Raphanus sativus  (Raph) = Öl rettich/= Bierwurz/= Hederich/= wilder oder falscher Rettich/= Raphanistrum arvense

 

Vergleich: Siehe: Brassicales

 

Negativ: A. Blähbauch;

 

Nervös/launenhaft + sexuell erregt/kapriziös, Angst. anderen zur last zu fallen, Stumpf/Tränen # hoffnungslos; Kinder/Frauen abgeneigt, will nur Männer um sich haben, schlaflos durch sexuelle

Erregung, Dauerdurst, (verklemmte) Blähungen (nach Operation);

Zeigt sich überheblich/machtvoll/reich, wirken aber wie hinter Maske; strebt Machtposition an, um von anderen unabhängig zu sein; will sich nichts sagen lassen o. anderen befehlen was zu tun ist,

sind gefühlskalt, nymphoman/kann keine echte Beziehung aufbauen, häufen Geld um Leben zu sichern, kaufen Beziehung; gesicherte Zukunft durch Geld, Macht, Respekt.

<< ohne Arbeit; < Lärm; > Trost;

Repertorium:

Raphanus sativus

Gemüt: Abgeneigt: Frauen (bei Frauen)/Kinder [kleine Mädchen (bei Frauen)]/Männer (bei Frauen);

allgemeiner Abscheu (abends)

Verlangt Aktivität

Alkoholismus

Angst (mit eingeklemmtem Flatus/hypochondrisch/beim Stuhlgang)/Furcht [vor Frauen/vor (unentdeckter) drohender Krankheit/zu einer Last zu werden/vor dem Tod]

Betäubung (nach geistiger Anstrengung)

Bulimie

Eifersucht

Empfindlich (gegen Geräusche)

Erregung

Erschöpft geistig

Faul

Gedächtnisschwäche/Gedächtnis gut, aktiv

Gedanken sonderbar, merkwürdig

Geisteskrankheit, Wahnsinn (launisch)

Geistige Anstrengung abgeneigt/verlangt danach

Geräusche abgeneigt

Gleichgültig, Apathie

Hass (auf Frauen)

Hoffnungsvoll (# traurig/# weint)

Hysterie [während Menses  (am 1en Tag der Menses)

Konzentration schwierig

Lasziv, lüstern/Nymphomanie/unanständig, unzüchtig/zügellos, sexuelle Ausschweifung

Launenhaft, launisch (bei Manie)/Manie [lasziv/sexuelle Manie (bei Frauen/bei Männern)

Raserei, Tobsucht, Wut

Redselig, geschwätzig (wechselt schnell von einem Thema zum anderen)

Ruhelos (bei sexueller Erregung), bei

Spricht im (komatösem) Schlaf/Murmeln (im Schlaf)/streitsüchtig (im Schlaf)

Stumpf

Vorahnung des Todes (# qualvolle Angst)

Traurig (> vormittags/erwachend)

Unabhängig, selbständig     

Vergesslich (2während Menses)

geistige Verwirrung [morgens (aufstehend/nach Aufstehen/nachts)]

Wahnideen sei berauscht/„Als ob ein Gespräch führt (und irgendwohin getragen wird/und  würde mit einer anderen Person sprechen)/„Als ob gleich Konvulsionen bekommt“/habe unerkannte Krankheit/sei an verschiedenen Orten gleichzeitig/sie spricht/würde gleich sterben/sei tot/sei vergiftet worden

Weint (erwachend)

Schwindel: im Allgemeinen

Abends (18 - 22 h)

+ trübsichtig

Kopf: Blutandrang morgens

Empfindlich gegen Auftreten/gegen geringste Erschütterung/Gehirn empfindlich

Gefühllose, taube Hinterkopf

Kälte, Frösteln etc.

> Nasenbluten

Pulsieren < geistige Anstrengung/in Schläfen

Schmerz viele

Völlegefühl

Schläge (< Hochräuspern von Schleim/< Schreiben)

Schwäche (abends)

Auge: Amblyopie

Verklebt morgens

Bewegung - Rollen der Augen

Bluten aus den Augen

rot morgens/Hitze im Auge

Kälte

Schmerz (brennend/drückend)

Ziehendes Gefühl

Eingesunken, eingefallen

Schwäche

Geschwollen [Lider (ödematös/Unterlider)

Pupillen erweitert

Sehen: Diplopie, Doppeltsehen

Kurzsichtig/nebelig/schwach, schwachsichtig/trübsichtig, trübes Sehen (morgens erwachend/bei Schwindel)

Verlust des Sehvermögens

Weitsichtigkeit

Ohr: rot (l./abends)

Hitze (l.)

