Posologie Anhang = Wissenschaft des Dosieren der Mitteln 

 

[Dr. Gauvon, in Vol. L., of Allg, Horn, Zeitung]

Sensitivity to remedies

H.: Nux-v. the best remedy to allay the general hyper sensitiveness of patients who always complain of aggravation of their condition even on receiving very small doses.

Per contra H. recommends a dose of Opium in cases of blunted sensibilities of some patients to excite their receptivity or responsiveness to the truly indicated remedy.

 

[S. Hahneman]

Where Can the Remedy Be Applied?

It is quite immaterial what sensitive part of the body is touched by the medicine in order to develop its whole action…immaterial whether the dissolved medicine enter the stomach or merely remain in the mouth, or be applied to a wound or other part deprived of skin. …Its introduction into the rectum or application to the lining membrane of

the nose, fulfils every purpose.

It is only the thicker epidermis covering the external surface of the body that presents some, but not an insurmountable obstacle to the action of medicines…

They still act through it, though somewhat less powerfully. .. The epidermis is however thinner on some parts, and consequently the action is easier in those situations.

Among these are the abdominal region, especially the pit of the stomach, the inguinal regions and the inner surface of the axilla, the bend of the arm, the inner surface of the wrist…are the parts most sensitive to the medicine.

Rubbing in the medicines facilitates their action chiefly on this account, that the friction of itself renders the skin more sensitive.

 

[Jermey Sherr]

Regarding posology, my thoughts are first of all, don’t worry about it.  I have to be honest; nobody can give a definitive answer.  One person will come and say 10M daily, another will say 12C once, another will say 30C once a week.  We do not have enough research, and it’s unlikely we’ll have enough research to ever know which is the best.

Each epidemic is different and each epidemic demands experimentation to find the best potency and the best posology.  So what I recommend is once the epidemic starts,

you start experimenting; give high, give low, give repeated, give single, and see what is best.

But if you are still worried and you want strict rules about that, then I would say first of all, the more acute and the more severe and the more toxic the epidemic, the more

you repeat.  You can always stick with 30s and 200s; those are nice, safe, middle-of-the road potencies.

We actually find that it’s best to give it in water and it’s also the most efficient.  I describe in the course how you can take a 30C or 12C, put it in a little bottle of water; give the patient the water and they can continue using that daily.  In a severe epidemic, that would be the best protocol.

 

Dr. Samuel Hahnemann - Lesser Writings

[Manish Bhatia]

Der Begriff Posology stammt von den griechischen Worten 'posos', welches 'wie viel' bedeutet, und 'logog', mit der Bedeutung 'Studium', ab. In der Homöopathie bedeutet Posologie Mitteldosierung. Eine homöopathische Dosis bedeutet Potenz, Menge und Form des Mittels, wie auch die Wiederholung.

Potenzwahl in der Posologie.

Welche Potenzen stehen zur Verfügung.

1. Die Centesimalskala, von Hahnemann entwickelt, deutet auf die numerische Bezeichnung der Potenz hin, zusammen mit einer Zahl nach dem Suffix C oder CH, zum Beispiel C30 oder C200.

2. Die Dezimalskala, von Hering entwickelt, deutet auf die numerische Bezeichnung der Potenz hin, zusammen mit einer Zahl und dem Suffix X oder D, zum Beispiel 200X, D200.

3. Die 50,000erskala oder LM-Skala, auch bekannt als Quinquagintamillesimalskala oder Q-Potenzen. Hahnemann entwickelte diese Skala während der letzten Jahre seines Lebens.

Potenzen können allgemein als niedrig, mittel und hoch klassifiziert werden. Eine niedrige Potenz liegt irgendwo bei Q bis C12, mittel bei C12 bis C200 und hoch von C200 bis DM, MM, DMM.

Die Hochpotenzen erstmalig von Korsakoff im Jahre 1834 hergestellt, aber sie kamen erst mit Jenichens Hochpotenzen nach 1844 in weitläufigen Gebrauch.

 

Um auf die Frage der Potenzwahl zurückzukommen werden wir beginnen, die Ansichten berühmter Homöopathen aus unterschiedlichen Äras zu erforschen.

Hahnemann: begann erstmalig 1790 'ähnliche' Mittel einzusetzen und 8 Jahre später begann er mit der allmählichen Verringerung der Dosierung. Als Arzt war er zunehmend mit den Ergebnissen unter Verwendung dynamisierter Mittel zufrieden, weshalb er sie bis zum Ende seines langen Lebens materiellen Dosierungen vorzog.

Im Jahre 1798 begann er zum allerersten mal mit der Reduzierung der Dosis zu experimentieren. Dies schließt die 2X, 4X und C2 ein.

Nach Peter Morrels Forschung begann er 1799 die Dosis weiter auf 5X, 6X, C3, und 8X zu reduzieren. 1800 beginnt er die 10X zu verwenden, und 1803 erscheint zum ersten mal die C12.

1805 erscheint die 18 Centesimal-Verdünnung, die sich als die konsistenteste bevorzugte Potenz seiner langen Karriere erwies. 1816 erscheint die C30 zum ersten mal und bleibt seine am häufigsten verwendete und am meisten empfohlene Potenz aller Zeiten.

Weitere Entwicklungen schließen 1819 die erste Erwähnung der C6 ein und die erste Erwähnung der C60 im Jahre 1824. 1830 nennt er zum ersten mal den Geruchssinn als einen Weg zur Mittelverabreichung und dies bleibt bis zum Ende seines Lebens eine sehr beliebte Methode für Ihn. Schließlich, 1838, erscheinen die LM-Potenzen, er verabreichte aber weiterhin die C-Potenzen bei

den meisten seiner Patienten. Während seines Lebens ist Hahnemann dafür bekannt gewesen, Potenzen nur bis zur C30 zu verwenden.

Farrington zitiert Frau Hahnemann als sie sagte, dass er, wenn nötig, die 200. und 1000. benutzte. Die 1000., wie auch immer, scheint er nur einmal benutzt zu haben.

Sogar während Hahnemanns Leben verlief ein Graben zwischen den Homöopathen. Ein Teil vertraute der Verwendung potenzierter Mittel während ein anderer auf die Urtinktur auf Basis des Ähnlichkeitsgesetzes schwur. Unter jenen, die die potenzierten Mittel verwendeten, waren die meisten nicht von den hohen Potenzen begeistert. Während Hahnemanns später Jahre, nahm die Zahl

der Befürworter der Urtinktur ab und die höheren Potenzen fanden immer mehr Verwendung. Homöopathen waren seither immer über die Frage der Potenzwahl unterschiedlicher Meinung und sogar

160 Jahre nach Hahnemanns Tod ist die Frage der Potenzwahl immer noch offen. Lassen Sie uns einen Blick auf Ansichten führender Homöopathen unterschiedlicher Äras werfen.

