Kinderkrankheit

 

Vergleich:

Vergleich. Miasmen und Kinderkrankheiten

            Sykose: Windpocken, Mumps

Syphilinie: Scharlach, Diphterie

Kinderkrankheiten - ein miasmatischer Selbstheilungsversuch des Kindes

 

Mensch reagiert mit T-Helferzellen des Typ 2 fälschlich auf Substanzen (wie Milbekot) wie auf Bakterien/Viren was Entzündungen verursacht/gesunder Mensch reagiert mit T-Helferzellen des Type 1.

um Entzündungen zu hemmen. Kleinkinder lernen durch Kinderkrankheiten die T-Helferzellen richtig einzusetzen. Bei geimpfte/weniger als 6 Monaten gestillte Kinder entsteht ein Überschuss an

T-Helferzellen des Typ 2. die nicht genutzt und danach fehl gesteuert werden. Immunsystem, muss wie alle Funktionen im Mensch, trainiert werden, das Immunsystem braucht „sparring“ Partner/wird anders „paranoid“ und reagiert allergisch

 

[Dr. Friderike Gubo]

Begleitende Maßnahmen bei Fieber

Wenn Kranke das Fieber nicht gut verkraften, so erschöpft sind, dass sie nicht mehr trinken können (v.a. Säuglinge), sehr unruhig sind oder Kopfschmerzen haben, dann kann man mit bewährten Hausmittel das Fieber etwas senken und den Kreislauf stärken.

Pulswickel näher eingehen, die schon bei Neugeborenen gemacht werden können und das Fieber sanfter als Wadenwickel senken. Anzuwenden bei Müdigkeit und Kopfschmerzen im Fieberanstieg

im Gegensatz zu Wadenwickel, die nicht im Fieberanstieg gemacht werden sollen), zur Stärkung des Kreislaufs in allen Fieberphasen, zur Fiebersenkung, aber auch bei Kreislaufproblemen (da vor

allem an Handgelenken) und kindlichen Kopfschmerzen unabhängig von Fieber.

Anleitung:

2 handgelenksbreite Streifen Leinen oder Seide, die 3x um die Hand oder Fußgelenke gewickelt werden können

2 warme Socken oder Wolltücher oder Pulswärmer, etwas breiter als die Leinen oder Seidestreifen

10 ml Arnikatinktur oder einige Spritzer Zitrone oder Essig in

100 ml Wasser

Die Hälfte der Streifen tränken, 1½ mal ums Handgelenkwickeln, überschüssige Flüssigkeit ausdrücken, dann mit dem trockenen Rest weiterwickeln. Darüber die wärmende Wolle. Wickel 3x alle

10 Minuten erneuern, dann mehrstündige Pause einlegen

Die Temperatur des Wassers sollte der Körpertemperatur angepasst sein, bei frierenden Patienten oder kalten Händen und Füßen 35 - 40° C, bei heißen Patienten

20 - 31° C, bei Säugligen max. 5° C unter der Körpertemperatur.

Bitte beachten Sie, dass diese Anwendungen begleitende Maßnahmen sind, und dass bei zunehmenden oder starken Krankheitsbeschwerden die Ursache des Fiebers abgeklärt werden muss.

Tipps wie diese finden Sie auch in dem noch erhältlichem Buch: Wickel & Co, Bärenstarke Hausmittel für Kinder von Ursula Uhlemayr UrsVerlag, und gelten genauso für Erwachsene.

 

Kopfwickel: besonders bei Kopfschmerz, bei Migräne, bei allen Zuständen, die auf eine krankhafte Verengung der Blutgefäße zurückzuführen sind, ein leider sehr in Vergessenheit geratenes Hausmittel. Die Kopfpackung sollte mit einer Wassertemperatur von 18 - 20° C durchgeführt werden. Vor dem Schlafengehen legt man ein nasses, gut ausgewrungenes Handtuch auf Stirn und Kopf und wickelt

einen dicken, wollenen Turban darüber. Die Kopfpackung bleibt bis zum nächsten Morgen angelegt.

 

Schulter und Brustpackung: bei Beschwerden der inneren Brustorgane (Lunge/Luftröhre/Bronchien). Zur Schulterpackung wird ein langes, nicht zu nasses Handtuch wie ein Schal von den Schultern und über der Brust über Kreuz gelegt. Dann legt man die Brustpackung (18 - 20° C Wassertemperatur) an. Die Schalenden des Schulterwickels reichen dabei unter den Brustwickel. Es gilt die übliche Regel: feuchter Unterwickel, trockener Leibwickel und Wollabdeckung. Bei dieser Packung sind Bettruhe und gute Zudecke besonders wichtig. Nach etwa einer Stunde kann man den Schulter und Brustwickel abnehmen, sollte aber noch mindestens eine Stunde Bettruhe folgen lassen.

