Juniperus spp.

 

Vergleich: Siehe: Tracheobiontha

 

Juniperus communis (Juni-c) = Wacholder/= Cerdar/= Hapusha (I)/= Feuerbaum/= genévrier/= Kaddig/= Kranewitt/= Machandel/= Queckholder/= Reckholder/= Weckhalter/= Weihrauchbaum..

 

= Sabin.-ähnlich;

Positiv: losgelöst/zwanglos/sich wieder finden/“Als ob Boden unter Füße weggezogen“;

Negativ: Ängstlich/depressiv, Erwartungen anderer nicht gewachsen, Verdauung, fehlende Menses;

Repertorium:

Gemüt: Stumpf

Magen: Verdauungsstörung bei alten Menschen

Nieren: Entzündet [akut/parenchymatös (chronisch)/Nierenbecken – chronisch]

Nierenversagen/Stauungsniere

Schmerz (Wehtun)

Blase: Entzündete chronische Zystitis

Dysurie schmerzhaft

Urin: riecht süßlich/spärlich (bei alten Menschen)

Prostata: Abgang von Prostatasekret

Weibliche Genitalien: Menses schmerzhaft (Dysmenorrhea.)

Allgemeines: bei alten Menschen

Blutung

Wassersucht im Allgemeinen/äußere Wassersucht (durch Nierenerkrankung/nach Scharlach)/innerlich

Heimat: Europa, Nordasien und Nordamerika.

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Catechingerbstoffe, Flavonoide, Harze, Diterpene.

Beschreibung: Ein wenig struppig und stachelig wirkt er. Aufrecht stehend oder sich geduckt an Hänge schmiegend ist der bis zu

drei Meter hohe, immergrüne Wacholder ein Bewohner karger Berghänge, von Heiden und Mooren. Wer seine leuchtenden blauschwarzen Beeren pflücken will, landet unweigerlich mit den Fingern in den spitzigen, etwa einen Zentimeter langen nadelförmigen Blättern, die zu dritt oder viert nach außen ragen. Wacholder ist zweihäusig. Das heißt, es gibt männliche sowie weibliche Sträucher, auf denen sich von April bis Mai die unscheinbaren männlichen und weiblichen Blüten getrennt voneinander entwickeln. Der Wind sorgt

für die Bestäubung. Aus den befruchteten weiblichen Blüten entwickeln sich beerenartige Früchte, die nach drei Jahren reif sind. Wegen der mehrjährigen Reifezeit stehen am Strauch unreife grüne neben den reifen blauen Früchten. Obwohl wir sie als Wacholderbeeren bezeichnen, sind es botanisch gesehen Zapfen. Eine dreistrahlige Spalte auf der Oberfläche des Beerenzapfens ist ein Hinweis darauf. Sie entsteht dadurch, dass die drei obersten Hochblätter des Zapfens miteinander verwachsen.

Verwendung: Wacholderbeeren verursachen, dass die Nieren mehr Harn produzieren. Sie erhöhen vermutlich die Durchblutung der Nieren. Durch die vermehrte Ausscheidung, die den Organismus von Stoffwechselschlacken entlastet, hat Wacholder einen positiven Einfluss auf rheumatische Beschwerden. Wacholderöl ist in vielen Rheumamitteln zum Einreiben enthalten. Verdauungsbeschwerden sind ein weiterer Einsatzbereich für die harzig schmeckenden Beerenzapfen. Das weiß auch die Volksmedizin, die Wacholder als Appetitanreger einsetzt. Die Beeren machen Speisen bekömmlicher.

Wacholder löst Krämpfe, insbesondere der glatten Muskulatur. Er regt die Darmbewegung an und erhöht bei Schwangeren die Spannung des Uterus, weshalb Wacholderzubereitungen und wacholdergewürzte Speisen während der Schwangerschaft tabu sein sollten.

