Pituitarium spp.

 

Vergleich: Siehe: Sarcodes + Drüsengruppe:

The pituitary gland a pea-sized gland located in the skull, inferior to the hypothalamus of the brain and posterior to the bridge of the nose. It is an important link between the nervous and endocrine systems and releases many hormones which affect growth, sexual development, metabolism and human reproduction (Tortora and Derrickson 2006).

 

Pituitarium glandula (Pitu-gl.)

 

[Frans Vermeulen]

Glandula pituitaria. Hypophyse. Hirnanhangsdrüse. Ungeteilte zusammengesetzte Drüse an der Basis des Hypothalamus, die aus zwei Hauptteilen besteht: der Neurohypophyse [Hinterlappen] und der Adenohypohyse [Vorderlappen]. Früher wurde angenommen, die Drüse produziere Schleim, daher der Name pituitaria [pituita = Schleim].

„Die Hypophyse ist die Drüse vieler Hormone und Funktionen. Sie regelt das Wachstum in der Kindheit und Jugend, die sexuelle Entwicklung und den sexuellen Metabolismus.

Sie ist notwendig für die richtige Entwicklung der Geschlechtsdrüsen. Der Hypophysen-hinterlappen reguliert Wasserhaushalt, Blutdruck, Magendarmtrakt und beeinflusst den Fett- und Zuckerstoffwechsel. Er bestimmt auch die Pigmentierung der Haut. In der Hypophyse ist mehr Vitamin E enthalten als in jeder anderen Drüse. Ein Vitamin B-Mangel kastriert sie physiologisch und psychologisch. Es ist ebenso wichtig für die Hypophyse wie Vitamin E für die Hoden und Plazenta. Die normale Hypophysen-funktion beruht auch auf dem Manganstoffwechsel. Manganhaltige Nahrungsmittel verhüten eine Überbelastung der Hypophyse (Kartoffeln/Lattich/Agar-Agar/Weizenkeime/Leber/Erdnüsse/Walnüsse/Mandeln)...

Die Hypophyse kontrolliert Wachstum und Bildung des Skeletts.

Die Kräfte von Stier-Skorpion legen die Grundlagen für die Arbeit der Hypophyse, der Stier als Träger des Himmelsmusters und Skorpion [die Herren der Form] reproduzieren dieses Muster in materieller Form....

In biblischer Symbolik ist die Hypophyse verschiedentlich repräsentiert, zum Beispiel durch die Arche Noah, durch den Cherubim, der über der l. Seite des Allerheiligsten schwebt, durch den Neumond, der von den  12 Stämmen angebetet wird, durch das Reinigungsbecken im Tempel und durch die gesegnete Jungfrau Maria." [Heline]

„Bemühungen zur Herstellung der Verbindung zwischen Planeten und Drüsen haben noch zu keinem vollkommen zufriedenstellenden Ergebnis geführt. Jedes Organ, das alle anderen Organe in sich enthält, wie dies der Fall ist, führt zu einer unvermuteten Diffusion der Lebenskräfte. Zum Beispiel 'die echte Leber,' schreibt Paracelsus, 'findet sich in allen Teilen des Körpers,' und nur ihr Kopf ist in dem Organ, den die Wissenschaft Leber nennt... Der Hypophysenkörper teilt eine ähnliche Plethora von Verbindungen. Seit der Ankunft von Uranus in die Familie des Solarsystems genießt dieser Planet eine bevorzugte Stellung bei der Wahl des Herrschers dieser Drüse. Im Altertum wurde dem Mond diese Stellung zugewiesen, die 'hermetische Ehe' war die Vereinigung der Sonne [Epiphyse] und des Mondes [Hypophyse] im Gehirn. Diejenigen mit einer Vorliebe für Rätsel finden vielleicht einen Nutzen darin zu überlegen, dass die Sonne tagsüber herrscht und der Mond nachts, v.a. wenn angedeutet wird, dass die Hypophyse das Phänomen des Schlafs dominiert ... Jede Drüsenfunktion hat verschiedene Aspekte. Es ist wahrscheinlich, dass die endokrinen Drüsen alle siebenfach sind und dass modifizierte Formen der Aktivitäten aller Planeten in jedem Drüsenzentrum entdeckt werden können." [Hall]

 

[P. Sankaran]

2x geprüft in 1965 und 1967 mit zwei verschiedenen Gruppen von Prüfern.

