Leber

 

= Organ des Leidens;

 

Anhängsel. (Karl Maret/Philip Incao/Margret Madejsky)

Organen.                   

 

Edelsteine.:  Citrin, Heliotrop, Jaspis, Malachit. Rubin, Saphir, Smaragd

 

Chemotherapie.

TCM: Wut/Zorn

 

Hevert: Bomagall [Carduus marianus D1 2,01 g, Lycopodium D3 0,45 g, Nux vomica D4 0,50 g, Quassia amara D2 1,92 g, Taraxacum D1 3,02 g]

Lyc. + Sang. + Chel. r.-sided action and related to the liver and gall systems.

 

Organotherapie: [Dr. J. Rozencwajg, NMD]

Cynara scolymus = Artichoke.

Has properties very similar to Silybum Marianum, they both belong to the Thistle group.

Cholagogue, choleretic, hepatoprotector, reduces hepatotoxicity and stimulates the liver.

It is also a diuretic, lowering urea and uric acid. 

Taraxacum Radix = Dandelion root.

The root also has a diuretic effect, but less than the leaves. It stimulates the cell’s metabolism, increases the secretory function to the liver. Van Hellemont: can increase the bile secretion between

2 - 4x times (hence the recommendation not to use it if there is a suspicion of bile duct obstruction or of gallbladder infection; this recommendation is valid for all the remedies that increase bile secretion, of course).

It is considered a liver trophorestorative and a detoxifier with activity on the connective tissues and the interstitial fluids and has demonstrated immunostimulant and antiviral activity.

Silybum Marianum, Carduus Marianus = St Mary’s Thistle/= Milk Thistle.

One of the best remedies for hepatic parenchymal problems. One of the active ingredients, Silymarin, has shown the ability to protect and reverse injuries to hepatic cells when poisoned with CCL4

or Amanita phalloides (= very toxic); it is used in Europe for that purpose in conventional medicine. 

It can be used as a tea from the seeds when we do not want to give an alcoholic tincture to patients with a damaged liver.

This plant should certainly be part of a drainage treatment, but also associated to the treatment whenever there is a liver problem whatsoever for repair and regeneration: it stabilizes the membranes

of the liver cells, stimulates RNA polymerase, prevents further penetration of toxins into the cells, blocks the toxin binding sites, stimulates the regeneration ability of the liver and the formation of new hepatocytes.

It is anti-inflammatory through the inhibition of leukotrienes production by Silymarin, it inhibits lipid peroxidation, is a free radicals scavenger, it increases the intracellular concentration of glutathione, stabilizes the hepatocytes membranes and regulates its permeability, enhances cellular regeneration and proliferation of the Kupfer cells. 

Why so many details? Because as a herbal remedy, it has been extensively researched, giving us a better understanding of its mechanism of action (see Principles and Practice of Phytotherapy by

Simon Mills and Kerry Bone). With that understanding, we are more secure in our prescription as our knowledge is not based only on traditional uses but also on reproducible experiments that would

satisfy any critic. Some might feel it does not help us in the prescription, but I know that the more I understand my remedies, the safer my prescription becomes.

 

[Burnett]

Chelidonium majus is great “organ remedy” for the liver, tincture, 5 drop doses about 3x daily. Will clear up the greater part of liver ills.

[C.G. Raue]

A blue color of the saliva has been observed in slow poisoning by lead.

Yellow, even greenish saliva has been found in liver complaints and jaundice.

[Rosina Sonnenschmidt]

TCM: Aggression/schöpferische Kraft/Ausstrahlung von Authorität/Kompetenz/Tatkraft.

[Matthew Wood]

Generally, yellowness and bitterness are the best signatures for the liver, while yellowness and sweetness are indicators for the spleen.

David Winston has pointed out that the vermifuges, as a group, are fragrant bitters -- wormwood, wormseed, sweet Annie, chamomilla, black walnut, elecampane, etc.

[Dr. E.A. Maury]

Card-m. Chel. Chin. Con. Tarax. Solid. are some drainage remedies for the liver.

[Anne Lohmann]

Alle oral aufgenommenen Antikontrazeptiva passieren die Leber und werden dabei abgebaut (First-Pass-Effect). Um dies auszugleichen, wird die Dosierung auf ein Maß angehoben, das auch jenseits der Leberentgiftung noch Wirkung zeigt. Folge ist eine dauerhafte Leberbelastung bei und nach einer Hormonmedikation.

[Dr. Subrata K. Banerjea]

Card-m. Casc-s. Chaparro am. Chel. Chelone Chin. Hydr. Jug-c. Lept. Merc-d. Myrica Vip. Ptel. Tarax.

 

Kolik/colic.x

Pneumonia + Leberbeschwerden: Merc. + Chel. + Kali-c.

Zirrhose: Card-m. Chel. China.

Fettleber: Card-m. Form. Hep. Stann-met

------------------ + schlaflos/verstopft/erbrechen: Apoc.

"Gallenanfällen" (bei Frauen in der Menopause, stets die Nosode Morgan: in Erwägung ziehen).

 

Organs. and plants

1e. ÜBERdimensionierung des Leberparenchyms,

2e. RegenerationsFÄHIG. Ist die Krankheit heilbar, kann man Leberleiden in 1 Woche deutlich bessern/in 1 Monat ausheilen; in schwere chronische Fällen ¼ Jahr. Nicht heilbar = Neubildungen/

fortgeschrittene Leberzirrhose.

Doctrine of Signatures: William Coles'  Table of Appropriations Liver: Rhubarb, Turmeric, Agrimony, Liverwort, Succory, Alecost, Yellow Dock, Sheep Sorrel, Beet, Smallage (Celery), Cleavers, Chickweed

 

Beschwerden + depressiv.x liver sphere, a major site for the etheric in the organism

Wärme: feuchtheißer Wickel mit Schafgarbe oder Heublumen

Von großer therapeutischer Bedeutung ist die lokale Anwendung von Wärme, am besten als feuchtheißer Wickel mit Schafgarbe oder Heublumen. Aus der Physiologie ergibt sich, dass die aufbauenden Prozesse der Leber chemisch als Reduktion zu bezeichnen sind und mit Wärmeverbrauch einhergehen (endotherm). Dieser Vorgang ist das Gegenteil der Oxidation, die stets mit Wärmebildung verbunden ist. Deshalb steht die gesunde Leber auf der venösen Seite, während eine überwiegende Arterialisierung hier ein Zeichen von Krankheit ist. Deshalb braucht und verbraucht die Leber Wärme. Dieser Vorgang kann schon zum Beispiel durch kalte Getränke gestört werden.

Connection between sleep. and the liver.

Schwacher Wille/Unentschieden

Desires warm food and drink

Aromatherapie. Vorsicht!

Leberkräuter haben bittere Signatur wirken auch bei Vergiftungen/psychischen Problemen.

 

Bei der Leber-/Gallentherapie ist die gleichzeitige Anwendung mehrerer verschiedener Heilweisen unentbehrlich. Auch bei anderen Leiden zeigt sich in den Industrieländern zunehmend die Notwendigkeit eines solchen Vorgehens (= Polypragmasie).

 

Mineralien/Metallen.

Tibet:  "heißen" (entzündlichen) Leberleiden Cinnb./metallisches Kupfer.

"kalten" (degenerativen) Leberleiden Rost. (Limonit/Eisenhydroxid).

TCM: Maximalzeit der Leber (= am meisten Energie hat) 1 - 3 h.; läuft in der Leber ein entzündlicher Prozess ab, so tritt dann eine Verschlimmerung ein

mit Alpträumen, Aufwachen, Heißhunger usw.

Minimalzeit der Leber (= Minimum an Energie) 13 - 15 h. Weiteres Zeitpunkt, an dem sich (chronische) Leberleiden 16 - 17.30 h. In dieser Zeit kommt der Leberdepression und ist nicht fähig, ernsthaft zu arbeiten. Dieser Zeitpunkt ist der günstigste, um Leberarzneien zu verabreichen.

Die Leber regeneriert nachts, während der vagotonen Phase. Kann man Lebertherapeutika nicht wie oben verwenden, sollte man sie abends nehmen.

Dies gilt besonders für vagoton wirkende Arzneimittel wie die Cholinsalze.

Das gelbe Prinzip der Leberheilpflanzen Gelb = Farbe des Jupiter/regiert Leber [Card-b. Berb. (Blüten/Holz/Wurzel/Saft sind gelb).

Gelbe Blüten und stachelige Blätter zeigen Sympathie zu Gelbsucht und stechenden Schmerzen (Gallensteinen)

Die gelbe Farbe der Schöllkrautblüten/Wurzeln/Milchsaftes zeigt Sympathie zur Gelbsucht. Alkaloide Berberin und Chelidonin galletreibend. Analog wirken auch andere gelbe Pflanzenfarbstoffe auf Leber und Galle. Beispielsweise sind Schmuckdrogen (= Füllmittel, die fertigen Teemischungen durch Form/Farbe ein anzieherendes Aussehen verleihen/selbst keine/nur geringe Wirkung besitzen. Antennaria (= Katzenpfötchen)/Calen. = nicht grundlos Bestandteil volksmedizinischer Leber-Galle-Teemischungen, ihren Flavonoiden wird eine galletreibende Wirkung zugesprochen).

Gewürzpflanzen wie der Gelbwurz kommt aufgrund des gelben Farbstoffes Curcumin eine cholagoge und choleretische Wirkung zu/auch Curry-Mischungen/Safran = galletreibend.

In TCM gehört sauer zum Holzelement (Leber).

Phos. cirrhosis = enlargement of the liver followed by atrophy.

 

Astromedizin.: Jupiter (regiert über die Leber)/Sonne.

Viele Leberheilpflanzen blühen gelb: Card-b. Berb. Gent-l. Solid. Hyper. Antennaria. Tarax. Odermennig, Calen. Chel. Abs. Vermuten lässt, dass viele Pflanzen, die das gelbe Prinzip in sich tragen, potentielle Heilpflanzen für Leber/Galle sind. Wichtig ist ob die gelbe Signatur sich zeigt in einer freundlichen Calen. o. in einer Giftpflanze, dies hat Auswirkung auf Dosis und Art der Anwendung.

Schließlich ist aber die Farbe nicht die einzige Signatur und sollte daher auch nur im Zusammenhang mit den übrigen "Zeichen" betrachtet werden.

Gent-l. (= Gelber Enzian)

Ein Enziantrieb bohrt sich im Frühling durch ein altes Blatt - weist dies auf die Sympathie zu stechenden Schmerz?

Chel.  

Paracelsus.: orangegelben Milchsaft. "Wie eine Frau ihre Menstruation hat, so hat es auch diese Wurzel und das Kraut; das beweist die Anatomie. Wenn man es aufschneidet, fließt ein Saft, der dem Menstrualblut gleicht"

Sollte in der Frauenheilkunde viel intensiver genutzt werden. Manche Komplexmittel für Frauen enthalten Chel. (Phyto-Hypophyson L, Steierl). Hilfreich bei Dysmenorrhoe/Myom/Zysten/Menstruationskopfschmerz (r.)/

Post-Pill-Syndrom (Wechseljahren.) Nicht unbedingt muss Gelbsucht sein, die uns zur Wahl einer gelben Heilpflanze führt. Wie die Arznei, so ist auch der Kranke auf vielfältige Weise "gezeichnet".

Paracelsus: die sichtbaren Krankheitssymptome sind "Früchte der Krankheit", und der Arzt sollte unter die Pflanzen nach ähnlichen "Früchten" suchen.

Chel. als "Warzenkraut" könnte neben Thuj bei Papillomen gebraucht werden.

Paracelsus: "Du wirst dir merken, dass ein steinbrechendes Mittel einen Stein leicht bricht" Paracelsus. Die steinerweichenden Kräfte kann man nämlich sehen:

Um die Wurzeln von Löwenzahn/Chel finden sich manchmal haarfeine Risse im Mauerwerk. Die Wurzeln sondern Säuren. ab und erweichen auf diese Weise im Lauf der Zeit sogar Betonplatten. Wenn sich eine Signatur derart augenfällig präsentiert, dann ist es naheliegend, bei Gallengrieß/-steinen nicht einfach nur irgendeinen Gelbblüher zu verordnen, sondern den Bezug zum Mineralischen mitzubeachten, also bei der Wahl der Heilpflanze das Wachstum in Mauerritzen/auf steinigem Boden (Antennaria = Katzenpfötchen./= rozenkransje Asterales.) mitzubeachten.

Berb. = Chel-ähnlich zeigt Sympathie zum Gallenstein (harte Wurzel).

In den Dornen spiegeln sich Stechen (Cholelithiasis/Hepatitiden).

Dornige/stachelige Leberpflanzen: Card-m./Berb./Card-b. Lange vor Hahnemann forderte Paracelsus: "In keiner Weise wird eine Krankheit durch entgegengesetzte Mittel geheilt, sondern nur durch ihr ähnliche".

Paracelsus: "Was die Gelbsucht macht, heilt auch die Gelbsucht".

Wegbegleiter. der Zivilisation: Chel.

 

In der Signaturenlehre: 2 Motive:

A. man sucht nach Ähnlichkeiten zwischen Krankheit und Arznei, wie den gelben Pflanzen und der Gelbsucht.

B. Man will sich mit der Pflanze etwas Fehlendes einverleiben, beispielsweise mit der Einnahme von Schöllkraut dessen Resistenz gegenüber Umweltproblemstoffen erwerben.

 

Agri. (= Odermennig/= Bubenläuse./= Fünfblatt/= Kaiserkraut/= Leberkraut/= Klettenkraut/= Natternzunge./= immortal. crane.

= Brustwurz/= Schafklette/= Magenkraut/= Steinkraut/= Kirchturm/= Milzblüh).

Card-m. (= Silybum marianum/= Mariendistel)

Diminished appetite, bitter taste in the mouth, nausea, bilious vomiting, bright yellow hard stools and pain in the liver region

Purpurne Blüten (= Farbe des Mars, Gallenbezug), Dornen (= stechende Beschwerden) und Kulturbegleiter (= Resistenz gegen Umweltproblemstoffe). Hauptheilpflanze für die Leber. Bestandteil (Hepatik, Soluna/Marianon, Klein/Metamarianum B12, meta Fackler/Card-m w), bei Leberfunktionsstörungen bei Hepatitiden/bei chronisch-degenerativen Lebererkrankungen wie Fettleber und Leberzirrhose/hepatogenen Erschöpfungszuständen.

[William Gawlik]

Erbricht manchmal nach dem Essen. Weiterhin bei Leberschmerz mit dauerndem Druck im rechten Oberbauch und bei Durchfällen # Verstopfung, die Obstipation überwiegt.

Calen. (= Ringelblume)

Gelbe Blüten (= Gelbsucht). Blüten in Leberteemischungen. Die gelben Blütenfarbstoffe erwiesen sich als choleretisch/Saponine wirken Blutfett senkend

Chel. (= Schöllkraut)

Dirty yellow eyes, large, yellow tongue with imprint of teeth, nausea > drinking hot water, desires hot foods or drinks, Urin: dark yellow urine foaming like beer; Stool: dry, hard ball-like/creamish; pain in the liver region and also back, near the lower tip of scapula.

Eignet sich um bei Umweltbelastung die Leber offen zu halten. Dass es einen eher öffnenden, somit sekretionsfördernden Charakter hat, lässt sich durch eine Geschmacksprobe erfahren. Schmeckt bitter und fördert Speichel.

Dagegen am orangegelben Milchsaft leckt am Rand eines zerrissenen Blattes austretend, dann überwiegt die Schärfe. Nicht zuletzt blüht das Schöllkraut viele Monate, und seine Blätter sind ähnlich wie beim Salbei bis in den Winter grün, dann jedoch saftarm. Im übertragenen Sinn heilt alles, was lange währt, insbesondere die chronischen Zustände. Gerade bei chronischen Leberleiden sind Erschöpfungszustände üblich, und die entsprechenden Heilpflanzen gehören dann entweder zu den lebenskraftspendenden Unkräutern o. sie zeigen durch rote Farbe, Dornen o. Schärfe somit kraftspendenden Mars. unterstellt/regiert die Galle.

Gelbe Blüten und Wurzeln, orangegelber Milchsaft und dreilappige Blätter

Paracelsus: Gelbsucht/Gallenleiden. Phytotherapie/Homöopathie bei Gallenerkrankungen/Leberfunktionsstörungen. Für die choleretische Wirkung die gelbfärbenden Alkaloide Berberin und Chelidonin verantwortlich. Bewährt sich bei Cholelithiasis (Metamarianum, meta Fackler)/zur Gallenstein-Rezidivprophylaxe (Choleodoron Curcuma + Chel w/Chelidon./Berberis comp. Wala/Hepatik, Soluna).

[William Gawlik]

Schöllkraut wirkt sehr stark choleretisch und kann eine subchronische Stauung deutlich bessern. Da die Leberentstauung eine Entlastung des  Bauchraumes  bewirkt,  hilft  dieses  Mittel 

vor  allem  Patienten  mit  Herzinsuffizienz,  die  erfolgreich  mit  Digitalis  behandelt  werden,  jedoch unter starken Blähungen leiden. Die Lebensqualität steigert sich deutlich.

Agri. (= Odermennig)

Gelbe Blüten (= Gelbsucht), Klettfrüchte (= Entgiftungssignatur). Bestandteil volksmedizinischer Leber-Galle-Tees/Hepatik, Soluna/Metamarianum, meta Fackler. Leberschwäche mit Durchfallneigung. eine zusammenziehende Wirkung/wirkt wegen der Gerbstoffe austrocknend/eher für den Leberschwachen mit Durchfallneigung geeignet.