Wissenswertes: Der Gattungsname Juniperus leitet sich vermutlich aus den lateinischen Begriffen juniveris = jung und parus = gebärend ab. Juniperus heißt übersetzt demnach jung gebärend. Bezug nimmt dieser Name vermutlich auf die abtreibende Wirkung des nahe verwandten Sadebaums (Juniperus sabina). Der Artnamen-Zusatz communis stammt aus dem Lateinischen und bedeutet gemein, gewöhnlich. Viele medizinische Einsatzbereiche des Wacholders kannten bereits die Griechen und Römer im Altertum. Sie verwendeten die Heilpflanze zur Nierenanregung und als Desinfektionsmittel.

Hippokrates nutzte die Beeren äußerlich zur Wundbehandlung, innerlich zur Beschleunigung der Geburt, bei Ausfluss und zur Förderung der Monatsblutung. Dioskurides empfahl Wacholder bei Brustleiden, Husten, Leibschmerzen und Bissen wilder Tiere. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts hielt sich die volksmedizinische Empfehlung, Wacholderbeeren vorbeugend gegen Grippe zu kauen.

Vor dem Wacholder solle er sein Knie beugen, rät der deutsche Volksmund dem Wanderer. Ehrerbietung soll man ihm zollen, dem Heilkräftigen, dem man im Mittelalter sogar zusprach, gegen die Pest zu wirken. Ein Vogel sollte es zu Pestzeiten von den Bäumen gesungen haben: „Esst Kranewitt und Bibernell, so sterbet ihr nit so schnell.“ Dieser Glaube rührte von der Überlieferung her, Christus hätte sich schützend unter einen Wacholder gestellt, als ihm die Pest begegnete.

Der Name Kranewitt für Wacholder stammt übrigens aus dem Althochdeutschen und bedeutet Kranichholz.

Doch nicht nur Krankheiten soll der Wacholder abwehren können, sondern genauso Kobolde, andere böse Geister und selbst den Teufel, dem er seine stacheligen Blätter wehrhaft entgegenstreckt. Wacholderholz für Rührstecken zum Butterausrühren oder Peitschenstöcke wehrten dem Glauben nach störende Geister ab. Wacholderbeeren und -zweige in und an der Dreschmaschine sollten vor dem Bilwisschnitter schützen, einem Korndämon.

Besonders der Rauch verbrennenden Wacholderholzes sollte die bösen Dämonen vertreiben. Deshalb setzte man Schreikinder dem Rauch aus, Bauern räucherten ihre Ställe aus.

Die dreistrahlige Spalte auf der Oberfläche der Beerenzapfen, in der man ein Kreuz sehen kann, inspirierte die Betrachter zu der Legende, Christus sei von einem Wacholderbusch aus in den Himmel gefahren. Sogar sein Kreuz sollte aus Wacholderholz gemacht sein.

Der Volksname Queckholder, von althochdeutsch quec = lebendig, erzählt von einer anderen Rolle, die dem Wacholder zugeschrieben wurde: die des Lebensbaums und Symbols körperlicher Stärke. Wanderer steckten sich Wacholderbeeren an den Hut, damit sie nicht müde wurden.

Die Griechen des Altertums ordneten den Wacholder der Hekate zu, der Göttin der Übergänge und der Verwandlung. Dazu passt das Märchen vom Machandelbaum, das die Gebrüder Grimm niederschrieben. Dieses Märchen zeugt von der lebensspendenden und verwandelnden Kraft des Wacholders, der auch als Machandel bezeichnet wird. In der Geschichte leben eine Frau und ihr Mann seit vielen Jahren kinderlos zusammen. Eines Wintertages schneidet sich die Frau beim Schälen eines Apfels in den Finger. Blut tropft auf den Schnee, und die Frau wünscht sich ein Kind, dass so weiß wie Schnee und so rot wie Blut sein solle. Neun Monate später kommt ihr Sohn zur Welt, die Frau aber stirbt bei der Geburt. Ihr unglücklicher Mann begräbt sie ihrem Wunsch gemäß unter dem Machandel im Garten. Einige Zeit später heiratet er wieder. Die neue Frau, mit der er eine Tochter bekommt, hasst den Jungen aus erster Ehe so sehr, das sie ihm an einer Apfelkiste den Kopf abhaut, ihn in Stücke hackt und eine Suppe aus ihm kocht, die sie ihrem Mann vorsetzt. Ihm aber erzählt sie, sein Sohn sei weggelaufen. Ihre Tochter, die alles mit ansehen muss, sammelt weinend die Knochen ihres Halbbruders auf und legt sie unter den Machandelbaum. Ein Rauschen geht durch den Baum, ein Vogel fliegt heraus und die Knochen sind verschwunden. Der Vogel ersingt sich beim Goldschmied eine Goldkette, beim Schuster ein Paar Schuhe und vor der Mühle einen Mühlstein. Mit den ersungenen Gütern fliegt er zu seines Vaters Haus, wirft dem Vater die Goldkette zu, seiner Halbschwester die Schuhe, die Stiefmutter aber erschlägt er mit dem Mühlstein. Daraufhin verwandelt er sich wieder in den Sohn. Vater, Sohn und Tochter leben daraufhin glücklich zusammen.

