Toxoplasma gondii [Toxo(-g)] wird übertragen durch Katzenkot./lecken der Katze

 

Befall: Ein winziger Parasit beeinflusst das Verhalten von Ratten - und möglicherweise sogar von Menschen. Diese unheimlich anmutende Macht schreibt die Parasitologin Joanne Webster von

der University of Oxford dem Einzeller Toxoplasma gondii zu, der in Katzen, aber auch in Menschen und anderen Säugetieren haust. In Ratten bewirke das Sporentierchen eine erstaunliche Wesensänderung, berichten Webster und Kollegen nun in den britischen "Proceedings of the Royal Society": Befallene Nagetiere verlören ihre angeborene Scheu vor Katzen - und würden zu einer leichten Beute. Der Parasit gelangt in den Darm der Katze. Später wird er mit dem Kot ausgeschieden, an dem sich wiederum Ratten anstecken. Letztere entwickeln daraufhin eine "unkluge Anziehung" zu Katzen und werden prompt verschlungen. Der Kreis schließt sich für den Parasiten. Viele Menschen (in Frankreich bis zu 84% der Bevölkerung) sind infiziert. Normalerweise kontrolliert das Immunsystem die Besiedler, die sich oftmals auch im Gehirn einnisten. Stecken sich allerdings schwangere Frauen an, kann das beim Ungeborenen zu Hirnschäden und Erblindung führen. An dieser Toxoplasmose erkranken mitunter auch immunschwache Erwachsene. Den Forschern zufolge könnte der Parasit nicht nur in Ratten, sondern auch in Menschen das Verhalten beeinflussen. "Wir sollten einen in unseren Gehirnen derart weit verbreiteten Parasiten nicht ignorieren", warnt Webster. "In der Tat gibt es Beweise, dass man auch in Menschen subtile Verhaltensänderungen erwarten könnte";

Krankheit: Fieber/Muskelschmerz/Lungen-/Leber-/Hirn-/Nervenbeschwerden/gefährdet Foetus;

Negativ:

[Christiane Petras]

Toxoplasmose eine parasitäre Krankheit, deren Erreger sich in zwei Phasen entwickelt. Der Mensch kommt nur als Zwischenwirt in Frage; Endwirte sind ausschließlich Katzen.

Bei Gesunden verursacht die Infektion häufig gar keine Symptome; ansonsten verläuft eine Erkrankung meist grippeähnlich mit Lymphknotenschwellung (Hals), Kopfschmerzen,

Beschwerden im Rachenraum und Fieber. In schweren Fällen können die Hirnhäute befallen sein.

Chronisch Verläufe sind äußerst selten, können aber das Zentralnervensystem betreffen, den lymphatischen Apparat, Gelenke, Augen, Leber, Milz.

Aus diesen Informationen habe ich erste Versuche mit dieser Nosode abgeleitet.

Der Bezug zum Zentralnervensystem ist dabei schon mehrfach am Allgemeinbefinden zu erkennen gewesen:

Schwere Müdigkeit, fast  lähmungsartige Schwäche, auch einzelner Gliedmaßen!

Missempfindungen: Taubheitsgefühl, schmerzhaftes Kribbeln (Lyssinum).

Die Symptome zeichnen sich oft dadurch aus, dass sie nicht konstant sind sondern kommen und gehen, mal mehr, mal weniger.

Toxoplasmose bessert, wenn es passt, die Stimmung und stärkt vor allem die Zuversicht, schon allein dadurch, dass Schmerzen erleichtert werden.

Sehr häufig geht es um Entzündungsherde, oft auf kleine Bereiche beschränkt, ganz besonders in Kopfnähe, und die Symptome sind meistens mit Schmerzen verbunden:

Schmerz - brennend/dumpf/pochend.

Zahnschmerzen, kommen und gehen, Stellen, die über Jahre immer wieder mal Probleme machen.

Wiederkehrende Entzündungen im Nasen-Rachenraum, lästig, aber nicht wirklich schwer. Dennoch sind die Patienten genervt und oft auch beunruhigt.

Halsschmerzen kommen und gehen.

Hartnäckige Probleme im Schulter/Nackenbereich; Verspannungen, die sich mit anderen Nosoden nicht beheben lassen, in einem Fall verbunden mit brennenden Schmerzen auf der Haut

über dem betroffenen Bereich.

