Angst Anhang 3

 

[Ernst Trebin]

Die Tyrannei der Angst

Nicht Vorsicht und Klugheit sind hier gemeint – gesunde Verhaltensweisen und Reflexe, die unser unbeschädigtes Überleben sichern sollen –, sondern die mit irrationaler Panik einhergehende Angst, die ihr Opfer, und nicht nur dieses, oft sehr hart im Griff hält.

Eigentlich müsste man die Angst, oder auch Kleinmütigkeit, neben die sieben Todsünden stellen, soviel Schaden richtet sie an, weil sie nicht nur dem Betroffenen das Leben zur Hölle machen kann, nicht nur dessen Umfeld erheblich unter Druck setzt, sondern das ganze Gesellschaftsgefüge untergräbt.

Nur, und das macht den Unterschied zu den anderen törichten Verfehlungen aus, hat der Betroffene oft kaum die Möglichkeit, seine Gefühlslage mit Verstand und Verantwortung zu kontrollieren, er ist ihr einfach ausgeliefert.

Angststörungen finden sich in nicht geringem Umfang in unserer Klientel und sie betreffen alle Altersgruppen. Säuglinge können schon von einer, häufig nächtlichen, Panik ergriffen sein, die mit ihrer eigenen Biografie nicht zu erklären ist; Schulkinder zeigen oft eine auf Angst begründete Verweigerungshaltung; mancher Jugendliche scheitert an ihr auf dem Weg zu einem eigenverantwortlichen Leben; und auch bei den Erwachsenen, sogar in höherem Alter, kann die bis dahin gewohnte Sicherheit wegbrechen und eine lähmende Panik sich auftun.

Und dann ist es für uns Therapeuten schon schwer, die Ursachen und das Konstrukt zu verstehen, völlig nebulös und irrational wirkt das Ganze, und auch der Patient begreift oft nicht, was über ihn gekommen ist und ihn nun beherrscht. So ist es auch verständlich, dass wir Homöopathen erst allmählich und nur mit Beharrlichkeit den Fall aufschlüsseln und zu angemessener Hilfe finden können. Dabei kann unsere Arbeit besonders segensreich sein, denn einerseits erreicht der Patient sein Leiden über psychologische Hilfe nur sehr schwer, weil die Angst alles Bemühen blockiert und via Logik kaum zu entschärfen ist, andererseits weil chemische Psychopharmaka wie Tranquillantien, wenngleich im Notfall gut brauchbar, auf lange Sicht keine Lösung sind und durch ihre Nebenwirkungen nicht weniger bedrohen als durch ihre Suchtgefahr.

Bevor ich einen Fall schildern werde, will ich einen Blick auf unser homöopathisches Arsenal werfen. Wir haben Arzneien für den akuten Zustand, insbesondere sinnvoll zur Lösung von kausalen Traumata auch oft nach Jahren, ferner können wir uns konstitutioneller Behandlungswege mit mineralischen Mitteln bedienen, und schließlich sind auch die Nosoden hilfreich, stellvertretend für die im Hintergrund stehenden Miasmen, die jeweils ihre eigene Angstcharakteristik besitzen.

Nummer 1 ist sicher Acon., einhergehend mit Herzrasen und der Gewissheit des nahen Todes, oft ausgelöst durch ein akutes Schockerlebnis, das aber noch jahrelang nachwirken kann. In der Nähe dazu steht Op., hier dominiert eine lähmungsartige Schwächung, und eine kleine Erinnerung an ein altes Trauma reicht aus, um sein Opfer wieder in Apathie zu versetzen. Stram. zählt auch zu den pflanzlichen Panikmitteln, es ist nicht nur für Amokläufer das Mittel der Wahl, sondern löst auch die Angst

bei Menschen, die eine konkrete Todesnähe erlebt haben. Zu den Mitteln für psychotische Zustände rechnen wir auch Hyoscyamus, hier spielt ein Wahn vor Verfolgung

oder Vergiftung eine wichtige Rolle. Gels. kennen wir nicht nur als gute Arznei bei Furcht vor ungewohnten Herausforderungen, sondern auch als Antwort auf Schrecksituationen, die etwa Diarrhoe oder zittrige Schwäche ausgelöst haben; eine weitere Arznei für Prüfungssituationen ist Arg-n., vor allem wenn eine geistige Verausgabung vorausging.

