Passiflora incarnata (Passi) = Passionsblume/= Kletterpflanze

„Martyrer”

= Valer-ähnlich;

Gebrauch: Krämpfe/Lähmung; Nausea, vomiting, drowsiness and a rapid heartbeat. Due to their active ingredients, interactions with other herbs, supplements, or medication can be triggered;

Negativ: Schlaflos, Krämpfe (Neugeborene), < nachts/Stress/Erschöpfung/Erregung/nach essen, > sich ruhig verhalten, Neuralgie; das Leben ist ein unerträgliches Martyrium;

An efficient anti-spasmodic. Whooping-cough. Morphine habit. Delirium tremens. Convulsions in children; neuralgia. Has a quieting effect on the nervous system. Insomnia, produces normal sleep, no disturbance of cerebral functions, neuroses of children, worm-fever, teething, spasms. Tetanus. Hysteria; puerperal convulsions. Painful diarrhoea. Acute mania. Atonic condition generally present. Asthma, Locally, in erysipelas.

Violent ache „As if top of head would come off“/eyes felt „As if pushed out“. Stomach: Leaden, dead feeling after or between meals; flatulence and sour eructations. Restless and wakeful resulting from exhaustion (feeble/infants/the aged). Insomnia of infants and the aged, and the mentally worried, and overworked, with tendency to convulsions. Nocturnal cough;

[Dr. rer. nat. Frank Herfurth]

Krampfmittel.

Fleischfarbene Passionsblume, Winterharte Passionsblume, Passionskraut, Leiden Christi, Muttergottes-Schuzchen.

Passiflora incarnata gehört zu der Familie der Passionsblumengewächse, die mehrere hundert Arten umfasst – die Gattung Passiflora ist mit über 530 Arten die umfangreichste. Dazu zählt auch die bei uns etwas bekanntere „Maracuja“-Pflanze (Passiflora edulis).

Die Pflanze ist im Südosten der USA heimisch und wird dort oft als „Maypop“ bezeichnet.

Die Blütenmerkmale wurden von christlichen Missionaren als Zeichen der „Leiden Christi“ oder Passion gedeutet, was sich in der Namensgebung niedergeschlagen hat („Passiflora“ = „Passionsblume“, „incarnata“ = „die Fleisch gewordene“).

Passiflora incarnata zählt zu den frosthärtesten Passionsblumen und kann Fröste bis zu –15°C überstehen. Allerdings sterben dabei die oberirdischen Pflanzenteile ab.

Sie ist ein immergrüner, ausdauernder Kletterstrauch. Der verholzende Stängel ist grün -später grau- und im Querschnitt leicht eckig. Die Triebe sind zwei bis sechs Meter, selten zehn Meter lang.

Die Sprossranken sind rund und glatt, unverzweigt, am Ende korkenzieherartig gewunden und entspringen den Blattachseln.

Die fünfzähligen Blüten erreichen einen Durchmesser von sechs bis acht Zentimeter. Sie stehen einzeln an bis zu zehn Zentimeter langen Stielen und werden von drei zugespitzten Hochblättern umgeben.

Die fünf Kelchblätter sind an der Außenseite grünlich und innen weißlich. Sie sind bis zu drei Zentimeter lang und tragen eine kurze Granne. Die ebenfalls fünf Kronblätter sind weniger derb und insgesamt etwas kürzer als die Kelchblätter. Sie sind meist blassrosa, ihre Farbe kann jedoch variieren: so kommen auch rötlich-violette und sogar weiße Tönungen vor. Der Strahlenkranz innerhalb der Blütenkrone (Corona) bildet eine Nebenkrone und ist für Passionsblumen typisch.

Die fünf Staubblätter tragen gelbe Staubbeutel. Die Staubblätter und der in drei Narbenäste geteilte Griffel sitzen einem für Passionsblumen typischen verlängerten säulenartigen Abschnitt auf (Mittelsäule oder Androgynophor). Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von Juni bis September. Jede Blüte ist nur etwa einen Tag lang geöffnet.

Sie ist eine von zwei in den USA vorkommenden Passiflora- Arten. Die nördliche Verbreitungsgrenze verläuft durch die Bundesstaaten Missouri, Illinois, Indiana, Ohio und Pennsylvania, die westliche erreicht Texas, Kansas und Oklahoma, die südliche Florida. Bei Verschleppung durch den Menschen wildert sie leicht aus, so geschehen auf den Bermudas, den Bahamas, den Antillen, in Mexiko, Mittelamerika, Brasilien und Argentinien.

