Carbo mineralis (Carbo-mineralis) = Steinkohle/= fossiler Brennstoff

 

Vergleich: Enthält: Hg; Siehe: Carbon + Brennstoffen + Schwarz + Teergruppe + Druckgruppe + Fossilien

 

[Becker/Ehrler]

Nach der Vorgeschichte bei Hering ist die Steinkohle homöopathisch leider wieder in Vergessenheit geraten.

 

Ein modernes Kohlemärchen

Die erste nähere Begegnung mit der Steinkohle hat vor 10 Jahren in Form eines modernen Märchens von Gidon Horowitz mit dem Namen "Das Flaschenkind" stattgefunden.

Dazu kam es, weil wir uns fragten, ob wohl auch moderne Märchen eine homöopathische Entsprechung finden können. So luden wir (Johannes Latzel) einen zeitgenössischen Märchenschreiber ein, uns irgendeines seiner modernen Märchen zu erzählen. Es handelte von einem Mädchen, das in eine Flasche verzaubert war, die mit ihr mit wuchs und

durch die hindurch sie Nahrung erhalten konnte.

Sie färbte sich bei mechanischer Beanspruchung schwarz.

Diese Flasche ließ sich leicht als Bild unseres Kohlenstoffkörpers identifizieren, in dem wir alle gefangen sind. Später im Märchen bestätigte sich, daß die Hexe zu diesem

Zauber jeweils eine Kohle in die Hand nehmen und einen besonderen Spruch sagen mußte. Es war also ein Märchen vom Zauber der Steinkohle.

Der klassisch-homöopathische Zugang

Die genaue Beschäftigung mit der Steinkohle - nachdem wir die Braunkohle schon geprüft hatten, begann aber erst 1994. Gabi Trabold aus Köln hatte mich zu einer

Gruppen-AMP am 1. Mai 94, also am "Tag der Arbeit", nach Köln-Bensberg eingeladen. Die Steinkohle als prägende Substanz für das (naheliegende) Ruhrgebiet bot sich

dafür als Prüfmittel geradezu an.

a) Die Potenzierung

Arndt Schröer, Apotheker aus Bad Boll, hatte einen Klumpen Steinkohle aus einem Bergwerk in Recklinghausen, seinem Heimatort, aus ca. 800 m Tiefe geholt.

Dieser Klumpen liegt jetzt im IHHF in Freibung. Einen Gran (0,06g) davon hat er potenziert, zuerst durch Milchzucker-Handverreibung

zur C3 und dann durch alkoholische Mehrflaschen-Verschüttelung zur C6, C30 und C200, womit die Globuli befeuchtet wurden. Diese Steinkohle haben wir in

C6(3) und C30(3) geprüft.

b) Die erste Gruppen-Prüfung

Zum Seminar in Köln-Bensberg zum 1. Mai 94 haben wir einige Wochen vorher Carbo mineralis C6 oder C30 an alle 80 Teilnehmer geschickt, mit der Aufforderung zur

freiwilligen Prüfung zum Seminar. Wer C30 bekam, sollte nur ein-, maximal 2x je 3 Globuli nehmen, wer C 6 bekam, sollte täglich bis zum Auftreten deutlicher Symptome

je 3 Globuli nehmen, maximal l Woche lang.

Nur der Prüfungsleiter und die Veranstalter, die die Globuli verschickt hatten, wußten, um welches Mittel es sich handelt. Die Prüfungsanordnung war also "einfach blind".

Die Gruppen-Erhebung der Ergebnisse haben wir auf Tonbandkassette aufgenommen.

Eine solche Gruppen-Traum-AMP-Erhebung, wie wir sie in Boll seit 10 Jahren entwickelt haben, ist ein lebendiges Gesamtgeschehen, das dazu dienen soll, daß sich der

"Geist des Mittels" möglichst umfassend und deutlich zeigen kann. Es geht dabei nicht um wissenschaftliche Vollständigkeit, sondern darum, daß die Substanz-Wesens-Kraft

in allen Bereichen des Lebens offenbar werden kann.