Diese Arzneien haben große Bedeutung, wenn es darum geht, ein altes Trauma aufzulösen. In der Konstitution unserer Patienten gründende Nöte brauchen vor allem mineralische Arzneien wie etwa Phos., das mit reichlich Ängsten gesegnet ist: Furcht vor Krankheiten, Unheil, Dunkelheit, Alleinsein, Gewitter etc.. Phosphorus zählt zu den Mitteln der Tuberkulinie, hat starken Organbezug zu den Atemwegen, die nach der Sicht des der Akupunktur zugrundeliegenden Meridiansystems dem sogenannten vorderen Umlauf zuzuschreiben sind, deckt somit ein in die Zukunft gerichtetes Szenarium ab, im Gegensatz zu den Natrium-Salzen und ihrem Bezug zur Niere, welche den dorsalen Umlauf repräsentieren und rückwärtsgewandt agieren. Hier dominiert nicht nur das Festhalten an altem Leid, sondern darauf aufbauend auch die Furcht vor weiterer Enttäuschung.

Ars. pflegt gerne eine intakte Fassade, hat Sorge, als nicht perfekt aufzufliegen, kennt aber auch Furcht vor Verarmung, Einbrechern oder Ansteckung, und steht auch in seinen weiteren Ängsten dem Phosphorus sehr nahe; nächtliche Panik ist eine Keynote. Sil. hat bei aller Sturheit und allem Perfektionsanspruch eine große Furcht zu versagen, in Prüfungen oder bei öffentlichen Auftritten etwa, auch sagt man ihr die Furcht vor Nadeln nach (gerne bei der Blutabnahme in unseren Praxen zu beobachten). Aur-met. zeichnet sich durch einen hohen Leistungsanspruch aus mit Versagensangst und kann bei Misserfolg in tiefe Depressionen stürzen.

Die Kali-Salze neigen gleichfalls dazu, sich viel abzuverlangen, ihre Charakteristik ist eine ständige angstgeprägte Angespanntheit, die auch körperliche Auswirkungen hat, etwa Störungen von Gelenken und Sehnen; wie überhaupt das Somatisieren von Stressbelastungen ihr Zeichen ist.

Auch die Nosoden können uns in der Behandlung von Angststörungen hilfreich sein. Psorinum für eine existentielle Verzweiflung, Medorrhinum fühlt eine über allem schwebende undefinierbare Bedrohung, Tub. unterstützt die zukunftsgerichteten Befürchtungen seiner Mineralien wie Calcium, Phosphor oder Silicea,

Carc. kennt u.a. eine intensive Krebsangst und die Zwänge von Syphilinum sind uns vertraut.

Ein Fallbeispiel:

Eine heute 66 Jahre alte Frau bot in vielerlei Hinsicht das Bild von Nat-m.: Herpes labialis, Sonne und Hitze unverträglich, Obstipation auf Reisen, Furcht vor Enttäuschungen, Harnwegsinfektionen und Scheidenentzündungen, Unversöhnlichkeit selbst nach lange zurückliegenden Kränkungen, Abneigung gegen Fleisch etc.. Diese Arznei half immer ein wenig, aber nur kurz, ebenso Nat-c. und Sep. Dass dies alles noch nicht die Lösung sein konnte, zeigte sich schließlich, nach bereits jahrelanger Betreuung, in Form einer heftigen Appendizitis, die meines Erachtens Ausdruck der Sykose ist (und als deren Hauptarzneien ich die Natrium-Salze betrachte).

