Schlaf

http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-12/schlafforschung-anzahl-stunden-schlaf-nacht-schlafmangel

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-09/psychische-gesundheit-apps-moodpath-schlafstoerungen-erfahrung

http://www.widesky.de/Widesky-Ecke/Gute-Nacht-Geschichten.html

 

Vergleich: Siehe: Schlaf und Miasmen + Traumgruppe + Kind. + Anhängsel (Repertory Sleep position) + Anhang (Stephanie A. Silberman) + Anhang Insomnia (Ashnie Maharaj: Efficacy of the homeopathic simillimun in the treatment of chronic insomnia) + Anhang 2 Insomnia (Pellow/Roohani/Lankesar) + Anhang 3 (Bertram von Zabern) + Anhang 4 (Nina C. Zimmermann) + Alptraum (Y. Agrawal)

 

[Dr. K.N. Mathur]

Stict.: Sleepless due to nervousness. Tincture to 2x

 

Vergleich. Psora - Sykose - Syphillinie - Tuberkulinie

Psora: Insomnia/sleepless/wakes too early and cannot fall sleep again due to activity of mind, heat, sweat, itching etc.

In den Stunden vor dem Schlafengehen kein Kaffee trinken (Tiefschlafanteil, der für die Regeneration des Körpers wichtig ist, fällt kürzer aus).

Störungen das Mondmetall Silber.

Tag-und-Nacht-Rhythmus gestört: Silber zur Nacht/Gold zur Tag.

Sanguisol von Soluna: Krankheitszustände und Lebensprozesse, die einer anfachenden Dynamisierung bedürfen. [Croc-s./Hyper./Rosa/Meli. (Nerventonikum)/Rosm. (Neurasthenie)/Sanguis. (Schwächezustände nach Blutverlusten bei Operationen)/Aur-m. (Gold für die pure Lebenskraft)].

Rezept: ½ Stunde vor dem Schlafen gehen 5 Tropfen Cerebretik/aufwachend 5 Tropfen Sanguisol auf die Zunge.

Bei Schlafstörungen/psychosomatische Beschwerden sind Mondpflanzen unentbehrlich. Merkmale Mondpflanzen z.B. ihr betäubender muffiger Geruch (Valer. Conv. Patchouli)/Nachtfalter

die sie umschwärmen (Nachtkerze)/Blütenpracht, die sich erst nachts entfaltet (Cact.).

Hyper. regt die Produktion von Melatonin im Gehirn an, ist es ein ideales Mittel für die Behandlung psychosomatische Schlafstörungen.

 

[Mario Schischegg]

Phytotherapie (nach Vogt)

Flor. Auratii             20,0

Gladul. Lupuli             15,0

Herb. Eschscholtziae             10,0

Flor. Lamii albi             4,0

Herb. Callunae vulgar.             10,0

Flor. Rhoeados             15,0

Rad. Valerianae             25,0

1 Teel. pro Tasse Wasser tagsüber ansetzen, abends kurz aufkochen 10 Min. ziehen lassen und bei Einschlafstörungen 1- 2 Stunden vor dem Schlafengehen, bei Durchschlafstörungen unmittelbar

vor dem Schlafengehen 1-3 Tassen trinken.

 

[Julia Eidt, München 2008]

Die Resultate hinsichtlich der Wirkung von Lavendel- und Orangenduft auf das Schlafverhalten zeigten eine eindeutige Verbesserung sowohl der Schlafqualität, als auch der des Gefühls des Erholt seins am Morgen. Bei beiden Duftarten konnten eindeutige positive signifikante Änderungen

beobachtet werden, jedoch berichteten nur wenige Teilnehmer subjektiv über ein nach der Testphase erholsameres und besseres Schlafverhalten.

Ähnlich dem Ergebnis der beiden anderen Fragebögen war hier eine Verbesserung der Schlafqualität nach Auswertung der Fragebögen zu verzeichnen,

ohne dass die Teilnehmer dies als einschneidende Verbesserung zur Kenntnis nahmen.

Eine ähnliche Beobachtung machten Goel et al. (2005), welche im Schlaflabor anhand von EEG-Aufzeichnungen eine Verbesserung der Schlafqualität nachweisen konnten, aber die Teilnehmer dies subjektiv im Fragebogen nicht wiedergaben.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die dieses Phänomen erklären könnten: "such discrepant results may reflect the inaccuracy of selfrated evaluations or the possibility that lavender produces physiological changes without awareness by the subjects". Dieses Phänomen wurde auch von anderen Autoren berichtet. So wurden

in einer Untersuchung, in der die etherischen Öle einmassiert wurden, Probanden und deren Therapeuten nach jeder Sitzung zum Zustand der Probanden befragt. Es ergaben sich ein Unterschied von 30% bezüglich der Einschätzung des subjektiven Wohlbefindens, welches anscheinend von Therapeuten

und Probanden völlig unterschiedlich beurteilt wurden.

Papadopoulos et al. (1999) erklären dies folgendermaßen: "they could be areas where the clients/carers were benefiting without being immediately aware

of it". Auch King (1983) postuliert, "..,the influence of odours is more likely to take place without reaching conscious awareness".

Diese Beobachtung kann also einerseits in methodischen Schwierigkeiten begründet sein oder andererseits tatsächlich in Mechanismen, die bewirken,

dass Probanden nur unbewusst von der Therapie profitieren. Man könnte also die These aufstellen, dass eine schleichende Verbesserung des Zustandes

nur unterbewusst wahrgenommen wird.

Eine Verbesserung der Schlafqualität ist aufgrund der Tatsache so interessant, da sich das Schlafverhalten und das Verhältnis der einzelnen Schlafphasen zueinander in zunehmendem Alter verändert. Ein nicht unerheblicher Anteil aller Senioren leidet unter Schlafstörungen. Auch völlig gesunde ältere Menschen leiden durch Veränderungen der Schlafphysiologie unter Schlafstörungen, welche oft noch verstärkt werden durch Begleiterkrankungen wie Diabetes, Hypertonus und

Durchblutungstörungen, Tabletteneinnahmen und chronische Schmerzen. Huang et al. (2002) untersuchten anhand eines am Handgelenk angebrachten Aktiographen das Schlafverhalten von jungen und älteren Menschen. Alte Menschen wiesen eine signifikant höhere Anzahl an Aufwachphasen in der Nacht auf, hatten längere Einschlafzeiten, kürzere Schlafzeiten und eine verminderte Schlafeffizienz, was auch in einer Studie von Webb (1982) bestätigt wurde.

