Tanacetum vulgare (Tanac) = Tanacetum parthenium/= Rainfarnblüten + -blätter/= Mutterkraut/= Tansy/= Feverfew/= Chrysanthemum parthenium/

= Leucanthemum parthenium/= Pyrethrum parthenium/= Matricaria parthenium/= Boerenwormkruid.

 

Vergleich: Flieht: Ca; Enthält: Sesquiterpene +  Cl + Flavonoide + Thujon + Santonin;

Antagonist zu Serot 

Siehe: Asterales

 

= Lyss-ähnlich/= Thuj-ähnlich ; 

[Massimo Mangliavori]

= Stramonium-ähnlich;

Gebrauch: Übel/erbrechen/Durchfall, chewing the fresh leaves experiencing oral mucosa and inflammation of tongue + swelling of the lips (occasional loss of taste);

Vergiftung: Durch Öl: Dyspnoe/Krämpfe/WUT/beißen/SpeichelFLUß;

Negativ: Abgespannt + nervös + müde, irritiert, sensitiv zu Geräusche;

[T.F. Allen]

Chorea, with strange gesticulations.

Affections from worms, with twitchings in sleep and wakening from fright.

Many cases of dysentery.

Dysmenorrhoea, with bearing-down pains, tenderness, drawing in the groins;

 

Repertorium:

Gemüt: Albernes Benehmen

Angst/Qualvolle Angst/Furcht (durch Geräusche/vor Wasser)

Bewusstlos (> erbrechend)/Stupor

Ehrgeiz erhöht, vermehrt, sehr ehrgeizig

Empfindlich (gegen Geräusche)

Erregt (nervös)

Erschöpft geistig (im geschlossenen Zimmer)

Faul (körperlich)

Geistige Anstrengung abgeneigt

Macht Gesten, Gebärden (sonderbare Posen und Haltungen/nervöse Tics)

Gleichgültig, Apathie (gegen Fragen, Ausfragen)

Hochgefühl

Koma

Konzentration schwierig (Studieren)

Reizbar, gereizt (durch Geräusche)

Schreien

Spaßen (lächerlich o. albern)

Sprache - nicht zusammenhängend

Stöhnen

Stumpf

Verwirrt geistig

Wahnideen [geisteskrank zu werden/sei selbst tot (halb tot, halb lebendig)]

Schwindel: im Allgemeinen

Kopf: Wirft Kopf nach hinten

„Wie durch Rausch“

Schmerz [drückend/Schläfen (schneidend/Schläfen und Stirn)]

Völlegefühl

Schwäche

Auge: Verklebt morgens

Glänzend

Offene Augen, geöffnete Lidspalte

Strabismus, Schielen

Ohr: Geräusche im Ohr, Ohrgeräusche einige

Verstopfungsgefühl plötzlich

Hören: eigen Stimme klingt ihr Fremd in den Ohren

Nase: Trocken innerlich

Gesicht: Blutandrang/rot /Völle

Mund: beißt sich auf die - Zunge während Konvulsionen

Zunge - weiß/rau

Geschmack fade

Innerer Hals: Rauheit

Schlucken unmöglich

Magen: Aufstoßen nachts/Art des Aufstoßens: leer nachts/sauer nachts

Durst

Erbricht nach Konvulsionen

Bauch: Schmerz > nach Stuhlgang (krampfartig)/Leistengegend (< während Menses)/in Nabelgegend nach Mitternacht - 4 h/erstr. Leiste < vor/während Menses

Rektum: Durchfall < nach (unmittelbar danach) Essen/< Trinken

Dysenterie

Stuhl: Teigig, breiig/weich

Nieren: Stauungsniere

Urin: blass/dunkel

Weibliche Genitalien: Abort (in 1en Monat)

Abszess (Schamlippen/Vulva)

Menses - fehlend/zu häufig, 3 Tage/reichlich/schmerzhaft/zu spät/unterdrückt

Schmerz - < während Menses (abwärts drängend, zerrend)

Kehlkopf und Trachea: Schleim in Luftwegen

Atmung: Angehalten, versetzt, unterbrochen

Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen bei Konvulsionen

Beschleunigt

Röchelnd, stertorös

Auswurf: Schaumig

Rücken: Schmerz - abends/Lumbalregion/Wehtun/zusammen schnürend/in Wirbelsäule/stechend/wund schmerzend

Glieder: Chorea

Kribbeln

Lahmheit in Handgelenke morgens

Schmerz [stechend (wandernd)/Füße (ziehend)/Handgelenke (wund schmerzend)/Knie (ziehend)]