Jucken in Ohrmuscheln

Schmerz [r.]

Stechend („Wie mit einer Nadel“)/ziehend/lanzinierend/reißend/stechend („Wie mit einer Nadel)/Drehen der Augen nach außen/< Druck/drückend auf dem Ohr/durch Tabak]

Verstopfungsgefühl (< Schreiben)

Hören: Taubheit, Verlust des Gehörs (vor Erbrechen)

Nase: Nasenbluten

Gerüche eingebildet und wirklich - „Wie Meerrettich“

Niesen

Schmerz in Nasenwurzel (drückend/nagend/wund schmerzend)

Spitz

Verstopft (einseitig)

Gesicht: Ausdruck leidend

Chloasma

blass/bläulich Ringe um die Augen/gelb/gelb - morgens/rot/fettig

Hitze l.

Schmerz (brennend)

Geschwollen unter den Augen

Mund: Zunge - blass/rötlichblau/purpurn, blaurot/rot Flecken (in die Mitte/seitlich)/weiß/rissig (ein tiefer, roter Riss + blasse Zunge/tiefer, roter Riss + Zunge purpurn, blaurot)/rissig in die Mitte

Schmerz in Zahnfleisch (nagend/wund schmerzend)/in Zunge (brennend)

Speichelfluss reichlich

Geschmack - bitter/pappig/“Wie Pfeffer“/schlecht/teigig/Speisen schmecken trocken

Geschwüre in Zahnfleisch

Sprache schwierig während Menses

Zähne:  Schmerz einige

Inneren Hals: Entzündete Tonsillen

Hitze

“Wie Kälte/“Wie Klumpen“ (in Ösophagus)/“Wie etwas Lebendigem darin“

Kratzen schabend, scharrend

Schleim (weiß/zäh)

Schlucken schwierig

Schmerz [abends/brennend/wund schmerzend/stechend/in Ösophagus/in Mandeln]

Geschwollene Tonsillen/Uvula

Trocken

Völle

Würgen, Zusammenziehen (nach Mitternacht - 5 h)

Äußerer Hals: Hautausschläge (Pickel)

Spannung Seitlich - konvulsivisch

Magen: Appetit - fehlend/vermehrt (nach Essen)

Aufstoßen (< Süßigkeiten)/Art des Aufstoßens: bitter/blutig/faulig/von Flüssigkeit/leer < Zucker/ranzig/sauer (nach Husten)/scharf (< Süßigkeiten)/von Schleim/von Speisen nach Husten

Auftreibung

Durst (brennend, heftig)/DURST

Ekel, Abscheu vor Speisen abends

Fremdkörper

“Als ob Magen schlaff Herabhängen würde“

Hitzewallungen

Kriechen im Magen

Leeregefühl (nach Mitternacht - 4 h/< nach Essen/ohne Hunger)

Pulsieren < Nachdenken

Schmerz [brennend/drückend/> nach Essen/schneidend/stechend/wund schmerzend/erstr. Brust (< hustend)]

„Wie Trockenheit im Magen“

Übel (abends/mit Augenbeschwerden/während Frost/< liegend/periodisch/> Stuhlgang)

Völlegefühl

Würgen (nachmittags/abends < Gehen)

Erbricht - heftig/schwierig/Art des Erbrochenen: bitter/dunkel/fäkal, erbricht Fäzes/Galle/grün/von Schleim/schwarz/Speisen/Wasser

Bauch: Abszess in Leber

Auftreibung (morgens erwachend/< nach Essen/schmerzhaft/in Hypogastrium)

Beschwerden der Leber und Lebergegend

Entzündete Colon

Flatulenz (eingeklemmt/hysterisch/nach Operation/schmerzhaft)

Gluckern, Gurgeln (nachts)

Hart

Hernie

Hitze

empfindlich gegen Kleidung

“Wie Kugel“ aufsteigend zum Hals

nach Bauchoperation/Ileus (nach Operation)

Rumoren, Kollern (nachts)