Anatomische Verwandtschaft

Frag. (= Erdbeere)/Hepat (= Leberblümchen)

"Alles, was runde, doch zerteilte Blätter hat, das hat Sympathie zur Leber, als Erdbeerkraut" (Johann Cudrio von Tours)

            Abs. (= Wermut)

An den gelben Blüten erkennt man die Heilpflanze für Leber und Galle. Dioskurides: böse, gallsüchtige Weiber.

Leberheilpflanzen weisen noch anatomische Verwandtschaft mit der Leber. Das dreilappige Blatt zeigt nämlich gewisse Ähnlichkeit zur Leber in 3 Lappen unterteilt ist. Chel./Frag./Meny./Hepat./Marchantia polymorpha (= Brunnenlebermoos/Marchantiales).

Arum-i. = Wurzel/= Cuckoopint/= Aronstab/= Schlangen-/= Drachenwurz

Card-b.x

Gelbe Blüten (= Gelbsucht)/Stacheln (= Stechen). (In Leber-Galle-Tees/Cheiranthol von Klein).

Berb. (= Berberitze)

Blüten und gelber Saft (= Gelbsucht), HARTes Holz (= Neigung zu Verhärtung/Steinbildung); dreizählige Dornen (= Stechend). Phytotherapeutisch/homöopathisch gebraucht man Berb. bei hepatogener Verdauungsschwäche sowie zur Rezidivprophylaxe von Gallensteinen (Chelidonium/Berberis comp. wa).

Croc-s.:

Gent-l. (= gelber Enzian)

Gelbe Blüten und gelbe Wurzel (= Gelbsucht). Als Amarum (= Bitterstoff) gebraucht. Zur Entlastung des Leberstoffwechsels bei Virusinfekten (Metavirulent, meta Fackler). Bei hepatogener Verdauungsschwäche (mit Tarax und Abs "Gentiana comp. wa).

Frag. = Erdbeere

Dreilappige Blätter (= Leberheilpflanze). Wie O.mennig, bei Leberschwäche mit Durchfallneigung indiziert. (Erdbeer-/Weinblätter kombiniert in

"Hepatodoron" w/= anthroposophische Basistherapie bei chronisch-entzündlichen und degenerativen Lebererkrankungen).

Hydr.:

            Meny. (= Fieberklee)

            Dreilappige Blätter (= Leberheilpflanze). Seltener Bestandteil volksmedizinischer Lebertees. Homöopathisch Urtinktur/Tiefpotenzen bei Kopfschmerz indiziert (apo-Dolor, Pekana)/entlasten den Leberstoffwechsel bei fieberhaften Infekten.

            Myric.: Severe jaundice with bronze-yellow skin, dull headache on waking in the morning, nausea followed by vomiting of a thick tenacious fluid and excessive

gas which is constantly discharged when walking or trying to evacuate bowels

Solid. (= Goldrute)       

Gelbe Blüten (= Gelbsucht) und Wachstum entlang von Straßen und Bahngleisen (= Toleranz gegen Umweltgifte.). Bewährt ist die Einnahme von Leberarzneien in o./+ Goldrutentee. Entlastet Leber/enthält "Vit. P" (= Flavonoide) vermindern die Gefäßpermeabilität.

Hyper. (= Johanniskraut)

Gelbe Blüten (= Gelbsucht), harter Stengel (= Neigung zu Verhärtung), perforierte Blätter (= stechende Schmerzen). Volksmedizinisch wird Rotöl bei

Leberschwellung zur Einreibung gebraucht. Innerlich regen Rotölkuren die Ausscheidung von Gallengrieß an (Kolikgefahr) und lindern Gallenkopfschmerz (Beginn mit "Hyperforat" Klein). (In Cheiranthol/Marianon, Klein).

Chion.:

Sickening, dull headache, yellow-eyes, tongue with a thick yellow fur, Urin: dark; Stool:  light coloured pasty;

Antennaria dioica (= Katzenpfötchen/Asterales.x)

Gelbe Blüten (= Gelbsucht), Wachstum auf sandigem bis steinigem Boden (= Bezug zum Gallengrieß). Als Schmuckdroge in volksmedizinischen Leber-Galle-Tees.

Die Flavonoide wirken choleretisch.

Hepatodoron early waking at 3 h. when the anabolic phase of the liver has not been powerful enough and the beginning of the catabolic phase simultaneously brings awakening with it. (Fragaria Vitis comp.)

Hepat. mit 20ml Blut. (= Leberblümchen)

Volksmedizinisch bei Gallensteinleiden und Leberschwellung in Teemischungen. (Hepatik, Soluna).

            Tarax. (= Löwenzahn)  

Gelbe Blüten (= Gelbsucht), Unkraut (= Vitalitätsspender)/Ruderalpflanze (= Umweltresistenz), hohler Stengel [= Antidyskratikum (= Ausleitung schlechter Körpersäfte, den Körper zur Selbstheilung anzuregen o.

Erkrankung zu verhindern)], Überdüngungsanzeiger (= Tendenz zu Fettleber). Wurzeldekokt zum Lösen von Gallensteinen/wirkt choleretisch/verbessert die Galleproduktion in der Leber/= Bestandteil blutreinigender Frühjahrskuren (Wurzeltee/junge Blätter als Salat)/Hepatik, Soluna/Taraxacum comp., Ceres. Bewährt bei hepatogener Verdauungsschwäche (Gentiana comp., wa).

 

Ol-j. = Lebertran aus Fischleber

 

Fettleber: Card-m. Form. Hep. Stann-met

------------------ + schlaflos/verstopft/erbrechen: Apoc.

Hepatitis: Chel.

           

Die traditionelle abendländische Vier-Elementen-Lehre mit ihrer Einteilung der Natur in die Kräfte von Feuer (warm-trocken), Luft (warm-feucht), Wasser (kalt-feucht) und Erde (kalt-trocken)

= die Grundlage der Temperamentenlehre. Überwiegt eines der Elemente im Menschen, so hat er ein Temperament entsprechend der Wesensart des jeweiligen Elements;

Beim Choleriker Feuer. (Chole = Galle), beim Sanguiniker Luft. (Sanguis = Blut), beim Phlegmatiker Wasser. (Phlegma = Dampf), beim Melancholiker Erde. (Melancholia = Schwarzgalligkeit).

Das Organsystem Leber-Galle ist Hauptregulator des emotionellen Befindens. Störungen dieses Systems bringen uns seelisch aus dem Gleichgewicht.

Babylonien: Satz "möge sich deine Leber glätten" als Ausdruck für den Wunsch, der Angesprochene möge sein seelisches Gleichgewicht wieder finden.

TCM: Leber = Sitz der Seele. Im alten China zeigte der Henker nach Hinrichtung eines Verbrechers dessen Leber dem Publikum, um pathologische Größe und Aussehen dieses Organs als Ursache seines Fehlverhaltens zu demonstrieren.

Europa: man spricht bei emotioneller Instabilität: „Eine Laus ist über die Leber gelaufen“/“Galle läuft über“.

Das Organsystem Leber/Galle hat neben Stoffwechselfunktionen (Aufbau lebenswichtiger Stoffe/Abbau von Schadstoffen)/Regulierung des Flüssigkeitsorganismus, als weitere wichtige Aufgabe die Steuerung unseres Energiehaushaltes; es regelt das Wechselspiel zwischen Entspannung (Funktion der Leber) und Anspannung (Funktion der Galle).

Leber und Galle können i.B. auf den Tonus (Spannungszustand) des Menschen also als polare Gegensätze gesehen werden (zeigt sich auch in der unterschiedlichen Zuordnung von Leber und Galle nach der abendländischen Vier-Elementen-Lehre).

Die "kühle" Leber wird dem Element Wasser (kalt-feucht) zugeordnet, die "warme" Galle, in der Leber gebildet, dagegen dem Element Feuer (warm-trocken). Somit findet in der Leber ein physiologischer und energetischer Umwandlungsprozess statt, von dem schon Paracelsus. wusste: "Die Leber ist der Alchimist. im Bauche"

So lange sich Feuer und Wasser, diese scheinbar unvereinbaren Gegensätze, in einem Fließgleichgewicht befinden, ist der Mensch gesund.

Ist dieses Gleichgewicht gestört, dominiert entweder Wasser o. Feuer.

Wasser überwiegend: der Mensch entwickelt ein phlegmatisches und depressives Temperament - er erschlafft. 1. eine zu große Feuchtigkeit und Kälte im Organismus entwickelt sich. Körperliche sowie geistige Erschlaffung ist die Folge; der Mensch wird hypoton. 2. dieser "Auskühlung" des Menschen kommt es infolge von Alterungsprozessen zu einer langsam zunehmenden Austrocknung des Organismus; der Mensch wird kalt und trocken = Eigenschaften des Elements Erde. Man könnte dies mit der Umbildung von Wasser (kalt-feucht) zu Eis (kalt-trocken) unter dem zu starken Einfluss von Kälte vergleichen. Mit dem Element Erde der ausgemergelte/gebrechliche/alte Mensch verbunden, vorzeitige Älterungserscheinungen typisch für den chronisch Leberkranken.

Feuer überwiegend: Überwiegt Feuer ein cholerisches Temperament entwickelt sich - der Mensch verkrampft sich.

1.      eine übergroße Erhitzung und damit verbunden eine Austrocknung statt. Der Mensch gerät in den verkrampften Zustand eines körperlichen/geistigen Hypertonus. 2. Anders als bei Wasser, geht das Feuer durch einen Verlust

2.      von Wärme in Erde über. Auch hier wird der Mensch kalt und trocken wie es für das Alter typisch ist. Allerdings ist die Umwandlung von Feuer zu Erde schnell und plötzlich, (Apoplexie).

Element Luft mit seinem warm-feuchten Aggregatszustand: Die Wärme gibt dem Menschen genügend Lebenswillen, die Feuchtigkeit genügend Kraft zur Regeneration. Er erfreut sich seines Lebens bis zuletzt. Dieses Ende kommt dann aber meist sehr plötzlich, z.B. durch einen Herzinfarkt. Hierin zeigt sich die Verwandtschaft zwischen Luft und Feuer.

Antiken: das sanguinische Temperament (Überwiegen von Luft) ist erwünschenswert. Dies findet seine Begründung in der negativen Einstellung antiker Autoren gegenüber alten Menschen. (Platon: der Mensch spätestens mit 63 Jahren von der Bühne des Lebens abtreten solle, sofern sich Zeichen der Gebrechlichkeit einstellen, um nicht dem Allgemeinwohl zur Last zu fallen/nicht Platon selbst, die Altersweisheit sein Eigen nennen wollte).

Ziel einer Behandlung: ein extremes Ungleichgewicht zwischen Wärme und Kälte sowie Trockenheit und Feuchtigkeit in den Bereich der physiologischen Breite aufzuheben.

Leber - Galle, das Organsystem der Emotionen

Ein Ungleichgewicht zwischen Wasser/Leber und Feuer/Galle führt zu typischen emotionalen Fehlentwicklungen.

Typischen Choleriker: ständig läuft eine Laus über die Leber. Gallsüchtig, mit Haaren auf den Zähnen, treibt unseren Patienten sein syphillinisches Temperament von einem Wutanfall zum nächsten. Es bedarf nur eines kleinen Tropfens, um seine Galle zum Überlaufen zu bringen. Nicht selten endet so ein Temperamentsausbruch in der Zerstörung, wenn nicht von sich selbst, dann von anderen; bestenfalls geht nur das Mobiliar zu Bruch.

     Mit seinem unbeugsamen Herrscherwillen vernichtet er alle Widerstände. Seine Devise lautet: "Ich bin das Wort, die Macht und die Herrlichkeit".

     Krankheiten des Cholerikers: rot, trocken sowie heiß und haben einen plötzlichen und dramatischen Verlauf (z.B. akute Krankheiten mit hohem Fieber).

     Auch beeinflusst die Cholerik das Herz-Kreislauf-System negativ.

     Wenn ihn nicht wegen seines Hypertonus einen Apoplexie plötzlich dahinrafft, dann vielleicht eine Gallenkolik mit einem akutem Bauch als Folgezustand, verursacht durch Gallensteine., im Volksmund auch "Ärgersteine" genannt, o. seine ausgesprochene Vorliebe für Wein, Weib und Gesang wird ihm zum Verhängnis.

Häufig klagt er über eine Versteifung im Schultergürtel und leidet unter rechtsseitiger Migräne, Schwindel, Benommenheit.

Leber ist „Organ des Leidens“

Der Phlegmatiker zeigt in allen Lebensfunktionen Trägheit und Langsamkeit. Sein psorisches Temperament neigt besonders zu Depression. Sein Leitsatz heißt –

"ich kann nicht, ich will nicht, lasst mir meine Ruhe". Ständige Sorgen, Erschöpfung und Lethargie/Willensschwäche und Ohnmacht gegenüber den Anforderungen des Lebens. Er neigt besonders zu Verdauungsschwäche sowie zu kalter und chronischer Symptomatik und zu ödematöser Schwellung. Ausgeprägt entwickelt sich in späteren Stadien aus der kalten und feuchten Natur des Phlegmatikers, die kalte und trockene Natur des Melancholikers. In diesem Zustand erhöht sich die Neigung zu chronischen Lungenerkrankungen wie Emphysem o. Bronchiektasie und es verstärkt sich die Ca-Latenz im Patienten.

Das Wechselspiel von Cholerik und Phlegma                                   

Scheinbar bilden Cholerik und Phlegma/Melancholie unüberbrückbare Gegensätze.

     Doch lässt sich immer wieder beobachten, wie der Phlegmatiker, nachdem man ihn lange genug gereizt hat, einen spontanen Gemütsausbruch hat; allerdings hat er vor den Folgen große Angst. Es entspricht nicht seiner Natur, sich Widerständen mit Gewalt zu nähern.

     Auch den Choleriker prägt die Angst, allerdings ganz anders als den Phlegmatiker. Seine Angst gilt dem Zusammenbruch seiner Lebensenergie, die er im Kleinen immer wieder als plötzliche Erschöpfung und als spontanen Depressionsausbruch erlebt. In dieser erzwungenen Ruhe kann er aber nichts mit sich anfangen. Um diesem Zustand auszuweichen, greift er immer wieder zu Stimulantia, stürzt sich in Arbeit/sucht Ablenkungen/bis zur totalen Erschöpfung.

Drastisch formuliert, haben Phlegmatiker und Melancholiker Angst vor dem Leben, Choleriker dagegen Angst vor dem Tod.

Der Choleriker lebt deswegen ganz auf der Tagseite des Lebens. Sein Bestreben gilt der Durchsetzung seiner Ich-Vorstellungen. Dies erfordert einen Verbrauch seiner Lebensenergie, analog der abbauenden Funktion der Gallensäuren.

Der Phlegmatiker dagegen pflegt auf der Nachtseite des Lebens zu stehen. Er verzichtet zu Gunsten des bewahrenden Prinzips, analog der aufbauenden Stoffwechselfunktion der Leber, auf die Durchsetzung seiner Ich-Vorstellungen.

Diese Beziehung von Cholerik und Phlegma zur Tag- und Nachtseite des Lebens spiegelt die Prometheus.x sage wider.

Es zeigt sich also, dass es in der Therapie wichtig ist, den Choleriker auf sanfte Weise zu mehr Ruhe und Gelassenheit zu bewegen, dagegen beim Phlegmatiker/Melancholiker Aktivität und mehr "Biss" zu erzeugen.

Zinn - Metall der Leberfunktionen (Stann-met.)

"Zinn gleicht der Leber, sein Wesen ist ganz wie sie" (Paracelsus).

Zinn ist relativ untoxisch; es ist wahrscheinlich ein lebensnotwendiges Spurenelement.

In homöopathischer Zubereitung hat es die Fähigkeit, die Leberfunktionen und damit ein Übergewicht von Wasser wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Dem Menschen, der Zinn in Hochpotenzen braucht, ist Verantwortungsgefühl und Tatkraft abhanden gekommen. Seine Stimmung ist ängstlich, mutlos und traurig.

"Es besteht eine zunehmende Abneigung gegen jede Art von Beschäftigung, sei es im Beruf, sei es zu Hause" (Kent).

"Zinn beeinflusst mentale und psychische Störungen, deren Ursachen in Funktionsstörungen der Leber o. des Gehirns beruhen" (Selawry).

Dieser Patient ist gerne übergewichtig, denkschwach und leidet unter Konzentrationsmangel, Tagträumerei, Leeregefühl im Kopf, hepatogener Depression, Willenshemmung, seelischer Verletzlichkeit und Hypochondrie.

Scheinbar ganz im Gegensatz zum bisher Gesagtem, hat sich Zinn in Hochpotenzen auch bei einem Menschen mit großtuerischem, herablassendem und anmaßendem Charakter mit Ehrsucht, Prunksucht und Herrschsucht bewährt. Diese Eigenschaften sind allerdings immer mit einem phlegmatischen und depressiven Grundcharakter verknüpft.

Wurde er lange genug gereizt, bekommt er einen Anfall von Jähzorn. Dies allerdings nur für kurze Zeit, da es seinem Ruhebedürfnis widerspricht, aggressiv zu sein. Arandisit w (= Stann-sil.). Siliziumverbindungen verstärken den Bezug zum Nervensystem.

Physische Schwäche charakteristisch für die Anwendung von Stann-met in Tiefpotenzen.

