Cholesterinum (Chol) w  C27H46O

 

Cholesterin ist ein natürlicher Baustein der Membrane, die das Innere von Zellen umschließen. Es reist mit Eiweißen durchs Blut. Mit dem High Density Proteine (HDL) wird Cholesterin von

den Geweben zur Leber transportiert, um dort abgebaut zu werden. Das schädliche Low Density Lipoproteine (LDL) bugsiert umgekehrt Cholesterin von der Leber in die Körperperipherie.

Dabei wird es in die Wände von Blutgefäßen eingelagert, was zu Entzündungen und Arteriosklerose führt. Zum Herzinfarkt kommt es, wenn solch eine Einlagerung einreißt, das Blut gerinnt

und das Gefäß schlagartig verstopft. Wichtig ist also das richtige Verhältnis zwischen HDL und LDL. Statine sollen Arteriosklerose und Herzinfarkte verhindern, indem sie den LDL-Cholesterinspiegel senken.

Überleben ohne Pillen

Bis zu 4 von 5 Herzinfarkten und mehr als die Hälfte aller Schlaganfälle, die auf Minderdurchblutungen durch verstopfte Gefäße zurückzuführen sind, können verhindert werden, wenn man etwas unternimmt.

Nicht rauchen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass Rauchen weltweit für 72% der Lungenkrebsfälle, 42% der Fälle von chronischen Atemwegserkrankungen und mindestens 10% der Herz-Kreislauf-bedingten Todesfälle verantwortlich ist. Rauchen schädigt die Gefäßwände, erhöht den Blutdruck und das ungünstige LDL-Cholesterin im Blut.

Normalgewicht halten

Übergewicht erhöht den Blutdruck sowie das Risiko, an Diabetes Typ II zu erkranken – beide Krankheiten erhöhen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Außerdem gerät durch zu viel Pfunde der Fett- und Cholesterinstoffwechsel durcheinander, was das Arteriosklerose-Risiko erhöht. Ein übergewichtiger Körper ist zudem im Dauer-Entzündungszustand – das beschleunigt die Blutgerinnung und trägt zur Entstehung von Herzinfarkt und Schlaganfall bei.

Sport treiben

Schon moderate Bewegung wie ein strammer Waldspaziergang vermindert die Wahrscheinlichkeit, einen Infarkt zu erleiden: 150 Minuten davon wöchentlich, schätzt die WHO, senken das Risiko um 30%. Wäre die Menschheit sportlicher, könnten pro Jahr mehr als 3 Millionen Todesfälle verhindert werden.

 

DIE ZEIT 35/2017

[Jakob Simmank]

Experten streiten sich. Retten Cholesterinsenker Tausende Leben? Oder sind die Nebenwirkungen so groß, dass weniger Patienten die Mittel bekommen sollten?

Cholesterin: Vor allem die Gefäße im Herzen sind bedroht, wenn zu viele Fette im Blut sind. Dann wächst die Gefahr eines Infarkts oder eines Schlaganfalls.

Man gefährde das Leben von Patienten, indem man sie unnötig verunsichere und sich nicht an ethische Standards der Veröffentlichung halte. Die drastischen Worte kamen von Rory Collins, einem der weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet der Cholesterinsenker. Er veröffentlichte sie in The Lancet, einem der renommiertesten und bekanntesten Fachmagazine der Welt, und er richtete sie an ein nicht minder prominentes Journal: an das British Medical Journal (BMJ). Fiona Goodlee vom BMJ schlug zurück – Collins und seine Kollegen verharmlosten die Nebenwirkungen der Cholesterinsenker.

Eines haben die beiden Journals nun schon erreicht: Viele Patienten, die regelmäßig Cholesterinsenker schlucken, sind verunsichert.

