Tuberkulose = Schwindsucht/= Motten. ugs. Tb.

 

Siehe: Materia mediaca Boericke und Patakh, Seite 966

Vergleich: Comparison.: Tuberculinum, Bacillinum.

Rezepte. aus dem Papyrus Ebers

 

Abrus. Acal. Acon. All-u. Aq-mar. Ars. Aur-ars. Bar-c. Bell. Bry. Calc. Carb-ac. Carb-v. Cetr. Chin. Con. Cupr-met. Dros. Dulc.Ferr-met. Graph. Hydr. Hydrc. Hep. Sulph. Inul.

Iod. (Verbindungen: Ars-i.). Kaliums (Kali-c.). Kreos. Laur. Led. Lyc. Nat-m. Nit-ac. Nux-v. Phos. Phyt. Psor. Puls. Rub-t. Ruta. Samb. Sep. Sil. Stann-met. Sulph. Teucr. Thuja.

Nebel: Drainagemitteln.

Apis. Bapt. Bell. Bry. Chel. Cund. Con. Crat. Kali-i. Lach. Scroph. Sed-a. Tarax.

Gal-ac.

 

[Zeitonline]

Was ist Tuberkulose?

Es war Robert Koch, der 1882 erstmals in einem Vortrag in Berlin beschrieb, wie winzige Stäbchen-Bakterien (Mycobacterium tuberculosis) die schwere, oft chronische und tödliche Infektionskrankheit auslösen. Dass sich als Entzündungsreaktion auf die eindringenden Keime unterm Mikroskop sichtbare Knoten (Tuberkel) im betroffenen Gewebe bilden, gab der Tuberkulose ihren Namen, die nach ihrem Entdecker auch Morbus Koch heißt.

Mit seiner Arbeit untermauerte Koch auch, was manche Zeitgenossen anzweifelten: Dass TBC ansteckend ist, weil sich die winzigen Erreger mit dem Husten und dem Niesen Infizierter verbreiten (Tröpfcheninfektion).

Nur eine Lungenkrankheit?

Tatsächlich zeigt sich Tb beim Menschen meistens in der Lunge oder beginnt dort (die Infektion kann auch andere Organe befallen).

5 – 10% aller mit Mycobacterium tuberculosis infizierten Menschen – insbesondere diejenigen mit einem stark geschwächten Immunsystem, erkranken tatsächlich im Laufe ihres Lebens an Tb.

(als Sekundärinfektion zum Aids.-Erreger HIV). Allein 2015 haben sich nach Schätzungen der WHO 1,2 Millionen HIV-Positive auf der Welt zusätzlich mit Tb. infiziert.

Symptome?

Leichtes Fieber, Schwitzen in der Nacht, Gewichtsverlust, trockener Husten -die ersten Symptome einer Tuberkulose sehr unspezifisch- oft merken Infizierte sehr lange nichts von der Krankheit.

Je nach Stadium der Infektion in der Lunge oder den Organen können die Anzeichen sehr unterschiedlich sein. Erst ein Labortest kann die Diagnose bestätigen.

Ausführliche Informationen zur Tuberkulose hat das Robert-Koch-Institut zusammengestellt.

Wie verbreitet ist Tb.?

Die tödlichste Infektionskrankheit der Welt mit mehr als zehn Millionen Neuinfektionen pro Jahr. In Deutschland registrierte das Robert-Koch-Institut nach einigen Jahren mit weniger Fällen in 2015 wieder über 5.000 Neuerkrankte.

Erst seitdem Antibiotika die Bakterien im Körper zurückdrängen können, ist die Krankheit gut heilbar, sofern sie erkannt wird und Arzneimittel verfügbar sind. Doch multiresistente Tuberkulose-Keime stellen Mediziner vor eine neue Herausforderung. Knapp eine halbe Million Menschen -so schätzt die WHO- steckte sich 2015 mit so einem Tb.-Bakterienstamm an, gegen die herkömmliche Medikamente machtlos sind.

 

[Marianne Frederikson]

Tb. = Trauer + schwache Lebenswille.

[André Ackermann]

Die maskierte Tuberkulose

Die Zeit vor über 100 Jahren war gekennzeichnet durch eine starke Verbreitung der klinischen Tuberkulose sowie durch eine intensive Forschungstätigkeit zu ihrer Bekämpfung. Die Kenntnisse

über Entstehung und Krankheitsverlauf waren gleich null. Eine Behandlung war nicht möglich.