Diese Erkenntnisse stehen im Einklang mit der Studie von Prinz (1995), in welcher gesunde ältere Menschen im Schlaflabor beobachtet wurden. Hier fand sich ein Anstieg der Wachphasen, der Erweckbarkeit und signifikant weniger langsamere Wellen im EEG. Auch Vitiello (1997) stellte dar, dass über 40 % der Senioren an Schlafproblemen leidet. Dies kann zu Schläfrigkeit am Tag und Minderung der Lebensqualität führen. Polysomnografisch konnte er nachweisen, dass ältere Menschen mehr Zeit im Bett verbringen, weniger lang schlafen, längere Zeit brauchen, um einzuschlafen, nachts öfters Aufwachen, daraufhin längere Zeit schlaflos sind und der Schlaf weniger effizient ist. Auch hier wurde mittels EEG nachgewiesen, dass die Phasen der langsamen Wellen kürzer werden und REM Phasen dafür länger.

Bei gesunden jungen Menschen setzt sich der Schlaf zusammen aus a, stage 1,2 (light sleep), b, stage 3, 4 (deep sleep or slow wave sleep), vor allem in der frühen Schlafphase auftretend und 20 % des Gesamtschlafes einnehmend, und der c, REM-Phase, welche hauptsächlich in der späten Schlafphase auftritt. Bei älteren Menschen nimmt im Allgemeinen die slow-wave Phase ab. Eine Verminderung dieser kann beispielsweise zu physischen und psychischen Schäden und einer geschwächten

Immunlage führen. Stage 1 u. 2 wird als „optional sleep“ bezeichnet und ist für die Auswirkung auf die Gesundheit nach dem jetzigen Stand der Forschung wohl nicht bedeutend (Wheatley, 2005).

Der Nachweis, dass etherische Öle einen günstigen Einfluss auf Schlafphasen haben können, konnte in einigen Studien erbracht werden, die Untersuchungen im Schlaflabor unter Dufteinfluß durchführten.

Torii (1997) konnte in einer Versuchsreihe im Schlaflabor über sieben Tage zeigen, dass sowohl die Tiefschlafphase als auch die REM-Phase unter Lavendelduft signifikant ansteigt. Diese Ergebnisse konnten in einer Studie mit 31 jungen Teilnehmern, die drei Nächte im Schlaflabor beobachtet wurden, weitgehend bestätigt werden. Intermittierender Lavendelduft vor dem Schlafengehen führte zu einem Anstieg von Anteilen der langsamen Wellen. Außerdem wurde per Fragebogen nachgewiesen, dass die „Wachheit am Morgen“, was in der hier vorliegenden Studie dem „Gefühl des Erholtseins“ weitgehend entspräche, bei allen Teilnehmern verbessert wurde, jedoch

waren diese Änderungen nicht signifikant. Interessanterweise konnte ausschließlich bei Frauen nachgewiesen werden, dass die REM Schlafphase geringer wurde und Schlafphase 2 angestiegen war (Goel, 2005). Da in der hier vorliegenden Studie nur zwei Männer teilnahmen, kann diese Beobachtung nicht nachvollzogen werden.

In einer Studie von Raudenbusch (2003) wurden Probanden unter Jasminduft über drei Tage im Schlaf beobachtet. Auch hier bestätigte sich die These, dass etherische Öle in Form von reduzierten Schlafbewegungen Einfluss auf das Schlafverhalten haben können.

Ein ähnliches Ergebnis konnte in einer Doppelblind-Studie dargestellt werden, in welcher Baldrianextrakt oral über einen längeren Zeitraum eingenommen wurde. Obschon die Einnahme oral und nicht per Inhalationen wie in der hier vorliegenden Studie vorgenommen wurde und somit keine direkte Übertragbarkeit der Ergebnisse möglich ist, kann eine interessante Beobachtung gemacht werden. Die Veränderungen des Schlafverhaltens und eine Verlängerung der Slow wave Phase traten erst nach 2 Wochen der Testphase auf (Donath et al., 2000) und konnten in der ersten Phase der Testphase noch nicht beobachtet werden. Dieses Ergebnis stimmt mit einer Untersuchung von Füssel (2000) überein, in welcher Patienten mit milden Schlafstörungen mit Baldrian und Hopfenextrakt versorgt wurden und anschließend im Schlaflabor eine Verlängerung der Slow Wave Phase und Verkürzung des Stadiums 1 festgestellt wurde. Auch hier verbesserte sich das subjektive Empfinden erst nach zwei Wochen. Wann aetherische Öle beginnen, ihre volle Wirksamkeit zu entfalten, ist aufgrund fehlender Langzeitstudien noch nicht geklärt. Häufigere Meßpunkte und Untersuchungen im Schlaflabor zur Objektivierung würden dazu beitragen, genauere Erkenntnisse zur Kinetik der Duftstoffe zu erlangen.

Bei einem Versuch mit Ratten, die zwei Wochen Lemonduft ausgesetzt waren, fand man heraus, dass sich die angstlösende Wirkung im Laufe der Untersuchung verstärkte, so dass davon ausgegangen werden kann, dass die Öle auch nach längerer Expositionszeit noch ihre volle Wirkungskraft besitzen (Ceccarelli et al., 2004). Zudem brauchen etherische Öle anscheinend eine gewisse Zeit, bis sie einen anhaltenden Effekt erzielen. So wurde in einer Studie

von Hyunsoo et al. (2003) beobachtet, dass Düfte ihren positiven Einfluss auf bewusstlose Patienten nur dann entfalten, wenn sie mindestens über 4 Wochen gegeben wurden. Eine signifikante Verbesserung des Zustands der Patienten ergab sich nach zwei Wochen. Demgegenüber kann auch gezeigt werden, dass eine kurzfristige Duftexposition vor dem Schlafengehen zwar zu einer Verbesserung des Schlafes führen kann, diese aber nicht die ganze Nacht hindurch anhält (Goel, 2005). Es kann postuliert werden, dass aetherische Öle eine sehr spezifische Wirkung, sowohl auf die Dosis, als auch die Expositionszeit bezogen, haben.