Antriebslos; Konzentrationsschwierigkeiten.

Sankaran: „Liest eine Zeile, wiederholt sie und hält sie für eine andere Zeile."

Bewegung abgeneigt

< Abends und gegen Nacht.

< Sonne/> Anwendung von kaltem Wasser [Kopfschmerz; brennende Schmerz in den Augen]. Allgemein < Kälte.

Durst auf MENGE kaltem Wassers in großen Abständen.

Schwindel, ohne Körper oder Kopf zu bewegen; bei Bewegung doppelt so stark (Kopfbewegung) + Empfindung von Erbrechen, mit leerem Magen [meint, es würde ihn erleichtern] + Schwere, geschwollene Augen.

Fieber nachts.

Kopfschmerz; 1. dumpfe Schmerz, 2. steigert sich in ein Pochen.

> Kälte; Ruhe; Schließen der Augen; Druck.

& Schwere, geschwollene Augen. K

Schwächegefühl im Magen gegen Mittag. Vorher Übelkeit um 11 h.

•=> Vgl. mit Pituitarium anteriorum: Gerötete Augen.

Verstopfte Nase nachts.

Obstipation; sehr spärlicher Stuhl - als bliebe etwas Stuhl zurück;

Stuhl sehr klebrig, wie Gelee. Herzklopfen nachts vor Schlaf < l. Seitenlage.

Speise und Getränke: Verlangt: Kalte Getränke;

 

Pituitarium anteriorum (Pitu-a.)

 

[Frans Vermeulen]

Besteht aus verschiedenen Arten von Zellsträngen, durchzogen von Kapillargefäßen. Die Ausschüttung von Somatotropinen, Prolactin, thyreotropem Hormon, Gonadotropin, adrenocorticotropem Hormon wird hier durch auslösende und hemmende Faktoren reguliert, gesteuert durch Neuronen im Hypothalamus. Pathologische Symptome des Hypophysenvorderlappens kommen bei Menschen selten vor. In sehr vereinzelten Fällen kann eine Schwellung oder Wucherung bei jungen Patienten zu Riesenwuchs und bei älteren Personen zu Sehstörungen und Hormonmangelerscheinungen führen [Simmond Syndrom].

Bei Menschen ist der Mittellappen der Hypophyse schwach entwickelt. Dieser Lappen, der mit dem Vorderlappen eng verbunden ist, produziert ein Hormon, dessen Funktionen nur bei niederen Wirbeltieren bekanntist, und zwar Anpassung an die Hintergrundfarbe [Chamäleon]. In der okkulten Physiologie nimmt man an, dass die Epiphyse und die Hypophyse als die beiden Wächter der Schwelle fungieren. Diese beiden Wächter, die aus alter esoterischer Tradition stammen, arbeiten eng zusammen als Katalysatoren in dem Prozess der Erlangung spirituellen Bewusstseins in der materiellen Welt. Es heißt, dass die Dualität der Hypophyse in der Dualität des Menschen inhärent ist. Im Hinterlappen werden Hormone erzeugt, nachdem Informationen via Nervenfasern übermittelt wurden [männlicher Aspekt]. Im Vorderlappen geschieht dies über das Blut [weiblicher Aspekt]. Man glaubt, dass diese Dualität in der Epiphyse nicht zum Ausdruck kommt, weil die Hypophyse eine besondere Verbindung mit der materiellen Welt hat und die Dualität, die materielles hervorruft, bringt den Kontrast zwischen männlich und weiblich zustande. Der mäßig entwickelte mittlere Abschnitt wird verglichen mit der goldenen Mitte, der Fähigkeit, sich an Umstände anzupassen, ein großes Talent des Chamäleons - ein Charakteristikum, das häufig in negativem Licht gesehen wird. Das homöopathische Arzneimittelbild basiert auf den klinischen Beobachtungen von Dr. David Flores Toledo [Mexiko] über einen Zeitraum von 5 Jahren. Er gab dem Arzneimittel den Namen Hypophysinum anterioris. „Hypophysinum anterioris könnte eines der großen Polychreste werden, aber es bedarf einer sorgfältigen Prüfung.