Dies zu ermöglichen und zu fördern, ohne es gewaltsam in eine Richtung zu drängen, ist die Aufgabe des Prüfungsleiters.

Er versucht, der inneren Spur des Prüfmittels zu folgen.

Der Gesamteindruck der Prüfung war deutlich und klar. Insbesondere die Härte der Nazizeit war deutlich spürbar. In einem Traum wollte sogar Hitler selbst dem Prüfer erklären, warum das alles so kommen mußte.

Wir haben diesen Traum so aufgefasst, daß die potenzierte Steinkohle genau dazu in der Lage ist, uns zu zeigen, worin die homöopathische Qualität des Steinkohle-Lebens

besteht. Es war ganz schön hart, manchmal sogar schockierend, was manche Prüfer dabei zu verkraften hatten. Die Veröffentlichung dieser Prüfung macht den größten Teil

des ersten Teiles dieser Arbeit aus.

Sie ist die Grundlage des AM-Bildes im klassischen Sinne. Allerdings haben wir keinen speziellen Wert auf die genaue und umfassende Erhebung der Körpersymptome gelegt, sondern das Hauptziel dieser Prüfungsanordnung lag darin, das psychische Bild insbesondere in seiner uns heute berührenden Thematik auch mittels der Träume zu erheben.

Als Ergänzung dazu hat Ulrike Schröder aus Hamburg eine kleine Prüfung mit 4 Prüfern (Prüfer 34 - 37) veranstaltet.

Bei einer Besprechung dieses ersten AM-Bildes Steinkohle ein Jahr später waren einige Träume der Teilnehmer (ohne Einnahme eines Prüfmittels) so deutlich, daß ich sie hier

auch aufgenommen habe (Prüfer 41 - 47). So ist eine beträchtliche Menge recht aussagekräftigen Prüfungsmaterials zusammengekommen.

Die Auswertung einer solchen „erweiterten" HAMP ist eine große Arbeit. Ich habe sie bisher nur teilweise bewältigt (bis Prüfer 33). Hier geht es mir hauptsächlich um die

Methodik, wie ein tieferes Verständnis eines AM-Bildes zu gewinnen ist. Deshalb habe ich den Verlauf der AM-Prüfungs-Besprechung hier recht vollständig dokumentiert.

Dazu haben die Prüfer mit vielen Bildern, Erinnerungen und Assoziationen beigetragen, die ihnen in diesem Moment hoher Konzentration von „Steinkohlen-Energie" deutlich waren. Was vielleicht nur wie brainstorming aussieht, hat meiner Erfahrung nach doch einen hohen homöopathischen Erkenntnis-Wert.

Literarisch-kulturelle Ausdrücke der Steinkohle

Nachdem ich auf diese Weise Zugang zur Steinkohle gefunden hatte, konnte ich sie in ihren literarisch-kulturellen Ausdrücken leicht wiedererkennen:

Der Film „Germinal" nach dem Roman von Emile Zola, der zu der Zeit gerade im Kino lief, stellt das frühindustrielle Leben im französischen Steinkohlebergbau sehr anschaulich dar, mit all seiner materiellen Härte und den Ansätzen zum Klassenkampf.

In Sebastian Haffners „Anmerkungen zu Hitler" fand ich besonders im Kapitel „Leistungen" die Ausführungen zur „Sozialisierung des Menschen" interessant, die wir uns heute kaum noch richtig vorstellen können.

Haffier betrachtet es als Hitlers persönliches Werk, „die Menschen möglichst von der Wiege bis zur Bahre kollektiv zu organisieren und zu einer kollektiven Lebensführung zu nötigen. Man ist daran gewöhnt, in den Gegensatzkategorien Sozialismus und Kapitalismus zu denken. Aber richtiger, jedenfalls wichtiger, ist es wahrscheinlich, den Gegensatz

zum Sozialismus im Individualismus zu sehen und nicht im Kapitalismus".

Das Märchen „Flaschenkind" habe ich schon erwähnt.