Jeder weiß, dass zu viel Cholesterin im Blut ungesund ist. Das Molekül ist zwar wichtigstes Baumaterial für die Wände unserer Körperzellen. Strömt jedoch zu viel davon durch unsere Blutgefäße, hat das üble Folgen: Es drohen Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall (siehe Kasten). Ende der 1980er Jahre kamen sogenannte Statine auf den Markt, die das Cholesterin senken. In den vergangenen 25 Jahren haben die Cholesterinsenker einen Siegeszug sondergleichen hingelegt, heute nehmen ungefähr fünf Millionen Deutsche jeden Tag ein Statin ein. Die Kosten sind bei vielen Präparaten auf weniger als einen Euro pro Tag gefallen. Die Medikamente gelten als so nützlich und gleichzeitig nebenwirkungsarm, dass manche Ärzte nicht immer ganz scherzhaft forderten, diese gehörten als Arteriosklerose-Prophylaxe ins Trinkwasser.

Doch nach Jahren der praktischen Anwendung wogen die Experten noch einmal Daten über Wirkungen und Nebenwirkungen gegeneinander ab und kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen über den Nutzen. Während Rory Collins und Co. im Lancet gern möglichst viele Patienten mit den Medikamenten erreichen wollen, scheuen die Kritiker vom BMJ ihre Nebenwirkungen und möchten deshalb den Anwenderkreis klein halten. Statine, sagen sie, sollten nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden. Dass zwei medizinische Fachzeitschriften öffentlich aufeinander losgehen, kommt nicht alle Tage vor. Was soll man als Patient da noch glauben?

Es geht um Grundsätzliches. Schon um die verbreitete Lehrmeinung, dass Statine vor Herzinfarkt schützen, gibt es Zoff. Uffe Ravnskov, ein dänischer Arzt, wehrt sich seit Langem gegen die Hypothese, nach der zu viel Cholesterin tödlich sei. In einer Übersichtsstudie, die im letzten Jahr im BMJ erschien, meinte er, wichtige Beweise dagegen gefunden zu haben: Bei über 60-Jährigen leben diejenigen länger, die einen hohen Cholesterinspiegel haben. Und nicht andersherum, wie die Cholesterinhypothese eigentlich vermuten lassen würde. Ist sie deswegen überholt?

"Auf keinen Fall", sagt Eberhard Windler, Professor für Präventive Medizin am Herzzentrum des Uni-Klinikums Hamburg-Eppendorf. "Wir kennen diesen Effekt. Es ist ganz normal, dass das Cholesterin im Alter ansteigt. Die Patienten, die im Alter niedrige Spiegel haben, sind oft krank. Sie haben beispielsweise Krebs und deshalb eine niedrigere Lebenserwartung." Ein älterer Mensch mit zu viel Cholesterin im Blut mag zwar grundsätzlich gesünder sein, aber ein normaler Wert schützt ihn sehr wahrscheinlich trotzdem vor Arteriosklerose und damit vor Herzinfarkten.

Cholesterin-Hypothese

Cholesterin ist ein natürlicher Baustein der Membrane, die das Innere von Zellen umschließen. Es reist mit Eiweißen durchs Blut. Mit dem High Density Proteine (HDL) wird Cholesterin von den Geweben zur Leber transportiert, um dort abgebaut zu werden. Das schädliche Low Density Lipoproteine (LDL) bugsiert umgekehrt Cholesterin von der Leber in die Körperperipherie. Dabei wird

es in die Wände von Blutgefäßen eingelagert, was zu Entzündungen und Arteriosklerose führt. Zum Herzinfarkt kommt es, wenn solch eine Einlagerung einreißt, das Blut gerinnt und das Gefäß schlagartig verstopft. Wichtig ist also das richtige Verhältnis zwischen HDL und LDL. Statine sollen Arteriosklerose und Herzinfarkte verhindern, indem sie den LDL-Cholesterinspiegel senken.

