Hypericum perforatum (Hyper) = Johanniskraut/= Mille pertuis/= St. John’s wort/= Teufelsflucht/= Summer Solstice Wort/= Witches.. Herb/= Fuga daemonum/= St. John's Blood./

= Thousand. Puncture Herb/= Dotted Hardhay.

 

= Arn. für nervenreiche Teilen/= Arsen. + intensiv /= pflanzliches Arsen; 

Thema: Verletzung; Lösung: positiv: Bewusst in der Gegenwart sein; negativ: Altes Leid erfahren;

Kind: [Dr. rer. nat. Frank Herfurth] Kinder, die aufgrund seelischer Störungen Bettnässer sind, können mit großem Erfolg mit Johanniskrauttee behandelt werden;

Positiv: Lebensfreude/warmherzig/großzügig; 

Negativ: A.  Nervenverletzung + schießen + < Berührung, B. Schmerz kommt plötzlich + geht langsam; Ursachen: Kopf-/Wirbelsäuleverletzung (spitze Gegenstand);

 

Verletzung Haut o. Nerv o. Wirbelsäule, < nachts/Bewegung/Berührung/Druck, > still liegen, Blutungen/Asthma;

Injuries to nerves (fingers/toes/nails/bites of animals). Crushed fingers (tips). PainFUL a guiding symptom. Prevents lockjaw. Punctured wounds. Relieves pain after operations.

Supersedes Morphia after operations (Helmuth). Spasms after every injury. Rectum; haemorrhoids. Coccydynia. Spasmodic asthmatic attacks with changes of weather or before storms,

> copious expectoration. Tetanus. Neuritis, tingling, burning and numbness. Constant drowsiness.

Doctrine of Signatures.: Hypericum perforatum (= St John’s Wort) prefers sunshine and dry conditions for growth, therapeutically tend to be warming, drying and cheering as remedies.

[remedia.at]

Ursache:

Verletzungen von nervenreichem Gewebe (Fingerund Zehenspitzen, Zunge, Zähne, Augen, Genitalien) und der Wirbelsäule (Schleudertrauma, Sturz auf´s Steißbein, Entbindung,

unsachgemäße chiropraktische Behandlungen an der Wirbelsäule) für Neugeborene nach Zangengeburt (nach Arnica, wenn der Säugling dennoch anhaltend schreit)

Symptome:

weinerlich gestimmt, traurig und melancholisch

Krämpfe infolge Nervenverletzungen, z.B. nach Gehirnerschütterung (auch Anfälle, die wie Epilepsie aussehen)

starke Schmerzen, die von der verletzten Stelle aus entlang der Nervenbahn ziehen (den Arm hinauf oder vom Kopf zur Brust hinunter), auch Kribbeln und Taubheit der Nerven

verhindert wirksam Tetanus, wenn es sofort nach tiefen Verletzungen gegeben wird und heilt bestehende Tetanuserkrankung (vom Verfasser selbst beobachtet)

Wunden, die einen roten, trockenen Rand haben und wegen fehlender Innervierung schlecht heilen (in Verbindung mit ManukaHonig, der parallel äußerlich angewendet wird)

Phantomschmerz in abgetrennten Extremitäten (DD.: All-c.)

Schwäche und Zittern der Glieder

heftige Schmerzen nach Zahnextraktionen (entlang der Nervenbahn im Kiefer, nach Arnica bzw. wenn dieses nicht hilft)

<: Erschütterung/Kälte in jeder Form/feuchtes, nebliges Wetter;

>: ruhiges Liegen in Bauchlage/Rückwärtsbeugen;

The Rubrics show it is useful in depression when there is injury accompanied with frightening dreams ...

Ailments, from injuries, accidents (mental) Sensitive, (oversensitive). Sadness, injuries, from

Fear, (apprehension, dread) Delusions sees specters, ghosts, spirits. Hydrophobia.

Excitement Lascivious Rage

Dreams: Business Anxious Amorous

Mind: “As if lifted high in air”/anxiety lest he fall from heights. Mistakes in writing. Effects of shock. Melancholy.

Head: Heavy; feels as if touched by an icy cold hand. Throbbing in vertex; < in close room. Brain seems compressed. R. side of face aches. Brain-fag and neurasthenia. Facial neuralgia and toothache of a pulling, tearing character, with sadness. Head feels longer-elongated to a point. In fractured skull, bone splinters. Brain feels alive. Pains in eyes and ears. Falling out of hair.

Stomach: Craving for wine. Thirst; Nausea. Tongue coated white at base, tip clean. Feeling of lump in stomach (Abies-n./Bry).

Rectum: Urging, dry, dull, pressing pain. Haemorrhoids, with pain, bleeding, and tenderness.

Back: Pain in nape of neck. Pressure over sacrum. Spinal concussion. Coccyx injury from fall, with pain radiating up spine and down limbs. Jerking and twitching of muscles.

Extremities: Darting pain in shoulders. Pressure along ulnar side of arm. Cramp in calves. Pain in toes and fingers, especially in tips. Crawling in hand and feet. Lancinating pain in limbs. Neuritis, with tingling, burning pain, numbness and flossy skin. Joints feel bruised. Hysterical joints. Tetanus (Physos; Kali-br.). Traumatic neuralgia and neuritis.

Respiratory: Asthma < foggy weather and > profuse perspiration.

Skin: Hyperidrosis, sweating of scalp, < morning after sleep; falling of hair from injury; eczema of hands and face, intense itching, eruption seems to be under the skin. Herpes zoster.