Schmerz viele

Schwächegefühl in Leistengegend

Völlegefühl

Zittern

Rektum: Cholera infantum/morbus Cholera

Durchfall (nach Angst/< nach Essen/< Liegen)/Dysenterie

Flatus

Obstipation

Stuhl: Blutig/braun/gewaltsam, plötzlich, in einem Schwall/groß/grün/hart/reichlich/schaumig/schleimig/dünn, flüssig (braun/gelb/grün)/gelb/bräunlich/unverdaut/wässrig/weich

Nieren:

Schmerz [< Bücken/reißend/< Mensesanfang]

Blase: Blasensteine

Schmerz (drückend)

Harndrang - häufig/schmerzhaft

Wasser lassen mit schwacher Strahl/verzögert, muss warten, bis Urin zu fließen beginnt

(muss lange warten und pressen, bevor er damit beginnen kann)

Urin: Dick/blass/gelb - hell/hefeartig/milchig/reichlich (mehr als getrunken hat)/schaumig

Sediment - gelb (schmutzig/weiß)/hefeartig/Phosphate/Sand)/spärlich weniger als trinkt/wolkig

Harnröhre: Schmerz (in vorderer Teil) < Wasser lassend (brennend)

Männliche Genitalien: Erektionen anhaltend/Sexverlangen vermehrt

Weibliche Genitalien: Fluor blutig (nachts)

Hitze in Uterus (Hitzewallungen erstr. Kopf)

Jucken nachts (< im Bett)

“Wie heißen Kugel“ in Uterus, die in den Hals aufsteigt

Masturbation geneigt

Menses - geronnen/lange sich hinziehend/reichlich/schmerzhaft

Metrorrhagie

Schmerz in Uterus [brennend/erstr. Magen(grube)]

Schwangerschaft (Beschwerden währenddessen)

Prickeln, wollüstiges (wollüstige Empfindung, wie beim Koitus)

Sexverlangen - heftig zu Masturbation treibend/vermehrt

Kehlkopf und Trachea:

Kitzeln im Kehlkopf

Reizung in Luftwege (steigt an, je mehr man hustet)

Stimme - heiser, Heiserkeit (abends)

Atmung: Asthma, asthmatische Atmung (spasmodisch)/Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen (abends)

Heißer Atem

Husten: Vormittags (9 - 12 h) - 11 h - durch Blutandrang zur Brust/abends (18 - 22 h) - 19.30 h

Blutandrang zur Brust durch Husten - 11 h

< hustend/Hustenreiz - steigt an, je mehr man hustet/im Epigastrium/in Luftwegen

< Lachen/< Räuspern

durch Schleim im Kehlkopf/aus Trockenheit im Kehlkopf

Auswurf: Nachts (22 - 6 h)

Dick/schmeckt salzig/grünlich/schleimig/weiß/zäh

Brust: Entzündete Achseldrüsen

rote Flecken

Hitze brennend

Kälte in Mitte der Brust

Knoten zwischen den Mammae

Beklemmung/Zusammenschnürung - abends/< Einatmen

Herzklopfen

Schmerz < (tiefes) Atmen/atmend/< Einatmen/< ausatmend/brennend/drückend/schneidend/stechend ziehend/Wehtun/< hustend/im Herzen (morgens nach Schokolade/abends/< Fahren im Wagen/< Schokolade)/unter Mammae/Mitte der Brust/seitlich (r.)]

Schwäche

Beschwerden der Achselhöhlen r./in  Achseldrüsen

Rücken: Hitze in Lumbalregion

Jucken (brennend)

Kälte (einschließlich Frost) (< essend/in Wirbelsäule in Wellen/Schauder nachts < im Bett

Knacken in Zervikalregion

Pulsieren wenn einen Gedanken ausdrücken will/in Zervikalregion

Schlucken <

Schmerz [< Atmen/< ausatmend/< Schlucken/Wehtun/stechend/ziehend/in Wirbelsäule/in Lumbalregion (> Lehnen auf die Seite/bei Harndrang)/Zervikalregion]

Schwäche (zwischen den Schulterblätter/in Lumbalregion)

Glieder: Ameisenlaufen in Fußsohle

Ferse rot

Frösteln in Arme (Rückseite)

Gefühllos, taub - wandernd/Fußsohle/Hände/Gesäß

Hitze in Hände (in Handflächen)

Hühneraugen schmerzhaft

Kälte [Arme (innerlich)/in Füße (l./abends/nachts/< im Bett/ein Fuß kalt der andere heiß/eisig)/in  Hände/in Knie (nachts)]
Füße „“Wie zu klein“

