Antimonium Anhängsel

 

[M. Amann]

Ant-met = Stibium metallicum AMB+             Stark Struktur bildend, deshalb in der anthroposophischen Medizin angewandt bei Geschwüren der Haut und der Verdauungswege, Asthma, Allergien, Herzrhythmusstörungen, Verstimmung und "Störungen von Antrieb und Gedächtnis" w. Psora, gichtisch-rheumatische/luesinische Diathese.

 

Ant-o.             Die weißen Flores Antimonii, beim Rösten von Antimonit entstanden, schätzte Paracelsus als Lebermittel.

Schwäche, Beschwerden in der LWS, zum Stabilisieren der Psyche.

 

Ant-ars. = Stibium arsenicosum AMB+ für ganz verfahrene Fälle mit schlechtem Energiestatus. Atemwege und Lunge sind gewöhnlich beteiligt. Starke Dyspnoe, Emphysem, Lungenverschleimung, Asthma. Krankheit verängstigt Patienten.

 

Ant-m. Von den Iatrochemikern (Iatrochemie/Chemiatrie/Chemiatrik/Chymiatrie ist von Paracelsus im 16. Jahrhundert begründete medizinische Schule) gern verwendetes Korrosivum, fast vergessen. Asthenie, Krebs.

 

Ant-br. Brom wirkt auf die Psyche, auf die Innervation der Organe und endokrine Drüsen. Antimon wirkt strukturierend. Antimonbromid also als Impulsgeber zur Behandlung chronischer unter den obengenannten Fällen.

 

Ant-i. hartnäckige Lungensymptome, Reaktionsvermögen des Patienten eingeschränkt.

Heftiger Husten, Asthma mit viel Sputum. Pollenallergie. Abhusten erschwert. Elender Patient. Resolvens. Als Antibiotikaersatz versuchen.

 

Ant-c. = Antimonit = natürliches Antimon-III-sulfid. Antimonit ist nicht reines Antimonsulfid, sondern enthält etwas Arsen, Bismut, Kupfer, Silber, Gold, Zink, Eisen und Blei (durchschnittlich 2%).

Das homöopathische Arzneimittelbild bezieht sich auf diese Stoffmischung. (Im Handel ist auch reines Stibium sulfuratum nigrum).

Ganz chronisches Mittel. Immer sind Haut und Verdauungswege befallen. Verschiedenste Symptome treten gleichzeitig o. im Wechsel auf. Statt Angst wie bei Arsen tritt Missstimmung auf.

Bulimie, Fettsucht, Gicht, Rheuma.

Die anthroposophische Medizin nennt "entzündlich-degenerative Nervenerkrankungen" und "Störungen der seelischen Geschlossenheit".

Psora, luesinische, gichtisch-rheumatische und sykotisch.

 

Ant-s-aur = Stibium sulfuratum aurantiacum Lungenmittel (Verschleimung/trockenem Husten/andere Antimonzubereitungen versagen). Hautjucken. Auge.

 

Hydrargyrum stibiato-sulfuratum.

 

Calc-st-s = Calcium stibiato-sulfuratum viele Stoffwechselfunktionen des Calcium mittels Antimon und Schwefel werden angeregt. Chronisches Mittel, bei miasmatischer Mischdiathese versuchen. Kolika mucosa, Colitis ulcerosa. Bei Blutungen aller Art.

 

Calc-st-s = Calcium stibiato-sulfuratum und Hydragyrum stibiato-sulfuratum wirken an der Schnittstelle von Leib und Geist oder, zeitgenössisch ausgedrückt, für Probleme des Fachs Psychoneuroimmunologie. Psychische Einstellung und Parasitenbefall haben anscheinend eine Beziehung zueinander. Beide Mittel bei Problemerregern versuchen.