Old ulcers or sores in mouth SENsitive. Wound will sometimes yawn, swell up, no tendency to heal, look dry and shiny on its edges, red, inflamed, burning, stinging, tearing pains; no healing process. Lacerated wounds with much prostration from loss of blood.

<: in cold/dampness (fog)/closed room/least exposure/touch; >: bending head backward;

Paracelsus.: Sämtliche Werke; Aschner-Ausgabe II/632:„Es (das Johanniskraut) soll auch nicht am Nachmittag oder in der Nacht genommen werden, sondern im Aufgang der Sonne oder in der Morgendämmerung.“

Depressiv/Herpes zoster/Rheuma; Anregung und Strukturierung der Empfindungsorganisation (Depression/Bettnässen) schlecht heilende Wunden,schmerzhafte rheumatische Syndrome, mechanische Irritationen des Zentralnervensystems,

Photosensibilität der Haut.

Öl: Rückenschmerz, Wurzelreizsyndrom, Muskelrheuma

Blutkraut, Hartheu, Jesuswundenkraut, Johannisblut, Konradskraut, Wundkraut

Heimat: Ursprünglich aus Europa/Sibirien. Weit verbreitet von Mittelsibirien bis China und Nordafrika. In Ostasien, Nord- und Südamerika, Australien und Neuseeland eingeschleppt.

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Flavonoide, Harze, Gerbstoffe, Hypericin.

Verwendung: Paracelsus: wundheilend, antiseptisch und ausleitend. Er sah in der porenähnlichen Durchlöcherung der Blätter, dass die Pflanze bei allen offenen Stellen der Haut, sowohl innerlich als auch äußerlich, eine Hilfe sei und auch hilft, etwas über die Poren auszuscheiden.

In der Tat regt Johanniskraut die Blutzirkulation an und trägt Aufbau- und Ernährungsprozesse bis in die Nerven- und Sinnessphäre hinein.

Mit seinen beruhigenden, schmerzlindernden und wundheilenden Eigenschaften hilft es nicht nur bei Witterungsschäden, Schrunden und Reizungen der Haut, die mit Rötungen einhergehen, sondern auch bei leichten Verbrennungen. Einreibungen mit dem charakteristischen "Rotöl" helfen bei Nervenschmerzen, Rheuma, Hexenschuss und Verstauchungen. Zur Stimmungsaufhellung wird das Johanniskraut innerlich bei Depressionen eingesetzt.

Auch das Bettnässen, das meist seelische Ursachen hat, kann damit behandelt werden.

Photosensibilisierung? Tatsächlich reagiert die Haut nach seiner innerlichen Anwendung stärker auf Sonneneinstrahlung. Das konnte man jedenfalls bei Tieren beobachten: Bei Weidetieren mit heller Haut, die viel Johanniskraut gefressen hatten, fand man Hautausschläge und Bläschenbildungen.

Beim Menschen konnten solche Effekte, wenn überhaupt, dann erst nach einer drastischen Überdosierung mit Johanniskraut-Präparaten erreicht werden.

Dieser Effekt tritt nur sehr selten auf, wenn Johanniskraut äußerlich, zum Beispiel als Öl angewendet wird. Hier hilft es, im Gegenteil, sogar bei der Nachbehandlung von Sonnenbrand beruhigend auf die Haut.

Wissenswertes: Der Name Hypericum soll daher rühren, dass man durch die hellen Sekretbehälter der Blätter hindurchschauen kann

(griechisch hyper = über, ericos = Bild).

Um das Johanniskraut ranken sich viele Legenden. Eine davon besagt, dass es aus dem Blut Johannes des Täufers hervorgegangen sein soll, nach einer anderen Version soll Johannes unter dem Kreuz Christi die vom Blut des Erlösers getränkte Pflanze gesammelt haben. Die daraus entstandene Namensgebung Johanniskraut wurde maßgeblich dadurch unterstützt, dass die Ärzte und dienenden Brüder des Johanniterordens, deren Namenspatron Johannes der Täufer ist, Hypericum schon zur Zeit der Kreuzzüge besonders gerne zur Wundbehandlung einsetzten.

In seiner Wut über die außerordentliche Heilkraft soll der Teufel mit einer Nadel über das Kraut hergefallen sein und es tausendmal durchlöchert haben. Für diese Legende sprechen die vielen schwarzen Punkte der Öldrüsen auf den Blättern die, hebt man sie gegen das Licht, wie Nadelstiche aussehen.

Den roten Saft, der beim Zerreiben der Blüten hervorquillt, deuteten man bei den germanischen Völkern als Blut des Sonnengottes Baldur, der sich immer zur Zeit der Sonnenwende der Erde opferte.

Das Johanniskraut gibt sich wie keine andere Pflanze der Sonne hin und gehört zu den magischen Pflanzenwesen der Sommersonnenwende.

Wenn sie zu Johanni (24. Juni), drei Tage nach der Sonnenwende, in schönster Blüte steht und die volle Kraft der Sommersonne in sich trägt, soll sie am heilkräftigsten sein. Jetzt hat das Licht seinen Höhepunkt erreicht, und die Sonne hält Hoch-Zeit mit der Erde. Zu Ehren dieses Tages der Verbindung des Lichtes mit der Erde, des Geistes mit der Materie, feierten die Menschen seit Urzeiten große Feste. Dieser Tradition folgend kann man bis heute die Sonnwendfeuer in der Sonnenwendnacht leuchten sehen.