So ergibt sich aus der Berührung mit der geistig-kulturellen Welt eine weitere Vertiefung des Verständnisses von der „Substanz-Wesens-Kraft", die sich jetzt schon beträchtlich genauer fassen läßt als in der Phase der bloßen Vorerfahrung, also ohne HAMP. In diesem Bereich von

1. phänomenologischer Vorerfahrung,

2. Traum-Gruppen-AMP und

3. geistig-kultureller Vertiefung hat sich die Homöopathische Heilmittel-Forschung insbesondere in meiner Boiler Phase bewegt.

III. Die phänomenologische Grundlage der C4-Homöopathie

In den letzten Jahren habe ich durch die Zusammenarbeit mit Witold Ehrler noch einmal einen enormen Impuls zur Erweiterung und Vertiefung im Zugang zu den homöopathischen

Substanz-Wesens-Kräften erfahren. Er beruht auf der resonanten C4-Verreibung als Grundlage zur weiteren Verschüttelung in der Potenzierung, findet sein phänomenologisches Feld in den sog.

„Verreibungs-Resonanz-Phänomenen" während der Verreibung und gipfelt in den sog. „C4-Texten" die Witold in einigen Fällen innerlich hören kann, wenn nach einer gelungenen C4-Verreibung

die Substanz-Wesens-Kraft in ihm in Ich-Form über ihr Wesen spricht. Diese Texte sind von einer Klarheit und logischen Stringenz, von der ich vorher nicht einmal zu träumen wagte.

Was diese Zugänge für die zukünftige Homöopathie bedeuten werden, läßt sich jetzt noch kaum ermessen. In den letzten 3 Jahren habe ich sie in der Praxis und bei AM-Prüfungen und -Verreibungen intensiv erprobt und bin zu dem Ergebnis gekommen, daß sie eine völlig neue Dimension der Homöopathie eröffnen, in der sich eine die übliche Homöopathie noch deutlich überragende Heilungsqualität, die sog. C4-Qualität offenbart.

a) Die C4-Prüfung Carbo "Anthrazit"

Zum Kohle-Seminar im Rahmen unserer inzwischen weiter vorangeschrittenen Kohlenstoff- oder Materialismus-Forschung im Rahmen der C4-Homöopathie zusammen mit Witold Ehrler haben wir dann die härteste Steinkohle, Carbo mineralis „Anthrazit" in der C30 (4) (aus der C4-Verreibung!) einer Gruppenprüfung unterzogen. Das Material dazu ist als Kassette dokumentiert, aber noch nicht

 ausgewertet (zu viel Arbeit!). Auch jetzt (1. Mai 97) finde ich noch nicht die nötige Zeit dazu.

b) Die Gruppen-Verreibung Carbo mineralis Gleichzeitig damit haben wir dieselbe Steinkohle von Arndt Schröer in derselben Gruppe von der Cl zur C5-verrieben und unsere Resonanz-Phänomene dabei festgehalten. Insgesamt haben wir auf diesem Seminar stramm durchgearbeitet, von der ersten bis zur letzten Minute.

Einen Monat vorher hatte eine andere Gruppe (mit Gisela Nordhorn-Richter und Michael Kubier) in Duisburg dieselbe Steinkohle ebenfalls zur C5 verrieben. Davon liegt mir eine stichwortartige Übersicht vor, aus der ich einige Elemente hier veröffentlichen möchte.

Dieser ganze Bereich dürfte etwa so umfangreich wie das gesamte hier vorliegende Material werden und wird noch einige Zeit bis zu seiner Ausarbeitung auf sich warten lassen.

Hier wird es darum gehen, die Verbindung von den Phänomenen der klassischen Homöopathie zu den Aussagen des C4-Textes herzustellen.

IV. Der C4-Text Carbo-min.

Als eine große Belohnung für unsere bisherige Mühe betrachte ich den „C4-Text Steinkohle", den Witold nach unserem Seminar bekam. Er schrieb mir dazu:

„Nun ist die Steinkohle nicht so leicht an mir vorübergeglitten, sondern hat sich gleichsam in mich festgekrallt: ich habe seit einer Woche dermaßene Wadenkrämpfe, daß ich

schon nach kurzen Sprints nur noch humpeln kann. So was kenne ich nicht. Und dann diese nicht mehr von mir weichende Müdigkeit und Erschöpfung. Kurz: ich mußte mich

dieser (Substanz-Wesens-) Kraft bewußt stellen - auch wenn dies noch mehr Erschöpfung, noch mehr Müdigkeit und noch mehr Krampf bedeutete.