Boenninghausen: Zeitgenosse Hahnemanns, ein deutlicher Befürworter der Hochpotenzen. Er schrieb viele Ausarbeitungen die Hochpotenzen unterstützen und führte viele Vorteile auf, so wie -

1. Der Wirkbereich wird bei Hochpotenzen stetig weiter, so dass sie bei chronischen Erkrankungen die Heilung beschleunigen,

2. In akuten Krankheiten erscheint der Erfolg früher, und

3. Sie wirken trotz einer Diät nach freiem Ermessen.

T. F. Allen, Richard Hughes, Dr. Wilson, Dr. Henry Dearborn, J. H. Clarke, Dr. George Royal, Boericke, Pierce, Edgar bevorzugten niedrige Potenzen und empfahlen diese in den meisten Fällen.

Anderen wie Boenninghausen, Hering, Lippe, Guernsey, Raue, Dunham, H. C. Allen, Kent, Boger, Nash, Roberts die mittleren und hohen Potenzen. Dieser Liste können wir Namen wie Bell, Beronville, Borland, Stuart Close, Curie, Dewey, Gross, Fincke, Swan, Skinner, Jenichen, Ghose, Grauvogl, Hubbard, Sir John Weir, Margaret Tyler, Pulford, Templeton, Yingling, Waffensmith, P. P. Wells and Pierre Schmidt usw. hinzufügen. Alle diese Homöopathen verwendet die höheren Potenzen mit großem Erfolg.

Modernen Homöopathen, wie George Vithoulkas, Rajan Sankaran, Jan Scholten, Prafull Vijayakar, Bill Gray, Robin Murphy, Alfons Geukens, Vesalis Ghegas, Massimo Mangilavori, Banerjeea, Anne Schadde, Luc de Schepper, Andre Saine, Eileen Naumann, Jayesh Shah, Jermey Sherr, Tinus Smits, Wolfgang Springer, Alize Timmermann usw. scheinen höhere Potenzen zu bevorzugen. Höhere Potenzen vorzuziehen bedeutet nicht die niedrigen auszuschließen. Die Meisterhomöopathen der Vergangenheit und der Gegenwart waren und sind in der Lage die gesamte Bandbreite der Potenzen zu verwenden, von der niedrigsten bis zur höchsten, immer in Abhängigkeit des Falles.

Die am häufigsten verwendeten Potenzen sind heutzutage C6, C30, C200, 1M, 10M, CM und die LM-Skala.

 

Die LM-Skala = Q-Potenzen. ist unter den Homöopathen noch nicht so populär, hauptsächlich aus geschichtlichen Gründen. Sie scheinen nun breitere Verwendung zu finden, weil moderne Homöopathen mehr und mehr mit ihnen experimentieren. Schmidt, Künzli, Voegeli, Patel, Chaudhary und Sankaran usw. haben über viele Heilungen bei der Verwendung von LM-Potenzen berichtet.

Lassen Sie uns jetzt die Ansichten einiger dieser Homöopathen im Detail ansehen.

Boger: scheint alle Potenzen verwendet zu haben, war aber zum Teil mehr für die sehr hohen Potenzen. Seine favorisierte Verschreibung scheint die Einzeldosis DMM gewesen zu sein.

Borland: sagt, um lediglich lokale Umstände zu behandeln, werden Mittel für das Organ oder Gewebe in niedrigen Potenzen benutzt, ebenso unter fortgeschrittenen pathologischen Umständen und bei sensitiven Patienten. Wenn auch noch Ähnlichkeiten im Allgemeinen, zusätzlich zu den örtlichen, vorhanden sind, können mittlere o. hohe Potenzen zu bevorzugen sein.

Er sagt auch, je akuter die Erkrankung, umso höher die Potenz des Mittels.

Clarke: in der gewöhnlichen Praxis, bei Patienten mit akuten Erkrankungen, die niedrigeren Verdünnungen von C1 bis C3 die nützlichsten sein werden. Bei chronischen Erkrankungen wären die höheren Verdünnungen angebracht.

Close: stellt folgende Überlegungen darüber an, was die Wahl der Dosierung beeinflusst -

1. Je stärker charakteristische Symptome des Mittels in dem Fall vertreten sind, umso grösser ist die Empfänlichkeit für das Mittel und umso höher ist die erforderliche Potenz.

2. Alter: mittlere und höhere Potenzen für Kinder.

3. Höhere Potenzen für empfindliche, intelligente Personen.

4. Höhere Potenzen für Leute mit intellektueller Beschäftigung oder sitzender Tätigkeit, und für solche, die Aufregung ausgesetzt sind oder dem fortwährenden Einfluss von Drogen/Mitteln.

5. In Terminalstadien können sogar Urtinkturen angemessen sein.

Er schreibt auch "Unterschiedliche Potenzen wirken unterschiedlich in unterschiedlichen Fällen und Individuen zu unterschiedlichen Zeiten unter unterschiedlichen Umständen. Alles kann benötigt werden. Nicht eine Potenz, weder hoch noch tief, wird alle Anforderungen bei allen Fällen zu jeder Zeit erfüllen“.

Curie: bei akuten Fällen niedrige Potenzen zu bevorzugen sind, aber bei chronischen würden hohe Potenzen mehr Erfolg versprechen.

Edgar: berichtet davon, fünfundzwanzig Jahre lang Fälle erfolgreich mit Niedrigpotenzen und Urtinkturen behandelt zu haben.

Gentry: fühlt, dass bei fortschreitenden Erkrankungen wie Fieber und bei Ansteckung Mittel in mittlerer oder niedriger Potenz zu geben sind.

Blackie: in Fällen mit organischen Veränderungen aufgrund infektiöser Ursachen eine hohe Potenz diese aufheben kann.

Grauvogl: zählt einige Regeln zur Verwendung der Potenzen auf. Er schreibt -

1. Wenn wir auf einzelne Teile einwirken müssen, gegen eine einzige qualitative Ursache, besser niedrige Verdünnungen, so wie bei Hämorrhagie vor oder nach einer Geburt.

2. Bei hohen Potenzen verschwinden Symptome sanft ohne Spuren zu hinterlassen.

3. Wenn wir uns mit dem Wechsel eines Prozesses von einer Reduktion zu einer Oxidation befassen, oder umgekehrt, müssen wir niedrige Verdünnungen verwenden.

4. Aber um einen Prozess der Verhaltung aufzulösen, sind hohe Potenzen indiziert.

5. Nahrhafte Mittel wirken besser in niedriger Verdünnung, funktionelle Mittel in hohen Verdünnungen.

6. Ein chronischer Fall, besonders bei Verhaltung und einer carbo-nitrogenoiden Konstitution, kann am besten mit Hochpotenzen geheilt werden.

Kent: nicht nur ein Vertreter mittlerer und hoher Potenzen sondern er war auch der Prinzipiengeber einer Generation von Hochpotenzlern. Wegen seiner Studenten kamen

hohe Potenzen in England in Mode. Kent wird immer noch als die Person angesehen, die die Verwendung hoher Potenzen am meisten für die homöopathische Gemeinschaft beeinflusst hat.

