Polyphage 

 

https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/article/895600/phagen-viren-antibiotika-resistente-bakterien-bekaempfen.html

Vergleich: [Van-met].: Stimulates phagocytes. Degenerative conditions of arteries and liver.

Siehe: Nosoden + MRSA + Antibiotika

 

A product, which may be called a nosode, discovered by Dr. C.W. Coates of the New York Aquarium. Observed that a cut occurring in the hands of workers in the waters #

of the aquarium healed rapidly. It occurred to Coates that the water in the aquariums ought to be filled with germs and that no fish should be able to live in the water.

He found there was some product from the fish which made the water liveable and he isolated this substance and called it Polyphage. We potentized it and have found it

a wonderful remedy in skin conditions, particularly in inveterate eczemas.

Bakteriophagen sind Viren, die nur Bakterien angreifen, nicht aber menschliche o. tierische Zellen. Gegen Phagen können Bakterien ebenso wenig resistent werden wie Mäuse

gegen Katzen. Quelle: micreos.com

Buchverweis: „Gesund durch Viren“ von Thomas Häusler

Behandlung bakterielle Erkrankungen: Mit Phagen (= bakterielle Viren, die andere Bakterien befallen). Mit Phagen infizierte Bakterien werden verabreicht, die töten die anwesenden krankmachenden Bakterien ab. Bakterien können von bakteriellen Viren (= Bakteriophagen o. Phagen) infiziert werden.

 

Phagen sind Viren, die Bakterien befallen und töten - insofern wirken sie ähnlich wie Antibiotika. Ihr großer Vorteil, besonders gegenüber den Breitband-Antibiotika ist, dass sie gezielt gegen bestimmte Bakterien wirken. Das Resistenzrisiko ist geringer, weil die Phagen ihrerseits Strategien entwickeln können, um neue Schutzmechanismen von Bakterien zu überlisten. In osteuropäischen Ländern wie Georgien kommt die Therapie bereits zum Einsatz. Die Europäische Kommission finanziert das Projekt Phagoburn: Dabei testen Mediziner den Einsatz nützlicher Viren an infizierten Brandwunden.

Neue Therapie: Bakteriophagen sind Viren, die nur Bakterien angreifen, nicht aber menschliche o. tierische Zellen. Gegen Phagen können Bakterien ebenso wenig resistent werden wie Mäuse gegen Katzen. Quelle: micreos.com

Buchverweis: Gesund durch Viren von Thomas Häusler

Behandlung bakterielle Erkrankungen: Mit Phagen (= bakterielle Viren, die andere Bakterien befallen). Mit Phagen infizierte Bakterien werden verabreicht, die töten die anwesenden krankmachenden Bakterien ab.

Bakterien können von bakteriellen Viren (= Bakteriophagen o. Phagen) infiziert werden.

Viren sind infektiöse Partikel, die sich in eukaryotischen Zellen vermehren. Viele von ihnen sind Krankheitserreger. Wie die Bakteriophagen sind auch Viren zur Vermehrung auf eine lebende Wirtszelle angewiesen. Vermehren sich durch Eintritt in die Wirtszelle:

Viren adsorbieren an spezifische Oberflächen-Moleküle der Wirtszelle. Es ist somit die Oberflächenstruktur einer Zelle, die mitentscheidet, ob eine Infektion mit einem bestimmten Virus möglich ist. Die Aufnahme eines absorbierten Virus in die Zelle geschieht dann via Endocytose. Der Inhalt des infizierenden Virus wird darauf in der Zelle entlassen.

 

Auf der Suche nach Bakteriophagen

Wenn Antibiotika nicht mehr helfen

Immer häufiger sind Krankheitskeime resistent gegen Antibiotika. Forscher wollen jetzt die längst vergessene Wirksamkeit von Bakteriophagen in Deutschland wieder

nutzen. Das sind Viren, die Bakterien als Wirtszellen für ihre Vermehrung nutzen und dabei zerstören. Alle zwei Monate ist Christine Rohde am Stadtrand von Braunschweig unterwegs. Mit einem Wasserschöpfer und kleinen Glasflaschen ausgestattet nähert sie sich einem kleinen Tümpel. Das Wasser ist trüb. Es riecht modrig. Genau der richtige Ort, um Bakteriophagen zu fischen, meint die Mikrobiologin.  "Am liebsten suchen wir in der Kläranlage, aber auch in Flüssen und in Teichen und auch da, wo es etwas brackig ist. Und da wird man oft genug fündig." Denn wo viele Bakterien leben, gibt es auch Bakteriophagen in großer Zahl. Die Mikrobiologin tritt mit ihren blauen Gummistiefeln ans matschige Ufer. Vorsichtig schöpft sie eine Wasserprobe und verteilt sie in zehn kleine Glasflaschen. Wie kleine Marsroboter Seit zwei Jahren ist sie auf