So habe ich wieder am Rande meiner Kraft diesen C4-Text durch mich sprechen lassen.

Ich hoffe, es hat die Mühe gelohnt und wird Dir die Zusammenfassung unseres Seminar-Materials erleichtern, nachdem es Dir dieses mal nach sehr viel Arbeit aussah. Bis zur Fertigstellung des C4-Textes war es für mich ein Kraftakt von 10 Tagen, bis Körper, Geist und Seele ihren Dienst erwiesen hatten."

Der C4-Text selbst -jedenfalls nach meiner Auffassung- schenkt uns ein so tiefes Wesens-Verständnis der Steinkohle -und damit auch der Nazi-Zeit-, wie ich es noch von überhaupt nirgendwo kenne. Damit dürfte er auch der geistig-kulturellen Auseinandersetzung mit einem wesentlichen Kapitel unserer Geschichte dienlich sein.

Dazu erscheint es mir aber notwendig, den C4-Text „Steinkohle" in einen größeren Zusammenhang zu stellen, der sich aus dem C4-Text „Erde" ergibt (dem 2. Teil des C4-Textes Steinkohlenteer), der im Anhang des C4-Textes Steinkohle wiederum erläutert und vertieft wird. Diese C4-Texte haben enorme Bedeutung für unsere globale kulturelle und politische Situation. Sie geben eine Übersicht über die Formen des Materialismus, in denen wir global gefangen sind. Darüberhinaus revidieren sie unser Verständnis über unser Verhältnis zur Erde vollkommen. Mit diesen C4-Texten (und den entsprechenden C4- und C5-verrieben Mitteln, unter anderem der Steinkohle) gewinnt die Homöopathie eine ganz neue Bedeutung für unser Leben.

V. Fallverläufe

Im Laufe dieser inzwischen 3-jährigen Beschäftigung mit der Steinkohle (vom 1. Mai 94 bis zum 1. Mai 97) sind mir einige Patienten begegnet, die unter einem dynamischen „Steinkohle-Kranksein" gelitten haben und eine deutliche Heilungsentwicklung gemacht haben. Dabei ist mir besonders aufgefallen, daß sie meist so etwas wie eine mythologische Tiefendimension haben, die nicht einfach zu verstehen ist. Auch diese Arbeit konnte ich hier noch nicht leisten.

VI. Das vorläufige Gesamtergebnis

Dennoch habe ich mich entschlossen, nicht zu warten, bis ich das gesamte Material zu Carbo mineralis ausgewertet und zusammengestellt habe, sondern den vorläufigen Stand der „Erhebungen" schon einmal zu veröffentlichen. Es scheint mir fast zu viel für einen Einzelnen, dieses dunkle und harte Thema zu bewältigen. Vielleicht kann aber schon dieses „Arbeitsmaterial" dazu dienen, daß sich ein Kollektiv zusammenfindet, das sich der weiteren Arbeit anzunehmen bereit ist.

 

4. Die Entwicklung des AM-Bildes „Carbo mineralis"

Nach der Vorgeschichte bei Hering ist die Steinkohle homöopathisch leider wieder in Vergessenheit geraten.

0. Ein modernes Kohlemärchen

Die erste nähere Begegnung mit der Steinkohle hat vor 10 Jahren in Form eines modernen Märchens von Gidon Horowitz mit dem Namen "Das Flaschenkind" stattgefunden.