Mit seinen dunklen Augenringen sieht der Patient blass und elend aus. Seine Muskulatur ist schwach, womit jegliche Anstrengung zu einem Martyrium wird.

Tendenz zur Erschlaffung in Bindegewebsschwäche (z.B. Uterussenkung/Hämorrhoiden/Krampfadern), schwacher Verdauung o. Schwäche der Brustorgane.

Neben Tiefpotenzen von Sulfur./Hepar./Ars. wird Zinn auch zur Entgiftung von Schwermetallen (Amalgam) verwendet. Diese sind häufig verantwortlich für eine konstitutionelle Entwicklung in Richtung Phlegma o. Melancholie.

Diese wirken allgemein regulierend auf die Leberpsyche und werden besonders bei chronischen Lungen- und Gelenkserkrankungen verwendet. Besonders Stann-i. D12 bei Emphysem und Bronchiektasie.

Begleitmittel zur Zinntherapie

Anfang einer Metalltherapie mit Zinn: "vegetabilisierte Metalle" Taraxacum Stanno cultum w (willensgehemmte Menschen/bei Leberdepression), Cichorium Stanno cultum w bei Zuständen durch Ärger, die sich negativ auf das seelische Befinden auswirken, z.B. Depression als Status nach Ärger.

Zur Organregeneration und, um die Mittel leberspezifisch wirksam werden zu lassen empfiehlt es sich, Hepar bovis D4 mit Zinnpräparaten zu verschreiben (Arandisit D15 / Hepar bovis D 4 o. Hepar - Stannum w). Metahepat N® meta-Fackler/Hepar 202 N® Staufen Pharma.

Stann-met. in tiefen Potenzen zur organotropen Therapie und sind hier die wichtigsten Hilfsmittel wie Card-m. (= Mariendistel)/Phos Leberregeneration/-energetisierung.

Anwenden (unterhalb des r. Schulterblatts/an den Zustimmungspunkten der Leber auf dem Blasenmeridian B18).

Die "verdunkelte" Seele, die sich häufig als Folge des Phlegmas einstellt, lässt sich erfahrungsgemäß auch begleitend mit Mitteln behandeln, die durch ihre Eigenschaften erwärmend und antidepressiv wirken. Typische Kennzeichen dieser Mittel sind z.B. ihre gelbe Farbe und ihr häufig bitterer Geschmack.

Beispiele wären verdauungsfördernde Mittel wie Ange-a, Ange-silvestris Ø (Engelwurz), Berb Ø bis D 4 (Berberitze), Cent-erythrea Ø (= Tausendgüldenkraut), Gent-l. Ø (= Gelber Enzian) o.  Choleretika wie Curcuma longa Ø (Gelbwurz) und Cynara scolymus Ø (Artischocke).

Aur./Rosm./Phos-ac. als kreislaufanregende Mittel bei Erschöpfung an Leib und Seele.

Anregung der Leberfunktionen: Hepatitis Nosode in seltenen Gaben als Zwischenmittel bei hartnäckigen Ermüdungs-/Erschöpfungszuständen auch bei sämtliche normale Leberwerte.

Das Gesamtbild des chronisch Leberkranken geht einher mit einer Nierenschwäche. Niere ist Sitz der "Lebensessenz". Neben einer Lebertherapie bei einem Erschöpfungssyndrom soll auch die Niere energetisch gestärkt werden. Am besten mit Cupr-met = dem Metall der Niere/mit Kupferverbindungen: Olivenit D6 (= natürliches Kupferarsenat. w).

Pflanzliche Nierenmittel wie Ap-g. Ø [= Sellerie/= ausgezeichnetes Aphrodisiakum, das unser Phlegmatiker bei seiner schwachen Sexualität gut gebrauchen kann; eine ähnliche Wirkung haben Dam. Ø/Panax ginseng Ø] ergänzend zu einer Zinntherapie.

Weitere wichtige Mittel gegen das Phlegma/Melancholie unter den Homöopathika: Ambra./Calc./Con./Graph./Ign./Naja./Nat-m/Puls/Staph

Eisen - Metall der Gallenfunktion

Eines der wichtigsten Heilmittel der Galle ist Ferr-met. (Eisen).

Ohne Eisen wäre die Welt und damit der Mensch blass/blutleer/willenlos/wichtig für die Blutbildung (Hämoglobin.), für Kreislauf und Atmung (Oxidation.), für Muskelarbeit (Myoglobin), Lichtschutz, Abwehr- o. Nervenfunktionen. Das Eisen gibt dem Organismus die notwendige Wärme, die er zum Leben braucht und dies nicht zuletzt durch die Gallenfunktion. Ist die Galle aktiv, "so hat der Mensch viel Feuer in sich, denn die Galle macht Feuer" (Paracelsus).

     Mit genügend Feuer/Galle, hat der Mensch ausreichend Mut, sich den Anforderungen des Lebens zu stellen; es verleiht ihm Entschlossenheit/Tatkraft/Willensstärke. Galle ist das Organ des Willens.

     Das Eisen spielt in der Kultur des Menschen also eine ganz wesentliche Rolle. Mit Hilfe des Eisens hat der Mensch auf kriegerische Weise die Welt erobert. Aus Eisen sind aber auch die Ketten geschmiedet, mit denen Prometheus von den Göttern an die Felsen des Kaukasus gefesselt wurde. Wie vorher beschrieben, symbolisiert die Kette und der Fels die Gebundenheit an die materielle Existenz; Eisen wird deshalb auch als das Inkarnationsmetall bezeichnet.

Übermaß an Eisen: Mensch ist zu stark im Materiellen/Irdischen verhaftet,

Mangel an Eisen: Mensch ist zu schwach.

Nimmt das Feuer und damit das Eisen im Menschen überhand, entwickelt sich das cholerische Temperament mit all seinen zerstörerischen Tendenzen wie sie zuvor beschrieben wurden.

"Paracelsus spricht von einem Sieden der Galle, die gleich dem Wein alle Säfte beherrscht und den Zorn gebiert" (Selawry).

"Eisentypen sind Tatmenschen, die von klein an nach Beschäftigung verlangen. Sie brauchen körperliche Anstrengung, um ihre geballte Energie zu entladen, treiben gern Sport, vor allem Wettkampf, und suchen, sich selbst immer wieder zu überbieten" (Selawry).

Hat oft die Rolle des Anführers/überlässt man ihm diese Rolle nicht freiwillig, wird er alles daran setzen, diese zu erlangen/tollkühnen Draufgänger: unlogisch/instinktiv/aggressiv/parteiisch/rebellisch/destruktiv/jähzornig/ohne jede Selbstkontrolle/selbstberauscht/eigensinnig/streitsüchtig/waghalsig/voller Ehrsucht/explosiv/grob/voreilig/kopflos/ständig in Zeitnot.

Physisch entspricht dies einer "Blutfülle", Hypertonie, heißen und trockenen Entzündungen sowie einer gesteigerten Gallenproduktion mit der Neigung zu heftigen krampfartigen Schmerzen und rezidivierender Entzündung.

Mangel an Eisen: anämisch/verbittert/gehemmt/deprimiert. Dies entspricht in etwa dem Phlegma, wie vorher beschrieben. Bei Hypotonie, Selbstunsicherheit, Angst und Entschlussunfähigkeit hat sich neben Ferr-met./Skorodit (= Eisenarsenat. w) bewährt. Das Auftragen einer Eisensalbe auf der Gallengegend (Ferrum metallicum Salbe 5% w) ist hierbei eine wirkungsvolle Unterstützungstherapie.

Bei Anämie empfiehlt sich die Anwendung von Hämatit. D6 (= Eisenoxyd w) galt den Rittern früher als Amulett für Hieb-/Stichfestigkeit.

Verbindung von Hämatit mit der Schlehe (= Prun.), einer Dornenpflanze/enthält Hydr-ac. hat sich bei Rekonvaleszenzschwäche bewährt (Prunuseisen, wa).

Eisen in mittleren Potenzen D12 bis D15/für eine allgemein ausgleichende Eisentherapie/besonders aber sollte mit dieser Potenz begonnen werden, wenn der Patient einem stetigen Wechsel seiner Stimmung unterworfen ist.

Begleitmittel zur Eisentherapie

Aur-met. = Metall des Herzens/entspricht dem Erscheinungsbild der Choleriker/der Eisentyp wird, falls seinen zerstörerischen Tendenzen zu enge Grenzen gesetzt werden, seine Gewalt gegen sich selbst richten; ein Aspekt, der besonders durch Aur-met. abgedeckt wird. Auch die spontanen Anfälle von selbstzerstörerischer Depression sind typisch für die Anwendung von Gold/Aur D12 - D30 # Ferr D30 macht den Choleriker besonnener und sozial verträglicher.

Weitere Nervina wirken auf den Choleriker beruhigend/vor allem mit einem geistigem Zustand der Verwirrung + Schlafstörungen und Herz-Kreislaufproblemen (Bluthochdruck). Ballota nigra (= Schwarznessel/= Stink.-Andorn/= Schwarzer Gott.-vergess. Lamiales.) Ø/Citrus aurantium Ø (= Bitterorange)/Conv-m. Ø (= Maiglöckchen)/Spirea. (= Filipendula ulmaria/= Mädesüß) Ø/Meli. Ø (= Honigklee)/Orig. Ø (= Majoran)/Peumus boldus Ø (Boldo)/Valer. Ø (= Baldrian)/Visc. Ø (= Mistel)/Vitis. Ø (= Wein).

Chel. Choleriker mit Dauerschmerz unter dem unteren Winkel des r. Schulterblatts (= Reflexzone von Leber/Galle)/Migränesymptome über dem r. Auge/und Spasmen der ableitenden Gallenwege/entkrampft/schmeckt SCHARF/von D 4 ab verwenden (Gallensteinen).

Empfohlen ist: Abs (bitter schmeckend) fördert die Ausscheidung der Galle (Vorsicht bei Gallensteinen)/"gallsüchtigen Weibern" tropfenweise in Ø/D 6.

Silbersalbe (Argentum metallicum praeparatum Salbe 5% w) beruhigt entzündete Galle = typisch für Choleriker/dieses kühlende Prinzip des Silbers erfüllt auch Stell. (= Vogelmiere) als Kompresse bei Gallenblasenentzündung (in Krisensituationen).

Raph. (= Rettich) kühlt trotz seiner Schärfe. Er sollte wegen dieser Eigenschaften viel verwendet werden; (für Phlegmatiker).

Tarax (= Löwenzahn) wirkt kühlend, trotz seines sonnenhaften und warmen Aussehens. Neben seiner großen Bedeutung als Universalmittel für akute Oberbauchbeschwerden (Leber/Galle/Pankreas/Dünndarm) ist er auch ein großartiges Psychotherapeutikum.

Eine besondere Stellung hat Ars. das Spezifikum für geistige Aggressionen, ohne sie körperlich ausleben zu können. Arsentyp wird dann aggressiv, wenn etwas nicht in sein Denkschema passt. Er hat einen Groll gegen seine Mitmenschen, den er hinunterschluckt. Das Ergebnis ist die Selbstzerstörung. Ausgebrannten Choleriker/schwach geworden an seinem Lebensende, muss jetzt dem Tod ins Auge blicken, vor dem er soviel Angst hat. Aber bekanntlich spendet Arsen in Hochpotenzen Ruhe und Erleichterung in der Todesstunde.

Bei einem cholerischen Temperament: Ign./Lil-t./Lyc./Nux-v./Verat./Bell./Dulc./Hyos./Stram.

Behandlungsbedürftig.

 

Phytology: SOLUNAT Nr. 8 Hepatik Erkrankungen der Leber und der Gallenblase (auch bei Gallensteinen/nicht bei hepatischem Ikterus)/Ausleitung und Entgiftung (mit SOLUNAT Nr. 9 Lymphatik und SOLUNAT Nr. 16

Renalin ergänzt)

Phytotherapie: Heilpflanzen:

Bittere Mittel: Andorn, Berb. Gamander, Card-b. Wasserdost, Bry.

Süße Mittel: Erdrauch, Löwenzahn, Melisse, Ringelblume.

Sonstige Mittel: Artischocke, Lyc. Boldo, Urt. Solid. Kohl, Card-m. Odermennig, Salv. Chel. und andere.

Die Pflanzen haben teilweise eine sedierende Wirkung bei Hepatitis [Marr-vg. (= Andorn)/Cyn. (= Artischocke)/Bold. (= Erdrauch)/Agri. (= Odermennig)/Chel. (= Schöllkraut), teilweise eine tonisierende bei Hepatose (Beispiele: Chin. (= Chinarinde)/Card-b. (= Kardobenediktenkraut)/Teucr. (= Gamander)/Card-m. (= Mariendistel)/Salv. (= Salbei)/Eupat. (= Wasserdost)]. Berb. o. Kohl, eignen sich zur Behandlung von Leberproblemen aller Art. Es ist unbedingt erforderlich, die Phytotherapie der Leber mit Kräutermischungen zu betreiben. Fertigarzneimittel des Handels sind größtenteils Einzelmittel, nämlich Extrakte aus Mariendistel mit guter Wirkung/= nicht erschöpfend. Wirkstoffe der Mariendistel sind Flavonoide, die durchlichtend auf Stoffwechsel und Psyche wirken. Aufhellend und aktivierend wirken z.B. auch Bold/Eupat. Die günstige Leberwirkung haben auch die Flavonoide aus Betula foliae/Calen. (= Ringelblume).

Aromatherapie: Ätherische Öle werden in der Spagirik als Merkur des Sulfur definiert, müssten also theoretisch gute Leberheilmittel sein. Größere Mengen innerlich gegeben belasten die Leber. Zur Leberbehandlung gibt die Literatur viele Öle an, u.a. Anis, Fenchel, Engelwurz, Liebstöckel, Orange, Mandarine, Zitrone, Bohnenkraut, Lavendel, Majoran, Minze, Quendel, Rosmarin, Salbei, Thymian, Ysop, Geranium, Palmarosa, Rose, Ingwer, Pfeffer.

Man verwendet sie als Tinktur o. Tee aus der ölhaltigen Pflanze in nicht zu hohen Dosen o. die reinen Öle zur Einreibung an Reflexzonen in fettem Öl gelöst. Nahe liegend ist Einreibung über der Leber. Zum Sedieren nimmt man die milden Öle, zum Tonisieren die scharfen. "Allein die Dosis macht ein Stoff zum Gift" (Paracelsus).

Die Leberdiät hat Ähnlichkeit mit der Phytotherapie.

Bittere Stoffe: Löwenzahnsalat, Zichoriensalat.

Süße Stoffe: Melisse, Lakritze, Ringelblume (als Tees).

Viele leberfreundliche Nahrungsmittel sind schwefelhaltig: Kohl/Zwiebel/Knoblauch/Rettich/Steckrübe/Meerrettich/Brunnenkresse/Kapuzinerkresse/Löffelkraut/Rucolasalat.

Alchimie: heiße alchimistische Sulfur: in scharfem Senf, Wasserschwefel. Weniger bis kaum scharf, dafür etwas bitter/= entzündungswidrig und regenerierend.

Kleieprodukte guter Qualität sind wegen des Gehaltes an B-Vitaminen, Vitamin E und Inosit zu empfehlen.

Die Volksmedizin verwendet reichlich Magerquark (bis zu 250 g/Tag) und trübes Weißbier (1 - 2 Flaschen/Tag).

Orthomolekulare Medizin im engeren Sinn:

Leberbehandlung mit ausreichend hohen Dosen von Vitaminen und vitaminähnlichen Stoffen sowie Mineralien.

B-Vitamine: Die wasserlöslichen Vitamine sind bekanntlich Coenzyme, also unentbehrlicher Bestandteil vieler Enzyme. Reichliche Zufuhr unterstützt die Stoffwechselfunktionen der Leber und fördert damit auch die starke Selbstheilungstendenz dieses Organs.

Die zahlreichen Multivitaminpräparate der Roten Liste sind durch ihre niedrigen Dosierungen nur als Nahrungsergänzungsmittel geeignet, weniger als Arzneimittel. Hochdosierte Vitamine zeigen neue therapeutische Eigenschaften und sind damit Arzneimittel im engeren Sinn über ihre physiologische Funktion hinaus.

Einige höher dosierte B-Vitamin-Fertigarzneimittel: B-Komplex forte, Hevert; Vitamin-B-Komplex forte, ratiopharm; Neuro-Lichtenstein-Injektionslösung. Diese enthalten die Vitamine B 1, B6 und B12.

Multimulsin und Geriartiemulsin, Fa. Mucos sind nicht so hoch dosiert, zeigen aber wegen sehr guter Resorption eine beachtliche Wirkung.

Von hochdosiertem Vitamin B12 die auch an der chronischen Leber zeigen sehr gute Wirkung. Vitamin B12 ist kobalthaltig und bildet rote Kristalle; beides Hinweise, dass diese Substanz im Sinne der Alchimie dem Prinzip Sulfur, das den Stoffwechsel beherrscht, zuzuordnen ist.

B-Vitamine zeigen therapeutische Eigenschaften frühestens bei Dosen, die dem zehnfachen Tagesbedarf entsprechen. Teilweise ist eine Dosierung in Höhe des hundertfachen Tagesbedarfs möglich.

Vitamin. E:

Lecithin und Cholin: Cholin ist ein Aminsalz mit der Formel (CH3) N + Anion. Handelsüblich ist Cholinchlorid und Cholinbitartrat. Die Lecithine sind Phospholipide, das sind Verbindungen aus Fettsäuren, Glyzerin, Phosphorsäure und Aminen, meist Cholin.