der intensiven Suche nach den Bakterienzerstörern. Denn die 200 Nanometer kleinen Viren sind als Antibiotika-Alternative gefragt. Im Labor an der Deutschen Sammlung

für Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig macht Christine Rohde die winzigen Phagen unter dem Rasterelektronenmikroskop sichtbar. Wie kleine Marsroboter sehen sie aus. Um sich zu vermehren benötigen sie Bakterien als Wirtszellen. "Ein Phage besteht grundsätzlich aus Kopf und Schwanz und Schwanztentakeln, mit der der Phage an der Bakterienoberfläche anhaften kann. Wenn der Rezeptor der Bakterienzelle passt, dann kann der Phage sein Erbmaterial durch den Schwanz in die Bakterienzelle schießen und damit ist der Anfang gemacht, dass die Bakterienzelle neue Phagen produziert und die Zelle stirbt dabei natürlich ab.

 

[Ingrid Trageser]

Das Allheilmittel Antibiotika gerät immer mehr in Verruf, multiresistente Bakterien, Keime und Viren gegenüber Antibiotika jedoch nehmen weltweit kontinuierlich zu.

Die Schlagzeilen nehmen hierzu sind besorgniserregend. Verunsicherungen und Ängste der Patient/innen werden oftmals von den verschreibenden Ärzten nicht ernst genommen. Hinter den verschiedenen Antibiotikas steht die Pharmalobby, denn nur durch massive Werbung in den unterschiedlichsten Arztpraxen und in den Medien kann der Profit gehalten werden. Leider werden die verschiedensten Antibiotika schon ab dem Kleinkindalter bedenkenlos ver schrieben; oftmals fordern die Patient/innen diese auch penetrant von ihrem Arzt. Tendenz steigend.

Im vorliegenden Buch wird mit so manchem Urteil/ Vorurteil aufgeräumt. Thomas Häusler machte sich auf systematische Suche nach den heilenden Viren, die seit über achtzig Jahren im Kaukasus (Tiflis, nun Georgien) den Siegeszug des Penicillins überlebten. Fast zeitgleich wurden zu Beginn der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts in Frankreich und Kanada Viren oder Bakterien gefunden, die eine Befreiung von teilweise fast 100% hervorriefen, wenn die Kulturen dem jeweiligen Krankheitserreger richtig angepasst wurden. Damals wussten die Forscher nicht, ob es sich nun um Bakterien oder Viren handelt. Heute sind sie unter dem Sammelbegriff Phagen oder Bakteriophagen einigen Wissenschaftlern und Forschern (auch bei uns) bekannt. Die Phagen bzw. das Wissen um die Zusammenhänge überlebte jahrzehntelang im russischen Süden.

Der Autor erzählt über die verschiedensten Heileinsätze mit Phagen, wie sie ursprünglich gewonnen wurden (und in Tiflis teils heute noch gewonnen werden), warum sie durch Penicillin ins Abseits gedrängt wurden – und er macht den heutigen antibiotikaresistenten Menschen Mut mit seinem Credo: lasst doch endlich die Phagen zu!

Auch während des zweiten Weltkriegs wurden unzählige russische Landser durch den Einsatz der Phagen bei Milzbrand und weiteren Erkrankungen wie Typhus oder schwerem Durchfall oder Malaria gerettet. Die behandelten Patienten genasen innerhalb kurzer Zeit, selbst Amputationen konnten durch den Phageneinsatz verhindert werden.

Der Autor geht desgleichen der Frage nach, warum in einem Familienverband eine gewisse Immunität der nachfolgenden Kinder gegenüber bestimmten Krankheiten besteht

(Scharlach, Diphtherie, Keuchhusten, Masern, Windpocken usw.). Die Kinder hatten keine dieser Krankheiten, aber sie besitzen Abwehrkräfte. Diese wurde ihnen durch Körperkontakt mit Geschwistern, Eltern, Großeltern weitergegeben, da die anderen an diesen Krankheiten erkrankten und Antiviren bildeten.

