Lithium metallicum (Lith-met)

 

Lithium                                  Ego/Ich                                  Anfang

Gebrauch: decreased reaction time or accuracy (playing ball/driving a car)/decreased memory/increased memory for optical stimulants/increased ability to perform complex tasks

Nausea/stomach pain/abdominal pain; Stool soft

Skin: eruptions resembling psoriasis, formation of pimples, aggravation of existing skin conditions

Nervous system: trembling of hands (causing illegible handwriting)/up to the coarse, irregular tremor, cerebral spasms in cases of existing damage to the CNS

Muscle weakness/sensation of fatigue in arms and legs, also over-stimulated reflex responses with fibrillar muscle contractions

Endocrine system: caused by the inhibition of thyroid functions: development of a myxedema (symptoms of a slight depression, fatigue, lack of vitality, sensitivity to cold, thickened skin), enlargement of throat caused by goitre formation

Urogenital System: caused by impact on water elimination: kidney dysfunctions with polyuria (excessive secretion and discharge of urine) and resulting polydipsia (excessive thirst), development

of edema (feet, hands, abdominal wall, face)

Metabolism: caused by impact on metabolism or appetite regulating center of brain: weight gain

decreased sexual desire;

Vergiftung: Cerebral damage: Insecurity while walking with muscle contractions and tremor of hands/Speech defects combined with incoordinated motion

Unconsciousness with inarticulate sounds or motions of head/epilepsy. 

Caused by kidney damage: Oliguria with after-effects;

Thema: Formlos: Lösung: Mehr geben als nehmen;

Kind/Anhang: 

Negativ: A. Impulsive, B. unstable, C. restless;

 

Cause: neglection by the parents.

Ich/Identität/Willen = schwach, kann nicht entscheiden/ beschäftigt mit Kleinigkeiten/kann kein Ende fassen/fangen Neues an/bringen nichts zu Ende, schwarz-weiß denken/ handeln, Gleicht aus zwischen Manie und Depression, Freitod, Kritiklos, launisch, quälende Gedanken, schlaflos;

Nervenschmerz/Rheuma/Nierenbeschwerden/Gicht/Gedächtnis/Hingave/Demut;

[Bhawisha Joshi]

MEINE Existenz ist völlig abhängig von DIR.

Noch nicht einmal der Gedanke an Trennung ist zu ertragen.

Lithium gehört zur 1

Spalte, der Gruppe der Alkalimetalle

Diese haben nur ein freies Elektron in ihrer Außenschale und einen größeren Atomdurchmesser, weshalb sich das letzte freie Elektron kaum noch im Bereich

der Kernanziehungskraft befindet. Sie sind äußerst instabil und gehen sehr leicht Verbindungen ein, um stabil zu werden.

Es sind hoch reaktive Elemente, die unter besonderen Bedingungen aufbewahrt werden müssen, damit sie keine Verbindungen bilden

Wie das Element, dem es aufgrund seiner außerordentlich hohen Reaktivität nahezu unmöglich ist, unabhängig als stabile Entität zu existieren,

zeigt das Mittelbild von Lithium eine Unfähigkeit, getrennt von seiner Bezugsquelle zu überleben.

Lithium hat das Gefühl, außer Stande zu sein, sich auch nur die einfachsten Grundbedürfnisse selbst zu befriedigen, oder über keinerlei innere Ressourcen zu verfügen

Er fühlt sich so unvollständig wie das Element mit nur einem kümmerlichen Außenelektron, dass er keine Möglichkeit sieht, ohne jemanden, der ihn vervollständigt,

weiter zu existieren.

ICH kann nicht aus eigener Kraft leben.

Diese totale Abhängigkeit drückt sich bei Lithium-Patienten in den Beziehungen aus, die sie unterhalten.

Sie fühlen sich derart abhängig von bestimmten Menschen, dass sie möglicherweise äußern, ohne sie sterben zu müssen.