Anbaugebiete für die pharmazeutische Verwendung befinden sich in Florida und Indien, in kleinerem Umfang auch in Italien und Spanien.

Passiflora incarnata bevorzugt sandige bis steinige, eher trockene Standorte. Zumindest für die Hälfte des Tages benötigt sie direkte Sonneneinstrahlung.

Die früheste Beschreibung amerikanischer Heilpflanzen (Materia Medica Americana 1787, in lateinischer Sprache) erwähnt die Verwendung von Passiflorae species als Mittel gegen Epilepsie im Alter. Eine amerikanische Überblicksdarstellung von 1896 schildert ein breites Wirkungsspektrum, das von der Verwendung als Nerven- Sedativum und -Tonikum über Schlafmittel, Krampflöser und Durchfallmittel bis hin zum Einsatz als Antiepileptikum oder der Verhinderung drohender Fehlgeburten reicht.

In den USA wurde Passiflora incarnata 1978 die Anerkennung durch die Food and Drug Administration (FDA) entzogen, da ab diesem Zeitpunkt die Hersteller Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit liefern mussten. Entsprechende Nachweise blieben aber aus. Dadurch ging die Verwendung von Passiflora incarnata in den USA stark zurück, anders als in Deutschland, Frankreich und weiteren europäischen Ländern.

Eine medizinische Verwendung von Passiflora incarnata in Europa erfolgt seit dem 20. Jahrhundert insbesondere bei leichten Symptomen nervöser Unruhezustände, als Einschlafhilfe oder als angst- und krampflösendes Mittel. Dies ist in namhaften medizinischen Handbüchern belegt (z.B. 1938 durch Gerhard Madaus im Lehrbuch biologischer Heilmittel). Es werden entweder die getrockneten Blätter verwendet (es können auch Teile von Blüten und Früchten enthalten sein) oder ethanolische bzw. methanolische Auszüge mit einem Mindestgehalt von 2,0% an Flavonoiden. Im Europäischen Arzneibuch wird die aus Passiflora incarnata gewonnene Droge als „Passiflorae herba“ (früher „Herba passiflorae“) bezeichnet. Passionsblumenkraut findet sich in frei verkäuflichen pharmazeutischen Präparaten, entweder feingeschnitten in Teezubereitungen oder als Auszug in Dragees oder Tropfen, meist in Kombination mit anderen Pflanzen, insbesondere Baldrian, Weißdorne, Hopfenzapfen oder Melissenblättern. Das enthaltene „Passionsblumenkraut“ muss dabei stets von Passiflora incarnata stammen, auch wenn Darstellungen auf der Verpackung fälschlich oft andere Arten wie die Blaue Passionsblume zeigen.

In der Homöopathie werden die frischen oberirdischen Teile von Passiflora incarnata gegen Schlaflosigkeit, Krampfleiden und Unruhezustände angewendet. Neben Urtinktur und flüssigen Verdünnungen (Potenzen) werden auch Streukügelchen, Tabletten und Salben daraus hergestellt.

Anwendungsgebiete für Passiflora

    beruhigend

    schmerzlindernd

    krampflösend

    blutdrucksenkend

    stimmungsaufhellend

    phantasieanregend

    schlaffördernd

Es sind keine Unverträglichkeiten oder Nebenwirkungen bekannt.

Allerdings wird von der Einnahme während der Schwangerschaft abgeraten.

Charakteristische Inhaltsstoffe der Passiflora incarnata stammen aus der Gruppe der Flavonoide mit ca. 1,5 bis 2,5%. Hauptsächlich handelt es sich um von Apigenin (s. Formel) und Luteolin abgeleitete Glykoside wie Isovitexin und Isoorientin. Apigenin kommt unter anderem auch im Sellerie, der Kamille, in Dahlien und im Hennastrauch vor. Es zeigt eine zytostatische Aktivität durch Hemmung des Zellwachstums in der G2/M-Phase (Zellteilung, mitotische Phase). Darüber hinaus ist es ein Inhibitor für die Östrogen-Synthase (für die Synthese von Östrogen wichtiges Enzym) des Menschen.

Angaben zum Flavonoid-Gesamtgehalt schwanken zwischen 0,47% und 3,91% in der getrockneten Droge.