In einer anderen Studie untersuchten Füssel et al. (2001) die Effizienz von Schlafkissen, die unter anderem mit Kräuterextrakten von Lavendel und Orange gefüllt waren. Die Inhalation führte zu einer Verbesserung der Schlafeffizienz. Interessant dabei war, dass eine Verdopplung der Dosis zu einer höheren Effizienz des Schlafes führte, eine weitere Verdopplung aber keinen Effekt mehr brachte. Dies würde die These unterstützen, dass die Stoffe wie ein Pharmakon direkt über den Blutweg wirken, da es wohl zu einer Art Sättigungsdosis kommt und anschließend zu keiner weiteren Veränderung hinsichtlich der Wirksamkeit mehr führt.

Tierversuche liefern objektive Hinweise, dass Düfte Einfluss auf das Schlafverhalten haben können:

So konnte man bei Ratten, deren Bewegungen unter Exposition von Cedarduft registriert wurden, beobachten, dass die Anzahl der Wachphasen signifikant sanken und die Slow Wave Phase im EEG anstieg, während die REM-Phase unverändert blieb (Sano et al., 1998). In die gleiche Richtung zeigte eine Untersuchung mit Ratten, die über 7 Tage nach Implantation von Elektroden zur Aufzeichnung eines EEGs unter Dufteinfluss von a-Pinene und Green odor beobachtet wurden. Hier konnte man im Gegensatz zu den bisherigen Studien eine signifikante Verlängerung der REM-Phase in der Zeit zwischen 22 und 24 h. erkennen (Yamaoka et al., 2005).

Der Mechanismus, der zu einer Veränderung der Schlafphasen und des Schlafverhaltens führt, ist bislang unbekannt. Hier stellt sich wiederum die Frage, ob

die Wirkung des Duftes direkt über den Blutweg beziehungsweise über eine Aufnahme über die Nasenschleimhaut eintritt, oder die Wirkung ein Produkt der mentalen Relaxierung ist und somit zu einer Sedation durch indirekte Mechanismen über einen psychologischen Weg führt (Saeki et al., 2001).

Von weiterem Interesse scheint die Frage, ob die Düfte sich in ihrer Wirkungsweise bezüglich des Schlafes untereinander unterscheiden. So wird Orangenöl

in der Literatur als ein eher anregendes aetherisches Öl beschrieben (Lis-Blachin, 1995, Sakakibara et al., 1997), während Lavendel als sedierend (Buchbauer, 1991; Sugano, 1989; Yagyu, 1994; Kirk-Smith, 2003) bezeichnet wird. Gibt es eine substanzspezifische Wirkung oder wirken beide hier untersuchten Öle auf

das Schlafverhalten in derselben Weise?

Hinweise für eine substanzspezifische Wirkung der Düfte liefern Badia et al. (1990) in ihrer Studie mit Pfefferminze und Heliotropin. Sie stellten fest, dass unter Pfefferminzeinfluß ein größerer Prozentsatz des Schlafes im Stadium 1 verbracht werden, während Heliotropin zu einer Verlängerung der Gesamtschlafzeit führte. Sie gehen davon aus, dass eine Art substanzspezifische Wirkung der Öle existiert.

In die gleiche Richtung zeigt eine Untersuchung mit Ratten, in der dargelegt wird, dass Lavendelöl das sympathische Nervensystem inhibiert, parasympathische gastrale Nerven stimuliert, außerdem die Lipolyse supprimiert und zu einer Gewichtszunahme und Appetitsteigerung führt. Der genau gegenteilige Effekt konnte hingegen bei Grapefruitöl beobachtet werden, was einer völlig gegensätzlichen Wirkung entspricht und den substanzspezifischen Charakter der etherischen Öle unterstützt (Shen et al., 2005).

Man kann zusammenfassend die Wirkung der etherischen Öle nicht auf einzelne Schlagwörter reduzieren, sondern muss sie im Kontext ihrer Darreichungsform, der Dosis, des Empfängers und der Umgebung sehen. Je nach Voraussetzung können sicherlich auch unterschiedliche Effekte des gleichen Duftes auf verschiedene Personen auftreten.

Ludvigson und Rottman (1989) haben beispielsweise beschrieben, dass in einer Versuchsreihe mit Lavendelduft, in der getestet wurde, inwieweit sich der Duft auf das Lösen von mathematischen Aufgaben auswirkt, die Ergebnisse sich auch je nach „Dufterfahrung“ unterscheiden. Im ersten Durchgang schwächte Lavendelduft das Vermögen, mathematische Aufgaben zu lösen, eine Woche später war dieser Effekt bei den gleichen Personen nicht mehr nachweisbar. Im ersten Durchgang konnte man eine Verschlechterung der Stimmung registrieren, im zweiten Durchgang einen noch stärkeren Stimmungsabfall, es sei denn, die Teilnehmer haben im ersten Durchgang Nelkenduft erhalten. Dieses verwirrende Ergebnis führen die Autoren auf eine sogenannte Dufterfahrung zurück.

Verschiedene Kombinationen führen zu unterschiedlichen Resultaten. Ein Beispiel dafür gibt eine Studie von Fugiwara et al. (1998), in der bei Mäusen der Effekt von Dufteinwirkung unter Stressbedingungen untersucht wurde. Es wurde festgestellt, dass unter bestimmter Geruchsexposition ein geringerer PFC (plaque performing cell)- Anteil gemessen wurde als ohne Duft. Das Interessante hierbei war, dass man bei Mäusen, die schon 3 Wochen zuvor permanent mit Tuberoseduft beduftet wurden, keine Änderung feststellte. Dies kann nun ebenfalls in einer Art Dufterfahrung begründet sein oder damit begründet werden, dass die Wirkung aufgrund des Toleranzeffektes nachließ.

Dass auch der Zeitpunkt der Duftexposition eine Rolle spielen kann, stellten Miyazaki et al. (1992) in ihrer Untersuchung dar. Sie fanden heraus, dass Orangenöl als sehr erfrischend und heiter empfunden wurde und dies mit einem signifikanten Unterschied zu allen anderen Uhrzeiten am stärksten um 9 h. und 12 h. Im Vergleich Orangen- und Lavendelduft konnten überraschenderweise keine großen Unterschiede beobachtet werden, obwohl Orangenöl in der Literatur als kein klassisch Schlaf förderndes Mittel beschrieben wurde. Trotzdem zeigten beide Duftarten in der Einzelbewertung eine klare signifikante Wirkung bezüglich einer Verbesserung der Schlafverhaltens.

