Azadirachta indica (Aza) = Neembaumrinde/= Nimba (I)/= Margosabark/= Indischer Flieder/= Paradiesbaum/= Paternosterbaum/= Zedrachbaum.

“Geschenk des Himmels”

= Echi-/Eup-per-/Okou-ähnlich/= Indisches Lycopodium;

Vergiftung: Schwindel/Sehen vermindert/erweiterte Pupillen/verwirrt/Qual/Koma;

Negativ: A. Fieberanfang 15 h. - 19 h. + glühendem Hitze im Gesicht + SCHWEIß Oberkörper, B. Schweißanfang am Stirn + erstr. langsam über Rumpf,

C. VERlangt kalte Getränke, D. Rechtsseitig;

 

Depressiv/schwaches Kurzgedächtnis, Fehler in (Rechts)schreiben, inaktiv/ängstlich, Appetit/Durstlos/Durst mit lange Pausen, Fieber periodisch/(Spätnach)mittags (mit Hitze + brennen), OberkörperSCHWEIß, Rheumaschmerz, brennen (Gesicht/Augen/Hautflächen/ Fußsohlen), Juckreiz ohne Ausschlag/for low grade infection;

HeimatSüdlicher Himalaja, Indien, Birma, Afrika, Amerika.

Inhaltsstoffe: Samen: Azadirachtin, Limonoide, Terpenoide, Bitterstoffe

Blätter: Limonoide, Terpenoide.

Beschreibung:

Der anspruchslose, schnellwüchsige Neem-Baum gedeiht in tropisch heißem Klima. Unter der hellgrauen Borke des bis zu 12 m hoch werdenden Baums verbirgt sich rötliches Holz. Bis zu 50 cm lang werden die eschenähnlichen Blätter, die ein lockeres und ausladendes Laub bilden. Rotviolette Blütenrispen, die von Februar bis April den Baum zieren, verströmen einen fliederähnlichen Duft. Aus ihnen entwickeln sich kirschgroße, goldgelbe Steinfrüchte mit holzigem, mehrkantigen Kernen.

Verwendung

Wahre Wunder spricht man dem Neem-Baum zu, der bald alle Geißeln der Menschheit heilen können soll. Was er tatsächlich bewirkt, gilt es noch zu untersuchen. Heute schon bewiesen sind auf jeden Fall die vielfältigen mikroziden, entzündungshemmenden und immunstärkenden Eigenschaften. So wirken Neemblätterextrakte nachweislich gegen 14 Pilzarten (u.a. Candida), eine Vielzahl von Bakterien (z.B. das Wundbrand-Bakterium Staphylococcus aureus und der Typhus-Erreger Salmonella typhosa) sowie vorbeugend gegen virale Infektionen. Hier wurde eine Wirkung bei Pocken, Windpocken, Hepatitis B und Herpes nachgewiesen. Alle Pflanzenteile des Neem-Baumes finden in der Ayurvedischen Medizin Anwendung, wo der Baum wegen seiner kühlenden, formenden und trocknenden Eigenschaften geschätzt wird.

Die Neem-Blätter/-zweigen werden vielfach zur täglichen Pflege von Haut, Haaren, Nägeln, Zahnfleisch und Zähnen verwendet.

Auch therapeutisch finden Auszüge der Neem-Blätter wegen ihrer milden antiseptischen und stärkenden Wirkung einen breiten Anwendungsbereich: bei Schwächezuständen und überstarkem Nerven-Sinnes-Prozess wie Haarausfall, Schuppen, Kopfläusen, Nagelmykosen, chronischen Parodontopathien und Ekzemen, als auch bei übersteigerten Stoffwechselprozessen wie unreiner

Haut, Akne, Nagelbettentzündungen und schlecht heilenden Wunden. Aus den Samen wird als umweltschonendes Pflanzenschutzmittel der Inhaltsstoff Azadirachtin gewonnen, der als Fraßhemmer und Insektizid eingesetzt wird.

Wissenswertes

Zu der Familie der Meliaceen gehören tropische Baumarten wie Mahagoni.

Nach der indischen Vorstellung lebt im Neem-Baum eine der ältesten Gottheiten Indiens: die Göttin Sîtalâ, = Heilerin der Pockenkranken auftritt. Der Baum wurde deshalb neben Tempel und zum Schutz vor Krankheiten vor die Wohnhäuser gepflanzt. Seine Zweige finden Verwendung bei Neujahrsriten und Frühjahrskuren, bei Geburten werden Hütten und Wohnstätten mit ihnen geschmückt,

um göttlicher Hilfe teilhaftig zu werden. Um die gestörte Sîtalâ zu besänftigen, wenn man sich an ihrem Wohnsitz bedient, werden Opfergaben vor den Baum gelegt, bevor Zweige abgebrochen werden.