Kent hat folgendes geschrieben:

"Nach 30 Jahren sorgfältiger Beobachtung und des Vergleiches der Verwendung unterschiedlicher Potenzen ist es möglich, folgende Regeln aufzustellen: Jeder Arzt sollte die 30., 200., 1M., 10M., 50M. CM., DM., MM. Potenz zu seiner Verfügung stehen haben. In den 30. bis zur 10M. werden sich die nützlichsten heilenden Kräfte für sensitive Frauen und Kinder finden lassen. Von der 10M. bis zur MM. sind alle für gewöhnliche chronische Erkrankungen und für weniger sensitive Personen nützlich. Bei akuten Erkrankungen sind die 1M. bis zur 10M. am nützlichsten. Bei sensitiven Frauen und Kindern ist es gut zunächst die 30. und 200. zu verabreichen um es dem Patienten zu erlauben, allgemein Besserung zu erlangen, danach kann die 1M (und 10M) ähnlicherweise verwendet werden. Personen, die an chronischen Krankheiten leiden und weniger sensitiv sind, kann die 10M als Erstes gegeben werden, unverändert für so lange, wie die Besserung anhält; dann wird die 50M genau in gleicher Weise wirken“.

Ferner: "Wenn das Similimum gefunden ist, wird das Mittel in einer Serie von Potenzen heilend wirken. Wenn das Mittel nur zum Teil ähnlich ist, wird es in ein oder zwei Potenzen wirken und dann werden sich die Symptome verändern und ein neues Mittel wird angebracht sein“.

Nash: favorisierte ebenso stark die mittleren und hohen Potenzen.

Pulford: "Niedrigere Potenzen dämpfen nur die Veranlagung (Palliation oder Unterdrückung)... Die schwach heilenden Mittel rangieren von der 30X bis zur CC (200.) Potenz, besonders bei akuten Erkrankungen, die nicht von einer tiefen chronischen Krankheit Teil sind oder von ihr abhängen. Die mittleren heilenden Mittel rangieren zwischen der CC. zur 10M. Potenz, wenn es sich um subakute Fälle handelt, die alle auf einer tieferen Dyskrasie aufliegen. Die höheren Potenzen rangieren für heilbare chronische Erkrankungen von der 10M aufwärts“.

Roberts: bei sehr ähnlichen Symptomen so hoch gehen können wie wir möchten. Je weniger sicher wir über die Ähnlichkeiten sind, umso niedriger ist die Potenz zu wählen.

Als Regel gilt, wenn es eine Pathologie gibt, kann eine mittlere oder hohe Potenz gefährlich sein.

Sir John Weir: niedrige Potenzen für körperliche Erkrankungen, äußere Umstände, Hautprobleme usw. verwendet werden sollen. Bei mentale Symptome werden Hochpotenzen benötigt.

Constantine Hering: "Wenn die Symptome des Falles allgemein größere Ähnlichkeit zu den primären Symptomen des Mittels haben, dann empfehle niedrigere Potenzen,

im Gegensatz dazu, bei größerer Ähnlichkeit mit späteren Wirkungen, dort die höheren Potenzen“.

Fergie Woods: hohe Potenzen können bei sensitiven Patienten verschlimmern. Bei organischen Veränderungen sind niedrige Potenzen vorzuziehen. (Bei Phos. und Lach. begann er grundsätzlich nur mit der C12. Er äußert außerdem, dass hohe Potenzen hauptsächlich deshalb länger zu wirken scheinen, weil wir Hochpotenzen dann geben,

wenn wir uns des Similimums sicherer sind.

Yingling: bemerkenswerte Geburtshelfer,

"Es steht außer Frage, dass Urtinkturen und sehr niedrige Potenzen heilen werden, wenn sie zu den Krankheitsumständen homöopathisch sind. Die Erfahrung lehrt und beweist uns dies ohne jeden Zweifel. Aber die Erfahrung beweist voll und ganz und begründet die Tatsache, dass die hohen und höheren Potenzen prompter und fähiger wirken und auch Fälle heilen, besonders chronische Erkrankungen, welche Urtinkturen nicht antasten können. Es ist falsch anzunehmen, dass die Hochpotenzen sich in

der Therapie chronischer Krankheiten hervortun und bei akuten Krankheitsphasen ineffizient seien. Meine Erfahrung reicht dahin zu beweisen, dass Hochpotenzen

verlässlicher und effizienter in akuten Fällen sind und diese vorzeitig beenden oder auf wenige Tage beschränken, während Urtinkturen viele Tage oder Wochen

benötigen würden um das Gleiche zu bewirken“.

Hubbard: bei psychischen Erkrankungen werden Hochpotenzen eingesetzt. Funktionelle Erkrankungen mit subjektiven Symptomen werden ebenso gut auf Hochpotenzen ansprechen.

Akute Erkrankungen, sogar mit pathologischen Veränderungen, benötigen ebenso Hochpotenzen, während bei akuten Krisen chronischer Krankheiten, so wie Herzasthma, mittlere oder niedrige Potenzen vorzuziehen sind. Bei chronischen Krankheiten ist es sicherer mit einer C200 zu beginnen. Sie bevorzugt Hochpotenzen in Fällen mit deutlichen mentalen Symptomen.

Sie schreibt auch: "In hoffnungslosen Fällen, wo der Überlebenskampf im Gange ist, bei akuten Krankheiten sind Hochpotenzen indiziert; ebenso wenn der Überlebenskampf sein Endstadium der chronischen Krankheit erreicht hat, werden sehr hohe Potenzen die Euthanasie einleiten. Bei chronischen, unheilbaren Krankheiten sind niedrige und mittlere Potenzen geeignet, solange die Vitalität sehr gut ist und die Pathologie noch nicht zu extrem ist“.

Sie schreibt weiterhin: "Der Grad der Empfänglichkeit unseres Patienten beeinflusst ebenfalls die Potenzwahl. Bestimmte Personen sind überempfindlich (oft wegen ungeeigneter homöopathischer Behandlung) und diese werden alle Mittel, die Sie ihnen geben, prüfen; diese benötigen deshalb mittlere und niedrige Potenzen. Andere Patienten reagieren sehr träge (oftmals wegen zu starker allopathischer Medikation). Diese brauchen oft sehr hohe Potenzen um überhaupt eine Wirkung zu zeigen, oder sie benötigen eine niedrige Potenz, die alle paar Stunden wiederholt werden muss, bis eine günstige Reaktion einsetzt. Eine dritte Art von Patienten ist die schwächliche, bei denen die Lebenskraft leicht überwältigt werden kann. Die Wiederholung ist hier die größte Gefahr. Akut erkrankte, robuste Patienten werden der Wiederholung hoher Potenzen bis eine günstige Wirkung eintritt widerstehen, obwohl die Einzeldosis das Ideal wäre. Kinder stecken hohe Potenzen besonders gut weg,

und im Allgemeinen benötigen sehr Alte mittlere Potenzen, außer zum Zwecke der Euthanasie. Manche Individuen habe sogar Idiosynkrasien gegenüber homöopathischen Potenzen gewisser Substanzen. Ein gewisser Grad an Idiosynkrasie gegenüber eines Mittels muss vorhanden sein, sonst wird der Patient nicht sensitiv genug für eine Heilung sein, aber wenn dies extrem ist, dann sollten niedrige oder mittlere Potenzen bevorzugt werden. In Fällen, in denen der Patient ständig durch eine Urtinktur vergiftet ist, als allgemeine Regel, ist es besser, das Antidot in hoher Potenz zu geben“.