Die Beziehung stellt für sie auf irgendeine Art eine Lebensquelle dar; sie versorgt sie mit den unentbehrlichen Grundlagen, die sie zum Überleben brauchen.

Lithium-Patienten geben zu verstehen, dass sie sich in ihrer Familie oder ihrer Beziehung so sicher wie ein Baby im Mutterleib fühlen, was in Entsprechung zum Geburtsprozess der 2e Reihe steht.

Dieses Stadium kann mit dem Zeitpunkt verglichen werden, in dem der Kopf des Babys in das Becken der Mutter vordringt, also etwa zwei Wochen vor Einsetzen der Wehen. In dieser Phase der Schwangerschaft, in der das Baby immer noch mit der Mutter verbunden und sein Leben von ihr vollstän dig abhängig ist, hat der Aufbruch in die Vereinzelung bereits begonnen. Es hat sich etwas verändert: Das Baby hat sich so weit entwickelt, dass die Fortsetzung dieser abhängigen Beziehung als Fötus im Mutterleib für ein gesundes Leben nicht mehr förderlich wäre.

Das spüren beide, sowohl die Mutter als auch das Kind: „Es reicht!“ – und die Trennung wird eingeleitet.

Es ist Zeit, diese Abhängigkeit zu ändern. In diesem Moment, der sowohl die völlige Abhängigkeit als auch das bevorstehende eigenständige Überleben in sich birgt, kommt die Frage auf: Werde ICH in der Lage sein, mich zu trennen? Natürlich nicht. „Ich bin unfähig zu atmen, mich selbst zu ernähren oder aus eigener Kraft zu leben.

Ich ziehe es vor, in meiner Mutter zu bleiben.

“ Beim erwachsenen Lithium-Patienten drückt sich das so aus: „Ich muss bei der Person bleiben, von der ich abhängig bin, denn ich kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Sie ist mein Rettungsanker. Ohne sie wäre ich am Boden zerstört und könnte nicht überleben.

Ich bin zu schwach und zu zerbrechlich, um allein zu leben. Ich kann mich nicht lösen.

Ich bin wie ein Baby.

“Die Grundbedürfnisse„ Mein Überleben hängt von dir ab.

Du nährst mich, kleidest mich und sorgst für alles, was ich brauche.

Du hilfst mir sogar, zu essen und zu verdauen.

Mein Organismus ist oft nicht im Stande, die fürs Überleben notwendigen Stoffwechselfunktionen durchzuführen.

“Schwäche und Verletzlichkeit“ Ich bin zu zart und zu zerbrechlich, um mich selbst zu erhalten.

Ich bin naiv und verletzlich und habe viel zu viel Angst vor der Außenwelt.

Ich bin nicht stark genug, allein hinauszutreten.

“Trennung aus der Abhängigkeit„ Eine Trennung kommt gar nicht in Frage

Ich bin absolut unfähig, mich zu trennen. Ich klammere mich an andere und fühle mich rundum wohl dabei.

Ich fürchte mich davor, meinen Halt zu verlieren

“Der Mutterleib„ Der Mutterleib ist mein kleines Paradies, mein Wohlfühlbereich.

Dort ist es warm und gemütlich. Ich möchte mich hineinkuscheln und für immer dort bleiben.

Dieser Ort verschafft mir Sicherheit und Behaglichkeit, dort kann ich leben, ohne an die Welt draußen denken zu müssen“.

Fallbeispiel

Dieser Patientin hatte ich zuerst Thuja gegeben. Nachdem keine wirkliche Veränderung festzustellen war, war ich gezwungen, die erhaltenen Informationen neu zu überdenken.

Es handelte sich um eine junge Frau mit Magenproblemen und Reizdarmsyndrom.

Sie war im Januar 2002 zu mir gekommen. Sie begann die Anamnese mit der Mitteilung, ihr Magen sei empfindlich und schmerze.

Sie konnte keine Nahrung aufnehmen und befand sich daher in einem sehr schlechten Ernährungszustand.