Nach der Operation erholte sie sich nur sehr langsam, litt danach lange Zeit an nicht geringen analen Blutungen, die sie in eine manifeste Anämie trieben. Mittlerweile routinierter geworden mit Salzen und deren Kombination, sah ich die Stunde gekommen für Aurum muriaticum natronatum, zumal in ihrer Familie die Syphilinie stark vertreten zu sein schien.

Damit kam sie wieder gut zu Kräften und die Blutung sistierte. Dann aber, ca. 4 Jahre später, erlitt sie einen massiven Einbruch. Es war im Oktober 2011, dass sie gegen Mitternacht, nach dem Aufsuchen der Toilette, zunächst kollabierte und dann in eine massive Panik geriet. Ihr war schwindelig, sie bebte am ganzen Leib und ihr Blutdruck kletterte auf über 200 mm Hg. Aus der Hausapotheke erhielt sie eine Dosis Aconitum C200, später Gelsemium C30, doch nur mit großer Mühe überstand sie die Nacht.

Und ab da war nichts mehr so wie zuvor.

Sie entfaltete eine massive Angststörung, fixiert auf somatische Symptome, vor allem auf den Hypertonus. Daraufhin unterzog sie sich allen möglichen Untersuchungen einschließlich cerebralem MRT, was freilich sämtlich keine Erklärung lieferte für ihre Verfassung. Lediglich eine 24-h-Blutdruckmessung fiel dadurch auf, dass der Durchschnittswert erhöht war und vor allem die Nachtabsenkung fehlte.

Was war geschehen? Wenige Tage vor diesem Kollaps wohnte sie einer Trauerfeier bei für eine entfernte Verwandte. Das Leid der Hinterbliebenen hat sie tief ergriffen und dies muss sie wohl mit Gedanken an den eigenen Tod konfrontiert haben; nur so konnte ich mir die Veränderung erklären. Allerdings fiel im Nachhinein auf, dass sie die Monate zuvor sensibler gegen Schmutz geworden war, denn sie hatte begonnen, ihren Badezimmer-Teppich alle zwei Tage in die Waschmaschine zu stecken, weil sie Furcht hatte, sich einen Fußpilz einzuhandeln.

Ars. schien mir schon dringend angezeigt angesichts der Todesangst, der Furcht vor Verschmutzung, einer Angst vor dem Alleinsein und der nächtlichen Panik mit Beginn

um Mitternacht. Auch dass sie monatelang nachts immer wieder durch die Wohnung wanderte oder den Schlafplatz wechselte (will aus einem Bett ins andere), sprach für dieses Mittel.

Aber eine Dosis Ars. C30, später auch mal C1000, brachten überhaupt keinen Gewinn. 8 Monate lang bemühte ich mich um Linderung, ohne zunächst voranzukommen. Anxiolytika wie Opipramol halfen ihr auch nicht, schließlich erhielt sie von ihrer Hausärztin Antidepressiva. Die Angst saß tief, ließ sich kaum mildern und lähmte ihr Leben. Nur eine Psychotherapie gab ihr zumindest etwas Halt.

Auf lange Sicht war vor allem das schwere und angstbesetzte Einschlafen die größte Beeinträchtigung. Hinzu kam noch eine manchmal fast wahnhafte Furcht vor Medikamenten, die ihr wenigstens im Moment hätten helfen können wie etwa Tavor®.

Ich suchte verzweifelt auf vielen Wegen nach einer Lösung; in Zeiten größter Not kam auch mal Hyoscyamus C200 zum Einsatz. Nach knapp einem Dreivierteljahr war

ich wieder bei Nat-ars. angelangt, nicht zum ersten Mal allerdings. Ich hatte es nämlich bis dahin schon 4 mal in C200 gegeben, aber es hatte zunächst keinen spürbaren Erfolg gebracht. Als ich dann schließlich nach Monaten erneut darauf zurückgriff, diesmal in C 50.000 K, zeigte es Wirkung und führte tatsächlich nach und nach aus dem Elend heraus.