Früher wurden erkrankte Kinder mit den nichterkrankten zusammengesteckt, damit sie sich entweder a) ansteckten oder b) Antikörper bildeten.

Es wird noch ein sehr weiter Weg bis zur Anwendung der Bakteriophagen zu beschreiten sein, denn es wurden wiederholt die georgischen Wissenschaftler und Forscher

von den westlichen Kollegen und Firmen ausgebootet, es wurden Versprechungen getätigt, die nicht erfüllt wurden. Hier im „fortschrittlichen“ Westen dürfen die Experimente am Menschen zudem nicht durchgeführt werden, die in Thomas Häusler, Gesund durch Viren – Ein Ausweg aus der Antibiotika-Krise, 2003 der ehem. UdSSR jederzeit stattfinden, auch in Moskau. Die getätigten Studien der russischen (Moskau) und georgischen (Tiflis) Forscher und Mediziner werden teilweise nicht anerkannt, da sie den hier geforderten Standards nicht genügen. Zudem müssten die meisten Studien dringend ins Englische übersetzt und publiziert werden. Doch zum Übersetzen und Publizieren fehlt den Georgiern und auch den Russen das nötige Kleingeld.

Viele der Tifliser Forscher und Wissenschaftler haben (nach unserem Standard) kaum Geld und kämpfen ums nackte Überleben, auch ums Überleben ihrer Klinik und Labore. Begeben sich westliche Patienten (in dem Buch werden sie genannt) in das Krankenhaus in Tiflis, so sind sie über die dort herrschenden Zustände entsetzt. Aber was macht

ein Patient nicht alles, wenn er keine Hoffnungen mehr hat, je wieder gesund zu werden? Momentan stehen mehrere Forscher in der westlichen Hemisphäre Gewehr bei Fuß, um sich einen Teil der Beute zu sichern: es werden die bei uns üblichen Standards bei der Erforschung eingehalten, die Bakteriophagen wurden an Mäusen, Ratten und Affen zur Zufriedenheit der Beteiligten getestet.

Das Ganze hat dennoch einen Schönheitsfehler: die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde EPA beharrt auf einem einzigen Bakteriophagen, der sich dann universell einsetzen lässt, der isoliert irgendwo darauf wartet, dass er gebraucht wird. Die verstorbenen Erst-Forscher und deren Nachfolger in Tiflis hatten und haben immer ein Überangebot an verschiedenen Phagen, die sie aus ihren Medien (verunreinigtes Wasser, Abwasser, menschliche Fäkalien u.ä.) isolierten, sie starteten diverse Versuche; wieder und wieder isolierten sie die entsprechenden, überlebenden Phagen - bis sie die richtigen Stämme fanden und diese den Patienten meist erfolgreich verabreichen konnten.

Die Tifliser Forscher und Wissenschaftler verabreichen immer einen ganzen Mix an Bakteriophagen. Nur so sind sie einigermaßen sicher, dass ihr Mittel auch anschlägt und

den Erregern den Garaus macht.

Heute dämmert es den Medizinern, dass der übermäßige Einsatz von Penicillin und anderen Antibiotika dem menschlichen Organismus mehr schadet als nützt. Durch jeden neuerlichen Antibiotikaeinsatz werden weitere Zellen auf Dauer zerstört. Jetzt sind wir so weit, dass Ärzte händeringend nach einer neuen Generation Antibiotika Ausschau halten (müssen). Bieten sich die Phagen hier wirklich an? Sie werden wohl dort erfolgreich eingesetzt werden können, wo die bisher bekannten Antibiotika endgültig ihren Dienst aufgrund der Multiresistenz der Erreger versagen. Und für einen lebensrettenden Einsatz müssen sie bald isoliert und mit der richtigen Anwendung dem Patienten verabreicht werden. Ob sich jedoch der Wunsch der Amerikaner und Deutschen erfüllt, dass nur ein bestimmter Phage für eine bestimmte Erkrankung, (Eiterbakterien, Katarrh) ausreichend sein wird, das sei da hingestellt. Die erforderlichen klaren Beweise nach den bei uns üblichen Standards und Forschungsvorhaben müssen noch

erbracht werden, auch wenn die US-amerikanischen Bakteriophagenfirmen bereits unter Hochdruck arbeiten, wird das noch dauern. 

 

 

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