Wegen seiner Fähigkeit, Dämonen zu verjagen, wurde das Johanniskraut auch als "fuga daemonum" (Jageteufel) bezeichnet und an die Türen und Fenster der Häuser und Ställe gesteckt, um Gewitter und Behexung fernzuhalten.

In WALA Arzneimitteln findet sich Johanniskraut in Präparaten wie zum Beispiel Passiflora Nerventonikum*, das unter anderem bei Erschöpfungszuständen,Unruhe oder Schlafstörungen eingesetzt wird.

Passiflora Nerventonikum wa

Anregung der Lebensorganisation und Harmonisierung ihres Zusammenwirkens mit der Empfindungsorganisation bei vitaler oder nervöser Schwäche, z.B. Schlafstörungen, Unruhe- und Erregungszustände. Dieses Arzneimittel enthält Sucrose. 1 Teelöffel (5 ml) Sirup entspricht ca. 0,2 Broteinheiten (BE). Passiflora Nerventonikum kann schädlich für die Zähne sein (Karies).

Repertorium:                                                                      [C. Hering]

Gemüt: Singen, darauf Weinen und lautes Schreien mit Schnappen nach Luft.

Irrt sich schreibend; lässt Buchstaben aus; vergisst, was sie sagen wollte; konfus.

Zunahme der intellektuellen Kraft. Erotische Ideen; Hirn erregt „Wie nach Tee“.

Sieht Geister, Gespenster. Delirium. Angst; auch bei Meningitis. Melancholie.

Reizbar, ist geneigt leicht scharf zu sprechen; schlief schlecht, matt erwachend

Folgen von Schreck.

Schwindel: Nachts mit Harndrang.

Nachts eine summende Empfindung im Scheitel, „Als ob etwas Lebendiges im Hirn“

Singen, darauf Weinen und lautes Schreien mit Schnappen nach Luft.

„Als würde sie hoch in die Luft gehoben“; wobei sie durch die Angst gequält wird, dass die geringste Berührung o. Bewegung sie aus ihrer Höhe herunterstürzen würde;

mit Kopfschmerz.  Nach einem Fall auf dem Kopf

Kopf. Schwere und Schwindel im Kopf.

Asphyxie nach einem Fall; wenn stoßende o. schießende Schmerzen eintreten.

Dumpfer Kopfschmerz; Kopf ist schwer, morgens.

Brennen im Scheitel, Hitze, Pulsieren (nachmittags).

Reißendes Stechen im Gehirn; Pulsieren, meist auf dem Scheitel. Meningitis.

Nach einem Fall Kopfschmerz mit Wehtun der Augen.

Nachmittags Empfindung in Stirn, „Als ob berührt mit eiskalten Hand“

worauf eine krampfhafte Kontraktion im r. Auge gefühlt wird.

Kopf heiß, Pulsieren in Karotis. Schädelbruch; Knochen gesplittert.

Haar feucht, übrige Körper brennend heiß. Nach Frühstück Druck in l. Schläfe.

Augen: Gestörten Blickes starrt Leute mit stieren Augen an; dabei Pupillen erweitert.

Stiche im r. Auge.  Gerstenkorn am l. untern Augenlid.

Ohren: > Schmerz der Synechia.   Ohren heiß; Schorf am Ohr.

Gehör empfindlich während Katamenien. Flüchtige Stiche durch das Ohr.

Nase: Außerordentlich feiner Geruchssinn  lästige Trockenheit innerlich

Niesen mit Hinterlassung rauen wunden Gefühls im Rachen. L. Nasenloch trocken mit Krusten . Nase innen wund und juckt;  stochert dauernd in Nase.

Gesicht: Leidender Ausdruck/heiß/gedunsen. Meningitis. Backen rot (erysipelatöse)

Dumpfer Gesichtsschmerz; Schmerz in Brauen/Nachmittags/Abends; < + Schlaf störend.

Kopfschmerz erstr.  bis Jochbein/Backe. Roter Ausschlag an beiden Backen; Kinn und Nase trocken mit dünnen Krusten; manchmal feuerrot und gelbe Tropfen ausschwitzend.

Gelbgrüner Schorf, darunter wird Haut rissig und nässt.

Ausschlag um Mund und am r. Ohr  Lippen trocken, danach Hitzegefühl

Zähne: Nachts Schmerz im schlechten Zahn; ruhelos, wach; > Liegen auf betroffenen Seite und bei ruhigem Verhalten.

Zunge etc: Geschmack: fade/blutig. Zunge weiß/gelb belegt/mit Durst Meningitis.

Mund: Trockne, brennende Hitze im Mund und an Lippen.

Schlund: Räuspernd kommt etwas hellrotes Blut herauf.

Schlund und Bauch sind aufgetrieben. „Als ob sich Wurm im Rachen bewegte“.

Nach einem Schreck o. bei ängstlichen Gefühlen steigt es heiß im Ösophagus auf.

Magen: Verlangt, Widerwillen: Verlangt warme Getränke. Meningitis.

Durst, weiße Zunge; morgens nach Hitze und Delirium.

Verlangt Wein/Pickles morgens und abends gesteigerter Appetit.

Geschmacklos. Rülpsen beim Wasser Trinken.

Tabakrauchen schmeckt nicht gut.

Nach Frühstück Kopfschmerz, Aufstoßen, gastrische Symptome; Druck im Magen zum Rücken; Gliederschmerz. Nach Abendessen Blähungen und Durchfall

Übelkeit und Erbrechen: Aufstoßen: geschmacklos; bitter; hindert nachts Schlaf

 Allmorgendlich Übel + schwach

Übel.