Dazu kam es, weil wir uns fragten, ob wohl auch moderne Märchen eine homöopathische Entsprechung finden können. So luden wir (Johannes Latzel) einen zeitgenössischen Märchenschreiber ein, uns irgendeines seiner modernen Märchen zu erzählen. Es handelte von einem Mädchen, das in eine Flasche verzaubert

war, die mit ihr mitwuchs und durch die  hindurch  sie  Nahrung  erhalten  konnte.  Sie  färbte  sich  bei  mechanischer Beanspruchung schwarz. Diese  Flasche  ließ  sich  leicht  als  Bild  unseres Kohlenstoffkörpers identifizieren, in dem wir alle gefangen sind. Später im Märchen bestätigte sich, daß die Hexe zu diesem Zauber jeweils eine Kohle in die Hand nehmen und einen besonderen Spruch sagen mußte. Es war also ein Märchen vom Zauber der Steinkohle.

L Der klassisch-homöopathische Zugang

Die genaue Beschäftigung mit der Steinkohle - nachdem wir die Braunkohle schon geprüft hatten, begann aber erst 1994. Gabi Trabold aus Köln hatte mich zu einer Gruppen-AMP am 1. Mai 94,

also am "Tag der Arbeit", nach Köln-Bensberg eingeladen. Die Steinkohle als prägende Substanz für das (naheliegende) Ruhrgebiet bot sich dafür als Prüfmittel geradezu an.

a) Die Potenzierung

Arndt Schröer, Apotheker aus Bad Boll, hatte einen Klumpen Steinkohle aus einem Bergwerk in Recklinghausen, seinem Heimatort, aus ca. 800 m Tiefe geholt. Dieser Klumpen liegt jetzt im IHHF in Freibung. Einen Gran (0,06g) davon hat er potenziert, zuerst durch Milchzucker-Handverreibung zur C3 und dann durch alkoholische Mehrflaschen-Verschüttelung zur C6, C30 und C200, womit die Globuli befeuchtet wurden. Diese Steinkohle haben wir in C6(3) und C30(3) geprüft.

b) Die erste Gruppen-Prüfung

Zum Seminar in Köln-Bensberg zum 1. Mai 94 haben wir einige Wochen vorher Carbo mineralis C6 oder C30 an alle 80 Teilnehmer geschickt, mit der Aufforderung zur freiwilligen Prüfung zum Seminar. Wer C30 bekam, sollte nur ein-, maximal 2x je 3 Globuli nehmen, wer C 6 bekam, sollte täglich bis zum Auftreten deutlicher Symptome je 3 Globuli nehmen, maximal l Woche lang.

Nur der Prüfungsleiter und die Veranstalter, die die Globuli verschickt hatten, wußten, um welches Mittel es sich handelt. Die Prüfungsanordnung war also "einfach blind".

Die Gruppen-Erhebung der Ergebnisse haben wir auf Tonbandkassette aufgenommen.

Eine solche Gruppen-Traum-AMP-Erhebung, wie wir sie in Boll seit 10 Jahren entwickelt haben, ist ein lebendiges Gesamtgeschehen, das dazu dienen soll, daß sich der

"Geist des Mittels" möglichst umfassend und deutlich zeigen kann. Es geht dabei nicht um wissenschaftliche Vollständigkeit, sondern darum, daß die Substanz-Wesens-Kraft

in allen Bereichen des Lebens offenbar werden kann.

Dies zu ermöglichen und zu fördern, ohne es gewaltsam in eine Richtung zu drängen, ist die Aufgabe des Prüfungsleiters.

Er versucht, der inneren Spur des Prüfmittels zu folgen. Der Gesamteindruck der Prüfung war deutlich und klar. Insbesondere die Härte der Nazizeit war deutlich spürbar.

In einem Traum wollte sogar Hitler selbst dem Prüfer erklären, warum das alles so kommen mußte.

Wir haben diesen Traum so aufgefaßt, daß die potenzierte Steinkohle genau dazu in der Lage ist, uns zu zeigen, worin die homöopathische Qualität des Steinkohle-Lebens

besteht. Es war ganz schön hart, manchmal sogar schockierend, was  manche  Prüfer  dabei  zu verkraften hatten.  Die Veröffentlichung dieser Prüfung macht den größten Teil

des ersten Teiles dieser Arbeit aus. Sie ist die Grundlage des AM-Bildes im klassischen Sinne. Allerdings haben wir keinen speziellen Wert auf die genaue und umfassende

Erhebung der Körpersymptome gelegt, sondern das Hauptziel dieser Prüfungsanordnung lag darin, das psychische Bild insbesondere in seiner uns heute berührenden Thematik

auch mittels der Träume zu erheben.