Die reifen Beerenzapfen des Wacholders sind in WALA Nierentonikum* enthalten, bei Harnwegsinfektionen und Stoffwechselerkrankungen mit Ablagerungstendenz wirkt, sowie in WALA Akne-Kapseln*, die den Stoffwechsel so anregen, dass die Haut entlastet wird.

Akne-Kapseln

Anregung des Intermediärstoffwechsels zur Entlastung der Haut von gesteigerten Stoffwechselprozessen, z.B. Acne vulgaris, übermäßige Absonderung der Talgdrüsen (Seborrhoe). Dieses Arzneimittel enthält Glucose und Lactose.

Nierentonikum

Auszug aus Betula, Folium; Juniperi pseudo-fructus

Anregung der ausscheidenden Nierenfunktion bei Harnwegsinfektionen und bei Stoffwechselerkrankungen, die zu Ablagerungen und degenerativen Veränderungen führen, wie Gicht, Rheumatismus, Sklerose. Dieses Arzneimittel enthält Sucrose (Saccharose/Zucker) sowie eine Mischung aus Glucose und Fructose (Honig).

 

Vergleich: Enthält Acet-ac + Form-ac + Mn + Camph-ähnliche Substanz;.

Enthalten in: Steinhäger + Genever + Gin (gebrannt aus Weizen mit Juni.),

Siehe: Baumgruppe + Räucherwaren + Immergrün

 

Unverträglich: Nierenbeschwerden, Schwangerschaft/Schwäche/Kleinkinder

Menses mit Blutung/länger als 3 Wochen/ohne Pausen

Zu oft + zu schnell einnehmen

 

Wirkung: lithämisch/tuberkulin/antibiotisch/schenkend                              

Allerlei: Ursprung: N.Halbrund            Sonne/schützt gegen Geister/ Todesbaum/Heim der Seele/verhilft Seelen zu Leben, verbunden mit St. Martin + Gans,          Saturn/Mars

Dieben. finden/fördert hellsehen/

Räuchermittel/Wacholderteer in Raucherwaren gebraucht

reinigt Aura + „subtle Body 

folgt mit Pin-s. Ericaceae                                  

Beeren reifen in 3 Jahre            ätherisches Öl

Worte wie "wach" oder "quicklebendig" schwingen im Namen des Wacholder mit, dessen Gattungsname Juniperus soviel wie "der ewig jung Erscheinende" bedeutet. "Der immergrüne Strauch, der sehr alt werden kann und auch "Queckolter" heißt, spielt dieselbe Rolle als Lebensbaum, Lebensrute, Kraftsymbol und Apotropäum wie der Weißdorn". Drei Eigenschaften zeichnen Jun-c. aus: Als immergrüner Strauch symbolisiert er die unermüdliche Lebenskraft und wird daher als Wohnsitz der Vegetationsgeister gesehen. Zweitens zeichnen die nadelförmigen Blätter das Universalapotropäum aus, denn wehrhafte Pflanzen dienten stets dem magischen Schutz. Dornen, Nadeln oder Stacheln zeigen sogenannte "Marensitze" an, das heißt, dass Geister sich an den Nadeln aufspießen und dann dort gebannt sind.