 

Wadenwickel: bei fieberhaften Zuständen und dient zur Ableitung von übermäßigem Fieber. Beim Wadenwickel wird nur die Wade vom Knöchel bis zum Knie eingepackt, Knie und Fuß bleiben somit frei. Beine müssen warm sein! Das Wasser für den Wickel sollte 18 20° C haben. Beim Wadenwickel ist es besonders wichtig, dass die Füße warm bleiben, deshalb sollte man in Pantoffel schlüpfen, warme Socken anziehen oder eine Wärmflasche unter die Füße legen. Besonders gut hilft ein Wadenwickel, wenn er zusammen mit einer Leib, Brust oder Halspackung und dann über Nacht gemacht wird.

 

Vorsicht

Fieberstillende Wickel und Packungen sollte man nicht unbedingt mit sehr kaltem Wasser anlegen. Bei fieberhaften Schüben und einer zu kalten Ganzpackung etwa kann es zu erheblichen Kreislaufbeschwerden kommen. Je höher das Fieber ist, je empfindlicher und erregter der Patient ist, desto höher sollte das Wasser temperiert sein.

Spezielle Wickel

Man kann für Wickel auch bestimmte Pflanzen und Produkte verwenden, die wir aus der Küche gut kennen und die unsere Großmütter als ganz natürliche, leicht verfügbare Heilmittel ansahen:

[H.A. Roberts]

Child: weak wrist and ankle joints, difficulty in holding on to objects, drop things easily, clumsy in getting about and stumble over a straw, are manifesting the effects of the combined syphilis

and psora, for this combination affects the tendons about the joints by weakening them so that they will not stand the strain of much use.

Tuberkulinie: Keuchhusten, Masern, Röteln

Siehe: Krankheiten + Genus epidemicus

 

Asthmatic syndrome/Pneumonia/Cardiac failure in child

 

Jede Kinderkrankheit enthält eine bestimmte Lektion für das Kind. Nur wenn ein Miasma aktiv ist, kann das Kind an genau dieser Krankheit erkranken.

Sykose: Windpocken, Mumps

Syphilinie: Scharlach, Diphterie

Tuberkulinie: Keuchhusten, Masern, Röteln

Ob ein Kind schwer o. leicht erkrankt, ob es zu Komplikationen kommt, hängt von der Konstitution und der Lebenskraft ab.

Wenn wir das Kind gut unterstützen, ohne zu unterdrücken, dann findet Entwicklung statt. Das passiert durch

Vertrauen, Ruhe

Liebevoller Beistand

Heilsame Versorgung

Richtige Ernährung

Richtige homöopathische Behandlung

Komplikationen sind von verschiedenen Faktoren abhängig:

Vitalität

Lebenskraft, psychische Stärke

Anzahl und Art der bisherigen unterdrückenden Behandlungen

Bereitschaft, gesund zu werden

Bisherig Ernährung

Was ist zu beachten, wenn sich eine Kinderkrankheit anbahnt?

Beim ersten Anzeichen einer Krankheit werden wir oft unruhig und unsicher.

Am besten sich informieren über die Krankheit

Symptome genau beobachten

Mittel repertorisieren

Hautausschläge: Masern (Röteln, Scharlach, Windpocken)

Puls.: measles/chicken pox/mumps/colds/conjunctivitis/most children are Puls. at any one time.

 

[L. D. Rogers, M. D., and Ida Wright Rogers]

The eruptive fevers include small-pox, measles, scarlet fever and chicken-pox.