In Deutschland hatte Robert Koch in Berlin 1882 durch seine Entdeckung des Mycobacterium tuberculosis und die Herstellung des Tuberkulins eine Vorreiterrolle.

In der Schweiz praktizierte der damals bekannteste Tuberkuloseforscher, der Arzt Dr. med.  Carl Spengler aus Davos. Er wurde Mitarbeiter von Koch und hat neue  Wege zur Diagnostik und

Therapie der Tuberkulose und anderer chronischer Erkrankungen beschritten.

Das wichtigste Forschungsergebnis Spenglers besagte, dass die klinische Tuberkulose stets eine Mischinfektion ist, das heisst, dass immer noch andere Bakterienarten an der Erkrankung beteiligt

sind. Das war für die damalige Medizin eine völlig neue Erkenntnis. Erst dieses Wissen versetzte ihn in die Lage, erstmalig ein Medikament zur Behandlung der Tuberkulose zu entwickeln, das spätere Mycobacterium comp.-T.

Man schätzt, dass ungefähr ein Drittel der Weltbevölkerung mit dem Tuberkuloseerreger infiziert ist.

Aber nur 5 - 10% davon erkranken an einer klinischen Tuberkulose. Bei den anderen Infizierten ist das Immunsystem in der Lage, den Erreger abzutöten oder zumindest in Schach zu halten.

Ein Stoffwechselprodukt des Mycobacteriums, das Tuberkulin, oder auch Bakterienreste bleiben jedoch auch nach einer überstandenen Infektion als so genannte «Resttoxikose» im Körper.

Spengler erkannte, dass diese «Giftreste» über Generationen weiter vererbt werden können. Er bezeichnete sie deshalb als «Erbvirus». Damit gibt es entsprechend seiner pathogenetischen Idee

zwei Infektionswege - die genetische und die erworbene Intoxikation.

Das Tuberkulin kann als Erbtoxikose nach Jahren oder erst nach Generationen Erkrankungen in verschiedenen Formen provozieren, z.B. als Asthma, chronische Entzündungen, grippeähnliche Zustände, Hauterkrankungen, Störungen des Nervensystems, rheumatische Erkrankungen, Störungen des Blutgefäss-Systems oder vorgetäuschte Systemerkrankungen des Magens, der Leber,

der Galle oder des Pankreas.

Spengler nannte dieses Phänomen die maskierte Tuberkulose.

Bei vielen Kindern findet die Ansteckung mit dem Tuberkulosebakterium in den ersten Lebensjahren statt. Nasen- und Rachenorgane und Magen-Darm sind die Eingangspforten der Erreger.

Die Symptome sind Lymphdrüsen vergrösserungen neben den Mandeln, am Kieferwinkel, im Nacken, im Bauchraum usw. Allgemeine Mattigkeit, Unruhe, Unaufmerksamkeit, Reizbarkeit und Ängstlichkeit treten auf.

Ein anderer berühmter Schweizer Arzt, Dr. med. Willy Bircher, Zürich, (Bircher Müsli) befasste sich ebenfalls mit der maskierten Tuberkulose.

In seinem Buch «Die maskierte Tuberkulose» berichtet er von Essunlust, dünner, blasser Haut und Unruhe bei Kindern. Diese ersten Anzeichen deuten auf eine Tuberkuloseinfektion hin, ohne

dass aber eine klinische Tuberkulose auftreten muss. Man spricht vom «tuberkulinischen Kindertyp» oder der «tuberkulinischen Konstitution».

Bei vielen Erkrankungen sollte an die maskierte Tuberkulose gedacht werden. Typische Symptome sind nach Bircher:

Husten, vor allem morgens nach dem Aufstehen, Auswurf, vermehrte Schweissbildung mit kalten Füssen und kalten, klebrigen Händen.

Fieber und Schleimhautkatarrhe sind häufig. Diese äussern sich in Entzündungen der Bindehaut der Augen, Entzündungen der Nasen- und Rachenschleimhaut, Mandel- und Mittelohrentzündungen.

Kehlkopf- und Luftröhrenkatarrhe treten oft auf, die Patienten sind anfällig für Erkältungen.

Chronischer Schnupfen kann zu Asthma und erhöhter Bereitschaft für Heuschnupfen führen.