Zum Dritten liefert der Wacholder aromatische Beeren, Blätter und Holz, die weltweit im Opferritus, zum Beispiel als Totenopfer dienen. Unter anderem aus diesen Gründen gehören Wacholderarten, wo immer sie vorkommen, zu den wichtigsten Heil-, Räucher- und Schutzpflanzen der Heiler und Schamanen.

Im Totenkult ist der Wacholder wegen seiner Symbolik oft als Friedhofspflanze zu finden, und vor allem im Alpengebiet ist es bis heute Brauch, Kranken- und Sterbezimmer mit Wacholder zu reinigen. Meist wird dazu glühende Kohle aus dem Herd in eine Eisenpfanne gegeben und darauf werden dann Wacholderbeeren oder auch Nadeln zum Räuchern gebracht. Das Familienoberhaupt trägt die Pfanne mit dem Wacholderrauch im Uhrzeigersinn von Eck zu Eck und von Raum zu Raum durchs ganze Haus. Dies dient der Reinigung der Räume und dem Schutz der Lebenden.

Wacholderbeerenkur bei "schlechtem Magen" als: am 1en Tag 5 Beeren, am 2en Tag 5 plus eine, am 3en Tag 5 plus 2, ... und fährt so fort bis man 15 Beeren erreicht hat. Dann zählt man rückwärts 15 minus 1, 15 minus 2, usw. bis man wieder bei 5 Beeren angelangt ist. Dies macht zum Beispiel bei chronischer Gastritis einen Sinn, da der Wacholder mit zu den stärksten pflanzlichen Antibiotika gehört, so dass die Beeren eine Infektion mit Helicobacter pylori bekämpfen können. Äußerlich gebraucht man Wacholder noch zur Einreibung bei Rheuma und innerlich gegen Steinleiden (Nierensteine, Harngrieß) und wegen der antimikrobiellen Wirkung gegen Blähungen.

 

Phytologie: Sammeln: reife + glatte Früchten (Okt/trocknen in dünne Schichten auf Rost im zügigen Schatten/aufbewahren in Holz o. Glas)/Nadel + Triebspitzen (April - Juni/erst zerschneiden/trocknen wie Beeren)

Anregend.

Lungen/Magen/Darm/NieREN/Blase/Wasserhaushalt

Ödem/Harnwege/Nierensteine

Wasser treibend/desinfektierend/Verdauung + Durchblutung fördernd

Parasiten vertreibend (Mücke/Flöhe/Mäuse)

Rheuma: 1e Tag eine Beere kauen, 2e Tag: 2 Beeren bis 15 Beere an 15e Tag und zurück bis eins/auf leeren Magen/von 10 h. - 12 h.

Rezept: Beere zur Muss verarbeiten

 

 

Juniperus virginiana (Juni-v)  

 

Negativ: Apoplexie, Abtreibung;

Repertorium:

Juniperus virginiana

Gemüt: Angst (im Halbschlaf morgens)

Antworten abgeneigt

Bewusstlos/Koma (mit vorangehenden Konvulsionen)/Stupor/Delirium (während Fieber/rasend)
Erschreckt leicht

Gedächtnisschwäche

Stöhnen/stumpf

Kopf: Zusammenschnürung „Wie Band o, Reifen“ (“Wie ein Eisenband“)

Auge: Schmerz (berstend)

Zucken

Nieren: Harnsperre/Nierenversagen - chronisch

Blase: Dysurie - schmerzhaft

Weibliche Genitalien: Metrorrhagie

Schlaf: Dösen

Allgemeines: Apoplexie

Konvulsionen (ohne Bewusstsein/tetanische Starre; Starrkrampf)

Schmerz [wund schmerzend/äußerlich (brennend)]

Schwäche

Zucken

 

Vergleich: Siehe: Räucherwaren + Baumgruppe

 

Allerlei: ätherisches Öl = Zedernöl

 

 

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