Ars. das sich schließlich als Natrium-Salz als hilfreich erwies, konnte ich auch aus der familiären Belastung ableiten; es schien mir bei beiden Elternteilen konstitutionell verankert und es ist genauso der Syphilinie zuzuschreiben wie das zuvor gewählte Aurum. Seither hat sie Nat-ars. 35xl in dieser Potenz erhalten und konnte darunter Schritt

für Schritt ihre Not überwinden. Mit Abklingen der Wirkung, gemäß der Kentschen Skala alle 7 bis 8 Wochen, meldete sich ein erneuter Bedarf an, meist in Form wieder aufkommender Einschlafschwierigkeiten. Die letzten beiden Gaben gab ich ihr in CM (C 100.000 K); binnen zwei Tagen fand sie jeweils wieder zu einem guten Schlaf – zuletzt im Oktober 2018.

Schließlich ist noch von gravierender Bedeutung ein Kindheitstrauma, das sicher dieser furchtbaren Angst den Weg gebahnt hat: Ein Onkel, der im selben Hause wohnte, verfolgte sie mit sexuellen Übergriffen, drohte ihr sogar mit dem Tod, wenn sie mit ihren Eltern darüber sprechen würde. Und so lag sie als Kind oft schreckstarr abends

im Bett in Erwartung böser Ereignisse. Und da ich manchmal den Eindruck hatte, dass gewisse Assoziationen diese lähmende Panik beflügeln würden, gab ich auch gelegentlich eine Dosis Opium C200.

Manches andere Medikament noch verordnete ich auf diesem Weg von nunmehr 7 Jahren Dauer, das keiner weiteren Erwähnung bedarf. Aber eine Ergänzung muss hier

noch angeführt werden: Ich habe schon in verschiedenen Schriftsätzen darauf hingewiesen, dass ich mittlerweile bei allen Patienten eine duale Strategie fahre und Kalium-Salze begleitend einsetze, vor allem dann, wenn das karzinogene Miasma tiefe Spuren hinterlassen hat [2].

Für dessen Einprägung gab ihre Biografie neben der Missbrauchssituation noch genügend weiteren Stoff: Ein herabwürdigendes Verhalten ihrer Mutter etwa und eine ständige Sorge um die Gesundheit ihres Vaters bereiteten hierfür den Boden. In ihrem Fall fand ich über Umwege zu Kali-sil., das einen weiteren Beitrag zu ihrer Stabilisierung lieferte und sich begründen ließ mit nächtlichen Hustenattacken, einem Hallux valgus mit Exostosenbildung sowie einem nässenden Gehörgangsekzem, ferner mit Zahnwurzelentzündungen in der Kindheit – alles Symptome also, die mit Arsen bzw. Natrium arsenicosum nicht zu vereinbaren waren.

Heute ist meine Patientin mehr als zu 95% von ihrer qualvollen Angst befreit; eine gewisse Unsicherheit besteht nur noch, etwa wenn das Einschlafen verzögert gelingt. Körperlich ist sie sehr stabil, Herpes und die anderen oben erwähnten gesundheitlichen Störungen spielen keine Rolle mehr, den Blutdruck beäugt sie noch mit etwas Vorsicht.

Analyse

Wir sehen zunächst ein lehrbuchreifes Bild von Natrium muriaticum (Sykose), dem sich aber nach vieljähriger Behandlung ein Arsen-Zustand beigesellt (Syphilinie). Die Kombination Natrium arsenicosum erlaubte einen stetigen Heilungsprozess, der aber nicht nur einen Geduld erfordernden Anlauf brauchte, sondern auch einige Jahre der Behandlung mit häufigen Wiederholungen dieser Arznei. Die Wahl dieser Arznei ergab sich durch die Kombination von Natrium muriaticum und Arsenicum album.

Im Synthetischen Repertorium dominieren in der für diesen Fall hochwertigen Rubrik Schweres Einschlafen (34 Mittel) vor allem die Natrium-Salze; Nat-ar. ist darunter einwertig vertreten.