Kaum ein Arzt stellt infrage, dass Statine bei Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hatten, einen weiteren Infarkt erfolgreich verhindern können. Aber wie sieht es aus mit Patienten, die noch nie einen Infarkt oder Schlaganfall hatten? Die Statin-Kritiker sind der Meinung, die Cholesterinsenker würden diesen Menschen zu leichtfertig verschrieben.

Das stimme nicht, entgegnet Ulf Landmesser, ärztlicher Leiter der Herzmedizin an der Charité Berlin. "Wir achten nicht nur auf das Cholesterin, sondern darauf, ob die Patienten genetische Veränderungen, Herzinfarkte in der Familie, Bluthochdruck, Übergewicht oder andere Risikofaktoren für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall haben. Ich schaue mir dann auch mal mit dem Ultraschallgerät die Halsgefäße an, ob es bereits eine Arteriosklerose gibt." Anhand dieser Parameter lässt sich errechnen, wie wahrscheinlich es ist, dass der Patient in den nächsten Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleidet. Wie hilfreich eine Therapie mit Statinen wirklich ist, kann nur eine individuelle Abwägung ergeben.

Doch wo verläuft die Grenze? Über die Frage, um wie viel Prozent das Erkrankungsrisiko erhöht sein muss, damit eine Behandlung mit Statinen gerechtfertigt ist, eskalierte 2013 der Streit. Der Anlass waren neue Leitlinien des American College of Cardiology (ACC). Nach denen sollte jeder ein Statin bekommen, der nach den Kalkulationen ein mehr als 7,5-prozentiges Risiko trägt, in den nächsten zehn Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Nach dieser Rechnung hätten zusätzliche 10 Millionen US-Bürger Statine schlucken sollen. Und das störte John Abramson von der Harvard University. Die Wirkung der Statine bei diesen Patienten werde überschätzt, schrieb er schon 2013 im BMJ.

Dem setzte im vergangenen November Rory Collins im Lancet eine aufwendige Übersichtsarbeit entgegen: Im Schnitt, schreibt der Forscher, verhindere die Statintherapie in 5 Jahren bei 5 von 100  Patienten, die noch nie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten, einen solchen. Nahmen Patienten gar 10 oder 20 Jahre lang Cholesterinsenker, erhöhe sich der Effekt proportional. Bei älteren Patienten wirken Statine dabei schlechter als bei jungen. "Deswegen müssen wir auch schon früh die Patienten identifizieren, die ein erhöhtes Risiko haben, später einmal einen Herzinfarkt zu bekommen, und sie konsequent mit Statinen behandeln", sagt Eberhard Windler. "Wir verschreiben aber nie Statine, ohne von den Patienten eine Änderung des Lebensstils zu fordern".

Bis zu vier von fünf Herzinfarkten und mehr als die Hälfte aller Schlaganfälle, die auf Minderdurchblutungen durch verstopfte Gefäße zurückzuführen sind, können verhindert werden, wenn man etwas unternimmt.

Die Vorteile einer Therapie müssen immer auch gegen die Nebenwirkungen abgewogen werden. Jeder fünfte Patient leide darunter, stellte Abramson im BMJ fest (eine Zahl, die er später auf die Hälfte reduzieren musste). Aber offenbar sind Nebenwirkungen sehr subjektiv und vom Kontext abhängig. Das zeigt eine Studie, die Rory Collins im Mai im Lancet veröffentlichte: Die Teilnehmer hatten jeweils entweder ein Statin oder ein Placebo eingenommen. Niemand wusste, was er geschluckt hatte. In beiden Gruppen traten gleich häufig Nebenwirkungen auf. Erst im Wissen, den Wirkstoff wirklich zu bekommen, klagten Probanden über Beschwerden. Die Patienten hatten sich intensiv selbst beobachtet und erst dadurch vermeintliche Symptome bemerkt. "Es gibt Nebenwirkungen, aber sie sind seltener als angenommen", sagt Ulf Landmesser. Das gelte vor allem für Muskelschmerzen, bedingt durch eine Entzündung, die sogar zum Muskelzerfall führen kann. Als Einziges seien wenige Fälle von Diabetes zu beobachten. "Aber hier überwiegt der Vorteil der Statine in der Prävention meist deutlich", sagt Landmesser.

