Rosmarinus officinalis (Rosm) = Blätter/= Anthoskraut/= Brautkleid/= Hochzeitsbleaml/= Kranzenkraut/= Mariareinigung/= Meertau/= Weihrauchkraut/ätherisches Öl aus Pflanze ohne Wurzel/= Merdow/= ödelimarie/= Rosemarie

 

= Aeth-ähnlich + HÄNGT an Mutter;

Thema: Fest/starr/Treue;

Gebrauch:

[Andreas Moritz]

Schon die alten Griechen verwendeten diese Gewürzpflanze mit ihrem wunderbar holzigen Geschmack und ihrem kräftigen frischen Aroma zur Steigerung der Gedächtnisleistung und der kognitiven Funktionen. So trugen griechische Studenten bei Prüfungen einen Rosmarinkranz in der Hoffnung auf bessere Leistungen.

Superfood für Superschutz

Inzwischen wird das, was die Griechen schon vor Tausenden von Jahren erkannten, durch Studien bestätigt, die im Journal of Neurochemistry und in “Nature Reviews Neuroscience“

veröffentlicht wurden. Rosmarin enthält Carnosolsäure, eine antioxidativ wirkende Substanz, die Schäden im Gehirn durch freie Radikale abwehrt. Aus diesem Grund kann Rosmarin das Gehirn vor Degeneration und oxidativem Stress schützen, Faktoren, die zu kognitiven Beeinträchtigungen und Alzheimer führen. So tragen die nadelähnlichen Blätter dazu bei, den Geist jung, stark und fit zu halten.

Rosmarin hat außerdem stark entgiftende Eigenschaften, denn er wirkt Verdauung fördernd und unterstützt die Neutralisierung und Ausleitung von Giftstoffen, sorgt also insgesamt für eine verbesserte Gesundheit. Rosmarin regt die Lebertätigkeit an und reinigt den Verdauungstrakt, auf diese Weise wird die Verdauung gefördert und somit wiederum eine bessere Nährstoffaufnahme gewährleistet.

Rosmarin hat entzündungshemmende Eigenschaften und wirkt gegen Wassereinlagerungen. Er ist sanft harntreibend, bewahrt aber gleichzeitig die Reserven des Körpers an essenziellen Nährstoffen wie Natrium, Kalium und Chlorid – ganz anders als die üblichen harntreibenden Mittel, die die Ausscheidung dieser wichtigen Mineralstoffe beschleunigen.

Und zu alldem ist Rosmarin ein leckeres Gewürz, natürlich und absolut unbedenklich, denn eine Überdosierung ist nicht möglich. Dunkel gerösteter;

Positiv: Ermunternd/feierlich/selbstverantwortlich/Treue;

Negativ: A. Schlechte Konzentration + Gedächtnis, „Wie nicht anerkannt sein“, B. Stiller Kummer; C. Eisig kalt (Beine);

 

Zwingt sich andauernde Herausforderungen anzunehmen, um Anerkennung zu erreichen/zeigen nicht Inneres, verbergen etwas/will nicht das wahre Selbst zeigen, um die Anerkennung nicht zu verlieren; Herausforderung wäre aus dem System/Gruppenzwang herauszutreten und wagen zu sich selbst zu stehen.

Schläfrig, Schwäche (Verdauung),

Head heavy, DROWSY. Chilly with icy coldness of lower extremities without thirst, followed by heat. Memory deficient.

Menses too early: Hämorrhagien (mit SCHMERZ), Abort nach Blutung; Ovarzysten; weibliche Genitalien; Leber/Gallenblase; Atemprobleme; Glatze;

Has reputation for improving memory since Shakespeare's time. The essential oil is used to stimulate memory and improve concentration. It is used to improve the circulation to stiff muscles.

Rubrics:

  Impressionable children

  Weak memory - for what he had just done.

  Delusion - someone calls.

  Dreams: Amorous. dancing a tango. Pythons. Stealing.

  Sexual desire increased.

  Thirsty.