Heute wird der schattenspendende Neem-Baum noch immer gern an Alleen und Felder gepflanzt, da er die Luft erfrischt und Insekten fernhält. Wegen seiner vielseitigen Wirkungen wird Neem in Indien auch "Die Dorfapotheke" genannt. Sogenannte "Zahnfegen" dienen dort wie Zahnbürsten zur täglichen Pflege: Junge Zweige werden solange gekaut, bis sie pinselartig ausgefranst sind und anschließend als Zahnbürste verwendet. In den letzten Jahren stand der Neem-Baum auf andere Weise im Blick des öffentlichen Interesses: 1995 hatte die amerikanische Agrofirma W.R.Grace, Entwickler eines Insektizids auf der Grundlage von Neem, ein Patent auf den Neem-Baum erwirkt, das ihr am 10. Mai 2000 vom Europäischen Patentamt wieder entzogen wurde. Mehr als eine halbe Millionen Inder waren zuvor in Bangalore Sturm gegen das Patent gelaufen, wollte man ihnen doch ihren heiligen Neem-Baum streitig machen.

Auszüge der Blätter finden sich in Dr.Hauschka Augenbalsam, Eyeliner liquid, Gesichtsöl, Neem Haarölkur, Neem Haartonikum, Neem Nagelöl, Mascara, Volume Mascara und Rosen Deomilch sowie in Dr. Hauschka Med Forte Zahncreme Minze. In der Haarpflege werden Neemblätter wegen ihrer festigenden Wirkung auf den Haarboden geschätzt. ;

Ursache:   Kälte ;

 

Vergleich: Enthält: S.; Androg-p [= King of Bitters/= Indische Echinacea/= Bhui-neem (= kleine Neem)/= Hempedu Bumi (= bile of earth)]. Ars. Cedr. Chin. Nat-m. 

Neem Hair Lotion wa (gegen Läuse).

Siehe: Sapindales + Insektiziden  

Echi (fördert Immunsystem) ó Tabebuia  ó  Aza (antibiotisch/ antiparasitisch/antifungae)

 

Unverträglich: Kälte als Ursache/Abmagerung/Erschöpfung

 

Antidotiert: Chin. Chinin.

 

Wirkung: antiviral/antibakteriell/fungizid/insektizid/psorisch/sklerotisch/periodisch/sterilisierend                               r. seitig

Allerlei: tropisch Asien/Afrika anspruchslos/Schatten/Staubfänger/Tierfutter

 

Phytologie: Verdauung (Milz)/Kreislauf/Atem-/Harnwegen

Bluthochdruck/Gelbsucht/Geschwüre/Malaria

Schilddrüsen

Kopfschmerz

Stärkt Immunsystem

Rezept 2 - 3 Gr. Blätter o. Rindepulver als heiße Aufguss/danach übernacht stehen lassen/morgens schlückchenweise trinken

Haut: Rezept: 2 - 3 Esslöffel mit 1 Ltr. Wasser abbrühen als Badezusatz

Öl nur äußerlich bei Pilz/Lepra?

Parasiten

Southeast Asia in combatting lice/other insect pests as well as for internal treatment for worms/gastritis/rheumatic complaints and skin ailments. Twigs from the Neem  are also widely used as “toothbrushes.” Chewing on the end of a twig produces a bundle of fibers that is well suited for tooth cleaning, as it gives off aromatic-tasting and anti-inflammatory substances that promote oral hygiene. Because of their toxicological safety, low production cost, favorable eco-toxicological properties and the ease of cultivating the tree in the tropics, Neem preparations now used across the globe to fight migratory locusts and other insect pests. In our latitudes as well, a purified Neem extract (NeemAzal) has been successfully tested on a great number of plant pests and has been authorized in Germany as a plant protection agent. NeemAzal preparations have also been successfully used in combatting clothes moths and other textile pests, as well as in home environment treatment to prevent dust mite allergies. The preparation Milbiol (mit Neembaum-Öl ist fünffach biologisch wirksam gegen Hausstaubmilben), made by Biocur, has been licensed for this use based on its success in long-term studies.

