der Hände mit Seife verringert die Gefahr der Ansteckung und der

Kontamination. Erkrankte sollten keine Lebensmittel für andere zubereiten. Kochen zerstört die Noroviren. Lebensmittel, mit denen Erkrankte in Kontakt gekommen sein

könnten, sollten deshalb entweder vernichtet oder gekocht werden. Impfungen gegen Norovirus-Erkrankungen existieren bislang nicht.

 

Homeopathic remedies:

Aloe.: Diarrhea: has to hurry to closet immediately after eating and drinking; with want of confidence in sphincter anus; driving out of bed early in the morning.

When passing gas, sensation as if stool would pass with it.

Colic: cutting, griping pain in right lower portion of abdomen; excruciating, before and during stool; all pains cease after stool, leaving profuse sweating and extreme weakness; attacks preceded

by obstinate constipation.

Gas offensive, burning, copious; much gas with small stool; burning in anus after passage of gas.

Solid stool and masses of mucus pass involuntary; hungry during diarrhea.

Before stool: rumbling, violent sudden urging, heaviness in rectum; during stool, weakness and much gas; after stool, faintness.

<: Early morning; after eating or drinking; standing or walking;

>: Cold water; cold weather; discharge of gas and stool;

Ant-c..: Old people with morning diarrhea suddenly become constipated, or diarrhea # constipation; pulse hard and rapid.

Sensitive to cold; < getting cold.

Child is fretful, peevish, cannot bear to be touched or looked at; sulky, does not wish to speak or be spoken to; angry at every little attention.

Intestinal complaints from overeating; stomach feels weak, digestion easily disturbed; a thick milky-white coating on the tongue. Very prone to canker sores in the mouth.

Longing for acids and pickles.

<: After eating; cold bath; acids or sour wine; after heat of sun or fire; extremes of cold or heat;

>: Being in the open air; during rest; after a warm bath;

Ars.: Extreme weakness

Depressed, melancholic, despairing, and indifferent.

Anxious, fearful, restless, full of anguish.

Irritable, sensitive, peevish, easily agitated.

The greater the suffering the greater the anguish, restlessness and fear of dying. Attacks of anxiety at night, driving out of bed. Worse after midnight.

Burning pains; the affected parts burn like fire, as if hot coals were applied to parts. Cannot bear the smell or sight of food. Great thirst for cold water; drinks often, but little at a time; eats seldom, but a lot.

Gastric derangements; after cold fruits; ice cream; ice water; sour beer; bad sausage; alcoholic drinks; strong cheese.

<: After midnight (1 - 2 h. and 13 - 14 h.)/cold (drinks or food)/lying on affected side or with the head low;

>: heat in general except headache, burning pain > heat;

Ip.: In all conditions with constant and continual nausea.

Intermittent fever: starting with nausea, or from gastric disturbance.

Nausea: with profuse saliva; vomiting of white, mucus in large quantities, without relief; sleepy afterwards; < stooping forward.

Stomach: feels relaxed, as if hanging down; clutching, squeezing, griping, as from a hand, each finger sharply pressing into intestines; worse from motion.

Flatulent, cutting colic about navel.

Stool: grassy - green; of white mucus; bloody; fermented, foamy, slimy, like frothy molasses.

Cutting pains across abdomen from left to right.

Great fear and anguish; nervous restlessness; sudden sinking of strength; pains, burning; faint, anxious and weak early in morning.

<: Night (after midnight)/cold in general (drinks);

>: Warmth/lying with head high/fresh air to head;

Nux-v.: Persons who are very particular, careful, but inclined to become easily excited or angered. Chilly and easily chilled.

Burping: sour, bitter; nausea and vomiting every morning with depression of spirits; after eating. 'If I could only vomit I would be so much better.'

Stomach: pressure an hour or two after eating as from a stone; tightness, must loosen clothing; cannot use the mind for two or three hours after a meal;

sleepy after dinner.