Nach Magenschmerz, Übelkeit und Durchfall mit Frost.

Bauch: Stechender o. schleppender Schmerz im r. Hypochondrium.

Zur Zeit der Katamenien kneifende Schmerzen. Durchfall/Stuhl etc.:

Bauchauftreibung, zerreißende Schmerzen in Eingeweiden wecken nachts auf.

Tympanitische Bauchauftreibung; > Stuhlgang  Schneiden im Bauch, in Nabelgegend.

Abends o. morgens lockere, gallige, gelbe Stuhlentleerung.

Stuhl: Cholera morbus, schleimige Stuhlentleerung. Morgens Trockenheitsgefühl im After.

Sommerdurchfall bei Hautausschlägen. Durchfall treibt morgens aus dem Bett

Verstopfung.; heftiger Tenesmus mit Abgang einer harten kleinen Kugel.

Erwacht mit Auftreibung des Bauches, > nach Stuhlgang

Harnorgane: Geschwulst und Härte der weiblichen Harnröhre mit Brennen, Wundheitsgefühl +  empfindlich; besonders durch Instrumente gegen Uterusvorfall

Nachts Harndrang mit Schwindel. WENIG

Harn: blutig/trübe/von eigenartige Geruch.

Männliche Geschlechtsorgane: Erregt, Reißen in Geschlechtsorganen mit Harndrang.

Weibliche Organe: Menses zu spät; mit Spannung in Uterusgegend „Wie vom festen Band“; an Quantität vermehrt; 3 Tage vor Erscheinen Bauchkneifen, Durchfall, kalte Füße; Kopfschmerz, drehender Schmerz über Augen, > Bewegung; Rückenschmerz + wehem Schmerz im Bauch, Empfindlichkeit des Gehörs. Leukorrhoe mit verspäteter Menses, Herzklopfen, Druck im Kreuz und Schwere in unterem Bauch

Leukorrhoe bei einem Kind, milchig aber wund fressend. Schwangerschaft:

Eintritt der Wehen verzögert sich. Heftige Nachwehen im Sakrum und Hüften mit Kopfschmerz; nach Entbindung mittels Instrumenten.

Larynx: Heiser, Kratzen und Rauheit im Larynx/im oberen Teil des Pharynx/ Nasenlöcher, bei nebliger Wetter

Atmung: Asthmatische Krampfanfälle beim Wetterwechsel vom klaren zum trüben, o. vor Stürmen; nach Verletzung des Rückgrats durch 1 Jahre vorher geschehenen Fall.

Husten: Anfälle kurz, bellend.  Meningitis. Nervensystem betrofFEN.

Krächzender Husten vom Reiz im Halse verursacht, gesteigert durch Hitze und kalte Luft Morgens trockner Husten und Hinfällig. Keuchhusten, < 18 22 h. Lungen:

Brust: Vormittags Angst in Brust mit kurzem Atem, Schwindel und bitterem Aufstoßen.

Stechen in l. Brust, < Bewegung  Schneiden in oberen r. Brust, dann in unteren l.

Nach Frühstück dumpfer Druck in r. Brust  7e Rippe nach unten.

Stiche unter Mammae Stechender, brennender Schmerz an Rand des l. Brustmuskels.

Hals, Rücken: Schneiden zwischen Schulterblättern. Rückenlage mit nach hinten über ruckendem Kopf. Nach Fall zwingt geringste Arm-/Halsbewegung zum Schreien; Zervikalwirbel empfindlich gegen Berührung.  Folgen der Rückgratserschütterung.

Ganze Rückgrat empfindlich; Schmerzparoxysmen in Gelenken beim Wahnsinn.

Morgens Stechen nahe dem Rand des r. Schulterblatts in Nähe des Rückgrats. Kreuzstiche.

Empfindlicher Schmerz und Lähmigkeitsempfinden im Kreuz.

Nach Fall auf Coccyx Schmerz + unfällig zu gehen o. sich zu bücken.

Glieder: Fliegende Schmerz in r. Schulter. Schneiden unter l. Schulterblatt.

Bei jeder Inspiration Stiche oben auf Schulter. Spannung in beiden Armen + Händen

Druck an Insertionsstelle des r. Deltoides  Taub im l. Arm; > Reiben. Schmerz verläuft längs des l. Nerv. medianus. Schneiden in fleischigen Fingerkuppen.

Schwächendes Ziehen an Unterschenkelvorderseite; durchschießende Schmerz, wie im Periost ansässig. Sitzend l. Bein taub/kalt.

Füße fühlen pelzig, „Wie mit Nadeln gespickt“.

Gelenkrheuma (Knie) mit Ausschwitzung um Gelenk und schlammiger Urin, sieht haus  wie Bodensatz von Bier  Furchtbare, scharfe Schmerz in Knien, kann sie kaum berühren

„Als ob l. Fuß verstaucht o. verrenkt“. Prickeln in Füßen liegend im Bett.

Peinigende Schmerz in Geschwüren (> Äußere Umschläge).

Prickeln in Händen und Füßen, „Als ob taub“; Gefühl von Schwäche und Zittern in allen Gliedern. „Wie Lähmung“ im l. Arm und r. Fuß.

Kann nicht gehen/Rückgrat = betroffen

Lage etc.:  Fürcht vor Bewegung, sollte nicht gehen, schrie, wenn man sie auf eine andere Stelle heben wollte. Geringste Armo. Halsbewegung zwingt zum Schreien.

Nerven: Verhütet Kinnbackenkrampf bei Wunden in Sohlen, Fingern o. Handflächen.