Rückenschmerzen, Verspannungen in der Lendenwirbelsäule.

Wiederkehrende Gelenkschmerzen: Arme, Hände, Finger, Hüfte.

Hartnäckige Fersenschmerzen, die sich wie eine Entzündung anfühlen:

Fersensporn, Knochenhautreizung.

In einem Fall Venenentzündung mit brennenden Schmerzen.

Schmerzhafte Hautläsionen, mit Brennen und Kribbeln

Toxoplasmose scheint allgemein die Fähigkeit zu Ausscheidungen zu stimulieren:

Schleim löst sich nach tagelangem unproduktiven Husten und Halskratzen

Dazu passt auch eine hartnäckige Trägheit der Verdauung, Neigung zu Verstopfung, zum Teil schon lebenslang.

Allgemeine Trockenheit der Haut und der Schleimhäute

Mehrfach habe ich eine Verschlimmerung in den Abendstunden beobachtet (Schmerz).

"Toxoplasmose" ist sicher keine Arznei, die ohne andere "große" Mittel einen Fall zu lösen vermag. Die Disposition, überhaupt typische Beschwerden zu entwickeln, muss immer mit Konstitutionsmitteln behandelt werden, und bisher habe alle betroffenen Patienten für ihre Begleitung neben Darmnosoden auch Impfnosoden gebraucht.

Dennoch kann dieses Mittel stagnierende Fälle deutlich voran bringen. Dabei geht es auffallend oft um häufige Beschwerdebilder, zum Teil wahre "Volkskrankheiten".

Ich habe die Toxoplasmose-Nosode bisher nur bei Patienten mit Kontakt zu Katzen oder mit bekannt positivem Antikörperbefund angewendet, werde aber den Einsatzbereich mit Blick auf den

laut Pschyrembel hohen Durchseuchungsgrad der Bevölkerung erweitern;

Repertorium:

Gemüt: im Allgemeinen

Entwicklungsstillstand in Kindern

Geschäftsleute entkräftet, ausgelaugt

Konzentration schwierig

Torpor

Traurig (endogen/periodisch)

Kopf: Beschwerden in Hirnhaut gefolgt von Steifheit

Entzündetes Gehirn (bei Kindern)/Hirnhaut (bei kleinen Kindern)

Hydrozephalus (Anfangsstadium)

Schmerz (heftig)

Beschwerden des Gehirns - bei Kindern/zirrhotisch

Auge: Entzündet - Iris/Netzhaut/Sehnerv/Uvea

Ohr: Geräusche im Ohr, Ohrgeräusche - Flattern

Nase: Katarrh/chronisch entzündet

Innerer Hals: chronisch entzündete Rachen/Katarrh in Rachen

Äußerer Hals: Abszess, Entzündungen, Schwellungen, Verhärtungen in Halsdrüsen

Bauch: Entzündete Ileum (follikulär/Ileitis regionalis)/entzündete Leber (Hepatitis A)/Mesenterialdrüsen (geschwollen)

Schmerz (ausstrahlend/in Nabelgegend)

Vergrößerte Leber/Milz

Rektum: Durchfall

Weibliche Genitalien: Abort in 1er - 2er - 3er Monat/Neigung zu Abort/wiederholt;

Menses - zu früh/Metrorrhagie

Atmung: Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen

Husten: im Allgemeinen

Brust: Entzündetes Myokard/entzündete Lungen

Herzerweiterung - Herzkammer l.

Herzgeräusche

Herzklopfen (Extrasystole/neurozirkulatorische Asthenie/unregelmäßig)

Schmerz in Präkordialregion

Rücken: Entzündetes Rückenmark

Glieder: Lähmung in Beine

Schlaf: Schläfrig

Fieber: Hitze im Allgemeinen

Intensive Hitze

Haut: gelb (bei Neugeborenen)/purpurn, blaurot/rot

Hautausschläge - Bläschen (Purpura)/Erythem (Purpura ähnelnd)/Erythema nodosum/Masern/Papeln/schuppig - rosa

Verhärtungen, Knoten etc. - rot

Allgemeines: Abszesse, Eiterungen, Entzündungen, Schwellungen, Verhärtungen der Drüsen

Chorea

Down-Syndrom

Entwicklungsstillstand/langsame Entwicklung

Entzündete Gelenke/Lymphgefäße (Knoten)/Muskeln

Eosinophilie

Familiengeschichte von Hepatitis

Hypertonie - übermäßig, extrem/Hypotonus (einschließlich arterieller Hypotonie)

Konvulsionen [epileptiform bei (Klein)kindern/epileptisch]

Krebsleiden (Anfangsstadium/in Drüsen

Lähmung einseitig nach Apoplexie/Paraplegie

Mononukleose in Kindern

M.S.