Frequent desire for stools; anxious, ineffectual desire for stool, better for a time after stool. Alternates constipation and diarrhea.

<: Morning/waking at 4 h./mental exertion/after eating or over-eating/touch/noise/anger/spices/narcotics/dry weather/in cold air;

>: evening, while at rest; lying down, and in damp, wet weather;

Okoubakou

Podo.: Diarrhea: of long standing; early in morning, continues through forenoon, followed by natural stool in evening; sensation of weakness or sinking in

abdomen or rectum. Diarrhea of children: during teething; after eating; while being bathed or washed; of dirty water soaking napkin through; with gagging.

Stool: green, watery, fetid and smelly, profuse; gushing out; chalk - like, jelly-like; undigested; yellow meal-like sediment. Fever at 7 h. with great loquacity

during chill and heat; sleep during perspiration.

 

ZEIT ONLINE

https://www.google.de/search?hl=de&source=hp&ei=qVHHW-urNoa8kwXr2ra4DA&q=ZEIT+ONLINE+Gesundheit+18-01-2013&oq=ZEIT+ONLINE+Gesundheit+18-01-2013&gs_l=psy-ab.12...1477267.1477267.0.1478813.1.1.0.0.0.0.242.242.2-1.1.0....0...1c.2.64.psy-ab..0.0.0....0.UQJReM4sWRw

Gesundheit 18-01-2013

Virologen haben erste experimentelle Impfstoffe gegen das Norovirus entwickelt. Von einem marktreifen Schutz gegen den Darmkeim ist die Forschung

aber weit entfernt. Es hat schon seine Gründe, weshalb Experten das Norovirus als den perfekten Krankheitserreger bezeichnen: Es ist widerstandsfähig,

hochinfektiös und zwingt seine Opfer, enorme Mengen Viruspartikel vehement in der Umwelt zu versprühen. Wenn es erst einmal da ist, breitet es sich rasant aus,

besonders dort, wo viele Menschen auf engstem Raum wohnen. In Krankenhäusern und Pflegeheimen genauso wie in Kasernen und auf Kreuzfahrtschiffen.

In Großbritannien infizierte der Erreger diesen Winter bereits weit mehr als eine Million Menschen, und weltweit, schätzen Experten, tötet er vor allem in den

Entwicklungsländern jährlich 200.000 Kinder unter fünf Jahren.

Beeindruckende Vielfalt

Ebenfalls weltweit arbeiten Wissenschaftler an einem Impfstoff. Doch das erweist sich als ausgesprochen schwierig. Noroviren sind, wie andere RNA-Viren

auch, extrem vielseitig. Sie teilen sich in fünf große Gruppen auf, von denen drei auch Menschen infizieren. Innerhalb dieser wiederum kennt man 25 Genotypen,

von denen immer neue Stämme auftauchen – ein Muster, das man unter anderem vom Influenza-Virus kennt, dessen Erbgut ebenfalls aus RNA besteht.

Die Mehrheit der Norovirus-Infektionen beim Menschen geht auf Viren der Gruppe GII zurück, und seit Mitte der neunziger Jahre ist vor allem der

Genotyp GII.4 durch Pandemien auffällig geworden: Alle 2 - 4 Jahre tritt ein neuer Stamm dieses Subtyps auf den Plan und löst größere Ausbrüche aus –

in diese Kategorie fällt auch das derzeit kursierende Virus. Neben der Vielfalt der unterschiedlichen Erregerstämme behindert ein weiterer Umstand die

Forschung an dieser Nemesis immens: Es gibt weder ein funktionierendes Tiermodell noch ein Zellkultursystem, an dem man die Eigenheiten des Erregers und

die Reaktion des Organismus darauf erforschen kann. Als Ersatz verwenden Forscher Noroviren, die Mäuse infizieren, um dem Geheimnis des Pathogens auf

 die Spur zu kommen.