Phospholipide und damit auch Cholin sind lebensnotwendig, doch kann sie der Körper selbst synthetisieren. Zufuhr von Lecithin o. Cholin erspart dem Stoffwechsel die Syntheseleistung, das Tetramethylammoniumion (s.o) aufzubauen. Es ist also ein vitaminähnlicher Stoff. Cholin und Lecithin unterstützen durch die Entlastung der Leber die Selbstheilung dieses Organs ganz außerordentlich. Cholinsalze muß man im Pharmaziegroßhandel bestellen: Cholinum chloratum DAB 10 100 g o. Cholinum bitartaricum DAB 10 100 g. Cholinchlorid schmeckt abscheulich, Cholinbitartrat angenehm säuerlich. Tagesdosis ist 0,5 bis 2,0 g. Diese Salze sind leicht wasserlöslich, die Menge als einmalige Tagesdosis nachmittags o. abends verschrieben. Cholin hat als Muttersubstanz des Acetylcholins eine cholinerge Wirkung. Neigt ein Patient zu Durchfall, so verstärkt sich diese Tendenz; man kann Cholin auch mit Erfolg bei hartnäckiger Verstopfung verschreiben.

Die Leberindikationen von Cholin: Fettleber, pathologische Leberwerte, toxische Schäden an der Leber (durch starke Medikamente verursacht), Virushepatitis, Leberzirrhose.

Wie die großen Leberheilmittel Magnesium und Vitamin E zeigt Cholin auch eine günstige Wirkung bei Herzleiden. Lecithin hat eine schwächere Wirkung als Cholin.

Man verschreibt es, falls der Patient Cholin nicht verträgt. Fertigarzneimittel finden sich in der Roten Liste unter 48 Hepatika und 73 Roborantia/Tonika. Beispiele: Essentiale forte, Buerlecithin.

Auch Lecithin ist billig im Pharmaziegroßhandel zu erhalten: Lecithinum e Soja pulv. (Instantform) 100 g, 250 g, 1 kg. Die Tagesdosis ist 1,5 bis 5 g.

Vom Standpunkt der Alchimie sind Lecithin und Cholin dem Prinzip Merkur zugeordnet; die Stickstoffverbindung Cholin hat eine Beziehung zum Azoth des Paracelsus und zum Element Luft.

Flavonoide: Sind Blütenfarbstoffe/kommen auch in Blättern und Samen vor. Dies ist auch der Fall bei dem Flavonoidgemisch, das den Wirkstoff der Mariendistel darstellt. Es gibt eine große Zahl Extraktpräparate aus der Mariendistel, die zu Recht oft verschrieben werden. Wie Cholin eignen sie sich zur Behandlung von Leberleiden aller Art, besonders bei chronischen Leiden und schlechtem Energiestatus im Sinn der TCM.

Andere Flavonoide mit Leberwirkung: Rutin ("Vitamin P"), hergestellt aus Sophora japonica o. Buchweizen; in der Roten Liste als Einzelmittel o. in Mischpräparaten. Auch die in Birkenblättern reichlich enthaltenen Flavonoide haben Leberwirkung, desgleichen der Blütenfarbstoff der Ringelblume.

Magnesium: Das Lichtmetall Magnesium, astrologisch der Sonne zugeordnet, ist im Stoffwechsel der Hansdampf in allen Gassen. Derzeit sind 300 Enzymreaktionen bekannt, an denen es beteiligt ist (merkurieller Aspekt in der Alchimie). Es verbrennt mit starker Lichtentwicklung und heißer Flamme (Sulfuraspekt). Nicht überraschend ist, daß Magnesium außer seiner Heilwirkung bei Herzleiden auch gute Wirkung an der Leber zeigt, besonders bei Vorliegen von vegetativen Störungen und Leberdepression. Eine Behandlung mit handfesten Dosen ist sinnvoll. Magnesiummangel ist diagnostisch nicht leicht aufzudecken. Er führt nicht nur zu Stoffwechselschäden, sondern ruiniert auch den Immunapparat.

Magnesium ist extrem krebsfeindlich. Pharmaziegroßhandel: Magnesiumchlorid-Magnesium chloratum cryst PhEur. 100 g/250 g/1 kg. Es ist billig, aber bitter. Außerdem: Magnesiumhydrogencitrat-Magnesium citricum purum DAC 100 g/250 g/1 kg. Dieses ist angenehm säuerlich und gut zu nehmen. Beide Magnesiumsalze sind gut wasserlöslich, Tagesdosis 1 bis 4 g.

Homöopathie und Oligotherapie

Sul-ac. Asp-o. Berb. Chel. Chin. Hydr. Kali-c. Lyc. Mag-m. Mag-f. Nux-v. Phos. Ptel. Raph. Tarax. Stann-met.

Oligotherapie: Verwendet Metallgluconate und Nichtmetalle in spezieller Zubereitung, in "physiologischer Salzlösung". Es handelt sich nicht um Homöopathika, eher um spagirische Zubereitungen. Die Indikationen dieser Mittel sind auch nicht identisch mit den Angaben in Lehrbüchern der Homöopathie o. der orthomolekularen Medizin. Wichtigstes Oligosol ist Manganese-Cuivre-Oligosol. Meistens durch die Kombination Cupr-ars, Mang-perox o. Mang-s ersetzt und bei Leberleiden weitere Lebermittel pflanzlicher Herkunft in Tiefpotenzen zugesetzt.

Es gibt mehrere Dutzend Oligotherapeutika in Frankreich. In der Lebertherapie verwendet wird Mangan allein, Magnesium Mangan-Kohalt, Kupfer-Gold-Silber und Schwefel.

            Verdünntes Natriumthiosulfat. Kann durch Natrium thiosulfuricum D4 ersetzt werden. Natriumthiosulfat ist ein wirksames Antidot bei Schwermetallvergiftung.

Bei Verwendung von Schwermetallen und Schwefel ein mehrstündiger Abstand die Gaben trennen;

Oligotherapie mit Nichtmetallen:           

Claude Binet weist in seinen Publikationen auf die großartige Wirkung des Kupfers bei chronischen Infektionen aller Art hin, auf die stimulierende Wirkung des Mangans (und chemisch ähnlichen Magnesiums) bei Insuffizienzen, z.B. Leberinsuffizienz. Bei dem Präparat Mangan-Kupfer beschreibt er eine reinigende Wirkung auf alle Gewebe.

Will man die Wirkungsrichtung von Metallen auf bestimmte Organe richten, gelten folgende Regeln:

Wirkung auf Parenchymorgane haben Arsenite, Arsenate, Hypophosphite, Acetate, Sulfate.

Wirkung auf Hohlorgane haben freie Metalle, Oxide, Carbonate.

Wirkung auf Nervensubstanz haben Fluoride, Phosphate.

Oxide sind energiezuführende Stoffe. - Halogenide haben mehr Wirkung auf Parenchym und Drüsen.

Idee, Mangan und Kupfer gleichzeitig zu verschreiben, kam aufgrund astrologischer Überlegungen. Es ist nicht üblich, Eisen (Mars) und Kupfer (Venus) gleichzeitig zu verwenden.

Das sehr eisenähnliche Mangan hat aber Mars- und Merkurcharakter, dadurch wird eine Kombination möglich. Ich hatte hundertfach bei verschiedenen Leiden, nicht nur der Leber, damit Erfolg. Bei Leberleiden hatte ich oft Erfolg mit einer weiteren Kombination: Cupr-ars und Stann-met. Astrologisch gleichzeitige Verwendung von Venus und Jupitermitteln.

Alchimie/Spagirik kennen 3 Prinzipien: Merkur = das Flüchtige/Sulfur = das Brennende/Sal = das Feste.

Leber = als Stoffwechselorgan stark vom Prinzip Sulfur geprägt. Wird nach Paracelsus sympathisch behandelt, sulfurische Arzneien die Mittel der Wahl. Hierzu gehören Schwefelverbindungen, mehr o. weniger alle Metalle und scharfe o. bittere Kräuter. Umwandlungen haben auch mit dem Prinzip Merkur zu tun. Gute Lebertherapie berücksichtigt beide Prinzipien, wie erwähnt, manifestiert sich Merkur in B-Vitaminen und Cholin. Sulfur verschreibt man nicht als homöopathischen Sulfur o. als Senföle, aber milder als Wasserschwefel (bei Diät beschrieben) o.  Sul-ac. Mag-s. Nat-s.

Spagirische Fertigarzneimittel in der Leberbehandlung: Fa. Weleda - Chelidonium Ferro cultum, Chamomilla Cupro culta w, Cichorium Stanno cultum w, Taraxacum Stanno cultum w, Vitis comp.; Fa. Soluna-Hepatik, Renalin.

Allerlei: „Ist Dir eine Laus. über die Leber gelaufen“

„crise de foie" = „bilious attack"

Die Leberdiät. Zusammen mit Phytotherapie ist lange bekannt. Erst seit 200 Jahren ist es möglich, Naturstoffe in großer Zahl zu isolieren, ihre Struktur aufzuklären und sie synthetisch herzustellen.

Dies machte Vitamine. und vitaminähnliche Stoffe (bei diesen ist eine Zufuhr durch die Nahrung nicht lebensnotwendig) als Leberheilmittel zugänglich.

Homöopathie: Das Heilen mit Arzneien in speziell zubereiteten Kleinstdosen ist ebenfalls erst 200 Jahre alt. Es ist bei der Leberbehandlung eine gute Ergänzung der Phytotherapie, um die Konstitution zu verbessern.

Ars. Berb. Chel. Hydr. Lyc. Nux-v. Ptel. Phos. Raph. Sulph.

Verwendung von Metallen/Mineralien und ihren alchimistischen Zubereitungen ist dagegen Jahrtausende alt (Paracelsus).

Oligotherapie: Vitamine/Metalle Zubereitung mit Grundlagen in der Alchimie.

Anthroposophische Medizin.

Balneotherapie: Die Leber spricht gut auf geeignete Heilwässer an. Diese enthalten gewöhnlich Schwefel in verschiedenen Verbindungsformen. Vich-g.

Topographische Therapieverfahren zur Leberbehandlung: Akupunktur(punkte): Kupferverbindungen; Einreibung von Salben o. ätherischen Ölen in die in Frage kommenden Reflexzonen (Lebergebiet, zwischen Wirbelsäule und r. Schulterblatt usw.).

Orthomolekulare Medizin.

Höheren Dosen von Vitaminen, vitaminähnlichen Stoffen sowie Mineralien und Spurenelementen. Bei Spurenelementen (Mn/Co/Cu/Zn/Se) genügen zur Therapie recht kleine Mengen, etwa im Bereich homöopathischer Dilutionen D4 bis D8 zur Erzielung einer therapeutischen Wirkung.

Spezialpräparate aus Mineralien/Spurenelementen sind keine Homöopathika, sondern nach Gesichtspunkten der Alchimie/Spagirik hergestellt. Die interessantesten, die Oligotherapeutika Frankreichs, sind derzeit nur als Importe erhältlich, was umständlich und kostspielig ist. Man kann sich aber weitgehend mit homöopathischen Tiefpotenzen gleicher Konzentration und gleichen Mischungen aus den Einzelmitteln behelfen, wie sie in den oligotherapeutische Originalen vorliegen. Betriebsgeheimnisse bei der Herstellung bleiben dabei leider nicht berücksichtigt (haben die meisten Pharmafirmen).

Bei der Leber-/Gallentherapie ist die gleichzeitige Anwendung mehrerer verschiedener Heilweisen unentbehrlich. Auch bei anderen Leiden zeigt sich in den Industrieländern zunehmend die Notwendigkeit eines solchen Vorgehens (Zwang zur Polypragmasie).

Lassen Sie ihre Patienten Multivitamin- bzw. Mineralpräparate in der Apotheke besorgen, ein tüchtiger Apotheker stellt einen Preisvergleich an und weiß, welches die wertvollen, galenischen Formen sind. Zum Vergleichen der Preise sehen Sie sich in der Roten Liste z.B. das Verhältnis Wirkstoffmenge/Preis bei den vielen Vitamin-E-Präparaten an. Sie werden Preisdifferenzen bis zum Verhältnis 1:10 finden.

            Phytotherapie: Die Heilpflanzen sollen hier nur am Rande erwähnt werden.

Pflanzen mit teilweise sedierende Wirkung bei Hepatitis (Beispiele: Andorn, Artischocke, Boldo, Erdrauch, Odermennig, Schöllkraut), teilweise tonisierende

bei Hepatose (Beispiele: Chinarinde, Kardobenediktenkraut, Gamander, Mariendistel, Salbei, Wasserdost). Manche, wie Berberitze o. Kohl, eignen sich zur

Behandlung von Leberproblemen aller Art. Es ist unbedingt erforderlich, die Phytotherapie der Leber mit Kräutermischungen zu betreiben. Wirkstoffe der Card-m sind Flavonoide, die durchlichtend auf Stoffwechsel und Psyche wirken. Aufhellend und aktivierend wirken z.B. auch Boldo und Gamander. Günstige Leberwirkung haben auch die Flavonoide aus Birkenblättern und Ringelblume.

Aromatherapie.:

Ätherische Öle werden in der Spagirik als Merkur des Sulfur definiert, müßten also theoretisch gute Leberheilmittel sein. Größere Mengen innerlich gegeben

belasten aber die kranke Leber. Zur Leberbehandlung gibt die Literatur viele Öle an, u.a. Anis, Fenchel, Engelwurz, Liebstöckel, Orange, Mandarine, Zitrone,

Bohnenkraut, Lavendel, Majoran, Minze, Quendel, Rosmarin, Salbei, Thymian, Ysop, Geranium, Palmarosa, Rose, Ingwer, Pfeffer.

Man verwendet sie als Ø/Tee aus der ölhaltigen Pflanze in nicht zu hohen Dosen o. die reinen Öle zur Einreibung an Reflexzonen in fettem Öl gelöst. (über der Leber).

Zum Sedieren nimmt man die milden Öle, zum Tonisieren die scharfen.

Die Leberdiät hat Ähnlichkeit mit der Phytotherapie. (Bircher-Benner-Handbuch, Band 1, für Leber- und Gallenkranke Dr. med. Andres Bircher)

Bittere Stoffe: Löwenzahnsalat, Zichoriensalat.

Süße Stoffe: Melisse, Lakritze, Ringelblume (als Tees).

Viele leberfreundliche Nahrungsmittel sind schwefelhaltig: Kohl, Zwiebel, Knoblauch, Rettich, Steckrübe, Meerrettich, Brunnenkresse, Kapuzinerkresse, Löffelkraut und Ruccolasalat.

Vom Standpunkt der Alchemie liegt in diesen Lebensmitteln nicht der heiße alchimistische Sulfur vor wie in scharfem Senf, sondern eine kühlere Abart, der sogenannte Wasserschwefel. Dieser schmeckt weniger bis kaum scharf, dafür etwas bitter. Wasserschwefel wirkt entzündungswidrig und regenerierend zugleich. Kleieprodukte guter Qualität sind wegen des Gehaltes an B-Vitaminen, Vitamin E und Inosit zu empfehlen. Die Volksmedizin verwendet in der Leberdiät noch reichlich Magerquark (bis zu 250 g/Tag) und trübes Weißbier (1 bis 2 Flaschen/Tag).

Orthomolekulare Medizin im engeren Sinn: Leberbehandlung mit ausreichend hohen Dosen von Vitaminen und vitaminähnlichen Stoffen sowie Mineralien (Behandlung mit kleineren Dosen von Metallen und Nichtmetallen wird später besprochen).

Welche Stoffe zur Erhaltung des Lebens zugeführt werden müssen, wie hoch der Bedarf ist und welche (bei organischen Stoffen) chemische Struktur vorliegt, wurde erst im Lauf des 20en Jahrhunderts bekannt. Diese Entwicklung ist übrigens noch nicht abgeschlossen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind noch nicht alle Vitamine und Spurenelemente bekannt. Aus der Kenntnis der Formeln der Vitamine ergab sich die Möglichkeit, sie künstlich und preiswert herzustellen. Nach Kenntnis der Stoffe, deren Zufuhr lebensnotwendig ist, konnten auch Tabellen des Minimalbedarfs erstellt werden. Diese haben einen Pferdefuß: Bestimmt ist der Minimalbedarf eines gesunden Menschen, der weder körperlich noch geistig arbeitet. Die Angaben zum Ascorbinsäurebedarf sind viel zu niedrig; bei Stress ist es sinnvoll, die vierfache Menge der bei B-Vitaminen angegebenen Minimalwerte zuzuführen. Eine weitere Komplikation ist der Unterschied zwischen Literaturangaben wichtiger biologisch aktiver Inhaltsstoffe in Lebensmitteln und dem Gehalt, den man tatsächlich vorfindet.

Ich war dreizehn Jahre als Analytiker in der biologischen Forschung tätig - u.a. Lipide aller Art, Vitamine, Gerontologie - und weiß deshalb Bescheid. Sieht man in den Mund verschiedener Probanden, kann man bei 20% der Bevölkerung einen echten Skorbut diagnostizieren; Kann man nicht unbegrenzt Zeit und Finanzmittel in die tägliche Nahrung investieren, sollte man tatsächlich an Nahrungsergänzungspräparate denken. Vielleicht ergibt sich bei uns aber nach den harten Strafen für die Vitaminhersteller demnächst eine Verbilligung der gängigen Einzelstoffe und Mischungen. Die orthomolekulare Medizin, im Wesentlichen von Linus Pauling geschaffen, beruht auf der Überlegung, dass Stoffe bei Zufuhr in Dosen weit über dem Tagesbedarf eine therapeutische Wirkung haben könnten. Dies hat sich voll bewahrheitet, wobei es teilweise auch Begrenzungen in der Dosishöhe gibt.