Schwäche in Unterschenkel

Schwankender Gang

Plötzlich „Wie geschwollen“

geschwollene Unterschenkel

Schlaf: Schläfrig (während Kopfschmerzen)

Schweiß: Klamm, feucht

Haut: Hautausschläge - Rhusvergiftung

Allgemeines: 3 h/5 h/nach Mitternacht - 4 h

Chorea (durch Würmer), durch

Gefühllos, taub äußerlich

Hitzewallungen

Katalepsie/Konvulsionen (ohne Bewusstsein/epileptisch/< während Schwangerschaft/tetanische Starre; Starrkrampf/durch Würmer)

Matt/Ohnmacht/Schwäche

Speisen und Getränke: Abgeneigt: Denken an Essen; <: Speisen aus Hafermehl/Süßigkeiten/weiche, mürbe Speisen;  Verlangt: kalte Getränke (Wasser);

Zittern äußerlich/Zucken

 

Gut gefolgt von: Nux-v.

 

Antidotiert von: Cimic,                                                 Vorbeugend: Tollwut, Epilepsie,

 

Wirkung: abortiv                                    gifTIG                                   

Allerlei: = Ruderalpflanze                             Dämonen wehrend                        ätherisches Öl

Europe/N. and S. America.

 

Phytologie: Verdauung/Würmer

Fiebersenkend/Schmerz (Migräne)/Rheuma

fevers, menstrual regulation, fever, external for pain, functional activity of the stomach, colic, stomachache, morning sickness and kidney pains.

earache arthritis, and psoriasis.

prophylaxis of migraine. isolated the same compound and deduced the correct structure from the roots of Michelia champaca enthält gleiche

Substanz magnoliaceae  Himalayas.

a pain-reliever for migraine.

promotes the functional activity of the stomach, for colic, stomach ache, morning sickness and kidney pains. In Costa Rica: decoction for cardioactive/digestive/emmenagogue properties, enema for worms.

Mexico: use as a sitzbath to regulate menses as well as an antispasmodic and tonic.

Venezuela: decoction for earache.

Migraine/arthritis/psoriasis.

Öl: aus ganze Pflanze

Darmparasiten

Durchblutung fördernd

Entkrampfend

Magen stärkend

Migräne

Neuralgien

Rheuma

Stärkend

Wurm treibend

 

Verreibung der Wurzel:

Ich finde der Pflanze in eine kleine Seitengasse, kaum benutzt, zwischen Steine. Er ist sehr hart und sehr zäh, aber leicht zu zerkleinern.

C 1 Ich habe sofort leicht zu schluckende Auswurf. Ich werde müde und lege mich schlafen. Ich liege mit dem Kopf sehr hoch. Diese Haltung wird unbequem

Und ich wache auf, ich rutsche mit Kopf und Oberkörper herunter.

Ich verreibe weiter. Ich habe sofort leicht zu schluckende Auswurf.

Ich gehe früh schlafen. Werde nach 3 Stunden wieder wach mit Magenschmerz und ohne Hustenreiz.

 

 

 

[Katherine Oosthuis] 

A strongly aromatic perennial herb, originally from the mountainous regions of the Balkan Peninsula but now spread throughout temperate climates worldwide. Feverfew has a multitude of small, daisy-like flowers with white petals around a yellow centre and is often confused with Chamomile. The leaves have been used in traditional medicine throughout history for various ailments including reducing fever and treating headaches, toothache, arthritic pain, digestive problems, insect bites, infertility, and problems with menstruation and labor during childbirth.

Medicinal Uses of Feverfew

Migraines. Studies done in Great Britain in the 1980's suggested that Feverfew taken daily as dried leaf capsules may reduce the incidence of attacks in patients who experience long-term migraine headaches.

The active compound in Feverfew called parthenolide occurs in a variety of medicinal plants used in traditional medicine. It seems to block substances in the body that widen and constrict blood vessels and cause inflammation leading to migraines. Not all studies on Feverfew and migraines have had positive results and it would appear that the effectiveness of Feverfew and migraine relief depends upon the timing of taking the treatment (as you feel the headache coming on), as well as the quality of the supplement. Feverfew tablets and capsules must be standardized to contain a minimum of 0.2 % parthenolide.

Feverfew has also been used for centuries for arthritis. It is thought to hinder the production of prostaglandins (= hormone-like substances causing pain and inflammation).

