Schlangen allgemein Anhang

 

[ABC Homeopathy]

Snake poisons are supposed to be chemically Can. hydrates of Soda and other salts. is the natural solvent of these salts and is an antidote. Has a profound trophic action. Old age nutritional troubles. Low septic states. General disorganization of the blood, Hemorrhages and jaundice. A crotalin injection decreases the rate of coagulation of the blood. In epilepsy the average rate is far greater than in normal conditions. Blood decomposition, Hemorrhages (dark fluid that forms no clots), tendency to carbuncles, malignant scarlatina, Yellow fever, the plague, cholera, give opportunity to use this remedy. Hemorrhagic diathesis. Acts as a sedative. Sleeps into his symptoms. More right-sided in its action.

 

Gemeinsame Schlangenthema sind:

Waffen spiegeln die Angst und das Misstrauen gegen die Umwelt. Vorbeugender Angriff; „Ich töte dich, ehe du mir gefährlich wirst

Verschlingen oder verschlungen werden.

Angriff durch Schuldzuweisung an den Angegriffenen.

Macht, Schuld, Sexualität und  Tod.

Konkurrenzkampf, Manipulation. Verführung.

Mutter- Tochterbeziehung,. Verrat der weiblichen Linie. Verlassenheit. Eifersucht, Besitz ergreifend. Intrigen, Misstrauen, Gift.

Körperliche Gewalt, bedroht und verfolgt.

Sexualität + Religiösität, Zwiespalt. Dualität. Gut und Böse.

Sprache ( zu viel/zu wenig ).

Zirkulationsprobleme, Kreislauf. Blutstau. Beengung.

Beschwerden einseitig

<: Frühjahr/regnerisches Wetter/Alkohol/Wein/Schlaf,

Starke Ängste (Schlangen)

Blau-rötliche Verfärbung, Blut. Herz.    

Sie häuten sich

Können den Kiefer aushängen um Beute zu verschlingen

Greifen an wenn sie angegriffen werden (bei Grenzüberschreitung, sonst selten)

Hals empfindlichste Stelle, da sie dort zu packen sind

Keinen Bezug zwischen sich und den Eltern, da sie aus den Eiern sofort  selbständig  werden müssen.

Hypnotisieren die Gegner mit ihrer Intensität

Erscheinung: Durchdringender Blick. In der Anamnese macht sich oft das Gefühl angegriffen zu werden, noch ehe eine ihr zu nah tritt, wehren sich dort wo wir am verletzlichsten sind.

Beißt nur ein mal zu.

 

[Farokh J. Master]

Wir Menschen haben uns durch unsere moderne Lebensweise von der Natur entfremdet. Alles, was wir Menschen tun, hat Auswirkungen auf die Natur. Umgekehrt verhält es sich genauso, denn alles, was in o. mit der Natur geschieht, hat Konsequenzen für uns.

Jede zivilisierte Gesellschaft wird durch ihre eigene, über viele Jahrhunderte gewachsene Philosophie geprägt. In jeder dieser, oft sehr unterschiedlichen, Philosophien lässt sich jedoch ein grundlegender, gemeinsamer Aspekt finden - zu den fundamentalen Lehren einer jeden Zivilisation gehört das Verständnis, dass das „Göttliche“ (o. die himmlische Seele) sich dem Menschen nur dann offenbart, wenn dieser mit der Natur in Verbindung steht und mit ihr in Einklang lebt. Nur wenn der Mensch die Natur (und vor allem die Tierwelt) beachtet und achtet und mit ihr kommuniziert, kann er verstehen, was das Göttliche ihm über das eigene Leben sagen kann.

Jeder Mensch auf dieser Erde hat Erfahrungen mit Tieren gemacht. Viele dieser Einsichten sind wunderbar, andere wiederum können sehr schmerzhaft sein, in jedem Fall bleibt die Begegnung zwischen Mensch und Tier aber einzigartig. Auf irgendeine Art und Weise kommt jeder Mensch im Laufe seines Lebens mit Tieren in Berührung, sei es aufgrund direkter Zusammenkünfte, in Träumen oder auch durch einen Fernsehbeitrag o. einen Kinofilm. Manchmal ist es allerdings schwierig, den Sinn oder die Botschaft hinter diesen Begegnungen oder Phänomenen zu deuten. Schlangen haben mich schon als Kind fasziniert. Diese Leidenschaft konnte ich nicht nur an mir selbst beobachten, sondern auch an vielen Menschen, denen ich begegnet bin. Der Grund dafür liegt im Wesen dieser Reptilien - Schlangen sind ein Bindeglied zwischen dem Spirituellen und der Erde, symbolisch gesehen, stehen sie für ungeheure Macht und Energie.

Ganz unbewusst erkennt der Mensch, dass Schlangen ein Spiegelbild für die archetypischen Kräfte dieser Welt sind, sie erinnern uns an die Quelle, der wir entsprungen sind.

Schlangen wird in unserer spirituellen Entwicklung eine wichtige Aufgabe zuteil. In vielen Mythen und Geschichten überbringen diese Tiere wichtige Botschaften und führen somit den Helden auf den Weg zum erweiterten Bewusstsein. C. G. Jung hat über die Bedeutung der Tiere als Symbol des Unbewussten geschrieben und die Ansicht vertreten, dass alle Tiere Mutter Erde gehören.

Schlangen sind Kreaturen, die wie keine andere faszinieren, verführen, verlocken und gleichzeitig Angst und Schrecken hervorrufen können.

Als Prädatoren jagen Schlangen andere Wirbeltiere und sind in allen großen Ökosystemen außerhalb des Polarkreises weit verbreitet. Zurzeit sind über 2.700 Arten von Schlangen bekannt, die 420 Gattungen und 18 Familien untergeordnet werden.

Meine Reise auf der Spur der Schlangen begann 1987 in São Paulo, Brasilien, wo ich das „Instituto Butantã“ besuchte, um mehr über Giftschlangen und Insekten zu erfahren. Ganz bewusst wollte ich Wissenschaft und Kunst verbinden, um das Geheimnis der Schönheit und Faszination dieser Reptilien zu ergründen. Ich war beeindruckt von der wissenschaftlichen Vielfalt des „Instituto Butantã“ und ich begann, mich in die Fülle von Informationen zu vertiefen. 10 Tage lang konnte ich ausgiebig forschen und habe viel über die Taxonomie der Schlangen, ihren Lebensraum, ihr Verhalten, ihr Gift und ihre Geschichte erfahren. Die fremde Sprache war das größte Hindernis, aber trotz anfänglicher Kommunikationsschwierigkeiten habe ich sehr viel gelernt.

Vor allem konnte ich die lebenden Schlangen direkt beobachten und mir vor Ort jedes einzelne Schlangenmittel einprägen.

Das „Instituto Butantã“ betreibt biomedizinische Forschung im Auftrag des Gesundheitsdienstes von São Paulo. Es befindet sich in Butantan, ganz in der Nähe der Universität von São Paulo. Nach meiner Rückkehr aus Brasilien war ich voller Tatendrang und entschied mich, einige Schlangenmittel zu prüfen, die in der homöopathischen „Materia Medica“ noch nicht genügend ausgearbeitet waren, um ein vollständiges homöopathisches Arzneimittelbild zu liefern. Ich begann mit Toxicophis (Mokassinschlange) und prüfte wenig später auch Naja naja (Kobra), Bungarus fasciatus (Gebänderter Krait), Bitis arietans = Clotho arietans (Puffotter), Echis carinatus (Gemeine Sandrasselotter) und Oxyuranus scutellatus (Taipan).

Mithilfe dieser Prüfungen konnte ich klinische Arzneimittelbilder zu den einzelnen Mitteln erarbeiten, die nun in der Praxis angewendet werden können.

Während der Prüfungen und der Erarbeitung der unterschiedlichen Schlangenmittel fiel mir auf, dass es bei den Schlangenmitteln, die bereits homöopathisch genutzt wurden, zum Teil gravierende Schwierigkeiten mit der Taxonomie gibt.

Das Hauptproblem besteht darin, dass Autoren H. A. Roberts, T. F. Allen und C. Hering sowohl korrekte als auch inkorrekte Namen für verschiedene Schlangen benutzten und partiell auch vertauschten.

Eine weitere Problematik liegt darin, dass wir, auch wenn wir jetzt die korrekten botanischen Namen der einzelnen Schlangen kennen, nicht mehr nachvollziehen können, welche Art oder Unterart früher für Prüfungen verwendet worden ist.

Um dieses Geheimnis zu lüften, schloss ich mich verschiedenen Foren im Internet an (z. B. www.kingsnake.com oder www.geocities.com) und begann, mit Herpetologen aus aller Welt zu korrespondieren.

Nach einem ausgiebigen Schriftwechsel fügten sich viele Teile des Puzzles zusammen. Genannt sei an dieser Stelle insbesondere Dr. Wolfgang Wüster, der mir hier oft aus der Klemme geholfen hat.

Diese umfassende Übersicht über die homöopathischen Schlangenmittel soll Einblick in die Taxonomie, die Biologie und den Lebensraum der Schlangen vermitteln. Außerdem soll sie die aktuellen Erkenntnisse bezüglich der Arzneimittelprüfungen und der klinischen und wenn möglich der differentialdiagnostischen „Materia Medica“ zusammenbringen. Ich bin mir sicher, dass sowohl der interessierte Laie als auch die Ärzteschaft und engagierte Studenten der Homöopathie aus diesem Werk Nutzen ziehen können. Hahnemann brachte uns auf den Weg der Arzneimittelprüfungen, er zeigte uns, dass man im Grunde genommen jede Substanz prüfen und therapeutisch anwenden kann. Für seine Zeit tat er sein Bestes. Ich folgte seinem Weg und richtete meine ganze Energie auf die Schlangen, um zeitgemäße Mittel einführen und die Krankheiten unseres Zeitalters behandeln zu können. Schon mein ganzes Leben lang behandele ich Patienten mit sehr schweren und oft auch fortgeschrittenen Pathologien, die sehr tief wirkende Mittel benötigen, um genesen zu können.