Sie beschrieb sich selbst als „so zart“ und „so sensibel“ und erzählte ausführlich von ihrem Fall

Diese übermäßige Zartheit brachte mich auf Thuja, doch nach Ablauf eines Monats war keine Besserung zu erkennen.

Einen Monat später bekam sie sogar eine akute Mageninfektion, und meine Hilfe war gefordert.

Aus Fällen wie diesem lernt man zuweilen am meisten. Es ist, wie Margaret Tyler sagte: „Glücksfälle führen nirgendwohin. Nur das Studium seiner Fehler lehrt ihn [den Homöopathen] die Kunst

der Verordnung.“

Leider war sie zu krank, um mir für eine Wiederholungsanamnese zur Verfügung stehen, also ging ich meine Aufzeichnungen noch einmal durch.

Ich fand Folgendes:

P: Ich bin so zart und zerbrechlich, dass ich nicht auswärts essen gehen kann.

Nicht einmal zu Hause kann ich etwas Gewürztes essen. Ich esse nur fade Sachen. Ich vertrage weder Linsen, Weizen noch Reis.

Was soll ich essen? Wie soll ich überleben, wenn mein Körper die Nahrung noch nicht einmal verdauen kann? Nahrung ist doch absolut lebensnotwendig.

Schauen Sie mich an: Ich bin nicht in der Lage, zu essen und die Nahrung zu verdauen. Ich bin völlig unterernährt.

Helfen Sie mir! Ich verliere meine ganzen Haare.

Ich brauche einen Arzt, der meinen Körpertyp versteht und meinen Darm stärken kann.

Wenn Sie mir helfen, wenigstens wieder Nahrung verdauen zu können, dann bekomme ich Energie.

Jedesmal, wenn ich etwas esse, frage ich mich, ob ich nach dieser Mahlzeit nicht ins Krankenhaus muss. Habe ich die Nummer meines Mannes griffbereit? Habe ich die Telefonnummer meines Arztes im Kopf, so dass ich sie auch noch im halbkomatösen Zustand herausbringe? Sobald ich in der Obhut eines Anderen bin, brauche ich nicht

mehr nachzudenken. Ich weiß, ich werde überleben, mein Arzt wird mir eine Infusion geben, er wird sich um alles kümmern, und ich werde diese Katastrophe überstehen.

Ich bemerkte, dass sie ihre Medikamente überall mit sich trug. Sie hatte eine Reise abgebrochen, weil sie Angst bekommen hatte, krank zu werden. Obendrein wollte sie, dass ihr Mann nicht mehr auf Reisen ging; sie scheute keine Mühen, um ihn daran zu hindern, irgendwohin zu fahren. Sie sorgte dafür, dass er gar nicht erst weggehen konnte. Das war der Punkt, an dem mir in meinen Aufzeichnungen etwas Ungewöhnliches auffiel. Sie fuhr fort:

P: Ich brauche meinen Mann, und ich brauche meinen Arzt, sie müssen erreichbar sein.

Was würde ich tun, wenn sie nicht da wären? Ich könnte sterben! Ich bin nur am Leben, weil diese Menschen bei mir sind. Wenn sie da sind, ist es, als ob sie buchstäblich die Führung übernähmen. Ich brauche nicht mehr an mich zu denken oder irgendetwas für mich zu tun.

Mir fiel auf, dass sie ihr Überleben von diesen Personen abhängig machte. Ihr Thema war ein ganz ursprüngliches. Es hieß nicht nur: „ICH brauche DICH vollständig“

(1. Spalte), sondern auch: „ICH brauche DICH für mein bloßes Überleben“: „Ich kann ohne sie nicht leben.“ Das ist das, was der Fötus im Mutterleib spürt (2. Reihe).

„Ich kann nicht getrennt überleben“, heißt der Punkt, an dem sich die 2e Reihe mit der 1st Spalte kreuzt.