So sind die Vitamine A und D giftig, von den lebensnotwendigen Elementen sind Kupfer, Zink, Chrom, Selen, Iod giftig. Man muss also eine Dosis unter der Toxizitätsgrenze wählen.

Einige Stoffe der orthomolekularen Medizin in der Lebertherapie: Vitaminen.

Lecithin und Cholin: Cholin ist ein Aminsalz mit der Formel (CH3) N + Anion. Handelsüblich ist Cholinchlorid und Cholinbitartrat. Die Lecithine sind Phospholipide = Verbindungen aus Fettsäuren, Glyzerin, Phosphorsäure und Aminen (Cholin).

Phospholipide und damit auch Cholin sind lebensnotwendig, doch kann sie der Körper selbst synthetisieren. Zufuhr von Lecithin o. Cholin erspart dem Stoffwechsel die Syntheseleistung, das Tetramethylammoniumion aufzubauen. Es ist also ein vitaminähnlicher Stoff. Cholin und Lecithin unterstützen durch die Entlastung der Leber die Selbstheilung dieses Organs ganz außerordentlich. Cholinsalze muß man im Pharmaziegroßhandel bestellen: Cholinum chloratum DAB 10 100 g (schmeckt abscheulich)/Cholinum bitartaricum DAB 10 100 g. (schmeckt angenehm säuerlich). Tagesdosis ist 0,5 bis 2,0 g. Diese Salze sind leicht wasserlöslich, ich habe die Menge als einmalige Tagesdosis nachmittags o. abends verschrieben. Cholin hat als Muttersubstanz des Acetylcholins eine cholinerge Wirkung (verstärkt sich diese Durchfalltendenz)/Cholin mit bei hartnäckiger Verstopfung.

Die Leberindikationen von Cholin: Fettleber, pathologische Leberwerte, toxische Schäden an der Leber (durch starke Medikamente), Virushepatitis, Leberzirrhose. Wie die großen Leberheilmittel Magnesium und Vitamin E zeigt Cholin auch eine günstige Wirkung bei Herzleiden. Lecithin hat eine schwächere Wirkung als Cholin.

Man verschreibt es, falls der Patient Cholin nicht verträgt. Fertigarzneimittel finden sich in der Roten Liste unter 48 Hepatika und 73 Roborantia/Tonika. Beispiele: Essentiale forte, Buerlecithin.

Auch Lecithin ist billig im Pharmaziegroßhandel zu erhalten: Lecithinum e Soja pulv. (Instantform) 100 g, 250 g, 1 kg. Die Tagesdosis ist 1,5 bis 5 g.

Vom Standpunkt der Alchimie sind Lecithin und Cholin dem Prinzip Merkur zugeordnet; die Stickstoffverbindung Cholin hat eine Beziehung zum Azoth des Paracelsus und zum Element Luft.

Flavonoide: Diese sind Blütenfarbstoffe, sie kommen aber auch in Blättern und Samen vor. Dies ist auch der Fall bei dem Flavonoidgemisch, das den Wirkstoff der Mariendistel darstellt. Es gibt eine große Zahl Extraktpräparate aus der Mariendistel, die zu Recht oft verschrieben werden. Wie Cholin eignen sie sich zur Behandlung von Leberleiden aller Art (chronische Leiden und schlechtem Energiestatus im Sinn der TCM)

Andere Flavonoide mit Leberwirkung: Rutin ("Vitamin P"), hergestellt aus Sophora japonica o. Buchweizen; in der Roten Liste als Einzelmittel o. in Mischpräparaten. Auch reichlich in Birkenblättern enthalten, haben Leberwirkung, desgleichen der Blütenfarbstoff der Ringelblume.

Magnesium: Das Lichtmetall Magnesium, astrologisch der Sonne zugeordnet, ist im Stoffwechsel der Hansdampf in allen Gassen. Derzeit sind 300 Enzymreaktionen bekannt, an denen es beteiligt ist (merkurieller Aspekt in der Alchimie). Es verbrennt mit starker Lichtentwicklung und heißer Flamme (Sulfuraspekt). Nicht überraschend ist, dass Magnesium außer seiner Heilwirkung bei Herzleiden auch gute Wirkung an der Leber zeigt, besonders bei Vorliegen von vegetativen Störungen und Leberdepression. Eine Behandlung mit handfesten Dosen ist sinnvoll. Magnesiummangel ist diagnostisch nicht leicht aufzudecken. Er führt nicht nur zu Stoffwechselschäden, sondern ruiniert auch den Immunapparat.

Magnesium ist extrem krebsfeindlich. Will man keines der zahllosen überteuerten Fertigarzneimittel verschreiben, liefert der Pharmaziegroßhandel Magnesiumchlorid-Magnesium chloratum cryst PhEur. 100 g/250 g/1 kg. Es ist billig, aber bitter. Außerdem: Magnesiumhydrogencitrat-Magnesium citricum purum DAC 100 g/250 g/1 kg. Dieses ist angenehm säuerlich und gut zu nehmen. Beide Magnesiumsalze sind gut wasserlöslich, Tagesdosis 1 bis 4 g.

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Homöopathie und Oligotherapie

Die Homöopathie der Leber soll nur am Rand erwähnt werden. Ich hatte gute Erfolge mit Sulph-ac. Asper. Berb. Chel. Chin. Hydr. Kali-c. Lyc. Mag-m. Mag-f. Nux-v. Phos. Ptel. Raph. Tarax. Stann-met.

Die Tiefpotenzen sind eigentlich als Phytotherapie anzusehen. Mit kleinen Dosen der Arznei, D3 tropfenweise gegeben, sind in Mischung mit echten Homöopathika (D6 und höher) in Mischrezepten aus fünf o. zehn Mitteln viele Heilerfolge erzielt.

Wirklich gute Heilerfolge kann man mit kleinen Arzneidosen auch mittels Metallen und Nichtmetallen in spezieller Zubereitung erzielen. Es gibt in Frankreich ein spezielles Heilsystem, die Oligotherapie. Diese verwendet Metallgluconate und Nichtmetalle in spezieller Zubereitung, in "physiologischer Salzlösung". Es handelt sich nicht um Homöopathika, sondern eher um spagirische Zubereitungen. Die Indikationen dieser Mittel sind auch nicht identisch mit den Angaben in Lehrbüchern der Homöopathie o. der orthomolekularen Medizin. In Frankreich gibt es ein halbes Dutzend Firmen, die Oligotherapeutika herstellen. Die wichtigste ist die Fa. Labcatal (Montrouge), die die sog. Oligosols herstellt. Bis Ende der 80er Jahre wurden diese Präparate in Deutschland von der Firma Galmeda unter dem Namen Mikroplex vertrieben. Von der Wirkung dieser Mittel waren meine Patienten stark beeindruckt. Als der Vertrieb in Deutschland eingestellt wurde, haben sie die gesamten Vorräte des Großhandels an von mir verschriebenen Mitteln einfach aufgekauft. Ich stellte meine Therapie auf homöopathische Verbindungen des gleichen Verdünnungsgrades um, was auch ganz gut funktioniert hat. Meist habe ich die Potenz D6 verwendet.

Wichtigstes Oligosol ist Manganese-Cuivre-Oligosol. Ich habe es meistens durch die Kombination Cuprum arsenicosum D6 - Manganum peroxydatum D6 o. Manganum sulfuricum D6 ersetzt und bei Leberleiden weitere Lebermittel pflanzlicher Herkunft in Tiefpotenzen zugesetzt.

Claude Binet weist in seinen Publikationen auf die großartige Wirkung des Kupfers bei chronischen Infektionen aller Art hin, auf die stimulierende Wirkung des Mangans (und chemisch ähnlichen Magnesiums) bei Insuffizienzen, z.B. Leberinsuffizienz. Bei dem Präparat Mangan-Kupfer beschreibt er eine reinigende Wirkung auf alle Gewebe.

Will man die Wirkungsrichtung von Metallen auf bestimmte Organe richten, gelten folgende Regeln:

Parenchymorgane: Arsenite. Arsenate. Hypophosphite. Acetate. Sulfate.

Hohlorgane: freie Metalle. Oxide. Carbonate.

Nervensubstanz: Fluoride. Phosphate.

Oxide führen Energie zu.

Halogenide haben mehr Wirkung auf Parenchym und Drüsen.

Die Idee, Mangan und Kupfer gleichzeitig zu verschreiben, entstand aufgrund astrologischer Überlegungen. Es ist nicht üblich, Eisen (Mars) und Kupfer (Venus) gleichzeitig zu verwenden. Das sehr eisenähnliche Mangan hat aber Mars- und Merkurcharakter, dadurch wird eine Kombination möglich. Ich hatte hundertfach bei verschiedenen Leiden, nicht nur der Leber, damit Erfolg.

Bei Leberleiden oft Erfolg mit einer weiteren Kombination: Cupr-a und Stann-m. Astrologisch ist dies die gleichzeitige Verwendung von Venus und Jupitermitteln.

Es gibt mehrere Dutzend weitere Oligotherapeutika in Frankreich. In der Lebertherapie verwendet wird von diesen noch Mangan allein, Magnesium (Binet: "Das dynamische Metall"), Mangan-Kohalt, Kupfer-Gold-Silber und Schwefel.

Spagirische Fertigarzneimittel in der Leberbehandlung: Fa. Weleda - Chelidonium Ferro cultum, Chamomilla Cupro culta, Cichorium Stanno cultum, Taraxacum Stanno cultum, Vitis comp.; Fa. Soluna-Hepatik, Renalin.

Oligotherapie mit Nichtmetallen:

Der Schwefel: Alchimie und Spagirik kennen drei Prinzipien: Merkur = das Flüchtige; Sulfur, das Brennende; Sal, das Feste. Die Leber ist als Stoffwechselorgan stark vom Prinzip Sulfur geprägt. Wird nach Paracesus sympathisch behandelt, sind sulfurische Arzneien die Mittel der Wahl. Hierzu gehören Schwefelverbindungen, mehr o. weniger alle Metalle und scharfe o. bittere Kräuter. Umwandlungen haben auch mit dem Prinzip Merkur zu tun. Gute Lebertherapie berücksichtigt beide Prinzipien, wie erwähnt, manifestiert sich Merkur in B-Vitaminen und Cholin. Sulfur verschreibt man nicht als homöopathischen Sulfur/als Senföle, aber in milderer Form, als Wasserschwefel (bei Diät beschrieben) o. Sulfat: Sul-ac. Mag-s. Nat-s.

Die Oligotherapie verwendet verdünntes Natriumthiosulfat. Dieses kann man durch Natrium thiosulfuricum D4 ersetzen. Natriumthiosulfat ist ein wirksames Antidot bei Schwermetallvergiftung.

In der Oligotherapie muß deshalb bei Verwendung von Schwermetallen und Schwefel ein mehrstündiger Abstand die Gaben trennen;

Antennaria dioica (= Katzenpfötchen/Asterales)

Gelbe BlÜten (= Gelbsucht), Wachstum auf sandigem bis steinigem Boden (= Bezug zum Gallengrieß). Als Schmuckdroge in volksmedizinischen Leber-Galle-Tees. Die Flavonoide wirken choleretisch.

Hepatodoron early waking at 3 h. when the anabolic phase of the liver has not been powerful enough and the beginning of the catabolic phase simultaneously brings awakening with it. As is well known, Fragaria Vitis comp. (is an excellent hypnotic in this case).

Hepat. (= Leberblümchen)

Volksmedizinisch bei Gallensteinleiden und Leberschwellung in Teemischungen. (Hepatik, Soluna).

            Tarax. (= Löwenzahn)  

Gelbe Blüten (= Gelbsucht), Unkraut (= Vitalitätsspender)/Ruderalpflanze (= Begleiter.), hohler Stengel [= Antidyskratikum (= Ausleitung schlechter Körpersäfte, den Körper zur Selbstheilung anzuregen

o. Erkrankung zu verhindern)], Überdüngungsanzeiger (= Tendenz zu Fettleber). Wurzeldekokt zum Lösen von Gallensteinen/wirkt choleretisch/verbessert die Galleproduktion in der Leber/= Bestandteil blutreinigender FrÜhjahrskuren (Wurzeltee/junge Blätter als Salat)/Hepatik, Soluna/Taraxacum comp., Ceres. Bewährt bei hepatogener Verdauungsschwäche (Gentiana comp., wa).

 

Die traditionelle abendländische Vier-Elementen-Lehre mit ihrer Einteilung der Natur in die Kräfte von Feuer (warm-trocken), Luft (warm-feucht), Wasser (kalt-feucht) und Erde (kalt-trocken) bildet die Grundlage der Temperamentenlehre.

Überwiegt eines der Elemente im Menschen, so hat er ein Temperament entsprechend der Wesensart des jeweiligen Elements;

Beim Choleriker Feuer. (Chole = Galle), beim Sanguiniker Luft. (Sanguis = Blut), beim Phlegmatiker Wasser (Phlegma = Dampf), beim Melancholiker Erde.

(Melancholia = Schwarzgalligkeit).

Das Organsystem Leber-Galle ist Hauptregulator des emotionellen Befindens. Störungen dieses Systems bringen uns seelisch aus dem Gleichgewicht.

Babylonien: Satz "möge sich deine Leber glätten" als Ausdruck für den Wunsch, der Angesprochene möge sein seelisches Gleichgewicht wiederfinden.

TCM: Leber = Sitz der Seele. Im alten China zeigte der Henker nach Hinrichtung eines Verbrechers dessen Leber dem Publikum, um pathologische Größe und Aussehen dieses Organs als Ursache seines Fehlverhaltens zu demonstrieren.

Europa: man spricht bei emotioneller Instabilität: „ Ist Dir eine Laus über die Leber gelaufen“/“Galle läuft über“

 

Das Organsystem Leber/Galle hat neben Stoffwechselfunktionen (Aufbau lebenswichtiger Stoffe/Abbau von Schadstoffen)/Regulierung des Flüssigkeitsorganismus, als weitere wichtige Aufgabe die Steuerung unseres Energiehaushaltes; es regelt das Wechselspiel zwischen Entspannung (Funktion der Leber) und Anspannung (Funktion der Galle).

Leber und Galle können i.B. auf den Tonus (Spannungszustand) des Menschen also als polare Gegensätze gesehen werden (zeigt sich auch in der unterschiedlichen Zuordnung von Leber und Galle nach der abendländischen Vier-Elementen-Lehre).

Die "kühle" Leber wird dem Element Wasser (kalt-feucht) zugeordnet, die "warme" Galle, in der Leber gebildet, dagegen dem Element Feuer (warm-trocken). Somit findet in der Leber ein physiologischer und energetischer Umwandlungsprozess statt, von dem schon Paracelsus wusste: "Die Leber ist der Alchimist im Bauche".

So lange sich Feuer und Wasser, diese scheinbar unvereinbaren Gegensätze, in einem Fließgleichgewicht befinden, ist der Mensch gesund.

Ist dieses Gleichgewicht gestört, dominiert entweder Wasser o. Feuer.

Wasser Überwiegend: der Mensch entwickelt ein phlegmatisches und depressives Temperament - er erschlafft. 1. eine zu große Feuchtigkeit und Kälte im Organismus entwickelt sich. Körperliche sowie geistige Erschlaffung ist die Folge; der Mensch wird hypoton. 2. dieser "Auskühlung" des Menschen kommt es infolge von Alterungsprozessen zu einer langsam zunehmenden Austrocknung des Organismus; der Mensch wird kalt und trocken = Eigenschaften des Elements Erde.

Man könnte dies mit der Umbildung von Wasser (kalt-feucht) zu Eis (kalt-trocken) unter dem zu starken Einfluss von Kälte vergleichen.

Mit dem Element Erde der ausgemergelte/gebrechliche/alte Mensch verbunden, vorzeitige Älterungserscheinungen typisch für den chronisch Leberkranken.

Feuer Überwiegend: Überwiegt Feuer ein cholerisches Temperament entwickelt sich - der Mensch verkrampft sich.

1. eine Übergroße Erhitzung und damit verbunden eine Austrocknung statt. Der Mensch gerät in den verkrampften Zustand eines körperlichen/geistigen Hypertonus.

2. Anders als bei Wasser, geht das Feuer durch einen Verlust von Wärme in Erde über. Auch hier wird der Mensch kalt und trocken wie es für das Alter typisch ist. Allerdings ist die Umwandlung von Feuer zu Erde schnell und plötzlich, (Apoplexie).

Element Luft mit seinem warm-feuchten Aggregatszustand: Die Wärme gibt dem Menschen genügend Lebenswillen, die Feuchtigkeit genügend Kraft zur Regeneration.

Er erfreut sich seines Lebens bis zuletzt. Dieses Ende kommt dann aber meist sehr plötzlich, z.B. durch einen Herzinfarkt. Hierin zeigt sich die Verwandtschaft zwischen Luft und Feuer.

Antiken: das sanguinische Temperament (überwiegend Luft) ist erwünschenswert. Dies findet seine Begründung in der negativen Einstellung antiker Autoren gegenüber alten Menschen.