Die Schlangenmittel erfüllen diese Kriterien.

Im Praxisalltag einer ambulanten Klinik sind ausführliche Prüfungsprotokolle nur schwer zugänglich, daher ist es enorm wichtig, eine genaue Vorstellung von den übergreifenden Themen bzw. der Leitsymptome der einzelnen Mittel zu haben. Die Zusammenfassungen der Prüfungsthemen bzw. der Leitsymptome sind dabei nicht nur in großen Kliniken unentbehrlich, sondern können durchaus jeden praktizierenden Homöopathen bei der Mittelfindung für seine Patienten unterstützen.

Für meine Forschungen hinsichtlich der Welt der Schlangen, für die Prüfungen und die erarbeiteten Leitsymptome erhebe ich keinen Anspruch der Vollständigkeit.

Ich gehe außerdem nicht davon aus, dass dieses Buch die sorgfältige Lektüre der jeweiligen Prüfungsprotokolle oder anderer Quellen ersetzen kann. Dieses Buch ist als Anregung für alle Leser gedacht, ihre eigenen Nachforschungen über Schlangen zu betreiben, um das eigene Verständnis für diese Reptilien vertiefen zu können. Sie sind herzlich eingeladen, mir Rückmeldungen über Ihre eigenen Erfahrungen mit Schlangenmitteln

zu geben. Je mehr Information wir zusammentragen können, je zahlreicher wir die Ergebnisse meiner Prüfungen bestätigen können, desto weiter wird sich unser Wissen auch in Zukunft entfalten können.

 

[Farokh J. Master]

1. Schlangen gehören zu den Nachtreptilien. Die meisten von ihnen sind während der Dämmerung aktiv. Des Nachts kriechen sie hervor und fangen ihre Beute. Während der Morgenstunden eher faul.

Rubriken:

Kann nachts ohne die geringste Ermüdung aufbleiben

Geistige Aktivität nachts

Froh abends

Erregung nachts

Hastig nachts

Fleißig abends

Redselig abends

Gedächtnis gut abends

2. In Religionen wird die Verehrung von Schlangen erwähnt (Buddhismus/Janaismus). Die Tirthankars trage während der Meditation eine Kopfbedeckung, die eine siebenköpfige Kobra darstellt.

Rubriken:

Wahnideen Kontrolle einer höheren Macht, er sei unter der

Religiös Gemütsneigung

Angst Seelenheil

Delirium, religiös

Religiös, Melancholie

Religiöse Wahnideen

3. Unter den Reptilien leben die Schlangen in der größten Zurückgezogenheit.

Rubriken:

Verlangt sich zu verstecken

Verlassen zu sein, Gefühl

Gesellschaft abgeneigt; Verlangt allein zu sein

Furcht vor Menschen

Furcht vergiftet zu werden

Menschenfeindlich, Misanthropie

Zurückhaltend

4. Schlangen können sich sehr schnell fortbewegen, nicht nur auf dem Boden. Viele von ihnen sind auch begehende Baum- und Strauchkletterer. Mit ihrer außergewöhnlich flexiblen Skelettstruktur schlängeln sie sich erstaunlich gut durch enge Ritzen und schmale Öffnungen.

Rubriken:

Wahnideen Luft leichter als Luft; er sei

Wahnideen in der Luft zu schweben

Umherwandern Verlangen nach

Reisen Verlangen nach

Kriecht Boden, auf dem

Zuckungen

5. Vielen Schlangenarten sind gierig und haben Futterneid.

Eifersucht auf Tiere oder leblose Objekte

Eifersucht bis zum Verbrechen

Töten Verlangen zu

Töten Vergiften, Impuls zu

Wahnideen umgeben von Feinden

Streitsüchtig aus Eifersucht

6. Schlangen sind berüchtigt dafür, dass sie sich an anderen rächen, die ihre Brut stören.

Rubriken:

Hass

Hinterhältig, falsch, verschlagen

Grausamkeit

Destruktivität

Boshaft (= heimtückisch, rachsüchtig)

Boshaft gemeine , böse Streiche; spielen ihren Mitschülern oder Lehrern Schüler

7. Beim Angriff schlägt die Schlange mehrmals sehr schnell zu.

Rubriken:

Schnell im Handeln

Gedanken, schnell

Gedächtnis gut

Eifersucht treibt dazu, die Ehefrau zu Schlagen

Schlagen

8. Der Mensch wurde erst vor vier Millionen Jahren geboren and musste sich vielen Unwegsamkeiten stellen, um zu überleben. Die Angst vor Reptilien war eine darunter - aufgrund welcher später seine Abneigung gegen und sein Ekel vor Schlangen entstand. Folgende Eigenschaften eines Menschen würden wahrscheinlich unseren Widerwillen gegen ihn erwecken.

Rubriken:

Hochmütig, arrogant

Unverschämt, anmaßend

Spotten

Streitsüchtig

Unanständig, unzüchtig

Selbstsucht, Egoismus

Argwöhnisch, mißtrauisch

Gefühllos, hartherzig

9. Es gibt zwei Sorten von Schlangen, die eine lebt auf dem Land, die andere im Wasser.

Rubriken:

Furcht vor Wasser (Hydroph)

Wasserscheu

Wut beim Anblick von Wasser

10. Schlangen besitzen weder Füße, noch Schultergürtel oder Brustbein. Stattdessen haben sie eine schier unendliche Anzahl von Wirbel, manchmal bis zu 400 Stück. Sie bewegen sich kriechend.

Rubriken:

Wahnsinn kriecht Boden, auf dem

Wahnideen Körper lebendig Seite, der Körper sei nur auf einer

Wahnideen Körper auseinanderfallen, würde

Wahnideen Luft Körper, sei leichter als

Extremitäten Ungeschicklichkeit Beine Stolpert beim Gehen

Extremitäten Zittern Beine

Extremitäten gefühllos, taub

Rücken Schmerzen Dorsalregion

Rücken Spina bifida

11. Manche Schlangen besitzen Sensoren zwischen Augen und Nase, mit denen sie alles im Umkreis von 200 m wahrnehmen. Sie dienen als Orientierungshilfe beim Zubeißen.

Rubriken:

Hellsehen

Prophezeit

Magnetisiert leicht zu magnetisieren

Träume Hellsichtig Betrunkenheit, bei

12. Die meisten Schlangen sind giftig.

Rubriken:

Furcht Vergiftet werden Furcht, vergiftet zu

Wahnideen Vergiftet würde, vergiftet werden, er

Wahnideen Vergiftet er worden sei

Töten Vergiften Impuls jemanden zu

13. Oft geschieht es, dass Schlangen sich gegenseitig auffressen. Ein bekanntes Symbol mit der Uroborus zeigt sie beim Verschlingen ihres eigenen Schwanzes.

Rubriken:

Furcht vor Schlangen

Töten, verlangen zu

Eifersucht

Zorn

Homosexualität

14. Der Penis der männlichen Schlange ist gegabelt und da sie blind sind, erkennen sie das Geschlecht ihres Paarungspartners erst beim eigentlichen Akt. Sobald sie merken, dass es sich um ein gleichgeschlechtliches Gegenüber handelt, werden sie aggressiv und streitsüchtig.

Rubriken:

Eifersucht Männern, zwischen

Homosexualität, mit Redseligkeit

Töten,verlangen zu

Zorn

Männliche Genitalien Erektion – Anhaltend/häufig/Heftig

15. Schlangen zeigen ein vielfältiges, exzessiv aggressives Sexualverhalten.

Rubriken:

Zügellosigkeit

Nymphomanie

Unanständig, Unzüchtig

Lasziv

Delirium Erotisch

Masturbation

Männliche Genitalien Sexuelles Verlangen – Vermehrt/Exzessiv

Allgemeines Samenabgang >

16. Ein Schlangenbiss verursacht eine Schwellung mit rötlich blauen Flecken.

Rubriken:

Haut Farbe (Verfärbung) – Rötlich/Bläulich/dunkle Flecken                                

Allgemeines Konvulsionen Epileptisch

Allgemeines Schwellung Erkrankter Teile

Allgemeines Schwellung Aufgedunsen, Ödematös

Allgemeines Blutung Gerinnungsfähig, nicht

17. Schlangengift schädigt Nerven (neurotoxisch) und Blutbahnen (hämotoxisch).

Rubriken:

Wahnideen Vergiftet worden, er sei

Allgemeines Blutung

Allgemeines Lähmung

18. Ein Schlangenbiss lähmt und hypnotisiert den Betroffenen.

Rubriken:

Traum wie in einem

Gedanken versunken, in (Tagträumerei)

Meditieren, Nachdenken

Sitzen Neigung versunken und nichts wahrnehmend; wie in tiefen, traurigen Gedanken

Allgemeines Lähmung

19. Die meisten Schlangen leben in einer warmen Klimazone und in den fruchtbaren Tropenregionen.

Rubriken:

Allgemeines Wärme >

Allgemeines Bett, in warmen (= Bettwärme) >

20. Schlangen meiden direktes Sonnenlicht und Temperaturen über 80° C. Sie ziehen kühlere Plätze vor.

Rubriken:

sich zu verstecken

Allgemeines Licht < Sonnenlicht

Allgemeines Jahreszeiten < im Sommer

Allgemeines Hitze < Wärme

21. Schlangenhaut fühlt sich kühl an. Schlangen sind Kaltblütler.

Rubriken:

Haut Kälte

Allgemeines Kälte Extremitäten

Allgemeines Kälte erkrankte Teile

22. Schlangen häuten sich im Frühling.

Rubriken:

Haut Jucken Frühling, im

Allgemeines Frühling, im agg.