Konvulsionen von Schlägen auf Kopf. Gliederzucken. Konvulsion nach geringsten Verletzung o. Erschütterung.

Epilepsieartige Krämpfe nachdem man sich an irgendetwas gestoßen hat.

Müde erwachend, diese geht mittags vorbei.

Schlaf: Beständig schläfrig Krampfhafte Rucke in Armen o. Beinen einschlafend; Zuckungen. Träume: voll Tätigkeit/vom Reißen/lebhaft/quälend.

Müde erwachend, > mittags; fühlt sich erfrischt; Eingeweide aufgetrieben.

Frost, Fieber, Schweiß: Frost, darauf Hitze mit Schweiß an Händen und Füßen.

Schauder über ganzen Körper, mit Drang zum Urinieren. Hitze, mit Delirium, mit starrem Blick, heißem Kopf, Pulsieren Karotis, hochrotem, gedunsenem Gesicht, feuchtem Kopfhaar, brennend heißer Haut, Beklemmung und Angst.

Empfindungen: Muskeln überall empfindlich, wie zerschlagen.

Gewebe: Verletzte Teilen, reich an sensible Nerven, besonders Finger/Zeh/ Nagelbett.

Zerreißungen, unerträgliche Schmerz zeigt ab, dass Nerven ernstlich in Mitleidenschaft gezogen sind. Lokale Kongestionen: nervöser Erethismus mit o. ohne Blutungen; starke Nervendepression nach Verwundungen.

Es beschränkt immer und bringt manchmal Geschwür-/Schorfbildung zum Stillstand.

Außer Nervengeweben Gelenke betroffen, alle Gelenke „Wie gequetscht“.

Berührung, Verletzungen etc. :

Stichwunden tun weh; wenn man auf Nägel getreten, von Ratten gebissen wurde etc.; es verhütet Kinnbackenkrampf. Quetschwunden, wie zermalmte Finger, besonders Spitzen.

Nervenverletzungen, mit quälenden Schmerzen. > Schmerz in alten Narben .

Schmerz in Wunden vor Eiterbildung. Rheuma, Schwielen an Fußsohlen, Hühneraugen etc. wenn Schmerz stark (Nervenbeschwerden).

Asphyxie nach einem Fall. Krämpfe nach Stoß o. Schlag auf den Kopf.

Haut: Beim Auskleiden starkes Jucken besonders in der Gegend am Sakrum.

Haut rauh „Wie voll kleiner Knoten“. Pickeln an Stirn/Hals/Rücken/Hüften.

Flechten beginnen mit wunden Stellen und harte, gelbe Krusten mit heftigem Jucken bilden. Empfindlicher Ausschlag, „Wie Nesselausschlag“ an den Händen.

 

HYPERICUM PERFORATUM (hyper.)

   *   Injuries to nerves and spine.

MIND:   MENTAL/EMOTIONAL SYMPTOMS after injuries (Nat-s); depression,

       dullness, forgetfulness, hysteria;        < before tunderstorm.      Mistakes in writing.

       Forgets what wanted to say.   Delusion of voices of death people.

     Feels as if lifted in the air.   Fear of falling from height, downward motion (Bor).

GENERALITIES:      INJURIES to parts RICH in NERVES (Led).

     PAIN: SHOOTING, UPWARD, ALONG NERVE.

     Prevents tetanus (Led).   Convulsions after injury, esp. to spine, head (Nat-s).

     Ailments from PUNCTURED WOUNDS, lacerations, bites of animals; after

       operations.   Ailments of shock, fright, mesmerism.

     Phantom pains (All-c/ Staph).   < Foggy weAter.

FOOD/DRINKS:   Desiere: Warm drinks.            VERTIGO:   When urging to urinate.

HEAD:  As if touched by ice cold hand.   Throbbing and heat in vertex, < closed room

FACE:       Eruptions around mouth.  TEETH:   Ailments after dental procedures     

FEMALE GENITALIA:   After-pains after instrumental delivery.

CHEST:   Scirrhus of breast after injury.

BACK:   INJURIES to SPINE, COCCYX (Sil).   Pain shoots up the spine and down

       limbs.   Bruised coccyx after labor.

EXTREMITIES:   Neuritis.   Injuries to finger tips.

     Needle or splinter, under nail, in finger or footsole (Led).   Rheumatic pains.

SKIN:    Painful scars.

 

Hyper

Gemüt: im Allgemeinen (vor einem Gewitter)

Angst (während Fieber)/Furcht (zu fallen/zu stürzen/Abwärtsbewegung)

Auf-/Zusammenfahren („Wie“) durch Schreck/im Schlaf/leicht)

Beschwerden durch Verletzung, Unfall (Gemütssymptome durch)/Schreck/ seelischen Schock

Beten

Bewusstlos durch Gehirnerschütterung/nach Anstrengung/ Betäubung

Delirium (im Schlaf/rasend/kann geweckt werden, um Fragen zu beantworten)

Empfindlich (gegen Schmerz)

Erschöpft geistig (durch Verletzung)

Erschreckt leicht (über Kleinigkeit)/erregt (abends)

Faul

Macht Sprechfehler (stellt Worte an falsche Stelle/benutzt falsche Worte (statt l. Seite sagt r. und umgekehrt)/buchstabierend)/schreibend (lässt etwas aus (Worte/Buchstaben)/falsche Worte)

Fleißig, arbeitsam, Arbeitswut

Gedanken sexuell/lasziv, lüstern/Gedächtnisverlust nach Kopfverletzung/Hirnerschütterung/bei Aphasie/Gedächtnisschwäche (für das, was er gerade sagen will)