Zahlreiche Fälle von Akne, Adipositas, in einem Falle Sterilität, Kopfschmerzen als Begleiterscheinung von Menstruationsbeschwerden, Asthma, Hämorrhoiden, Knoten in der Brust, Pilzinfektionen der Nägel, rezidivierende Tonsillitis, Vitiligo und Warzen sind mit diesem Mittel geheilt worden." [Flores Toledo, Journal of the American Institute of Homeopathy, Sept. 1987]

DD.: Nat-m. Sulph. Puls. Calc. Sep. Kali-s. Kali-p. Calc-s.

 

Repertorium:

Gemüt: Verdauung. Weibliche Organe. Schleimhäute [Nase/Hals].

Beschwerden durch enttäuschte Liebe.

Abneigung gegen alles [Freund/Ehemann/sich selbst]. Aber Furcht allein zu sein.

Sexualtrieb vermindert; Genuss fehlt.

Reizbarkeit VOR und während der Menses.

Drang zu schlagen.

Menses - < VORweg/< vor und während Menses//ENTMUTIGT während/Mangel an Lebenswärme während/Kopfschmerz [in den Schläfen] vor o. zu Beginn der Menses.

Weinen ohne ersichtlichen Grund.

„Leicht deprimiert und meidet ihre Freunde."

Flores Toledo: „Fühlt sich zu Schienen der Untergrundbahn hingezogen" [um Selbstmord zu begehen].

< Kälte.

Anfällig für Tonsillitis, Sinusitis und verstopfte Nase

Gelüste auf Süßigkeiten und Schokolade.

Durst auf große Mengen.

 [Furchtsamkeit; Reizbarkeit; Trübsinn; Kopfschmerzen; Schnupfen; blasses Gesicht; Übelkeit; Erbrechen; aufgetriebenes Abdomen; gelbe Leukorrhce;

Schmerzen in den Ovarien; Schmerzen im Uterus; schwierige Atmung;

schmerzhaft geschwollene Brüste; Kreuzschmerz; schlaflos]

Schwindel: < Eintretend in einen dunklen Raum [aus hellerer Umgebung].

< Vor und während Menses.

< Rückenlage; Kopfbewegung; Aufrichten aus gebückter Haltung.

> Sitzen.

Schweiß auf der Kopfhaut nachts.

Kopfschmerz [in den Schläfen] vor oder zu Beginn der Menses.

< Licht/Lärm o. Geräusche/Sonne/Zimmerwärme. + Leeregefühl im Magen [ohne Hunger]/+ Photophobie/+ Übelkeit (vorher oder gleichzeitig Sehstörungen).

[Feuchte] Hautausschläge an [oder Entzündung der] Ohrläppchen durch Tragen von Ohrringen.

BRAUNE FLECKEN IM GESICHT.

Übelkeit - beim Anblick o. Geruch von fettigen Speisen/> nach dem Essen.

OBSTIPATION.

Jeden zweiten Tag. Alle zwei oder drei Tage.

Stuhl - TROCKEN, HART, GROSS [o. wie Schafskot] + reizbar

Repertory:

Gemüt: Hass

Lernschwäche

Träume - furchterregend von Hunden/vom Krieg/lähmend/von Schlangen von verstorbenen Verwandten

Bedürfnis zu Weinen, aber es fällt schwer 

Weinen bei Kleinigkeiten

Zorn - morgens erwachend über Kleinigkeiten/während der Ovulation/durch Widerspruch,

Schwindel: Mit Neigung zufallen vor und während der Menses. Mit Zittern

Kopf: Haarausfall an der Stirn

Schmerz – wegen Kontaktlinsen/von den Augen her/von der Nase her/in den Schläfen zu Beginn der Menses

Augen: Photophobie durch Sonnenlicht

Rötung

Nase: Absonderung – wässrig (+ Niesen)

Epistaxis im Schlaf

Schmerz – „Als ob Nase extrem trocken“

Verstopfung abends # mit Schmerz in der Nasenwurzel

Gesicht: Hautausschläge,

Akne - vor der Menses/auf der Stirn während der Menses 

Kalter Schweiß auf dem Gesicht vor o. zu Beginn der Menses 

„Als ob Gesicht verbrannt“

Blasse Verfärbung um die Augen

Mund: Schlechter Geschmack im Mund vor der Menses 

Landkartenzunge

Magen: Verminderter Appetit während der Menses

Schmerz > nach essen geringer Mengen 

> Ruktus;

< gehaltvolle Speisen

Übelkeit > nach dem Essen

Verdauungsstörungen durch Eier

Abdomen: Flatulenz, jede Nahrung scheint sich in Gase zu verwandeln - nach Gemüse/durch Obst.