Alles deutet also darauf hin, dass Statine effektiv und nebenwirkungsarm sind. Die Statinkritiker aber beschweren sich weiter. Fiona Goodlee vom BMJ und ihre Kollegen bemängelten vergangenen September, dass viele Patienten, die Nebenwirkungen spüren, früh aus den Studien ausscheiden und deswegen nicht mehr in die Auswertung einbezogen werden. Und sie unterstellen Voreingenommenheit der Experten. Die meisten Forscher bekämen Gelder aus der Pharmaindustrie und hätten deshalb ein Interesse, die Daten besonders gut aussehen zu lassen. Auch seien die Rohdaten noch immer nicht für andere Wissenschaftler öffentlich zugängig. Solange das nicht geschieht, werden die Kritiker wohl keine Ruhe geben.

 

Negativ: Irritiert/launenhaft; Delusion of talking with dead people. incoherent delirium. Shrieking, shouting, screaming on waking.

Gallensteinen (Kolik/colic.) + schlaflos, Leber/hoher Blutdruck; < Touch/jar/lying on side/bending/sudden motion;

Useful for obstinate hepatic enlargements, for cancer of the liver, for obstinate gall stones; for vitreous opacities and obstinate jaundice.

Burning pain in side of abdomen, on walking holds his hand on side, it hurts him so.

Obstinate hepatic engorgements, malignant affections affecting the lobe of the liver and what lies between liver and the pylorus and the pancreas;

The epithelium lining of gall bladder and the larger ducts

For cancer of the liver.

Opacities of the vitreous.

Jaundice; gallstones.

The physiological opponent of Lecithin. Both seem to play some unknown part in the growth of tumors.

Gallstones and insomnia;

Occurs in the blood and brain, yolk of eggs, seed and buds of plants, but most in the bile and biliary calculi. Recommended as a remedy for cancer of the liver. They are pale, anaemic, complain of headaches, exhaustion, nervousness, acne vulgaris, constipation and menses may be absent or scanty. Again in climacterics period it is indicated when the flow ceases and there is tendency to obesity and increased blood pressure. Hot flushes, psychosis and visual irritation not only at the natural climateric, but in those that are the result of hysterectomy and oophorectomy it is also indicated.

The pruritus vulva that attends some of those cases has been speedily relieved by it;

Frau: Neurasthenic woman who complains of headache, neuromuscular weakness, Mental irritability insomnia and a group of indefinite symptoms dependent

upon menstrual and ovarian disturbances. Certain cases of sterility, when bacterial infection, cervical stenosis and other local causes are eliminated. Nausea

attends with the early months of pregnancy. It is very useful in relieving the pain in breast that disturb some women before and during menstruation. It should

be remembered in increased blood pressure in women at the climateric period when the usual causes can be eliminated as arteriosclerosis, nephritis;

Repertorium:

Gemüt: Schreit (erwachend)/Seelenruhe, gelassen/verwirrt geistig

Auge: Katarakt bei alten Menschen/Trübung des Glaskörpers

Verdreht, verzogen; krampfhaft + Pneumonie

Magen: Appetit vermindert

Bauch: Blutandrang zur Leber (chronisch)/chronisch vergrößerte Leber

Leber-/Lebergegendbeschwerden/Gallensteine

Krebs in Leber

Schmerz - Leber/r. (brennend)/seitlich < Gehen (brennend)/muss die Hände darauf halten (brennend)

Weibliche Genitalien: Myom in Uterus

Schlaf: Schlaflos

Haut: gelb (chronisch/kupferfarben Flecken nach Abschilferung)

Allgemeines: Lebenswärmemangel

Hyperlipidämie/Tumoren

 

Komplementär: Bar-c. Lyc. Vichy-g.

