Babypille (= DES)

http://www.spiegel.de/gesundheit/sex/hormonfreie-verhuetung-alternativen-zur-anti-baby-pille-a-1157354.html

http://www.nfp-online.com/

Die Pille für den Mann Siehe unten

 

Vergleich: Comparison Folliculinum and Diethylstilbestrol (= DES)

Natürliche Verhütung mittels Yamswurzel?

Siehe: Hormonen + Wechseljahren + Geburtsgruppe (Dr. Ing. J. Grätz) + Babypille Anhang (????/Michaela Strassmair

Bekannte Nebenwirkungen der herkömmlichen Verhütung mittels Hormonen („Pille“, „Drei-Monatsspritze“, „hormonbeschichtete Spirale“) aus der homöopathischen Praxis:

Gewichtszunahme, Krampfadern, Zyklusstörungen, sexuelle Unlust, Eierstockzysten, Myome, Eileiterschwangerschaften, Fehl- und Frühgeburten, Kinderlosigkeit (Post-Pillen-Sterilität), Wesensveränderungen bis hin zu Depressionen, genitale Pilzinfektionen, Trichomonaden, Chlamydien, Mastopathie (knotige Verhärtungen des Brustdrüsengewebes) und vieles mehr.

[Callan (1997:32)]

Oral contraceptive therapy should not be given to females before completing puberty or before reaching their full growth potential as these preparations can accelerate epiphyseal closure hence the „safe’ age to start hormone therapy depends on the individuals physical development and sexual maturity but a good guide is menarche.

[Anne Lohmann]

Alle oral aufgenommenen Antikontrazeptiva passieren die Leber und werden dabei abgebaut (First-Pass-Effect). Um dies auszugleichen, wird die Dosierung auf ein Maß angehoben,

das auch jenseits der Leberentgiftung noch Wirkung zeigt. Folge ist eine dauerhafte Leberbelastung bei und nach einer Hormonmedikation.

[Dr. Fred Schmidt]

Amenorrhea after discontinuing birth control pills.

3 major symptoms:

1. Amenorrhea

2. Sore throat prior to menses

3. Bladder irritability prior to menses

 

Levonorgestrel = Ein synthetisches Gestagen der 2. Generation, welches zur hormonellen Empfängnisverhütung (Kontrazeption) eingesetzt wird.

Es dient als Wirkstoff in mehreren hormonellen Empfängnisverhütungsmitteln:

            Antibabypille (in Kombination mit einem Estrogenderivat)

            Subdermales Hormonimplantat

            Hormonspirale (Handelsname Mirena)

            Minipille

            Pille danach (orale postkoitale Kontrazeption)

Levonorgestrel wird darüber hinaus in der Hormonersatztherapie bei Beschwerden in den Wechseljahren eingesetzt.

1) Appetite diminished,

2) Pain in forehead,

3) Nausea during pain in forehead,

4) Pain in hypogastrium,

5) Frequent menses.

 

Sehr häufige Nebenwirkungen:

Schmierblutungen, Zwischenblutungen, Zyklusunregelmäßigkeiten.

Häufige Nebenwirkungen:

verringerter Geschlechtstrieb, depressive Verstimmungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Nervosität, Übelkeit und Erbrechen, Akne, Brustspannen, Brustschmerzen, Schmerzen vor

oder während der Regelblutung, Blutungsverlängerung, Zwischenblutungen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:

Fleckenbildung im Gesicht (Chloasma), Wassereinlagerungen im Gewebe.

Seltene Nebenwirkungen:

Unverträglichkeit von Kontaktlinsen, Zunahme der Körperbehaarung, Hauterkrankungen, Scheidenausfluss, Gewichtsänderung.

 

Bei Verwendung in Intrauterinpessaren ("Spirale")

Sehr häufige Nebenwirkungen:

gutartige Eierstockzysten.

Häufige Nebenwirkungen:

verringerter Geschlechtstrieb, depressive Verstimmungen, Nervosität, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Akne, Rückenschmerzen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:

Stimmungsschwankungen, Migräne, Blähungen, Haarausfall, überschießende Behaarung, Juckreiz, Ekzeme, Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft.

Seltene Nebenwirkungen:

Hautausschlag, Nesselsucht, vermehrtes Schwitzen.

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit:

Brustkrebs.

Bei ersten Anzeichen von Venenerkrankungen aufgrund einer Blutgerinnselbildung (Thrombose), bei plötzlich auftretenden migräneartigen oder ungewohnt starken Kopfschmerzen,

akuten Sehstörungen jeder Art, schweren Depressionen oder deutlichen Störungen der Leberfunktion ist die Behandlung mit Levonorgestrel abzubrechen.

[Süd Deutsche]

Nebenwirkungen: Verhütungsspirale Essure von Bayer (eine Metallspirale in jeden Eileiter):

Unterleibsschmerzen, Zahnausfall, Fehlgeburten: Tausende Frauen leiden, nachdem ihnen die Verhütungsspirale Essure von Bayer eingesetzt wurde.

 

[Holly Grigg-Spall]

Autorin des umstrittenen Buches „Sweetening the Pill” sagt:  „Die Pille wird Frauen mit Akne, PMS, unregelmäßigen, schmerzhaften Perioden gegeben. Sie hat sich zu einem Medikament

für die ‘Krankheit der Weiblichkeit’ entwickelt. Anstatt die Gesellschaft zu ändern, hat die Gesellschaft sich dazu entschieden Frauen zu reparieren.”

[Dr. Amit Saha]

A patient came to me with some side effects of emergency contraceptive tablets (Levonorgestrel ). This drug is usually used in the following condition:

1) Unprotected Sexual Intercourse.

2) Contraceptive Failure.

3) Improper use of Birth Control Method

The patient had the following side effects of Levonorgestrol :

1) Appetite diminished,

2) Pain in forehead,

3) Nausea during pain in forehead,

4) Pain in hypogastrium,

5) Frequent menses.

On the basis of repertorisation results, I gave the patient Nux Vomica 3O, T.D.S. for three days. This remedy cured the patient.

[Melissa Assilem (1996)]:

The contraceptive pill is responsible for depleting the adrenal cortex because of its interference with the normal production of progesterone by the ovaries, causing them to ‘borrow’ from

corticosteroidal sources in the adrenals in order for the menstrual cycle to remain unbroken. Also, this secondary supply of masculinising hormones may be implicated in the over-production

of testosterone in some women with polycystic ovary syndrome, where stress and male pattern hair growth are present.

I found that often, a woman who had been on “The Pill” did not respond to well indicated remedies, and often her symptoms were much worse at the end of her cycle before menstruation.

 

Während der Pillenpause bzw. 2–3 Tg. vor Beginn der Regelblutung eine Gelmenge von 1 Kubikcm auf Tampon plazieren,

abends. in die Scheide einführen und über Nacht wirken lassen. Regelmäßig Anweisung zur zuckerfreien Diät und tgl. Milchsäureprodukte (Jogurt, Sauermilch etc.) als Teil der Diät

[Anne Lohmann]

Antibabypille und Hormontherapie – Nur ein Krebsrisiko?