 

[P. Sankaran]

Einige vorläufige Regeln zur Potenzwahl dargelegt -

1. Wenn in einem Fall die Symptome des Patienten sehr gut mit dem Symptomenbild des Mittels übereinstimmen, und wenn besonders die mentalen Symptome vorhanden und klar ausgebildet sind, dann scheint eine Hochpotenz ratsam zu sein.

2.            (a) Wenn die Übereinstimmung der Symptome wegen Mangel an Symptomen gering ist,

(b) wenn die Verschreibung nur oberflächliche oder örtliche Umstände wie z.B. Hauterscheinungen wie eine Warze abdeckt,

(c) wo pathologische Symptome überwiegen, wie Krebs, kongestives Herzversagen, usw.,

(d) wo nur eine Palliation angestrebt wird, weil der Patient unheilbar ist und eine sehr schwache Vitalität besitzt, scheinen Niedrigpotenzen ratsamer.

3. Gewisse Mittel wirken besser in bestimmten Potenzen. Z.B. Apoc-c. Sabal. Orni. Hydrcl. Passi. Crat. Adon. Stroph-h. Card-m. Blatt-o. usw. besser als Ø zu wirken.

4. Nosoden scheinen besser in hohen Potenzen zu wirken, z.B. C200 und höher.

5. Was Darmnosoden.; betrifft, gelten bestimmte Regeln. Wenn es sich um einen neuen Fall handelt und der Patient hat bisher noch keine potenzierten Mittel eingenommen, kann eine mittlere oder hohe Potenz gegeben werden, falls die Darmnosode klar indiziert ist. Wenn der Patient innerhalb der letzten 3 Monate irgendeine Potenz erhalten hat, ist es weise, eine Niedrigpotenz zu geben. John Paterson schreibt, dass bei Anwesenheit deutlicher pathologischer Anzeichen niedrige Potenzen (unter C6) einmal täglich gegeben werden können. Bei akuten Erkrankungen ist eine hohe Einzeldosis vorzuziehen. In akuten Phasen chronischer Erkrankungen können hohe Potenzen mit Wiederholung in Intervallen gegeben werden.

6. Wenn der Patient bereits ein tiefwirkendes konstitutionelles Mittel in hoher Potenz erhalten hat, und wenn er sich unter dessen Wirkung bessert, aber oberflächliche

störende Symptome entwickelt hat, dann kann eine niedrige Potenz eines Komplementärmittels verschrieben werden, um diese Symptome zu lindern.

7. Kinder scheinen Hochpotenzen dank Ihrer Vitalität gut zu tolerieren, während alte Personen diese hohen Potenzen nicht so gut vertragen könnten.

8. Wenn der Patient auf Mittel überempfindlich reagiert, dann ist es weise, eine niedrige Potenz zu verwenden.

9. Wenn die Reaktion schwach ist und ein Reaktionsmittel verschrieben wird um diese zu verbessern, z. B. Carbo veg., dann ist eine hohe Potenz vorzuziehen.

10. Möglicherweise intelligente und sensitive Patienten und jene die sich geistig beschäftigen, benötigen höhere Potenzen, während die Trägen und die Zurückgebliebenen

und jene die körperlich arbeiten die niedrigeren brauchen könnten. Wenn man diese Idee weiter spinnt, so erscheint es, dass die weniger hoch entwickelten Tiere niedrigere Potenzen benötigen könnten.

11. Bestimmte Potenzen können bestimmte Wirkungen erzeugen, d.h., es wird gesagt, dass Sil. in Niederpotenz verabreicht Eiterung fördert, während es als Hochpotenz verabreicht Eiterung vorzeitig beendet.

 

[Rajan Sankaran]

"Die Wahl der Potenz hängt von ...der Intensität, Klarheit und Spontaneität der ausgedrückten Symptome ab - besonders der sonderbaren Symptome, welche die Individualität der Person widerspiegeln. Beachten sie folgendes:

Ein Patient kommt und sagt: "Ich weiß nicht warum, aber ich fühle oft dass ich arm bin, dass ich wie ein Bettler aussehe und zerlumpte Kleidung trage“. Hier haben wir einen intensiven, klaren und spontanen Ausdruck. In einem solchen Fall würde ich fast ausnahmslos eine Hochpotenz (wahrscheinlich 10M) verabreichen; alle anderen Überlegungen, wie die Pathologie usw. wären sekundär.

Natürlich hängt die Potenz auch von der Nähe (Ähnlichkeit) des Mittels zu dem Fall ab. Der Patient mag Klarheit über seine Symptome haben, sie mit Intensität und Spontaneität ausdrücken, aber das gewählte Mittel vermag diese Gefühle nicht so intensiv und klar zu besitzen. In einem solchen Fall hängt die Potenz von dem Masse ab,

in dem das Mittel die Gefühle des Patienten ausdrückt“.

Rajan Sankaran ist bekannt dafür, LM-Potenzen zu verwenden wenn der Patient sehr übersensibel ist.

 

[George Vithoulkas]

"Menschen mit schwacher Konstitution, alte Leute und solche, die übersensibel reagieren, erhalten am besten zuerst Potenzen von der D12 und Q3 bis zur C200. Höhere Potenzen regen einen geschwächten Abwehrmechanismus nämlich zu stark an, und es tritt eine unnötig schwere Erstverschlimmerung ein. Vor allem trifft das auf Patienten

mit Gewebsveränderungen zu.

Überempfindliche Patienten...sprechen sehr empfindlich an, und zwar hinsichtlich der körperlichen Ebene auf niedrige Potenzen und hinsichtlich der tieferen Ebenen auf

sehr hohe Potenzen. Deshalb ist es bei ihnen besser, als anfängliche Einzelgabe keine andere Potenz als C30 oder C200 zu verordnen.

Kinder mit ernsten gesundheitlichen Problemen sollten im allgemeinen niedrigere Potenzen erhalten....Auch was bösartige Erkrankungen betrifft, sollte das erste Mittel die C200 nicht überschreiten.

Hingegen können Patienten, die allem Anschein nach problemlos heilbar sind und kaum pathologische Gewebsveränderungen zeigen, von Anfang an höhere Potenzen bekommen - von der C30 bis zur CM. Letztlich hängt die Potenz davon ab, wie sicher man ist.

Arzneien wie Lachesis, Aurum und tiefwirkende Nosoden zeigen starke Tendenzen zu pathologischen Organveränderungen. Aus diesem Grund sollte man sie hauptsächlich

in niedrigeren Potenzen (C30, C200 oder Q-Potenzen) einsetzen, es sei denn, es ist sicher nachgewiesen, dass bei dem Patienten keine negativen Gewebeschäden vorliegen.