Ziel einer Behandlung: ein extremes Ungleichgewicht zwischen WÄrme und KÄlte sowie Trockenheit und Feuchtigkeit in den Bereich der physiologischen Breite aufzuheben.

Leber - Galle, das Organsystem der Emotionen

Ein Ungleichgewicht zwischen Wasser/Leber und Feuer/Galle führt zu typischen emotionalen Fehlentwicklungen.

 

Typischen Choleriker: ständig läuft eine Laus Über die Leber. Gallsüchtig, mit Haaren auf den Zähnen, treibt unseren Patienten sein syphillinisches Temperament von einem Wutanfall zum nächsten.

Es bedarf nur eines kleinen Tropfens, um seine Galle zum überlaufen zu bringen. Nicht selten endet so ein Temperamentsausbruch in der Zerstörung, wenn nicht von sich selbst, dann von anderen; bestenfalls geht nur das Mobiliar zu Bruch.

Mit seinem unbeugsamen Herrscherwillen vernichtet er alle Widerstände. Seine Devise lautet: "Ich bin das Wort, die Macht und die Herrlichkeit".

Krankheiten des Cholerikers: rot, trocken sowie heiß und haben einen plötzlichen und dramatischen Verlauf (z.B. akute Krankheiten mit hohem Fieber).

Auch beeinflusst die Cholerik das Herz-Kreislauf-System negativ.

Wenn ihn nicht wegen seines Hypertonus ein Apoplexie plötzlich dahinrafft, dann vielleicht eine Gallenkolik mit einem akutem Bauch als Folgezustand, verursacht durch Gallensteinen., im Volksmund auch "Ärgersteine" genannt, o. seine ausgesprochene Vorliebe für Wein, Weib und Gesang wird ihm zum Verhängnis.

Häufig klagt er über eine Versteifung im Schultergürtel und leidet unter Migräne r., Schwindel, Benommenheit.

Leber ist „Organ des Leidens“.

 

Der Phlegmatiker zeigt in allen Lebensfunktionen Trägheit und Langsamkeit. Sein psorisches Temperament neigt besonders zu Depresion. Sein Leitsatz heißt - "ich kann nicht, ich will nicht, lasst mir meine Ruhe". Ständige Sorgen, Erschöpfung und Lethargie/Willensschwäche und Ohnmacht gegenüber den Anforderungen des Lebens. Er neigt besonders zu Verdauungsschwäche sowie zu kalter und chronischer Symptomatik und zu ödematöser Schwellung. Ausgeprägt entwickelt sich in späeren Stadien aus der kalten und feuchten Natur des Phlegmatikers, die kalte und trockene Natur des Melancholikers. In diesem Zustand erhöht sich die Neigung zu chronischen Lungenerkrankungen wie Emphysem o. Bronchiektasie und es verstärkt sich die Ca-Latenz im Patienten.

 

Das Wechselspiel von Cholerik und Phlegma

Scheinbar bilden Cholerik und Phlegma/Melancholie unüberbrückbare Gegensätze.

Doch lässt sich immer wieder beobachten, wie der Phlegmatiker, nachdem man ihn lange genug gereizt hat, einen spontanen Gemütsausbruch hat; allerdings hat er

vor den Folgen große Angst.

Es entspricht nicht seiner Natur, sich Widerständen mit Gewalt zu nähern.

 

Zinn - Metall der Leberfunktionen (Stann-met)

"Zinn gleicht der Leber, sein Wesen ist ganz wie sie" (Paracelsus).

Zinn ist relativ untoxisch; es ist wahrscheinlich ein lebensnotwendiges Spurenelement.

In homöopathischer Zubereitung hat es die Fähigkeit, die Leberfunktionen und damit ein Übergewicht von Wasser wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Dem Menschen, der Zinn in Hochpotenzen braucht, ist Verantwortungsgefühl und Tatkraft abhanden gekommen. Seine Stimmung ist Ängstlich, mutlos und traurig.

"Es besteht eine zunehmende Abneigung gegen jede Art von Beschäftigung, sei es im Beruf, sei es zu Hause" (Kent).

"Zinn beeinflusst mentale und psychische Störungen, deren Ursachen in Funktionsstörungen der Leber o. des Gehirns beruhen" (Selawry).

Dieser Patient gerne Übergewichtig, denkschwach, leidet unter Konzentrationsmangel, Tagträumerei, Leeregefühl im Kopf, hepatogener Depression, Willenshemmung, seelisch verletzlich/Hypochondrie.

Scheinbar ganz im Gegensatz zum bisher Gesagtem, hat sich Zinn in Hochpotenzen auch bei einem Menschen mit großtuerischem, herablassendem und anmaßendem Charakter mit Ehr-/Prunk-/Herrschsucht bewährt. Diese Eigenschaften sind allerdings immer mit einem phlegmatischen und depressiven Grundcharakter verknüpft.

Wurde er lange genug gereizt, bekommt er einen Anfall von Jähzorn. Dies allerdings nur für kurze Zeit, da es seinem Ruhebedürfnis widerspricht, aggressiv zu sein. Arandisit w (= Stann-sil.). Siliziumverbindungen verstärken den Bezug zum Nervensystem.

Physische Schwäche charakteristisch für die Anwendung von Stann-met. in Tiefpotenzen.

Mit seinen dunklen Augenringen sieht der Patient blass und elend aus. Seine Muskulatur ist schwach, womit jegliche Anstrengung zu einem Martyrium wird.

Tendenz zur Erschlaffung in Bindegewebsschwäche (Uterussenkung/Hämorrhoiden/Krampfadern), schwacher Verdauung o. schwach Brustorgane.

Neben Tiefpotenzen von Sulph./Hep./Ars. wird Zinn auch zur Entgiftung von Schwermetallen (Amalgam) verwendet. Diese sind häufig verantwortlich für eine konstitutionelle Entwicklung in Richtung

Phlegma o. Melancholie.

Diese wirken allgemein regulierend auf die Leberpsyche und werden besonders bei chronischen Lungen- und Gelenkserkrankungen verwendet. Besonders Stann-i. D12 bei Emphysem und Bronchiektasie.

 

Begleitmittel zur Zinntherapie

Anfang einer Metalltherapie mit Zinn: "vegetabilisierte Metalle" Taraxacum Stanno cultum w (willensgehemmte Menschen/bei Leberdepression),

Cichorium Stanno cultum w bei ZustÄnden durch Ärger, die sich negativ auf das seelische Befinden auswirken, z.B. Depression als Status nach Ärger.

Zur Organregeneration und, um die Mittel leberspezifisch wirksam werden zu lassen empfiehlt es sich, Hepar bovis D4 mit Zinnpräparaten zu verschreiben (Arandisit D15 / Hepar bovis D 4 o. Hepar - Stannum w).

Metahepat N meta-Fackler/Hepar 202 N Staufen Pharma.

Stann-met. in tiefen Potenzen zur organotropen Therapie und sind hier die wichtigsten Hilfsmittel wie Card-m (= Mariendistel)/Phos Leberregeneration/-energetisierung.

Anwenden (unterhalb des r. Schulterblatts/an den Zustimmungspunkten der Leber auf dem Blasenmeridian B18).

Die "verdunkelte" Seele, die sich häufig als Folge des Phlegmas einstellt, lässt sich erfahrungsgemäß auch begleitend mit Mitteln behandeln, die durch ihre Eigenschaften erwärmend und antidepressiv wirken. Typische Kennzeichen dieser Mittel sind z.B. ihre gelbe Farbe und ihr häufig bitterer Geschmack.

Beispiele wären verdauungsfördernde Mittel wie Ange-a, Ange-silvestris (Engelwurz), Berb. bis D 4 (Berberitze), Cent-erythrea (= Tausendgüldenkraut), Gent-l. (= Gelber Enzian) o. Choleretika wie Curcuma longa. (Gelbwurz) und Cynara scolymus (Artischocke).

Aur-met./Rosm./Ph-ac. als kreislaufanregende Mittel bei Erschöpfung an Leib und Seele.

Anregung der Leberfunktionen: Hepatitis Nosode in seltenen Gaben als Zwischenmittel bei hartnäckigen Ermüdungs-/Erschöpfungszuständen auch bei normale Laborleberwerte.

Das Gesamtbild des chronisch Leberkranken geht einher mit einer Nierenschwäche. Niere ist Sitz der "Lebensessenz". Neben einer Lebertherapie bei einem Erschöpfungssyndrom soll auch die Niere energetisch gestärkt werden. Am besten mit Cupr-met. [= Metall der Niere/mit Kupferverbindungen: Olivenit D6 (= natürliches Kupferarsenat. w)].

Pflanzliche Nierenmittel wie Ap-g. [= Sellerie/= ausgezeichnetes Aphrodisiakum, das unser Phlegmatiker bei seiner schwachen Sexualität gut gebrauchen kann; Ähnliche Wirkung haben Dam./Panax ginseng] ergänzend zu einer Zinntherapie.

Weitere wichtige Mittel gegen das Phlegma/Melancholie unter den Homöopathika: Ambra./Calc./Con./Graph./Ign./Naja./Nat-m./Puls./Staph.

 

Eisen - Metall der Gallenfunktion

Eines der wichtigsten Heilmittel der Galle ist Ferr-met. (Eisen).

Ohne Eisen wäre die Welt und damit der Mensch blass/blutleer/willenlos/wichtig für die Blutbildung (Hämoglobin.), für Kreislauf und Atmung (Oxidation.), für Muskelarbeit (Myoglobin), Lichtschutz, Abwehr- o. Nervenfunktionen. Das Eisen gibt dem Organismus die notwendige Wärme, die er zum Leben braucht und dies nicht zuletzt durch die Gallenfunktion. Ist die Galle aktiv, "so hat der Mensch viel Feuer in sich, denn die Galle macht Feuer" (Paracelsus).

Mit genügend Feuer/Galle, hat der Mensch ausreichend Mut, sich den Anforderungen des Lebens zu stellen; es verleiht ihm Entschlossenheit/Tatkraft/Willensstärke. Galle ist das Organ des Willens.

Das Eisen spielt in der Kultur des Menschen also eine ganz wesentliche Rolle. Mit Hilfe des Eisens hat der Mensch auf kriegerische Weise die Welt erobert. Aus Eisen sind aber auch die Ketten geschmiedet, mit denen Prometheus von den Göttern an die Felsen des Kaukasus gefesselt wurde. Wie vorher beschrieben, symbolisiert die Kette und der Fels die Gebundenheit an die materielle Existenz; Eisen wird deshalb auch als das Inkarnation.smetall bezeichnet.

Übermäß an Eisen: Mensch ist zu stark im Materiellen/Irdischen verhaftet,

Mangel an Eisen: Mensch ist zu schwach.

Nimmt das Feuer und damit das Eisen im Menschen Überhand, entwickelt sich das cholerische Temperament mit all seinen zerstörerischen Tendenzen wie sie zuvor beschrieben wurden.

"Paracelsus spricht von einem Sieden der Galle, die gleich dem Wein alle SÄfte beherrscht und den Zorn gebiert" (Selawry).

"Eisentypen sind Tatmenschen, die von klein an nach Beschäftigung verlangen. Sie brauchen körperliche Anstrengung, um ihre geballte Energie zu entladen, treiben gern Sport, vor allem Wettkampf, und suchen, sich selbst immer wieder zu Überbieten" (Selawry).

Hat oft die Rolle des Anführers/Überlässt man ihm diese Rolle nicht freiwillig, wird er alles daran setzen, diese zu erlangen/tollkühnen Draufgänger: unlogisch/instinktiv/aggressiv/parteiisch/rebellisch/destruktiv/jähzornig/ohne jede Selbstkontrolle/selbstberauscht/eigensinnig/streitsüchtig/waghalsig/voller Ehrsucht/explosiv/grob/voreilig/kopflos/ständig in Zeitnot.

Physisch entspricht dies einer "Blutfülle", Hypertonie, heißen und trockenen Entzündungen sowie einer gesteigerten Gallenproduktion mit der Neigung zu heftigen krampfartigen Schmerzen und rezidivierender Entzündung.

Mangel an Eisen: anämisch/verbittert/gehemmt/deprimiert. Dies entspricht in etwa dem Phlegma, wie vorher beschrieben. Bei Hypotonie, Selbstunsicherheit, Angst und Entschlussunfähigkeit hat sich neben Ferr-met/Skorodit (= Eisenarsenat. w) bewährt. Das Auftragen einer Eisensalbe auf der Gallengegend (Ferrum metallicum Salbe 5% w) ist hierbei eine wirkungsvolle Unterstützungstherapie.

Empfohlen ist: Abs (bitter schmeckend) fördert die Ausscheidung der Galle (Vorsicht bei Gallensteinen)/"gallsüchtigen Weibern" tropfenweise in /D 6.

Silbersalbe (Argentum metallicum praeparatum Salbe 5% w) beruhigt entzündete Galle = typisch für Choleriker/dieses kühlende Prinzip des Silbers erfüllt auch Stell.

(= Vogelmiere) als Kompresse bei Gallenblasenentzündung (in Krisensituationen).

Raph. (= Rettich) kühlt trotz seiner Schärfe. Er sollte wegen dieser Eigenschaften viel verwendet werden; (für Phlegmatiker).

Tarax (= Löwenzahn) wirkt kühlend, trotz seines sonnenhaften und warmen Aussehens. Neben seiner großen Bedeutung als Universalmittel für akute Oberbauchbeschwerden (Leber/Galle/Pankreas/Dünndarm) ist er auch ein großartiges Psychotherapeutikum.

Eine besondere Stellung hat Ars. das Spezifikum für geistige Aggressionen, ohne sie körperlich ausleben zu können. Arsentyp wird dann aggressiv, wenn etwas nicht in sein Denkschema passt. Er hat einen Groll gegen seine Mitmenschen, den er hinunterschluckt. Das Ergebnis ist die Selbstzerstörung. Ausgebrannten Choleriker/schwach geworden an seinem Lebensende, muss jetzt dem Tod ins Auge blicken, vor dem er soviel Angst hat.

Bei einem cholerischen Temperament: Ign./Lil-t./Lyc./Nux-v./Verat/Bell./Dulc./Hyos./Stram.

 

Phytotherapie: Heilpflanzen:

Bittere Mittel: Andorn, Berb. Gamander, Card-b. Wasserdost, Bry.

Süße Mittel: Erdrauch, Löwenzahn, Melisse, Ringelblume.

Sonstige Mittel: Artischocke, Lyc. Boldo, Urt. Solid. Kohl, Card-m. O.mennig, Salv. Chel. Und andere

Die Pflanzen haben teilweise eine sedierende Wirkung bei Hepatitis [Marr-vg. (= Andorn)/Cyn. (= Artischocke)/Bold. (= Erdrauch)/Agri. (= Odermennig)/Chel. (= Schöllkraut), teilweise eine tonisierende bei Hepatose

(Beispiele: Chin (= Chinarinde)/Card-b (= Kardobenediktenkraut)/Teucr (= Gamander)/Card-m (= Mariendistel)/Salv (= Salbei)/Eupat (= Wasserdost)]. Berb. o. Kohl, eignen sich zur Behandlung von Leberproblemen aller Art.

Es ist unbedingt erforderlich, die Phytotherapie der Leber mit Kräutermischungen zu betreiben. Fertigarzneimittel des Handels sind größtenteils Einzelmittel,

nämlich Extrakte aus Mariendistel mit guter Wirkung/= nicht erschöpfend. Wirkstoffe der Mariendistel sind Flavonoide, die durchlichtend auf Stoffwechsel und Psyche wirken. Aufhellend und aktivierend wirken z.B. auch Bold./Eupat. Die günstige Leberwirkung haben auch die Flavonoide aus Betula foliae/Calen. (= Ringelblume).

Aromatherapie: Ätherische Öle werden in der Spagirik als Merkur des Sulfur definiert, müssten also theoretisch gute Leberheilmittel sein. Größere Mengen innerlich gegeben belasten die Leber. Zur Leberbehandlung gibt die Literatur viele an. Man verwendet sie als Tinktur o. Tee aus der ölhaltigen Pflanze in nicht zu hohen Dosen o. die reinen Öle zur Einreibung an Reflexzonen in fettem Öl gelöst. Nahe liegend ist Einreibung über der Leber.

Zum Sedieren nimmt man die milde Öle, zum Tonisieren die scharfen.

Die Leberdiät hat Ähnlichkeit mit der Phytotherapie.

Bittere Stoffe: Löwenzahnsalat, Zichoriensalat.

Süße Stoffe: Melisse, Lakritze, Ringelblume (als Tees).

Viele leberfreundliche Nahrungsmittel sind schwefelhaltig: Kohl/Zwiebel/Knoblauch/Rettich/SteckrÜbe/Meerrettich/Brunnenkresse/Kapuzinerkresse/Löffelkraut/Rucolasalat.

Alchimie: heiße alchimistische Sulfur: in scharfem Senf, Wasserschwefel. Weniger bis kaum scharf, dafür etwas bitter/= entzündungswidrig und regenerierend.

Kleieprodukte guter Qualität sind wegen des Gehaltes an B-Vitaminen, Vitamin E und Inosit zu empfehlen.

Die Volksmedizin verwendet reichlich Magerquark (bis zu 250 g/Tag) und trübes Weißbier (1 - 2 Flaschen/Tag).

Orthomolekulare Medizin im engeren Sinn:

Leberbehandlung mit ausreichend hohen Dosen von Vitaminen und vitaminähnlichen Stoffen sowie Mineralien.