 

Aeth-a. Eindeutige Wirkung im Lunge-Dickdarmsystem, Kolika mucosa, Colitis ulcerosa, Milchschorf, Psoriasis, Zosterfolgen. Skrophulose, tuberkulinische/luesinische Diathese. Element Metall in der Traditionellen chinesischen Medizin.

 

Dyskrasit = Silberantimonid

 

Pyrargyrit = Silber-Antimonsulfid Zur Silbertherapie der Psyche. Chronische Entzündung der Verdauungs- und Harnwege "mit entsprechenden seelischen Begleiterscheinungen".

 

Berthierit = Eisenantimonsulfid Zur Eisentherapie der Psyche.

 

Ant-t. = Kalium stibyltartaricum = Tartarus stibiatus       

Die organische Komponente verbessert die Wirkung. Weinsäure prägt die Verbindung als chronisches Sal-Mittel. Bewährtes Lungenmittel, starke Schweißbildung. Schmerzen LWS, Sacrum. Schläfrig und benommen.

Kinder- und Greisenmittel.

 

[Dagmar Uecker]

Antimon ist ein silberweißes Metall mit einem intensiven Glanz. Seine Kristallstrukturen bilden hexagonal blättrige Formen, die wie Schneeflocken aussehen. Die radiären Strahlenbündel des Kristalls streben

von der Erde weg und strecken sich geradlinig in den kosmischen Raum. Antimon löst alle Metalle auf, es erlöst sie gewissermaßen aus der dunklen Umarmung mit dem Erdhaften. Als einzige Substanz vermag das Antimon das reine Gold aus Silbererzen zu befreien. Es weist alle magnetischen und elektrischen Kräfte ab.

Antimon wehrt sich anscheinend gegen das ‘Erdig-Werden’, gegen jede Erstarrung und strebt von der Erde weg hin zum Ätherischen.

System der Elemente steht es an der Grenze zwischen Metallen und Nichtmetallen.

Aus dieser Sicht ist es ein direktes Gleichnis zum Menschen, der ebenfalls zwischen Himmel (den planetaren Metallen) und Erde (den Mineralstoffen) steht und die Aufgabe der versöhnenden Vermittlung zwischen dem Oben und Unten hat.

Es ist als Spurenelement im Gegensatz zu den Planetenmetallen nicht im menschlichen Organismus enthalten, es wirkt gleichsam von außen in ihn hinein.

Antimon, das im Altertum den Namen Stibium trug, hat eine lange und sehr besondere Geschichte im Rahmen der menschlichen Kultur. Für die Heilkunst hatte es bereits im 3. Jahrtausend vor Christus in Ägypten große Antimonium metallicum

Das Martyrium des Antimons war damit noch nicht zu Ende. 1803 fand der britische Oberst Shrapnel in antimonhaltigen Substanzen eine geeignete Möglichkeit, Hartbleikugeln herzustellen. Die Shrapnelkugeln

wurden zu Hauptkampfgeschossen für viele kriegführenden Staaten. So geriet das vergessene Heilmittel in die tragische Rolle, zu einem Tötungsmittel missbraucht zu werden.

Erst durch die Entwicklung der Granate 1916/17 wurde das Antimon aus seiner traurigen, todbringenden Rolle entbunden, und der Weg wurde frei, um durch die geisteswissenschaftlichen Betrachtungen

Rudolf Steiners einen völlig neuen Zugang zu der besonderen Heilwirkung von Antimon zurück zu gewinnen.

Bis zum Beginn des letzten Jahrhunderts war die Heilkraft des Antimons aus dem offiziellen medizinischen Bewusstsein verschwunden. 1908 noch schrieb Penzold in seinem „Lehrbuch der klinischen Arzneibehandlung“ den lapidaren Satz über Antimon: „ Entbehrlich, da es nur ein wirksames, aber unzweckmäßiges Brechmittel, den Tartarus stibiatus (Brechweinstein) liefert.“

So erlangen wir durch die intensive Auseinandersetzung Rudolf Steiners mit dieser außergewöhnlichen Substanz viele völlig neue Verständnisebenen, die uns der Wesenskraft dieses Metalls näherbringen und die therapeutischen Möglichkeiten ergreifen lassen, die in der paracelsischen Heilkunst und alchemistischen Aufbereitung der Wirkkräfte bereits bekannt waren.