Auffallend beim tuberkulinischen Typ sind Hautveränderungen. Die Haut erscheint gelblich, wird dünn und zart, Hautjucken ist häufig.

Bircher: Störungen des Nervensystems bis hin zu Nervenentzündungen mit Lähmungserscheinungen. Diese Störungen äussern sich als chronische Kopfschmerzen, Migräne, Ängstlichkeit, Arbeitsunlust, Schlaflosigkeit, Kribbeln und Taubheitsgefühl in Händen und Füssen.

Magen-Darm-Störungen können auftreten. Schon zu Beginn einer maskierten Tuberkulose verlieren Kinder den Appetit, es kommt zu Verstopfung.

Rheumatische Erkrankungen sind oft eine typische Folgekrankheit der maskierten Tuberkulose. An Tuberkulose Erkrankte zeigen niemals rheumatische Symptome, erst nach überstandener Erkrankung können sich rheumatische Symptombilder zeigen.

Störungen des Blutgefäss-Systems treten auf als Herzklopfen, eventuell als Herzschwäche. Es kann zu einer Erhöhung des Blutdruckes und zur Krampfadernbildung kommen. Vermutlich hängt auch die Neigung zu Nasenbluten bei tuberkulinischen Kindern mit diesen Störungen zusammen. Die herausragenden Forschungsergebnisse und seine Erfahrungen führten Spengler zu der Erkenntnis, dass die maskierte Tuberkulose (die tuberkulinische Konstitution) die Mitursache chronischer Erkrankungen ist.

Spenglers Arbeiten beziehen sich auch auf die enge Beziehung von Tuberkelbakterien und Syphiliserregern, deren bakterielle Form bei Tuberkulosekranken oft in Mischkultur vorkommt. Spengler hat gezeigt, das auch diese Infektionskrankheit immer noch als «Resttoxikose» vorhanden ist. Ein Vorhandensein der Mischkulturen kann die Krankheitsbilder der maskierten Tuberkulose wesentlich verstärken.

Die genetische (angeborene) oder erworbene tuberkulinische Konstitution ist die Ursache der meisten chronischen Erkrankungen. Eine Mitursache der Entstehung der tuberkulinischen Konstitution ist neben der erwähnten Infektion mit Mycobakterien eine Veränderung des Milieus in Blut und Geweben. Dadurch kommt es auch zu gravierenden Veränderungen im Grundsystem nach Pischinger. Diese Veränderungen können u.a. durch Fehlernährung und/oder unterdrückende Massnahmen verursacht werden. Eine Blockade des Pischinger-Raumes und damit eine Therapieresistenz sind die Folgen.

Nach einer Umstellung der Ernährung und der Beseitigung der Therapiehindernisse mit Hilfe der Spenglersan-Immuntherapie gelingt eine Restaurierung des Grundsystems nach Pischinger durch Ausleitung von Stoffwechselschlacken. Durch die Rückgewinnung der Reaktionsfähigkeit des Mesenchyms gelangt man zu den Ursachen der Erkrankung.

Mit Hilfe der Spenglersan-Immuntherapie ist somit in vielen Fällen die Heilung chronischer Krankheiten durch Beseitigung der tuberkulinischen Konstitution möglich.

Die maskierte Tuberkulose (tuberkulinische Konstitution) ist die Mitursache chronischer Erkrankungen. Deshalb ist es wichtig, dieses tuberkulinische Terrain aufzuspüren. Dazu dient der Spenglersan Blut-Test. Damit können tuberkulinische Hintergründe und somit auch verborgene Erkrankungen erkannt werden.

 

 

Organs with high Sil. levels do not develop Tb. So there you have the capacity to give form, and on the other hand Tb. as a disease with dissolving tendencies. What kind of treatment was given in the past?

Folk medicine made use of plants with high Sil. levels [plants (Equis-a = horsetail/Galeopsis tetrahit = hemp nettle/Teucr-s. = wood sage]. Tb. was thus treated with typical Sil. plants.