It important to remember that the eruption breaks out:

in chicken-pox during the 1st day of sickness/ first seen upon the body and limbs

scarlet fever during the 2nd day; usually accompanied by a sore throat/ first appearance of the scarlet fever eruption is upon the neck and chest.

small-pox during the 3rd /eruption begins with a very severe chill/ eruption of small-pox appears first about the mouth and chin;

measles does not make its appearance until the 4th day of the sickness/ cough is always a prominent symptom in measles/ behind the ears and on the face

[Astrid Süßmuth]

Hell. Helleborus niger als Heilmittel bei Folgen von Infektionskrankheiten im Kindesalter

[W.A. Dewey]

Zinc-met. in Eruptive Diseases: in Scarlatina and other eruptive diseases, when the patient is too weak to develop an eruption, and resulting often in brain symptoms (meningitis), with sharp pains through the head. Entzündete Speicheldrüse/Ohrspeicheldrüse: Parotis (Mumps)

[Mary Aspinwall]

When I was first in practice I used to have lot of babies and young children in my practice. They seemed to lurch from one acute episode to the next. A traditional Chinese medicine adage states:

“If the child is sick, treat the mother”. I decided to adapt this to Homeopathy. I began to offer to treat the mother for free if the child was under two years of age and I mentioned to the mother that

the child was likely to be well and on good form if she was. In ten years no one has turned this suggestion down. I immediately noticed a drop in the number of acute episodes and later noted that,

in general, I was able to discharge children and their mothers earlier. Overall the cases ran more smoothly and took up less time. I also got lots of referrals from the happy mothers.

 

Vergleich. Psora - Sykose - Syphillinie - Tuberkulinie

 

Scharlach

 

Masern

1. Phase:

Inkubationszeit 10 - 14 Tagen folgt das 3 - 4 Tage dauernde, uncharakteristische Prodromalstadium, auch Initialstadium genannt. Dieses äußert sich durch eine Entzündung der Schleimhäute des oberen (Katarrh mit Rhinitis), teilweise auch des mittleren Atemtraktes als trockene Bronchitis, sowie der Augenbindehäute (Konjunktivitis). Das Beschwerdebild in diesem Krankheitsstadium wird daher auch mit den Worten „verrotzt, verheult, verschwollen“ beschrieben. Dazu kann es zu Fieber bis 41°C, Übelkeit, Hals-/Kopfschmerzen kommen. Die nur bei Masern vorkommenden Koplikflecken an der Wangenschleimhaut gegenüber den vorderen Backenzähnen (Prämolaren) sind eher selten zu beobachten und werden von manchen Autoren zu den atypischen Zeichen einer Maserninfektion gezählt. Diese weißen, kalkspritzerartigen Flecken auf gerötetem Untergrund sind 1 – 2 mm groß und treten kurz vor dem Erscheinen des späteren Ausschlags auf.

2. Phase:

Am 12. - 13. Tag geht die Krankheit in das typische Exanthemstadium über, das oft mit einer typischen Schleimhautrötung am weichen Gaumen beginnt. Am 14. - 15. Tag breitet sich ein fleckig-knotiger (makulo-papulöser), zum Teil konfluierender, großfleckiger Ausschlag typischerweise hinter den Ohren (retroaurikulär) beginnend – innerhalb von 24 Stunden über den ganzen Körper aus. Nach weiteren 4 – 5 Tagen bilden sich die Symptome in der Regel zurück. Als Überbleibsel des Exanthems kann eine kleieförmige Schuppung für kurze Zeit bestehen bleiben. Begleitend treten häufig Lymphknotenschwellungen auf.

Bei Erwachsenen verläuft die Krankheit oft schwerer als bei Kindern.

Der Fieberverlauf der Erkrankung ist häufig zweigipflig,

1. Gipfel während des Prodromal-,

2. Gipfel während des späteren Exanthemstadiums.

Dazwischen kommt es oft zu einer kurzen Entfieberung.

In unkomplizierten Fällen folgt eine rasche Erholung und eine lebenslang anhaltende Immunität.

Möglichst Bettruhe, Raum abdunkeln

Puls.: Wichtigste und meist erste Mittel bei Masern. Husten nachts trocken, Stockschnupfen, Kind muss sich beim Husten aufsetzen, Tränenfluss

Euphr.: Tränen und rote geschwollene Augen durch Bindehautentzündung, Nasensekret fließt, klopfender Kopfschmerz, der dann durch den Ausschlag besser wird.

Bry.: hat den verzögerten Verlauf und die langsame entwicklung des Exanthems. Der Husten ist trocken und schmerzhaft, Verlangt Ruhe.

Wenn der Ausschlag zurückweicht, verschlimmert sich die Brust- und Hirnsymptomatik.

Gels.: Wenn sich in der Ausschlagphase Frieren und Hitze abwechseln. Viel Niesen, wunder Hals. Gelsemium ist auch angezeigt, wenn sich das Exanthem nicht entwickelt.

Hinterkopfschmerzen, hohes Fieber, durstlos, dumpfes Aussehen.