Dann hatte sie gesagt:

P: Angenommen, ich esse etwas und mir wird übel, dann gerate ich total in Panik, bis mein Mann kommt und mich ins Krankenhaus bringt. Es geht mir so lange entsetzlich, bis ich den Arzt sehe. Sobald ich ihn sehe und sein Gesicht erkenne, weiß ich, dass ich die richtige Behandlung bekommen werde. Dann bin ich zufrieden, und alles kehrt zur Normalität zurück.

Sie fühlte buchstäblich: „ICH kann ohne DICH nicht überleben.“ Deshalb beschloss ich, ihr Lithium metallicum 1 M zu schicken.

Von diesem Arzneimittel ging es ihr sofort viel besser. Bei ihrem ersten Follow-up sagte sie, sie habe angefangen, kleine Mengen gewürzter Speisen zu sich zu nehmen.

Ein paar Monate später begann sie auszugehen, sich nach und nach  loszulösen und mehr Zeit fern von ihrem Mann und ihrem Arzt zu verbringen. Acht oder neun Monate nach Mittelgabe ging

sie schon allein auf Reisen, ohne die Telefonnummern ihres Mannes und ihres Arztes dabei zu haben.

Interessanterweise ließ sie in einem ihrer Follow-ups anklingen, der Grund für ihre derart starke Abhängigkeit sei gewesen, dass sie nie eine Mutter gehabt habe. Sie sagte mir, ihre Mutter sei unmittelbar nach ihrer Geburt gestorben, so kurz nach ihrer Trennung von ihr, dass sie ihren existenziellen Halt verloren hatte. Sie steckte fest an der Stelle, an der sie allein gelassen worden war,

um in dieser Welt für sich selbst zu sorgen. Sie hatte das Gefühl, es einfach nicht allein schaffen zu können. Allein schon ihre Atmung und ihr Überleben hingen von ihrem Mann und ihrem Arzt ab - ihren Rettungsankern.

Als sie immer unabhängiger geworden war, sagte sie bei einem der letzten Follow-ups: „Jetzt bin ich frei. Ich brauche mich nie mehr an irgendjemandem festzuhalten.“

[Bhawisha Joshi]

Herzbeschwerden + Beschwerden der Harnwege

Druck in der Herzgegend beim Aufstehen zum Urinieren, nach Urinieren besser

Herz - Schmerzen vor und während dem Urinieren; auch vor und während den Menses

Rheumatische Schmerzen in der Herzgegend - < Bücken.

Schmerzen in den Extremitäten

Fingergelenke empfindlich und schmerzhaft

Schlaflosigkeit

Lithium hat große Dienste bei der Behandlung von Herzklappenerkrankungen und von Zuständen nach akuten Entzündungen geleistet

Ein Begleitsymptom der Herzbeschwerden ist: „Beim Einatmen fühlt sich die Luft bis in die Lunge hinein kalt an“.

 

Repertorium:

Gemüt: Angst (auf die Zukunft)/Furcht [vor Fliegen/vor Fremden/vor dem Gehen (über eine belebte Straße)/grundlos/vor drohender Krankheit/Krebs/mit Lebensüberdruss/in Menschenmenge/vor Operation/vor dem Tod/vor Versagen, Misserfolg]

Demenz

Empfindlich (gegen Kritik)

Gedanken hartnäckig

Gleichgültig, Apathie

Hysterie/erregt/Manie (# Niedergeschlagenheit)

Konzentration schwierig

Orientierungssinn - vermindert

Ruhelos

Schüchtern, zaghaft/langsam

Selbstvertrauenmangel (möchte Unterstützung, Zuwendung)

Spontan, impulsiv

Suizidneigung; Neigung zum Selbstmord

Traurig

Unentschlossen, schwierig Entscheidungen zu treffen

Vergesslich

Verstümmelt seinen Körper

Verwirrt geistig

Mund: Geschmack - metallisch

Nieren: Nierensteine

Brust: Angina pectoris (durch Rheuma)

Mit Herzbeschwerden

Glieder: Zittern in Hände

Schlaf: Schlaflos

Schweiß: Reichlich

Allgemeines: Nachts

Fettleibigkeit

Beschwerden während Genesung, Rekonvaleszenz nach Chemotherapie

Hypothyreose

< durch Licht

Speisen und Getränke: <: Obst/choc.; Verlangt: Getränke/Kaffee;

Durch Strahlentherapie

Verlangt nach Tabak

 

Vergleich: Croc. Puls. Purpurrot Turquoise.