These examples show a way in which it may be possible to gain understanding of the essential nature of Sil. Sil. is much more in accord with human nature than Ca is. We have seen that Ca is a vessel for the astral body and lets the soul enter into metabolism. It has also been mentioned that water is the vessel for life, for the ether body. Where does Sil. have its place? The question can only be answered if understanding has been gained of the nature of the human being. It is part of the essential nature of human beings, as distinct from animals, that they are able to have immediate control of the spirit and have self-awareness. This is connected with the ability to stand upright, walk, speak, and think. It calls for a specifically human organization, and R.S. called this the "ego-organization“. Sil. provides the physical basis for it. With its aid, the human organism is given the inner and outer form that makes it a vessel for the spirit. Because of this, Sil. is tremendously important for human beings.

Ca and Sil. levels depending definite on age, with Sil. decreasing and Ca increasing with age. What is the danger an aging person faces? Calcification, sclerosis. It was known right until the present time that Sil. has antisclerotic properties. An example of such a Sil. preparation is Sclerosol (consisting of Sil). Present-day thinking is very different, has attention focused on cholesterol and fats, though these are entirely 2ndary where sclerosis is concerned. What is the problem of people suffering from sclerosis? They remain too earthly. They immure themselves in living substance that has not been mastered so that it becomes like a prison (atheromatosis). They and those around them experience the process like this: Mind and spirit have become narrowed down and are imprisoned. Lacking wide open horizons, the cosmos, release into the spirit. These people do not lack vitality, yet most geriatric agents contain anabolics, vitamins, hormones, etc. Yet these people lack anything but that! What is lacking is catabolism, form, conversion of body substance into spiritual principles. Sil. can be used to achieve this. Other substances will serve the same purpose (an example being Scleron, a potentized lead preparation.

Die Symptomenreihen der einzelnen Präparate wurden in den homöopathischen Arzneimittellehren durchmischt, eine exakte Trennung hat seit Swan nicht stattgefunden.  F. Witzig hat sich die Mühe gemacht und in seiner Arbeit "Über Bacillinum Burnett" die Quellen hinter den Symptomen aufgeführt. Hier wird deutlich, dass eine genaue Unterscheidung nur schwer möglich ist, da schon H.C. Allen (1836-1909) die Symptomenreihen von Tuberkulinum Swan, Bacillinum und Tuberkulinum Koch durchmischt hat. Eine recht vollständige Übersicht über Tuberculinsymptome bietet die Studie von Margret Burgess Webster (1933) und die Arbeit von Gabriele Schwartze-Grossmann (2000), ohne zwischen den Präparaten zu differenzieren. Eine vergleichende Studie der einzelnen Präparate wurde von Sheilagh Creasy (2001) vorgenommen.

Die wenigen reinen Prüfungssymptome von Bacillinum sind im nun folgenden Text unterstrichen gekennzeichnet. Die Symptome der Prüfung durch A. Nebel (1870-1954) sind Tuberkulinum Koch zugeordnet. Clarke und Julian haben die Symptome dem Koch´schen Präparat zugeordnet, wohingegen Metzger (1891-1976) behauptet, Nebel habe Bacillinum geprüft. Nebel selbst macht keine genauen Angaben zu der Substanz, die geprüft wurde, betont allerdings die Wichtigkeit, "....Toxine der verschiedenen pathogenen Microben genau zu prüfen, um sie therapeutisch verwerten zu können." Die Prüfung wurde an initial tuberkulös Erkrankten durchgeführt, die Krankheitserscheinungen waren ".....die allerleichtesten."

Die für Bacillinum typische Schleimansammlung im Rachen mit Auswurf großer Mengen Schleim, der leicht abzuhusten ist, wurde nur von dem Prüfer mit der Nr. 42 entwickelt. Auch die Häufigkeit des Auftretens von Schwindelsymptomen während der Nebel´schen Prüfung, die bei Burnett, Clarke und Boocock fehlen, sowie die markante bräunliche Verfärbung der Haut, die der Toxinwirkung zuzuordnen ist, lassen annehmen, dass Nebel ein Koch´sches Präparat geprüft hat. Nebel vertrat die Auffassung, dass es unter der Behandlung mit  Tuberkulinen zu einer gesteigerten Toxinausscheidung komme, und setzte parallel zu der Basisbehandlung sogenannte Drainagemittel ein. Er mischte Ceanothus, China regia, Crataegus, Hydrastis, Solidago und Taraxacum zu jeweils gleichen Teilen in der sechsten Dezimalpotenz und verabreichte es mehrmals täglich. Dieses Vorgehen wurde später unter anderem von León Vannier (1880-1963), der über große klinische Erfahrung in der Behandlung tuberkuliner Patienten verfügte, modifiziert, in dem er je nach Symptomenbild jeweils spezifische Drainagemittel wie Ip. Dros. Cor-r. Cupr-acet.