 

Folgt gut: Berb. Bry. Card-m. Cham. Kali-bi. Lach. Lept. Merc. Myric. Nux-v. Podo. Sep.  

 

Vergleich: Enthalten in: blood + brain + yolk of egg + seeds + buds of plants + bile + biliary calculi;

Curcuma

 

Lacs-allgemein. Nat-taur. Ol-j.

Vergleich. Volatile oils - Fatty acids - Wax - Cholesterinum;

Siehe: Gallegruppe + Anhängsel (Martin Errenst) + Sarcodes

                                               Cholesterinumgruppe

Ambra. has 80% ambrein, a cholesterol derivative

Beta-sisterol = Chol-ähnlich chemisch/= Antagonist.

Bufotenin. = Chol-ähnlich

Digin. = Chol-ähnlich

Calculi-billiari. = hergestellt aus Chol.

Chol

Leucin Chol = Produkt von Leucin.

Culx. saugt Blut wegen Chol

Galle. = Chol (5%) + Phospholipide (25%) + Gall-ac (70%).

Gall-ac. = Chol-ähnlich

Kalte (Kneipp) Anwendungen fördern Cholesterolproduktion im Körper

Keratinum equi w = Pferdehuf contains 27% of cholesterol and 20% of cholesterol sulfate Tierisches Gewebe.

Lec. = Antagonist von Chol. Both seem to play some unknown part in the growth of tumors.

(Chol =) Steroide.

Olnd. Gift = Chol-ähnlich

Ol-j. = Gink-ähnlich/= Chol-ähnlich

Sebum = menschlicher Talg (enthält Squalen. 15% + Chol 4%)

Serot. = kooperierend mit Chol/wenig Chol = wenig Serot

Steroiden werden aus Chol hergestellt (nur Squalen = Steroid und nicht mit Chol verwandt)

Unverträglich: Lec (auch substantiell)

Antidotiert von: Chlor. Merc. Taurin (bindet Chol).

Gehemmt durch: Nori./Tee

Wirkung: lithämisch/hydrogenoid

Allerlei: = Isoprenoide/= Strukturfett des Körpers, Chol ist Teil Nerv umhüllende Fett-schicht/= notwendig für Synapsfunktion, wird aus Fettsäure + Aminosäure + Glukose hergestellt im Leber. Chol = Vorstufe Cortisol + Cortison + Gallensalzen +  DHEA hergestellt/DHEA; Lage Iod-vorkommen in Schilddrüse = hohe Cholesterin-vorkommen im Körper

Vorstufe Östrogen/Test. = Östrogen-ähnlich

Chol = Vorstufe Gall-ac/Steroidhormone  (Aldosteron/Cortison/Testosteron/Östradiol/Vitamin D./endogene Glykoside/Zellmembranen

LDL Chol kann in Blutgefäße abgesetzt werden.

HDL Chol transportiert Chol zum Leber wo es an Gallensäure gebunden wird + abgeführt.

Übergewicht/Überessen/falsche Diät führen zur Chol.LDL Überproduktion.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren bauen Chol. ab

Eier/Olivenöl erhöhen LDL nicht

Lage Iod-vorkommen = hoge Cholesterin-vorkommen

 

[Dr. Wurster]

Cholesterin ist ein wichtiger Schutzstoff für die Zelle. Wenn wir mit Cholesterinsenkern arbeiten, zerstören wir die Zellen und fördern damit Krebs!