Heilpraktikerin Anne Lohmann beschäftigt sich mit den Wirkungen und Langzeitfolgen der Antibabypille.

Die Herrschaft über Stimmung und Befinden des Menschen obliegt den „endokrinen Drüsen“, unseren hormonproduzierenden Organen – so wird allgemein angenommen.

Doch sind es wirklich die Hormone selbst, die „verrückt“ spielen – wie so viele Frauen entschuldigend sagen, wenn sie über ihre PMS oder ihre Wechseljahresbeschwerden sprechen? Führen die Hormone wirklich ein Eigenleben, dem wir hilflos ausgeliefert sind, oder ist etwas anderes „verrückt bzw. verrutscht“ – nämlich unsere bewusste Verbindung zu unserer geistigen Mitte?

Mit großer Leichtfertigkeit erlauben wir eine Einflussnahme auf unser hochsensibles Hormonsystem, dessen Botenstoffe sich physiologisch in der Größenordnung einer homöopathischen D12-Potenzierung in unserer Körperflüssigkeit bewegen. Wagen wir einen Blick auf die möglichen Folgen für das Leben und die Entwicklung der vielen Millionen Frauen, die ihre hormonelle Eigenregulation gegen eine hormonelle Standardisierung (Antibabypille) eintauschen:

Ein Blick in die Statistik

85% aller deutschen Frauen unter dem 30. Lebensjahr verhüten. Bei den 30–44-jährigen sind es immerhin noch 73%. Auf Platz 1 liegt mit 55% Anwenderinnen die Antibabypille. Es folgen das Kondom (36%) und die Spirale (12%). 4% der Frauen lassen sich sterilisieren. In der Gruppe der unter 20-jährigen nehmen 75% aller Mädchen die Pille, oft schon vor dem 16. Lebensjahr und bevor sich ein eigenständiger stabiler Zyklus entwickelt hat, doch ihre Nebenwirkungen und Krebsrisiken scheinen sie zu ignorieren oder gar nicht zu kennen.

Besonders fahrlässig ist, dass vielen Mädchen die Pille nicht zu Verhütungszwecken verordnet wird, sondern um schwere Pubertätsakne, starke Zyklustempoanomalien oder Regelschmerzen schulmedizinisch zu therapieren. „Nach mir die Sintflut“ – Was kümmert es eine 17-jährige, ob sie mit 40 ein höheres Krebsrisiko haben wird?

Risiken

Die körperlichen Schattenseiten dieser globalen synthetischen Östrogenflut sind inzwischen gut erforscht. Während der Einnahme der Antibabypille kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  Kopfschmerzen

  Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Avitalität

  Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit bis hin zur Depressionen

  Schlafstörungen mit all ihren Folgeerkrankungen

  Zwischenblutungen / Ausfluss / Candidose

  Gewichtszunahme

  Übelkeit

  Spannung in den Brüsten

  Ausbleiben der Regel

  Verminderung bis Verschwinden der Libido

  Cellulitis

  Bluthochdruck

  gesteigertes Thromboserisiko

  Leberbelastung

  Änderung des Geruchsempfindens

 

Natürlich hofft jede Anwenderin, dass gerade sie davon nicht betroffen ist, und oft geht es ja auch „lange gut“. Wer denkt dann noch, wenn sich über die Jahre das Bindegewebe verändert und die Cellulitis einschleicht, das Gewicht steigt und die Diäten langsam nicht mehr greifen, an die Pille? Ist es nicht das Alter? Wer denkt, wenn die Beziehung nervt und keine Lust mehr auf Sex besteht, an die Pille? Ist es nicht die Schuld des Partners? Und welche junge Frau realisiert, dass ihr olfaktorisches Organ sie unter Einflussnahme der Pille vielleicht zu einer anderen Partnerwahl führen wird als ohne dieselbe?

Wie entfaltet sich die Biografie, wenn eine Frau auf der Ebene ihrer feinsten biologischen Steuerungsmechanismen fremdbestimmt ist? Und wie verändert sich unter diesem Einfluss kollektiv eine Kultur? Vielleicht befinden wir uns gerade im größten medizinischen Langzeitexperiment der Menschheit. Wie soll sich z.B. die natürliche Lust der Frau auf Nachwuchs zur rechten Zeit entwickeln, wenn sie -biologisch gesehen- durch die Pille die ganze Zeit schon „schwanger ist“? Die Gesellschaft klagt lauthals über Kinderlosigkeit, doch warum die einzelne Frau keinen so starken Kinderwunsch mehr entwickelt wie früher, wird nicht richtig hinterfragt.

Die häufigsten Nachwirkungen nach Absetzen der Antibabypille sind:

  Zyklusstörungen

  sekundäre Amenorrhoe von mehr als sechs Monaten

  unerfüllter Kinderwunsch: 10% der Frauen mit Kinderwunsch sind auch ein Jahr nach dem Absetzen der Pille noch nicht schwanger und erleben sich in ihrem Zyklusgeschehen als dauerhaft

  beeinträchtigt

  verfrühtes oder erschwertes Klimakterium

  erhöhtes Krebsrisiko: Wird die Pille 5–10 Jahre lang eingenommen, steigt das Risiko für Gebärmutterhalskrebs auf das Eineinhalbfache, bei 10 Jahre und länger auf das Doppelte.

Beobachtungen aus der Praxis

Dem Aspekt der Belastung eines Großteils der Patientinnen, die unter Einfluss chemischsynthetischer Hormone stehen, wird in der Arzt- und leider immer noch in vielen Heilpraktikerpraxen zu wenig Beachtung geschenkt. Natürlich kommen sie meistens nicht deswegen, sondern aus einem anderen Grund. Die Hormonmedikation steht meistens erstmal nicht zur Debatte. Man lässt das so stehen, mischt sich nicht ein und therapiert, was die Patientinnen therapiert haben wollen – selbst wenn die aktuelle Symptomatik bei näherer Betrachtung vielleicht sogar recht deutliche Zusammenhänge mit dem Einfluss der synthetischen Hormone nahelegt.

In meinem Praxis-Alltag fiel mir auf, dass das Konzept der Vollwertigen Trennkost bei Frauen mit Hormongaben in den Wechseljahren oder unter Pilleneinfluss nicht greift. Eine angestrebte, oft notwendige Gewichtsregulation, die unter dieser Ernährungsform normalerweise mit größter Leichtigkeit zu erreichen ist, blieb immer wieder trotz größter Disziplin der Beteiligten unerreichbar.