Abgesehen von den Unschärfen der Arzneimittellehre entsprechen die heutigen Ausgangsprodukte wegen ihrer Filtration und Autoklavierung nicht mehr der originalen Verordnung. Während die künstlich erzeugten Präparate wie Koch, residuum Koch, Denys, Marmorek etc. eindeutig definiert sind, aber auch bovinum und aviare hinsichtlich der Herstellung eindeutig behandelt werden, sind die Mittel Bacillinum, Tuberculocidinum Klebs und Spenglers IK. unzureichend definiert.

Bacillinum wird heute nicht aus der Mazeration einer menschlichen tuberkulösen Lunge hergestellt, sondern aus der von Schlachtvieh. Einige Hersteller benutzen für die Herstellung von Bacillinum tuberkulöses menschliches Sputum ohne organpathologische Anteile, so dass es sich also eher um das Swan´sche Mittel Tuberkulinum humanum sputum handelt. Die Vielzahl der Tuberkuline, die um die Wende zum 20en Jahrhundert hergestellt wurden, ist Ausdruck der ehrgeizigen Suche nach einem Heilmittel für die Tuberkulose. Obwohl die Koch´sche Lymphe erst durch die orale Applikation in der Homöopathie mit Erfolg einsetzbar wurde, hat auch hier der isopathische Gebrauch nicht die gewünschte Wirkung erbracht. Entgegen Burnetts Hoffnung hat sich Bacillinum ebensowenig als spezifisch heilsam bei Tuberkulose erwiesen wie Tuberkulinum Koch. Der Gebrauch aller Tuberkuline sollte deshalb nicht nach isopathischen, sondern nach streng homöopathischen Gesichtspunkten erfolgen. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass Tuberculinum bovinum am stärksten in unseren Repertorien vertreten ist und die meistens klinischen Erfahrungsberichte von ihm stammen. Finden sich in einem Standardrepertorium ca. 2500 Symptome für Tub-b., so sind es für Tub-K. nur knappe 30. Dies ist bedingt durch den Einfluss der amerikanischen Homöopathie, die zudem auch maßgeblich prägend auf die südamerikanische und indische Homöopathie gewirkt hat. In diesen Ländern ist Tub-b. das routinemäßig verordnetet Mittel, wohingegen gerade in der französischen Homöopathie den Mitteln Aviare, Tub-d., Tub-m. und Tub-r. eine stärkere Bedeutung zukommt.

Ausnahme Tub-sp., der ja streng genommen nicht der Homöopathie zuzuordnen ist. Seine Indikation richtet sich nur nach klinischen Gesichtspunkten bzw. nach der ihm eigenen Gesichtspunkten der Verordnung.

 

Krankheit: Ist ein weltweit verbreitetes Bakterium. Infektionskrankheit/chronisch verläuft u. v. a. in den Atemorganen lokalisiert ist, jedoch alle Organe befallen kann (Nieren/Hirnhäuten/Lymphknoten/Rückenmark).

1.      < Nachmittags/abends/Appetitlos/Atemnot/< Anstrengung/Gewichtsabnahme (mit gutem Appetit)/Halsschmerz/heiser/(Reiz)Husten (anhaltend/trocken)/geschwollene Lymphknoten/müde/schwach/Nachtschweiß/Schmerz (Brust/Schulter)/Tachykardie;

2.      Beschwerden von 1. +

< abends/Atemnot/< Anstrengung/Brustschmerz/Cyanose/erbricht (nach Husten)/Fieber (< nachmittags/< abends/hektisch/+ Tachykardie)/Gesicht gesunde Färbung # Leichenblässe/hektische Röte)/Hals o. Kehlkopf/Geschwüre/Heiser/Husten (anhaltend/blutiger/eitrig/schleimig)/Lymphknoten geschwollen/müde/schwach/Nachtschweiß/Nase(bluten)/Absonderungen (blutig/gelblich grün/schleimig)/Tachykardie (anfallsweise/plötzlich)

3.      Beschwerden von 1. + 2 + Geschwächt/Metastase/Anorexie/Blutungen/Darm/Lungen/Nieren/Choroiditis/Cystitis chronisch/Darmbeschwerden [Verschluss/Blutung/erbricht/übel/Durchfall (blutig/grünlich/schleimig)]/Fieber (< abends)/Gelenken mehrere/Knochen mehrere/hohlwangig/Harn (verändert)/Harndrang vermehrt/Harnmenge weniger/Haut mehrere/Lymphknoten geschwollen/Leber/Nägel klauenförmig/Herzkrankheit/Tachykardie/Schüttelfrost;

 

Äußert sich durch Fieber/Nachtschweiß/Gewichtsverlust, weiters durch chronischen Husten (mit blutigem Auswurf).