Therapeutic affinity: Throat - heat, scratching pain in tonsils. Dry or barking cough at night. Baldness. Bleeding gums. Abortion;

strengthens the ego and its effects the other members of man's being. fainting attacks/states of exhaustion due to intellectual overstrain/acts on the blood stream through which the ego can unfold its activity/activates the blood process/chlorosis/ inadequate menses/circulatory disorders. Parallel to blood activity, the proper permeation with warmth is also promoted/the organs supplied better with blood supply and warmth, ego organization and astral body can come in more effectively. promotes digestion/"firing the metabolism"/promotes sweat. cramped muscle tissue relaxes (epilepsy). nervous system after excessive intellectual demands. diabetes mellitus. The rosemary plant exhibits the principles that we are considering above in an

exemplary fashion. It takes the forces of fragrance and warmth contained in its etheric oils back into the plant instead of dispersing them generally into the surrounding environment the way lavender does, for example. Rosm. does not allow its life-forces to be used in developing large leaves or flowers. It concentrates all its strength towards the inside and results in

the typical woody, small, shrubby appearance that is so characteristic of this plant; Anregung des Aufbaustoffwechsels bis in

den Sinnesbereich bei Schwäche der Wärmeorganisation (Erschöpfungszustand + Kreislaufschwäche; Neigung zu Ablagerungen und Deformationen)

Heimat: Mittelmeer

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Harze, Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe.

Verwendung:

Rosmarin tonisiert den Kreislauf und gleicht das Nervensystem aus. Er wird bei Oberbauchkoliken, Rheuma, Gicht, chronischen Schwächezuständen und niedrigem Blutdruck eingesetzt. Innerlich hilft er zudem bei Völlegefühl, Blähungen und leichten krampfartigen Magen-, Darm- und Gallestörungen. Sparsam als Gewürz verwendet macht er so alle Speisen bekömmlicher.

Wissenswertes: Über den Ursprung des Wortes Rosmarin ist man sich nicht einig. Die einen gehen vom griechischen "rhops myrínos" = wohlriechender Strauch aus. Andere erklären die Namensherkunft aus den lateinischen Wörtern "ros" = Tau und "mare" = Meer, was auf den Rosmarin-Standort in Küstengebieten hinweisen würde.

Der Rosmarin war im Altertum in seiner Heimat der Göttin Aphrodite geweiht und galt Göttern wie Menschen als Schmuck.

Im ersten nachchristlichen Jahrhundert brachten kolonisierende Mönche den Rosmarin über die Alpen mit nach Nordeuropa.

Als Aqua Reginae Hungariae erlangte der Rosmarin im 16. Jahrhundert Berühmtheit: Dieses Destillat aus frischen Rosmarinblüten und Alkohol soll die an Gicht leidende, gelähmte Königin Isabella von Ungarn so verjüngt haben, dass ein polnischer König die 72-Jährige heiraten wollte.

In alten Brauchtümern findet sich der Rosmarin als Symbol der Liebe und als Hochzeitsschmuck. So hieß es, wen man mit einem blühenden Rosmarinstrauch berühre, würde bald in Liebe entfachen und heiraten. Männern, denen der Rosmarinduft nichts bedeute, seien zu keiner echter Liebe fähig.

Aber auch als Totenpflanze wird der Rosmarin benannt. Wie er dazu kommt, mit diesen beiden gegensätzlichen Bildern assoziiert zu sein, mag jeder für sich ergründen.

In Dr. Hauschka Kosmetik ist Rosmarin Bestandteil von Fußdeobalsam, Beintonikum, Neem Haarölkur und Neem Haartonikum sowie von

Dr. Hauschka Med Pflege Lotion Mittagsblume und Intensiv Creme Mittagsblume.

In WALA Arzneimitteln findet sich Rosmarin dort, wo der Aufbau- und Wärmestoffwechsel angeregt werden soll, z.B. in Rosmarinus, Oleum aethereum 10%*, Narben Gel* oder Majorana Vaginalgel*.

Majorana Vaginalgel

Harmonisierung des Wesensgliedergefüges bei Entzündungen der weiblichen Geschlechtsorgane, z.B. Scheidenentzündung (Kolpitis), Entzündung der Schamteile (Vulvitis), Scheidenausfluss (unspezifischer Fluor). Bei der Behandlung mit Majorana Vaginalgel kann es bei gleichzeitiger Anwendung von Latex-Kondomen oder anderen Latex-haltigen Verhütungsmitteln zu einer Verminderung der Reißfestigkeit oder Dichtigkeit und damit zu einer Beeinträchtigung der Schutzwirkung dieser Verhütungsmittel kommen.