23. Schlangen sind ein Symbol für Trunkenheit.

Rubriken:

Alkoholismus Erblich

Delirium tremens

Verwirrung Berauscht Rausch, wie nach einem

Verwirrung, als ob vergiftet

Träume Hellsichtig Betrunkenheit, bei

Allgemeines Speisen und Getränke Alkohol Beschwerden durch

Allgemeines Speisen und Getränke Alkohol Verlangen agg.

24. Schlangen sind von Feuer angezogen.

Rubriken:

Feuer Nahe dem Feuer sein, verlangen

Wahnideen Feuer Vision von

Träume Feuer

25. Giftschlangen sondern ihr Gift aus der Speicheldrüse ab. Vipern schießen es durch ihre hohlen Zähne heraus.

Rubriken:

Allgemeines Entzündung eitrig

Entzündung der Parotis Drüse Allgemeines Entzündung Drüsen, der

26. Wenn die Schlange zubeißt, rotiert der Unterkiefer von links nach rechts. Auch beim Schlucken bewegen sich die Wirbel von l. nach r.. Bei der Schlange befinden sich die meisten Organe

auf der l. Körperseite.

Rubriken:

Allgemeines: einer Seite Links

27. Wenn die Schlange ihre Beute angreift, streckt sie ihre Zunge heraus, die dabei meistens zittert.

Rubriken:

Beißen Verlangen zu

Mund: Herausstrecken Zunge, der

Zittern Zunge

Bewegung Zunge – Schwierig/Heraushängen der Zunge/Hin und her/von einer Seite zur anderen

28. Schlangen beißen nicht an ihrer Beute herum, sondern verschlingen sie.

Rubriken:

Innerer Hals: Schlucken Schwierig

Schmerz Schlucken Leerem Schlucken, bei

Schlucken Flüssigkeiten schwieriger als feste Speisen

Magen: Appetit Heißhunger

Appetit Vermehrt

29. Die Verdauungssäfte sind so effektiv bei Schlangen, dass nur reine Harnsäure ausgeschieden wird. Schlangenkot ist meist reichhaltig und übelriechend.

Rubriken:

Rektum Flatus – Laut/Übelriechend

Stuhl – Übelriechend/Gewaltsam plötzlich in einem Schwall/Reichlich/Herausschießend

30. Die Ohren sind kaum entwickelt bei Schlangen. Anstatt zu hören, vibrieren sie über die gesamte Länge ihres Körpers.

Rubriken:

Ohren Gefühllosgkeit, Taubheit

Ohren Luft Empfindlich gegen die Luft im Freien

Hören Schwerhörig

Hören Taubheit, Verlust des Gehörsinns

31. Die empfindlichste Stelle bei Schlangen ist der Kiefer und Nackenbereich. Der Rest ihres Körpers besitzt eine starke Muskulatur.

Rubriken:

Äußerer Hals Schmerzen

Äußerer Hals Empfindlich gegen geringste Berührung

Äußerer Hals Enges um Hals vertragen, kann nichts

Äußerer Hals Zusammenschnürung

Einschlafen, beim

Klumpens; Gefühl eines Kloß, Globus hystericus etc.

Klumpens; Gefühl eines Schmerzhaft

Lähmung

Spasmen (=spasmodische Zusammenschnürung)

Schlucken unmöglich

Schwellung ödematös (Ödemae glottis)

32. Die meisten Schlangen haben nur eine Lunge, die linke ist stark verkleinert oder nicht vorhanden.

Rubriken:

Brust Emphysem

Brust Hepatisation der Lungen

Brust Entzündung Lungen (Pneumonie)

Brust Ödem der Lunge, Lungenödem

Brust - Tuberkulose (Schwindsucht)/beginnend

 

[Martin Stübler]

Mythos, in der Natur, im Homöopatischen Arzneimittelbild

Das Verhalten der Schlange

Konstantin Hering lebte von 1800 bis 1880 und begab sich etwa 1830, also noch zu Lebzeiten von Hahnemann, nach Südamerika.

Dort hörte er von dem Buschmeister (Lachesis muta), einer ca. vier Meter langen Schlange mit einem herzförmigen, durch die Giftdrüsen erweiterten Kopf und deutlich abgesetztem Hals.

Die 2,5 cm langen Giftzähne verkündeten schon von weitem die Gefährlichkeit des Buschmeisters.

Die Indianer behaupteten, dass die Schlange nicht wie andere Schlangen vor den Menschen fliehe, sondern, in Schraublinien zusammengewunden, den sich ihr Nahenden ruhig erwarte und sich dann mit Pfeilschnelle auf ihn stürze. Ihr Biss soll unbedingt tödlich sein. Wie in „Brehms Tierleben“ beschrieben, erreicht sie die Dicke eines Mannesschenkels und liebt als Aufenthalt kühle, schattenreiche Wälder, in denen man sie meist zusammengerollt, auf dem Boden ruhend, findet.

Ein holländischer Pflanzer berichtet über den Buschmeister:

„Zum Glück ist diese Schlange in der Nähe der Pflanzungen nicht sehr häufig, sondern lebt mehr in den hohen Waldungen. Da sich in unserer Gegend einige Sägemühlen befinden und sich viele Holzhändler aufhalten, büßt zuweilen der eine oder andere sein Leben durch ihren Biss ein.

Ich hörte von einem Indianer, der sich bei einem Herrn Moll als Jäger vermietet hatte und eines Morgens in den Wald ging, um Wildbret zu schießen.

Nach einer Weile wurde sein Hund laut und begann zu heulen - ein sicheres Zeichen, dass eine Schlange in der Nähe war. Der Indianer, besorgt um das Leben seines guten Hundes, eilte, die Flinte in der Hand, in die mutmaßliche Richtung: aber die Schlange tat schon, bevor er sie gesehen hatte, einen Sprung nach ihm, brachte ihm einen derben Biss in den entblößten Arm oberhalb des Ellbogens bei und verzog sich dann. Der Indianer, der noch keinen Schmerz fühlte, verfolgte und erlegte die Schlange. Er schnitt ihr den Bauch auf, rieb sich die Galle als Gegengift in die Wunde, hob auch seine Beute auf und eilte nach Hause. Da er aber weit davon entfernt war, kamen ihm auf halbem Weg schon Ohnmacht und Kälte an , so dass ihm alle Glieder erstarrten und er kraftlos zu Boden sank. Der Hund lief, als er merkte, dass sein Herr wie tot da lag, schnell nach Hause und machte solchen Lärm, Constantin Hering, ca. 1845 aus „The Faces of Homoeopathy” dass man vermutete, dem Jäger müsse etwas zugestoßen sein. Moll nahm einen seiner Leute mit und folgte dem jetzt vor Freude aufspringenden Wegweiser. Nach einer halben Stunde fand man den Indianer, gänzlich erstarrt, auf der Erde ausgestreckt, jedoch bei völliger Besinnung. Nachdem man sein Unglück angehört hatte, brachte man ihn rasch nach Hause. Alle angewandten Mittel erwiesen sich jedoch als fruchtlos. Das Gift war bereits in das Blut getreten, und da seit der Zeit des Bisses schon einige Stunden vergangen waren, war der Tod unvermeidlich“.

Die Giftzähne der Schlange sind eigentlich keine Zähne; die Schlange kaut ja nicht. Sie stellen zwei Injektionskanülen dar. Das Gift, das in die Wunde gespritzt wird, wirkt teils vergiftend, teils verdauend.

Die Schlange kann bekanntlich ganze Tiere verdauen. Man sieht dann etwa, wie ein Kaninchen ihren Leib durchwandert.

Konstantin Hering, der von der Wirkung des Buschmeisters hörte, interessierte sich sofort dafür. Er reizte in Fallen gefangene Buschmeister, ließ sie auf Glasbrocken beißen und das Gift antrocknen. Danach verrieb er das vertrocknete Gift. Allerdings ging er nicht sehr vorsichtig vor. Er atmete die Verreibung ein und verfiel einige Stunden in Bewusstlosigkeit. Jedes Frühjahr und jeden Herbst bekam er Erscheinungen der damals begonnenen Arzneimittelprüfung. Das dauerte bis zu seinem Lebensende an.

Der bekannte homöopathische Arzt Karl Staufer schreibt über Konstantin Hering:

„Wenn dieser Mann nichts anderes getan hätte, als das Schlangengift Lachesis bei uns einzuführen, wäre ihm schon ein königlicher Platz unter den homöopathischen Ärzten zuzuweisen. So umfassend ist die Wirkung von Lachesis.“

Mitten in Südamerika gibt es eine Schlangenfarm Butantan. Wie man mir mitteilte, kann man in jedem Land jede gefangene Schlange in einer Kiste per Bahn kostenlos dorthin schicken. Lachesis ist nämlich eine stolze Schlange; sobald man sie gefangen hat, frißt sie nicht mehr. Sie geht im Verlauf von ca. vier Monaten zugrunde. Folglich braucht man immer neue Lachesis-Tiere.

Kent schreibt, dass sich in jedem Menschen Lachesis-Symptome zeigen, weil der Mensch manches vom Schlangenwesen an sich habe.