Verlangt/abgeneigt geistige Anstrengung/Geisteskrankheit, Wahnsinn durch unerträglichen Schmerz/Geisteskraft erhöht

Hoffnungsvoll

Hysterie (Verletzung des Steißbeins)

Reichtum an Ideen, Einfälle, Klarheit des Geistes

Nüchtern, besonnen

Reizbar, gereizt/Raserei, Tobsucht, Wut

Religiöse Gemütsstörungen

Ruhelos (während Hitze/erwachend/nachts/morgens (erwachend)

Schreit

Singen (gefolgt von Schreien und Weinen/im Schlaf)

Spricht (wild) im Schlaf/scharf, bissig, mit spitzer Zunge

Stumpf nach Kopfverletzung/morgens

Tollwut, Hydrophobie

Traurig (durch Verletzung/abends/morgens)

Verwirrt geistig (i.B. auf Identität/Dualitätsempfinden/erwachend (morgens)

Verzweiflung beim Schmerz

Wahnideen Stimmen von Toten/sei zu schwer fürs Bett/schwebt in der Luft/wird in der Luft in Schwebe gehalten und nicht im Bett liegen/sei leicht/Gespenster/Geister/Gestalten/würde hoch (in die Luft) gehoben/Hirn sei erregt („Wie“) nach Tee/würde nicht auf Bett liegen erwachend um 4 h

Weinen abends

Schlaf: Erwacht durch Übelkeit/durch Träume/zu spät/wegen Schwindel/zu früh

Gähnen (morgens)/Einschlafen spät

Ruhelos/in Rückenlage/Kopf nach hinten gebeugt/Kopf ins Kissen gebohrt

Unerquicklich/schläfrig (beim Mittagessen/während Frost/anhaltend/bei Anämie/ abends 18 h /nachmittags nach Essen/17 h)/schlaflos durch Gedankenandrang/ Erschütterungen (nach Mitternacht 4 h

Träume: Wecken auf/Verworren/nicht erinnerlich, bleiben nicht im Gedächtnis/zu Steigen/ Schrecklich/Reisen/Pferde/Lebhaft/Klettern/Kämpfe/Jagd/Gott verstößt ihn/Gewissensbisse/Geschäft (vernachlässigte)/Erschöpfend/Erotisch/sehr Beschäftigt zu sein/Ängstlich

Frost: vor Urinieren/bei Harndrang/Frösteln bei Harndrang

Fieber: Trockene Hitze/Hektisches Fieber

Schweiß: Schlaf nach Erwachen/Morgens (6 9 h) (nach Erwachen)

Haut: Gefühllos, taub/Ameisenlaufen/Ekchymosen

Geschwüre (phagedänisch/Absonderungen übel riechend)

Rau/Narben schmerzhaft werden schmerzhaft/fein stechend/nach oben schießend/Brennend/Keloid/Jucken < Entkleiden/Insektenstiche

Hautausschläge Urtikaria abends/Pickel/mit gelbe Krusten/Herpes trocken

Allgemeines: diagonal, kreuzweise l. oben und r. unten/abends 18 h/nachmittags (13 18 h) 17 h

> Absonderungen, Ausscheidungen

Verlangt Aktivität

Ameisenlaufen in äußere Teile

Arteriosklerose

> Baden, Waschen/> kaltes Baden/verlangt kalt zu baden

Bewegung abgeneigt/< Berührung

Blutung innerlich

Empfindliche Knochen/gegen Schmerz

Entzündete Nerven/Gelenke/Wunden

Gefühllos, taub äußerlich

Durch Heben, Überheben, Überanstrengen der Muskeln und Sehnen

< Kälte/< kalte Luft/Erkältungsneigung/nach Abkühlung, Kaltwerden (<)

Konvulsionen

Lähmung (spastische Spinalparalyse/ spastische Lähmung)/progressive spinale Muskelatrophie

Seitenlage < schmerzlose Seite/< Rückenlage/< berührende Teil

Müde o. matt erwachend

Ohnmacht durch Verletzungsschock/bei Anstrengung

„Wie Pflock, Pfropfen“ äußerlich

Rucke in Muskeln (einschlafend)/übermäßig körperlich reizbar/Zucken einschlafend/im Schlaf/äußerlich (morgens erwachend)/nervöses Schaudern (sitzend)

Schwäche (durch Operation/gehend (vor Mittagessen)/nach Essen/ erwachend/bei Blutungen/aufstehend/nachts/nachmittags (nach Gehen)/mittags (>)/

morgens (erwachend)

Schwarzfärbung äußerer Körperteile traumatisch

Schock(zustand) durch Verletzung/Schlag, Schock/Schmerz

Spannung innerlich/Schweregefühl innerlich

Speisen und Getränke: Abgeneigt: Wein/Essen;                Verlangt: Wein/warme Getränke/heiße Getränke (Milch)/Pickles/Gewürze/gepökeltes Fleisch;

Tetanus Prophylaxe

Unempfindlich

Wetter windiges und stürmisches/< Wetterwechsel/< nebliges Wetter/< nasses Wetter/< nasskaltes/Herannahen von Gewitter/< bewölktes Wetter/< warmen Zimmer.

Wunde/Verletzung/Verbrennung

 

Komplementär: Arn. Calen. X-ray.

 

Folgt gut: Hep. Led.       Gut gefolgt von: Apis. Ars. Bry. Cham. Hell. Rhus-t. Sulph.