B-Vitamine: Die wasserlöslichen Vitamine sind bekanntlich Coenzyme, also unentbehrlicher Bestandteil vieler Enzyme. Reichliche Zufuhr unterstÜtzt die Stoffwechselfunktionen der Leber und fördert damit auch die starke Selbstheilungstendenz dieses Organs.

Die zahlreichen MultivitaminprÄparate der Roten Liste sind durch ihre niedrigen Dosierungen nur als NahrungsergÄnzungsmittel geeignet, weniger als Arzneimittel. Hochdosierte Vitamine zeigen neue therapeutische Eigenschaften und sind damit Arzneimittel im engeren Sinn Über ihre physiologische Funktion hinaus.

Einige höher dosierte B-Vitamin-Fertigarzneimittel: B-Komplex forte, Hevert; Vitamin-B-Komplex forte, ratiopharm; Neuro-Lichtenstein-Injektionslösung enthalten die Vitamine B 1, B6 und B12.

Multimulsin und Geriartiemulsin, Fa. Mucos sind nicht so hoch dosiert, zeigen aber wegen sehr guter Resorption eine beachtliche Wirkung.

Von hochdosiertem Vitamin B12 die auch an der chronischen Leber zeigen sehr gute Wirkung. Vitamin B12 ist kobalthaltig und bildet rote Kristalle; beides Hinweise, dass diese Substanz im Sinne der Alchimie dem Prinzip Sulfur, das den Stoffwechsel beherrscht, zuzuordnen ist.

B-Vitamine zeigen therapeutische Eigenschaften frÜhestens bei Dosen, die dem zehnfachen Tagesbedarf entsprechen. Teilweise ist eine Dosierung in Höhe des hundertfachen Tagesbedarfs möglich.

Vitamin E: Der Vitamincharakter dieser Substanz ist fÜr viele Tiere gesichert, nicht aber für den Menschen. Die Literatur gibt einen Tagesbedarf von ca. 15 mg an. Vitamin E ist eines der ganz großen Universalheilmittel mit Wirkung auf Herz/Leber/Parenchymorgane/Bindegewebe. Es hat eine energisch reinigende Wirkung auf alle Gewebe, vergleichbar mit der Wirkung der Homöopathika Ars/Thuj. Mittels Vitamin E Überstanden die Versuchstiere sonst tödliche Dosen von Auspuffgasen, Stickoxiden und Ozon. Die Substanz fördert die Zellteilung außerordentlich, was die Leberwirkung erklärt.

Vitamin E = billig geworden/natÜrliches Vitamin E durchaus erschwinglich. Eine therapeutische Wirkung zeigt sich frÜhestens bei einer Tagesdosis von 250 mg/Tag, die auch bei guter Kost durch Ernährung nicht zu erreichen ist. Übliche Therapiedosis ist 500 mg/Tag, ausnahmsweise und nicht länger als einen Monat 1 g/Tag. Dies bezieht sich auf das synthetische d, l,-α- Tocopherolacetat,

das 80% der Aktivität von natürlichem Vitamin E aufweist. Die reinigende Wirkung von Vitamin E muss etwas mit seiner sehr guten Wirkung bei Autoimmunkrankheiten.

Ein sehr gut wirkendes Präparat ist E-Mulsin, Fa. Mucos (recht teuer).

Vitamin E ist in der Lebertherapie unentbehrlich (entzÜndlichen wie degenerativen Prozessen). Keine Wirkung zeigt es bei Karzinom.

Vom Standpunkt der Alchimie ist Vitamin E stark vom Prinzip Sulfur geprägt und deshalb besonders zur Therapie des Sulfurorgans Leber geeignet/Astrologisch ist es der Sonne zugeordnet.

Lecithin und Cholin: Cholin ist ein Aminsalz mit der Formel (CH3) N + Anion. Handelsüblich ist Cholinchlorid und Cholinbitartrat. Die Lecithine sind Phospholipide, das sind Verbindungen aus Fettsäuren, Glyzerin, Phosphorsäure und Aminen, meist Cholin.

Phospholipide und damit auch Cholin sind lebensnotwendig, doch kann sie der Körper selbst synthetisieren. Zufuhr von Lecithin o. Cholin erspart dem Stoffwechsel die Syntheseleistung, das Tetramethylammoniumion (s.o) aufzubauen. Es ist also ein vitaminähnlicher Stoff. Cholin und Lecithin unterstützen durch die Entlastung der Leber die Selbstheilung dieses Organs ganz außerordentlich. Cholinsalze muss man im Pharmaziegroßhandel bestellen: Cholinum chloratum DAB 10 100 g o. Cholinum bitartaricum DAB 10 100 g. Cholinchlorid schmeckt abscheulich, Cholinbitartrat angenehm säuerlich. Tagesdosis ist 0,5 bis 2,0 g. Diese Salze sind leicht wasserlöslich, die Menge als einmalige Tagesdosis nachmittags o. abends verschrieben. Cholin hat als Muttersubstanz des Acetylcholins eine cholinerge Wirkung. Neigt ein Patient zu Durchfall, so verstärkt sich diese Tendenz; man kann Cholin auch mit Erfolg bei hartnÄckiger Verstopfung verschreiben.

Die Leberindikationen von Cholin: Fettleber, pathologische Leberwerte, toxische Schäden an der Leber (durch starke Medikamente verursacht), Virushepatitis, Leberzirrhose.

Wie die großen Leberheilmittel Magnesium und Vitamin E zeigt Cholin auch eine günstige Wirkung bei Herzleiden. Lecithin hat eine schwächere Wirkung als Cholin. Man verschreibt es, falls der Patient Cholin nicht verträgt. Fertigarzneimittel finden sich in der Roten Liste unter 48 Hepatika und 73 Roborantia/Tonika. Beispiele: Essentiale forte, Buerlecithin.

Auch Lecithin ist billig im Pharmaziegroßhandel zu erhalten: Lecithinum e Soja pulv. (Instantform) 100 g, 250 g, 1 kg. Die Tagesdosis ist 1,5 bis 5 g.

Vom Standpunkt der Alchimie sind Lecithin und Cholin dem Prinzip Merkur zugeordnet; die Stickstoffverbindung Cholin hat eine Beziehung zum Azoth des Paracelsus und zum Element Luft.

Flavonoide: Sind Blütenfarbstoffe/kommen auch in Blättern und Samen vor. Dies ist auch der Fall bei dem Flavonoidgemisch, das den Wirkstoff der Mariendistel darstellt. Es gibt eine große Zahl Extraktpräparate aus der Mariendistel, die zu Recht oft verschrieben werden. Wie Cholin eignen sie sich zur Behandlung von Leberleiden aller Art, besonders bei chronischen Leiden und schlechtem Energiestatus im Sinn der TCM.

Andere Flavonoide mit Leberwirkung: Rutin ("Vitamin P"), hergestellt aus Sophora japonica o. Buchweizen; in der Roten Liste als Einzelmittel o. in Mischpräparaten. Auch die in Birkenblättern reichlich enthaltenen Flavonoide haben Leberwirkung, desgleichen der Blütenfarbstoff der Ringelblume.

Magnesium: Das Lichtmetall Magnesium, astrologisch der Sonne zugeordnet, ist im Stoffwechsel der Hansdampf in allen Gassen. Derzeit sind 300 Enzymreaktionen bekannt, an denen es beteiligt ist (merkurieller Aspekt in der Alchimie). Es verbrennt mit starker Lichtentwicklung und heißer Flamme (Sulfuraspekt). Nicht Überraschend ist, dass Magnesium außer seiner Heilwirkung bei Herzleiden auch gute Wirkung an der Leber zeigt, besonders bei Vorliegen von vegetativen Störungen und Leberdepression. Eine Behandlung mit handfesten Dosen ist sinnvoll. Magnesiummangel ist diagnostisch nicht leicht aufzudecken. Er führt nicht nur zu Stoffwechselschäden, sondern ruiniert auch den Immunapparat.

Magnesium ist extrem krebsfeindlich. Pharmaziegroßhandel: Magnesiumchlorid-Magnesium chloratum cryst PhEur. 100 g/250 g/1 kg. Es ist billig, aber bitter. Außerdem: Magnesiumhydrogencitrat-Magnesium citricum purum DAC 100 g/250 g/1 kg. Dieses ist angenehm säuerlich und gut zu nehmen. Beide Magnesiumsalze sind gut wasserlöslich, Tagesdosis 1 bis 4 g.

 

Homöopathie und Oligotherapie

Sul-ac. Asp-o. Berb. Chel. Chin. Hydr. Kali-c. Lyc. Mag-m. Mag-f. Nux-v. Phos. Ptel. Raph. Tarax. Stann-met.

Oligotherapie: Verwendet Metallgluconate und Nichtmetalle in spezieller Zubereitung, in "physiologischer Salzlösung". Es handelt sich nicht um Homöopathika, eher um spagirische Zubereitungen. Die Indikationen dieser Mittel sind auch nicht identisch mit den Angaben in Lehrbüchern der Homöopathie o. der orthomolekularen Medizin. Wichtigstes Oligosol ist Manganese-Cuivre-Oligosol. Meistens durch die Kombination Cupr-ars, Mang-perox o. Mang-s. ersetzt und bei Leberleiden weitere Lebermittel pflanzlicher Herkunft in Tiefpotenzen zugesetzt.

Es gibt mehrere Dutzend Oligotherapeutika in Frankreich. In der Lebertherapie verwendet wird Mangan allein, Magnesium Mangan-Kohalt, Kupfer-Gold-Silber und Schwefel.

Verdünntes Natriumthiosulfat. Kann durch Natrium thiosulfuricum D4 ersetzt werden. Natriumthiosulfat ist ein wirksames Antidot bei Schwermetallvergiftung.

Bei Verwendung von Schwermetallen und Schwefel ein mehrstündiger Abstand die Gaben trennen;

Oligotherapie mit Nichtmetallen:           

Claude Binet weist in seinen Publikationen auf die großartige Wirkung des Kupfers bei chronischen Infektionen aller Art hin, auf die stimulierende Wirkung des Mangans (und chemisch ähnlichen Magnesiums) bei Insuffizienzen, z.B. Leberinsuffizienz. Bei dem Präparat Mangan-Kupfer beschreibt er eine reinigende Wirkung auf alle Gewebe.

Will man die Wirkungsrichtung von Metallen auf bestimmte Organe richten, gelten folgende Regeln:

Wirkung auf Parenchymorgane haben Arsenite, Arsenate, Hypophosphite, Acetate, Sulfate.

Wirkung auf Hohlorgane haben freie Metalle, Oxide, Carbonate.

Wirkung auf Nervensubstanz haben Fluoride, Phosphate.

Oxide sind energiezuführende Stoffe. - Halogenide haben mehr Wirkung auf Parenchym und Drüsen.

Idee, Mangan und Kupfer gleichzeitig zu verschreiben, kam aufgrund astrologischer Überlegungen. Es ist nicht üblich, Eisen (Mars) und Kupfer (Venus) gleichzeitig zu verwenden.

Das sehr eisenähnliche Mangan hat aber Mars- und Merkurcharakter, dadurch wird eine Kombination möglich. Bei Leberleiden oft Erfolg mit einer weiteren Kombination: Cupr-ars. und Stann-met. Astrologisch gleichzeitige Verwendung von Venus und Jupitermitteln.

Alchimie/Spagirik kennen 3 Prinzipien: Merkur = das Flüchtige/Sulfur = das Brennende/Sal = das Feste.

Leber = als Stoffwechselorgan stark vom Prinzip Sulfur geprägt. Wird nach Paracelsus sympathisch behandelt, sulfurische Arzneien die Mittel der Wahl. Hierzu gehören Schwefelverbindungen, mehr o. weniger alle Metalle und scharfe o. bitter Kräuter. Umwandlungen haben auch mit dem Prinzip Merkur zu tun. Gute Lebertherapie berücksichtigt beide Prinzipien, wie erwähnt, manifestiert sich Merkur in B-Vitaminen und Cholin. Sulfur verschreibt man nicht als homöopathischen Sulfur o. als Senföle, aber milder als Wasserschwefel (bei Diät beschrieben) o. Sul-ac. Mag-s. Nat-s.

Spagirische Fertigarzneimittel in der Leberbehandlung: w: Chelidonium Ferro cultum, Chamomilla Cupro culta w, Cichorium Stanno cultum w, Taraxacum Stanno cultum w, Vitis comp.; Fa. Soluna-Hepatik, Renalin.

 

Bryonia/Stannum w  

Herz + Leberbeschwerden: Phos. + Chin. + Lyc. + Dig

Pneumonia + Leberbeschwerden: Merc. + Chel. + Kali-c.

Vergleich: Siehe: Mammalia + Anhängsel (Charles Ridley/Philip Incao/Karl Maret/Margret Madejsky/Olaf Rippe) + Organen

Agri. = Odermennig/= BubenlÄuse/= Fünfblatt/= Kaiserkraut/= Leberkraut/= Klettenkraut/= Natternzunge/= immortal crane

Anemone hepatica = Leberblümchen/= Schneekaddn/= Sternleberkraut/= blaues Herzblumenkraut Ranunculales.

Androg-p. = King of Bitters/= Indische Echinacea/= Bhui-neem (= kleine Neem)/= Hempedu Bumi (= bile of earth)

Eup-c. = Wasserdost/= Kundigundekraut/= Epatoire/= Waterhemp/= Leverkruid

Fel Talpa europaea. = Maulwurfleber

Galeoc. = Leber Tigerhai

Hepar bovis w = Kuhleber

Hepat. = blaues Herzblumenkraut/= Hümmelstern/= Leberblatt/= Sternleberkraut/= Hepathique/= Liver leaf

Markasit = Lebererz/= Speerkies FeS2.

Hepar piscis. w = Fischleber

Ol-j. = Lebertran

Oscillococcinum. = Leber und Herz von Anas barbariae (= Barbarian duck)

Suis-hepar = Leber Schweineembryo

 

Allerlei: Leber = erworbene Autorität, Schöpferkraft, Humor und Tatendrang. Wird dies durch mangelndes Selbstwertgefühl unterdrückt, kommt es zur Aggression („die Galle läuft über") und Krankheiten (harnsaure Diathese mit Rheuma und Diabetes) entstehen.
Rosina Sonnenschmidt vermag, die typischen Leberkonflikte und deren Lösung nachvollziehbar darzustellen. Sie beschreibt neben den Leber-Temperamenten und der spirituellen Bedeutung der Leber auch deren Rolle in der chinesischen Medizin und der Alchemie.
Die Leber übt als zentrales Stoffwechselorgan die wichtigste Entgiftungsfunktion im Körper aus. Die erfahrene Autorin gibt praktische Ernährungsratschläge zur Entsäuerung und Entgiftung und nennt pflanzliche Heilmittel z.B. bei Leberinsuffizienz, Gallenleiden sowie Kuren zur Ausscheidung von Leber- und Gallensteinen.
Besonders wertvoll sind ausgewählte homöopathische Leberarzneien bei erhöhten Leber- und Gallenwerten, bei Folgen von Alkoholismus, Gelbsucht, Hepatitis, Lebertumoren, Leberverfettung und Leberzirrhose. Spezifische Lebermittel Aureomycin, Card-m. Sycoccus. Tarax.

 

„Ist Dir eine Laus über die Leber gelaufen“

„crise de foie" = „bilious attack"

Galle kommt hoch

 

 

Die Leberdiät. Zusammen mit Phytotherapie ist lange bekannt. Erst seit 200 Jahren ist es möglich, Naturstoffe in großr Zahl zu isolieren, ihre Struktur aufzuklären und sie synthetisch herzustellen. Dies machte Vitamine. und vitaminähnliche Stoffe (bei diesen ist eine Zufuhr durch die Nahrung nicht lebensnotwendig) als Leberheilmittel zugänglich.

Homöopathie. Das Heilen mit Arzneien in speziell zubereiteten Kleinstdosen ist ebenfalls erst 200 Jahre alt. Es ist bei der Leberbehandlung eine gute Ergänzung der Phytotherapie, um die Konstitution des Patienten zu verbessern.

Ars. Berb. Chel. Hydr. Lyc. Nux-v. Ptel. Phos. Raph. Sulph.

Verwendung von Metallen/Mineralien und ihren alchimistischen Zubereitungen ist dagegen Jahrtausende alt (Paracelsus).

Oligotherapie: Vitamine/Metalle Zubereitung mit Grundlagen in der Alchimie.

Anthroposophische Medizin.

Balneotherapie: Die Leber spricht gut auf geeignete Heilwässer an. Diese enthalten gewöhnlich Schwefel in verschiedenen Verbindungsformen. Vich-g.

Topographische Therapieverfahren zur Leberbehandlung: Akupunktur(punkte): Kupferverbindungen; Einreibung von Salben o. Ätherischen Ölen in die in Frage kommenden Reflexzonen (Lebergebiet, zwischen Wirbelsäule und r. Schulterblatt usw.).

Orthomolekulare Medizin.

Höheren Dosen von Vitaminen, vitaminähnlichen Stoffen sowie Mineralien und Spurenelementen. Bei Spurenelementen (Mn/Co/Cu/Zn/Se) genügen zur Therapie recht kleine Mengen, etwa im Bereich homöopathischer Dilutionen D4 bis D8 zur Erzielung einer therapeutischen Wirkung.