Narben Gel

Anregung der strukturierenden Aufbaukräfte bei Narben-, Granulom- (knötchenartige Veränderung) und Keloidbildungen der Haut. Narben Gel sollte nicht im Bereich von offenen Wunden angewendet werden.

Rosmarinus, Oleum aethereum 10%

Anregung der Wärmeorganisation bei Stoffwechselschwäche, bei Störungen der Gewebsernährung und -durchblutung, rheumatischen Erkrankungen, bei Neigung zu allgemeinem Kältegefühl, Morgenmüdigkeit; Kreislauftonisierung. Es sollte nicht direkt nach dem Baden gestillt werden. Die Haut sollte im Brustbereich vor dem Stillen gereinigt werden. ;

Repertorium:

Rosmarinus officinalis

Gemüt: Angst

leicht zu beeindrucken, empfänglich für Eindrücke (Kinder)

Gedächtnisschwäche (für das, was eben getan hat)

Wahnidee - jemand würde rufen

Schwindel: im Allgemeinen

Kopf: Schmerz (dumpf)

Schuppen

Haarausfall/Kahlköpfigkeit

Auge: Tränenfluss

Ohr: Schmerz r./morgens - 9 h /schneidend

Mund: Zahnfleisch blutet daran saugend

Rauheit in Zunge - < wenn Zunge zum Gaumen hebt/in unterer Teil/r.

Zähne: blutet am Zahnfleisch saugend (oben r. Backenzähne) Schlaflos/schläfrig (nachmittags/< nach Essen)

Inneren Hals: Hitze abends - 21.30 h

„Wie Hitze“ r./Hitze nach Husten

gereizt nachmittags - 14.30 - 15 h

ständig zum Schlucken geneigt

Schmerz [Rachen/in (r.) Mandeln (kratzend, kratzig/< Schlucken]

Spannung

Äußerer Hals: Schmerz r.

Spannung (seitlich r.)/Zusammenschnürung

Magen: Appetit vermindert

DURST/Durst

Übelkeit

Völlegefühl < nach Essen

Rektum: Durchfall nach Austern

Schmerz - anhaltend/< nach Anstrengung/durch Hämorrhoiden/< Husten/periodisch jeden Tag/> Ruhe

Männliche Genitalien: Sexverlangen vermehrt

Weibliche Genitalien: Abort

Menses - zu früh/zu häufig - 4 Tage

Metrorrhagie (bei Abort)

Kehlkopf und Trachea: Stimme - heiser, Heiserkeit

Husten: Anhaltend [nachts (vor Mitternacht - 22 h - bis zum Einschlafen)]

Bellend

Trocken

Glieder: Jucken in Handrücken

Schmerz - Finger - Gelenke - Metakarpophalangealgelenk - zwischen dem Mittelfinger und dem Ringfinger

Schmerz - morgens/nachts/erwachend/rheumatisch/stechend/kleiner Finger/in (l.) Handgelenke (< Bewegung)

Warzen an (l.) kleine Finger

Schlaf: Gähnen

Träume: Erotisch mit Pollutionen/Python (werfen sie in ein Becken voller Kaimane)/stiehlt einen Computerbildschirm aus einem Rucksack/bestiehlt einen jungen Mann/Tango zu tanzen

(mit 2 Zigeunern/und Angst von ihnen ausgeraubt zu werden)

Haut: Jucken ohne Hautausschlag

Allgemeines: Ohnmacht nach Abort

Müde nachmittags - 17 h

Schwäche

 

Fall: Mädchen, 12 Jahre, besucht Förderschule. Mutter + Großmutter = ruppig/burschikos (Mund) + kräfTIG von Statur Mädchen = träge/abweisend/STURR, fördert Liebkosungen

+ gibt selbst keine. = tierLIEB, KONtrolliert Umgebung (jüngere Geschwister/Gäste) mit Fragen/Bemerkungen. Sie fühlt sich im Schulbus verfolgt von Mädchen, die 3 Jahre älter sind

und im gleichen Schulbus fahren. Sie steigt wegen diesen Mädchen früher aus dem Bus und sucht Hilfe bei Bekannten. Sie hat viel + dünnes Haar, die sich leicht verknotet.