Antimon hat eine große Affinität zu Schwefel und tritt dadurch in eine enge Wirkungsmateriellen Ummantelung zur Entfaltung gebracht werden, damit sie dem kranken Menschen schadlos einverleibt werden können.

In dem Heilmittelkonzept der spagyrischen und homöopathischen Arzneimittelerschließung wird radikal mit dem Versuch gebrochen, die pharmakologische Substanz an deren chemische Konstitution gebunden

zu denken. Verfolgen wir die Biografie des Heilmittels Antimon, das den spagyrischen Ärzten ein Arkanum bedeutete weiter durch die Geschichte, dann werden wir den Folgen dieser reduktionistischen Betrachtungsweise, bei der nur der Chemismus der Droge Beachtung findet, in ihrer tragischen Auswirkung begegnen.

Schon im späten 16. und im nachfolgenden 17. Jahrhundert ging das Verständnis für die subtile Handhabung der Arzneimittelherstellung und das rechte Maß im Hinblick auf die Indikation und die Dosierung des Antimons verloren.

So schreibt Pelikan, dass es im Mittelalter die sogenannte „ewige Pille“ gab, ein Kügelchen aus Antimon, das in Getränken aufgelöst gegen allerlei Leiden helfen sollte.

Man räumte der Arznei somit den Stellenwert eines Universalheilmittels ein, was dazu führte, dass viele kranke Menschen an einer Antimonvergiftung zugrunde gingen.

Verständlich, dass die medizinische Fakultät von Paris bereits 1566 den therapeutischen Einsatz von Antimon verbot und in der gründlichen deutschen Universität Heidelberg alle medizinischen Doktoranden schwören mussten, niemals Stibium in ihrer Praxis einzusetzen. Mensch ist eigentlich selbst Antimon.“

Er steht zwischen Oben und Unten, wie das Metall an der Grenze der Planetenmetalle (des Oben) zu den mineralischen Nichtmetallen (dem Unten).

Die antimonisierende, aus dem Körperbewusstsein einwirkende organbildende Kraft ergänzt sich ununterbrochen mit den albuminisierenden Kräften und bildet den Zusammenklang, damit der Mensch in seiner freien Schaffenskraft, seiner Formgebung gerecht, wirksam sein kann. So wirkt die Wesenskraft des Antimon unterstützend für die Ich-Organisation. Feinstofflich bedeutet dies, dass sich das astrale Element,

in dem die Gemütskräfte walten, mit Hilfe der Antimonkräfte in den Ätherkörper, den Vitalkörper in dem die Lebenskraft fließt, ziehung zu den Eiweißprozessen in unserem Organismus. Antimon verkörpert

für Steiner das Gestaltungselement für das menschliche Eiweiß und seine spezifische Lebensidentität.

1920 sprach Steiner im 19. Vortrag seines Mediziner-Kurses über die Rolle des Antimons in der Polarität zwischen den albuminisierenden und antimonisierenden Kräften im menschlichen Organismus. Durch die

albuminisierenden Kräfte wird alles in den menschlichen Organismus aufgenommen, was für die spezifische organische Substanzbildung erforderlich ist. Die antimonisierenden Kräfte wirken dagegen von außen.