Es finden sich keine Hinweise, dass Lavendel eine bessere Wirksamkeit aufweist als Orangenduft. Auffällig ist jedoch, dass Lavendel eine schwächere Wirksamkeit bei denjenigen hatte, welche von Beginn an starke Schlafstörungen angaben. Orangenöl zeigte hingegen bei genau dieser Gruppe eine stärkere Wirkung, und führte auch bei denjenigen, die unter milden Schlafstörungen litten, noch signifikant zu einer Verbesserung. Lavendel zeigte bei dieser Gruppe zwar eine Verbesserung, jedoch war diese

nicht signifikant.

Diese Beobachtung wurde auch in einer Studie von Lewith et al. (2005) beschrieben. Hier wurde in einer randomisierten Cross-over Studie mit zehn Patienten eine Verbesserung der Schlaflosigkeit nachgewiesen. Interessanterweise wurde auch hier beobachtet, dass Menschen mit milder Schlaflosigkeit in höherem Maße von einer Lavendelexposition profitierten als diejenigen mit stärkeren Symptomen. Die Ergebnisse dieser Studie stehen somit im Einklang mit den in dieser Studie gefundenen Resultaten. Ein allgemein schlaffördernder Effekt des Lavendelduftes wurde in vielen Studien beschrieben. In einer Studie von Hardy et al. (1995) wurde bei 4 Patienten, die regelmäßig Schlafmittel einnahmen, ihre Schlafdauer gemessen. Die Patienten setzten anschließend diese für 2 Wochen ab und bekamen daraufhin für 2 Wochen Lavendelduft per Diffusor. Nach Absetzen der Medikamente sank die Schlafdauer, unter Lavendel stieg sie auf das gleiche Niveau wie zuvor unter Medikamenteneinnahme.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam Hudson (1996) in einer Pilotstudie mit 15 älteren Patienten. Sie untersuchte den sedativen Effekt von Lavendelöl über 102 Tage und Nächte. Die Schlafqualität verbesserte sich um 84%, die Aktivität und Wachheit während des Tages stieg um 70% an. Auch andere Studien stützen

die These, dass Lavendel einen den Schlaf unterstützenden Effekt hat und somit zu einer Abnahme des Schlafmittelverbrauches führen kann (Cannard, 1996; Torii, 1997; McGaffigan et al., 1997)

Weiterhin geben wiederum Studien mit Tieren Anhaltspunkte, dass Lavendelduft tatsächlich einen sedierenden Effekt besitzen kann. Bei Mäusen konnte ein Rückgang der Motilität unter Dufteinfluß von Lavendel gezeigt werden (Buchbauer, 1996). Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen Lim et al. (2005) in einer Studie, die im Gegensatz zu Pfefferminz und Thymianöl bei Lavendel mittels des „forced Swimming Tests“ nach Inhalation eine erhöhte Immobilität nachwiesen. In einer Studie mit 55

 

Zusammenfassend kann die Wirksamkeit unter Lavendelduft in Bezug auf die Schlaf induzierenden und sedierenden Effekte bestätigt werden, obwohl weitere Untersuchungen über genauere intra- und interindividuellen Einflüße sinnvoll erscheinen.

Zudem zeichnet sich Lavendelduft durch einen doppelten Effekt aus. Der Duft kann sowohl Schlaf und Sedation induzieren, als auch die Konzentrationsfähigkeit und Vigilanz erhöhen, wie sich in dieser Studie durch eine erhöhte Wachsamkeit und Gefühl des Erholtseins gezeigt hat. Zu diesem

Schluß kommen auch Sakamoto et al. (2005) in einer neuen Studie, in der sie im Gegensatz zu Jasminduft bei Lavendel eine eindeutige Konzentration fördende Wirkung während der Arbeit am Computer feststellten. Auch sie erwähnen, dass das Ergebnis erstaunlich sei, da Jasmin eigentlich als stimulierendes Öl eingestuft wurde und als vigilanzfördender im Vergleich zu Lavendel vermutet wurde.

Bemerkenswert ist, wie erwähnt, der Unterschied zwischen Lavendel- und Orangenduft, da Orange in dieser Studie im Bereich der Schlafqualität und Gefühls des Erholtseins sich als genauso gut wirksam erwiesen hat. Bei Probanden mit ausgeprägteren Schlafstörungen stellte es sich sogar als noch effektiver als Lavendelöl heraus, obschon Lavendel als der klassisch schlaffördernde Duft der Wahl angesehen wird.

Vergleicht man jedoch die bisherigen Forschungsergebnisse, sind die Unterschiede zwischen Lavendel und Orange nicht allzu groß, wobei Orangenduft bisher nur in sehr wenigen Studien bezüglich der Schlaf fördernden Wirkung untersucht wurde.

Wie oben bereits unter „Befindlichkeit“ erwähnt, konnte anhand von Tierversuchen sowohl sedierende als auch aktivierende Wirkung von Orangenduft nachgewiesen werden (Buchbauer, 1996). Auch Tisserand (1988) wies darauf hin, dass es offensichtlich nicht möglich sei, eine genaue Grenze zwischen den aromatherapeutischen Wirkungen „Stimulanz und Sedativa“ zu ziehen, manche seien zugleich Stimulantien als auch Sedativa, möglicherweise dosisabhängig.

Miyake et al. (1991) berichten in Ihrer Studie, dass das Schlafverhalten unter Orangenduft, überprüft durch EEG und

psychologische Tests, signifikant verbessert werden konnte. Weiterhin zeigte sich bei Orangenöl eine parasympathische Reaktion nach Inhalation, gemessen durch Konstriktion der Pupille als Zeichen einer vagalen Reaktion (Miyazaki et al., 1991).

Shimagma (1993) untersuchte bei 335 gesunden Frauen durch Aufzeichnung der „Flicker value“, ob Duftexposition während der Nacht Einfluss auf die Tagesmüdigkeit hat. Alpha-Pinene, eine Substanz, die auch in Orangenöl enthalten ist, reduzierte die Müdigkeit subjektiv in der ersten Hälfte der Woche,

„Flicker value“ wurde in der zweiten Woche reduziert nachgewiesen. Hingegen wurde bei einer Untersuchung mit 798 Mäusen beobachtet, dass sich Schlafzeit, die durch Pentobarbital induziert wurde, signifikant unter Lemon, einem dem Orangenöl sehr verwandten Öl, verkürzte. Bei anosmischen Mäusen war keine Veränderung feststellbar (Komori, 1995 b, Tsuchiya et al. 1991).