So könne man den Versuch machen, sich der Schlange dadurch zu nähern, dass man ihr Interesse, ja Liebe entgegenbringe. Bei der Biene ist das viel einfacher, bei der Schlange weit schwieriger, da sie abstoßend und Angst erregend wirkt. Deshalb werden wir unseren Schlangeneigenschaften auch nicht gerade gern begegnen und sie anschauen wollen.

Der hebräische Mythos von der Schlange

Ich folge dem Werk „Die 5 Bücher der Weisung“ in der Übersetzung von Martin Buber; Genesis 3, 1-7, S. 14 (Hegner, Köln und Olten, 1954):

„Die Schlange war listiger als alles Lebendige des Feldes, das ER, Gott, gemacht hatte.

Sie sprach zum Weib:

Obwohl Gott sprach: Esst nicht von allen Bäumen des Gartens.....!

Das Weib sprach zur Schlange:

Von der Frucht der Bäume im Garten mögen wir essen, aber von der Frucht des Baumes, der mitten im Garten ist, hat Gott gesprochen:

Ihr sollt davon nicht essen und nicht daran rühren, sonst müsst ihr sterben.

Die Schlange sprach zum Weib:

Sterben, sterben werdet ihr nicht, sondern Gott ist ́s bekannt, dass am Tag, da ihr davon esset, eure Augen sich klären und ihr werdet wie Gott, erkennt Gut und Böse.

Das Weib sah, dass der Baum gut war zum Essen und dass er reine Wollust den Augen war und anreizend der Baum, zu begreifen.

Sie nahm von seiner Frucht und aß und gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß.

Die Augen klärten sich ihnen beiden, und sie erkannten, dass sie nackt waren.

Sie flochten Feigenlaub und machten sich Schürze.“

Übertragung von Genesis, Vers 1, von Fabre d’Olivet

Fabre d’Olivet fasst den Namen der Schlange, „Nachasch“, im Sinn des „begehrenden Feuers“ oder der „Glut der Begierde“ auf. Er übersetzt den Text wörtlich, längst nicht so schön wie Martin Buber:

Catherine Coulter mit Herings Lachesis aus „Faces of Homoeopathy

„Nun die Glut der Begierde (Eigennutz, Neid Egoismus) -war- eine allgemeine Leidenschaft (ein blindes Prinzip) -der ganzen Tierheit- der elementaren Natur -welche gemacht hatte- er die Götter-

Und sie sagte (diese Leidenschaft) zu Aischah (die Willensfähigkeit Adams) -aufgrund von was erklärte- er die Götter - nicht werdet ihr euch nähren- von der ganzen Substanz - der organischen Umgebung...“

Das Wort „Nachasch“

Fabre d’Olivet beschäftigt sich mit der Wurzel des Wortes „Nachasch“, die im Hebräischen in dem Wort „Finsternis“ vorkommt. Es bedeutet auch etwas wie „innere Glut“ oder „zentrales Feuer“ , das sich in einer heftigen

Bewegung regt und sich auszudehnen versucht.

Das Chaldäische leitet eine Menge von Ausdrücken davon ab, die alle eine Beziehung zu Angst und Beklemmung haben, zu Schmerz und qualvollem Leiden.

Im Arabischen bedeutet der Stamm: schmerzhaftes Erdulden, ein Leiden; im Syrischen steht er für: eine ungestüme Bewegung;

im Äthiopischen schildert die Wurzel die Tätigkeit, sich auf eine Sache zu stürzen, sich heftig in eine Sache hinein begeben.

Im Hebräischen gibt es noch eine Reihe anderer Wörter für die Schlange. Mose hat sich gehütet, das Wort Nachasch zu gebrauchen, als er von der Schlange in der Wüste berichtete, die das Volk Israel wegen seines

Haderns mit Gott in Massen biss. Danach wurde ja eine eherne Schlange aufgerichtet. So ist es vielleicht richtig, das Wort Nachasch ganz locker zu verwenden.

Die Schichten, die von der Schlange angesprochen werden, sind sehr verschieden:

das Wasser, der Mond, die Mutter, die Fruchtbarkeit, im Tiefenpsychologischen etwa das Unbewusste. Auf das Objekt bezogen: die Sexualität, der Trieb. Auf das Subjekt bezogen: das Streben nach Vereinigung mit sich selbst, die Regeneration im Unbewussten. Philosophisch: die immaterielle Welt. Theologisch: das Nicht-Sein, der Urstoff der Schöpfung.

Zusammenschau der verschiedenen Interpretationsebenen

Das Paradies stellt die Einheit mit der Natur dar. Historisch ist es das Paläolithikum mit dem Land Mesopotamien, naturmythologisch das Land des Mondes, die Einheit von Sonne und Mond. Tiefenpsychologisch denken wir an die Kindheitserinnerungen, an vor- und nachgeburtlichen Eindrücke. Vom Subjekt aus die Einheit des Ich mit dem Unbewussten, theologisch betrachtet die Einheit mit Gott.

Der Akt, an dem die Schlange im hebräischen Mythos beteiligt ist und die dann zur Vertreibung aus dem Paradies führte, wird ja „Sündenfall“ genannt, obwohl dieses Wort in dem Bericht nie vorkommt. Im Neolithikum erfolgte wohl diese Ablösung von der Natur.

Tiefenpsychologisch vollzog sich damals auch die Ambivalenz der Gefühle, die Ambivalenz des Unterbewussten.

Philosophisch entspricht das in etwa der Bewusstwerdung. Die Angst spielt nun eine große Rolle im Bereich des Bewusstseins.

Theologisch könnte man das den Abfall von Gott nennen.

Anmerkung von Martin Buber zu dem Gespräch des Weibes mit der Schlange

„In diesem Gespräch geht es nun wunderlich genug zu. Die Schlange redet nicht nur doppelsinnig, sondern auch, als wüsste sie etwas ungenau, was sie offenbar ganz genau weiß.

„Obwohl Gott sprach: Esst nicht von allen Bäumen des Gartens....“ , sagt sie und bricht dann ab. Dann redet das Weib weiter. Auch das Weib spricht nicht ganz genau, sondern fügt Worte hinzu, die von Gott gar nicht gesprochen worden sind, etwa das mit dem Sterben.

Die Schlange bestreitet, dass man nach dem Genuss von diesem Baum sterben wird.

Es zeigt sich nachher, dass das ebenso wahr ist wie unwahr. Adam und Eva müssen keineswegs sterben, nachdem sie gegessen haben. Sie stürzen allerdings in die menschliche Sterblichkeit. Die Schlange spielt mit dem Wort Gottes, wie auch Eva damit gespielt hat.

Jetzt beginnt der Vorgang selbst. Das Weib sieht nicht nur, dass der Baum eine Wollust für die Augen ist. Sie sieht ihm auch etwas an, das eigentlich nicht zu sehen ist: wie gut seine Frucht schmeckt; dass die Frucht tauglich ist zum Begreifen. Es muss also eine Art Schauen gemeint sein. Es ist eine seltsame, traumhafte Art des Schauens. So in die Schau versunken und träumend, pflückt das Weib, isst, reicht die Frucht dem Mann. Er isst nun auch, von dem bisher überhaupt noch nicht erzählt worden ist. Das Weib erscheint traumgelüstig, der Mann geradezu traumlässig. Der ganze Vorgang ist aus Spiel und Traum gesponnen. Der Erzähler dieser Geschichte, dieses Mythos, lässt eine geheimnisvolle Ironie mitschwingen. Offensichtlich wissen die bei den Täter, Adam und Eva, nicht, was sie tun. Mehr noch: sie tun, was sie nicht wissen.

Was können wir den Lauten entnehmen?

Nach der hebräischen Sprache besteht das Wort „Nachasch“ aus drei Lauten. Der erste Laut, „Nun“, bedeutet „Fisch“ . Wir Deutschen erleben in dem Laut „n“ sowohl die Nähe des Berührenden wie auch das Abstoßen etwa im „nein“.

Wir empfinden also das Ambivalente der Gefühlswelt oder des Unbewussten. Dem „Fisch“ bedeutenden hebräischen Laut „Nun“ nähern wir uns sozusagen im Wässrigen der ganzen Ambivalenz zwischen „Nähe“ und „Nein“, was man beispielsweise im Eros erleben kann. Vielleicht wird das in den Krankengeschichten etwas plastischer. Nachasch, der Name für die Schlange, ist nicht der gewöhnliche Name für die Schlange; er kommt nur hier vor.

Eigentlich ist es ein Irrtum, hier das Tier Schlange zu verstehen. Das Wort meint das Listige, das Schleichende, die Begierde, die Leidenschaft, also alles, was in den Menschen einschleicht und ihn bewegt.

Der richtige Name für die Schlange erscheint erst bei Moses in der Wüste.

Der zweite Laut, „Cheth“, bedeutet als Wort „der Zaun“. Wir finden also das Begrenzende.

Man könnte, in Anlehnung an die Ausführungen von Herrn Wolff, auch sagen: Es ist etwas Fertiges, das aus der Evolution ausgeschieden wird. Auf einer anderen Ebene würde man das, was hier austritt, als Abgrenzung der individuellen Persönlichkeit auffassen.

Im Deutschen erleben wir das „ch“ als einen fauchenden Laut, wie er etwa beim Steigen einer Rakete oder bei einem schnell startenden Auto entsteht. Es bewegt sich also ein Gegenstand durch die Luft, und an der Begrenzung, am „Zaun“ ergibt sich dieser fauchende Laut. Gleichzeitig bildet sich das Gefühl für das Abgegrenzte, die Individualität.