Rumoren - nach dem Essen/nach Milch

Schmerz - nach dem Essen/vor und während der Menses, + Auftreibung/verursacht Zusammenkrümmen  nach Milch

Rektum: Durchfall - durch Fisch o. Meeresfrüchte/nach Milch

Juckreiz nachts

Blase: Unfreiwillige Harnentleerung aufstehend von einem Sitz

Frauen: Leukorrhce – übelriechend/nach Fischlake

Menses - braun bei Beginn  protrahiert + Klumpen/unregelmäßig/verklumpt/geronnen am 1en Tag und den letzten Tagen.

Metrorrhagie zwischen denMenses

Schmerz in den Ovarien vor der Menses, < Auftreten 

Sterilität

Larynx: Heiserkeit - durch Sprechen/im  heißem Wetter

Atmung: Asthmatisch morgens erwachend/plötzliche Anfälle

> reichlicher Auswurf/durch Wetterumschwung/nach Zorn

Schweratmig - + Kopfschmerz/- vor der Menses

Brust: Hautausschläge – konfluierende Akne 

Herzklopfen in Rückenlage

Knoten in r. Mamma (schmerzhaft)

Schweiß im Axillarbereich während der Menses 

Rücken: Hautausschläge – (konfluierende) Akne

Akne in Halswirbelbereich

Schmerz - im Sakralbereich während Menses/im Steißbein während Menses

Glieder: Juckende Hautausschläge an oberen Gliedmaßen < Sommer

Schweiß an den Händen während der Menses 

Geschwollene Oberschenkel vor der Menses 

Verfärbung, depigmentierte brennende Flecken an oberen Gliedmaßen, < Sonne 

Nägel wachsen nicht

Schlaf: Erwacht „Wie durch ein geringfügiges Geräusch“

Haut: Verfärbung, juckende weiße Flecken < Menses 

Warzen, gestielt, weich und klein

Allgemeines: Adipositas.

Allergie,

Metalldermatitis

Hitzewallungen bei jungen Mädchen - > nach der Menses

Schwäche + kalter Schweiß beim Aufstehen

Speisen und Getränke: Verlangt: Bratkartoffeln/Kuchen/feste Nahrung/Obst/Schokolade/Süßigkeiten;

<: Eier/Gemüse/Meeresfrüchte/Milch/Obst/fette und gehaltvolle Speisen;

 

 

Pituitarium posteriorum (Pitu-p.)

 

[Frans Vermeulen]

Neurohypophyse. Hypophysenhinterlappen.

Schüttet die neurosekretorischen Hormone Oxytocin und Adiuretin aus. Oxytocin wird im Hypothalamus produziert, von dort in die Neurohypophyse geleitet und dort gespeichert. Es verursacht uterine Kontraktionen am Ende der Schwangerschaft und fördert die Milchbildung während der Stillzeit. Medizinisch verwendet zur Einleitung oder Stimulation der Wehen, bei der Behandlung

von post partum Hämorrhagien und Atonie sowie zur Linderung schmerzhafter Stauung und Schwellung der Brüste. Bei Männern stimuliert Oxytocin die sekretorischen Gänge der Hoden.

Das Antidiuretische Hormon oder Vasopressin wird ebenfalls im Hypothalamus produziert und in der Neurohypophyse gespeichert. Es fördert die Wasserresorption in den Nieren [antidiuretische Wirkung], erhöht den Blutdruck und spielt eine Rolle imWasserhaushalt und bei der Milchproduktion. Es stimuliert auch die Speicherung und das Abrufen von Informationen im Gedächtnis. Es verengt die Arterien der Bauchorgane und wird daher benutzt zur Hemmung Hämorrhagien, bei denen die abdominalen Blutgefäße mitbetroffen sind. Große Dosen können Spasmen verursachen.

 

 

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