Schmerz - Gelenke/Knochen/Muskeln

Schwäche (bei entkräfteten, ausgelaugten Geschäftsleuten)

Sepsis. (bei Kleinkindern)

Syphilis

Tb. (in Anfangsstadium)

 

Komplementär: Nat-m.

 

Vergleich: Bunias. Carc. Siehe: Nosoden allgemein

 

Antidotiert von:

Vorbeugend: Umklaloabo = Okoubaka

 

Allerlei: Übertragen durch Eier/rohes Fleisch/Katzenkot

 

[Fritz Habekuß]

ZEIT ONLINE

Umwelt

Neuroparasiten: Wenn aus Tieren Zombies werden

Auch Menschen werden von Neuroparasiten kontrolliert

Neuroparasiten kontrollieren auch das Verhalten des Menschen: In Deutschland sind 60% der Bevölkerung mit dem Einzeller Toxoplasma gondii befallen. In der Regel bleibt solch eine Infektion symptomlos, im Akutfall haben Betroffene Fieber, Halsschmerzen und Schüttelfrost. Die Symptome gehen nach ein paar Tagen zurück, der Erreger bleibt. Er bildet Zysten in Muskeln und im Gehirn. Menschen stecken sich bei Katzen an, die für Toxoplasma der eigentliche Endwirt sind. Die Katzen haben sich bei Mäusen oder Ratten infiziert - ohne große Anstrengung. Der Parasit treibt ihnen die Beute direkt ins Maul: Infizierte Nager werden vom Odeur ihrer Feinde magisch angezogen. Anstatt panisch zu fliehen, krabbeln sie vertrauensselig auf die Katzen zu. Überhaupt sind infizierte Mäuse unternehmungslustiger und gehen größere Risiken ein. Sie sind leichte Beute. Dabei geht Toxoplasma mit chirurgischer Präzision vor: Die Mäuse verlieren nicht ihre Angst vor Licht, offenen Plätzen oder anderen Räubern, nur die Angst vor Katzen. Offenbar greift der Einzeller in den Hormonhaushalt der Nager ein.

Störenfried im Hormonhaushalt

Toxoplasma attackiert und manipuliert aber nicht nur Mäuse. Er verändert auch das Verhalten infizierter Menschen. Eine Studie aus Dänemark zeigt, das infizierte junge Frauen häufiger Selbstmord begehen.

Eine tschechische Studie untersuchte den Anteil von Toxoplasmose-Opfern bei Verkehrsunfällen. Sie waren fast 3x so häufig in Unfälle verwickelt wie Menschen ohne den Erreger. Offenbar verlangsamt Toxoplasma die Reaktionszeit. Weitere Untersuchungen liefern Hinweise darauf, dass Toxoplasma bei der Entstehung von neurologischen und psychischen Krankheiten eine Rolle spielt. Der Parasit könnte bei Parkinson, Alzheimer, bipolarer Störung und Schizophrenie eine Rolle spielen, wird spekuliert. Offenbar verändert der Erreger das Zusammenspiel der Botenstoffe im Gehirn, unter anderem den Einfluss von Dopamin. Andere Studien weisen darauf hin, dass er auch den Hormonhaushalt durcheinanderbringt. Bei Männern steigt der Testosteronspiegel, sie werden aggressiver, risikofreudiger und sexuell aktiver.

Bei Frauen bewirkt der Parasit das Gegenteil.

Während einige dieser Erkenntnisse als gesichert gelten, stehen hinter anderen Ergebnissen noch Fragezeichen. Ob Infizierte risikofreudiger sind oder Risikobereite sich eher infizieren, lässt sich schwer nachprüfen.