Fraglich ist, ob der durch Pentobarbital induzierte Schlaf dem natürlich herbeigeführten Schlaf physiologisch vergleichbar ist, das heißt, ob dieselbe aktivierende Wirkung von Lemon auch bei natürlichem Schlaf eintreten würde. Es ist bekannt, dass die Schlafphysiologie durch Schlafmittel verändert wird.

Medikamente wie Benzodiazepine reduzieren die SWS Phase und REM-Phase und fördern die erste Leichtschlafphase (Wheathley, 2005). Außerdem können sie nach Absetzen zu Rebound-Insomnien führen. Patienten berichten über vermehrte Tagesmüdigkeit nach Einnahme von künstlichen Schlafmitteln begleitet von verlängerter Reaktionszeit und Benommenheit (Estler, 2000).

In einer Studie von Hardy et al. (1995) konnte dargelegt werden , dass Lavendelöl nach Absetzen der üblichen Schlafmedikation zu einer den Benzodiazepinen vergleichbaren Wirkung führt und zudem die Schlafphysiologie nicht gestört wird. Einige dieser Patienten nahmen gleichzeitig noch Hypnotika, was die Wirkung von Lavendel nicht beeinflusste. Auch Cannard (1996) konnte in seiner Studie beobachten, dass die Patienten unter Einfluss von Lavendelduft ruhiger schliefen und weniger Schlafmittel gefordert wurden.

In der hier vorliegenden Untersuchung konnte eine Reduktion des Schlafmittelverbrauchs deshalb nicht ermittelt werden, da die Schlafmittel, die von über 60% der Probanden eingenommen wurden, größtenteils ärztlich verordnet und von den Schwestern ausgegeben werden. Wenige regeln die Einnahme selbst, sondern die Verordnung wird unabhängig davon, wie viel und was tatsächlich benötigt wird, teilweise seit einigen Jahren eingenommen. Um Schlafmittel einzusparen, müsste dies von ärztlicher Seite angeordnet werden. Interessant wäre es sicherlich, die unterschiedliche Wirkung von Schlafmittel und aetherischen Ölen vor allem auch hinsichtlich der Auswirkung auf die Vigilanz am nächsten Morgen zu untersuchen.

Füssel et al (2001) sind davon überzeugt, dass es durch den Einsatz von Lavendelöl als Aroma gelingt, eine den Benzodiazepinen vergleichbare Wirksamkeit

bei Schlafstörungen zu erreichen.

Benzodiazepine wirken indirekt GABA-mimetisch, indem sie am GABA-Chloridkanal-

Rezeptorkomplex binden. Daraufhin wird das Öffnen von Chloridkanälen induziert, was zum

Einstrom von Cl- Ionen in die Zelle, zu einer Hyperpolarisation der Membran und verminderter

Erregbarkeit der Zelle führt (Estler, 2000).

101

Interessanterweise weist eine neue Studie darauf hin, dass bestimmte Klassen von Geruchstoffen die

Antwort von GABA-Rezeptoren im Gehirn potenzieren können.

Hossain et al.

(2004) untersuchten

elektrophysiologisch den Effekt von Gerüchen bezüglich der Antwort von GABA Rezeptoren.

Linalool, ein Hauptbestandteil von Lavendel, steigerte signifikant die Antwort der GABA a-

Rezeptoren. Sie postulierten, dass Stoffe über das Blut in das Gehirn aufgenommen werden und dort

an GABA-Rezeptoren wirken und somit zu seinem sedierenden Effekt im Gehirn führen. Dieser

Mechanismus ähnelt demnach dem Wirkungsmechanismus der Benzodiazepine und könnte so die

sedierende und schlafinduzierende Wirkung erklären. Weitere Untersuchungen zur Klärung der Frage,

warum Duftstoffe nicht so nachhaltig in die Schlafphysiologie eingreifen wie beispielsweise

Benzodiazepine, erscheinen sinnvoll.

 

Homöopathie

Bei Erwachen aus dem Traum mit Herzklopfen: Rhus-t., Dil D 6

Schweißgebadet aufwachen: Hyoscyamus niger Dil D 3

Schläft leicht, hört alles: Ign. Dil. D 6

Unangenehme Träume: Aconitum Dil. D6

Schläfrig am Tag, bei Nacht schlaflos: Phos. D.

Träume von Ereignissen des Tages: Bry. Dil. D 6 u.s.w.

 

Valerian could be taken into consideration as an alternative to drugs in treating insomnia (Gutierrez, Ang-Lee, Walker and Zacny, 2004).

Side effects may result which include mild headaches, nausea, nervousness, palpitations and morning drowsiness (Brinker, 1998).

Calming, relaxing/soothes the nervous system under stress. Lindahl and Lindwall (1989): Valerian helps improve sleep quality.

These components have a sedative effect on the central nervous system, as well as a relaxing effect on the smooth muscles of the gastro-intestinal tract (Sakamoto, 1992).

Valerian could be taken into consideration as an alternative to drugs in treating insomnia (Gutierrez, Ang-Lee, Walker and Zacny, 2004).

Side effects may result including mild headaches, nausea, nervousness, palpitations and morning drowsiness (Brinker, 1998).

According to Klepser and Klepser (1999), several cases of hepatotoxicity involving long-term use of single-ingredient Valerian preparations have been reported. There is insufficient data to determine the efficacy and safety of Valerian in children younger than 18 years of age and in pregnant women.

Die Wirkung liegt in einer Verkürzung der Einschlafzeit und Abnahme nächtlicher Wachphasen sowie Verbesserung der Schlafqualität.

Baldrianzubereitungen sind keine Schlafmittel im engeren Sinne, sie erzwingen bzw. verändern die Schlafphasen nicht, sie wirken auch nicht negativ auf REM­Phasen,

die für einen erholsamen Schlaf von Bedeutung sind. Vielmehr erhöhen sie die Schlafbereitschaft und lindern nervöse Unruhezustände [WIESENAUER u. KERCKHOFF, 2003].

[Luc de Schepper]

Aur-met.

Indicated in nondescript insomnia since retirement

Passiflora comp.: Schlaflosigkeit und nervöser Unruhe.

 Passionsblume (Passiflora caerulea) lindert allgemeine Nervosität und nervöse Schlaflosigkeit.

 Weißdorn (Crataegus laevigata/monogyna) hilft bei Herzunruhe

Somcupin" (Pekana: Esch./Zinc-val./Coff./Aven./Arg-n./Lact-v./Staph./Aur-chlor.-natronatum) Schlafstörungen

 

Bei homöopathischer Behandlung kommt man um die Repertorisation nicht herum!