ZEIT ONLINE         

wissen

Jahrgang: 2014 Ausgabe: 43

Die Märchen der Medizin: Die 20 wichtigsten Medizin-Mythen und 5 Mythen, an die sogar Ärzte glauben

[Jan Schweitzer]

5 Cholesterin ist böse

Gut und Böse sind manchmal nur schwer zu unterscheiden, so ist es auch beim Cholesterin. Deshalb sollte man zunächst wissen, dass der Körper Cholesterin selbst herstellt – es ist lebenswichtig für den Menschen, er braucht es zum Beispiel für den Aufbau von Zellen. Weil Cholesterin nicht wasserlöslich ist, wird es im Blut von speziellen Proteinen – nennen wir sie Cholesterin-Taxen – transportiert. Die zwei bekanntesten Taxen heißen HDL und LDL, sie werden auch als gutes und als böses Cholesterin bezeichnet. Von HDL kann man also fast gar nicht genug haben, zu viel LDL dagegen kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etwa einen Herzinfarkt, erhöhen. So geriet das Cholesterin in einen schlechten Ruf. Die Leute aßen keine Eier mehr und verzichteten auf leckere Butter. Doch nun stellte sich heraus, der beschriebene Zusammenhang zwischen LDL und Herzinfarkt ist deutlich schwächer ausgeprägt, als man lange Zeit dachte. Das haben aktuelle Untersuchungen gezeigt. Viele andere Faktoren haben deutlich mehr Einfluss auf das Herzinfarktrisiko – eine familiäre Vorbelastung etwa.

Chol vermindernde Substanzen:

Ballastreiche Nahrungsmittel (nicht Weizen)

Fischöl/Lec./Niacin/Betasisterol/B. Vitaminen/Vit. E/Mg/Se/Chr/Lactobacillus (Yoghurt)/Carnitine/Taurin/Methionin/All-s.

 

ZEIT ONLINE

[Susanne Schäfer]

Cholesterin: Das Ei ist gar nicht so böse

Herzinfarkt! Cholesterin im Ei kann ja nicht gesund sein. Weg damit? Nicht so schnell. Schuld an schlechten Blutwerten sind vielmehr Transfette und gesättigte Fettsäuren.

Cholesterin, Ei, Herzinfarkt, Blutwerte, Transfettsäuren

Ein Ei muss nicht schaden, ein tägliches Omelette aus fünf Eiern muss es dann aber auch nicht sein.

Das Ei. Einst war es das Symbol für Landidyll, gemütliches Frühstück und wertvolle Ernährung. Dann plötzlich als Cholesterinschleuder auf der Fahndungsliste. Mutmaßlicher Mittäter beim Herzinfarkt.

Hohe Cholesterinwerte im Blut sind ungesund, aber wie steht es um Cholesterin im Essen?

Wie wurde Cholesterin zum Übeltäter?

Mitte des 20. Jahrhunderts erkannten Wissenschaftler, dass Patienten mit hohen Cholesterinwerten im Blut ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten. Kurzerhand verurteilten sie cholesterinreiche

Lebensmittel als Übeltäter, der Zusammenhang schien ja auf der Hand zu liegen. In den sechziger Jahren warnten Gesundheitskampagnen in vielen Ländern vor Cholesterin, insbesondere vor Eiern. Hersteller priesen

Lebensmittel auf den Packungen daraufhin vor allem in den USA als "cholesterol free". Höhepunkt des vermeintlich gesundheitsbewussten Kochstils war wohl das White Omelette, das nur aus Eiweiß bestand. Das cholesterinreiche Eidotter: ab in den Müll.

Anklage: Ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut ist gefährlich

Dieser Vorwurf ist gerechtfertigt. Die Fachwelt unterscheidet das "gute" HDL-Cholesterin und das "böse" LDL-Cholesterin (die Abkürzungen stehen für High und Low Density Lipoprotein).

Wenn der Arzt Blut abnimmt und einen erhöhten Spiegel an Gesamtcholesterin und insbesondere am ungünstigen LDL-Cholesterin feststellt, ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. In dieser Frage sind sich die Experten einig. Streit gibt es allerdings darüber, wie stark cholesterinhaltige Nahrungsmittel wie Fleisch und Käse den Cholesterinspiegel im Blut erhöhen.