This anti-inflammatory action has led to Feverfew being used to treat the inflamed, sore joints that occur with rheumatoid arthritis. Some studies have found that the anti-inflammatory effects of this herb are greater than those achieved by NSAIDs (Nonsteroidal anti-inflammatory drugs). Feverfew may also inhibit the growth of cancer cells.

Is an excellent insect repellent and can also be used to treat insect bites. Historically Feverfew was used to treat a number of external ailments including scabies, fleas and lice, applied as a lotion.

Dosage of Feverfew

Feverfew can be taken as a tea but the medicinal compounds make it extremely bitter. It may be more palatable if mixed with some honey or taken with food. The bitter taste actually acts as a tonic but it really is an acquired taste. You can use fresh or dried leaves added to boiling hot water.

To help prevent migraine headaches, the usual dose is 200 to 250 milligrams daily in capsule form. For relief of pain: 25 to 75 milligrams in capsule form 1x or 2x daily, or 2-3 leaves/day with or after meals. Doses that have been used in the treatment of arthritis include 76 milligrams of dried Feverfew leaves. Feverfew supplements are available fresh, freeze-dried, or dried and can be purchased in capsule, tablet, or liquid extract forms.

 

 

Tanacetum annuum = Blaues Rainfarnöl/= 'marokkanische Kamille’

 

Die tiefblauen ätherischen Öle des blauen Rainfarn finden heute unter anderem in der Aromatherapie ihre Anwendung. Ihr Duft ist warm, süßlich und erinnert an Beeren. Außerdem kommt das Öl des blauen Rainfarn aufgrund seiner Haut beruhigenden Wirkung in zahlreichen Kosmetikprodukten zum Einsatz.

Einer Studie der Universitaet Oxford aus dem Jahre 2009 zufolge besitzt das Öl des blauen Rainfarn eine entspannende und beruhigende Wirkung. Studienteilnehmer berichteten von einer stark Stress reduzierenden Wirkung des Öls.

Das Öl des blauen Rainfarn soll der Studie zufolge direkte Auswirkungen auf unsere Emotionen besitzen. Probanden berichteten von stark reduziertem Ärger. Einige Teilnehmer der Studie hatten das Gefühl deutlich verstärkter Selbstkontrolle. Das Öl soll außerdem negative Gefühle lösen, sowie positive Empfindungen fördern.

Körperliche Wirkung

Die vielfältigen physiologischen Wirkungen des blauen Rainfarn wurden bereits mehrfach durch wissenschaftliche Studien belegt.

Als Aromaöl wirkt es beispielweiße exzellent bei saisonellen Atemwegsbeschwerden wie Heuschnupfen. Auch konnte ein lindernder Effekt bei schweren asthmatischen Erkrankungen nachgewiesen werden.

Eine Studie der technischen Hochschule Hamburg aus dem Jahre 2013 konnte belegen, dass das Öl des blauen Rainfarn eine starke antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung besitzt.

Bei direkter Auftragung auf die Haut konnte ein lindernder Effekt bei Verbrennungen, Ekzemen und Allergien beobachtet werden. Dabei wurde das Öl des blauen Rainfarn jedoch nicht pur, sondern in Form einer 3%igen Lösung in Sesamöl aufgetragen.

Der Studie zufolge setzte die Wirkung des Öls bereits nach wenigen Minuten ein. Auf Verbrennungen aufgetragen wirkt das Öl des blauen Rainfarn stark schmerzlindernd und beruhigend auf die Haut. Bei allergischen Reaktionen welche mit Juckreiz verbunden sind, konnte bereits nach 30 Minuten eine erhebliche Reduktion des Juckreizes erreicht werden. Auf direkte allergische Reaktionen der Haut, wie etwa Ausschlag oder Blasenbildung hatte das Öl des blauen Rainfarn jedoch keine Auswirkungen.

Bei oraler Einnahme soll das Öl der Studie zufolge dazu beitragen Leber und Lymphsystem zu reinigen. Da die Studie jedoch keine exakte Dosierung nennt, ist von einem Selbstversuch abzuraten, um Nebenwirkungen vorzubeugen.

Nebenwirkungen

Direkte Gefahren und Nebenwirkungen des Öls des blauen Rainfarn bei der Verwendung als Duftöl sind nicht bekannt. Bei direktem Hautkontakt kann es zu Rötungen und Reizung der Haut kommen. Bei oraler Einnahme des Öls kann es zu Übelkeit, Kopfschmerzen und Benommenheit führen. Bei sehr hohen Konzentrationen kann es aufgrund des hohen Mycrengehaltes zu Halluzinationen führen.