In Spuren wurden Cumarin-Derivate, essenzielle Fettsäuren sowie ätherische Öle nachgewiesen. Potenziell toxische Harman-Alkaloide (verantwortlich für eine Rauschwirkung beim Rauchen) sind

im Gegensatz zu früheren Aussagen – wenn überhaupt – nur in vernachlässigbar geringen Spuren vorhanden. Maltol ist nach neueren Untersuchungen nicht in wirksamen Mengen enthalten.

Das in Passiflora incarnata nachgewiesene cyanogene Glykosid Gynocardin wurde bisher in keiner anderen Passionsblumenart gefunden. Es ist jedoch in unbedenklich geringer Menge enthalten.

Daraus freigesetzte Blausäure konnte nicht nachgewiesen werden. Daneben enthält das Passionsblumenkraut auch Saponine.

Bei den amerikanischen Ureinwohnern stellten nicht die oberirdischen Pflanzenteile den medizinisch genutzten Pflanzenteil dar, sondern die Wurzel. Umso verwunderlicher ist die Tatsache, dass

die Wurzel bislang kaum auf Inhaltsstoffe untersucht wurde. Es wurden bisher Cumarine (Scopolentin und Umbelliferon) nachgewiesen.

Die Früchte enthalten verschiedene Zucker, organische Säuren und sind reich an Vitamin C.

Flavonglykoside wurden in Früchten und Samen in Spuren nachgewiesen.

Welche Teile der Pflanze werden verwendet?

Bei den Indianern Nordamerikas wurde Passiflora incarnata medizinisch als Wurzelzubereitungen verwendet.

Die Houma verwendeten Wurzelstückchen in Wasser als Blut-Tonikum. Die Cherokee verabreichten Kleinkindern zur leichteren Entwöhnung Wurzeltee, bei Erwachsenen wurde er gegen Leberbeschwerden eingesetzt.

Weitere Anwendungen waren Breiumschläge bei Schnittwunden, Wurzelsud bei Entzündungen und warme Aufgüsse als Ohrentropfen.

Von europäischen Siedlern wurden Aufgüsse aus getrockneten Blättern als Sedativum verwendet.

Verwendung außerhalb der medizinischen Anwendung (in der Küche)

Nordamerikanische Indianer nutzten Passiflora incarnata als Nahrungsmittel. Aus Virginia berichteten Forschungsreisende 1612, dass die Indianer die Pflanzen unter der Bezeichnung Maracock (sprachlich verwandt mit Maracuja) ihrer Früchte wegen anpflanzten.

Als Nahrungsmittel besitzt die Art heute keine wirtschaftliche Bedeutung, anders als Passiflora edulis (Maracuja).

[Dewey]

cured tetanus in hot countries. It has to be given in large doses).

Von Epilepsie, unkontrollierbaren Tics, akuter Manie, Spasmen, Tetanus, Asthma, Keuchhusten, Migräne – kein Körperteil wird ausgelassen, wenn es um Krämpfe geht. Selbst im Schlaf werden die Patienten von Zuckungen gequält. Beruhigt die Nerven und er­löst den Patienten aus seinem andauernden Albtraum des Leidens.

Krämpfe haben wir nur, wenn wir krampf­haft etwas mit unserem Willen erzwingen wollen, um krampfhaft etwas festzuhalten¸ fördert Träume.;

Ursache: Nachrichten;

Repertorium:

Passiflora incarnata

Gemüt: Alkoholismus (um Entzug zu unterstützen)/Morphiumsucht

Angst (bei Kindern)

Delirium (und schlaflos)/Delirium tremens

Erregt (nervös)

Gedanken - zwingend, nötigen ihn, etwas zu tun (bei Kindern)

Geisteskrankheit, Wahnsinn

Hysterie/Manie (akut)

Ruhelos [bei (langweiliger) Arbeit]

Schweigsam

Wahnideen schweben (in der Luft)

Kopf: „Als ob Scheitel abhebt“

Erysipel

Schmerz [„Als ob sich die Schädeldecke abhebt, ablöst“/in Scheitel („Als ob der obere Teil davonfliegt,  abgesprengt wurde)]

Auge: Schmerz (drückend nach außen/in Augäpfel)

Vorwölbung - Exophthalmus

Zähne: Zahnung schwierig

Magen: Schluckauf

Schweregefühl

Rektum: Cholera infantum

Schmerz bei Durchfall

Beschwerden durch Würmer

Schlaf: Ruhelos

Schlaflos [Alkoholikern/alten Menschen/Kindern (mit Schreien)/während Zahnung/< nach Anstrengung/< Er-/Aufregung/durch Schmerz]