Sie sind die „plastischen Künstler, die der organbildenden Eiweißsubstanz die Form geben.“

Weiter erkennt Steiner die direkte Analogie des Metalls zu dem Menschen: „

Der Antimonit (Antimonsulfid)

Antimon ist ein silberweißes Metall mit einem intensiven Glanz. Seine Kristallstrukturen bilden hexagonal blättrige Formen, die wie Schneeflocken aussehen. Die radiären Strahlenbündel des Kristalls streben von

der Erde weg und strecken sich geradlinig in den kosmischen Raum. Antimon löst alle Metalle auf, es erlöst sie gewissermaßen aus der dunklen Umarmung mit dem Erdhaften. Als einzige Substanz vermag das Antimon das reine Gold aus Silbererzen zu befreien. Es weist alle magnetischen und elektrischen Kräfte ab.

Antimon wehrt sich anscheinend gegen das ‘Erdig-Werden’, gegen jede Erstarrung und strebt von der Erde weg hin zum Ätherischen.

Bis zum Beginn des letzten Jahrhunderts war die Heilkraft des Antimons aus dem offiziellen medizinischen Bewusstsein verschwunden.

1908 noch schrieb Penzold in seinem „Lehrbuch der klinischen Arzneibehandlung“ den lapidaren Satz über Antimon: „ Entbehrlich, da es nur ein wirksames, aber unzweckmäßiges Brechmittel,

den Tartarus stibiatus (Brechweinstein) liefert.“

So erlangen wir durch die intensive Auseinandersetzung Rudolf Steiners mit dieser außergewöhnlichen Substanz viele völlig neue Verständnisebenen, die uns der Wesenskraft dieses Metalls

näherbringen und die therapeutischen Möglichkeiten ergreifen lassen, die in der paracelsischen Heilkunst und alchemistischen Aufbereitung der Wirkkräfte bereits bekannt waren.

Antimon hat eine große Affinität zu Schwefel und tritt dadurch in eine enge Wirkungsbereich

 

materiellen Ummantelung zur Entfaltung gebracht werden, damit sie dem kranken Menschen schadlos einverleibt werden können.

In dem Heilmittelkonzept der spagyrischen und homöopathischen Arzneimittelerschließung wird radikal mit dem Versuch gebrochen, die pharmakologische Substanz an deren chemische

Konstitution gebunden zu denken.

Verfolgen wir die Biografie des Heilmittels Antimon, das den spagyrischen Ärzten ein Arkanum bedeutete weiter durch die Geschichte, dann werden wir den Folgen dieser reduktionistischen Betrachtungsweise,

bei der nur der Chemismus der Droge Beachtung findet, in ihrer tragischen Auswirkung begegnen.

Schon im späten 16. und im nachfolgenden 17. Jahrhundert ging das Verständnis für die subtile Handhabung der Arzneimittelherstellung und das rechte Maß im Hinblick auf die Indikation und die Dosierung des Antimons verloren.

So schreibt Pelikan, dass es im Mittelalter die sogenannte „ewige Pille“ gab, ein Kügelchen aus Antimon, das in Getränken aufgelöst gegen allerlei Leiden helfen sollte.

Man räumte der Arznei somit den Stellenwert eines Universalheilmittels ein, was dazu führte, dass viele kranke Menschen an einer Antimonvergiftung zugrunde gingen. Verständlich, dass die medizinische

Fakultät von Paris bereits 1566 den therapeutischen Einsatz von Antimon verbot und in der gründlichen deutschen Universität Heidelberg alle medizinischen Doktoranden schwören mussten, niemals Stibium

in ihrer Praxis einzusetzen.

Mensch ist eigentlich selbst Antimon. “Er steht zwischen Oben und Unten, wie das Metall an der Grenze der Planetenmetalle (des Oben) zu den mineralischen Nichtmetallen (dem Unten).

Die antimonisierende, aus dem Körperbewusstsein einwirkende organbildende Kraft

ergänzt sich ununterbrochen mit den albuminisierenden Kräften und bildet den Zusammenklang, damit der Mensch in seiner freien Schaffenskraft, seiner Formgebung gerecht, wirksam sein kann.