Nach Einnahme: Paranoia ist weg; Schweiß riecht streng/Atem RIECHT.

Hat 1e Tag Bauchschmerz von Blähungen > Wärmeflasche

Will zu einer Veranstaltung gehen und bekommt dann morgens Magenschmerz/übel durch Erwartungsspannung. Nimmt dafür Ratschläge an und geht zur Veranstaltung.

Nach 3 Monate: weniger Langweile/liest gern und mit Verständnis/kann über sich reden.

Angst vor oben erwähnte Mädchen wird nicht wider erwähnt. Widersetzt sich ihre Mutter Hält über 1 Jahr an.

Fall: Junge Frau hat Husten mit Schmerz und Kopfschmerz

Rosm. lindert der Schmerz und gestattet junge Frau sich ihre Mutter unabhängig aufzustellen.

 

Folgt gut: Puls.          

 

Vergleich: Enthält: Alkaloide + Asparagin + Camph-ähnliche Substanz + Hydrog (Rosm Öl = Hydrogenhaltigeste Substanz auf Erde) + Flavonoide + Rosmarinsäure (= Phenolcarbonsäure/= entzündungshemmend; Enthalten in Gent-macrophyla + Verbenon + Salv. + Crat); Led („Wilder Rosmarin“). Mag-m. Myrica gale (= Gagel/= Porse/= Rosm des Nordens).

Siehe: Lamiales + Bonsaigruppe + Räucherwaren

Rosm Satureja Salv

Hydrog Pip-m Rosm

Pip-m Rosm Aeth

 

Unverträglich: Schwanger/hoher Blutdruck

länger als 3 Wochen durch Schwächern

 

Allerlei: Liebeszauber/Tod/Lebensanzeiger                 wächst zwischen Dornen

Included in funeral wreaths/symbol for fidelity.

Aphrodite geweiht, Tod/Geburt/Hochzeit                         Ätherisches Öl

Gedeiht Pflanze gut = Frau des Hauses streng/gedeiht Pflanze gut = Gesundheit gut

 

Phytologie: Stärkt + klärt Geist

Weibliche Organen/Herz/Venen

Entzündungshemmend

Stärkt Kreislauf zum Kopf

Anregend

Ätherisches Öl in Diabetes

Bitter properties (air + ether) which makes it cooling, drying and light. It is also astringent (air + earth) which adds a heavier quality. This combination would

be expected to reduce Pitta heat and Kapha oiliness.

 

[Dr. rer. nat. Frank Herfurth]

Rosmarin wächst wild im westlichen und zentralen Mittelmeerraum, insbesondere in den Küstenregionen von Portugal bis zum Ionischen Meer. Auch im östlichen Mittelmeergebiet und am Schwarzen Meer wird die Art seit der Antike kultiviert und tritt gelegentlich verwildert auf, manchmal sogar bestandsbildend, z.B. auf Santorin.

Der Name Rosmarin leitet sich vom lateinischen ros = „Tau“, marinus = „des Meeres“ ab und bedeutet „Meertau“. Als Begründung wird dazu oft angeführt, dass Rosmarinsträucher an den Küsten des Mittelmeeres wachsen und sich nachts der Tau in ihren Blüten sammelt. Eine weitere Deutung der Herkunft des Namens geht auf den griechischen Begriff für „balsamischer Strauch“ oder „wohlriechender Strauch“ zurück.

Ist ein immergrüner Strauch mit buschig verzweigten Trieben. Er kann eine Höhe von 50 bis 200 cm erreichen und duftet aromatisch.

Seine Blätter sind gegenständig angeordnet und schmal-linearisch. Die Oberseite der Blätter ist tiefgrün und runzelig, während die Unterseite weißfilzig behaart und mit einer dicken Epidermis überzogen ist. Ihre Ränder sind leicht nach unten umgerollt. Dadurch wird die Pflanze vor Austrocknung geschützt.