Als Satellitenmittel wurden eingesetzt Hyos., um Paranoia-artige Spitzen zu entschärfen, und Opium, um ein altes wegbereitendes Trauma zu mildern. Eine parallele Behandlungslinie wurde mit Kalium silicicum geführt, wobei Kalium für unterdrückende biografischen Elemente steht (Karzinogenie) und Silicea für eiternde Prozesse und Knochendeformierungen (Tuberkulinie).

 

Die lange Behandlungsdauer mit relativ häufiger Mittelgabe ist für mich zur Regel geworden bei der Behandlung chronisch-konstitutioneller Leiden, vor allem, wenn sie verkompliziert sind mit biografischen Traumata.

Nachbetrachtung

Ängste können auch zur Folter für uns Ärzte werden, wenn nämlich unserem Patienten zur Unzeit der Schreck in die Glieder fährt und er unmittelbar nach ärztlichem Beistand verlangt. Mancher dieser Patienten umklammert uns regelrecht mit seiner Not und hätte am liebsten tägliche Kontakte und Mittelgaben. Das ist aber eine Falle, denn wenn man nicht mehr den Freiraum zugestanden bekommt, einen gewissen Abstand zu wahren, gerät die Behandlung völlig ins Abseits.

Gute Chancen auf Heilung hat ein Patient, wenn er es schafft, seine Angst nicht mehr als die Realität zu verstehen, sondern sie zu definieren und als etwas Pathologisches wahrzunehmen. Dann kann er sich selbst davon einigermaßen distanzieren und Bewältigungsstrategien anwenden.

Ängste haben aber auch vielfältige andere Funktionen. So fühlen sich manche Frauen nur dann als gute Mutter, wenn sie sich in stetiger Angst um das Wohl ihrer Kinder zeigen. Und manche Schwiegermutter setzt ihre Verwandtschaft unter Druck, wenn diese nicht prompt auf Befindlichkeitsstörungen ihrer Enkelkinder reagiert: Die Kleine hustet und Du warst noch nicht beim Arzt? Und welche Steuerungsmöglichkeiten das Schüren von Ängsten uns Ärzten in die Hand gibt, ist ja Legion: Blutdruck, Cholesterin oder gar das Rauchen, um nur einen Bruchteil zu nennen, von Viren, Bakterien etc. ganz zu schweigen. Und eine Schwangerschaft, eine besonders sensible Lebensphase, ist schon längst kein physiologischer Vorgang mehr, sondern eine einzige Pathologie, von A bis Z. An manchen Tagen verbringe ich die Hälfte meiner Arbeitszeit damit, Patienten zu beruhigen, die von anderen Ärzten verrückt gemacht worden sind.

Jedoch wiederum ein Arzt, der nicht mit Angst hantiert, läuft seinerseits Gefahr, gefürchtet zu werden, weil er dadurch leicht in Verdacht der Verantwortungslosigkeit gerät. Eine wahrhaftige Tyrannei!

Zusammenfassung

Nach einem kurzen Überblick über die uns in der Behandlung von Angststörungen zur Verfügung stehenden homöopathischen Arzneien schildert der Autor einen erfolgreichen Behandlungsverlauf. Die Patientin stand schon in längerer konstitutioneller Therapie, als eine zuvor nicht gekannte Panik über sie hereinbrach. Das zunächst konfuse Bild bedurfte eines längeren Anlaufs, bis nicht nur eine passende Arznei gefunden wurde, sondern diese auch eine spürbare Wirkung zeigte. Zur weitgehenden und nachhaltigen Stabilisierung bedurfte es allerdings einiger Jahre der Behandlung mit einer klaren Grundlinie, aber auch mit ergänzenden und flankierenden Mitteln.

Summary

After a short survey of the homoeopathic remedies, which are of our disposal in the cure of anxiety neurosis, the author describes a successful way of treatment. The female patient had been already under a long-term constitutional homoeopathic care, when an unknown panic came over her. The primarily confuse state needed a longer approach, not only until a suitable remedy was found, but also showed a perceptible effect. For a nearly complete and enduring stability some years of treatment were necessary with a clear single line, but also with complementary remedies.

 

 

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