 

Akupunktur

Kombinationen

MP 1 + Ma 44

Schlaflosigkeit mit Träume

MP 1 + Ma 45

unruhiger Schlaf

MP 1 + Ma 45 + He 7

Alpträume und Schreckhaftigkeit

Bewährte Fertigarzneimittel

Fa. Pflüger:

Bodival H Tropfen (Einschlafmittel) abends 40 Tropfen Pfx. Convallaria 137 Tropfen (bei Herzklopfen) 3x tägl. 15 Tropfen

Avena sativa Dil. D 3 + Humulus lupulus Dil. D 3 + Passiflora incarnata Dil. D 3 + Zincum isovalerianicum Dil. D 6

Steigerwald:

Phytonoxon Tropf. abends 40 Tropfen

Hessels Schlaftropfen;

 

[Yakov Freed]

Cocculus indicus.x C 30 verbessert Aufmerksamkeit und die motorischen Fähigkeiten bei Ratten nach Schlafentzug

[Farokh Master]

One thing that I have observed in these patients is that they smile during their sleep. This is very important. A person with neurological illness smiling in sleep, is a Hyos. person,

a person in a typhoid-like situation smiling in his sleep is or when in depression or with psychological symptoms smiling in sleep, is Ph-ac;

 

Schlafbeschwerden:

 Albträume.

 Schlafwandeln

Bei den rund drei Millionen Schlafwandlern aktiviert das Gehirn nachts die Muskeln – nicht aber das Bewusstsein. Meist ist der Spuk nach wenigen Minuten vorbei. Vorsicht vor Stürzen

und Unfällen! Medikamente sind nur selten nötig.

 Narkolepsie

Narkoleptiker können von einem Moment auf den anderen ganz plötzlich einschlafen. Ihnen fehlt ein Botenstoff, der den Schlaf-/Wachrhythmus regelt. Die rätselhafte Krankheit ist zwar

nicht heilbar, mit Medikamenten aber beherrschbar. (Rai Bahadur Bishambar Das: Indol. Sleepiness; wants to lie down all the time; with lassitude. Has absolutely no desire to work).

Das Kleine-Levin-Syndrom

äußert sich durch extremes Schlafbedürfnis (»Hypersomnie«). Betroffene schlafen oft tagelang bis zu 20 Stunden täglich – in den kurzen Wachphasen sind sie meist verwirrt, sexuell enthemmt

und essen übermäßig. Die Attacken können zwei Wochen lang dauern und alle paar Jahre wiederkehren. Das Syndrom ist sehr selten, seine Ursache unbekannt.

Apnoe

Bei der Schlafapnoe setzt die Atmung immer wieder komplett aus – für bis zu zwei Minuten. Die Folge: Sauerstoffmangel, langfristig drohen Herzinfarkt, Schlaganfall und geistige Störungen.

Betroffen sind rund vier Millionen Menschen, am häufigsten Übergewichtige: zu viel Fett im Halsbereich verschließt die Atemwege. Sauerstoffgeräte helfen, vor allem aber ist Abnehmen nötig.

Insomnie

Schlaflosigkeit (= Insomnie) trifft rund fünf Millionen Menschen. Sie können abends regelmäßig nicht einschlafen, obwohl sie müde sind.

Therapie: eine gute Matratze, ein dunkler Raum, Entspannungsübungen – und nicht grübeln.

 Jetlag

Wer mehr als zwei Zeitzonen überfliegt (besonders gen Osten), leidet meist unter Jetlag: Die innere Uhr hinkt hinterher. Therapie: Am Zielort den Tagesrhythmus konsequent einhalten.

Oder weniger fliegen. Jahrelanges häufiges Ost-West-Jetten kann dauerhafte Insomnie verursachen.

 Schichtarbeit

Rund 15% aller Erwerbstätigen hierzulande arbeiten in Schichten. Drei Viertel all jener, die das länger als drei Jahre tun, erleiden irgendwann eine Schicht-Schlafstörung. Nach Nachtschichten

finden sie kaum erholsamen Schlaf. Im Extremfall verliert ihr Körper ganz den Rhythmus, Herzkrankheiten oder andere Störungen drohen. Da helfen nur andere Arbeitszeiten.

 Schlafwandeln

Bei den rund drei Millionen Schlafwandlern aktiviert das Gehirn nachts die Muskeln – nicht aber das Bewusstsein. Meist ist der Spuk nach wenigen Minuten vorbei. Vorsicht vor Stürzen und Unfällen! Medikamente sind nur selten nötig.

            Restless Legs

Quält mehr als zwei Millionen Bürger. Sie spüren ein Kribbeln oder Brennen in den Unterschenkeln. Ursache kann Dopamin- oder Eisenmangel sein, Abhilfe verspricht hoch dosiertes Eisen.

Schlafmangel

Wer ständig zu wenig schläft, riskiert langfristig, am Schlafmangelsyndrom zu erkranken. Einige Hunderttausend Menschen in Deutschland leiden darunter, oft ohne es zu merken.

Die Leistungsfähigkeit leidet - Gereiztheit, Konzentrationsstörungen und schließlich Burn-out-Syndrom können folgen. Therapie: konsequent auf genug Schlaf achten.

Guten Schlaf fördern:

man kann durch entsprechende Beleuchtung nachhelfen. Blaues Licht wirkt nicht nur tagsüber aufmunternd, sondern auch abends vor dem Schlafengehen. Die blauen Wellenlängen von iPod

und Laptop können das Einschlafen verzögern, sogar den erholsamen Schlaf stören. Beruhigend wirkt hingegen dunkleres Licht mit hohem Rotanteil. Davon werden die Wach-Rezeptoren auf

der Netzhaut nicht angeregt, sodass der Körper ungestört Melatonin ausschütten und uns müde machen kann. Und das ist die beste Voraussetzung für einen wachen nächsten Tag.

Alternative zu Psychopharmika.x

R.E.M.-Schlaf

Während einer Nacht durchleben wir mehrere etwa 90 Minuten lange Zyklen aus Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf. Dieser ist nach den typischen starken Augenbewegungen (»rapid eye movement«, kurz REM) benannt. In dieser traumreichen Phase sind jene Gehirnzentren besonders aktiv, die unsere Gefühle und Affekte bestimmen. Der Tiefschlaf ist in der Regel traumlos.