Kindern mit akuten Erkrankungen gibt man normalerweise keine Potenzen unter C200...Bei älteren Menschen, die unter chronischer Schwäche o. infolge einer akuten Erkrankung leiden, fängt man am besten mit der C200 an“.

 

So sehen wir, dass trotz der Unterschiede in den Richtlinien der Potenzwahl die meisten modernen Homöopathen eine Übereinstimmung der Faktoren, welche die Potenzwahl beeinflussen haben. Diese schließen ein:

1. Gewissheit über das gewählte Mittel

2. Das Reich des Mittels (Quelle)

3. Alter des Patienten

4. Geschlecht des Patienten

5. Beruf des Patienten

6. Empfindlichkeit des Patienten

7. Vitalität des Patienten

8. Natur des Patienten

9. Art der Störung - Funktional oder Pathologisch

10. Ernsthaftigkeit der Pathologie

11. Akute oder chronische Natur der Erkrankung

12. Klarheit und Fülle der mentalen Symptome

13. Art der gewünschten Reaktion - Palliation oder Heilung

14. Niveau der Arzneimittelprüfung

15. Natur des Mittels

16. Miasma des Patienten

Die Richtlinien die von Hubbard, P. Sankaran, Vithoulkas und Rajan Sankaran gegeben wurden, fassen mehr oder weniger die klinische Annäherung zusammen, der man zur Potenzwahl folgen sollte. Das einzige Problem, das wir dieser Tage sehen ist, dass eine große Mehrheit Homöopathen mit einer sehr eingeschränkten Bandbreite von Potenzen arbeitet. Da scheinen Zögerlichkeiten vorzuherrschen, sehr niedrige Potenzen wie Urtinkturen, 1X, 2X usw. zu verwenden und gleichzeitig sind die meisten nicht bereit sehr hohe Potenzen wie CM, MM, DMM zu versuchen.

Aus diesem Grund erzielt ein richtig gewähltes Mittel oft nicht den erhofften Erfolg und anstatt die Potenz zu wechseln, wechselt der Homöopath oft das Mittel.

Ein Homöopath sollte der vollen Bandbreite seiner verfügbaren Potenzen aufgeschlossen gegenüberstehen. Die Sicherheit in der Potenzwahl steigt mit der Erfahrung. Wenn Sie in Ihrer Mittelwahl zuversichtlich sind und die gewünschte Wirkung tritt nicht ein, versuchen Sie die Potenz nach oben oder unten zu verändern bevor Sie das Mittel selbst wechseln. Sie sind in der Mittelwahl nicht flexibel; um zu heilen, muss ein Mittel ähnlich sein, aber sie können in der Potenzwahl flexibel sein. Ein bestimmter Fall vermag auf mehr als eine Potenz des gleichen Mittels zu reagieren. Wenn sie die Potenz wählen, erinnern Sie sich einfach Hahnemanns Worten, daß die beste Heilung schnell, sanft und dauerhaft zu sein hat. Die Dinge werden von da an einfacher werden!

 

[Margriet Plouvier-Sluijs]

Homeopathy as a system of cure is based on the law ‘similia similibus curentur’. At the end of the consultation we choose the right simillimum to cure the patient.

The second law is about the potency. Following the teachings of Hahnemann homeopathic remedies are produced by potentising into X/D, C/K and LM/Q potencies.

At the end of the consultation we define the chosen simillimum in the right potency. Many people have previously written about how to apply the potencies.

In aphorism 278 of the Organon, Hahnemann writes: “only based on the pure experiment, by careful observation about the response of the patient and with the right

experience you are able to choose the right potency in every special case.” Hahnemann describes the production and the use of potencies in the “Organon and Chronic Diseases”. Boericke gives recommendations about the use of the potency at the end of every remedy picture described in his Materia Medica. Köhler, Kent and Vithoulkas taught us. Fernand Debats describes how to apply LM potencies in the Dutch journal Similia Similibus Curentur (SSC September 1996); and in Homeopathic Links,

Volume 14 Autumn 2001, Gabriel Campuzano Piña has an article about LM potencies. Ewald Stöteler (Hahnemann Begrijpen)

and Luc de Schepper (Achieving and Maintaining the Simillimum) recommend the use of LM potencies based on the 6th edition of Hahnemann’s Organon.

In SSC September 1997 Marguerite Pelt gave her ideas concerning the application of the potencies. In an article in Homeopathic Links winter 2007 and in SSC December 2009, Frank Beijering describes his way of choosing the right potency with the use of a mathematical formula; the conclusion in his article is that the more seriously ill the patient is, the higher the potency that is needed to cure.

In Homeopathic Links, Volume 16 Autumn 2003, Rajan Sankaran shows us his ideas about the application of the potency based on seven levels. In The Hague Alize Timmerman organises triturations and provings of remedies; she discovered new information in remedies by triturating them to C4 and then potentising C4 into higher potencies. (Hahnemann advised to triturate into C3 and afterwards to potentise C3 into higher potencies). In his book “The Potency” Joe Rozencwajg introduced the

Fibonacci Potencies. From the successful applications of the Banerji protocols and the enormous variety of application of remedies and potencies in the well-cured cases

of many, many colleagues we learn that we need a deep investigation of the effect of the potencies.

In Wageningen, The Netherlands, April 1999, during a seminar about ‘realms’ or ‘kingdoms’ in homeopathy Chaim Rosenthal explained how the themes of the ‘realms’

could also provide ideas about the choice of the potency. According to his ideas: the word ‘structure’ is related to remedies of the mineral kingdom. The related potency

to the word structure is 30C/K If in a case the structure is to be restored: the structure of the mind, the structure of the tissues etc., the best potency to choose is 30C/K.

The word ‘function’ and ‘grow’ is related to the plant kingdom. The related potency is 200C/K. If in a case the function is to be restored: the function of the liver, the generative function, the function of the mind etc., 200C/K is the best potency to apply. The words motion and emotion are related to the animal kingdom.

The related potency is 1M. If in a case the emotional reaction is to be restored, the 1M potency is the best choice. The better explanation would have been: vegetative nerve system instead of the plant kingdom, and animal nerve system instead of animal kingdom.

Nevertheless: the core of his idea was right and inspired me. Searching for the appropriate application of the higher potencies as well, I described in my book “Aspecten

van de Homeopathie” (2002) the system of the chakras as a useful framework. As with the ideas of Rajan Sankaran, this framework has seven levels. In the web magazine Interhomeopathy 2008 is a translation of this chapter of my book. Driven by curiosity, being inspired by colleagues’ questions and by spontaneous answers of patients

after their cure, I tried again and again to find the words that are linked to specific potencies. These words can lead us to the best choice.

Characteristic words or language related to these potencies  

Stimulate     

Activate     

Enhance     

Encourage     

Push

Stimulate

Case 1 THYROIDINUM 4C and TSH 4CIn  Organotherapy  4C  is  the  stimulating  potency.  To  stimulate  the  function  of  the  thyroid  in  hypothyroidism  TSH  4C  and  Thyroidinum 4C on alternating evenings worked well for a patient, but after two months she had palpitations and was very hurried. She stopped the medicines and the symptoms disappeared.