Als Ergänzung dazu hat Ulrike Schröder aus Hamburg eine kleine Prüfung mit 4 Prüfern veranstaltet.

Bei einer Besprechung dieses ersten AM-Bildes Steinkohle ein Jahr später waren einige Träume der Teilnehmer (ohne Einnahme eines Prüfmittels) so deutlich, daß ich sie hier

auch aufgenommen habe. So ist eine beträchtliche Menge recht aussagekräftigen Prüfungsmaterials zusammengekommen.

Die Auswertung einer solchen „erweiterten" HAMP ist eine große Arbeit. Ich habe sie bisher nur teilweise bewältigt (bis Prüfer 33). Hier geht es mir hauptsächlich um die

Methodik, wie ein tieferes Verständnis eines AM-Bildes zu gewinnen ist. Deshalb habe ich den Verlauf der AM-Prüfungs-Besprechung hier recht vollständig dokumentiert.

Dazu haben die Prüfer mit vielen Bildern, Erinnerungen und Assoziationen beigetragen, die ihnen in diesem Moment hoher Konzentration von „Steinkohlen-Energie"

deutlich waren. Was vielleicht nur wie brainstorming aussieht, hat meiner Erfahrung nach doch einen hohen homöopathischen Erkenntnis-Wert.

Nachdem ich auf diese Weise Zugang zur Steinkohle gefunden hatte, konnte ich sie in ihren literarisch-kulturellen Ausdrücken leicht wiedererkennen:

Der Film „Germinal" nach dem Roman von Emile Zola, der zu der Zeit gerade im Kino lief, stellt das frühindustrielle Leben im französischen Steinkohlebergbau sehr anschaulich dar, mit all seiner materiellen Härte und den Ansätzen zum Klassenkampf.

In Sebastian Haffners „Anmerkungen zu Hitler" fand ich besonders im Kapitel „Leistungen" die Ausführungen zur „Sozialisierung des Menschen" interessant, die wir uns heute kaum noch richtig vorstellen können.

Haffier betrachtet es als Hitlers persönliches Werk, „die Menschen möglichst von der Wiege bis zur Bahre kollektiv zu organisieren und zu einer kollektiven Lebensführung zu nötigen. Man ist daran gewöhnt, in den Gegensatzkategorien Sozialismus und Kapitalismus zu denken. Aber richtiger, jedenfalls wichtiger, ist es wahrscheinlich, den Gegensatz

zum Sozialismus im Individualismus zu sehen und nicht im Kapitalismus".

Das Märchen „Flaschenkind" habe ich schon erwähnt.

So ergibt sich aus der Berührung mit der geistig-kulturellen Welt eine weitere Vertiefung des Verständnisses von der „Substanz-Wesens-Kraft", die sich jetzt schon beträchtlich genauer fassen läßt als in der Phase der bloßen Vorerfahrung, also ohne HAMP. In diesem Bereich von

1. phänomenologischer Vorerfahrung,

2. Traum-Gruppen-AMP    

3. geistig-kultureller Vertiefung

hat sich die Homöopathische Heilmittel-Forschung insbesondere in meiner Boiler Phase bewegt.

III. Die phänomenologische Grundlage der C4-Homöopathie

In den letzten Jahren habe ich durch die Zusammenarbeit mit Witold Ehrler noch einmal einen enormen Impuls zur Erweiterung und Vertiefung im Zugang zu den homöopathischen Substanz-Wesens-Kräften erfahren. Er beruht auf der resonanten C4-Verreibung als Grundlage zur weiteren Verschüttelung in der Potenzierung, findet sein phänomenologisches Feld in den sog. „Verreibungs-Resonanz-Phänomenen" während der Verreibung und gipfelt in den sog. „C4-Texten" die Witold in einigen Fällen innerlich hören kann, wenn nach einer gelungenen C4-Verreibung die Substanz-Wesens-Kraft in ihm in Ich-Form über ihr Wesen spricht. Diese Texte sind von einer Klarheit und logischen Stringenz, von der ich vorher nicht einmal zu träumen wagte.