So wirkt die Wesenskraft des Antimon unterstützend für die Ich-Organisation. Feinstofflich bedeutet dies, dass sich das astrale Element, in dem die Gemütskräfte walten, mit Hilfe der Antimonkräfte in den Ätherkörper, den Vitalkörper in dem die Lebenskraft fließt, hineinsenken kann und damit zu einer Konkretisierung geführt wird. Eine Idee gerinnt in eine Lebenswirklichkeit.

Antimon ist ein wichtiges Heilmittel bei allen Krankheitszuständen, in denen eine Herabsetzung des Bewusstseins eintritt als Folge einer abgelähmten Ich-Organisation. Solche Zustände treten häufig gerade

Dann auf, wenn auch auf der körperlichen Ebene zu starke eiweißproduzierende und ausufernde Prozesse vorliegen, die aus der eigentlichen Formgebung heraustreten oder auswuchern, wie bei Adipositas und

allen Mesenchymverschlackungen und deren Folgezuständen.

Übertragen auf die Physiologie unseres Organismus kann gesagt werden, dass alle stark auflösenden Eiweiß- und Organprozesse durch Antimon gebändigt werden. Ein Beispiel ist die gestörte, durch

albuminisierende Kräfte getragene Fibrinbildung, die eine Blutgerinnungsstörung zur der Folge hat und durch Antimon gut beherrscht werden kann.

Durch die Dynamisierung der Ich-Organisation, die der individuellen Formgebung ihren Ausdruck verleiht, vermag Antimon dazu beizutragen, dass der individualisierte Mensch in seiner Persönlichkeit wieder

voll erwacht.

Antimon verbessert durch seine Wesenskraft das Gedächtnis. Die Kreativität der Seele wird in einer Erneuerung aufgenommen, und so kann eine innere Mittung in der Seelenverfassung Raum gewinnen.

Schauen wir uns die konkreten therapeutischen Anregungen an, die aus der Ganzheitsschau Rudolf Steiners heute für die homöopathische Behandlung offen steht:

Ein Hauptindikationsgebiet ergibt sich für die Haut:

Hierbei hat sich die altbewährte ägyptische Wirkungs-Trias bestätigt:

trocknend – blutstillend – fäulniswidrig. Ungt. Stibii praeparatum 0,1% oder 0,4% ist außerordentlich bewährt bei chronischen Ekzemen, bei der Psoriasis, aber wegen seiner gleichzeitig blutstillenden Wirkung

auch bei Hämorrhoiden.

Für den innerlichen Gebrauch ist es eine bewährte Indikation die Haut betreffend:

Warzen, vor allem auf den Fußsohlen. Es ist eine Wucherung, die sich über die individualisierte Form hinaus entwickelt hat.

Eine weitere Indikation betrifft den Magen-Darmtrakt.

Aus dem Verständnis, dass Antimon überall dort, wo entzündliche, exsudativ-produktive Prozesse überwiegen, eine eindämmende Wirkung entfaltet. So wird seine breite Wirkungsfacettierung im Bereich akuter

und vor allem chronisch entzündlicher Magen- und Darm-Erkrankungen verständlich.

In diesen Fällen empfiehlt sich Stibium praep. D6 als Trituration 2 - 3 x täglich einzusetzen oder aber, um gleichzeitig die Rhythmik in den polaren Kräftespielen wieder einzuschwingen, eine Injektion dieses

Mittels in das subkutane Mesenchym vorzunehmen.

Das kann man täglich bis 2 x wöchentlich durchführen.

Dies gilt für chronischen Reizmagen, bei Ulcus ventriculi ebenso wie bei Enteritis und Colitis.

Ein drittes und weites Feld für den Einsatz von Antimon, ebenfalls in organotroper in einiedriger Potenz, bieten Blut- und Organerkrankungen allgemein. Hierzu gehören alle Blutgerinnungsstörungen,

hämorrhagische Diathesen, Metrorrhagien, Nasenbluten u.ä.