Der dritte Laut, „Schin“ , meint ein schwer zu Begreifendes. Zum Beispiel den „Zahn“ oder auch den „Kopf“ . Er steht ebenso für „Begegnungswesen“ wie für die „Lebensstelle“ und signalisiert zudem noch „die Stirn“ oder „das dritte Auge auf der Stirn“.

„Schin“ schließt sowohl das „Bewusstsein“ wie den „Tod“ ein. Intellektuell lässt sich das Ganze nicht leicht fassen.

Vom deutschen Erleben her ist der Laut „sch“ am ehesten zu begreifen im Meeresrauschen. Das hat, wenn man nachts am Meer schläft, etwas sehr Beruhigendes und zugleich Gefährliches: man kann im Meer untergehen und ertrinken. Wir kommen hier in die Nähe des Todes oder, um es mit Goethe auszudrücken, in die Nähe der Metamorphose.

Name des Lautes:                                                                Name des Lautes:                                                          Name des Lautes:                                                               

Schin = Zahn                                                                        Cheth = Zaun                                                  Nun = Fisch

= Begegnungswesen                                                           Das Abgegrenzte                                                  Fisch = Welt

= Lebensstelle                                                                      Zahl 8                                                                        Zahl 50

= Stirn - 3. Auge                                                                                                                                                    Gedanke: Jona

= Kopf

                                                                      Zusammengezählt ergeben die Zahlen 358. Quersumme 16

Damit sind wir ein Stück weit eingedrungen in das Wesen dessen, was die Alten als Schlange erlebt haben.

Wir versuchen uns noch einmal diesem Wesen der Schlange zu nähern. Sie nimmt ja die Beziehung mit Eva oder Aischah auf, wie Fabre d`Olivet sagt.

Aischah ist ein Teil von Adam, der den hebräischen Namen „Isch“ trägt. Nachdem die Gottheit beschlossen hat, dass es nicht gut sei, wenn Adam allein bleibt, erschafft sie aus einer Rippe von ihm Eva. Und Adam benennt sie dann mit dem Namen „Ischa“ , er heißt sie also sozusagen „Männin“.

Die weibliche Form dieses Namens bedeutet im Hebräischen das Willenselement des Mannes, vielleicht ist das heute noch so. Wenn das Begehren, das Fabre d`Olivet an der Schlange betont, in die Willensfähigkeit hinübergleitet- wir sind ja alle zugleich Mann und Weib - , geschieht vielleicht das, was die hebräische Sprache mit jenen Buchstaben auszudrücken versteht. Sie meint etwas vom Ambivalenten der Gefühlswelt, vom Ambivalenten des Eros. Sie berichtet von der Möglichkeit, sich mit dem zweiten Laut als einen „Zaun“ abzugrenzen, sich abzusetzen im Sinne der Individualität.

Und schließlich auch mit dem dritten Laut, dem Auftreten des Bewusstseins. Gleichzeitig erscheint hier die Fähigkeit zur Metamorphose oder der Wandlung. Die Schlange führt zum Erkennen von Gut und Böse. Wir sind in der Nähe dessen, was Herr Wolff als „Opfer der Schlange“ bezeichnet hat. Ich denke dabei an das „Märchen“ von Goethe.

Bekanntlich entstehen die Begehrlichkeit und die Leidenschaft sehr leicht zwischen den beiden Polen Mann und Frau. Die Schlange entwickelt also die Chance, sich mit der Elementarnatur auseinanderzusetzen, auch mit dem, was im weiblichen Körper vor sich geht, wenn die Frau ein Kind gebiert, das sie aus ihren Stoffen gebildet hat.

Welche Organe sind dem Arzneimittelbild von Lachesis zugeordnet?

Wir wollen uns jetzt noch einen flüchtigen Überblick über das verschaffen, was uns im Arzneimittelbild im einzelnen begegnen wird.

Eines der Organe, das stark von Lachesis beeinflusst wird, ist die Schilddrüse. Von ihr sagt man, dass sie unser „soziales Organ“ sei.

Wenn die Schilddrüse zu stark in uns arbeitet, mischen wir uns mit der entstehenden Überfunktion in alles ein, was uns angeht oder auch nicht angeht. Arbeitet sie, wie bei der Hypothyreose, zu schwach, mischen wir uns überhaupt nicht ein, sondern sind träge. Die Dinge gehen uns wenig an. Zu diesem Organ der Einmischung und Nichteinmischung hat die Schlange eine deutliche und gute Beziehung.

Die Menschen, die homöopathisch Lachesis benötigen, machen oft ihren Kragen auf, weil sie keinen Druck an der Schilddrüse ertragen können. Auch Rollkragenpullis sind bei unseren Lachesis-Patienten nicht beliebt.

Das Venensystem

Betrachten wir einen Patienten mit Krampfadern, die manchmal daumendick sind, so kann die Vorstellung entstehen, dass an diesen Venen Schlangen hoch kriechen. Das Bild von Laokoon, dem Priester, kann auftauchen. Dieser Mann aus dem Trojanischen Krieg wird ja mit seinen beiden Söhnen von einer Schlange umwunden und schließlich erdrückt. Viele von Ihnen kennen die berühmte Marmorgruppe. Man kann sich, von ihr ausgehend, vorstellen, dass unsere Lachesis-Patienten äußerst ungern enge Strümpfe tragen.

Diese werden zwar vom Arzt verordnet, um der Stauung der Krampfadern entgegenzuwirken, aber nicht getragen, weil der Patient nichts Beengendes an den Beinen -wie am Leib oder Hals- haben kann.

Die Genitalorgane

Nach dem bisher Ausgeführten ist es wohl selbstverständlich, dass Lachesis eine Beziehung zum weiblichen Genitale hat. Das betrifft nicht die Sphäre, in der das junge Mädchen in die Epoche der Fruchtbarkeit eintritt.

Es gehört vielmehr zu jener Periode, in der die Frauen diese Epoche verlassen, also ins Klimakterium. Hier kommen die berühmten Kreislaufstörungen mit Hitzewallungen und Schweißen zum Vorschein, die vielen Patienten in die homöopathische Sprechstunde bringen. Sie wollen die Hormonbehandlung vermeiden. Lachesis ist hier eine große Hilfe.

Dabei finden wir im Zusammenhang mit der Menstruation ein Charakteristikum: Vor der Menstruation staut sich alles. Der Patientin ist es unwohl. Sie ist erregt und depressiv.

Sobald die Absonderung der Menstruation eintritt, wird es ihr besser. Das sollte man sich generell für das Arzneimittelbild von Lachesis merken: Absonderung bessert! Es kann natürlich auch einen Schnupfen betreffen, der durch Absonderung die Schmerzen einer Nebenhöhlenerkrankung bessert. Ganz im Vordergrund steht die Besserung während der Periode.

Lachesis und der Schlaf

Auch hier finden wir eine charakteristische Beziehung, die in den Arzneimittellehren ungefähr so ausgedrückt wird: Der Lachesis-Patient schläft sich in die Verschlimmerung hinein. Bei manchen Patienten geht das so weit, dass sie schon Angst vor dem Bett haben.

Der Schlaf ist zwar angenehm, aber das Erwachen furchtbar. Die ganzen Beschwerden sind dann da: Herzbeschwerden, Schilddrüsenbeschwerden, Beschwerden durch Thrombosen, depressive Beschwerden.

Die Beziehung kann auch in diesem Bereich nur durch die Ambivalenz hergestellt werden.

Auf der einen Seite haben wir gehört, dass Adam und Eva wie träumerisch, schlafend, diese Handlung vollzogen haben, also in einer Art von Halbschlaf oder Traumbewusstsein. Die Schlange selbst war wohl sehr bewusst. Auf der anderen Seite ist diese Hingabe an das Geschehen des Schlafes, diese Entspannung und Erholung, mit einem großen Vertrauen verbunden. Man lässt sich fallen, man überlässt sich fast kindlich der Macht des Schlafes.

Im Arzneimittelbild von Lachesis ist der Schlaf etwas Problematisches. Das trifft auch auf die Schlange zu, die ihre Lider eigentlich immer, wie im Schlaf, geschlossen hält. Sie hat keinen Lidschlag, dafür sind ihre Lider durchsichtig. Sie sieht durch sie hindurch. Der Schlangenblick besitzt etwas eigentümlich Lähmendes und Faszinierendes. Es ist ein merkwürdiger Blick. Er scheint aus dem Bewusstsein und zugleich aus dem Unterbewusstsein zu kommen.

Die seelischen Eigenschaften von Lachesis

In der homöopathischen Medizin ist Lachesis berühmt für die grundlose, tiefe Eifersucht, die Männer und Frauen gleichmäßig befallen kann. Sie macht sowohl den von der Eifersucht Betroffenen wie den Partnern einer grundlosen Eifersucht schwer zu schaffen. Dieses Misstrauen liegt tief im Seelengrund von Lachesis. „Obwohl Gott gesagt hat....? “

Das finden wir oft auch bei alten Patienten, denen im Altenheim dies und jenes wegkommt und die sogar der Arznei des Arztes misstrauen.

Eine andere Eigenschaft von Lachesis ist die Geschwätzigkeit, die Redseligkeit. Mit einer der vornehmsten Eigenschaften des Menschen, der Sprache, geht die Schlange, also der lachesisbedürftige Patient, so um, dass sich ein wahrer Schwall über uns ergießt.

Für den Arzt ist es oft in der Sprechstunde erlebbar. Man sollte daran denken, ob dieser Mensch vielleicht Lachesis braucht.