Spezialpräparate aus Mineralien/Spurenelementen sind keine Homöopathika, sondern nach Gesichtspunkten der Alchimie/Spagirik hergestellt. Die interessantesten, die Oligotherapeutika Frankreichs, sind derzeit nur als Importe erhätlich, was umständlich und kostspielig ist. Man kann sich aber weitgehend mit homöopathischen Tiefpotenzen gleicher Konzentration und gleichen Mischungen aus den Einzelmitteln behelfen, wie sie in den oligotherapeutischeu Originalen vorliegen. Betriebsgeheimnisse bei der Herstellung bleiben dabei leider nicht berücksichtigt (haben die meisten Pharmafirmen).

Bei der Leber-/Gallentherapie ist die gleichzeitige Anwendung mehrerer verschiedener Heilweisen unentbehrlich. Auch bei anderen Leiden zeigt sich in den Industrieländern zunehmend die Notwendigkeit eines solchen Vorgehens (Zwang zur Polypragmasie).

Lassen Sie ihre Patienten Multivitamin- bzw. Mineralpräparate in der Apotheke besorgen, ein tüchtiger Apotheker stellt einen Preisvergleich an und weiß, welches die wertvollen, galenischen Formen sind.

Zum Vergleichen der Preise sehen Sie sich in der Roten Liste z.B. das Verhältnis Wirkstoffmenge/Preis bei den vielen Vitamin-E-Präparaten an. Sie werden Preisdifferenzen bis zum Verhältnis 1:10 finden.

 

Phytotherapie: Heilpflanzen sollen hier nur am Rande erwähnt werden.

Pflanzen mit teilweise sedierende Wirkung bei Hepatitis (Beispiele: Andorn, Artischocke, Boldo, Erdrauch, Odermennig, Schöllkraut), teilweise tonisierende bei Hepatose (Beispiele: Chinarinde, Kardobenediktenkraut, Gamander, Mariendistel, Salbei, Wasserdost). Manche, wie Berberitze o. Kohl, eignen sich zur Behandlung von Leberproblemen aller Art. Es ist unbedingt erforderlich, die Phytotherapie der Leber mit Kräutermischungen zu betreiben. Wirkstoffe der Card-m sind Flavonoide, die durchlichtend auf Stoffwechsel und Psyche wirken. Aufhellend und aktivierend wirken z.B. auch Boldo und Gamander. GÜnstige Leberwirkung haben auch die Flavonoide aus Birkenblättern und Ringelblume.

Aromatherapie:

Ätherische Öle werden in der Spagirik als Merkur des Sulfur definiert, müssten also theoretisch gute Leberheilmittel sein. Größere Mengen innerlich gegeben belasten aber die kranke Leber. Zur Leberbehandlung gibt die Literatur viele Öle an, u.a. Anis, Fenchel, Engelwurz, Liebstöckel, Orange, Mandarine, Zitrone, Bohnenkraut, Lavendel, Majoran, Minze, Quendel, Rosmarin, Salbei, Thymian, Ysop, Geranium, Palmarosa, Rose, Ingwer, Pfeffer. Man verwendet sie als Öl/Tee aus der ölhaltigen Pflanze in nicht zu hohen Dosen o. die reinen Öle zur Einreibung an Reflexzonen in fettem Öl gelöst. (Über der Leber). Zum Sedieren nimmt man die milden Öle, zum Tonisieren die scharfen.

Die Leberdiät hat Ähnlichkeit mit der Phytotherapie. (Bircher-Benner-Handbuch, Band 1, für Leber- und Gallenkranke Dr. med. Andres Bircher)

Bittere Stoffe: Löwenzahnsalat, Zichoriensalat.

Süße Stoffe: Melisse, Lakritze, Ringelblume (als Tees).

Viele leberfreundliche Nahrungsmittel sind schwefelhaltig: Kohl, Zwiebel, Knoblauch, Rettich, Steckrübe, Meerrettich, Brunnenkresse, Kapuzinerkresse, Löffelkraut und Rucolasalat.

Vom Standpunkt der Alchimie liegt in diesen Lebensmitteln nicht der heiße alchimistische Sulfur vor (in scharfem Senf), sondern eine kühlere Abart, der sogenannte Wasserschwefel. Dieser schmeckt weniger bis kaum scharf, dafür etwas bitter. Wasserschwefel wirkt entzündungswidrig und regenerierend zugleich. Kleieprodukte guter Qualität sind wegen des Gehaltes an B-Vitaminen, Vitamin E und Inosit zu empfehlen. Volksmedizin: reichlich Magerquark (bis zu 250 g/Tag) und trübes Weißbier (1 bis 2 Flaschen/Tag).

Orthomolekulare Medizin im engeren Sinn: Leberbehandlung mit ausreichend hohen Dosen von Vitaminen und vitaminähnlichen Stoffen sowie Mineralien (die Behandlung mit kleineren Dosen von Metallen und Nichtmetallen wird später besprochen).

 

Welche Stoffe zur Erhaltung des Lebens zugeführt werden müssen, wie hoch der Bedarf ist und welche (bei organischen Stoffen) chemische Struktur vorliegt, wurde erst im Lauf des 20en Jahrhunderts bekannt.

Diese Entwicklung ist übrigens noch nicht abgeschlossen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind noch nicht alle Vitamine und Spurenelemente bekannt. Aus der Kenntnis der Formeln der Vitamine ergab sich die Möglichkeit, sie künstlich und preiswert herzustellen. Nach Kenntnis der Stoffe, deren Zufuhr lebensnotwendig ist, konnten auch Tabellen des Minimalbedarfs erstellt werden. Diese haben einen Pferdefuß: Bestimmt ist der Minimalbedarf eines gesunden Menschen, der weder körperlich noch geistig arbeitet. Die Angaben zum Ascorbinsäurebedarf sind viel zu niedrig; bei Stress ist es sinnvoll, die vierfache Menge der bei B-Vitaminen angegebenen Minimalwerte zuzuführen. Eine weitere Komplikation ist der Unterschied zwischen Literaturangaben wichtiger biologisch aktiver Inhaltsstoffe in Lebensmitteln und dem Gehalt, den man tatsächlich vorfindet. Ich war dreizehn Jahre als Analytiker in der biologischen Forschung tätig - u.a. Lipide aller Art, Vitamine, Gerontologie - und weiß deshalb Bescheid. Sieht man in den Mund verschiedener Probanden, kann man bei 20% der Bevölkerung einen echten Skorbut diagnostizieren; Kann man nicht unbegrenzt Zeit und Finanzmittel in die tägliche Nahrung investieren, sollte man tatsächlich an Nahrungsergänzungspräparate denken. Vielleicht ergibt sich bei uns aber nach den harten Strafen für die Vitaminhersteller demnächst eine Verbilligung der gängigen Einzelstoffe und Mischungen. Die orthomolekulare Medizin, im Wesentlichen von Linus Pauling geschaffen, beruht auf der Überlegung, dass Stoffe bei Zufuhr in Dosen weit Über dem Tagesbedarf eine therapeutische Wirkung haben könnten. Dies hat sich voll bewahrheitet, wobei es teilweise auch Begrenzungen in der Dosishöhe gibt. So sind die Vitamine A und D giftig, von den lebensnotwendigen Elementen sind Kupfer, Zink, Chrom, Selen, Iod giftig. Man muss also eine Dosis unter der Toxizitätsgrenze wählen.

Einige Stoffe der orthomolekularen Medizin in der Lebertherapie: Vitaminen.

Lecithin und Cholin: Cholin ist ein Aminsalz mit der Formel (CH3) N + Anion. Handelsüblich ist Cholinchlorid und Cholinbitartrat. Die Lecithine sind Phospholipide = Verbindungen aus Fettsäuren, Glyzerin, Phosphorsäure

und Aminen (Cholin).

Phospholipide und damit auch Cholin sind lebensnotwendig, doch kann sie der Körper selbst synthetisieren. Zufuhr von Lecithin o. Cholin erspart dem Stoffwechsel die Syntheseleistung, das Tetramethylammoniumion  aufzubauen. Es ist also ein vitaminÄhnlicher Stoff. Cholin und Lecithin unterstÜtzen durch die Entlastung der Leber die Selbstheilung dieses Organs ganz außerordentlich. Cholinsalze im Pharmaziegroßhandel bestellen:

Cholinum chloratum DAB 10 100 g (schmeckt abscheulich)/Cholinum bitartaricum DAB 10 100 g. (schmeckt angenehm sÄuerlich). Tagesdosis ist 0,5 bis 2,0 g. Diese Salze sind leicht wasserlöslich, ich habe die Menge als einmalige Tagesdosis nachmittags o. abends verschrieben. Cholin hat als Muttersubstanz des Acetylcholins eine cholinerge Wirkung (verstÄrkt sich diese Durchfalltendenz)/Cholin mit Erfolg bei hartnÄckiger Verstopfung.

Die Leberindikationen von Cholin: Fettleber, pathologische Leberwerte, toxische SchÄden an der Leber (durch starke Medikamente), Virushepatitis, Leberzirrhose. Wie die großen Leberheilmittel Magnesium und Vitamin E zeigt Cholin auch eine gÜnstige Wirkung bei Herzleiden. Lecithin hat eine schwÄchere Wirkung als Cholin. Man verschreibt es, falls der Patient Cholin nicht vertrÄgt. Fertigarzneimittel finden sich in der Roten Liste unter 48 Hepatika und 73 Roborantia/Tonika. Beispiele: Essentiale forte, Buerlecithin.

Auch Lecithin ist billig im Pharmaziegroßhandel zu erhalten: Lecithinum e Soja pulv. (Instantform) 100 g, 250 g, 1 kg. Die Tagesdosis ist 1,5 bis 5 g.

Vom Standpunkt der Alchimie sind Lecithin und Cholin dem Prinzip Merkur zugeordnet; die Stickstoffverbindung Cholin hat eine Beziehung zum Azoth des Paracelsus und zum Element Luft.

Flavonoide: Diese sind Blütenfarbstoffe, sie kommen aber auch in Blättern und Samen vor. Dies ist auch der Fall bei dem Flavonoidgemisch, das den Wirkstoff der Mariendistel darstellt. Es gibt eine große Zahl Extraktpräparate aus der Mariendistel, die zu Recht oft verschrieben werden. Wie Cholin eignen sie sich zur Behandlung von Leberleiden aller Art, besonders bei chronischen Leiden und schlechtem Energiestatus im Sinn der TCM.

Andere Flavonoide mit Leberwirkung: Rutin ("Vitamin P"), hergestellt aus Sophora japonica o. Buchweizen; in der Roten Liste als Einzelmittel o. in Mischpräparaten. Auch reichlich in Birkenblättern enthalten, haben Leberwirkung, desgleichen der Blütenfarbstoff der Ringelblume.

Magnesium: Das Lichtmetall Magnesium, astrologisch der Sonne zugeordnet, ist im Stoffwechsel der Hansdampf in allen Gassen. Derzeit sind 300 Enzymreaktionen bekannt, an denen es beteiligt ist (merkurieller Aspekt in der Alchimie). Es verbrennt mit starker Lichtentwicklung und heißer Flamme (Sulfuraspekt). Nicht Überraschend ist, dass Magnesium außer seiner Heilwirkung bei Herzleiden auch gute Wirkung an der Leber zeigt, besonders bei Vorliegen von vegetativen Störungen und Leberdepression. Eine Behandlung mit handfesten Dosen ist sinnvoll. Magnesiummangel ist diagnostisch nicht leicht aufzudecken. Er führt nicht nur zu Stoffwechselschäden, sondern ruiniert auch den Immunapparat.

Magnesium ist extrem krebsfeindlich. Will man keines der zahllosen Überteuerten Fertigarzneimittel verschreiben, liefert der Pharmaziegroßhandel Magnesiumchlorid-Magnesium chloratum cryst PhEur. 100 g/250 g/1 kg.

Es ist billig, aber bitter. Außerdem: Magnesiumhydrogencitrat-Magnesium citricum purum DAC 100 g/250 g/1 kg. Dieses ist angenehm säuerlich und gut zu nehmen. Beide Magnesiumsalze sind gut wasserlöslich,

Tagesdosis 1 bis 4 g.

Homöopathie und Oligotherapie. Gute Erfolge ergab sich mit: Sul-ac. Asper. Berb. Chel. Chin. Hydr. Kali-c. Lyc. Mag-m. Mag-f. Nux-v. Phos. Ptel. Raph. Tarax. Stann-met.

Die Tiefpotenzen sind eigentlich als Phytotherapie anzusehen. Mit kleinen Dosen der Arznei, D3 tropfenweise gegeben, sind in Mischung mit echten Homöopathika (D6 und höher) in Mischrezepten aus 5 o. 10 Mitteln Heilerfolge erzielt.

Wirklich gute Heilerfolge kann man mit kleinen Arzneidosen auch mittels Metallen und Nichtmetallen in spezieller Zubereitung erzielen. Es gibt in Frankreich ein spezielles Heilsystem, die Oligotherapie. Diese verwendet Metallgluconate und Nichtmetalle in spezieller Zubereitung, in "physiologischer Salzlösung". Es handelt sich nicht um Homöopathika, sondern eher um spagirische Zubereitungen. Die Indikationen dieser Mittel sind auch nicht identisch mit den Angaben in Lehrbüchern der Homöopathie o. der orthomolekularen Medizin. In Frankreich gibt es ein halbes Dutzend Firmen, die Oligotherapeutika herstellen. Die wichtigste ist die Fa. Labcatal (Montrouge), die die sog. Oligosols herstellt. Bis Ende der 80er Jahre wurden diese Präparate in Deutschland von der Firma Galmeda unter dem Namen Mikroplex vertrieben. Von der Wirkung dieser Mittel waren meine Patienten stark beeindruckt. Als der Vertrieb in Deutschland eingestellt wurde, haben sie die gesamten Vorräte des Großhandels an von mir verschriebenen Mitteln einfach aufgekauft. Ich stellte meine Therapie auf homöopathische Verbindungen des gleichen VerdÜnnungsgrades um, was auch ganz gut funktioniert hat. Meist habe ich die Potenz D6 verwendet.

Wichtigstes Oligosol ist Manganese-Cuivre-Oligosol. Kombination Cuprum arsenicosum D6 - Manganum peroxydatum D6 o. Manganum sulfuricum D6 kann das ersetzen und bei Leberleiden weitere Lebermittel pflanzlicher Herkunft in Tiefpotenzen zugesetzt.

Claude Binet weist in seinen Publikationen auf die großartige Wirkung des Kupfers bei chronischen Infektionen aller Art hin, auf die stimulierende Wirkung des Mangans (und chemisch ähnlichen Magnesiums) bei Insuffizienzen, z.B. Leberinsuffizienz. Bei dem Präparat Mangan-Kupfer beschreibt er eine reinigende Wirkung auf alle Gewebe.

Die Idee, Mangan und Kupfer gleichzeitig zu verschreiben, entstand aufgrund astrologischer Ãœberlegungen. Es ist nicht üblich, Eisen (Mars) und Kupfer (Venus) gleichzeitig zu verwenden. Das sehr eisenähnliche Mangan hat aber Mars- und Merkurcharakter, dadurch wird eine Kombination möglich. Ich hatte hundertfach bei verschiedenen Leiden, nicht nur der Leber, damit Erfolg.

Bei Leberleiden oft Erfolg mit einer weiteren Kombination: Cupr-a und Stann-m. Astrologisch ist dies die gleichzeitige Verwendung von Venus und Jupitermitteln.

Es gibt mehrere Dutzend weitere Oligotherapeutika in Frankreich. In der Lebertherapie verwendet wird von diesen noch Mangan allein, Magnesium (Binet: "Das dynamische Metall"), Mangan-Kohalt, Kupfer-Gold-Silber und Schwefel.

Spagirische Fertigarzneimittel in der Leberbehandlung: Fa. Weleda - Chelidonium Ferro cultum, Chamomilla Cupro culta, Cichorium Stanno cultum, Taraxacum Stanno cultum, Vitis comp.; Fa. Soluna-Hepatik, Renalin.

Oligotherapie mit Nichtmetallen:

Der Schwefel: Alchimie und Spagirik kennen drei Prinzipien: Merkur = das Flüchtige; Sulfur, das Brennende; Sal, das Feste. Die Leber ist als Stoffwechselorgan stark vom Prinzip Sulfur geprägt. Wird nach Paracelsus sympathisch behandelt, sind sulfurische Arzneien die Mittel der Wahl. Hierzu gehören Schwefelverbindungen, mehr o. weniger alle Metalle und scharfe o. bittere Kräuter. Umwandlungen haben auch mit dem Prinzip Merkur zu tun. Gute Lebertherapie berücksichtigt beide Prinzipien, wie erwÄhnt, manifestiert sich Merkur in B-Vitaminen und Cholin. Sulfur verschreibt man nicht als homöopathischen Sulfur/als Senföle = in milderer Form/Wasserschwefel (bei Diät beschrieben) o. Sulfat: Sul-ac. Mag-s. Nat-s.

Die Oligotherapie verwendet verdünntes Natriumthiosulfat. Dieses kann man durch Natrium thiosulfuricum D 4 ersetzen. Natriumthiosulfat ist ein wirksames Antidot bei Schwermetallvergiftung.

In der Oligotherapie muß deshalb bei Verwendung von Schwermetallen und Schwefel ein mehrstündiger Abstand die Gaben getrennt werden;

 

Yarrow Liver Compress.

 

Phytologie: Signaturen der Leberheilpflanze: gelbe Blüten und orangegelber Milchsaft zeigen Sympathie zur Gelbsucht. Das dreilappige Blatt hat anatomische Verwandtschaft zur Leber, und das Wachstum an Mauern zeigt die Heilkraft gegen Gallensteine an

 

 

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