 

Vergleich: Liebt Ca; Enthält: Camph-ähnlicher Substanz + Furocumarine; Calen. Coca. Ruta.

DD.: Arn. Led. Mez. Nat-s. Rhus-t. Staph. Calen. Ruta. Coff.

Kann ergänzt werden mit Carneol.

Hypericum flos w                   Hypericum herba w                                               Hypericum öl w

Siehe: Malphigiales + Erste Hilfe+ Hölle+ Morphium+ Fotosensibilisierende Substanzen + Anhängsel (Thomas Cowan/Bertram von Zabern) + Begleiter

Hypericumgruppe

Haru-ma. = Hyper-ähnlich

Hell. hat Visc-ähnliche Wirkung/= Hyper-ähnlich/enthält Dig-/Squil-/Bufo-ähnlich-glykoside.

Helod-c. = Hyper Schießen.

Hyper = Arn für nervenreiche Teilen/= Arsen. + intensiv /= pflanzliches Arsen

 

Unverträglich: Käse/Bier/Wein/Hefe/Feigen/Choc. Sonnelicht direkt o. indirekt

WIRKT Empfängnisverhütung entgegen

 

Antidotiert: Cocain (Depression). Drogen. Dig. Plb-met. Tetan. magnetisierende Behandlungen mit den Händen.

Johanniskraut und "die Pille"

Kann bei leichten depressiven Verstimmungen helfen, aktiviert bestimmte Enzymsysteme in Leber und Darm, über die viele Stoffe (zahlreiche Arzneimittel) abgebaut werden. Die Abbauprodukte scheidet der Körper wieder aus. Auf diese Weise kann Johanniskraut die Wirksamkeit von Cholesterinsenkern wie Simvastatin, Verhütungsmitteln oder

dem Asthma-Mittel Theophyllin abschwächen.

Allopatisch Medizin. lindert Schmerz nach Operation > als Morph. verletzte Nerven nach Tierbissen.                                          Vorbeugend: Tetanus.

Antidotiert von: Ars. Cham. Sulph.

 

Wirkung: 17 Tage            lymphatisch/lithämisch/nervös/hydrogenoid/antidepressivum/choleirisch/sanguinisch/fotosensibilisierend/antibakteriell

Sensibilisiert vor Sonnelicht                  l. oben nach r. unten             

Allerlei: N.Halbrund   trockner + sonniger Boden  hat 2 Leisten am Stengel

Luft/Sonnegeprägt, Baldur  Schutz gegen Zauberei/macht Lichtempfindlich

Beeinflusst Stoffen in Synapsenräume der Nerven (Serot u.a.)

erzeugt keinen Honig, aber BlütenpolLEN/Kargen Boden

Stengel HART + 2 Langkanten + mit Mark gefüllt/80 100 cm.

ätherisches Öl

 

Phytologie: Sammeln: Blütengipfel + Stielen (Blütezeit/ganzes blühendes Kraut/Samen (reif)

Antiviral        

Leber/Gallenblase                          Magenentzündung                       Wechseljahren.

Rezept: frische Blüten im Glas zupfen/mit Olivenöl übergießen/40 Tagen in Sonne stellen/an kühle Tagen warm stellen/abseihen/eventuelle wasser-ähnliche Rückstände absaugen/dunkel

aufbewahren in dunkles Glas.

Verletzungen/Wunden/Nerven/Geschwüren/nach Operation/Lähmung durch Erschütterung.

The ancient Greeks and Romans: ailments, including sciatica and snake bites.

It was also used to ward off evil spirits. The name Hypericum is from Greek: "over an apparition".

Anti-depressant. kann Abbau von Medikamenten beschleunigen und eine Chemotherapie unwirksam machen.

[Hobbs (1996)], there are 400 species of Hypericum worldwide, divided into two main families of which the morphological and chemical differences are minimal.

Hypericum in homoeopathic preparation is known as a great remedy for injuries to nerves, as well as ulcers and lacerated wounds, and is also indicated for sadness and melancholy [Hoffmann, 1988].In herbal tradition it is used for mild depression, neuralgic pain, and topically, to speed the healing of wounds

 

[Dr. rer. nat. Frank Herfurth]

(Tüpfel-)Johanniskraut, Johannisblut, (Tüpfel-)Hartheu, Liebfrauengras, Teufelsflucht, Blutkraut, Herrgottwundenkraut, Sonnwendkraut, Mannskraft, Konradskraut, Hexenkraut, Jagateufel, Herrgottsblut, Maria Bettstroh, Elfenblut, Frauenkraut, Waldhopfen, Tausendlochkraut.

 

All diese unterschiedlichen Namen beschreiben doch ein und dieselbe Pflanze: das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum). Es handelt sich um die in der Medizin und Volksheilkunde benutzte Pflanze, die in vier Unterarten vorkommt:

    Das Gewöhnliche Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum perforatum)

    Das Breitblättrige Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum latifolium) mit breiteren Blättern und größeren Blüten

    Das Kleinblättrige Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum microphyllum) mit kleineren Blättern und kleineren Blüten

    Das Schmalblättrige Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum angustifolium), praktisch ohne vorhandenes Rutin und daher weitgehend unbrauchbar für die medizinische (pharmazeutische) Verwendung.

!!! ACHTUNG !!!

Johanniskraut-Präparate zur Anwendung bei mittelschweren Depressionen sind seit 1. April verschreibungspflichtig!

Bitte im Zweifelsfall in der Roten Liste nachsehen!

Die mehrjährige Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden.

In jedem Frühjahr bildet der weitverzweigte Wurzelstock neue Triebe.