Bei Frauen, die kinderlos geblieben und nahtlos von der Pille in die Hormonverordnung der Wechseljahre übergegangen waren, ist oft ein spezieller Teint zu beobachten, eine unnatürliche Rötung, Aufschwemmung der Haut, teigige Verwaschenheit im Ausdruck und Übergewicht. Die Stimme ist oft eher kindlich, das ganze Auftreten konturlos, wenig selbstbewusst. Mir ist diese spezielle Physiognomie bei Frauen in und nach den Wechseljahren so vertraut, dass ich die „Hormongeschichte“ oft schon sehe, ehe ich sie aus der Erstanamnese bestätigt bekomme. Es entsteht der Verdacht, dass die Entfaltung der urweiblichen Kraft, die sich in einer gesunden, unabhängigen Frau im Laufe ihres Lebens vollzieht, hier im Pubertätsalter stecken geblieben ist. Ein Mädchen steckt im Körper einer alternden Frau. Es ist erschreckend, dies in aller Deutlichkeit wahrzunehmen. Von den Frauen wird der Zusammenhang nicht gesehen, Seele und Körper kompensieren ihn oft durch schwere Depression, übersteigerte Aktivität und Einmischung in das Leben anderer. Von Altersweisheit keine Spur.

Hier ein typischer Fallbericht: „Als ich mit 44 die Pille absetzte, hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich Lust auf Sex. Ich kannte mich selbst nicht wieder. Es machte mir wirklich Spaß. Das hätte ich nie für möglich gehalten. 25 Ehejahre lang habe ich mich nur auf Sex eingelassen, weil mir klar war, welches Schicksal meiner Ehe sonst bevorsteht. Ich kannte es ja nicht anders.

Ich hielt es für normal, dass mir als Frau Sexualität weniger Freude macht als meinem Mann.“

Die Patientin war so überrascht von dieser Entdeckung, dass sie die Probe aufs Exempel machte und noch einmal für drei Monate ihre Pille einnahm und dann wieder absetzte. Sie fand ihre Beobachtung bestätigt und war entsetzt. Aber bei wem sollte sie sich beschweren? Das stand zwar alles in der Packungsbeilage – aber sie hat es nicht geglaubt.

Eine andere Patientin (Anfang 30) setzte nach 14 Jahren die Pille aus eigenem Entschluss ab, weil sie Kinder haben wollte. Sie stellte plötzlich eine viel bessere Grundstimmung fest, konnte Farben, Gerüche und Geschmack viel intensiver wahrnehmen, fühlte sich mit sich selbst wesentlich mehr im Einklang, wie ein neuer Mensch. Und auch sie fragte: „Warum hat mir das keiner gesagt?“

Doch bei aller Freude über das neu gewonnene Empfinden weiß sie nicht, was ihr in all den Jahren zuvor alles entgangen ist. Wie hätte sich z.B. ihr soziales Leben anders entfaltet?

Dass es so und ähnlich millionenfach geschieht – daran wird sich vorerst wohl nichts ändern. Wir können aber die Neben- und Nachwirkungen der Pilleneinnahme, v.a. mit Pflanzenheilkunde, zu einem erheblichen Teil abfangen und mindern, mit guter Ernährung, Gewichtsregulierung und Sport die klimakterischen Symptome auf ein Minimum reduzieren, in der Kinderwunschtherapie die „Reproduktionsmedizin“ durch eine menschen- und partnerschaftsgemäße Fruchtbarkeitsförderung ersetzen.

Wege der Pflanzenheilkunde

Alle oral aufgenommenen Antikontrazeptiva passieren die Leber und werden dabei abgebaut (First-Pass-Effect). Um dies auszugleichen, wird die Dosierung auf ein Maß angehoben, das auch jenseits der Leberentgiftung noch Wirkung zeigt. Folge ist eine dauerhafte Leberbelastung bei und nach einer Hormonmedikation.

Mariendistel und Löwenzahn sind die beiden wichtigsten Pflanzen zur Entlastung der Leber. Ich verordne in meiner Praxis jeweils Urtinktur-Präparate (CERES Taraxacum ø und CERES Carduus marianus ø, beide Alcea) für einen Zeitraum von mind. einem halben Jahr. Dies ist sinnvoll nach Abschluss jeder Hormontherapie zur allgemeinen Entlastung und Entgiftung, besonders dann, wenn sich Zyklusstörungen vor der Menopause zeigen und wenn nach Absetzen der Pille der Kinderwunsch nicht in Erfüllung geht. In diesen Fällen sollte zusätzlich die Hypophyse stimuliert werden. Dazu eignet sich das Präparat Phyto-L. Die gleichzeitig zu leistende lokale Anregung der Eierstocksaktivität kann Rosmarin (CERES Rosmarinus ø) bewirken, Kapuzinerkresse (CERES Tropaeolum majus ø) und Meisterwurz (CERES Imperatoria ø) unterstützen diesen Prozess. Weiter empfehlenswert sind täglich temperaturansteigende Fußbäder nach Schiele oder Ganzkörper-Moorbäder, auch eine Umstellung auf zusatzstofffreie, vitale biologische Kost.

„Alles, was echt ist, hilft!“

Als Nahrungsergänzungsmittel ist Propolis besonders passend. Ich verwende in meiner Praxis das Präparat Matricell (St. Johanser). Luna Yoga ist eine Form der Bewegung und Bewusstwerdung,

die auch in höherem Lebensalter die Hormonaktivität der Frau noch einmal zum individuellen Optimum hin aktivieren kann.

Basisheilpflanzen, die den Regenerationsprozess bestens unterstützen, sind der Frauenmantel und Alchemilla. Jungen Mädchen hilft Alchemilla, eine stabile Zyklusfunktion ohne Hormone zu entwickeln, jungen Frauen hilft sie, prämenstruelle Syndrome natürlich zu überwinden, Frauen in den Wechseljahren hilft sie, den körperlichen Wechsel sanft zu gestalten und den seelisch-geistigen gut zu ergreifen, Frauen weit jenseits der Menopause hilft sie, ihre Weiblichkeit noch einmal neu zu definieren, selbstbestimmt zu leben und mit Lust zur „weisen Alten“ zu werden. Frauenheilkunde ohne Alchemilla ist schlicht undenkbar. Es ist die Pflanze der weiblichen Identitätsfindung in unserer so männlichen Zeit.

Wann auch immer sich eine Frau entscheidet, ihr Frau-Sein endlich mit allen Höhen und Tiefen ganz individuell zu entfalten, ob ganz bewusst schon als junge Frau oder erst dann, wenn manche Tore sich schon geschlossen haben und der ein oder andere Preis schon bezahlt wurde – für ein erfülltes Frau-Sein ist es nie zu spät.