Knacken in Gelenken (im Knie)

Schmerz [< nach Gehen

Brennend/stechend/wund schmerzend/“Wie zerbrochen“/reißend/stechend/Wehtun/zwickend, kneifend

in Arme/Ellbogen(höcker)/(unter den) Finger(nägel)/in Füße (in Fußsohlen)/Fersen/in Waden/in Hüfte//in Kniesehnen/in Schultern/in Unterarme/in Gelenke/> Ausruhen mit ausgezogenen Stiefeln/< (nach) Gehen/< während Menses]

Schwäche (< Gehen im Freien/in Ellbogen/in Gelenke (während Frost)/in Oberschenkel

Geschwollene Fersen/Hände „Wie geschwollen“

„Als ob Füße in heißes Wasser gesteckt wurden“

Ziehen in Arme

Zittern (in Beine)

Zusammenschnürung in Arme/in Unterschenkel „Wie mit einem Strumpfband“

Schlaf: Dösen (tagsüber)

Gestört durch Schaudern/durch Schweiß/durch Träume/Unterbrochen

Erwacht nach Mitternacht - 3 h/häufig/mit Schmerz

Gähnen

Halbschlaf/leicht, nicht tief

Ruhelos (wegen sexuellen Ursache)

Schlaflos (vor Mitternacht bis 2 h/nach Mitternacht nach 3 h/durch Jucken/durch kalte Füße/< sexuelle Erregung)

Schläfrig (nachmittags)

Träume: Ängstlich/erotisch/lebhaft/Schwierig-/Streitigkeiten/Tod

Fieber: Hitze im Allgemeinen

Nachmittags (13 - 18 h) < nach Mittagessen/abends (18 - 22 h) - nach dem Essen/nachts (22 - 6 h)

Äußerliche Hitze mit Frösteln

< nach Essen

Schweiß mit Hitze

Trockene Hitze nachts

Frost: Abends (18 - 22 h) - < im Bett/nachts (22 - 6 h) (um) Mitternacht

< essend

Schweiß: Nachts (22 - 6 h)

“Als ob Schweiß ausbricht“, aber es tritt keine Feuchtigkeit auf

während Kälte/mit Schauder

Haut: Beschwerden der Talgdrüsen

Chloasma

Hautausschläge - gelb (Bläschen)/Miliaria rubra/Pemphigus

Allgemeines: 3 h/5 h/11 h/19 h/23 h

Morgens erwachend

Abmagerung

Beschwerden durch Operation

Blutwallungen nachts/Hitzewallungen

Entzündete Drüsen

< nach Essen

Gefühllos, taub (äußerlich)

Verlangt sich hinzulegen

Katalepsie

Konvulsionen durch Entfernung der verwachsenen Vorhaut

“Wie Kugel im Inneren“ (heißen)

< Liegen

Matt

Ohnmacht (< während Menses/nervös)

Schleimhautabsonderung - Fäden ziehend, zäh/vermehrt/weiß

Schmerz [abends/brennend/stechend/ziehend/“Wie gelähmt“/auseinander reißend/wund schmerzend/äußerlich/in Drüsen/in Gelenke/in Knochen/in Muskeln/an einzelnen Stellen]

Schweregefühl innerlich

Speisen und Getränke: Abgeneigt: Essen; <: Milch/Schokolade/Süßigkeiten/trockene Speisen/Wasser;   Verlangt: Alkohol/Buttermilch/(gekochte) Milch/kalte Getränke, kaltes Wasser;

Verhärtete Drüsen

Ausstrecken

> Gehen

Nervöses Schaudern (# mit Hitze)

Schwäche (Gelenke)

Schwellungen im Allgemeinen (geschwollene Drüsen)

Nervöses Zittern äußerlich

[Christoph Weihe]

Geist und Gemüt:

Benommenheit, wie nicht ausgeschlafen, wie berauscht, betäubt etc.

Den ganzen Tag eingenommener Kopf (in den Tagen nach Ende der AMP).

Bewegungen: Zwangsbewegungen, Automatismen, Gesten, Lagen

Grobes Kratzen im Hals, hinten, zwingt zum Rachsen, ohne daß etwas herausgebracht wird.

Sprechen

Schlaf:

Er murmelt und spricht im Schlaf, was ihn aufweckt.