Enhance

Case 2 TARAXACUM 6XRemedies in 6X and 3C enhance the function of organs. A patient with  fatty  degeneration  of  the  liver  successfully  used  Taraxacum 6X  daily  to  enhance  the  function  of  the  liver.  To  enhance  the  detoxification  of  the  liver  and  the  kidney  we  give  our  patients  organotrophic remedies in 3X, 6X and 3C.

Encourage, activate

Case 3 SYMPHYTUM 6X and CALCAREA PHOSPHORICUM 6XA woman aged 67 visits me with only one question: can I do some-thing about osteoporosis?

She has a pain in the coccyx extending to both her legs, right < left. Perspiration on the back and the back of the head. She dislikes milk and never drinks it.

Four years before we ‘closed’ her file: after a period of struggle she ended with a divorce. Now  she  has  the  feeling  that  everything  is  in  order  and  just  this  pain and

the worry about the osteoporosis are bothering her. I decide to keep it simple and describe Symphytum 6X and Calcarea phosphoricum 6X, both for daily use. Six weeks later: She reports that the pain is gone and she is no longer concerned about the osteoporosis. She explains that Symphytum is the  unknown  plant  that  showed  up  in  her  own  garden  in  May.  Wandering  in  her  neighbourhood  she  notices  Symphytum  along  the roadsides. About herself she mentioned: “During the last weeks I combined aspects of my dreams (these are always very vivid!) and snippets of memory and I remember my grandfather abusing me at the age of two. I looked back at myself standing at the quay, waiting for my father who came home with his ship. He was a sailor. I hear myself telling him: “Milou is dead.” At that time I called myself ‘Milou’. From that time

on a new period in her life started. The ‘Milou’ is back in life and develops. (Delusion newly born into the world, Delusion  neglected,  Delusion  being  nobody.) 

The  pain  in  her  coccyx disappears and the osteoporosis isn’t that painful any more. On her own she stops taking the remedies.

Analysis

Symphytum  and  Calcarea  phosphoricum  are  recommended  when  broken bones fail to heal and there is not enough growth of callus. In  youth  the  growth  of  bone  is  stronger  than  the  decay.  When  growing  old  the  balance  between  growth  and  decay  of  bones  changes  and  the  decay  is  stronger,  because  the  osteoclastic  cells  are  more  active.  I  give  Symphytum  and  Calcarea  phosphoricum combined and both once a day in the case of osteoporosis to activate  the  osteoblastic  cells  and  to  stimulate  the  growth  of  bone.  Symphytum  6X  has  an  activating  effect  on  the  mind  as  well:  the  patient remembers herself as a little child after some weeks of taking Symphytum 6X, as if the little child were encouraged to show up.  (Symphytum:  Delusion  newly  born  into  the  world,  Delusion  neglected, Delusion being nobody. Rubrics from Synthesis Treasure Edition 2009. F. Schroyens, from Peter Friedrich).

Push

Case 4 SYMPHYTUM 6X and CALCAREA PHOSPHORICUM 6XA  six-year-old  child  broke  his  thigh  six  weeks  before  his  winter  holiday. His mother felt sorry for him that he couldn’t enjoy skiing.  With  the  use  of  Calcarea phosphoricum  6X  and  Symphytum6X  both  once  a  day  the  thigh  healed  quickly.  During  this  holiday 

he  broke  his  leg  again  and  came  home  in  plaster.  This  time  Calcarea phosphoricum 6X and Symphytum 6X was helpful again. During the summer holiday he broke his arm and he had a plaster bandage for the third time. His mother gave him Calcarea phosphoricum 6X and Symphytum 6X immediately. Unfortunately the broken bones were badly positioned and he needed an operation. After the operation the surgeon told his mother that there was an enormous growth of callus and it was a hard job for him to loosen the broken parts and repair the bone.

Analysis

In  this  case  the  repeated  use  of  Calcarea  phosphoricum  and  Symphytum in 6X led to the growth of too much callus. In young children the growth of bones is a normal manifestation and normally in children broken bones in the arms heal quickly. So there was  no  need  to  stimulate  callus  growth.  Nevertheless  I  learned  from this case

the stimulating, pushing activity of 6X potency.

 

Characteristic words or language related to the

Potencies                       

3X*-6X, 3C, 4C             Stimulate                        

Activate

               Enhance

               Encourage

               Push

12X-14X, 7C

Regulate

               Adjust

9C

Decrease                       

Diminish

               Inhibit

               Restrain

LM/Q 1

Standard

               Objective

               Fundamental

               Factual

Matter of fact, by definition

               Elementary

               Real

               Concrete

C/K6, LM/Q 2             Feel

               Sense

               Perceive

               Undermine

C/K 12, LM/Q 3             Body language

               Demeanour

Automatic conduct

C/K 30, LM/Q 6

Human nature

               Character

               Personality

               Disposition

               Structure

Basic delusion, structure of the mind

C/K 200,                         Familiar

                                    Dysfunction/disorder of:

LM/Q 12                         Habitual

Digestive system

Usual

Urine system

Ordinary

Blood flow

                          Common 

Growth and physical development

                          Custom 

Reproduction, the cycle of menses

Normal

Sleep, dreams, coma

                          Parasympathetic and enteric nervous system

**C/K 1M,                         Fight/Flight/Freeze

Blocked/suppressed functions or

LM/Q 18                         Emotion

severe complaints of:Passion

Digestive system

Will

Urine system

Command

Blood flow

                          Control 

Growth and physical development

                          Prevail 

Reproduction, the cycle of menses

Orthosympathetic

Sleep, dreams, coma nervous system

**C/K 10M,                         Projection of emotion onto someone else

LM/Q 24                         Symptoms spread over two people

C/K 50M,                         Projection of emotion onto a little group, the family

LM/Q 30                         Symptoms spread over a little group of people

**C/K CM,                         Projection of emotion onto members of the family

500M                                     and to members of society

Symptoms widespread

*

X potency is the decimal potency in some countries written as D

potency.

**

The potencies 1M, 10M etc most of the time are produced as K potencies.

 

Frequency of the dose

During my study and during the period I have been practising homeopathy I have learned how to choose the simillimum, the potency and the frequency of the dose. Boericke offered advice for every remedy about the potency and the duration of time between doses, and that differs a lot: from six days up to 90 days. Kent and Vithoulkas advise to wait for a long time, warning not to disturb the

process after the administration of a remedy. In the sixth edition of the Organon Hahnemann describes the use of LM potencies, which need more frequent dosage. The Banerji protocols describe

C3-C200 one or more doses a day. I discovered that every teacher of refresher courses has his/her own system or theory about the frequency of the dose. During a course years ago a teacher told of a patient who took one dose a day for two months instead of taking one dose once(!), which was his prescription; the remedy worked perfectly!