 

Antidotiert von: Hypericum

 

[Margret Madejsky]

Post-Pill-Syndrom

Anregungen zur Behandlung von Folgeschäden der Antibabypille mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift Naturheilpraxis

Der Siegeszug der Antibabypille: Der erste Ovulationshemmer, "Anovular", eroberte Anfang der siebziger Jahre den europäischen Markt und führte trotz der damals noch weitreichenden Nebenwirkungen zu einer wahren Reformation der Kontrazeptionspraxis. Die Frau, die vor der "Pillen-Ära" noch die Folgen von vorehelichem Geschlechtsverkehr weitgehend alleine tragen mußte, hatte nun ein Kontrazeptivum an der Hand, das sie mit großer Sicherheit vor ungewollter Schwangerschaft und vor dem damit verbundenen sozialen Abstieg oder den gesundheitlichen Risiken einer

Abtreibung bewahrte.

In wenigen Jahrzehnten verdrängte die Pille zunehmend die anderen, bis dahin üblichen Verhütungsmethoden. Bereits 1984 haben in der ehemaligen BRD schätzungsweise vier Millionen Frauen, d.h. ca. 32% aller Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter die Pille eingenommen (heute geht man von knapp 50% aus)

Der Preis der Freiheit

Daß die hormonellen Kontrazeptiva mit Nebenwirkungen behaftet sind, wußte man schon immer. Die Antibabypille wurde daher stetig weiterentwickelt. Durch geringere Dosierungen und zyklusgerechtere Zusammensetzung wurden Pillenpausen, die dem Hormonsystem eine Regeneration von den hochdosierten synthetischen Hormonen ermöglichen sollten, schließlich scheinbar überflüssig.

Doch trotz aller Bemühungen ist die Liste der Nebenwirkungen lang geblieben. Aber selbst auf den zwei DIN A 4 Seiten, die diese in der "Roten Liste" (O 10) in Anspruch nimmt, bleiben Folgeschäden, die auch nach Absetzen der Pille noch weiterbestehen könnten, unerwähnt.

Nach Absetzen der modernen Ovulationshemmer kommt es laut den Statistiken nur noch in 1-2% (= von vielen Millionen Frauen!) zu einer länger als sechs Monate dauernden Amenorrhoe und diese soll auch nur bei entsprechender Disposition mit der Pille in Verbindung gebracht werden können. Als prädisponiert für eine sogenannte "Post-pill-Amenorrhoe" (=Over-Suppression-Syndrom) gelten vor allem Frauen mit verzögerter Menarche, Oligomenorrhoe, Corpus-luteum-Insuffizienz, anovulatorischen Zyklen und untergewichtige Frauen oder solche, die unter Anorexia nervosa leiden.

Gewiß ist die monatelange Amenorrhoe nach Pillen-Abusus als besonders schwerwiegende Folgeerscheinung relativ selten. Bei einer gesunden Frau normalisiert sich der Zyklus nach Absetzen der Pille im Allgemeinen nach ein bis drei Monaten wieder.

Da aber der höchste Prozentsatz der Pillenkonsumentinnen mit bis zu 75% in der Altersgruppe unter 20 Jahren liegt, sind entsprechend viele "für Folgeschäden Prädisponierte" darunter. Die meisten Fälle von Anorexia nervosa treten in der Altersgruppe unter 20 Jahren auf. Und viele junge Frauen steigen schon im 16. Lebensjahr in den "hormonellen Teufelskreis" ein, ohne bis dahin einen eingespielten Zyklus zu haben.

Am häufigsten suchen Frauen naturheilkundliche Hilfe, die nach Pillenabusus ungewollt kinderlos bleiben oder unter Zyklusstörungen (A-, Hypo-, Oligomenorrhoe oder prämenstruelles Syndrom) leiden. Gerade bei der ungewollten Kinderlosigkeit - bei der es sich meist um ein multifaktorielles Geschehen handelt - taucht erstaunlich häufig der frühzeitige und oft langfristige Pillen-Abusus als eine mögliche Ursache in der Anamnese auf.

Nach Döring werden rund 80% der Frauen mit Kinderwunsch innerhalb von sechs Monaten nach Absetzen der Pille schwanger. Allerdings werden ca. 10% auch ein Jahr nach Absetzen der Pille noch nicht schwanger und die Frauen, die zu diesen 10% gehören, berichten dann nicht selten, daß sich ihr Zyklus nach der Pille nie wieder richtig erholt habe.

Ein ganzheitliches Behandlungskonzept

Wenn das weibliche Hormonsystem nach der Pille wieder aus dem Tiefschlaf erweckt werden soll, dann muß die kausale Therapie genau dort angreifen, wo die Pille den Organismus beeinflußt hat: auf allen Ebenen gleichzeitig!

Nicht alle Patientinnen zeigen das Vollbild des Post-pill-Syndroms mit hypophysär bedingten Zyklusschwankungen, prämenstruellen Beschwerden, geschädigter Leber und chronisch-rezidivierenden Schleimhautinfektionen (Soor, Trichomoniasis).

Daher müssen auch nicht alle Frauen mit allen Mitteln behandelt werden. Aber es lohnt sich, für einige chronische Fälle ein umfassendes Therapieprogramm zu erstellen, das im Einzelfall dem individuellen Beschwerdebild angepasst werden kann.

Isopathie: "Gleiches mit Gleichem"

Nach diesem isopathischen Grundsatz erfolgt die Verordnung von krankheitsauslösenden Erregern oder auch Stoffen. In unserem Fall ist die Antibabypille, die sich aus synthetischen Östrogenen und Gestagenen zusammensetzt, die Ursache und die Nosode "Oestro/Gesta.-Comb." (von Staufen-Pharma) folglich das Mittel der Wahl.

Ähnlich wie in der Homöopathie wird also eine Arznei verabreicht, die in "größeren Mengen" die Beschwerden verursachen könnte, die sie in "homöopathischen Dosen" beheben soll. Man sollte aber unbedingt beachten, daß die physiologischen Hormonkonzentrationen im Körper sich im Bereich einer zwölften Dezimalpotenz bewegen, so daß nur die Hochpotenzen für die Behandlung von Folge-schäden der Antibabypille von Interesse sein können.

Am häufigsten habe ich die D30 über mehrere Wochen hinweg verordnet und je nach Reaktionslage der Patientin ein bis drei Mal pro Woche eine Dosis verabreicht.

Die Nosode Oestro-Gesta ist in ihrer Wirkung ein sanftes Hormonregulans, das man prinzipiell bei allen Beschwerden versuchen kann, die sich auf die Pille zurückführen lassen. Zum Beispiel empfiehlt Schlüren bei "Frigidität durch Antibabypille" alle 14 Tage eine Injektion von Oestro-Gesta D30. Aber auch bei vaginaler Candidose wird es von einigen Gynäkologen neben der antibiotischen Lokaltherapie mit Knoblauchzehen verordnet.

In mittleren Potenzen und häufigeren Gaben hat sich Östro-Gesta auch bei klimakterischen Hitzewallungen bewährt. Auch das verfrühte oder erschwerte Klimakterium ist ein Problem, das unter den Frauen, die jahrelang mit der Pille verhütet haben, häufiger zu sein scheint.