Die Stängel verzweigen sich oben vielfach und treiben aus kleinen Knötchen jeweils zwei blassgrüne Blätter, die sich gegenüberstehen.

Wenn man die länglich ovalen Blätter gegen das Licht hält, wirken sie wie zerstochen, daher rührt auch der exakte Name Tüpfel-Johanniskraut.

Es blüht von Juni bis September leuchtend gelb. Johanniskraut braucht trockene, kalkhaltige und sonnige Standorte. Es wächst bevorzugt auf Wiesen und Feldern, an Weg- und Waldrändern und an sonnigen Hängen.

Frische Blüten des Johanniskrauts färben sich beim Zerreiben rot und wurden schon in früheren Jahrhunderten als mystische Heilpflanze verwendet. Vielerorts erhielt es daher den Namen Johannisblut. Johanniskraut hat ein breites Wirkungsspektrum. Erst vor wenigen Jahren wurde entdeckt, dass das Kraut direkt im Gehirn wirksam wird und gegen Angstzustände, Unruhe, Depressionen und Stressfolgen wie vegetative Dystonie, Bluthochdruck und Nervosität wirksam ist.

Man nennt das Johanniskraut auch „Balsam für die geplagte Seele“. In alten Kräuterbüchern wurde seine Wirksamkeit bei Leberleiden aller Art hochgeschätzt.

Außerdem besitzt das Kraut hervorragende heilungsfördernde Wirkungen bei Wunden, Quetschungen und Narben.

Auch heute noch verwendet man das Kraut bei Verdauungsbeschwerden und Entzündungen im Bereich der Gebärmutter und der Harnwege. Die Nebenwirkungen: Johanniskraut kann bei vielen Menschen eine Überempfindlichkeit gegen Licht hervorrufen.

Anwendungsgebiete für Echtes Johanniskraut:

    Stress und Stressfolgen

    Vegetative Dystonie

    Angstzustände, Depressionen, Nervosität, Unruhe

    Verdauungsbeschwerden

    Leberkrankheiten

    Regelstörungen

    Harnwegsinfekte

    Bettnässen

Johanniskraut ist eine sehr alte Heilpflanze. Seine krampflösende und blutdrucksenkende Wirkung bei innerlicher Anwendung ist schon lange bekannt. Für die äußere Anwendung eignet sich Johanniskraut besonders wegen seiner narbenbildenden und entzündungshemmenden Wirkung bei Verletzungen, Wunden und Verbrennungen.

Wirksame Bestandteile des Krauts sind Gerbstoffe, ätherische Öle, die Farbstoffe Hypericin (rot) und Hyperosid (gelb), Flavonoide, Harze sowie antibakterielle Wirkstoffe (z.B. Hyperforin und Adhyperforin).

Für Tees wird der gesamte obere Teil des Johanniskrautes abgeschnitten und an einem lichtgeschützten Platz schonend getrocknet. Das getrocknete Kraut wird kleingeschnitten. Auch die getrocknete Pflanze muss lichtgeschützt - am besten in einer dicht schließenden Dose - aufbewahrt werden.

 

Johanniskrauttee

Bei seelischen und nervlichen Störungen, bei Verdauungsproblemen und Entzündungen wirkt ein Tee aus Johanniskraut, der nach Belieben auch gesüßt getrunken werden kann:

Einen Esslöffel getrocknetes Kraut in eine Kanne geben. Mit einem Viertelliter kochendem Wasser überbrühen. Fünf Minuten zugedeckt ziehen lassen. Morgens und abends je eine Tasse frisch bereiteten heißen Tee trinken. Der Tee muss kurmäßig mindestens zwei Monate lang genommen werden, da die Wirkung auf die Psyche erst nach zwei bis drei Wochen einsetzt.

Man kann auch Baldrian, Hopfen und Johanniskraut kombinieren, die Mischung wirkt in manchen Fällen besser.

Johanniskrautöl und Johanniskrautessenz

Für die Zubereitung von Johanniskrautessenz braucht man eine Handvoll ausschließlich frischer Blüten. Die Blüten setzt man mit Korn oder Wodka (mind. 38 - 40 Vol.-%) an und lässt das Ganze mindestens drei Wochen stehen. Die Essenz eignet sich als Alternative zum Tee bei seelischen Problemen und Stress, jedoch sollte wegen der langen Einnahmezeit dem Tee der Vorrang gegeben werden.

Für das Johanniskrautöl werden die Pflanzenteile unterhalb der Blütenstände abgeschnitten und höchstens einen Tag leicht getrocknet. Dann wird eine Flasche mit einem Fassungsvermögen von

0,7 bis 1,0 Liter damit „gestopft“, bis (scheinbar) nichts mehr hineinpasst. Erst dann gibt man Olivenöl dazu. Es ist erstaunlich, wie viel Olivenöl doch noch in die Flasche passt. Anstelle von Olivenöl kann auch Weizenkeimöl verwendet werden.

Nach mindestens drei Wochen an der Sonne (nicht im Kühlschrank oder einer dunklen Ecke), besser aber nach sechs bis acht Wochen, kann das Öl für den äußeren Gebrauch verwendet werden. Während dieser Zeit sollte das Öl hin und wieder geschüttelt werden.

Nach ca. drei Monaten muss das Öl von den Pflanzenteilen getrennt werden. Dieses „Rotöl“ hält sich mindestens 1 Jahr. Dabei sollte das Öl nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden!

 

 

Vorwort/Suchen                                Zeichen/Abkürzungen                                   Impressum