Siehe: Veratrumgruppe +  Stadium 1 + Periode 2 + Comparison Lithiums

 

Unverträglich: Renal insufficiency/cardiac insufficiency/inadequate Na levels/low sodium diet, pregnancy/hypertension/gastrointestinal diseases/adrenal insufficiency

 

Lithium Element 

Narr. “Don Quichotte”

Vergiftung: Übel/erbrechen/Durchfall7DURST/URIN/Apathie/Seh-/Hörstörungen/ Inkoordination/zittern/Zuckungen/willkürliche Bewegungen gehemmt/Herzstörungen/ Bluthochdruck;

Gebrauch: Chemotherapie/fördert Immunsystem (enthalten in Lymphknoten), Alkoholmissbrauch;

Nebenwirkungen: Träge/verwirrt/desorientiert/DURST/übel/erbrechen/Muskelschwäche/ Ataxie/zittern/Übergewicht/vergrößerte Schilddrüse/Struma/schlaftrunkenes Empfinden/ schlaflos/Ausschlag/Mann vermindert fruchtbar/Metallgeschmack, 2. Delirium/Krämpfe/ Nierenbeschwerden, 3. Koma;

Thema: Form: Negativ: Mehr geben als nehmen, Ich/Identität/Willen = schwach, kann nicht entscheiden/beschäftigt mit Kleinigkeiten/kann kein Ende fassen/fängt Neues an/bringt nichts zu Ende/beeinflussBAR, schwarz-weiß denken/handeln, Gleicht aus zwischen Manie und Depression, Freitod, Kritiklos, launisch, quälende Gedanken, schlaflos.

Übergang Kind - Erwachsene = schwierig. Will keine Verantwortung tragen/Entscheidung fassen;

 

Lithium = 1e feste Element

= leichteste Metall + 3. leichteste Element, hat Anteil in Universum

Lithium findet bei Manisch-Depressiven als Langzeittherapeutikum Einsatz und kann zu Struma führen.

Lithiums (manisch-depressiv) ó Natriums (kultiviert Alleine sein) ó (Magnesiums (empfindet ein Beziehungsrecht/sucht weiter)

Kalkhungrige pflanzen nehmen Lithium auf und Erkranken daran.

Algen + Pilzen nicht (= Ca-frei)

Gebraucht in Feuerwerk

 

Lithiumverbindungen:

Lith-ac.                                  Lithium aspartat

Lith-be.                                  Lith-br..x                               Lith-c.

Lith-f.                                     Lith-i.                                         Lith-l.

Lith-m.                                   Lith-met.                               Lith-p.

Lith-sal.                                 Lith-s.

Lithiumverbindungengebrauch wird antidotiert von Thyr-verbindungen

 

Lithiumhaltige Gesteinen: Amblygonit                                      

Argilit (Al (14%) + Ca (6%) + Cu + Co + Fe (5%) + Li + K (4%) + Mg (2,5%) + Mn (0,2%) + Mo + Na 0,2%) + P (0,15%) + Si (49%)

Granit                                                            Hiddenit (Al + Li + Si)#

Kunzit (Li + Al + Si)#                                   Lepidolith. (enthält Li)

Petalit (Li + N + Al + Si)                               Spodumen (Li + Al + Si)#

Triphylit

 

Quelle: Wasser/Zwiebeln/Algen/Zuckerrohr/Salat/Tomaten/Kohlrabi/Karotten/ Kohl/Eier/Milchprodukten/Fleisch/Fisch/TAB

 

Lithiumhaltige Quellen: Carl. Gast. Get. Sanic. Skook. Wies.