Infektionsweg => die Tuberkulose wird durch das Mycobakterium tubrculosis hervorgerufen und in der Mehrzahl der Fälle durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. (Verzehr von erkrankten Tieren).

Die Tuberkelbazillen lösen zunächst einen entzündlichen Prozess aus, der Verkäsung genannt wird. Das zerstörte Gewebe hinterlässt eine dicke, käsige Substanz, die später vernarbt und ein funktionsunfähiges Gewebe zurück lässt. Besonders beim Befall mehrere Organe führt dies neben dem Versagen der Organleistung zu einem dramatischen Gewichtsverlust, was der Tb. ihren im

19. Jahrhundert verbreiteten Namen „Schwindsucht“ gab.

Bei 90% der Infizierten bleibt die Infektion lebenslang latent. Zum Ausbruch der Krankheit kommt es, wenn das Immunsystem eines Menschen durch Erkrankung oder ungünstige Lebensbedingungen geschwächt ist. (tritt häufig als Folge einer Infektion mit HIV auf)

Viele Menschen auf engem Raum mit schlechte Hygiene (Flüchtlingslager/Gefängnis)/geschwächtes Immunsystem (HIV-infizierte).

Lungen 85% (Lungenfell/Haut/Hirnhäute/Knochen/Harnwege/Verdauungstrakt). Anfang in Zähnen und Knochen;

Pulmonary congestion (in top of lung)/+ all the clinical symptoms of tuberculous-rales and moist crepitation, dullness, exaggeration of the thoracic vibration, nummular expectoration, fever, perspiration, spitting of blood;

1. Zunehmender und heftiger Husten, 2. Husten mit Blut.

Allgemeine Symptome: Wahne/müde, lethargisch, Magersucht/Gewichtsverlust, unregelmäßige Menses, unbestimmte Angstgefühle, Frösteln, Muskelschmerz und leichte Temperaturerhöhung.

Unseren Beobachtungen zufolge ist das betroffene Organ „Wie unter einem Dämpfer“/Gehirn „Wie benebelt“, Leber und Verdauung wollen nicht so richtig, Rückgrat ist müde usw. In Anfangsstadien eher unauffällige Symptome. Anhaltendes Fieber o. ein Husten, der nicht weggehen will, sind oft die wichtigsten Frühwarnzeichen;

Lecithin causes marked improvement in nutrition and general improvement.

Chronische Erkrankung = Tuberkulinie. = entstanden durch Schwund des spirituellen Überbaus unseres gesamten Kultur- und Gesellschaftssystems: Das Verschwinden vieler religiöser Strukturen + einhergehende ethischer/moralischer/philosophischer Vorstellungen (z.B. F. Nietzsche versucht den Leerraum auszufüllen/endete mit "Gott ist tot"/K. Marx lebens- und realitätsuntauglichen, philosophischen Gedankenexperimente führte zur Entwicklung von extrem menschenfeindlichen Ideologien und führten ins Chaos von 2 Weltkriegen mit Unfreiheit/Versklavung ganzer Völker/Holocaust. Sekten o. Esoterik, orientierten Gemeinschaften ersetzen, die Kirchen/Sucht nach elektronisch Medien o. Drogen)

Kind: Children react quickLY to the action of the remedy/Lec.: Tb. tired, weak and loss of substance, short breath and general exhaustion;

[Gienow]

Lungentuberkulose

• Phel. in allen Stadien

• Stann-met. in späteren Stadien

• Dros. auch tuberkulöse Drüsen- u. Knochenleiden

• Spong.

Lungentb. mit kruppähnlichem Husten

• Kali-c.

Lungentb.

• Phos.

Lungen- und Kehlkopftb.

• Calc-p.

Lungentb. cavernös

Phell.