Anwendung

Das Öl des blauen Reinfarn kann als klassisches Duftöl verwendet oder stark verdünnt in Sesamöl direkt auf die Haut aufgetragen werden. Sollten sie das Öl direkt auf ihre Haut auftragen, ist eine Verdünnung von 10 Tropfen Öl des blauen Rainfarn auf 10 ml Sesamöl empfehlenswert. Anderenfalls kann es zu Hautreizungen führen. Bei der Verwendung als Duftöl kann das Öl pur zur Anwendung gebracht werden.

Chemische Zusammensetzung

Die intensive blaue Farbe des Öls des blauen Rainfarn ist auf den hohen Gehalt an Azulen zurückzuführen. Azulen ist ein cyclisches Kohlenwasserstoff welches sich auch in der Kamille findet, und früher zum färben von Stoffen verwendet wurde. 5-36% des Öls bilden die Stoffe Mycren und Sabinen. Beides sind Stoffe aus der Gruppe der Monoterpenkohlenwasserstoffe. Sie sind vor allem in den Blütenblättern von Pflanzen zu finden, und sind für deren Farbe verantwortlich.

4-18% des Öls bildet der Stoff Campher. Campher wirkt Durchblutung fördernd und schleimlösend. 17-38% bildet Chamazulen. Dieser Stoff ist für die entzündungshemmende Wirkung des Öls des blauen Rainfarn verantwortlich.

Herstellung: Für die Gewinnung des Öls des blauen Rainfarn wird die ganze Pflanze verwendet. Das Pflanzenmaterial wird zunächst getrocknet und das Öl anschließend durch die sogenannte Wasserdampfdestillation gewonnen.

Das Prinzip dieser schonenden Methode besteht darin das Öl durch heißen Wasserdampfes aus dem getrockneten Pflanzenmaterial herauszulösen. Der Vorteil gegenüber anderen Verarbeitungsmethoden besteht darin, dass bei niedrigeren Temperaturen gearbeitet wird und das gewonnene Öl dadurch von höherer Qualität ist.

Lagern sie das Öl außerhalb der Reichweite von Kleinkindern stehts kühl und dunkel um die gleichbleibende Qualität des Produktes sicherzustellen. Sollte sich das Öl verfestigen ist dies kein Hinweis darauf dass das Produkt das Haltbarkeitsdatum überschritten hat. Dies ist viel mehr ein Zeichen der Hochwertigkeit des Produktes. Qualitativ hochwertige Öle besitzen die Eigenschaft bei tiefen Temperaturen fest zu werden. Sie kennen dies wahrscheinlich von gutem Olivenöl. İn diesem Fall reicht es aus das Öl leicht zu erwärmen. Es wird sich sofort wieder verflüssigen. Anschließend steht es ihnen in gleicher Qualität für jede weitere Anwendung zur Verfügung.

Botanik

Der blaue Rainfarn ist eine stark wuchernde, ausdauernde krautige Pflanze. Er erreicht eine Höhe von 60 bis 130 cm und bildet ein sogenanntes Rizhom. Die wechselständigen Blätter duften stark. Die unteren Laubblätter sind gestielt, die oberen sitzend. Die Blüten weiss bis hellblau und ähneln denen der Kamille, wodurch der blaue Rainfarn auch seinen Zweitnamen '' erhalten hat.

Bei Regen und Abends schliesst der blaue Rainfarn seine Blüten wobei er deren leuchtend rote Unterseite präsentiert. Die ganze Pflanze enthält stark riechende Öle. Der blaue Rainfarn blüht von Juni bis September.

Kultivierung

Die Wirkung des blauen Rainfarn ist bereits seit dem Altertum bekannt. Kultiviert wird er jedoch erst seit Ende des 16. Jhd. Er wächst in dichten Matten und kommt auch mit trockenen und sehr kargen Böden gut zurecht. Das Hauptanbaugebiet des blauen Rainfarn liegt heute hauptsächlich in Marokko. Wobei sich auch einige wenige Bauern im Süden Spaniens auf die Kultivierung dieser seltenen Heilpflanze spezialisiert haben.

Der Anbau des blauen Rainfarn erfordert keine jährliche Aussaat wie bei den meisten Kulturpflanzen, da die Pflanze sehr robuste Wurzelstöcke besitzt und nur der oberirdische Teil geerntet wird.

Die Ernte des blauen Rainfarn erfolgt je nach Anbaugebiet von Juni bis Oktober.

 

 

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