Noroviren sind Krankheitserreger, die beim Menschen Erbrechen und Durchfall verursachen können. In der Umwelt sind Noroviren extrem stabil. Sie können

dort mehrere Tage ansteckend bleiben und verändern sich ständig. Es gibt viele verschiedene Typen und ständig kommen neue hinzu. Durch Noroviren können

Menschen aller Altersgruppen erkranken. Die typischen Symptome sind Erbrechen und Durchfall, häufig von Kopfschmerzen und manchmal von Fieber begleitet.

Die ersten Symptome treten etwa 24 Stunden nach der Infektion auf und dauern gewöhnlich ein bis drei Tage an. Informationen zum Norovirus finden Sie auch

auf den Seiten des Bundesinstituts für Risikobewertung.

Allerdings verursachen diese Erreger in ihrem Wirt keinen Durchfall, so dass die Analogie zwischen ihnen und dem menschlichen Norovirus sich auf einige

Mechanismen im Infektionsprozess und der Immunreaktion beschränkt. Immerhin konnten Forscher bereits 2008 zeigen, dass eine Schluckimpfung sowohl mit

vollständig inaktivierten Viruspartikeln als auch mit Virus-Antigenen die Mäuse mindestens ein halbes Jahr vor der Infektion mit dem für sie spezifischen Norovirus schützt.

Auf der Suche nach der Immunreaktion

Dass das auch beim Menschen funktioniert, war zu jenem Zeitpunkt keinesfalls klar. Schon die Frage, ob eine überstandene Norovirus-Infektion tatsächlich eine

Immunität erzeugt, ist bis heute umstritten. Hoffnung macht jedoch, dass ein Teil der Bevölkerung gegen den Erreger weit gehend immun ist – ihnen fehlen auf

den Schleimhäuten bestimmte zuckerhaltige Histo-Blutgruppenantigene (HBGA), weil ein Enzym, zum Beispiel die Fucosyltransferase, durch Mutationen inaktiv ist.

Diese sogenannten sekretor-negativen Individuen machen etwa ein Fünftel der europäischen Bevölkerung aus.

Die Verbindung zwischen Norovirus und HBGA erweist sich als für die Infektion als entscheidend - Beobachtungen zeigen, dass Antikörper, die diesen Kontakt

unterbinden, das Risiko einer Erkrankung tatsächlich reduzieren.

Ein Impfstoff, der diese Antikörper produziert, könnte Noro wirklich stoppen. Da man nicht mit dem Virus selbst arbeiten kann, konzentrieren sich die Forscher

auf sogenannte virusähnliche Partikel, im Grunde die Umhüllung der Zelle ohne das enthaltene Erbgut.

Man bekommt sie, indem man das Hüllprotein des Virus in anderen Organismen produzieren lässt - jeweils 180 dieser Eiweiße lagern sich zu einer kugelförmigen,

rundherum eingedellten Hülle zusammen, die das Norovirus als Teil der Caliciviren ausweist. Diese leeren Hüllen sind inzwischen der Schlüssel zur Erforschung

des Norovirus, sei es für diagnostische Verfahren, strukturelle Besonderheiten oder Bindung an die Rezeptoren menschlicher Zellen – vor allem aber sind sie

entscheidender Bestandteil möglicher zukünftiger Impfstoffe.

 

Die Krankheit beginnt meistens sehr plötzlich mit Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen und Durchfällen

Bauchschmerzen

Wer sich Noroviren eingefangen hat, leidet meist schon bald unter unangenehmen Beschwerden

Einige Stunden bis zu zwei Tage nach der Noroviren-Infektion beginnt die Krankheit meistens sehr plötzlich mit Übelkeit, starkem Erbrechen, Bauchkrämpfen

und Durchfall. Die Betroffenen fühlen sich elend, matt und schwindelig. Leichtes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sind häufige Begleitsymptome.