My personal experience

Once during a proving I took a dose of Opium C30 and afterwards I had a very emotional weekend. Throughout those days I had the tactile sensation of a child’s sandy hand in my hand. At that moment I thought it was my sister’s hand. My sister had died many years before; she burned herself to death after a long-lasting depression. After her death I noticed that I had no emotions and no feelings at all about accidents caused by fire. I was totally numb. In the beginning this was just a fact, but later it became a painful lack of senses. This senselessness wasn’t changed after Opium C200 and higher potencies that I had used earlier. Neither during the proving did I notice a change. But one year(!) later for the first time I reacted very emotionally while watching a programme about the victims of a great fire on television! Some years later I heard that I was involved in a fire incident when I was two years old. This information explained to me why I had neither emotions nor feelings about fires. Another time I heard the history that was related to the tactile sensation of the sandy hand in mine. This emotionally suppressed event had happened when I was four years old. In the period of the Opium proving. I participated in other provings that we organised in a small group of colleagues. I always liked and still like to learn more about remedies by courses,

by reading books and by provings. Homeopaths may criticise this behaviour, but I learned a lot:

1. Regardless of other remedies that I took, the Opium C30* worked in the background; a closure was unlocked by the simillimum in the appropriate potency and the change went on smoothly. Thanks to my awareness I noticed it!

2. The restoration of senses after Opium C30 unrolled back in time: first the tactile sensation of a sandy hand in my hand related to the emotionally suppressed history when

I was four years old; and second, the emotions about the fire that had happened when I was two.

3. Other remedies that I took during that time didn’t spoil the case.

* At that time I had no idea why Opium C30 had this effect and C200 and other potencies had not revealed the sensations. After a long learning period I now understand

the essence of the potencies and I am able to describe this in my book. While practising I learned from my own experience and from my patients’ records that for me there

is no strict system for every patient or situation where I should apply a remedy. Of course I have my system:

• I seldom use low X potencies; I give 6X and 12X once a day, but I am aware about patients, who are sensitive to proving the remedy!

• I give LM/Q** potencies one dose a day in the beginning, but I advise the patient to lower the frequency when s/he feels better and confident to do so. I have seen patients who can lower the frequency after two weeks, but I also have patients who need to go on for a very long time.

• I give C/K6 and 12 twice a week in the beginning and have a follow up after four weeks.

• I give C/K potencies 30, 200, 1M etc. in the beginning once a week and have a follow up after four weeks. Here also I advise the patient to stop when the change induced by the remedy starts, and then to wait and see what happens.

** I describe the use of these potencies in this book. I don’t move sequentially up the LM/Q potencies from LM/Q1, LM/Q2, LM/Q3 etc. I always try to search for the best potency for the patient.

Of course I don’t always succeed in starting with the best potency; sometimes I have to change to a higher potency, sometimes a lower potency is better.

Sometimes patients have an unexpected reaction and they contact me. In my experience an aggravation happens when the given potency is too low. I advise the patient to make a solution of one dose in water and drink it after stirring vigorously. When this helps enough I advise them to stop the repetition of the remedy. It is my experience

that nothing changes in the patient, when the potency that I give is too high. When nothing is changed between the gift and the follow up and the chosen remedy is still

the same, I give a lower potency.

I learned a lot from my patients who were stubborn enough to do it their way and who were honest enough to report their experiences! I also learned a lot from making ‘mistakes’, but to learn from making mistakes you have to make them....

3X-6X, 3C, 4C

Hahnemann writes about a primary action of medicines on our healthy state and a secondary action resulting in the opposite. One of his examples is the use of strong

coffee. The primary effect of strong coffee is excessive vivacity; sluggishness and drowsiness is the secondary effect. In §66 Hahnemann describes that this antagonistic

effect is not noticed after administration of minute homeopathic doses of the deranging agents.

R.S., founder of Anthroposophy and Anthroposophic Medicine, discovered that homeopathic potencies in low X potencies have a stimulating effect. We use this stimulating influence of low X potencies in organotrophic remedies to stimulate, for example, the functions of liver or kidneys.

Characteristic words or language related to these potencies

 Stimulate

 Activate

 Enhance

 Encourage

 Push

Stimulate

 

[Luc de Schepper]

There is something you must learn very quickly as a future homeopath— never enter into any discussion on potencies, for it is one thing on which homeopaths never agree. 

This topic will cause more feathers to fly and engender more ill-will than any other subject. But there must be a guideline for the student.

Where does he start, who should he believe, what is the safest potency for his patient? I will outline my own process here, which will be very helpful to the beginner and

advanced homeopath alike. I was lucky enough to get an early introduction to the LM potencies. More about that, however,  later.

The first thing you need to realize is that there are different schools in homeopathy. In fact, there are two unicist schools, the Hahnemannian and the Kentian.

Both schools treat the patient according to homeopathic principles and can, therefore, be called "classical." There is only one difference. The Kentians prescribe a high potency

and don't repeat until the clinical picture dictates it, often weeks or months later. This is based on the 5th edition of the Organon, and was advocated and well-spread by

Dr. J. Kent of Chicago, a contemporary of Hahnemann. The only problem with this is that Kent never knew about the 6th edition, since it appeared after his death in 1916.

Dr. Kent had and still has, an enormous influence on homeopathic prescribing. So most classical homeopaths, with their high potency prescribing, are practicing according to the 5th edition, not the 6th. However, in his last edition (the 6th), Hahnemann rejected  "everything" he had written in the 5th edition and told his followers he had now  "found his most perfect  method" or the LM method. In fact, the last 12 years of his life were dedicated to perfecting this method. In Paragraph 246 of the Organon.Hahnemann  states:

"What I said in the 5th edition of the Organon, in order to prevent these  undesirable reactions  of the vital energy, was all that the experience I then had justified.

But during the last four or five years, however, all these difficulties are wholly solved by my new and altered but perfected method. The same carefully selected medicine

may now be given daily and for months, if  necessary, in this way, namely after the lower degree of potency has been used for one or two weeks in the treatment

of chronic diseases,  advance is made in the same way to higher degrees."

A prime example of a Kentian is the Greek homeopath Vithoulkas.

The Hahnemannians gives one remedy in low potency and repeats it every day (especially LM). This was totally new for homeopaths practicing according to the 5th edition.

In the 5th edition,  Hahnemann  writes  "never to repeat the dose until there is no effect of the remedy left and symptoms are coming back after initial improvement."

The pure Hahnemannian will repeat if there is improvement, and even if there is aggravation,  although only after adjusting the dose (see further). Eizayaga, an Argentine-born physician, uses 6C potencies, repeated daily, but, curiously enough, not the LM methods. In other words, he basically follows the 6th edition, although  not  entirely.

The nice thing about all of this, is that these schools can all produce results,  because they  adhere to the strict homeopathic rules. Please note that I never discuss giving two different homeopathic remedies  at the  same time or the mixtures, which are so popular for the wrong reasons. The latter is not classical homeopathy; not homeopathy at all.