Wir haben einen weiten Weg zurückgelegt. Er reicht vom Verhalten der Schlange und dem hebräischen Mythos, in dem das Wort „Nachasch“ für die Schlange auftaucht, bis zu einigen Anknüpfpunkten im Arzneimittelbild von Lachesis.

Diese Gedanken sollen uns den Übergang in jenen Bereich erleichtern, der später an den Krankengeschichten dargestellt wird.

Der Menschentyp, der auf Lachesis anspricht

Die homöopathischen Arzneimittel, speziell Lachesis, sind etwa seit 140 Jahren im Gebrauch. Während dieser Zeit sammelten Generationen von Ärzten beträchtliche Erfahrungen darüber, welcher Menschentyp besonders gut auf Lachesis anspricht. Die Fähigkeit, solche Empfindungen in sich zu entwickeln und zu differenzieren, lernt der angehende Arzt leider nicht auf der Hochschule. Aber es kommt wohl bei uns allen einmal vor, dass wir, meist von einer Frau, sagen, sie sei „eine richtige Schlange“.

Was reagiert da in uns? Es ist ein mehr negativer Eindruck, den wir damit preisgeben, eine Art Warnung an uns selbst, dass es richtig sei, mit diesem Menschen behutsam umzugehen. Er könnte uns sonst seine Giftzähne fühlen lassen.

Der alte homöopathische Arzt Emil Schlegel in Tübingen hatte die Eigenschaft differierenden Erkennens in hervorragender Weise an sich. Sein Sohn, Oswald Schlegel, mit dem ich lange Jahre zusammengearbeitet habe, saß Jahre neben ihm. Er paßte genau auf und fragte auch oft, wie der Vater das mache.

Emil Schlegel hat nichts verraten. Man konnte höchstens die Antwort von ihm bekommen: „Gib ihr eben Lachesis, dann wirst Du`s schon sehen!“

Auf Nachfragen hat er einmal gesagt, wenn der Sohn sich zwölf Jahre lang intensiv und ordnungsgemäß mit der homöopathischen Behandlung und den Arzneimittelbildern befasse, werde sich diese Fähigkeit ganz von selbst in ihm entwickeln. Oswald Schlegel erklärte mir jedoch, er hätte das zu seinem großen Bedauern nie bemerkt.

Nun, derartige Begabungen liegen vielleicht mehr auf der weiblichen Seite, auch bei uns Männern. Das würde bedeuten, dass wir uns unvoreingenommen beobachten und diese Gabe dann in uns zur Entfaltung bringen können.

Sollte uns das nicht gelingen, bleibt immer noch die Möglichkeit, auf die Erfahrungen anderer homöopathischer Ärzte im Sinne des Arzneimitteltyps zurückzugreifen.

Konstantin Hering beispielsweise fiel auf, dass Lachesis besonders bei Menschen wirkt, die depressiv veranlagt sind. Das kommt bei Frauen häufig in den Tagen vor der Regel zum Durchbruch. Sie werden also trübsinnig, depressiv und gereizt. Sobald die Blutung beginnt, wird die Stimmung besser.

Das ist ein wertvolles Lachesis-Symptom: Absonderung bessert!

Häufig sind die Patienten, die Lachesis brauchen, in Muskulatur und Knochenbau schwächlich. Sie haben eine blasse Haut, sind gegen Erkältung anfällig und psychisch recht labil. Sie neigen dazu, allem, was ihre Sensibilität belasten könnte, auszuweichen. Ihre Tragfähigkeit ist gering, die Fähigkeit zu leiden ausgesprochen schwach. Das wissen sie selbst. So erwecken die Lachesis-Patienten manchmal den Eindruck, zur Bequemlichkeit zu neigen.

Die Grundeigenschaften unserer Lachesis-Patienten sind eine pessimistische Einstellung, die mit Kritik und Misstrauen verbunden ist. Andererseits können sie auch sehr lebhaft werden, vor allem, wenn sie eifersüchtig sind.

Das geht bei ihnen nicht so schnell vorbei; oft bleibt ein Stachel zurück. Im allgemeinen Verhalten sind sie aufgeweckt, geistig interessiert und verfügen über Phantasie, besonders am Abend. Oft sind es Nachtmenschen, Nachtarbeiter. Morgens kommen sie schlecht aus dem Bett. Da können wir an der Eigenschaft anknüpfen, dass sich der Lachesis-Patient nach dem Schlaf nicht gut fühlt.

Das kann sich so auswirken, dass die Lachesis-Patienten gerne Reizmittel nehmen. Das Rauchen ist bei beiden Geschlechtern sehr beliebt. Alkohol können sie allerdings nicht gut vertragen. Daran kann man Lachesis oft erkennen. Schon ein Schluck Wein bekommt ihnen schlecht.

In der Sprechstunde wirken diese Menschen, die häufig sehr leiden, eher hochmütig und eingebildet, manchmal auch ängstlich. Sie erwecken unsere Sympathie nicht sofort, wie das beispielsweise bei Patienten der Fall ist, die Kalzium benötigen. Hinzu kommt ihre kritische, misstrauische Einstellung, etwa die Furcht, vergiftet zu sein, oder die Arzneien könnten ihnen schaden. Nicht selten ist der Anlass, zum homöopathischen Arzt zu gehen, der Waschzettel des vom Hausarzt verordneten Medikaments. Bei der geringen Tragfähigkeit von Lachesis ist die Vorstellung, möglicherweise alle dort aufgeführten Störungen zu bekommen, fast unerträglich.

Wir haben nun den allgemeinen Typ des Lachesis-Patienten beschrieben, der natürlich nicht immer vorliegen muss, und wollen uns jetzt einem Kranken zuwenden.

Hyperthyreose mit Hypertonie

Die 54-jährige Frau, die in die Sprechstunde kommt, ist erregt und außer sich. Sie berichtet zunächst vom Schicksal ihrer Tochter. Diese ist 19 Jahre alt und erwartet ein Kind. Das Kind soll dann zur Mutter kommen; sie soll es aufziehen, weil die Tochter es nicht bei sich haben kann.

Das regt die Patientin derartig auf, dass sie nicht mehr schlafen kann. Der Anspruch an sie hat, wie man leicht feststellt, ihre Schilddrüse erwischt. Am Tag, mehr noch bei Nacht, kommt es zu Anfällen von Angst. Angstanfälle sind für Lachesis typisch. Es ist nicht die Existenzangst von Arsen, auch nicht die Angst durch Druck wie bei Aurum.

Es ist die Angst durch Umschlingung. Die Frau wird sozusagen vom Anspruch dieser Situation umschlungen, wie wir es bereits von den Kleidern gehört haben. Sie kann es nirgendwo aushalten, weder im Haus, noch in engen Räumen. Sie muss fortlaufen und rennt in die Stadt. Nachts geistert sie durch die Straßen. Sie geht überall hin, wo man sie nicht kennt. Fast zwanghaft kommt der Gedanke auf, dass sie sich überfahren lassen will.

Nach einigen Stunden kehrt sie nach Hause zurück, völlig erschöpft. Die Angst ist immer noch da. Sie findet auch jetzt keine Ruhe. - Soweit der Spontanbericht.

Ich frage nach, ob ein solcher Zustand schon einmal aufgetreten sei. Sie antwortet, dass sie vor einigen Jahren eine Totaloperation wegen eines Myoms durchmachen musste. Auch damals sei diese Angst aufgetreten. Seitdem ist sie natürlich in der Menopause.

Damals war sie 48 Jahre, jetzt ist sie 54 Jahre alt. Außerdem hat sie vor vielen Jahren eine Schilddrüsenoperation wegen Schilddrüsenüberfunktion mitgemacht.

Eine richtige Anamnese bringen wir nicht zusammen. Die Frau ist viel zu erregt. Immerhin haben wir den Hinweis auf die Schilddrüse; dazu kommt der Zusammenhang mit der Myomoperation und dem Genitale, außerdem die große Angst und Ruhelosigkeit. Zur Sicherung kann man noch einige Fragen stellen und erfährt, dass die Patientin das Kühle sucht, Sonne kann sie nicht vertragen. Das ist für Lachesis sehr charakteristisch.

Die körperliche Untersuchung ergibt eine Hypertonie mit 198/60, die Herztätigkeit ist beschleunigt, der Puls 98 in der Minute, deutlicher Tremor, Augenveränderungen typisch.

Die Patientin bekommt Lachesis 6 LM, morgens und abends je 3 Tropfen. Nun werden Sie die wunderbaren Wirkungen von Lachesis erkennen, wie sie fast jedem homöopathischen Arzt geläufig sind:

Nach 8 Tagen kommt die Frau wieder und ist wie verwandelt. Die Angst ist leichter geworden, der Schlaf besser, die Unruhe hat nachgelassen. Der Blutdruck ist von 198 auf 148 systolisch zurückgegangen. Trotzdem ist sie immer noch mager, untergewichtig und in ziemlicher Unruhe. Die von ihr sehr deutlich ausgesprochene Besserung entspricht also nicht dem objektiven Eindruck. Aber wir erleben etwas anderes: das erste Hering`sche Gesetz. Es besagt, dass eine positive Wirkung des homöopathischen Mittels zu erwarten ist, wenn die Heilung von innen nach außen geht. Das bedeutet in diesem Fall: Angst und Unruhe sind besser, Schilddrüsenüberfunktion, Magerkeit und Schwäche allerdings noch nicht. Wir müssen unbedingt bei unserem Mittel bleiben.