Die Infektion kann unterschiedlich verlaufen. In der Regel klingt die akute Phase schon zwei bis drei Tage später wieder ab. Je nach Konstitution des Patienten

zieht sie sich auch einmal länger hin, oder sie verursacht nur sehr leichte Beschwerden. Normalerweise heilt die Erkrankung folgenlos wieder aus.

weltweit verbreitet - und wahre Überlebenskünstler: Sie halten sich auf Gegenständen wie Handtüchern, Türklinken, Treppengeländern, Wasserhähnen oder

Toilettensitzen. In Lebensmitteln können sie -auch gekühlt oder sauer eingelegt- gut überdauern. Selbst Hitze lässt die winzigen Krankmacher weitgehend

unbeeindruckt: So überstehen sie Temperaturen bis +60° C für mehrere Minuten.

Kranke scheiden die Erreger in großer Zahl mit dem Erbrochenen und über den Stuhl aus. Auch wenn sich die Symptome wieder gelegt haben, besteht noch

mindestens zwei Tage lang Ansteckungsgefahr. Im Stuhl bleiben die Viren bis zu zwei Wochen nach der Infektion nachweisbar, in manchen Fällen sogar länger.

Große Ansteckungsgefahr bei Noroviren

Schon weniger als 10 Noroviren können krank machen. Meistens schnappt man die Erreger beim direkten Kontakt von Mensch zu Mensch auf, etwa beim

Händeschütteln. Auch über verunreinigte Gegenstände (insbesondere häufig berührte Kontaktflächen wie Türdrücker etc.) oder Speisen wandern die Erreger

zu ihrem nächsten Opfer. Kurze Distanzen können sie auf dem „Luftweg“ überbrücken – eingeschlossen in winzige Tröpfchen, die beim Erbrechen in die

Umgebung gelangen.

Eine Norovirusinfektion führt nicht zu einer relevanten Immunität. Wer die Erkrankung überstanden hat, kann sich durchaus erneut anstecken.

Ähnlich wie Grippeerreger sind Noroviren äußerst wandlungsfähig. Es gibt sie in zahlreichen Varianten. Nach einem einzigen Kontakt hat unser Immunsystem

noch keinen ausreichenden Schutz vor den Erregern aufgebaut.

In den Wintermonaten häufen sich erfahrungsgemäß die Norovirus-Infektionen. Insgesamt gehen 30 bis 50% aller viralen Durchfallerkrankungen auf ihr Konto.

Häufig kann die Diagnose schon aufgrund des typischen Verlaufs und der Symptome vermutet werden. Im Zweifel kann eine Stuhlprobe des Patienten auf

Krankheitserreger untersucht werden. Da dies einige Tage dauern kann, ist es wichtig, Hygienemaßnahmen schon bei dringendem Verdacht zu beginnen, um

keine Zeit zu verlieren.

Werden Noroviren nachgewiesen, besteht nach dem Infektionsschutzgesetz eine Meldepflicht an das Gesundheitsamt. Öffentliche Einrichtungen wie

Krankenhäuser und Altenheime müssen auch melden, wenn sich akute Magen-Darm-Infektionen häufen.

Damit sich die Krankheit in Gemeinschaftseinrichtungen nicht ausbreitet, gelten strikte Hygienevorschriften und die folgenden Regeln:

Menschen, die beruflich mit Lebensmitteln zu tun haben, müssen bis mindestens zwei Tage nach Abklingen der Symptome vom Dienst freigestellt werden,

da sie sonst Nahrungsmittel kontaminieren, und zur Quelle von Ausbrüchen werden können.

Kinder unter sechs Jahren dürfen erst dann wieder in den Kindergarten oder die Kinderkrippe, wenn sie zwei Tage beschwerdefrei waren.

Personen, die in Gesundheits- oder Gemeinschaftseinrichtungen beschäftigt sind, sollen frühestens zwei Tage nach Abklingen der Beschwerden wieder an

ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Auch danach ist für zwei Wochen konsequente Händehygiene wichtig.