Was diese Zugänge für die zukünftige Homöopathie bedeuten werden, läßt sich jetzt noch kaum ermessen. In den letzten 3 Jahren habe ich sie in der Praxis und bei AM-Prüfungen und -Verreibungen intensiv erprobt und bin zu dem Ergebnis gekommen, daß sie eine völlig neue Dimension der Homöopathie eröffnen, in der sich eine die übliche Homöopathie noch deutlich überragende Heilungsqualität, die sog. C4-Qualität offenbart.

a) Die C4-Prüfung Carbo "Anthrazit"

Zum Kohle-Seminar im Rahmen unserer inzwischen weiter vorangeschrittenen Kohlenstoff- oder Materialismus-Forschung im Rahmen der C4-Homöopathie zusammen mit

Witold Ehrler haben wir dann die härteste Steinkohle, Carbo mineralis „Anthrazit" in der C30 (4) (aus der C4-Verreibung!) einer Gruppenprüfung unterzogen. Das Material

dazu ist als Kassette dokumentiert, aber noch nicht ausgewertet (zu viel Arbeit!). Auch jetzt (1. Mai 97) finde ich noch nicht die nötige Zeit dazu.

b) Die Gruppen-Verreibung Carbo mineralis

Gleichzeitig damit haben wir dieselbe Steinkohle von Arndt Schröer in derselben Gruppe von der Cl zur C5-verrieben und unsere Resonanz-Phänomene dabei festgehalten.

Insgesamt haben wir auf diesem Seminar stramm durchgearbeitet, von der ersten bis zur letzten Minute.

Einen Monat vorher hatte eine andere Gruppe (mit Gisela Nordhorn-Richter und Michael Kubier) in Duisburg dieselbe Steinkohle ebenfalls zur C5 verrieben. Davon liegt mir

eine stichwortartige Übersicht vor, aus der ich einige Elemente hier veröffentlichen möchte.

Dieser ganze Bereich dürfte etwa so umfangreich wie das gesamte hier vorliegende Material werden und wird noch einige Zeit bis zu seiner Ausarbeitung auf sich warten lassen.

Hier wird es darum gehen, die Verbindung von den Phänomenen der klassischen Homöopathie zu den Aussagen des C4-Textes herzustellen.

IV. Der C4-Text Carbo-min.

Als eine große Belohnung für unsere bisherige Mühe betrachte ich den „C4-Text Steinkohle", den Witold nach unserem Seminar bekam. Er schrieb mir dazu:

„Nun ist die Steinkohle nicht so leicht an mir vorübergeglitten, sondern hat sich gleichsam in mich festgekrallt: ich habe seit einer Woche dermaßen Wadenkrämpfe, daß ich

schon nach kurzen Sprints nur noch humpeln kann. So etwas kenne ich nicht. Und dann diese nicht mehr von mir weichende Müdigkeit und Erschöpfung.

Kurz: ich mußte mich dieser (Substanz-Wesens-) Kraft bewusst stellen - auch wenn dies noch mehr Erschöpfung, noch mehr Müdigkeit und noch mehr Krampf bedeutete.

So habe ich wieder am Rande meiner Kraft diesen C4-Text durch mich sprechen lassen.

Ich hoffe, es hat die Mühe gelohnt und wird Dir die Zusammenfassung unseres Seminar-Materials erleichtern, nachdem es Dir dieses mal nach sehr viel Arbeit aussah.

Bis zur Fertigstellung des C4-Textes war es für mich ein Kraftakt von 10 Tagen, bis Körper, Geist und Seele ihren Dienst erwiesen hatten."

Der C4-Text selbst - jedenfalls nach meiner Auffassung- schenkt uns ein so tiefes Wesens-Verständnis der Steinkohle -und damit auch der Nazi-Zeit-, wie ich es noch von

überhaupt nirgendwo kenne. Damit dürfte er auch der geistig-kulturellen Auseinandersetzung mit einem wesentlichen Kapitel unserer Geschichte dienlich sein.