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Fall eines Heilpraktikers (!), der, als er unter nervösen Schweißausbrüchen litt, die Nosode Östro-Gesta sozusagen als "Simile" einnahm. Eine einmalige Dosis der Hochpotenz verschaffte ihm sofortige und anhaltende Erleichterung!

Es bleibt abzuwarten, ob nicht gerade diese Nosode noch einmal zu einem Konstitutionsmittel avancieren wird. Noch ist die Antibabypille mit 35 Jahren relativ "jung" und es existieren folglich auch keine Studien über Langzeitfolgen, die auch die "Post-pill-Generation" erfassen würden. Die meisten Studien erstrecken sich nur über einige Jahre, so daß wir es im Grunde mit einem der größten laufenden Arzneiversuche zu tun haben, dessen endgültige Ergebnisse noch ausstehen.

Homöopathie: "Ähnliches mit Ähnlichem"

Wenn Frauen nach Absetzen der Pille Zyklusstörungen haben und ungewollt kinderlos bleiben, dann werden ihnen meist Präparate mit Mönchspfefferfrüchten  (= Keuschlamm, Agnus castus) verordnet. Bei der Verordnung von Agnus castus sollte man aber sein genaues Wirkungsbild beachten!

Der Mönchspfeffer wurde Jahrhunderte lang von Mönchen zur Dämpfung ihres Geschlechtstriebes gebraucht, denn er machte sie "keusch" wie ein "Lamm". Diese geschlechtstriebdämpfende Wirkung haben die meist recht hochdosierten Mönchspfeffer-Präparate allerdings auch auf die Frau, was als unerwünschte Nebenwirkung insbesondere bei unerfülltem Kinderwunsch ein zusätzliches Hindernis darstellen kann.

Weniger bekannt ist die Tatsache, daß Mönchspfeffer eine der am stärksten die Menstruation verzögernden Pflanzen ist. Nach Madaus kann es durch Mönchspfeffer zu einer Verzögerung der Menstruation um bis zu fünf Tage kommen. Mit der üblichen phytotherapeutischen Anwendung kann eine Zyklusregulierung folglich nur bei der Polymenorrhoe erreicht werden, wohingegen die nach der Pille häufiger zu beobachtende Oligomenorrhoe eine Kontraindikation darstellt.

Beim Post-pill-Syndrom wird die Verordnung homöopathischer Tiefpotenzen, die bereits einen gewissen Umkehreffekt zeigen, daher zweifelsohne erfolgreicher sein.

Mit der sechsten Dezimalpotenz konnte ich eine schnellere und deutlichere Zyklusregulierung erreichen, als sie mit der in einigen Fällen vorangegangenen Einnahme der üblichen Mönchspfefferextrakte zu erzielen war. Auf diese Weise ließen sich auch die Nebenwirkungen (Libidoverlust, Urtikaria) vermeiden. Erfahrungsgemäß zeigt auch Agnus castus D6 noch die zyklusregulierende Wirkung, so daß sich die Verordnung beim Prämenstruellen Syndrom mit Brustschwellung, Depression und Akne vor der Periode bewährt hat.

Ein ebenso wertvolles und viel gebrauchtes Homöopathikum ist auch Pulsatilla, die Kuhschelle. Den meisten dürfte Pulsatilla als Polychrest bei Frauenleiden mit starken Stimmungsschwankungen bekannt sein. Die Launen und die Beschwerden der Frau, für die Pulsatilla als Konstitutionsmittel in Frage kommt, wechseln entsprechend ihrer Blütezeit so, wie man es vom typischen Aprilwetter erwartet.

Pulsatilla hat dieselbe Macht wie die Pille, denn sie kann unfruchtbar machen. Schon der Volksmund sagte von ihr, man dürfe sie nicht über die Schwelle ins Haus bringen, weil sonst die Hühner keine Eier mehr legen würden und das, obwohl sie zu den ansonsten im Volke hochverehrten allerersten Blütenpflanzen des Frühlings gehört. Nach Rhighetti wurde Pulsatilla C1000 an trächtigen

Albinoratten als Interzeptivum, d.h. als homöopathische "Morning-After-Pille" getestet. Das Ergebnis der Untersuchung läßt auf eine Revolutionierung der Geburtenregelung hoffen: ausnahmslos bei allen Ratten, die ihre Dosis rechtzeitig bekamen, wurden die Embryonen von der Schleimhaut resorbiert.

Die homöopathische Pulsatilla ist vor allem in den Fällen von Unfruchtbarkeit angezeigt, wo eine ausgeprägte Verschlimmerung der meisten Beschwerden vor der Regel imponiert, also meist eine Gelbköperinsuffizienz vorliegt. Man hat in wissenschaftlichen Untersuchungen Pulsatilla C30 oder C200 mit einem allopathischen Progesteronpräparat verglichen und konnte bei der Pulsatilla-Gruppe ähnliche Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut und an den Eierstöcken der getesteten Ratten registrieren, wie sie unter der Medikation von dem Gelbkörperhormon beobachtet worden war.

Darüberhinaus ist sie ein wichtiges Emmenagogum. Im homöopathischen Arzneimittelbild finden sich A-, Hypo- und Oligomenorrhoe, die in den meisten Fällen von "Steingefühl" im Unterleib und "Drang, als ob die Regel kommen wolle" begleitet wird. Vor allem die Tiefpotenzen sind menstruationsfördernd und werden in der Geburtshilfe auch zur Wehenförderung gebraucht. Stauffer empfiehlt zur Menstruationsförderung die Hochpotenz, doch dann muß die Konstitution unbedingt übereinstimmen.

Aber auch, wenn das richtige Simile gewählt wurde, kann man nach der Antibabypille oft eine außerordentliche hormonelle Reaktionsstarre

beobachten. Hier führen, wie so oft, mehrere Wege zum Ziel.

Zum einen wirken die subkutan injizierten Homöopathika weit intensiver als die oral verabreichten, weshalb die Eingangsbehandlung eines Post-Pill-Syndroms in der Regel mit topographischen Injektionen beginnt. Der gesamte Beckenbereich bietet sich als Reflexzone für den Unterleib an, aber wirksamer ist die gezielte Injektion in bestimmte Akupunkturpunkte: KG 4, KG 6, KG 7; B 24, B 32, B 31.

 

Tabelle: Differentialdiagnose der wichtigsten Homöopathika

Agnus castus = Mönchspfeffer

Deprimiert, erschöpft, frigide D6:

Hypo- & Oligo-menorrhoe (Ø: Polymenorrhoe)

Alle Variationen möglich D2-6:

Akne, Herpes, Mastodynie,

depressive Verstimmung

Abscheu vor Koitus

Hautleiden & Zyklusstörungen nach Pille;

Sterilität infolge Gestagenmangel

Phytotherapie: Basilikum, Beifuß, Damiana, Rosmarin

Homöopathie: Puls., Phos. Sep.