Lithiumhaltige Pflanzen: All-c. Brass. Dauc. Hyos. Lact-s. Nux-v. Ranunculacae. Solanacae.

 

[Bhawisha Joshi]

Lithium gehört zur 1e Spalte, der Gruppe der Alkalimetalle

Diese haben nur ein freies Elektron in ihrer Außenschale und einen größeren Atomdurchmesser, weshalb sich das letzte freie Elektron kaum noch im Bereich der Kernanziehungskraft befindet.

Sie sind äußerst instabil und gehen sehr leicht Verbindungen ein, um stabil zu werden.

Es sind hoch reaktive Elemente, die unter besonderen Bedingungen aufbewahrt werden müssen, damit sie keine Verbindungen bilden.

Wie das Element, dem es aufgrund seiner außerordentlich hohen Reaktivität nahezu unmöglich ist, unabhängig als stabile Entität zu existieren, zeigt das Mittelbild von Lithium eine Unfähigkeit,

getrennt von seiner Bezugsquelle zu überleben.

Lithium hat das Gefühl, außer Stande zu sein, sich auch nur die einfachsten Grundbedürfnisse selbst zu befriedigen, oder über keinerlei innere Ressourcen zu verfügen.

Er fühlt sich so unvollständig wie das Element mit nur einem kümmerlichen Außenelektron, dass er keine Möglichkeit sieht, ohne jemanden, der ihn vervollständigt, weiter zu existieren.

ICH kann nicht aus eigener Kraft leben.

Diese totale Abhängigkeit drückt sich bei Lithium-Patienten in den Beziehungen aus, die sie unterhalten.

Sie fühlen sich derart abhängig von bestimmten Menschen, dass sie möglicherweise äußern, ohne sie sterben zu müssen.

Die Beziehung stellt für sie auf irgendeine Art eine Lebensquelle dar; sie versorgt sie mit den unentbehrlichen Grundlagen, die sie zum Überleben brauchen.

Lithium-Patienten geben zu verstehen, dass sie sich in ihrer Familie oder ihrer Beziehung so sicher wie ein Baby im Mutterleib fühlen, was in Entsprechung zum Geburtsprozess der 2e Reihe steht.

Dieses Stadium kann mit dem Zeitpunkt verglichen werden, in dem der Kopf des Babys in das Becken der Mutter vordringt, also etwa zwei Wochen vor Einsetzen der Wehen.

In dieser Phase der Schwangerschaft, in der das Baby immer noch mit der Mutter verbunden und sein Leben von ihr vollständig abhängig ist, hat der Aufbruch in die Vereinzelung bereits begonnen.

Es hat sich etwas verändert: Das Baby hat sich so weit entwickelt, dass die Fortsetzung dieser abhängigen Beziehung als Fötus im Mutterleib für ein gesundes Leben nicht mehr förderlich wäre.

Das spüren beide, sowohl die Mutter als auch das Kind: „Es reicht!“ - und die Trennung wird eingeleitet.

Es ist Zeit, diese Abhängigkeit zu ändern. In diesem Moment, der sowohl die völlige Abhängigkeit als auch das bevorstehende eigenständige Überleben in sich birgt, kommt die Frage auf:

Werde ICH in der Lage sein, mich zu trennen? Natürlich nicht.

„Ich bin unfähig zu atmen, mich selbst zu ernähren oder aus eigener Kraft zu leben. Ich ziehe es vor, in meiner Mutter zu bleiben.

“Beim erwachsenen Lithium-Patienten drückt sich das so aus: „Ich muss bei der Person bleiben, von der ich abhängig bin, denn ich kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen.

 Sie ist mein Rettungsanker. Ohne sie wäre ich am Boden zerstört und könnte nicht überleben. Ich bin zu schwach und zu zerbrechlich, um allein zu leben. Ich kann mich nicht lösen.