Weibliche Genitalien: Menses - schmerzhaft

Atmung: Asthma, asthmatische Atmung

Husten: Abends (18 - 22 h)/nachts (22 - 6 h)

Keuchhusten

Glieder: Schmerz in Ischiasnerv

Fieber: durch Würmer

Haut: Erysipel

Allgemeines: Chorea

Erschlafft körperlich

Konvulsionen (epileptiform/epileptisch/bei Kindern/während Zahnung/mit o. nach Schlaflosigkeit/< während Schwangerschaft/tetanische Starre, Starrkrampf/im Wochenbett)

< Narkotika

Schmerz (neuralgisch)

Speisen und Getränke: Verlangt: Alkohol;

Verbrennungen

Tetanus

Zucken < im Schlaf

 

Gut gefolgt von: Bell.

 

Vergleich: Enthält: Hydr-ac. + Indol-Alkaloide (Harman, Harmin, Harmol, Harmalol und Harmalin), Flavonoide (Chrysin, Vitexin, Isovitexin, Orientin und Isoorientin) und Saponine wie Quadrangulosid;

Siehe: Malphigiales + Sedativa allgemein + Valeriannebengruppe

 

Unverträglich: pregnancy and lactation.

 

Antidotiert: Morph. Op. Stry. Stry-n.

Alkohol/Morphium/Nikotind

 

Wirkung: nervoid/sedativ/giftig D 30 einige male täglich/Ø 30 - 60 drops? repeated several times.

           

Allerlei: S.USA./Kletterpflanze

 

Phytologie: Klimakterium/Schmerz/Krampf stillend/beruhigend

Neuralgia (nerve pain), seizures, hysteria, and rapid heartbeat due to nervousness, asthma, and insomnia

Schlaff fördernd/leicht blutdrucksenkend

Depressiver Verstimmung, Hysterie oder Asthma. Nervöse Unruhe, Anspannung, Reizbarkeit, Angstzustände, Schlafstörungen, Rückenschmerz, Verspannung, Herzbeschwerden,

Magen-Darmbeschwerden (Durchfall).

has been reported to have sleep-promoting, muscle-relaxing, and pain-relieving properties.

Active components may be harmala-type indole alkaloids, maltol and ethyl-maltol, and flavonoids (Miller and Murrey, 1998: 11 - 212).

Herbalists recommend Passionflower for neuralgia (nerve pain), seizures, hysteria, and rapid heartbeat due to nervousness, asthma, and insomnia.

Passionflower extracts have been reported to reduce locomotor activity, prolong sleeping time, raise the pain threshold, and produce an

anti-anxiety effect in laboratory animals (Soulimani, Younos, Jarmouni, Bousta, Misslin and Mortier, 1997).

Sleep-promoting, muscle-relaxing, and pain-relieving properties. Active components of Passionflower may be harmala-type indole alkaloids, maltol and ethyl-maltol, and flavonoids (Miller and Murrey, 1998: 211 - 212).

Neuralgia (nerve pain), seizures, hysteria, and rapid heartbeat due to nervousness, asthma, and insomnia.

Passionflower extracts have been reported to reduce locomotor activity, prolong sleeping time, raise the pain threshold, and produce an anti-anxiety effect in laboratory animals (Soulimani, Younos, Jarmouni, Bousta, Misslin and Mortier, 1997).

In general considered to be safe and non-toxic.

Due to their active ingredients, interactions with other herbs, supplements, or medication can be triggered (Brinker, 1998).

 

 

Sie ist der Paradiesvogel unter den Blumen: Zwischen den dünnen, kahlen, bis zu 5 Meter langen grün belaubten Stängeln wirken

die Blüten dieser Kletterpflanze wie bizarre Wunderwerke. Die Passionsblume blüht von Mai bis September und leuchtet dann in üppigen Weiß-, Blau- und Violett-Tönen. Der Aufbau der Blüte weicht stark vom Vertrauten ab. Deshalb lohnt es sich, einen kleinen Exkurs in die Botanik zu wagen. Wir sind es gewohnt, dass sich Blütenblätter (botanisch: Kronblätter) in den vielfältigsten Farben zeigen. Die 5 Kronblätter der Passionsblume hingegen liegen unauffällig hellgrün ausgebreitet unter den blau-weißen Elementen der Blüte. Sie sehen zehn grüne Blätter? Richtig! Zu den fünf Kronblättern gesellen sich fünf sogenannte Kelchblätter, die die Blütenknospe schützend umgeben. Und was leuchtet nun so bunt? Drei bis vier Strahlenkränze aus umgeformten, sterilen Staubblättern, die keine Pollen produzieren. Sie rahmen ein ebenfalls sehr ungewöhnliches Gebilde im Zentrum der Blüte ein, das Androgynophor.