Für Joachim Kurtz klingen die Erkenntnisse aber durchaus plausibel: "Das Gehirn von Mensch und Maus – dem eigentlichen Zwischenwirt – ist nicht so verschieden. Und auch wenn der Mensch für den Parasiten heute ein Fehlwirt ist, ist er früher durchaus einmal Beutetier für Großkatzen gewesen."

Die Welt der Neuroparasiten wirkt wie einem Thriller entnommen. Doch sie lehrt den aufmerksamen Beobachter mehr als nur das Fürchten. Wer versteht, wie das Gift der Schlupfwespe Kakerlaken willenlos macht, kann verstehen, wie das Verhalten im gesunden Tier gesteuert wird. Die Forscher in Plön sehen sich den Bandwurm deshalb genau an, um zu verstehen, wie Immunsysteme funktionieren. Weil Parasiten ihre Wirtsspezies unter Druck setzen, immer neue Abwehrstrategien zu entwickeln, sind sie eine Triebfeder der Evolution. Ohne Parasiten gäbe es wohl keine so große Artenvielfalt auf der Erde: Die Schmarotzer erzwingen kreative Anpassung. Manfred Milinski geht in seiner Wertschätzung sogar noch weiter: "Ohne Parasiten und Infektionskrankheiten würde wir heute noch immer als RNA-Moleküle in der Ursuppe schwimmen."

 

[Sven Sauter]

Themen, Symptome und Symbole der Toxoplasmose

• Autounfälle

• Behinderungen, geistige

• Blockade, blockiert

• Depressionen

• Entwicklung verzögert

• Hemmungen, gehemmt

• Kinder

• Konzentrationsschwierigkeiten

• Lernschwierigkeiten

• Manisch-depressive Störungen (Bipolare Störungen)

• Psychose

- manisch-depressive Störungen (Bipolare Störungen)

• Schizophrenie

• Schuldgefühle

• Schwangerschaft

• Selbstbewusstsein, mangelndes

• Tiere: Katzen, Nagetiere, Zugvögel

• Traurigkeit

• Wahnidee, schuldig zu sein

• Wesensveränderungen

• Widerspruchsgeist bei Jugendlichen

Symptome der Toxoplasmose

Kopf:

• Encephalitis

- disseminata

• Hydrocephalus

• Kopfschmerzen

- Hypertonie, mit

- unerträgliche

• Meningitis

- der Kinder

• Migräne, biliöse

• Verkalkungen der Hirngefäße

Augen:

• Chorioiditis

• Entzündungen

• Konjunktivitis

• Lähmungen der Augenmuskeln

• Retinitis

• Uveitis (Regenbogenhautentzündung). Entzündung der mittleren Augenhaut.

Ohren:

• Schwerhörigkeit, Taubheit

- Innenohr (Syph.)

Nase:

• Schnupfen

            - Kinder

- rezidivierend

Mund:

• Zyanose der Lippen

Brust:

- HERZ

• Arhythmie (selten)

            - Extrasystolen

• EKG;

- Störungen der Repolarisation (Erregungsrückbildung) in der ST-Strecke +/o. der T-Welle.

• Entzündungen

• Herzbeschwerden

- angeborene

- in der Familienanamnese

• Hypertrophie, links

• Myocarditis

- subakute

• systolisches Geräusch

• Tachykardie (auch Bradykardie)

• Ventrikel, links

            - LUNGE

• Husten

• Pneumonie

            - atypische

Magen:

- Entzündungen (Gastritis)

Bauch:

• Bauchschmerzen

• Hepatitis

            - juvenile

• Hepatosplenomegalie

• Lymphadenitis

            - mesenteriale (Appendicites-ähnliche Symptome)

Rektum:

• Ileitis

• Morbus Crohn

Weibliche Organen:

• Menarche, frühe

• Menorrhagie

• Metrorrhagie

• Abort - 1.- 3. Monat

            - rezidivierend

Glieder:

• Arthritis

• Kälte der Hände und Füße

• Krämpfe

- der Kinder

• Lähmungen

- Hemiplegie

- Paraplegie

• Multiple Sklerose

• Schmerzen

• Spastiken

Haut:

• Erythema nodosum

• Hautausschlag

- flechtenartig

- knotig

- maculo-papulös

 

 

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