Anklage: Fleisch und andere Lebensmittel mit viel Cholesterin sind schädlich

"Cholesterin ist kein Nährstoff, bei dem erhöhter Konsum ein Risiko darstellt." Das schreiben Experten in einer Empfehlung für die neuen Ernährungsrichtlinien in den USA, die im Herbst verabschiedet werden sollen.

In früheren Versionen hatten die Richtlinien dazu aufgerufen, den Verzehr von Cholesterin einzuschränken, jetzt klingt es plötzlich nach Entwarnung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) dagegen kommt in ihrer neuen "Fettleitlinie" zu dem Schluss, die Nahrung könne den Wert für Gesamtcholesterin und LDL-Cholesterin im Blut sehr wohl erhöhen. Ein Widerspruch? Stefan Lorkowski, Professor für Biochemie und Physiologie der Ernährung an der Universität Jena, hat an der Fettleitlinie der DGE mitgearbeitet. Er sagt: "Das Cholesterin aus Lebensmitteln hat unseren Erkenntnissen nach einen Einfluss auf die Cholesterinwerte im Blut, allerdings nur einen moderaten." In der Tendenz gehen die Expertenmeinungen also zumindest in dieselbe Richtung: Cholesterin ist nicht so schlimm wie einst gedacht.

Entscheidend für den Cholesterinspiegel sei weniger die Menge an Cholesterin, die man über die Nahrung aufnimmt, sagt Lorkowski. "Gesättigte Fettsäuren, haben einen viel stärkeren Einfluss auf die Cholesterinmenge im Blut." Für den idealen Speiseplan hat der Unterschied zwischen Cholesterin und gesättigten Fetten allerdings kaum Folgen: Fettiges Fleisch, Wurst und Speck enthalten sowohl viel Cholesterin als auch viele gesättigte Fettsäuren. Davon sollte man also nicht zu viel essen. Mageres Fleisch und Eier dagegen enthalten zwar viel Cholesterin, aber wenige gesättigte Fettsäuren, sind also nach den aktuellen Empfehlungen erlaubt.

Transfettsäuren wiederum, die in stark verarbeiteten Lebensmitteln, Pommes und Blätterteig vorkommen, erhöhen den LDL-Cholesterinspiegel und senken den Anteil an gutem HDL-Cholesterin – ungünstig.

Eine Überraschung gibt es allerdings: Viele Milchprodukte sind zwar reich an gesättigten Fettsäuren und an Cholesterin. Einige Studien deuten allerdings darauf hin, dass der regelmäßige Verzehr von Milchprodukten wie Käse das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sogar verringert. Was nun?

In Bezug auf cholesterinreiche Lebensmittel völlige Entwarnung zu geben, wie es die US-Wissenschaftler empfehlen (und Autoren, die nun über die "Cholesterin-Lüge" schreiben), hält Stefan Lorkowski für etwas leichtsinnig. "Diese Aussage könnte verstanden werden im Sinne von ›Ihr könnt so viele Eier essen, wie ihr wollt‹." Auch Ernährungsmoden, in denen schon zum Frühstück mehrere Eier und Fleisch empfohlen werden, sieht er kritisch.

Wie stark der Körper das Cholesterin aus der Nahrung aufnimmt, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Sogenannte High Absorber verwerten Cholesterin aus der Nahrung besonders gut. Ob man zu dieser Gruppe gehört, lässt sich nicht so leicht feststellen. Wenn ja, kann ein tägliches Omelette aus fünf Eiern eben doch den Cholesterinspiegel und damit das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen.

Warum Gnade?

Cholesterin aus der Nahrung hat nur einen geringen Einfluss auf den Cholesterinspiegel, schuld an schlechten Blutwerten sind vielmehr gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren. Also: Cholesterin hin oder her, Steak und Pommes sollten ein seltenes Vergnügen bleiben.

Phytologie. Auricularia polytricha. Gano.ma lucidum + Lentinus edodes fördert Umwandlung LDL-Chol. in HDL-Chol.

Gehemmt von: Polygonum multiflorum/Jug-c

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