Im oberen Bereich der Zweige sitzen in den Blattachseln kurze Trauben aus blassblauen Blüten mit einem glockenförmigen und zweilippigen Kelch. Die Blüten können das ganze Jahr über erscheinen. Anfällig bei langandauernder Nässe, braucht durchlässige, humusreiche Erde. Unter trockenen Bedingungen wächst die Pflanze besser. Nördlich der Alpen ist sie nicht winterhart.

Die Pflanze bevorzugt sonnige, trockene, kalkreiche Standorte.

Wann der Rosmarin nach Mitteleuropa kam, ist nicht bekannt, er ist aber bereits in der Landgüterverordnung „Capitulare de villis vel curtis imperii“ Karls des Großen verzeichnet. In nördlicheren Gebieten wird der Rosmarin als Gewürz- und Zierpflanze kultiviert.

Da es sich um eine mediterrane Pflanze handelt, könnte man annehmen, dass bereits die Griechen und Römer ihn als Heilkraut benutzt hätten. Das scheint aber nicht zuzutreffen, denn nur bei Dioskurides findet man einen Hinweis, dass „Rosmarin eine erwärmende Kraft habe“.

Wirkungen:

  appetitanregend

  verdauungsfördernd

  krampflösend und schmerzstillend

  harntreibend

  balsamisch

  antiseptisch

  rötend

  anregend

In der Naturheilkunde wird Rosmarin innerlich als Tee zur Kreislaufanregung und gegen Blähungen verwendet, er wirkt anregend auf die Blutzufuhr zu den Unterleibsorganen und unterstützt die Bildung von Magen- und Darmsaft. Auch wirkt der Tee galle- und harntreibend und findet Anwendung als Appetitanreger.

Achtung!

Zu hohe Dosen können Rauschzustände und Krämpfe auslösen. Tagesdosen von 6 g Blätter für Teeaufgüsse, 20 Tropfen ätherisches Öl und 50 g für Bäder sollten nicht überschritten werden.

Äußerlich wirkt Rosmarin durchblutungssteigernd und wird daher zu Bädern sowohl bei Kreislaufschwäche, Durchblutungsstörungen als auch bei Gicht und Rheuma (beispielsweise als Rosmarinspiritus) gebraucht.

Daneben kann auch die Salbe gegen Rheuma und Migräne eingesetzt werden. Als Bademittel wirkt der Aufguss desinfizierend und fördert den Heilungsprozess von infizierten, schlecht heilenden Wunden.

Warnhinweise!

Aufgrund der möglichen toxischen Wirkung des ätherischen Öls sollte Rosmarin nicht während der Schwangerschaft innerlich angewendet werden.

In seltenen Fällen können Kontaktallergien auftreten. Wird Rosmarinöl in größeren Mengen eingenommen, können Gastro-Enteritiden (entzündliche Erkrankung des Magen- Darm-Traktes) und Nephritiden (Entzündungen der Niere) auftreten.

Anwendungsgebiete für Rosmarin:

  Verdauungsbeschwerden

  Blähungen

  Völlegefühl

  Appetitlosigkeit

  rheumatische Erkrankungen

  Herz-Kreislauf-Beschwerden

  Menstruationsstörungen

  Kopfschmerzen

  Niedergeschlagenheit

  Schwächegefühl

  vorzeitiger Haarausfall

  Hämorrhoiden

Blätter enthalten bis zu 2,5% ätherisches Öl (Hauptbestandteile bis zu 40% 1,8-Cineol, 10-18% Borneol, bis zu 17% Bornylacetat, bis zu 25% Campher, Rosmanol, bis 25% Pinen sowie Terpineol-4 und Fenchen, p-Cymol, Dipenten, Myrcen, Camphen).

Weitere Inhaltsstoffe: bis 8% Gerbstoffe, besonders Rosmarinsäure (s. Formel), Flavonoide, Carnosol, Glykolsäure, Ursol-, Oleanol- und Carnosolsäure, Bitterstoffe, Saponine und Harze.

Hauptsächlich finden die getrockneten Blätter Verwendung, die während oder nach der Blüte gesammelt werden. Sie müssen schonend getrocknet werden.

Eine Anwendung erfolgt häufig auch durch das mittels Wasserdampfdestillation gewonnene ätherische Öl aus den Blättern und beblätterten Stängeln.