Isopathie: Corpus luteum, Hypophysis

 

Apis mellifica

hastig, hektisch, linkisch D4:

Amenorrhoe mit Nach-unten-ziehen, als ob die Regel kommen wolle Meist hell mit Klumpen D4-12:

Unruhe

Normal bis erhöht

Hals & Bauch berührungsempfindlich;

Schilddrüsedysfunktion;

Zysten

Phytotherapie: Johanniskraut, Melisse

Homöopathie: Graph, Ign, Nat-m. Puls

Isopathie: Ovarium, Thyreoidea

 

Calcium carbonicum

Fett, frostig, furchtsam, schlaff; oft blond D12-30:

Amenorrhoe (D6: Regel zu früh, reichlich & lang)

Membranös, intermittierend D12-30:

Mastodynie,

Frost,

Kopfschmerz,

Kolik, reizbar,

Rückenschmerz

Schwäche nach Koitus

Hypophysen- & Schilddrüsendysfunktion;

Anämie,

Erkältlichkeit, Polypen, Fettsucht,...

Phytotherapie: Beifuß, Blasentang,

 

Rosmarin

Homöopathie: Graph, Phos. Puls

Isotherapie: Hypophysis, Ovarium, Thyreoidea

 

Graphites

Fett, faul, frostig, frigide, verstopft D12-30:

A-, Hypo- & Oligomenorrhoe,

Anämie

wässrig, wund-machend D12:

Mastodynie, gußartiger Fluor,

Obstipation,

Hautleiden

Empfindungslos

Hypothyreose,

Hautleiden,

Erkältlichkeit, Fettsucht, Anämie

Phytotherapie: Beifuß, Blasentang, Liebstöckel, Rosmarin

Homöopathie: Agnus castus, Calc, Puls, Sep

Isotherapie: Hypophysis

 

Magnesium carbonicum

Eßstörungen; Bulimie;

launisch, erschöpft, empfindlich D6-12:

Hypo-menorrhoe; auch Oligo- & Amenorrhoe;

Regeldrang (im Rücken)

Dunkles Blut; braun, pechartig, klumpig, nachts D6-12:

Angina, Freßlust, Hautleiden, Obstipation, Kopf- & Rückenschmerz,

Unruhe

Verlangen nach Geborgenheit

Folgen von extremer Fürsorge (auch Heimweh!);

Magenstörungen (Hyperazidität)

Phytotherapie: Basilikum, Melisse

Homöopathie: Agnus castus, Phos. Puls. Sep

Isotherapie: Hypophysis

 

Natrium muriaticum

Streß, Kummer, verklemmt, oft magersüchtig D12-30:

Notstands- & Fluchtamenorrhoe;

Hypo- & Oligomenorrhoe der Eßgestörten

Membranös, blaß oder dunkel, auch dünn D12-30:

Alles schlimmer: Kopfschmerz, Depression, Reizbarkeit, Trauer,...

Schmerz beim Koitus

Trockene Schleimhäute,

Hitzeempfindlichkeit, Hyperprolaktinämie,

Hyperthyreoidismus

Phytotherapie: Basilikum, Damiana, Melisse

Homöopathie: Apis, Berb, Calc, Ign, Puls, Sep

Isotherapie: Hypophysis, Thyreoidea, Prolaktin

 

Phosphorus

Furchtsam (Alleinsein, Gewitter,...), sensibel, leicht erschöpft, medial D6-12:

Amenorrhoe;

Fluor statt Periode; Hypomenorrhoe, auch zu früh & zu lang; Zwischenblutungen

Membranös; hellrot, wässrig D6-12:

Alles schlimmer vor der Regel;

Harndrang, weinerlich auch Nymphomanie

Leberstörungen nach Pille;

Uteruspolypen

Phytotherapie: Mariendistel, Melisse

Homöopathie: Agnus castus, Calc, Puls

Isopathie: Corpus luteum, Hepar, Ovarium

 

Pulsatilla pratensis

Schwammig, frostig, launisch, weinerlich, oft blond, religiös; "Apriltag" D4-12-30:

A-, Hypo- & Oligomenorrhoe;

Fluor oder Nasenbluten statt Periode,

Steingefühl & Regeldrang;

scheinschwanger

Wechselt; blaß, dick, braun, schwarz, klumpig,... D4-12:

Depression, Unruhe,

Stimmungsschwankungen,

Rückenschmerzen,

Bauchauftreibung,

Reizblase, Durchfall, Ödeme,...

Abneigung gegenüber Männer

Wechselnde Beschwerden, v.a. Unterleib, Magen-Darm, Lunge; Akne bei Zyklusstörungen

Phytologie: Beifuß, Blasentang, Rosmarin

Homöopathie: Agnus castus, Calc, Graph, Phos.

Isotherapie: Corpus luteum, Hypophysis, Ovrium

 

Sepia officinalis

Xantippe: garstig, launisch, frustriert; oft dunkler, stark behaarter Typ D6-12-30:

A-, Hypo- & Oligomenorrhoe; auch zu frühe, lange & reichliche Menses

Zwischenblutungen. Meist hellrot, stinkend, membranös D6-12:

Harndrang,

Rückenschmerzen,

Abwärtsdrängen,

Reizbarkeit,

Fluor,

Frostigkeit;

Brüste berührungsempfindlich

Schmerz beim Koitus

Leberstörungen,

Bindegewebsschwäche (Senkungsbeschwerden, Varizen,...),

Hirsutismus

Phytotologie: Basilikum, Damiana, Johanniskraut, Mariendistel

Homöopathie: Agnus castus, Nat-m. Phos.

Isopathie: Corpus luteum Ovarien., Gl-suprarenalis, Testosteronum

 

 

Unterstützung aus dem Pflanzenreich

Da die meisten Frauen, die nach Absetzen der Pille die Praxis aufsuchen, eine zu schwache und/oder zu seltene Menstruation haben, ist man versucht, diese Störung mit den üblichen Emmenagoga, (Aloe, Liebstöckel, Petersilie, Poleiminze oder Senna zu behandeln). Doch die meisten der genannten Pflanzen fördern die Menstruation vor allem durch eine Steigerung der Beckendurchblutung. Aloe und Senna können darüberhinaus den Darm reizen und bei Überdosierung zu Darmblutungen führen. Aber die Ursache der Zyklusstörung wäre mit diesen Pflanzen nicht behoben und der Erfolg einer solchen Behandlung ist dann meist nur von kurzer Dauer.

Als die wichtigsten Adjuvantien seien hier daher

 

Basilicum:

Das Prämenstruelle Syndrom, meist von einer schmerzhaften Brustschwellung begleitet, ist wohl eine der häufigsten Leiden, über die nach der Pille geklagt wird. Das volksmedizinisch als Galaktagogum verwendete Basilikum kann vor allem in Form der homöopathischen Tiefpotenz eben diese Brustschwellung lindern, den Zyklus regulieren und die Stimmung aufhellen.