Nach weiteren 14 Tagen erscheint die Frau wieder. Nun fühlt sie sich offenkundig wohler und sieht der Geburt des Enkelkindes mit einiger Fassung entgegen. Ich gehe nun über auf Lachesis 12 LM, morgens und abends 3 Tropfen.

Nach der vierten Konsultation ist die Entbindung der Tochter erfolgt. Die Geburt hat die Patientin natürlich belastet. Der Blutdruck ist wieder angestiegen: 172 systolisch.

Sie bekommt jetzt Lachesis 18 LM, abends 5 Tropfen. Ganz befriedigt berichtet sie, dass sie die Rolle der Großmutter sehr gut spielen könne. Die Freude am Enkelchen ist schon erwacht! Das Kind ist aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken.

Aus dem Gesamtbild geht die Redseligkeit bzw. Geschwätzigkeit von Lachesis deutlich hervor. Auch jetzt sprudelt es aus ihr heraus wie aus einer Quelle. Dieser Zug hat sich noch nicht gebessert. Wenn auch bei allen Lachesis-Patienten die Neigung zum Weglaufen vorhanden ist, so finden wir auch häufig eine Reiselust. Die Frauen reisen von einem Ort zum andern, von einem Enkelkind zum andern; sie machen eine Schiffsreise, dann eine Flugreise. Überall auf der Welt suchen sie Ruhe und finden sie nirgends. Natürlich können wir die Diagnose Schilddrüsenüberfunktion mit Hypertonie dafür einsetzen. Im Grunde genommen handelt es sich um die Arznei-diagnose Lachesis.

Verbindung zum Lachesis-Mythos

Hier möchte ich zurückgreifen auf das, was wir bereits über den Namen der Schlange gehört haben. Da ist die Nähe zum ersten Laut der Schlange Nachasch, zu „Nun“, der den Fisch und das Ambivalente zwischen Oberbewusstsein und Unterbewusstsein, das Ambivalente der Gefühlswelt bedeutet: Sicherlich hat sich die Patientin sehr auf das Enkelkind gefreut. Andererseits hatte sie eine fürchterliche Angst: Wie soll ich das schaffen?

Die Patientin wurde im Laufe der Zeit recht gesund und hat wieder an Gewicht zugenommen. Ich höre noch manchmal von ihr, dass sie nun eine glückliche Großmutter ist.

Das Enkelchen wurde inzwischen ihr Lebensinhalt. Das Schicksal der Tochter hat sich in den Augen der Mutter gut gelöst; ich weiß die Einzelheiten nicht mehr genau.

Reaktive Depression mit schweren Träumen

Eine 50-jährige Frau kommt wegen zahlreicher Beschwerden in die Sprechstunde. Wenn der homöopathische Arzt damit überschüttet wird, fragt er gern: „Was denken denn Sie, woher diese ganzen Störungen stammen?

Es ist also die Frage nach der Ursache oder, homöopathisch ausgedrückt, die Frage nach der Causa: Was im Lebenslauf hat diese Krankheitsstörung ausgelöst? Wir sind erstaunt, wie oft wir eine exakte Antwort erhalten.

Die Frau erzählt, alles habe im Krieg angefangen. Ihr Mann, ein Beamter, war Nazigegner und wurde damals angezeigt. Darauf erfolgte seine Einberufung zur Wehrmacht. Er ist aus Russland nicht mehr zurückgekehrt, er ist dort gefallen. Die Leute, die ihn denunziert haben, sind noch da und wohnen im Haus neben ihr. Verständlich, dass sie dadurch belastet wird. Sie muss mit ansehen, wie es diesen Menschen gut geht, die denunziert haben.

Sie selbst lebt allein und hat ihren Mann verloren.

Nun entwickelt sich etwas Merkwürdiges. Vielleicht würden die meisten aus einer solchen Wohnung ausziehen, damit sie nicht ständig mit der traurigen Tatsache konfrontiert werden. Unsere Patientin hat das nicht getan. Sie ist dort geblieben. Es hat sich eine Art Wahn entwickelt. Damit hängt vielleicht auch der Traum zusammen, den sie anlässlich der ersten Konsultation erzählte.

Homöopathisch sind die Träume von großer Bedeutung, und zwar vom Allgemeinen her. Darüber gibt es im Kent ́schen Repertorium viele Seiten, noch mehr im Synthetischen Repertorium von Barthel-Klunker. Unsere Aufmerksamkeit wird besonders auf Träume hingelenkt, die immer wiederkehren. Oder auch auf sehr eindrucksvolle Träume. Wir brauchen nicht etwa, wie die Psychoanalyse, den ganzen Zusammenhang aufzudecken.

Das Traummotiv ist für uns das Wichtigste.

Im Traum steht unsere Patientin in einer Metzgerei und tut etwas, das sie früher jahrelang gemacht hat: sie zerhackt Fleisch. Dabei ist ihr ganz klar, dass dieses zerhackte Fleisch ihr Mann ist. Zwar ist es Tierfleisch, das sie in der Metzgerei zu verkaufen hat. Trotzdem weiß sie bestimmt, dass das, was sie jetzt zerhackt, mit ihrem Mann identisch ist. Plötzlich erscheint ihr dann der Mann im Traum und geht auch im Traum wieder von ihr weg.

Wie gesagt, sie ist sich dessen ganz sicher.

Ein derart eindrucksvoller Traum kann als sogenanntes Schlüsselsymptom verwendet werden. Es gibt nicht viele Mittel für diesen Traum, ich möchte da jetzt nicht im Einzelnen darauf eingehen.

Lachesis ist jedenfalls dabei. Für die Mittelwahl müssen wir noch das Klimakterium der Frau, die nun 50 Jahre alt ist, berücksichtigen. In dieser Periode des weiblichen Lebens ist Lachesis eines unserer wichtigsten Mittel.

Die Patientin bekam Lachesis 18 LM, abends 5 Tropfen.

Es hat ihr geholfen. Die Unruhe und die wahnhafte Vorstellung, dass sie von den Nachbarn noch immer verfolgt werde, sind verschwunden. Das Wichtigste aber ist, dass sie der artige Träume nicht mehr träumt.

Es ist interessant, was die Patientin nach der vierten Konsultation erzählte: sie suche sich eine neue Wohnung. Tatsächlich zog sie aus ihrem belasteten Domizil aus. Irgendwo erfolgte eine Lockerung.

Lachesis und der mythologische „Zaun“

Wenn wir noch einmal an den Schlangennamen Nachasch denken, so befinden wir uns auch hier immer noch im Bereich der ersten Konsonanten „Nun“, wobei schon der zweite „Cheth“, hereinspielt.

Für den Laut „Nun“, der ja dem Fisch zugeteilt ist, spricht wieder das Ambivalente: einerseits die Liebe zu dem Mann, andererseits der Traum, in dem die Frau ihren Mann zerhackt. Ich möchte auf dieses Problem von

der Tiefenpsychologie her nicht eingehen, zumal ich wenig davon verstehe. Für uns ist das Bild wichtig.

Das merkwürdige Festhalten an der belastenden Situation geht einen Schritt weiter. Es ist, als wäre ein Zaun, eine Grenze, um die Frau herumgezogen. Wir haben gehört, dass der Laut „Cheth“ = Zaun bedeutet.

Zum dritten Laut „Schin“, bestehen noch keine Beziehungen. Da taucht das Bewußtsein auf. Offenbar lief bei unserer Patientin alles im Unterbewusstsein. Sie hatte eben den Einfall, aus ihrer Wohnung auszuziehen und eine neue Wohnung zu beziehen.

Ihrer Persönlichkeitsstruktur nach bestand wohl kein Bedürfnis, mit dem Erlebnis des Traums und dem gesamten Vorgang bewusst umzugehen.

Von jungen Kollegen werde ich oft gefragt, wie es denn möglich sei, dass eine homöopathische Hochpotenz, in diesem Fall Lachesis, einen seelischen Konflikt lösen könne. Nach der Vorstellung der Psychotherapie müsse dieser Konflikt doch aufgedeckt und bearbeitet werden. Ich möchte dazu sagen, dass wir uns wohl keine ganz zutreffende Vorstellung davon machen, wie eng Leib, Seele und Geist miteinander zusammenhängen, solange wir auf der Erde leben. Otto Leeser meinte, dass dies alles eine Einheit und die Trennung in einzelne Bereiche nur eine denkerische Fiktion sei.

Möglicherweise nimmt unser Unterbewusstsein ziemlich genau wahr, was in der vom homöopathischen Arzt ausgewählten Arzneigabe in eine solche Situation wie bei dieser Frau hereinkommt. Das Unterbewusste erkennt die Ambivalenz, es erkennt die Umschlingung, die Befreiung kann erfolgen.

Das ist natürlich nur ein Erklärungsversuch. Jedenfalls möchte ich auf den engen Zusammenhang hinweisen.

Diskurs über die Schlangengifte

Benno Ostermayr hat in der „Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren“ im Dezember 1983 eine Arbeit über die homöopathische Schlangengift-Therapie gebracht. Daraus entnehme ich die Fakten über das Schlangengift und seine Wirkung, wobei in der homöopathischen Therapie Lachesis das Hauptschlangengift darstellt.

Bei den Giftdrüsen der Schlangen handelt es sich um Speicheldrüsen. Schlangengifte sind als hochwirksame Sekrete aufzufassen, deren biologische Funktion in der Lähmung und Tötung des Beutetiers und in der Unterstützung seiner Verdauung liegt.

Schlangengifte stellen komplexe Mischungen organischer und anorganischer Substanzen dar. Der Wassergehalt des Giftes beträgt 50 - 70%. Das wasserfreie Rohgift besteht bis zu 90% aus Proteinen, die größtenteils toxisch und biologisch hochaktiv sind.