Für die innerliche Anwendung als Tee wird ein knapper Teelöffel (etwa 1,5 g) fein geschnittener Rosmarinblätter mit 150 ml heißem Wasser übergossen, 15 Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Von diesem Tee trinkt man 3-4 Mal täglich zwischen den Mahlzeiten eine Tasse.

Außerdem kann man eine Tinktur aus 20 g Blättern und 100 ml 70%igen Alkohol herstellen, lässt diese 5 Tage ziehen und seiht dann ab. Die Einnahme erfolgt durch einen halben Teelöffel Tinktur auf ein Stück Würfelzucker.

Zum Reinigen der Haut und Schleimhaut, bei Prellungen und Rheuma Packungen, Teilbäder, Waschungen und Mundspülungen mit einer Mischung von 5 g Tinktur (1 Tl) auf 100 ml Wasser.

Auch als Rosmarin-Wein kann die Pflanze eingenommen werden. Dafür werden 20 g Rosmarinblätter in 1 Liter Weißwein gegeben und 5 Tage, unter gelegentlichem Schütteln, stehen gelassen.

Von dem Wein wird 2 Mal täglich ein kleines Glas getrunken.

Äußerlich wird die Pflanze in Form von Bädern angewendet. Für ein Vollbad werden 50 g Rosmarinblätter mit 1 Liter Wasser kurz aufgekocht, 15-30 Minuten ziehen gelassen und abgeseiht.

Dieser Sud wird anschließend einem Vollbad zugegeben.

Anwendung des ätherischen Öls:

Das ätherische Rosmarinöl bildet unterschiedliche Chemotypen aus, die sich in vollständig verschiedenen Inhaltsstoffen und Wirkweisen unterscheiden. Man gewinnt es mittels Wasserdampfdestillation des Krautes.

Rosmarinöl gehört zu den hautreizenden ätherischen Ölen. Hauptanbauregionen sind Spanien, Frankreich, Nordafrika und der Balkan.

Das ätherische Öl vom Chemotyp Cineol enthält 45% Oxide, 30% Monoterpene, Sesquiterpene, Monoterpenole, Phenole, Ketone und Ester.

Das Öl vom Chemotyp Verbenon enthält 50% Monoterpene, 15% Ketone, Monoterpenole, Ester und Oxide.

Nach dem Europäischen Arzneibuch zeigt Rosmarinöl antimikrobielle Aktivität gegen zahlreiche Bakterien, Hefen und Schimmelpilze und wirkt auf der Haut durchblutungsfördernd.

Bei Kreislaufbeschwerden, rheumatischen Erkrankungen oder Zerrungen wird eine 6 bis 10%ige Zubereitung in Form von Badezusätzen oder in 6 bis 10%igen Salben angegeben. Innerlich nimmt man 3-4 Tropfen auf Zucker oder in warmem Tee zu sich.

Rosmarinöl hat eine stark antiseptische Wirkung, die das 5,4-fache von Karbolsäure (Phenol) beträgt.

Verwendung außerhalb der Medizin (in der Küche)

Rosmarin ist ein typisches Kraut der italienischen und französischen Küche, wird aber im gesamten östlichen Mittelmeerraum verwendet. Er ist Bestandteil der Provence-Kräutermischung, gilt als klassisches Grillgewürz und harmoniert unter anderem mit Fleisch, Geflügel, Lammfleisch, Zucchini, Kartoffeln und Teigwaren sowie zu Fisch.

Außerdem gibt man es vielfach zu Suppen, Eintöpfen, Gemüse – oft zusammen mit Wein und Knoblauch. Sogar zum Würzen von Süßspeisen wie Gelees, Marmeladen, Biskuits und Kuchen findet er Anwendung. Bekannt ist auch die Verwendung von Rosmarinhonig, der vorzüglich schmeckt. Rosmarin dient oft als Bestandteil von Gewürzmischungen, z.B. Pizza-Gewürz.

In der Spirituosenindustrie wird Rosmarin zur Herstellung von Benediktinerlikör und Goldwasser verwendet. Weitere Anwendung findet diese Pflanze in der Parfümindustrie.

 

 

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