 

Windpocken: = Varizellen - auch Wasserpocken, Spitze Blattern, Wilde Blattern wird in der Medizin eine durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöste, durch Tröpfcheninfektion übertragene Erkrankung bezeichnet.

Der Name Windpocken kommt von der hohen Ansteckungsfähigkeit dieser Viren, die auch über einige Meter in der Luft übertragen werden. Die Windpocken sind zu unterscheiden von den Pocken (Variola) = einer gefährlichen Infektionskrankheit, die von Viren der Gattung Orthopoxvirus verursacht wird.

Die Windpocken betreffen überwiegend Kinder im Vorschulalter und führen bei der Mehrzahl der Infizierten anschließend zu einer lebenslangen Immunität, weshalb man sie auch zu den Kinderkrankheiten zählt.

Symptome sind im Wesentlichen Fieber und ein charakteristischer, juckender Hautausschlag mit wasserklaren Bläschen.

Komplikationen: Kleinhirn- o. Hirnentzündungen, einer Lungenentzündung o. bakteriellen Superinfektionen der Haut auftreten.

Da es sich um eine Virusinfektion handelt, ist die Behandlung in der Regel symptomatisch. In besonderen Fällen -bei immunsupprimierten Patienten- kann ein Virostatikum eingesetzt werden.

Nachdem die Krankheitszeichen abgeklungen sind, verbleiben Varizella-Viren in den Spinal- o. Hirnnervenganglien und können von hier aus in Form einer Gürtelrose (Herpes Zoster) reaktiviert werden.

Rhus-t.: Das ist das klassische Mittel, das gleich zu beginn gegeben wird. 2-3x die C 200, o. auch XM, 1-2 Gaben.

Canth.: Bei Jucken mit Brennen

Sulph.: Bei extremem Juckreiz

 

Rubella = Röteln:

 

Mumps:

Parotitis epidemica, Salivitis epidemica umgangssprachlich Ziegenpeter o. Tölpel, ist eine ansteckende Virusinfektion, welche die Speicheldrüsen und andere Organe befällt. Neben Kindern können sich auch empfängliche Erwachsene infizieren. Sie hinterlässt in der Regel eine lebenslange Immunität und gehört daher zu den klassischen Kinderkrankheiten. Häufige Komplikationen sind Hirnhautentzündung (Meningitis) und bei Jungen eine Hodenentzündung (Orchitis). Letztere kann zu Unfruchtbarkeit führen (= selten). Die Behandlung besteht in der Linderung der Symptome.

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, direkten Kontakt o. seltener durch speichelverschmutzte Gegenstände. Das Virus wird auch im Urin und der Muttermilch ausgeschieden. Patienten sind 3 - 5, maximal 7 Tage vor Ausbruch der Erkrankung bis in die frühe Rekonvaleszenz, aber maximal bis zum neunten Tag nach Ausbruch der Erkrankung ansteckend. Die Inkubationszeit beträgt 12 - 25, im Mittel 16 - 18 Tage.

Die Infektiosität ist wie bei allen klassischen Kinderkrankheiten hoch, über 80% nicht immuner Haushaltsmitglieder werden angesteckt. Die Erkrankung hinterlässt in der Regel eine lebenslange Immunität. Zweiterkrankungen sind möglich, aber selten.

Als häufigste Symptome treten Fieber und eine ein- o. doppelseitige entzündliche Schwellung der Ohrspeicheldrüse 80 % (meist eine Seite und dann folgt die 2e Seite) mit Schmerzen insbesondere beim Kauen und typisch abstehendem Ohrläppchen auf. Die Mündung des Ausführungsgangs der Ohrspeicheldrüse gegenüber dem zweiten oberen Backenzahn ist gerötet. Nicht selten sind auch andere Speicheldrüsen einschließlich der Bauchspeicheldrüse (2 - 5 %) betroffen. Letztere äußert sich mit Erbrechen, Oberbauchschmerzen und fetthaltigen Durchfällen. Zusätzlich kommen bei 40 bis 50 % der Fälle respiratorische Symptome zum Tragen.

Homöopathische Therapie:

Bell.: Schmerzen stechend, Starke Schwellung, Schluckschmerz, Kopfschmerz, rotes Gesicht

Puls.: Wichtigstes Mittel bei Mumps (Hodenbeteiligung), weinerlich, Magenbeteiligung, Durst auf kaltes Wasser.

Merc.: Bei sehr starkem Verlauf

Arum-t (zupft an Lippen).

Gali-a.

Pilocarpin

 

Skrofulose.

 

 

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