Selbst bei Herzrhythmusstörung als Ausdruck einer organischen, dysrhythmischen Organisation empfiehlt Steiner Stibium in einer D6.

Man kann in gleicher Weise für alle diese Indikationen auch die bewährten handverschüttelten C-Potenzen vom Labor Gudjons einsetzen. Ich empfehle, hier die C6 - C12 des Ant-c. zu wählen.

Da es sich beim Karzinom ebenfalls um eine Wucherung aus dem normalen Organgefüge handelt und es im Tumorgeschehen zu Eiweißzerfallsprozessen kommt, kann man Ant-c., allerdings in einer C30 3 x wöchentlich, einsetzen, und es lohnt sich bei bestehenden Präkanzerosen, dieses Mittel prophylaktisch 1 x wöchentlich zu verabfolgen. Rudolf Steiner gab ebenfalls diese Empfehlung.

Bei meinem intensiven Studium der Metalle als Heilmittel bin ich natürlich auch über das Antimon gestolpert, bzw. besser gesagt, ich bin nicht an ihm vorbeigekommen.

In einer Verreibung bis zur C7 haben sich die höheren Wirkungsdimensionen dieses Metalls vor unserer Wahrnehmung entfaltet.

Sie lassen sich in den drei Begriffen beschreiben:

Erlösung von klebrigen Anhaftungen, die die Kreativität und das wache Denken lähmen.

Entstofflichung im Sinne einer luciden Geistesgegenwart und Versöhnung im Wechselspiel der polaren Gegenspieler auf allen Seinsebenen.

Fassen wir diese besonderen Tugenden des Metalls Antimon noch einmal für unser Verständnis zusammen, damit wir dieser besonderen Arznei den ihr angemessenen therapeutischen Platz in unserer täglichen

Arbeit einräumen können.

Antimon unterstützt von außen die formbildenden Kräfte, entfaltet die harmonische Strukturierung aus dem Formlosen und noch Unbestimmten.

Auf der seelischen Ebene ist es hilfreich, wenn das Bewusstsein herabgesetzt und in den unkontrollierbaren Einflüssen des Unterbewussten verschwimmt. Deshalb wird die Aufnahme von Antimon in der entsprechend ungiftigen Verfeinerung Gedächtnisstörungen verbessern, es wird eine innere Geschlossenheit der Seelenverfassung und eine Erhöhung der schöpferischen Fähigkeiten der Seele bewirken.

In ihrer höchsten Metamorphose erscheint die Antimonwirkung eine direkte Induktion des bewussten menschlichen Willens zu ermöglichen, ohne die verschleiernden Trübungen und Fesselungen durch alte Konditionierungen aus dem Unbewussten.

„Dort vermögen die antimonisierenden Prozesse“, so schreibt Rudolf Steiner wörtlich, „im eminentesten Maße das Menschenbild zu verwirklichen und ihm seine Geschlossenheit zu ermöglichen, weil der Wille

aus der Sphäre der Leibgebundenheit des Blutes in die Sphären der freien Gedanken hinauf veredelt wird, zu des Menschen höchster Manifestation, zu seinem freien Willen.“

Deshalb wurden augenscheinlich in früheren Kulturperioden Einweihungsrituale an besonderen Orten durchgeführt.

I. Wegmann schreibt diesbezüglich über die Grauspießglanzerzlager (Antimonit) im Burgenland. Es wurden besonders reine Antimonerzlager in der Erdkruste aufgesucht, damit die antimonisierenden Kräfte

einmal störende, elektrische und magnetische Felder aus dem Einflussbereich des Adepten fern zu halten und zum anderen, um dem nach Einweihung verlangenden Menschen von noch anhaftenden seelischen

und geistigen „Altlasten“ los zu lösen. So konnte die Einstrahlung reiner geistiger Energie in den geöffneten Seelengrund erfolgen und ein in den Geist erhobener freier Wille zur Geburt kommen.

 

 

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