Auch soll Basilikum das berühmte Aphrodisiakum der Mme Pompadour gewesen sein. Sie hat an-geblich vor jedem Schäferstündchen ein Blatt davon zu sich genommen und soll - ohne Basilikum versteht sich - sonst so frigide wie eine Trauerente gewesen sein.

Basilikum ist als mildes Emmenagogum und Aphrodisiakum ein bedeutsames Begleitmittel für die sexuell eher unterkühlten "Graphites-, Natrium muriaticum- und Sepia-Damen".

Das Prämenstruelle Syndrom ist meines Wissens nach die bedeutendste Ursache für die sogenannte Frigidität. Daß die Luststeigerung der Frau -ein östrogenähnlicher Effekt- auch für ihre Fruchtbarkeit wichtig ist, wußten alle bedeutenden Heilkundigen, so daß sie nie versäumten, jeder Rezeptur ein Aphrodisiakum hinzuzufügen!

Schon Paracelsus soll Frauen zur Fruchtbarkeitssteigerung Basilikum verordnet haben. Ich persönlich verabreiche vom 5. Zyklustag bis zum Eisprung Basilicum Urtinktur und nach demselben Basilicum D4, weil das erstere die Lust und die Fruchtbarkeit auf östrogen-ähnliche Weise fördert und Basilicum D4 die Gelbkörper-Phase eher reguliert.

Beifuß:

Eine der wichtigsten Pflanzen zur Anregung des Zyklus ist der Beifuß. Er ist nach der griechische Göttin Artemis benannt, die als Hebamme und "Große Mutter" verehrt wurde. Der Beifuß hat als Heilpflanze eine Jahrtausende lange Tradition und ist heute noch für die die Menstruationsförderung unentbehrlich. In der Französischen Literatur findet man Hinweise darauf, daß Beifuß die Hypophyse anregt und gerade das ist das Ziel unseres Bestrebens, wenn wir Folgeschäden der Pille beheben wollen.

Bei einer hartnäckigen Amenorrhoe wird die Teekur allerdings zu sanft sein, so daß Tinkturen oder Fluidextrakte vorzuziehen sind. Aber auch ein Beifuß-Wein kann eine angenehme Applikationsform sein.

Schon Tabernaemontanus schreibt: "

Wann ein Weibsperson ihre Zeit nicht recht hat / die nehm ein Handvoll Beyfuß / laß den in einer halben Elsasser Maßs Weins den dritten Theil einsieden / und trinke davon

Abends und Morgens / jedesmal ein guten Becher voll warm / ..."

Rosmarin:

Auch Rosmarin hat einen guten Ruf als Frauenpflanze und ist oft Bestandteil von sog. "Frauentees". Sein Name soll sich auch von der keltischen "Rosmerta" ableiten, die als weiblicher Hermes gesehen wurde. Der Begriff Hormon leitet sich von Hermes ab, denn Hermes hatte in der Götterwelt eine ähnliche Funktion wie die Hormone im Körper: beide sind "Boten" oder "Antreiber".

Rosmarin, der eine von Pfarrer Kneipps Lieblingspflanzen gewesen sein soll, ist nicht nur ein allgemeines Tonikum, sondern auch ein Frauentonikum, da es die Eierstöcke anregt. Madaus führt Rosmarin daher als eine wichtiges Emmenagogum auf. Die Kombination der Fluidextrakte von Beifuß und Rosmarin sind bei der Therapie von der Post-pill-Amenorrhoe unschlagbar, wenn man sie lange genug gibt und je nach Patientin eine ausreichende Dosis (2-3x tägl. 20-50 gtt). Wenn der Rosmarin wegen Bluthochdruck oder Nervosität umgangen werden soll, kann die ebenfalls menstruationsfördernde Melisse (Melissa officinalis) eine Alternative sein.

 

Tabelle: Post-Pill-Syndrom: Adjuvantien aus der Phytotherapie

! = Vorsichtig dosieren,

Ocimum basilicum aphrodisierend Ø - D 4 Ti; emmenagog Ø - D 4 Ti; östrogen-ähnlich Ø; gestagen-ähnlich D 4, 6;

Vorzügliches PMS-Mittel (Agnus castus, Calc., Puls., Sep.). Nervinum Foliae

 

Gossypium

Emmenagog !Ø - D 4, 6 ! Extractum florae

Dekokt: Indianisches Abortivum; D 6: Drang lange vor der Regel (Puls) Rhizomae

 

Artemisia vulgaris

aphrodisierend Ø; emmenagog Ø; Ø Extractum florae.

Regt die Hypophyse an (Calc., Graph. und Puls.)

Innerlich/Äußerlich/ Herba & Fructae

 

Berberis vulgaris

Emmenagog Ø - D 6

Leber- & Schleimhautdrainage (Fr). D 6: Libido

schlecht, Schmerz b. Coitus (vgl. Sep. & Nat. mur.)

Innerlich/Äußerlich/ Radix & Fructae

 

Fucus vesiculosus

Emmenagog indirekt/extractum Florae

Jodhaltig; bei Amenorrhoe der nach Pillen-Abusus Fettsüchtigen

 

Turnera damiana

aphrodisiaca/diffusa

aphrodisierend Ø - D 2 Extractum florae

emmenagog Ø - D 2 Extractum florae

Sexuelles Stimulans; Sterilität inf. v. Libidomangel (Graph.)

Innerlich / Foliae

 

Alchemilla vulgaris

gestagen-ähnlich Ø - D 2

Ø Extractum florae.

PMS; Volksheilkundlich zur Zyklusregulierung

Innerlich/Äußerlich  Herba

 

Hypericum perforatatum

aphrodisierend Ø

Emmenagog Ø Extractum florae

Antidepressivum, auch bei Post-Pill-Amenorrhoe (Sep.)

Innerlich/Äußerlich / Herbae

 

Levisticum officinale

aphrodisierend Ø

Emmenagog Ø - D 4

Extractum florae

Hl. Hildegard: "gegen die Verhocktheit" (= Verhaltung aller Sekrete) (Graph. & Puls.)

Innerlich/Äußerlich / Radix auch Foliae & Herbae

 

Silybum marianum

Emmenagog Ø

Ø

Leberregeneration nach Pillen-Abusus (Phos, Sep.)

Innerlich / Semen

 

Melissa officinalis

Emmenagog Ø - D 3

Ø Extractum foliae

Gute Alternative für Rosmarin. Nervinum (Apis, Nat-m., Phos.)