Träume:

Die ganze Nacht unruhige Träume.

Leichter Schlaf mit unruhigen, belastenden (pénibles) Träumen, vom Tode usw.

Er träumte mehrmals, daß er betrunken sei.

 

Leichter Schlaf mit unruhigen, belastenden (pénibles) Träumen...; ... gegen Morgen ein wenig besser, aber oft unterbrochen.

Modalitäten, Causae:

Nach mäßigem Mittagessen, Aufblähung und Spannung des Bauches (bas-ventre), so ausgeprägt, als habe er viel gegessen.

Tagsüber Kratzen im hinteren Teil des Schlundes, das ihn zwingt, zu rachsen, schlimmer, wenn er Brot ißt.

Nachdem er ein wenig gegangen ist, große Müdigkeit und Einknicken (brisure) der Beine...

Dumpfer Kopfschmerz, vor allem oben, in den Stirnhöckern, mehr dem linken, im Freien, in der Stube vergehend.

Nachts im Bett, beim Wachliegen, Abhusten von viel weißlichem Schleim wie bei einem „Schleimfieber".

Schauder (horripilations), welche den Rücken hinunterlaufen, häufig, nachts im Bette.

Der ganze rechte Fuß ist kalt, nachts im Bette.

Eine Art Heißhunger (boulimie) ohne Appetit, um 4 h. früh im Bette.

Gegen Morgen: Schwitzen; Schlaf ein wenig besser.

Rechts: Schmerz im Leberlappen; kalter Fuß.

Links: dumpfer Schmerz im Stirnhöcker; rotes heißes Ohr; Schmerz der Tonsille; Kneifen unterhalb des Nabels; Stiche, wie Koliken, in der Bauchseite; Reißen auf der Schulterhöhe, im Arm, im Schenkel; krampfhafte Spannung im M. sternocleidomastoideus.

„As-if-Empfindungen“

Zungenspitze wie verbrannt.

Nach mäßigem Mittagessen, Aufblähung und Spannung des Bauches (bas-ventre), so ausgeprägt, als habe er viel gegessen.

Leichtes Kneifen unterhalb des Nabels, links, wie wenn ein weicher Stuhl kommt.

Recht starker Schmerz im rechten Leberlappen, wie eine Beklemmung (serrement), später wie ein Geschwür, selbst nachts.

Stiche an verschiedenen Stellen der Brust, oberflächlich, wie in den Knochen, v.a. im Sternum.

Hin-und-Herziehen (tiraillements) und etwas Reißen (déchirements) im linken Arm und seinem Gelenk; zugleich Schwäche im Ellenbogengelenk, als habe er eine schwere Bürde (fardeau) getragen.

Nachdem er ein wenig gegangen ist, große Müdigkeit und Einknicken (brisure) der Glieder (Beine, vr), wie nach einer Fußreise.

 

Folgt gut: Lyc. Op.

 

Vergleich: Enthält: K + P + S; Kali-br. DD.: Asaf. Carb-v. Grat. Ign. Lyc. (Raph. fast wirkungsgleich. Verwechselbar mit Lyc. wegen des kalten rechten Fußes, doch Lyc. hat die meisten anderen Symptome rechts).

Mom-b. Orig. Plat-met. Sep. Staph. Raph. (= Plb-met-ähnlich + will selbst anordnen).

Koliken: Raph. + Iris. + Ox-ac.

Siehe: Brassicales

 

Unverträglich: Milch/Wasser  Magen-/Darmentzündung

 

Antidotiert von: Trinken großer Mengen kaltem Wassers,

Milch, Milch mit Wasser vermischt  > Bauchschmerz,          

 

Wirkung: lithämisch

Allerlei: Ursprung: Asien, Marsgeprägt, wächst auf chemisch mit Kalium überdüngte Boden in nasse Jahren, Samen können 50 - 60 Jahren liegen bis Keimung.  

Enthält Senföl wie Sin-n.

[Veronika Rampold]

hat ihre Materialien zu ihrer Publikation zusammen mit einer Bearbeitung nach Masi zur Verfügung gestellt.

Die Pathogenese des Rettichs besteht aus zwei Teilen. Zum einen dokumentierte der Augsburger Arzt Nusser in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts mehrer Fälle akuter Erkrankung durch Essen von

zu viel Rettich und verordnete Raph. C 2 mit Erfolg auf deren Charakteristika hin. Sein Artikel besteht aus Vergiftungsfällen und Kasuistiken, zusammen mit Angaben aus der Volksmedizin.