Je länger der Schlaf dauert, desto länger werden die REM-Phasen. Und man schläft weniger tief. Ältere Menschen haben insgesamt einen leichteren Schlaf, wachen öfter und für längere Zeit auf.

Als Fötus in der Gebärmutter verbringt der Mensch mehr Zeit im REM-Schlaf als in jeder anderen Lebensphase.

 

[Wm Boericke]

Weakness from Loss of Sleep

Carc.: Warm blooded, sympathetic, over-responsible, craves chocolate.

Chol.: Gallstones and insomnia

Cocc-i.: Aversion to open air, nausea from odor of food, < passive motion.

Cypr.: Child nervous from teething or intestinal troubles, wakeful and begins to laugh and play, cries out at night.

Hydr.: Constipation without urging, weak digestion, stringy thick yellow discharges.

Ip.: Nausea with clean tongue, excess salivation, < warmth, thirstless

Kreos.: Chilly, < cold/dentition/eating. Burning sensations.

Nat-m.: Silent grief, desires salt, < sun/heat/sympathy.

Puls.: > open air, thirstless, desires sympathy, bland discharges.

[E.W. Hubbard]

Nightterrors: Lyc. Phos. Sulph. and Thuja.

 

Two double-blind studies compared Quietud (Nux-m. C 4, Hyos. C 3, Passi. C 3, Stram. C 6), a combination of homeopathically prepared plant extracts that has been very popular in France,

with diazepam (Valium). The subjects were adults and children who were nervous and suffered from sleeplessness. The results showed that the homeopathic product increased sleep time, reduced interruptions during sleep, and reduced nervousness. Both products relieved insomnia and minor nervous tension 63% of the time. However, the homeopathic remedy produced no side effects:

there was no daytime dizziness, as opposed to 13% of the diazepam group. Homeopathic remedy group suffered no daytime drowsiness, but 53% of the diazepam group felt drowsy.

In addition, Quietude was better at reducing children's nightmares. 74% of the Quietude patients said the product was better than other treatments, as opposed to 48% of the diazepam group who felt this way.

 

Insomnia:

Children.

Acon.: used in conditions where sleep eludes due to shock, grief, anxiety or restlessness.

Arn.: sleep issues due to jet lag and tiredness. It is also used when the bed feels uncomfortable to sleep.

Ars.: conditions where the individual is sleepy during the day but unable to sleep in the night.

Bell.: sleepless due to congestion, restless sleep, spasmodic motions, frightful images upon closing the eyes and violent throbbing in the brain.

Calc-p.: for insomnia from severe fatigue.

Cham.: mainly for children who cannot sleep due to pain or those who have sleep tormented by vivid, fanciful and anxious dreams.

Dam.: should be given in Q-potenz, 5 – 20 drop doses, every 2 hours. In severe cases, it may be given every half an hour and the patient will sleep after 2 doses.

Hyos: Drowsy or sleepless; wild expression; delirious; after chloroform.

Ign: After grief and depressing emotions; after overstraining the mind by racking business.

Jug-r. Walnussbaumblätter für sanfte, angenehme Träume

Man fülle ein Kissen mit den Blättern des Nussbaumes. Ihr Duft hat eine ausgleichende, entspannende Wirkung auf den Schlafenden

Mosch: Hysterical sleeplessness; after chloral.

Nux-v: after mental strain till late at night; abuse of coffee/wine/liquor/opium/tobacco.

Op: excessive wakefulness, or drowsiness with inability to go to sleep.

Puls: Indigestion; after quinine, ferrum and strychnine, tea, chloral.

Sulph: Very important with many and different symptoms; sleepy in daytime; sleepless at night. Sleepless after depressing events/sorrow/loss of friends, when night after night passes

without any sleep.

[Dr. H.C. Allen]

Syph.: Absolute sleeplessness (Sulph. producing quiet, refreshing sleep). Wakes soon after midnight and cannot sleep again till 6 h. During the whole 24 hours can only

rest from 8 - 10 h. Total loss of sleep for 22 successive days and nights. Terrible dread of night on account of exhaustion on waking. Drooling while asleep. Despair of recovery.

 

Bei Schlafstörungen/psychosomatische Beschwerden sind Mondpflanzen unentbehrlich. Merkmale dieser Pflanzen [betäubende muffige Geruch (Valer. Conv. Patchouli)/

Nachtfalter die sie umschwärmen (Nachtkerze)/Blütenpracht, die sich erst nachts entfaltet (Cact.)].

 

Schlafmütze = Echi.: wohltuend zu Beginn der Nachtruhe, während nächtlicher Wachphasen o. einfach zum Abschalten; punktuell auftragen; eingemischt in Honig o.

Sahne ein wohltuendes, erdendes Entspannungsbad

Honig, Immortelle, Narde, Palmarosa, Weihrauch, Jojobawachs, Sonnenblumenöl. Quelle: http://shop.bahnhof-apotheke.de/

 

< nach dem Schlafen:

Lach.: < allgemein nach dem schlafen und Beschwerden während des Schlafes.

Sulph:: schreckt aus dem Schlaf auf und brüllt nach dem Erwachen; wacht verängstigt auf; Durchfall nach dem Schlaf.

Folgenden Mittel < nach dem Schlaf in zweiter Wertigkeit:

Acon.: beim Zubettgehen wird Fieber unerträglich; aufschrecken aus einem Albtraum.

Apis.: < einschlafen; erwacht müde. Schreckt plötzlich mit großer Angst aus dem Schlaf auf.

Arn.: gelähmt r. seitig, < nach langem Schlaf; unerquicklicher Schlaf.

Ars.: aufschrecken aus dem Schlaf und müde nach dem Schlaf.

Carbo-v.: < kalte Füße und Beine und nach dem Schlaf.

Caus.: < beim Erwachen; muss sich aufsetzen; Fersenkrämpfe nach dem Schlaf.

Hep.: Furcht während und das Gefühl zu ersticken nach dem Schlaf.

Lyc.: ist hungrig und unerquickt; schlecht gelaunt; tritt und flucht nach dem Schlaf.

Ph-ac.: traurige Gedanken; trockene Hitze und Hunger nach dem Schlaf.

Phos.: ist ängstlich und unerquickt.

Puls: hat Verdauungsstörungen und ist nach dem Schlaf träge und unerquickt.

Rhus-t. ist ängstlich, schwach, unruhig, zittert und scheint keinen Schlaf gehabt zu haben.