Innerlich/Äußerlich / Foliae

 

Rosmarinus officinalis

Aphrodisierend Ø

Emmenagog Ø - D 3

Ø, Extractum florae

Tonikum für Kreislauf & Unterleib; zuverlässiges

Emmenagogum

Innerlich/Äußerlich / Foliae

 

Cimicifuga racemosa

Emmenagog Extractum florae Ø - D 30

Pflanzliches Östrogen; in chronische Fällen zur hormonellen Menstruationsauslösung geeignet

Rhizom

 

Lamium album

Schleimhautdrainage nach Antibabypille (in "Lamioflur Tropfen" Heel)

Innerlich/Äußerlich / Florae & Herbae

Ø

 

Unerläßlich ist es, die geschädigten Organe direkt zu erreichen

Die Hypophyse (HVL) und die Eierstöcke waren während der Pilleneinnahme in einem hormonellen Zwangskorsett und müssen erst wieder zur eigenständigen Hormonproduktion angeregt werden. Neben der hormonellen Aktivierung durch Homöopathie und Phytotherapie hat sich auch die Organtherapie bewährt. Schon Hildegard von Bingen hat sie gewissermaßen empfohlen, in dem sie

unfruchtbaren Frauen riet, "die Gebärmutter eines Schafes oder einer Kuh" zu kochen und zu essen. Wenn wir heute die homöopathischen Zubereitungen von Hypophysis oder Ovarium verordnen, gehen wir nicht viel anders vor, nur etwas fortschrittlicher.

Wir zeigen dem Körper auf sanfte Weise, welches Organ er regulieren, bzw. anregen soll. Die tiefpotenzierten Organpräparate (D4-6) gehören hierbei noch in den Bereich der Substitutionstherapie, während die mittleren Potenzen (D12) regulierend in den Zyklus eingreifen und das betreffende Organ anregen. Nach der Pille wird in den meisten Fällen Hypophysis D12 benötigt, das auch eines der besten Begleitmittel für Pulsatilla und Graphites darstellt, die nach der Pille oft das Bild einer hypophysär bedingten Fettsucht und Amenorrhoe zeigen.

Hepar, eine weitere Organzubereitung, in diesem Falle aus der Schweineleber, soll aber auf keinen Fall unerwähnt bleiben. Die künstlichen Hormone der Pille wurden während der Einnahme von der Leber abgebaut und belasteten die Leber auch, weshalb die Pille bei Leberschäden kontraindiziert ist. Nach jahrelangem Pillen-Abusus ist daher häufig eine regenerierende Lebertherapie angezeigt, die man unter anderem mit Zubereitungen aus den Mariendistelsamen (Tinct. Cardui Mariae / "Rademacher" Stechkörnertinktur EB 6 von Caelo) und Hepar D6 gestalten kann.

Soll man Prophylaxe betreiben?

Eine Frage, die mir oft gestellt wird, ist die, was man tun kann, um sofort nach Absetzen der Pille einen regulären Zyklus zu erhalten.

Natürlich kann sich die gezielte Behandlung nur am individuellen Symptomenbild der Patientin orientieren. Bevor die Menstruation mit allen Mitteln gefördert wird, sollte man daher einen Zyklus nur beobachten, um zu sehen wie der Körper von selbst reagiert. Oft fehlt den Patientinnen nach jahrelanger Pilleneinnahme die Erinnerung an ihre ursprüngliche Menstruation, so daß man im Voraus nur schlecht einschätzen kann, mit welchen Folgeschäden konkret gerechnet werden muß. Wenn die Patientinnen dennoch das dringende Bedürfnis nach einer vorbeugenden Therapie verspüren, verordne ich für gewöhnlich Oestro-Gesta-Comb. D30 gemeinsam mit Hypophysis D12 und einem individuell erstellten Teerezept.

 

Tabelle: Einige bewährte Firmenpräparate

Präparat

Zusammensetzung

Bemerkung

"Mucilago Levistici D6 / Ovarium D3"Ampulle w

 

Ovarielle Insuffizienz, Amenorrhoe.

Gute Begleitung zu Oestro/Gesta. Comb.,

Graph.; Puls.

"Melissa / Phosphorus comp. quot; ampulle oder Dil. w

Agn. cast. D2 (3), Corp. lut. D2, Majorana D3,

Melissa D3, Mucilago levistici D2 (3), Phos. D6, Puls. D6 aa

Gelbkörperinsuffizienz.

Bewährt bei prämenstruellen Beschwerden

"Mastodynon N Tropfen" von Bionorica

Agnus Castus D1, Caulophyllum D4, Cyclamen D4, Ignatia D6, Iris D2, Lilium tigrinum D3

Gelbkörperinsuffizienz, PMS.

Bewährt bei Mastodynie und prämenstruellen Kopfschmerzen

"Glandulae - F - Gastreu Tropfen" Reckeweg

Gll. suprarenalis D12, Gll. thymi D12,

Hypophysis D12, Ovaria D12, Pancreas D12, Thyreoidinum D12

Hypophysäre Dysfunktion (bspw. Fettsucht, Amenorrhoe).

Gute Begleitung zu Calc., Graph., Puls.

 

 

Die Pille für den Mann

Streng genommen keine Pille. Es handelt sich meist um eine Spritze. Alle paar Wochen wird ein Depot von Testosteron und meist auch Gestagen in den Muskel gespritzt, aus dem die Hormone kontinuerlich frei gesetzt werden. Die Sexualhormone signalisieren der Hormonachse des Gehirns, bestehend aus Hypothalamus und Hirnanhangsdrüse, dass bereits genügend Sexualhormone durchs Blut rauschen. Deshalb bremst die Achse die Produktion der sogenannten Freisetzungs-Hormone (LH und FSH), die die Produktion der Spermien im Hoden ankurbeln. Die Spermienproduktion kommt zum Halt.

Wie effektiv ist sie?

In einer letzten großen Studie (Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism: Behre et al, 2016) wirkte sie bei über 95 % der Testpersonen so gut, dass diese praktisch unfruchtbar waren. Die Effektivität von Verhütungsmitteln misst man mit dem Pearl-Index. Dieser sagt wie viele von 100 Paaren, die regelmäßig Sex haben, trotz eines bestimmten Verhütungsmittel pro Jahr schwanger werden. Der Pearl-Index der Antibabypille für die Frau liegt bei 0,1 bis 0,9. Der für die Pille für den Mann lag in dieser Studie bei 2. Große Feldversuche müssten aber klären, ob es dabei bleibt.

Zum Vergleich: Der Pearl-Index von Kondomen liegt bei 2 bis 12.

Testosteron oder Gestagen?

Anscheinend wirkt eine Kombination aus beiden am Besten. Allerdings scheint es dabei auch genetische Effekte zu geben. Bei chinesischen Männern, legt eine Studie an mehr als 1.000 Testpersonen nahe, reicht Testosteron allein (Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism: Gu et al, 2009). Gestagen scheint hingegen den Großteil der Nebenwirkungen zu verursachen. Ein möglicher Grund: Es kommt im männlichen Körper, anders als im weiblichen, im Normalzustand nur in sehr niedriger Konzentration vor.

 

 

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