Avena sativum (Aven) = Hafer/= Avoine/= (Wild) Oats BB./grüne blühende Pflanze

 

Leitsatz: Ihm sticht der Hafer;

Negativ: Geist = überarbeitet/nicht zu fixieren, schlaflos durch nervöse/sexuelle Erschöpfung, Hirn/Nerven,  rastLOS/Ungestüm/ + beherrscht/Schlafstörung

Rubrics:

    Hypochondria. Weakness.

    Exhaustion, mental. Nervous excitement.

    Alcoholism. Morphinism.

    Prostration of mind, mental exhaustion, brain fag.

    Poor sexual performance

Therapeutics: Debilitation from alcohol.

DD.: Phos. Ph-ac. Pic-ac.

Compare: Stage 14. Weakness.

Compare: Ferrum Series: Germanium.

Silver Series: Stannum.

Lanthanide: Erbium;

[Robin Murphy]

Avena sativa : Drug addictions. Bad effects of morphine or heroin addiction. Addicted to cocaine, marijuana, nervines, tranquilizers or sedatives.

Heimat: Kleinasien

Inhaltsstoffe: Kieselsäure, Saponine, Zink, Avenin, Phytosterole, Schleimstoffe, Phosphor und Eisen.

Beschreibung: Bei einem Spaziergang an Kornfeldern entlang ist es eine beliebte Frage: Welches Getreide wächst da gerade?

Am eindeutigsten zu erkennen ist der bis zu einen Meter hoch wachsende Hafer, dessen Fruchtstände sehr verschieden von denen des Weizens, des Roggens oder der Gerste sind. Die Kulturpflanze Hafer gehört zu den Rispengräsern. Das heißt, dass die

Körner des Hafers nicht in kompakten Ähren wie denen des Weizens gesammelt sind, sondern sich sehr locker, im Wind wehend an der Stängelspitze anordnen. Kleine Ährchen aus zwei bis vier Blüten sind über kurze Ästchen zu locker stehenden Rispen verbunden. Die Haferkörner, die sich aus den zwischen Juni und August blühenden, selbstbestäubenden Blüten entwickeln, sind locker von jeweils zwei so genannten Spelzen umgeben: festen, spitz zulaufenden Hochblättern in der Ähre. Ein weit verzweigtes Wurzelwerk ermöglicht dem genügsamen Hafer, auch auf schlechten Böden zu wachsen.

Verwendung: Der eiweißreiche Hafer ist altbewährt als stärkendes Nahrungsmittel bei Schwächezuständen sowie Schonkost bei Ernährungsstörungen. Ein Tee aus Haferstroh hilft bei nervöser Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Nervenschwäche. In der Homöopathie finden Haferzubereitungen Einsatz bei nervöser Erschöpfung mit Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, mangelnder Konzentration infolge von Sorgen und Herzklopfen.

Tee aus grünem Haferkraut, das kurz vor der Vollblüte geerntet wird, Verwendung bei nervöser Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Nervenschwäche. Er soll den Harnsäurespiegel im Blut senken und deshalb unterstützend bei Gicht und Rheuma helfen. Wird er zur Durchspülungstherapie eingesetzt.

Wissenswertes: Der wissenschaftliche Name Avena leitet sich vermutlich von dem Sanskritwort „avasa“ = Nahrung ab. Der Namenszusatz sativa ist lateinisch und bedeutet „angebaut“ - ein Hinweis darauf, dass der Hafer eine reine Kulturform ist.

Sie wurde aus den Wildarten Flughafer (Avena fatua), Tauber Hafer (Avena sterilis) und Barthafer (Avena barbata) gekreuzt.

Haferfunde aus bronzezeitlichen Pfahlbauten in der Schweiz (Ende 3. bis Beginn 1. Jahrtausend v. Chr.) belegen, dass bereits damals dieses nahrhafte Getreide Verwendung fand. Laut Plinius (23-79) sollen auch die Germanen den Hafer geschätzt haben.

Bis ins Mittelalter galt er als Nahrung der armen Leute. Die Griechen und Römer nutzten ihn hauptsächlich als Viehfutter und

zu medizinischen Zwecken. Im Mittelalter braute man Bier aus Hafer.

Verschiedene Brauchtümer sind um den Hafer herum entstanden. Englische Bauern zum Beispiel legten Haferbüschel zur Weihnachtszeit aus, um ihre Tiere für das folgende Jahr vor Krankheit zu schützen. Fiel Tau auf den Hafer, war der Schutz besonders wirksam. Mancherorts bewarfen die Burschen junge Mädchen am Stefanstag (26. Dezember) mit Haferkörnern. Dieser als Steffeln bezeichnete Brauch galt als Fruchtbarkeitszauber.

Je mehr Haferkörner in den Kleidern des Mädchens hängen blieben, umso mehr Kinder würde sie später einmal gebären. Aus dem gleichen Grund bewarf man Brautleute mit Hafer. Auf dem Brauttisch stand zudem eine Schale Wasser, in die man Haferkörner warf. Gingen sie unter, galt dies als schlechtes Omen für die Ehe.

Hafer gehört zu den hochwertigsten Getreidesorten in Mitteleuropa. Er enthält das neben dem hohen Proteingehalt von 12% viele Vitamine (vor allem B-Vitamine) und Mineralstoffe. Das Mehl lässt sich jedoch nicht verbacken, da es einen zu geringen Kleberanteil enthält. Vielseitig verbreitet sind dafür Haferflocken, Hafergrütze und Hafermilch. Die überwiegende Menge des produzierten Hafers wird heute an Pferde, Rinder und Hühner verfüttert.