 

Phasen:

I. Anfangsschlaf leicht

II. Phase worin Mensch am längste verbleibt

III. + IV. Tiefschlaf/vermehrte Ausschüttung Wachstumshormon (= STH/= hGH/= GH/= WH/= INN)/

            Regulierung des Immunsystems/wahrscheinlich wird Gelerntes gespeichert/Muskelwachstum

V. REMschlaf = Traumphase/Muskeln entspannen (außer Augen) + Hirn akTIV wie im Wachzustand

 

Gefördert durch: Absolute Dunkelheit (Nachtlämpchen vermeiden)/zwischen letzte Mahlzeit und Schlafanfang wenigstens 3 Stunden lassen/Träume fördern;

Verringerung/Erhöhung des Melatoninspiegels im Blut bewirkt Schlafstörungen/Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus.

 

Maßnamen: Schlafzimmer abdunkeln

                        2 Stunden vor dem Schlafen gehen, das letzte Mal essen.

                        Kein Fernseher im Schlafzimmer/Nicht vor dem Fernseher einschlafen

Kneipp: Wassertreten im kaltem, Knöchel hohem Wasser. Ohne abtrocknen im Bett.

            Einen Becher warme Milch mit Honig trinken.

            Einen Becher warme Milch mit „Black strap molasses“ (= schwarze Zuckersirup) trinken

 

Crat. = Hawthorn Berries/= Schlafdorn/= Merlin`s Bush/= Weißdorn

Cynos. = Rosegalle/= Schlafapfel/= Rosenschwamm

Esch. = Schlafmütze/= Californian poppy

Oxal-a. w = Sauerklee/= Himmelslust/= Pain de coucou/= Wood sorrel/= sleeping beauty

Pap-s. = slaapbol

Sang. = Blood root/= Wurzel/= Indian Paint/= Sweet Slumber

Wachstumshormone = Somatotropin (STH)

            Gebildet in Pitu-a. (während Schlaf/Pubertät/körperliche Aktivität/psychischer Stress/Hungern) angeregt durch Hypoth.(= 10% der getrockneten Drüse)/Wirkung auf Knochen/

Muskel/Leber führt in diesen Organen zur vermehrten Aminosäureaufnahme/-verwertung.

Erhöht den Blutzuckerspiegel (durch Glykogenolyse)/wirkt auf die Fettzellen Fett abbauend.

With-s. = Ashwagandha (I)/= Janghide (I)/Blätter/= Schlafbeere

 

[Max Amann]

Schlafprobleme

Die Hälfte der Bevölkerung gibt an, Schlafprobleme zu haben. Es sei darauf hingewiesen, dass teilweise Schlafprobleme -tagsüber müde, nachts schlaflos- das Symptom einer vegetativen

Reaktionsstarre sein können, die nicht selten Symptom einer Prekanzerose ist.

Argentum colloidale dil D6

Avena sativa dil D3

Bellis dil D6

Chloralum hydratum dil D12

Cimicifuga dil D12

Cypripedium dil D6

Escholzia dil D3

Lithium bromatum dil D4

Rohypnol dil D12

Selenium dil D12

Zu gleichen Teilen mischen und abends, eventuell einige Stunden später noch mal 20 Tropfen nehmen.

 

Phytolgie: Heilpflanzen in Schlafkissen: Asperula odorata (= Waldmeister/= Liebfrauenwallstroh) Tee wurde daher gegen das Altern eingesetzt. Duftet herrlich, gibt wunderbaren Schlaf/hilfreich bei Kopfschmerz. Morgens erwacht man munter und wohlgestimmt.

Fichtennadeln: junge Nadeln. Das Aroma hat Schlaf fördernde und nervenstärkende Wirkung.

Lavendelblüten: Duft fördert einen entspannten, geruhsamen Schlaf.

Bärlappkissen (Lycopodium): hilfreich bei schmerzhafter Verkrampfung der Muskulatur (Fuß- o. Wadenkrämpfe). Wird auch bei hohem Blutdruck eingesetzt,

wenn dieser von den Nieren verursacht wird (Kissen auf die Niere auflegen). Auch Strahlungen aus der Erde hält der Bärlapp ab.

 

Allerlei: Kontrolliert von Pineal.

Terms:

Cataplexy: A condition in which there are abrupt attacks of muscular weakness and hypotonia triggered by an emotional stimulus such as mirth, anger, fear, or surprise. Often

associated with narcolepsy (Dorland’s Illustrated Medical Dictionary, 1994: 276).

Hypnagogic imagery: Vivid sensory images occurring at sleep onset. It is a feature of narcolepsy (Kryger, Roth and Dement, 1998).

Chronic primary insomnia: Difficulty initiating or maintaining sleep or of non-restorative sleep that lasts for at least 1 month and causes significant distress or impairment in social,

occupational or other important areas of functioning (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, 2000:599).

Dyssomnia: A category of sleep disorders consisting of disturbances in the quality, amount or timing of sleep (Dorland’s Illustrated Medical Dictionary, 1994:519).

Hypnotic: Produces drowsiness and encourages the onset and maintenance of a state of sleep. It is often used in the treatment of sleep disorders (Shargel, et al. 1997).

Insomnia: Refers to the inability to sleep or the experience of abnormal wakefulness (Dorland’s Illustrated Medical Dictionary, 1994: 845).

Insomniac: An individual exhibiting insomnia (Dorland’s Illustrated Medical Dictionary,1994:845).

Nightmare: A terrifying dream; an anxiety attack during dreaming, accompanied by mild autonomic reactions (Dorland’s Illustrated Medical Dictionary, 1994:1138).

Sleep latency: This is the time measured from “lights out,” or bed time, to the beginning of sleep (Kryger, Roth and Dement, 1998).

Sleep spindle: Episodically appearing, spindle shaped aggregate of 12 - 14 Hz waves with a duration of 0.5 - 1.5 seconds. It is a phenomena found on the electroencephalogram

readings of non-REM stage 2 sleep (Kryger, Roth and Dement, 1998).

 

Phytology: SOLUNAT Nr. 4 Psychische und nervliche Spannungs- und Krampfzustände/Lunar-retardierende Rhythmisierung der Psyche/Schlafförderung

 

Schlafphasen-wecker

Chagas disease. = Schlafkrankheit

 

„Schlaf ist kleinen Bruder des Todes“

Slapen als een roos

 

 

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