Zum anderen prüfte, wahrscheinlich inspiriert durch Nussers Bericht, der Vater des homöopathischen Arztes Eugène Curie (dessen Sohn war der Mitentdecker des Radiums, Pierre Curie) Raphanus C 15 und C 30 an einer scheinbar gesunden, in Wirklichkeit latent organkranken und zu psychogenen Symptome neigenden Frau.

Curies Bericht erschien den meisten seiner Zeitgenossen als schwer nachvollziehbar; darum wohl ist er nicht auf deutsch publiziert worden. Bezüglich Nussers Beobachtungen vermute ich eher, daß sie im eigenen Vaterland nichts gegolten hätten und darum auf Französisch herauskamen – ein Altbayer würde bloß lachen, stellte man ihm seinen Radi als Arznei und Gift vor. Auch ich habe mich über manches gewundert. In neuester Zeit aber haben gerade die hysterischen Symptome Bestätigung gefunden, z.B. durch Massimo Mangialavori.

Der Rettich kommt, obgleich er zu den führenden pflanzlichen Gallenmitteln zählt, nur selten nach dem Simile-Gesetz in Anwendung. Im Unterschied zu anderen alten Heilpflanzen, wie Calendula, die ungeprüft sind und hierdurch in ihren Anwendungsgebieten begrenzt erscheinen, ist seine Symptomatik gut erarbeitet, wenn auch durch Beobachtungen an gegen Rettich überempfindlichen Menschen mit vorgeschädigtem Magendarmtrakt. Sie zeigt sich breitgefächert, fast wie bei Sulfur, mit dem Raph. sicherlich in der Mehrzahl der Fälle verwechselt wird. Seine Prüfungsdaten standen bisher nur unvollständig zur Verfügung (Nussers Text in Hygea Bd. 14 (1842) S. 435 ff., Curies Angaben auf Englisch in Allens Enzyklopädie), wodurch wichtige Informationen fehlten, denn gerade bei Raphanus liegen entscheidende Hinweise auf den Charakter der Arznei im strukturellen Zusammenhang der Symptome und im Prüfungssetting selbst. Als Oberbayerin und alte Gemüsegärtnerin bin ich wohl die Richtige, um diese Lücke zu füllen und einem potenten Heilmittel endlich auch in unserer Schule Ehre zu erweisen, durch die erste vollständige deutsche Version der AMP von Raphanus sativus.

Biologie, Chemie und Physiologie – Der Hederich, ein einjähriges Ackerunkraut aus der Familie der Kreuzblütler, stammt aus dem Kaukasus und wurde im Altertum nach Europa eingeschleppt. Wahrscheinlich ist er der Urahn des Rettichs. Im Aussehen gleicht er einer Rettichpflanze; er bildet aber keine eßbare Wurzel aus, sondern die ganze Wachstumsenergie schießt ins Kraut. Seine Blüten sind wie die des Rettichs weiß, weißgelb oder rötlich; bei zwei weit häufigeren Kreuzblütlern unserer Äcker, mit denen er von Unkundigen oft in einen Topf geworfen wird, dem wilden Ackersenf (Sinapis arvensis) und der Kulturpflanze Raps (Brassica napus), sind sie dagegen leuchtend gelb. Seine Samenschoten sind schmaler und stärker eingeschnürt als die des Gartenrettichs. Die jungen Blätter sind eßbar. Sie schmecken brennend, kratzen durch ihre Behaarung grob im Hals, erzeugen Pharyngitis mit Schleimrachsen, wirken expektorierend und blähend; ihre physiologische Wirkung gleicht somit der des Rettichkrauts. „Klemmen (serrement) in der Haut des Scheitels", „Druck in der Nasenwurzel", „Stiche im rechten Ohr", „heiße rote Ohren", „Kitzel im Kehlkopf, wie in der Stimmritze" und „krampfhafte Spannung des M. sternocleidomastoideus" sind erwähnenswerte Lokalsymptome. Auch fällt auf, daß er die meisten Symptome links hat, obwohl er ein Leber-Gallenmittel ist. Arzneilich verwendet wird die Pflanze meines Wissens nicht.

 

Phytologie: Nieren- + andere Steinen/Gries, Blätter > als Knolle

Saft = abführend

 

 

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