Es besteht aus 5 männlichen, Pollen tragenden Staubblättern und einem weiblichen Stempel, der in drei Pollen empfangende Narben

mit Griffel unterteilt ist. Diese Fortpflanzungsorgane tronen auf einem Stück Stängel, das durch die Blütenmitte gewachsen ist.

Nur einen Tag lang blüht jedes dieser bis zu acht Zentimeter großen Kunstwerke. Aus der befruchteten Blume entwickelt sich eine essbare gelbliche Frucht, die etwa sechs Zentimeter groß wird und viele intensiv rote Samen enthält.

Verwendung

Die Passionsblume wirkt angstlösend und beruhigend und wird deshalb überall dort eingesetzt, wo Nervosität zu Beschwerden führt: nervöse Unruhe, leichte Einschlafstörungen sowie nervös bedingte Erkrankungen im Magen-Darm- Bereich. Die Homöopathie setzt sie zusätzlich als leicht krampflösendes Mittel ein. In WALA Arzneimitteln ergänzt die Passionsblume Präparate gegen Schlafstörungen, nervöse Unruhe und Herzangst, so zum Beispiel das Passiflora Nerventonikum oder die Passiflora Zäpfchen.

Die Blaue Leidensblume

Der spanische Arzt Nicolás Monardes (1493–1588) entdeckte bei seinen Reisen nach Amerika im Jahr 1569 als erster Europäer die Passionsblume. Er soll in der Blüte die Passionsgeschichte Christi gesehen haben: Die Kelch- und Kronblätter standen für die Jünger Jesu, der blau-weiße Strahlenkranz für die Dornenkrone. Das Androgynophor war in seinen Augen der Pfahl, an dem Jesus gegeißelt wurde, die drei Griffel mit Narbe symbolisierten die Kreuznägel, und die fünf Staubblätter entsprachen den Wundmalen Jesu.

So kam die Passionsblume zu ihrem Namen. Lateinisch „passio“ = „Leiden“. Der Namenszusatz caerulea von lateinisch „caeruleus“ = „blau“ beschreibt die vorherrschende Blütenfarbe. Zur etwa 430 Arten umfassenden Gattung Passiflora zählen 50 bis 60 für Menschen essbare Arten wie zum Beispiel die Maracuja (Passiflora edulis). Auch in der Schmetterlingswelt sind Passionsblumen als Speise beliebte. Die zu den Edelfaltern gehörenden Heliconiinae (Passionsblumenfalter) legen ihre Eier auf ganz spezifische Futterpflanzen. Einer bestimmten Heliconiinae-Art schmeckt jeweils nur eine einzige Passionsblumenart – ein nutzbringender Umstand. Beim Fressen nehmen die Schmetterlingsraupen Blausäure-Glykoside aus der Pflanze auf und speichern sie. Die giftigen Pflanzeninhaltsstoffe machen Raupe wie erwachsenen Schmetterling für Fressfeinde ungenießbar. Was dem Schmetterling zum Vorteil gereicht, kann der Passionsblume allerdings schaden. Um sich vor allzu großem Raupenbefall zu schützen, bilden manche Passiflora-Arten Strukturen auf ihren Blättern aus, die wie Schmetterlingseier aussehen. Ein anfliegender Passionsblumenfalter denkt, die Pflanze sei bereits besetzt, und sucht weiter.

Anregung der Lebensorganisation und Harmonisierung ihres Zusammenwirkens mit der Empfindungsorganisation bei vitaler oder nervöser

Schwäche (Schlafstörungen, Unruhe- und Erregungszustände)/ Schlafstörungen und Unruhezustände. Warnhinweis: Arzneimittel enthält Sucrose. 1 Teelöffel (5 ml) Sirup entspricht ca. 0,2 Broteinheiten (BE). Passiflora Nerventonikum ist glutenhaltig.

Passiflora Zäpfchen: 10 Zäpfchen à 2 g

 

 

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