[C.G. Jung]

"In früheren Zeiten, als instinktive Vorstellungen im Geist des Menschen auftauchten, konnte sein Bewusstsein diese in ein zusammenhängendes psychisches Muster integrieren. Aber der "zivilisierte" Mensch kann das nicht mehr. Sein "fortschrittliches" Bewusstsein hat sich selbst aller Mittel beraubt, durch welche die hilfreichen Beiträge der Instinkte und des Unbewussten assimiliert werden könnten. Organe der Assimilation waren jene numinösen Symbole, die allgemein heilig gehalten wurden.

Heute sprechen wir zum Beispiel von "Materie". Wir beschreiben ihre physikalischen Eigenschaften. Wir führen Laborexperimente durch, um einige ihrer Aspekte zu zeigen. Aber das Wort "Materie" bleibt ein trockener, unmenschlicher und rein intellektueller Begriff, der für uns keine psychische Bedeutung hat. Wie anders war dagegen das frühere Bild der Materie - der Großen Mutter -, welches die tiefe emotionale Bedeutung der Mutter Erde ausdrückte. Auf dieselbe Weise wird das, was der Geist war, heute mit dem Intellekt identifiziert und hört damit auf, der Vater des Weltalls zu sein. Er ist zu den beschränkten Ich-Gedanken des Menschen degeneriert; die unermessliche emotionale Energie, die in dem Bild "unser Vater" ausgedrückt war, versickert im Sand einer intellektuellen Wüste."

Vor etwa 200 Jahren, zu Hahnemanns Zeiten, sah dies alles noch ganz anders aus. Damals existierte dieser ganze spirituelle Überbau noch einigermaßen, so dass er auch gar nicht über die Verluste in dieser 4. Ebene nachzudenken brauchte und folgerichtig auch nur "seine" drei Ebenen benötigte, um die chronischen Krankheiten zu behandeln, die aus den Beschädigungen in den drei darunter liegenden Ebenen herrührten. Der Begriff des Miasmas (was aus dem Griechischen kommt und Befleckung, Schmutz, Verbrechen, Gräuel oder auch Schuld heißen kann) war ja schon immer eher ein kulturhistorisch-sozialhygienischer als ein klinisch-medizinischer Begriff.

Deswegen halten wir es für angebracht, nach all dem Gesagten über die Zerstörungen in der spirituellen 4. Ebene, die nach Hahnemann stattgefunden haben, nun doch, gewissermaßen offiziell, das 4. Miasma der Tuberkulinie zu etablieren. Das taoistische Verständnis der Dinge: "Wie außen so innen, wie oben so unten, wie in der Umwelt so im Menschen", gilt für alle Naturreiche und somit kann sich selbstverständlich gerade die Homöopathie nicht davor verschließen, wo sie beansprucht, die "via regia" (= der Königsweg) der natürlichen Heilweisen zu sein. Es geht nicht weiter an, in einer Art traditionalistischer Vogel-Strauß-Politik den Kopf in den Sand zu stecken und so zu tun, als habe sich die Welt (und damit die Homöopathie) seit Hahnemann nicht mehr weiterentwickelt. Man sollte es nicht als Sakrileg auffassen, wenn wir von einem 4. Miasma sprechen, wo er doch nur 3 kannte. Betonmentalität hat noch nie irgendwelche nötige Entwicklungen aufgehalten, vor allem dann nicht, wenn uns die tagtägliche Arbeit in der Praxis lehrt, dass die Tuberkulinie unter unseren Patienten bereits grassiert. Selbst Hahnemann war schon etwas davon "affiziert", sind doch wohl die 36 Umzüge in seinem Leben durchaus als "dromoman" (Poriomanie o. Dromomanie o. Fugue ist eine Impulskontrollstörung/= ein zwanghaftes unvermitteltes Weglaufen ohne einen einsichtigen Grund und ohne ein fassbares Ziel) zu verstehen. Dies ist keine Verunglimpfung o. Heiligenbeschädigung, sondern eine normale Beobachtung über einen normalen Menschen.

Wenn wir nun unser anfängliches Stufen-Denkmodell dahingehend fortsetzen, dass wir nun auch noch die Hauptmedikamente, die Hauptnosoden und schließlich die bisher fehlende C 4-Ebene hinzufügen, dann sieht das Ganze so aus:

 C 1-Stufe: Körperliche Symptome: Erde = Psora; Calc. Sulph. Psor.