Ich bin wie ein Baby. “Die Grundbedürfnisse „Mein Überleben hängt von dir ab. Du nährst mich, kleidest mich und sorgst für alles, was ich brauche.

Du hilfst mir sogar, zu essen und zu verdauen.

Mein Organismus ist oft nicht im Stande, die fürs Überleben notwendigen Stoffwechselfunktionen durchzuführen.

“Schwäche und Verletzlichkeit. Ich bin zu zart und zu zerbrechlich, um mich selbst zu erhalten“

Ich bin naiv und verletzlich und habe viel zu viel Angst vor der Außenwelt.

Ich bin nicht stark genug, allein hinauszutreten.

“Trennung aus der Abhängigkeit. Eine Trennung kommt gar nicht in Frage“.

Ich bin absolut unfähig, mich zu trennen.

Ich klammere mich an andere und fühle mich rundum wohl dabei.

Ich fürchte mich davor, meinen Halt zu verlieren.

Der Mutterleib

„Der Mutterleib ist mein kleines Paradies, mein Wohlfühlbereich.“

Dort ist es warm und gemütlich.

Ich möchte mich hineinkuscheln und für immer dort bleiben.

Dieser Ort verschafft mir Sicherheit und Behaglichkeit, dort kann ich leben, ohne an die Welt draußen denken zu müssen.

Fallbeispiel:

Lithium metallicum

Dieser Patientin hatte ich zuerst Thuja gegeben

Nachdem keine wirkliche Veränderung festzustellen war, war ich gezwungen, die erhaltenen Informationen neu zu überdenken.

Es handelte sich um eine junge Frau mit Magenproblemen und Reizdarmsyndrom.

Sie war im Januar 2002 zu mir gekommen.

Sie begann die Anamnese mit der Mitteilung, ihr Magen sei empfindlich und schmerze. Sie konnte keine Nahrung aufnehmen und befand sich daher in einem sehr schlechten Ernährungszustand.

Sie beschrieb sich selbst als „so zart“ und „so sensibel“ und erzählte ausführlich von ihrem Fall.

Diese übermäßige Zartheit brachte mich auf Thuja, doch nach Ablauf eines Monats war keine Besserung zu erkennen.

Einen Monat später bekam sie sogar eine akute Mageninfektion, und meine Hilfe war gefordert.

Aus Fällen wie diesem lernt man zuweilen am meisten. Margaret Tyler: „Glücksfälle führen nirgendwohin. Nur das Studium seiner Fehler lehrt ihn [den Homöopathen] die Kunst der Verordnung.“

Leider war sie zu krank, um mir für eine Wiederholungsanamnese zur Verfügung stehen, also ging ich meine Aufzeichnungen noch einmal durch. Ich fand Folgendes:

P: Ich bin so zart und zerbrechlich, dass ich nicht auswärts essen gehen kann.

Nicht einmal zu Hause kann ich etwas Gewürztes essen.

Ich esse nur fade Sachen.

Ich vertrage weder Linsen, Weizen noch Reis. Was soll ich essen? Wie soll ich überleben, wenn mein Körper die Nahrung noch nicht einmal verdauen kann? Nahrung ist doch absolut lebensnotwendig.

Schauen Sie mich an: Ich bin nicht in der Lage, zu essen und die Nahrung zu verdauen.

Ich bin völlig unterernährt. Helfen Sie mir! Ich verliere meine ganzen Haare.

Ich brauche einen Arzt, der meinen Körpertyp versteht und meinen Darm stärken kann. Wenn Sie mir helfen, wenigstens wieder Nahrung verdauen zu können, dann bekomme ich Energie.

Jedesmal, wenn ich etwas esse, frage ich mich, ob ich nach dieser Mahlzeit nicht ins Krankenhaus muss.