What is particularly remarkable about Neem extracts is their highly specific insectistatic action, which operates essentially by influencing the insects’ molting process. This is why death of the insects does not ensue immediately (and the discovery of living lice after application is no sign of failure), but only at the next molting of the growing animal. There is however an inhibiting effect on the animals’ eating and biting behavior even before molting, so that complaints such as itching of the scalp mostly recede after the initial application. In vitro tests with Neem extract demonstrated that its inhibiting effect on cell growth is approximately 106 x more powerful on insect cells than on the 3 different mammalian cell lines included in the study. Reports from India refer to cases of poisoning after oral intake of Neem oil by children, who developed symptoms reminiscent of Reye Syndrome (plötzlich erbrechen/bekommt Fieber/ruhelos und reizbar/Hypoglykämien). It is assumed however that the intoxication was due not to the Neem oil itself but to mycotoxin impurities (aflatoxins B and G). The Trifolio-M company of Lahnau, which works intensively with organic approaches to pest control, has produced a purified and certified aflatoxin-free Neem extract in shampoo form suitable for louse control, although it is officially marketed as a “hair care product for lice control”. The NeemAzal extract contained in it has been thoroughly tested in animal tests, and very minimal toxicity was found with oral application (no cases of lethality/temporary apathy and bristling of fur in rodents at extremely high concentration). No symptoms similar to those of Reye Syndrome mentioned above were observed; hence it can be assumed that the substance responsible for the isolated cases of acute toxicity of non-purified Neem oil was eliminated in the extraction and purification process. Dermal compatibility was very good: Long-term studies revealed no indications of carcinogenic action and genotoxicity tests in bacteria, mammalian cells and mice gave negative results. The results of two-generation feeding studies with rats showed no indications of reproductive impairment with oral administration (in vaginal application Neem extracts have been successfully tested as a spermicide in India); nor have any teratogenic effects been observed.

Niemann and Hilbig of the Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz summarize as follows: “Based on the available data from valid toxicological studies, Neem Azal-T/S can be assumed to pose no health risk to the applier or user.”

At the pediatric clinic of Iserlohn a clinical study was conducted on a product now available in pharmacies under the name of “Neem-Extrakt FT-Shampoo” (generally the manufacturer must be indicated as well). In this study, children were treated both for head lice and scab mites (for which tests are now in process). With head lice, the treatment was particularly successful when the hair was shampooed on the 1st, 3rd and 10th day. The shampoo should be allowed to act for at least 10 - 20 min. Neem Hair Lotion wa Läuse.

 

Repertorium:                                   [P.C. Majundar]

Azadirachta indica

Gemüt: Demenz (senilis)/Dementia

Fehler; macht (schreibend/sprechend (Buchstabierend)

Gedächtnisschwäche [für Eigennamen/für Tatsachen, Fakten (kurz zurückliegende Tatsachen)]/Gedächtnisverlust/vergesslich

Hypochondrie/traurig

Kopf: Kopfhaut empfindlich gegen Berührung

Schmerz (Wehtun)

Auge: Schmerz - Augäpfel

Nase: Katarrh

Gesicht: < während Hitze

Mund: Papillen - aufgerichtet/vergrößert

Vergrößert: Zunge

Rektum: Durchfall

Männliche Genitalien: Erregbarkeit der Genitalien/Sexverlangen vermindert

Weibliche Genitalien: Fluor reichlich/Metrorrhagie

Brust: Schmerz - (hinter) Brustbein/Rippem/Zwischenrippenmuskeln

Rücken: Schmerz [Dorsalregion (Schulterblätter)]

Glieder: Hitze in Finger/Füße (während Fieber)/Hände (während Fieber)/Handflächen/Zehen

Kribbeln - Finger/Hände/Handflächen/Zehen

Schmerz einige

Schlaf: Erwacht häufig/schlaflos

Träume: Kämpfe/Streitigkeiten

Fieber: Nachmittags (13 - 18 h)

Anfallsweise erscheinendes Fieber, in Schüben - nachmittags

Intermittierendes, chronisches Fieber, Wechselfieber

Schweiß mit Hitze

Frost: Geringer, leichter Frost

Schweiß: an oberer Teil des Körpers

Haut: Hautausschläge - Lepra

Allgemeines: r./15 h./nachmittags (13 - 18 h)

Chininmissbrauch, Folgen von

Eosinophilie

< im Freien

Schmerz - rheumatisch

Speisen und Getränke: Verlangt: kalte Getränke, kaltes Wasser/Süßigkeiten;

Gehen abgeneigt

 

 

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