Kentian homeopathy works best if the symptoms and problems are functional,  Hahnemannian  homeopathy  works better for the more organic lesion. It is aimed at the disease: the diabetes, the heart disease, the arthritis, cancer, etc. So, in general, the more psychic the disturbance, the higher the potency needed. For organic pathology, prescribe low. For localized problems  and skin eruptions, the potency should be low also.

It is common to find that the indicated remedy in chronic cases will produce excellent results in one potency but absolutely nothing in another potency. This leads to an important rule in the practice:

"If a well-chosen remedy fails to work if given in low potency, it might often succeed if given in high potency." So, if you are sure of your remedy but it did not alter the clinical picture, before changing the remedy,  change  the  potency! It will amaze the practitioner and patient alike that the same remedy in a different potency is able to eradicate all the symptoms. What a pity it would have been to abandon the remedy and possibly cause an aggravation of the illness or make it incurable. (More about this

in "Management of the Patient," page 86).

What are the advantages  and  disadvantages of these different potencies? Let's start with the Kentian method. For them, high potency starts at 200C, going to 1M, 10M, etc.

It is easy for the practitioner. He sends the patient home with a single dose of one remedy or gives it on the spot.

Compliance is 100%, no mistakes are made. He warns the patient about the most likely aggravations and tells the patient to check back with him in another month or so.

That means fewer phone calls for the physician. If the patient phones because Musculoskeletal Diseases and Homeopathy of an aggravation, all he has to say is,

"I told you so; you have to weather the storm; phone me in one month ."

However, disadvantages can be numerous. First, there is almost always present occurrence of an aggravation. "This is excellent," these homeopaths will say, "because it

shows we selected the right remedy, since it is a similar homeopathic aggravation, i.e., the existing symptoms occur in a higher intensity." However,  although an immediate aggravation after the administration of the remedy,  frequently occurs, even with low potencies, there is a great difference in intensity of the aggravation. With high potencies, the aggravation can land the patient in a hospital (and you could lose your patient forever to homeopathy), and the aggravation can last for up to a month or more!

With low potencies, this aggravation will rarely surpass two days if the remedy intake is  stopped the moment the aggravation appears.  This is especially true for the hypersensitives.

Kentians show contempt for their patients if they do not individualize, in other words, if they don't take in to account that patients will react differently to the same high potency.

This is, after all, one of the basic principles of homeopathy! 

And Hahnemann said in Paragraph 2 of the Organon:

The highest ideal of cure is rapid, gentle and permanent restoration of health,...

Unless  the  practitioner  deliberately  experienced  aggravation (maybe by doing a proving), he should not send his patients into a storm without considering the consequences.

There is another problem with Kentians. Because they are so afraid that this one time, one dose will b e canceled by external circumstances such as camphor, mint, other medications, coffee etc.,

they absolutely forbid the patient to use any of the above. They are so rigid in their rules that they unneccesary lose a lot of patients at the onset. Take a patient with reumatoid arthritis or asthma, for instance. Very often these people are on high doses of steroids or other medications. Kentians refuse to treat these patients until they stop all medications. This is often impossible and if it is, often lands the patient in the hospital with an acute attack . So much for compassion.

Some Kentians that I know go even further and forbid the patient to take acupuncture treatments. This is ridiculous as acupuncture uses the same laws, and the integration

of two powerful, energetic medicines is beneficial to the patient, not harmful. The intake of concentrated vitamin supplements, although not always contraindicated, often

can increase the energy of the patient and cover up symptoms that would otherwise  spontaneously develop. Therefore, in constitutional treatment, they are not recommended, and after a cure they are not needed if the patient is on a proper diet.

In reality, no matter how paranoid Kentian prescribers are in telling patients to avoid mint, coffee, and other medications or treatment modalities,  these interfering factors 

are rarely severe enough to stop the action of the correct remedy. If anything interferes with the action of the remedy, it is obvious in its intensity and, if possible, should be removed.

If patients can't stop drinking coffee immediately, let them take the remedy after the in take of coffee, not before, as there is much less chance that the remedy will be canceled.

Low  potency  prescribing has more advantages than disadvantages. By low potencies, we mean LM and 6C. Disadvantages are that you have to instruct your patient thoroughly,  preferably  giving  him written instructions,  but even then patients err in taking doses. Often I have seen the

 

[Julian Winston]

The Eizayaga Layers Model

Having seen Eizayaga in one of his first USA seminars, I'll share his thinking with you. It is a fascinating model, and one which I've used to explain "health and disease" to allopathically-oriented people.

Eizayaga sees this as a triangle; point down, with divisions running across the triangle parallel to the base. He had "birth" as the wide base on top, and "death" as the point on bottom.

BIRTH

Division 1: The Soil (the terrain).

This is the genetic heritage the person brings into life - disposition to allergies, and to illness later on. Remedies that affect this level are Nosodes. Sometimes this level has to be treated, sometimes not.

Division 2: The Constitutional.

This is what the person is when they are born. These things can't be changed-- the bone structure, build, color of skin, color of eyes, hair, etc. There are few remedies that work here. Most babies are fat, sweaty, and like milk. Most fit Calc. Some which are hot and dry, may need Sulphur. Some need Phosphorus. Some need a mix - as seen in Calc-p.  Calc-s.

Division 3: The Fundamental.

This is a "layer" that comes in life. The baby cries. The mother says to herself, "I'm too busy right now, he'll learn to wait." The baby says, "I cry and she doesn't come. I am abandoned" - and becomes a clingy, whining Pulsatilla. These "layers" can build on each other - the loss of a friend in school may lead to the withdrawal of Nat-m. etc.

So far, NONE of these stages are treatable with conventional medicine. There is NO disease. Only homeopathy can help restore balance.

Division 4: Lesional (treatable, reversable, curable)

Now the person starts to exhibit physical pathology. At this point conventional medicine may think it can help. This layer, with homeopathy, can be cured to the point of the pathology being removed.

Division 5: Lesional (treatable, non-reversable, semi-curable)

In this category we find cases of tuberculosis where damage done to the lung cannot be reversed, or of alcoholics with severe liver damage. The process can be treated and cured, but the organic damage cannot be reversed. The patient's health is compromised.

Division 6: Lesional (non-treatable, non-reversable, palliation)

The physical pathology is too far gone. All homeopathy can offer is palliation.

DEATH

Eizayaga stressed that the mistake many "Kentians" make is giving the Fundamental remedy instead of the Lesional remedy. The example he uses is that of a sweet woman, easily moved to tears, coming with menstrual problems characterized by a stringy discharge.

If you treat the Fundamental (i.e., Pulsatilla) she will feel better, but the discharge will remain. The Lesion MUST be treated first (Kali-bi), and then the Fundamental.

The great "miracle cures" happen when the Lesional and Fundamental ARE the same remedy - then *everything* gets better. But treating only the Fundamental will not cure the Lesional if they are in need of different remedies.

So, first cure the Lesional, then the Fundamental. Then, maybe the *next* underlying Fundamental - until you either get to the Constitutional, or you run into a block and have to go to the "Terrain" and clear that up first.

 

 

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