Ansteckung oft durch Tröpfcheninfektion und Händeschütteln

Die Ansteckung geschieht oft beim Sprechen durch feinste Speicheltröpfchen oder beim Händedruck. Über verschmutzte Flächen im Sanitärbereich, Türklinken

und durch Aerosole in der Luft werden die Erreger ebenfalls weitergegeben. „Entscheidend ist sicher die Nähe, die Menschen dann zueinander haben“,

sagt Professor Jörg Timm vom Institut für Virologie am Universitätsklinikum Essen.

Für eine Infektion reichen kleinste Virenmengen: 100 bis 1000 dieser Erreger genügen. Zum Vergleich: Mit dem Stuhl scheidet jeder Mensch täglich Milliarden

an Viren aus. „Innerhalb von 6 bis 50 Stunden entwickeln die Infizierten Symptome mit schwallartigem Erbrechen und heftigem Durchfall“, sagt Hygieniker Exner.

Manche bekommen leichtes Fieber. In dieser Zeit sind die Kranken für fast alle anderen hoch ansteckend.

Reichlich trinken gleicht Flüssigkeitsverlust aus.

Meist sind die Magen-Darm-Erkrankungen unproblematisch und klingen schnell ab. Für Säuglinge, chronisch Kranke und alte, pflegebedürftige Menschen können

sie jedoch wegen des hohen  Flüssigkeitsverlusts kritisch werden. Die Betroffenen müssen daher reichlich trinken, meist isotonische Getränke. Seltener erhalten

die Patienten Infusionen. Zudem verordnet der Arzt Bettruhe. Eine spezielle Therapie gibt es nicht.

„Zwei Tage nach Ende der Symptome dürfen Kinder wieder in die Schule und Erwachsene zur Arbeit gehen“, erläutert Virologe Timm. Denn dann scheiden sie

meist nur noch wenige Noroviren aus. Und diese werden anderen nicht mehr gefährlich. „Ein Fünftel aller Bundesbürger ist sogar weitgehend geschützt davor,

sich zu infizieren, weil sie einen kleinen, nicht krank machenden Gendefekt aufweisen. Ihnen fehlt der Rezeptor an den das Norovirus andocken kann“, erklärt Timm.

Für alle anderen gilt, sich so gut es geht vor diesem Erreger zu schützen.

Vorbeugen: Oft die Hände waschen

Die Grundregel lautet: nach jedem Toilettengang gründlich die Hände mit Seife waschen. Exner betont: „Diese als banal angesehene Regel ist wichtig, auch

für kleine Kinder.“ Eine weitere simple Vorsorge besteht seiner Ansicht nach darin, nur bei geschlossenem Toilettendeckel zu spülen. „Wer das nicht tut, bringt

massiv Aerosole in den Raum, die andere dann einatmen.“ Das gilt auch, wenn jemand vorsorglich vor dem Toilettengang die Spülung betätigt.

Flächen und Türklinken sollte man jetzt besonders sorgfältig reinigen, denn Noroviren bleiben extrem stabil und mehrere Tage ansteckend. Experten sind sich

allerdings uneins, ob man zusätzlich ein Desinfektionsmittel braucht. „Wir haben immer desinfektionsmittelhaltige Tücher daheim, die man in der Apotheke erhält“,

sagt Exner. Bei alten Menschen, die von Durchfällen insgesamt geschwächt werden können, hält er Desinfektionsmittel durchaus für die „Maßnahme der Wahl“.

Dagegen meint Experte Timm: „Zu Hause muss man keinesfalls alles desinfizieren. Im Krankenhaus sieht das anders aus.“ Nicht zuletzt sollten Erkrankte kein Essen

für andere zubereiten. Und wer kocht, muss sich vorher die Hände waschen. Die gute Nachricht: Das Kochen zerstört das Norovirus.

 

 

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