Die Pflanze bei WALA:

Hafer in der Kombination mit Passionsblume und Baldrian ergibt ein gutes pflanzliches Beruhigungs- und Schlafmittel. Diese Kombination findet sich in einigen WALA Arzneimitteln. In WALA Passiflora Nerventonikum ist ein Auszug aus den Stängeln, Blättern und Fruchtähren von Hafer im Stadium der Milchreife verarbeitet. Auszüge des ganzen Hafers zum Zeitpunkt der Milchreife der Früchte sind in WALA Aurum/Apis regina comp., enthalten.

Diese Komposition hilft bei nervösen Erschöpfungszuständen und seelisch bedingten funktionellen Organstörungen.

Aurum/Apis regina comp., Globuli. Harmonisierung des Wesensgliedergefüges bei seelisch bedingten, funktionellen Organstörungen, die sich in Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Schwindelgefühlen, Kreuzschmerzen u.ä. äußern können (Neurasthenie, vegetative Dystonie), nervöse Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren (klimakterische Stimmungslabilität), depressive Verstimmung, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche.

Passiflora Nerventonikum

Anregung der Lebensorganisation und Harmonisierung ihres Zusammenwirkens mit der Empfindungsorganisation bei vitaler oder nervöser Schwäche, z.B. Schlafstörungen, Unruhe- und Erregungszustände. Dieses Arzneimittel enthält Sucrose. 1 Teelöffel (5 ml) Sirup entspricht ca. 0,2 Broteinheiten (BE). Passiflora Nerventonikum kann schädlich für die Zähne sein (Karies). Passiflora Nerventonikum ist glutenhaltig.

Repertorium:

Gemüt: Alkoholismus

Beschwerden durch geistige Anstrengung/<

Delirium tremens

Erregt (nervös)

Erschöpft geistig (und schlaflos)

Hypochondrie

Konzentration schwierig (durch Masturbation)

Morphiumsucht

Kopf: Schmerz < während Menses/nervös/Hinterkopf/Scheitel (brennend)

Gehirns; Beschwerden des

Nase: Schnupfen (akut/plötzlichen Anfällen)

Rektum: Cholera

Urin: Sediment - Phosphate (während Kopfschmerz)

Männliche Genitalien: Erektionen fehlend (durch Masturbation/Erektionen fehlend nach Sexexzessen/Neigung zur Masturbation in Jugendliche, Heranwachsende

Pollutionen

Schwäche

Sexverlangen - fehlend/vermindert nach Sexexzessen

Weibliche Genitalien: Menses - fehlend/schmerzhaft

Brust: Entzündete Herz - Endokard - rheumatisch

Herzklopfen

Schmerz in Herz rheumatisch

Herzbeschwerden  nach Rheuma

Glieder: Gefühllos, Taubheit „Wie gelähmt“; wie

Schwache  Hände

Zucken in Handflächen

Schlaf: Schlaflos (in Alkoholikern/< nach Anstrengung/bei Delirium tremens/+  erschöpft/nach geistiger Anstrengung/nach Influenza/nach Medikamenten/während Rekonvaleszenz)

Allgemeines: Chorea (bei alten Menschen)/Konvulsionen - epileptisch (bei alten Menschen)

Genesung, Rekonvaleszenz; Beschwerden während der (nach schwächenden, erschöpfenden Krankheiten)

Influenza

Lähmung (Paraplegie) nach Diphtherie

Masturbation, Beschwerden durch

Medikamente - allopathische - Missbrauch von - Morphium

< Narkotika

Neurologische Beschwerden

Parkinson-Syndrom (bei alten Menschen)

Samenabgang <

Speisen und Getränke: <:Alkohol;/ Verlangt: Alkohol;

Säfteverlust, Flüssigkeitsverlust

Schwäche (bei akute Krankheiten/< geistige Anstrengung/bei Influenza/durch Masturbation, durch Masturbation/nach sexuellen Exzessen/nervöse)

Sexexzessen; Beschwerden nach

Tb.

Zittern äußerlich (bei alten Menschen)/nervös (bei alten Menschen)

 

Komplementär: Brass-c. Nat-m. Ph-ac. Puls. Sil. Tub. Tub-m.

 

Vergleich: Enthält: Al + Bor + C + Ca + I + Cl  + Cu + Fe + Mg + Mn + Na + P + S + Zn; + Fett (7.1%) + EiwEIß + Alkaloide + Flavonoide + Saponine; Alf.

Siehe: Graminaceae + Cereales allgemein + Getreide-essenzen

 

Antidotiert: Morph. Miorph-act. Op. X-Ray.                            Drogen/Psychopharmica.

 

Wirkung: Mit heißem Wasser eingenommen stärkere Wirkung,

Allerlei: Freya/Donar geweiht  Freitag. Verlangt Seeklima/Wasser,

Sachsen/Germanen

Aven. säuert Boden, Brassica nigra folgt Hafer und entsäuert.

Blüte - Feuer

 

Phytologie: Junge Blätter/Stielen/Samen

als Nahrung bei Brust-/Hals-/Magen-/Darmbeschwerden/fördert Knochen/ Zähnen/Haaren

Schlaflos/nervös

Husten/Lungen/Anämie:

Übersäuerung: Grünes Haferkraut + Trit-r + Erbsenschalen in gleiche Teilen abkochen o. kalt Abzug

Haferstroh = tonisch/antirheumatisch

Rezept: Haferflocken abkochen/Wasser trinken bei Durchfall

Rezept: 1 Kg. gehäckseltes Stroh 1 h. kochen + zum Vollbad geben Grieß-/Steinleiden/ Rheuma/Gicht/Nieren-/Blasenbeschwerden/ Fußschweiß/Hautausschlag

Fisteln/Verhärtungen: Breiauflage

 

 

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