Habe ich die Nummer meines Mannes griffbereit? Habe ich die Telefonnummer meines Arztes im Kopf, so dass ich sie auch noch im halbkomatösen Zustand herausbringe? Sobald ich in der Obhut eines Anderen bin, brauche ich nicht mehr nachzudenken. Ich weiß, ich werde überleben, mein Arzt wird mir eine Infusion geben, er wird sich um alles kümmern, und ich werde die Katastrophe überstehen.

Ich bemerkte, dass sie ihre Medikamente überall mit sich trug. Sie hatte eine Reise abgebrochen, weil sie Angst bekommen hatte, krank zu werden. Obendrein wollte sie, dass ihr Mann nicht mehr auf Reisen ging; sie scheute keine Mühen, um ihn daran zu hindern, irgendwohin zu fahren. Sie sorgte dafür, dass er gar nicht erst weggehen konnte. Das war der Punkt, an dem mir in meinen Aufzeichnungen etwas Ungewöhnliches auffiel. Sie fuhr fort:

P: Ich brauche meinen Mann, und ich brauche meinen Arzt, sie müssen erreichbar sein.

Was würde ich tun, wenn sie nicht da wären? Ich könnte sterben! Ich bin nur am Leben, weil diese Menschen bei mir sind. Wenn sie da sind, ist es, als ob sie buchstäblich die Führung übernähmen.

Ich brauche nicht mehr an mich zu denken oder irgendetwas für mich zu tun.

Mir fiel auf, dass sie ihr Überleben von diesen Personen abhängig machte. Ihr Thema war ein ganz ursprüngliches. Es hieß nicht nur: „ICH brauche DICH vollständig“ (1. Spalte), sondern auch:

„ICH brauche DICH für mein bloßes Überleben“: „Ich kann ohne sie nicht leben.“ Das ist das, was der Fötus im Mutterleib spürt (2. Reihe).

„Ich kann nicht getrennt überleben“, heißt der Punkt, an dem sich die 2e Reihe mit der 1e Spalte kreuzt.

Dann hatte sie gesagt:

P: Angenommen, ich esse etwas und mir wird übel, dann gerate ich total in Panik, bis mein Mann kommt und mich ins Krankenhaus bringt.

Es geht mir so lange entsetzlich, bis ich den Arzt sehe. Sobald ich ihn sehe und sein Gesicht erkenne, weiß ich, dass ich die richtige Behandlung bekommen werde.

Dann bin ich zufrieden, und alles kehrt zur Normalität zurück.

Sie fühlte buchstäblich: „ICH kann ohne DICH nicht überleben.“ Deshalb beschloss ich, ihr Lithium metallicum 1 M zu schicken.

Von diesem Arzneimittel ging es ihr sofort viel besser. Bei ihrem ersten Follow-up sagte sie, sie habe angefangen, kleine Mengen gewürzter Speisen zu sich zu nehmen. Ein paar Monate später begann sie auszugehen, sich nach und nach loszulösen und mehr Zeit fern von ihrem Mann und ihrem Arzt zu verbringen. Acht oder neun Monate nach Mittelgabe ging sie schon allein auf Reisen,

ohne die Telefonnummern ihres Mannes und ihres Arztes dabei zu haben.

Interessanterweise ließ sie in einem ihrer Follow-ups anklingen, der Grund für ihre derart starke Abhängigkeit sei gewesen, dass sie nie eine Mutter gehabt habe. Sie sagte mir, ihre Mutter sei unmittelbar nach ihrer Geburt gestorben, so kurz nach ihrer Trennung von ihr, dass sie ihren existenziellen Halt verloren hatte. Sie steckte fest an der Stelle, an der sie allein gelassen worden war, um in dieser Welt für sich selbst zu sorgen. Sie hatte das Gefühl, es einfach nicht allein schaffen zu können. Allein schon ihre Atmung und ihr Überleben hingen von ihrem Mann und ihrem Arzt ab - ihren Rettungsankern.

Als sie immer unabhängiger geworden war, sagte sie bei einem der letzten Follow-ups: „Jetzt bin ich frei. Ich brauche mich nie mehr an irgendjemandem festzuhalten.“

 

 

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