Bis jetzt sind mindestens 26 Schlangengiftenzyme bekannt, wobei die meisten zur Gruppe der Hydrolasen gehören. Zwölf dieser Enzyme sind in allen Giften zu finden. Die Forscher Iwanaga und Suzuki haben gefunden, dass die Schlangengiftenzyme auf folgenden Wegen ihre Wirkung entfalten:

1. Durch lokale Verletzung der Kapillaren und Gewebezerstörung. Dabei werden die entsprechenden Enzyme angesetzt.

2. Durch koagulierende und fibrinolytische Effekte. Dabei werden ebenfalls die entsprechenden Enzyme angesetzt.

3. Durch Hervorrufung einer akuten Hypotension mit Schmerzsymptomatik.

Auch hier sind entsprechende Enzyme vorhanden.

Wir hören nun von einer Patientin mit einer solchen Störung: Blutgerinnungsstörung

1972 kam eine 33-jährige Frau in die Sprechstunde. Sie berichtete, dass sie seit 1971 unter Blutflecken an den Druckstellen des Körpers leide, besonders nach dem Turnen oder nach einem heißen Bad.

Vom Hausarzt wurde sie zunächst in die Universitätsklinik nach München, später in die zuständige Klinik der Universität Ulm, zwecks ambulanter und stationärer Beobachtung geschickt.

Allen machte die Diagnose große Schwierigkeiten. Eine eigentliche Gerinnungsstörung konnte nicht nachgewiesen werden. Man sprach von einer Vaskulitis auf toxisch-allergischer bzw. hyperergischer Basis. Sie bekam ziemlich scharfe Behandlungen, zunächst mit Cortison, später längere Zeit eine immunosuppressive Behandlung mit Imurek.

Das alles führte die Frau sehr exakt aus.

Sie hat zwei Kinder, arbeitet in der eigenen Molkerei und steht seit 14 Jahren unter großer beruflicher Anspannung. Dabei hat sie viele Tabletten genommen, teils zum Schlafen, teils gegen Schmerzen. Außerdem hat sie die Pille eingenommen und viel Kaffee getrunken.

Die Frage des homöopathischen Arztes nach der Ursache beantwortete sie wiederum exakt: „Der Tod des Vaters am Infarkt 1971 und der Tod der Mutter aus Kummer über den Tod des Vaters 1972 hat diese Blutfleckenkrankheit jeweils verschlimmert.“

Die homöopathischen Symptome sprachen eindeutig für Lachesis. Ich darf sie hier übergehen.

Die Patientin bekam Lachesis 12 LM, morgens und abends 5 Tropfen. Nach einem Monat kam sie wieder und berichtete, die Blutfleckenkrankheit oder, wissenschaftlich gesagt, die Vaskulitis auf toxisch-allergischer Basis, sei verschwunden. Darüber war die Frau erstaunt, ebenso der Hausarzt. Die Störung trat später nie wieder auf. Ich habe die Patientin noch zweimal bestellt, um eine längere Beobachtung zu haben. Sie hat Lachesis 18 LM, später 24 LM, jeweils noch einmal wöchentlich, wegen der so lang anhaltenden, schweren Störung genommen. Es ist keine Blutung mehr aufgetreten.

Wie so manchmal bei einer homöopathischen Behandlung beobachteten wir auch hier eine unbeabsichtigte Nebenwirkung.

Während der Blutfleckenkrankheit wurde die Periode schwach und schwächer. Die Libido nahm ab und hat schließlich ganz ausgesetzt.

Etwa zwei Monate nach dem Einnehmen von Lachesis kam die Periode wieder und wurde deutlich stärker. Die Schlafstörung verschwand allmählich, die Libido wurde wieder normal. Ebenso hat sich eine

chronisch-rezidivierende Pyelitis mit Kreuzschmerzen und Blaseninsuffizienz fast vollkommen gebessert.

Eine geringe Blaseninsuffizienz blieb zurück.

Nicht gebessert hat sich die Migräne, die schon vor der Blutfleckenkrankheit vorhanden war, während ihrer Dauer verschwand und nachher wieder auftrat.

Lachesis und der Bewusstseinsbereich im Mythos

Hier werfen wir wieder einen Blick auf den Mythos und überlegen erneut den Schlangennamen Nachasch.

Das, was im Bereich des ersten Konsonanten, Nun, liegt, die Ambivalenz der Gefühle, taucht hier nur ganz am Rande auf. Im Vordergrund steht die Blutfleckenkrankheit, also die Gerinnungsstörung. Später hören wir von Der Wirkung auf das weibliche Genitale, was sozusagen unbeabsichtigt mitgeheilt wurde. Das könnte man vielleicht noch in den Bereich von Nun einordnen.

Der zweite Laut, Cheth, der Zaun bedeutet, tritt hier etwas deutlicher in Erscheinung, steht jedoch auch nicht im Mittelpunkt. Natürlich sind der berufliche und der familiäre Rahmen, die Überanstrengung, von großer Bedeutung. Insofern tritt hier auch der Zaun auf, der die Patientin selbst ist, und zwar in der Weise, dass sie durch die Krankheit, die unter der Einwirkung von Lachesis stand, fast ausgedrängt wurde aus ihrem sehr geliebten Beruf im elterlichen Geschäft, und auch recht eingeschränkt in ihrem Bereich als Hausfrau und Mutter. In ziemlich rätselhafter Art und Weise war die Einschränkung im ehelichen Bereich mit diesem Vorgang verbunden.

Die Periode wurde schwächer, die Libido bei der an sich guten Ehe verschwand.

Völlig durchschauen können wir den Vorgang nicht.

Der Zusammenhang mit dem Genitale und der Libido ragt jedoch schon in den dritten Laut, Schin hinein, der ja „Zahn“ bedeutet. Die Blutfleckenkrankheit als solche konnte von der Patientin kaum beeinflusst werden.

Der Libidoverlust und die Gefährdung der Ehe reichen allerdings in den Bewusstseinsbereich.

Abschluss des Lachesis-Bildes Ich möchte zum Abschluss vom hebräischen Mythos zum griechischen Mythos überwechseln. Dabei beziehe ich mich auf die Erkenntnis, die die Tiefenpsychologie herausgearbeitet hat.

Ich streife auch das, was Goethe im zweiten Teil des „Faust“, im Zusammenhang mit Faust`s Gang zu den Müttern, darstellte.

Diese Mütter wurden bei den Griechen Moiren genannt. Sie spinnen das Schicksal, die Moira. Dem Schicksal sind auch die Götter unterworfen. Sie können lediglich Einblick gewinnen, das Schicksal jedoch nicht eigentlich beeinflussen. Drei Moiren sind bekannt:

Klotho, welche „die Spinnerin“ bedeutet. Sie hält den Spinnrocken.

Lachesis, die sich von dem griechischen Wort „Ianchanein“ = zuteilen, ableitet. Sie spinnt.

Atropos, der Dritte der Moiren, bedeutet „die Unabwendbare“. Sie schneidet den Lebensfaden ab.

Wir können auch an die drei Parzen denken, oder an die drei Nornen, wie sie beispielsweise bei Richard Wagner auftreten.

Die Namen Klotho und Lachesis sind als Schlangennamen bekannt. Der Name Atropos findet sich bei einer Pflanze, der Atropa belladonna. Dabei handelt es sich um ein Nachtschattengewächs. Auch Belladonna spielt in der homöopathischen Medizin eine Rolle. Sie ist ebenso groß wie die von Lachesis.

Klotho gehört gleichfalls zum homöopathischen Arzneimittelschatz. Sie hat allerdings nicht diese überragende Bedeutung.

Aus diesem Bild vermögen wir für die Rolle des Schlangengiftes von Lachesis ein gewisses Bewusstsein entnehmen. Ich zitiere zunächst einen lateinischen Vers:

Die drei Moiren sind Töchter einer Titanin. Sie trägt den Namen Nyx, zu deutsch „die Nacht“. Vielleicht mag der eine oder andere an die Beschreibung von Faust ́s Gang zu den Müttern denken, bei dem es sich um eine viel größere Anzahl von Müttern handelt. Faust hat ja die Aufgabe, um Helena aus der Unterwelt zu beschwören, den dort stehenden Dreifuß mit seinem Schlüssel zu entführen. Dieser blitzende kleine Schlüssel, der ihm den Weg bahnt, wird ihm von Mephisto übergeben. Insgesamt kann diese Szene, die bei Faust auf der „Finsteren Galerie“, also in der Nacht, vor sich geht, einen recht düsteren Eindruck erwecken, da sie weitgehend im Unterbewusstsein spielt.

Wer mit der Meditation vertraut ist, wird die Worte Mephistos nicht ganz fremdartig finden:

„Versinke denn! Ich könnt’ auch sagen: Steige!“ oder: „Versinke stampfend, stampfend steigst du wieder.“

Es sind meditative Vorgänge, die an das von C.G. Jung beschriebene Erlebnis erinnern, wie er sich erstmals ins Unterbewusste versenkte und dann in eine Art Kloake unter seiner Wohnung gelangte, auf der eine Leiche heranschwamm.

Mit all diesen Bildern und Aussagen möchte ich keine Behauptungen aufstellen, sondern lediglich Bilder beleben. Der feste Rahmen ist das Arzneimittelbild von Lachesis. Was wir auf der Lahnhöhe versuchen, stellt eine Gewisse Deutung dessen dar, was bei Lachesis mit Hilfe des Mythos und der Anschauung von Rudolf Steiner auftreten kann.

 

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