Dazu erscheint es mir aber notwendig, den C4-Text „Steinkohle" in einen größeren Zusammenhang zu stellen, der sich aus dem C4-Text „Erde" ergibt (dem 2. Teil des C4-Textes Steinkohlenteer), der im Anhang des C4-Textes Steinkohle wiederum erläutert und vertieft wird. Diese C4-Texte haben enorme Bedeutung für unsere globale kulturelle und politische Situation. Sie geben eine Übersicht über die Formen des Materialismus, in denen wir global gefangen sind. Darüber hinaus revidieren sie unser Verständnis über

unser Verhältnis zur Erde vollkommen. Mit diesen C4-Texten (und den entsprechenden C4- und C5-verrieben Mitteln, unter anderem der Steinkohle) gewinnt die Homöopathie

eine ganz neue Bedeutung für unser Leben.

V. Fallverläufe

Im Laufe dieser inzwischen 3-jährigen Beschäftigung mit der Steinkohle (vom 1. Mai 94 bis zum 1. Mai 97) sind mir einige Patienten begegnet, die unter einem dynamischen „Steinkohle-Kranksein" gelitten haben und eine deutliche Heilungsentwicklung gemacht haben. Dabei ist mir besonders aufgefallen, daß sie meist so etwas wie eine mythologische Tiefendimension haben, die nicht einfach zu verstehen ist. Auch diese Arbeit konnte ich hier noch nicht leisten.

VI. Das vorläufige Gesamtergebnis

Dennoch habe ich mich entschlossen, nicht zu warten, bis ich das gesamte Material zu Carbo mineralis ausgewertet und zusammengestellt habe, sondern den vorläufigen Stand der „Erhebungen" schon einmal zu veröffentlichen. Es scheint mir fast zu viel für einen Einzelnen, dieses dunkle und harte Thema zu bewältigen. Vielleicht kann aber schon dieses „Arbeitsmaterial" dazu dienen, daß sich ein Kollektiv zusammenfindet, das sich der weiteren Arbeit anzunehmen bereit ist.

Es wäre mein Wunsch, damit einmal nach Rußland zu reisen, vielleicht als homöopathische Wiedergutmachung für begangene Steinkohle-Härten.

 

                                    Carbo mineralisgruppe

Anthrakoli.

Carb-ac aus Steinkohlen hergestellt.

Daldinia concentrica = cramp balls/= coal fungus.

Gagat = Fossil gefunden in Braunkohle/= Steinkohle-ähnlich

Gentian violet Farbe aus Steinkohlenteer/gebraucht in Labors

Petr = Erdöl/= Steinöl/= schwarzes Gold/= fossiler Brennstoff/Ausgangssubstanz = unterschiedlich/= momentan wahrscheinlich coal oil.

Pix lithanthracis Kohleteer aus Steinkohlen gewonnen.

Sigillaria = Siegelbaum ausgestorbene Gattung bis 30 m hoher Fossilien/Teil Steinkohlenflora

 

Carb-v (weich)/Carbo miserabilis (faserich) Carbo-umbra Carbo-mineralis (hart)

 

Allerlei: = Steinkohle entstanden aus Schachtelhalmgewächse (Equis), Farne (Filx), Siegelbäumen, keine Laubbäumen.

Sigillaria = Siegelbaum ausgestorbene Gattung bis 30 m hoch/= Fossil./Teil Steinkohlenflora steht Lyc. nahe.

Anthrazit = unter größte Druck entstanden Quelle. remedia.at

Steinkohl = unter mittlere Druck entstanden

Braunkohl = unter wenig Druck entstanden

Aus Steinkohlteer gewonnenen Öle (können fotosensibilisierend sein) nach Gewicht: Anthracen Benzen. Xylen. Naphtalin Pyridin. Picoline. Chinolin. Phenol. Cresol. Xylenol.

 

„Raking over the coals“ = zornig begegnen

 

 

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