 C 2-Stufe: Emotionale Symptome: Wasser = Sykosis; Puls. Thuj. Med.

 C 3-Stufe: Geistige Symptome: Luft = Syphilinie; Aur. Lach. Syph.

 C 4-Stufe: Spirituelle Symptome: Feuer = Tuberkulinie; Phos. Olib. Tub.

 

Tb. Hippoz./Teucr-s

Tb. + blutiger Auswurf

Tb. + Absonderungen/Atem riechen nach Knoblauch.

Tb. + Blutungen: Acal. (ist ausgezeichnet beim Blutspeien in Lungen/ein heftiger Anfall von trocknem Husten. auf welchen Blutspeien folgte) Elaps.

Tb. - Blutung: Cetr.

Tb. + acute cold during the course of phthisis: Ferr-p.

Tb. + Cough: Stict.: for tuberculous subjects attacked by the grip/incessant, wearing, racking cough.

----------------  Salvia [Dr. E.P. Anshutz] tickling coughs of consumptives (Bell. Rumx). Preparations of Morphine and Codeine could be dispensed with. Salvia should be used as Ø 20, 30 or 40 drops,

in a tablespoonful of water.

Tb. + Durchfall: Acet-ac. Ferr-per. Myr-s. Myris.

Tb. Genitalorganen: Bac-t. Euch. Iod. Puls. Spong. Tub. Teucr-s.

Tb. + hoffnungslos: Stann.

Tb. In junge Menschen: Fil. Teucr-s.

Tb. in Lymphknoten: Forsythia suspensa

Tb. + Knochen: Dros. Teucrium scorodonia,

Tb. + Krämpfe: Alth.

Tb. + Leberbeschwerden: Interkurrent Chel

Tb. + < kalte Nässe: Aran.

Tb. + Nierenbeschwerden: Eucal. Form-ac. Tub.

Tb. + schlaflos [E.P. Anshutz] with distressing agitation of mind, it answered like a charm, and soon induced great sleep like a moderate dose of opium.

Tb. im letztem Stadium: Nit-ac.

Tb. in Urinwegen: Euch. Iod. Puls. Spong. Tub. Teucr-s.

Tb. + Verdauungsbeschwerden: All-u.

---------------------------- verstopft. Nat-m. Tub. Tub-m.

Tb. + Wechselfieber: Polyg-a

Tb. Kehlkopf: Mang-met.

Tb. Knochen/Gelenken/Drüsen: Dros.

Tb. + SCHWEIß: Labiatae

Tb. + Testikels: Teucrium scorodonia,

 

Betin-m: Atmung schwierig/best adapted to phthisical patients.

Con. bei trocknem Husten in Lungen-Tb. wenn Hyos./Dros. versagen.

Myos. = Stann-met. + tuberkulin/bei Phthisis mucosa mit Schweiß/Abmagerung etc.

 

Vorbeugend: Arg-met. Arg-n. Bac. Dros. Graph. Mag-c. Mang-met. Sulph.

 

Nahrung.

 

Vergleich: Erio. (= Yerba Santa/= Consumptive’s weed/= beer weed/= Mountain Balm/= Bear’s weed).

Stach. (= Ziest/= Betonie/= Betony wood/= Echte Betonie/= Flohblume/= Pfaffenblume/= Zahnkraut/= Zehrkraut).

Siehe: Nosoden allgemein + Anhang (Dr. Ardeshir T. Jagose) + Anhang 2 (W.H. Burt, M.D. 1890) + Tuberculinums allgemein + Miasm + Husten

Tb. = weiße Pest./= weiße Tod.

 

Unverträglich; Acet-ac. Phos. Vorsicht mit Sil. Sulph.

 

Phytologie: Dust of oak bark effective against consumption, a disease that tanners were particularly immune to.

Persons given up to die of consumption: use of pure olive oil.

In all cases of want of assimilation, emaciation, or where there is a consumptive tendency, the oil is invaluable.

Plants with high Sil. Levels: horsetail, hemp nettle, Teucrium scorodynia, wood sage

Ricinusöl (Oleum jecoris = Cod-liver oil known as a great remedy in scrofulosis tuberculosis and debility. There are chills running down the back, hoarseness, and soreness through the chest.

Many times you will see these symptoms as the beginning of tuberculosis!)

 

 

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